Beiträge von Stardust

    Zitat von Storm

    Wenn die Deutschen nach ?sterreich kommen und mit uns reden ist es am anfang immer schwierig sich dran zu gew?hnen nicht im Dialekt zu reden und dann verstehen sie uns gar nicht. Daf?r k?nnen wir die Schweizer und die Schweizer uns ganz gut verstehen.


    Im Allgemeinen verstehe ich die ?sterreicher ziemlich gut. Schwierig wirds meistens dann, wenn ihr euch um Hochdeutsch bem?ht. ;)
    Mir wurde gesagt, dass die ?sterreichischen Dialekte etymologisch betrachtet nichts als eine Abart des S?d-Bairischen sein sollen. Sind das hegemonistische Manipulationstendenzen in der Sprachwissenschaft oder kann da tats?chlich was dran sein?

    Zitat von waterbrunn

    Ein Frau f?rs Leben findet er auch nicht, da alle im Rollenklischee stecken und so keine gleichberechtigte Partnerschaft m?glich ist.


    Die Begr?ndung m?chte ich so nicht stehen lassen. Seine dritte von vier Ehefrauen, Mia Farrow, hat Sinatra der ?berlieferung nach selbst zum Teufel gejagt, vermutlich, weil ihm ihre Karriere als Schauspielerin nicht in sein Rollenbild passte, und er f?rchten musste, sie w?rde ihn, was die Finanzen aber auch den Ruhm anbetrifft, ?berfl?geln.

    An der ?bersetzung lags nicht ... und World War None ist in vielem ?berraschend klar, das gebe ich zu, aber zu Song Without Words und auch zu What Time Does The Next Miracle Leave ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
    Welche Rolle spielen Merkur, der G?tterbote, und Neptun, der Meeresgott der Antike in diesem ganzen Spektakel? Nur Br?ckenfunktion, weil es diese Planeten auch gibt?

    In "We did it your way" ist auch eine deutliche Anspielung auf "I did it my way" erkenntlich, ich sehe das so, dass Sinatra damit alle seine "Freunde" meint, die sich an seiner Kunst bereichert haben. Wie du schon sagst, die Presse, die Produzenten aber auch der eine oder andere nachahmende Kollege.

    Alles sehr oberfl?chlich sinatra-spezifisch. Das Tiefgehende liegt in anderen Strophen, wie dieser hier:

    Ist das nur ein sch?n dahingesagter Appell an die Macht der Phantasie oder steckt mehr dahinter? Evtl. die Botschaft, dass der Mensch das gesamte Wissen bereits in sich tr?gt und in Wirklichkeit allm?chtig ist?

    Nochmals auf deine Schl?sselstrophe zur?ck: Wozu brauchen wir alle Hilfe, die wir kriegen k?nnen, wenn uns in der Zukunft Liebe entgegenschl?gt? Ist Liebe so schwer zu ertragen?

    Hi waterbrunn, vielen Dank f?r deine M?hen. Von "ausgegraben" kann aber kaum die Rede sein, diese Platte (in Verbindung mit den ersten beiden Teilen) ist ein Bestseller, praktisch jeder, der was von Sinatra im Schrank hat, hat diese Trilogie. Ob es auch wichtig war, diese dritte LP im gro?en Stil zu verbreiten und sie an die anderen beiden ranzuh?ngen, so dass niemand dran vorbei kommt?

    Von Sinatras Kontakten zur Mafia hat man geh?rt, ja, und dass er hier und da mal Verpflichtungen hatte, bei "Familienfeiern" aufzutreten (Villa Venice etc.)

    Mir ist nur nicht ganz klar, wie du das in Verbindung mit Trilogy bringst. Denkst du, es handelt sich um eine "verschl?sselte Botschaft"? Oder erkennst du einen tieferen Sinn, wenn du sagst, es ist nicht so tiefgr?ndig, wie man meinen m?chte? Mir leuchtet nicht ein, wieso es nach einem Werk wie diesem einfacher sein soll, Sinatra zu einem Auftritt in Vegas zu ?berreden.

