Nun, dann sollte es aber bitte nicht so gemacht werden wie es Max Planck bei der Herleitung seiner Strahlungsformel für Schwarze Körper gemacht hat. Bei Max Planck ist es aufgefallen, bei wievielen anderen nicht ? Nun könnte man sagen, ok, was solls, wenns doch dann richtig ist......nun, ist denn dann auch richtig, oder anders gesagt, sollte so Wissenschaft betrieben werden ?
Jetzt weiss ich nicht 100%ig genau, worauf zu anspielst. Geht es um die zunächst unbegründete Einführung des Wirkungsquantums ?
Tja, gesetz dem Fall man hätte es bis heute auch nicht nachweisen können, wäre diese Theorie dann jemals angerührt worden ? Wir hätten nach wie vor eine unbewiesene Theorie mit unbewiesenen Teilchen die sich warscheinlich noch die nächsten 1000 Jahre halten würde. Warum erinner mich das an die Tachyonen ?
Richtig, dann würden wir heute immer noch nicht wissen, ob es Neutrinos wirklich gibt und ob die Theorie korrekt ist. Aber sie hat sich im Nachhinein als richtig herausgestellt. Den Bezug zu Tachyonen sehe ich nicht, soweit ich weiss, werden diese Teilchen ebenfalls theoretisch besprochen, doch ihre Existenz ist fragwürdig. Ich bin aber bestimmt kein Experte für dieses Thema.
Nix dagegen einzuwenden, nur was mache ich mit Vorhersagen die ich nicht widerlegen und auch nicht bestätigen kann ? Was mache ich mit experimenten deren ergebniss ich mir so hinbiegen muss das sie in das entsprechende Theoriegebilde passen (z.B. Stern-Gerlach Versuch)
Hier weiss ich ebenfalls nicht, worauf angespielt werden soll. Kannst du das näher ausführen, wenn es für die Argumentation wichtig ist ?
Moment, das müssen wir erstmal ein wenig aufdröseln
Das die RT komplett falsch ist behauptet ich nicht, sie ist in Teilen Renovierungsbedürftig. Oder anders ausgedrückt, was ist mit einer Theorie die zu 95% zutrifft, die restlichen 5% sich aber komplett weigern dieser Theorie zu folgen ? In der Physik schafft man dafür dann Ausnahmeregelungen, bzw. versucht diese Phenomene irgendwie doch in die Theorie zu quetschen. Und da kommen wir zu Deinen 3 Beispielen (Teilchenbeschleuniger, Merkur-Perihel und Myonenzerfall).
Im Teilchenbeschleuniger wird ja immer gern behauptet das man ein Teilchen nicht auf Überlichtgeschwindigkeit bringen kann da es nach der RT, nahe c, unendlich schwer wird. Jetzt die Frage, hat man das schon mal gemessen ? Klar kann ich nichts auf Überlichtgeschwindigkeit Beschleunigen wenn alles was ich zur verfügung habe nur mit max. c funktioniert. Ist wie beim Auto auch, da kannst Du Dir ein Auto basteln was 10 Motoren hinterienander hat, es wird Dir aber nicht gelingen dieses Fahrzeug dadurch Schneller zu machen.
Im Teilchenbeschleuniger zeigt sich eine direkte Bestätigung der RT, da die Teilchen so schnell werden, dass relativistische Effekte auftreten. Diese sind zu berücksichtigen, wenn man das Magnetfeld dimensioniert, welches die Teilchen auf der Bahn hält. Würde man klassisch rechnen, könnte man einen Beschleuniger nicht betreiben. Das ist Fakt, wird jedoch von Kritikern der RT gerne ignoriert.
Merkur-Perihel ist auch sowas was gern als bestätigung der RT genommen wird, nur leider ist der MErkur-Perihel komplett konventionel berechenbar und hat somit nicht das geringste mit der RT zu tun.
Ebendfalls der Myonenzerfall, man hat die Lebensdauer von Myonen gemessen, hat postuliert sie würden nur in 20km höhe erzeugt werden, und da man sie auch in tieferen Regionen findet muss es sich natürlich um eine Zeitdilletation handeln, ähmm, vielleicht hätte man ja mal nachschauen sollen ob es vielleicht noch ein paar andere Gründe für das vorhanden sein von Myonen in tieferen Schichten gibt.
Ob der Merkur-Perihel klassisch berechnbar ist, weiss ich momentan nicht. Bezüglich Myonen-Zerfall : Ich habe mit der RT eine Theorie, die beispielsweise durch den Teilchenbeschleuniger bestätigt wird. Jetzt erklärt diese Theorie mir ebenfalls, warum ich auf der Erde Myonen registrieren kann. Das spricht für die Theorie. Es wäre einfach unwahrscheinlich, dass die RT die Myonen erklärt, dass die Theorie jedoch eigentlich falsch ist und ein ganz anderer, bisher noch nicht entdeckter Grund die Ursache dafür sein soll.
Da will ich Dir nicht widersprechen, nur ist nicht jeder Physiker auch eine Ehrliche Haut, denn ich will mal sagen das fast ein jeder Physiker davon träumt auch mal berühmt zu werden. Zumindest aber mal seinen Namen auf einer Veröffentlichung zu sehen, und es gibt leider Physiker, oder auch Wissenschaftler generell denen ist jedes Mittel recht um das zu erreichen. Ich betone hier das ich damit nicht alle meine, sondern nur einige.