    "Uranus is heaven" wenn Italiener = die Familie da sind? Die Planetensymbolik ist mir insgesamt ein R?tsel (mal abgesehen von Pluto).

    Was hat es mit dem Bild auf sich, dass sich Sinatra (man kann davon ausgehen, dass das lyrische Ich tats?chlich Sinatra ist, weil das St?ck auf ihn geschrieben wurde) in einer W?ste um seine Kinder sorgt?

    Und was meint die Frage: Will the trees be green out there or bare? Scheint mir auch ein symbolischer Schl?ssel zu sein.
    Au?erdem, was bedeutet es, ein kleines Haus auf einem Stein zu bauen?

    Und die Strophe, die du als "Schl?sselstrophe" qualifizierst, die vertr?gt durchaus auch noch einiges an Erkl?rung. "Leap before you look" ist eine Umkehrung des klassischen Sprichworts "Look before you jump", die Frage, inwieweit man sich von bestehenden Sicherheiten l?sen soll wird aber auch nicht wirklich beantwortet. Und wer ist der Mann, den man um Antwort fragen soll? Doch nicht etwa Sinatra (der unmittelbar darauf seine Lebenserfahrungen schildert)?

    So gesehen k?nnte ich eigentlich jede Strophe, jeden Vers hinterfragen. Nat?rlich w?re es zu viel, alles auf einmal zu interpretieren, aber wenn euch zu einzelnen Stellen was einf?llt, dann gerne auch unaufgefordert.

    Giaccomo, Giaccomo
    All of you took turns in delivering sunrise a little sooner to my window.

    (musical interlude)

    Before the music ends, accompanied by Dino and Sarge,
    I'd like to make one more charge at Vegas.
    You won't find me at that idiot wheel that spins, and spins and spins.
    I won't play the slot machine, the management always wins.
    Not for me the game where the jack is called black,
    Hand me them dice and stand back.
    Put five hundred the line
    And a hundred on the come.
    If Sinatra makes his nine
    Blow the trumpets, beat the drum

    You won't hear me talk about baby's new shoes, baby's got 57 pairs,
    All I ask is a nine, just a plain and simple nine
    Just a little five-and-four, just a little six-and-three
    Nine, nine, nine, nine, nine, nine, nine, nine

    Nine!

    (pause)

    In years to come, I may forget if I lost or if I won,
    But I'll always remember how much fun it was.
    Just a little five-and-four, just a little six-and-three

    (pause)

    And when the music ends
    I'd like it to end this way:
    I'll ask Chester to write me one more song,
    I'll get Lefty to make me one more chart,
    And I'll make one more record with the best musicians in the world.

    (Fanfare)

    And when that cat with the scythe comes tugging at my sleeve,
    I'll be singing
    Sinatra, Sinatra, Sinatra
    as I leave.
    Sinatra
    [/quote]

    1980 erschienen wurde Frank Sinatra's "Trilogy: Past, Present & Future" schnell zum Bestseller. W?hrend die ersten beiden Platten "Past" und "Present" eine gelungene Retrospektive des Altstars auf sein k?nstlerisches Schaffen bieten, ist "Future" ein oratorium-?hnliches Bombast-Werk, das bei mir seit jeher Beklemmung, Hypnosewirkung und den Wunsch erzeugt, Sinatra h?tte dieses Werk nie ver?ffentlicht.

    Der Text ist so hermetisch-poetisch und irritierend, dass ich ihn an dieser Stelle posten m?chte, um euch als Experten f?r die wahre Bedeutung von Symbolen um Interpretationen zu bitten, damit sich dieses Werk zumindest in Ans?tzen erschlie?t - vor allem diejenigen, die sich unter Dingen wie "Graduates of the Pen" etwas vorstellen k?nnen. Bitte um Verzeihung, dass der Beitrag etwas l?nger wird, aber ich verzichte aus Gr?nden der besseren Lesbarkeit nicht darauf, die Verse mit Zeilenumbr?chen einzeln abzusetzen. Danke im Voraus f?r eure Mithilfe.