Womit würde man denn reicher und berühmter werden als mit einem Experiment, dass die Relativitätstheorie eindeutig falsifiziert ?
Das Problem dabei ist aber das wenn eklatante widersprüche auftauchen, die gefahr besteht das diese erst garnicht veröffentlicht werden, aus der angst herraus sich lächerlich zu machen. Wenn irgendwas nicht in die bestehende Theorie passt wird der Fehler erstmal bei sich selbst gesucht anstatt in der Theorie selber. Schlussendlich wird dann doch noch versucht die Ergebnisse irgendwie mit der Theorie in einklang zu bringen.
"Irgendwie mit der Theorie in Einklang bringen" - das klingt, als könnte man einen beliebigen Sachverhalt einfach uminterpretieren, damit er in die bestehende Theorie passt. Aber sie muss auch quantitativ passen, und insofern sind die Freiheiten hier sehr eingeschränkt. Die Gefahr, dass Widersprüche in einer Theorie nicht veröffentlich werden, sehe ich nicht, denn damit würde man sich nicht lächerlich machen. Warum sollte das so sein ?
Ich bin nun bei weitem kein gegener der Physik (Ich komme selber aus dem Bereich), auch halte ich die RT nicht für unbedingt falsch, aber sobald Kritik von mehren Seiten auftaucht sollte zumindest nochmal neu diskutiert werden.Was mir nur auf den Senkel geht ist das drumrumdrücken um die wesentlichen Fragen und zwar von seiten der Gegner und der Beführworter.
Volle Übereinstimmung. Ich sehe aber auf Seiten der Kritiker sehr viel mehr "Herumgedrücke" als auf Seiten der Relativisten. Der Fehlerkatalog von GOM wird von Relativisten bereits auseinandergenommen, auf rein fachlicher Ebene, doch die Kritiker äußern sich dazu nicht oder nur sehr selten. Und dann zeigt sich nach kurzer Zeit (so ist es nunmal) dass die Kritiker häufig schwammig argumentieren, ohne die Begriffe gemäß ihrer exakten Definition zu verwenden, was zu selbstkonstruierten Widersprüchen führt, die man gar nicht hätte, wenn man die Theorie richtig verstanden hätte.
Nun, viele hängen halt an ihrem Forschungszweig....ähhh ich glaube das hatte ich schon mal erwähnt 
Stellen wir uns doch einmal eine Arbeitsgruppe irgendwo auf der Welt vor, welche ein Experiment gefunden hat, dessen Ergebnisse nicht mit den Voraussagen der Relativitätstheorie übereinstimmen. Das würde doch den Forschungszweig nicht aushebeln, sondern vergrößern ! Wer wäre denn daraufhin ganz vorne bei der Suche nach einer neuen Theorie dabei ? Das wäre doch genau diese Arbeitsgruppe. Man muss sich nur einmal vorstellen, wie viele Forschungsgelder die beantragen könnten und auch bekommen würden, entgegen den misstrauischen Vermutungen der Kritiker, eine mafiöse Vereinigung würde dies verhindern.
Nubok :
Zitat
Hier ist das Problem in unserem Forschungssystem verankert: wenn man von der Wissenschaftlergemeinde ernst genommen werden will, um an einer Forschungseinrichtung einen Job zu bekommen (oder gar Ambitionen auf einen Lehrstuhl hat), so muss man eine bestimmte Anzahl an Veröffentlichungen in hinreichend angesehenen wissenschaftlichen Zeitschriften haben (es sei denn, man will sein Lebensglück woanders suchen als in der Forschung). Von daher gibt es da im großen und ganzen keine Alternative. 
Ich denke M. C. sollte dies bestätigen können.
Allerdings. So ist die Qualität gesichert. Wer bereits eine große Anzahl häufig zitierter Arbeiten publiziert hat, ist offensichtlich ein guter Physiker. Für uns sind die Publikationen in einer Bewerbung daher wichtig, wenn nicht sogar ausschlaggebend.
Daher ist GOM auch für die Wissenschaft indiskutabel. Würde die Gruppe wissenschaftlich vorgehen, würde man ein paper schreiben, einen Artikel, welcher ein oder mehrere Argumente gegen die RT beschreibt, detailliert ausführt und die Schlussfolgerung, die RT wäre falsch, anhand dieser Argumente schlüssig begründet. Dieses könnte man dann bei einer Zeitschrift einreichen. Ob es dann auch veröffentlicht wird, hängt von denjenigen ab, welche die Publikation im Vorfeld prüfen. Das kann man sich übrigens nicht aussuchen - wer auf der Liste derjenigen steht, welche Veröffentlichungen hinsichtlich Berechtigung und Bedeutung bewerten, hat keinen Einfluss auf die Artikel, die er einschätzen soll. Dies ist eine weitere Maßnahme zur Qualitätssicherung. Sonst könnte ich die Publikationen befreundeter Physiker bewerten und diese aufgrund persönlicher Sympathie zu positiv einschätzen.
Freundliche Grüsse,
M.C.