    Daniel ist schuld! :P
    Lange musste er nicht Werbung machen, um mich zu kriegen.

    Das gr??eres Wunder ist aber f?r mich, wie ich Bekanntschaft zu Daniel geschlossen habe: In meinem ICQ [rainbow]Wahrheit[/rainbow] geschrie(be)n, nichts B?ses im Sinn, und pl?tzlich erschien mir seine UIN wie eine schicksalshafte F?gung. 8)

    War's nicht so, Dan?

    Auf die Gefahr hin, leicht vom Thema abzuschweifen (mal wieder ... langsam seid ihr das von mir gewohnt?):

    Es hei?t, dass Schlafentzug hyperrealistische Wahrnehmung hervorrufen kann, unter anderem auch im Hinblick auf Auren. Hat das jemand mal forciert versucht? Wenn ja, wer hat es hinbekommen? Oder gibt es hier Leute, die "von Natur aus" Auren wahrnehmen k?nnen?

    Zitat von ~.chk.bry

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    was hat sich nur walt disney damit erlaubt :)

    Kann mich gut erinnern, den haben wir in unserem (im Nachhinein betrachtet wohl gar nicht so schlechten) Geschichtsunterricht gesehen. Au?erdem, wenn ich mich recht erinnere, noch einen zweiten, schwarz-wei?en, mit Mickey Mouse zu demselben Thema.

    Politische Cartoons, hmm? Ausgerechnet von Disney m?chte man das nicht erwarten, wobei die Motivation in diesem speziellen Fall wohl weniger politisch als vielmehr gesellschaftlich war. :?:

    Bin immer noch katholischer Christ. Letzten Endes sind alle Religionen gleich gut oder schlecht, deswegen sehe ich keinen Sinn darin, zu wechseln. Mit dem Christentum als ethische Vorgabe f?r die, die sowas n?tig haben, habe ich "meinen Frieden" gemacht, weil es vielen Leuten sehr viel Gutes getan hat.

    "Meine Kirche" als Organisation w?sste ich schon in einigen Punkten zu kritisieren (einigen mehr, um genau zu sein), aber letzten Endes geht es darum nicht oder nur f?r die Orthodoxen. Es ist vielmehr wichtig, den Sinn hinter dem ideologischen ?berbau zu erfassen ... das allein kann eine Lebensaufgabe sein.

    Au?erdem versuche ich immer, wenn ich Zeit habe, mich ?ber andere religi?se und mythologische Strukturen zu informieren. Erst durch den Vergleich der Dogmen und Gleichnisse kommt man auf den Kern des Ganzen. Deswegen gebe ich grunds?tzlich keiner Religion den Vorzug.

    Spirituelle Bildung ist aber nur ein Teil meiner - im weiteren Sinne - [rainbow] philosophischen Bildungsinteressen, [/rainbow] daher lasse ich mir vorwerfen, dass ich bislang bei weitem nicht so viel Zeit auf das Gebiet des Glaubens verwendet habe, wie der Sache vermutlich angemessen w?re. Aber es gibt so viele Sachen zu entdecken, da muss man manchmal Priorit?tsentscheidungen treffen. Womit ich wiederum nicht ausdr?cken will, dass mir das spirituelle Feld vergleichsweise unwichtig ist ...

    Alles klar, oder? (fragt mich) :)

    P.S.: Schon mal versucht, im rainbow-tag Anf?hrungszeichen zu setzen?

    Dazu muss man sagen, dass Ende selbst an der Wolfgang-Petersen-Verfilmung 1984 mitarbeitete, aber aus dem Projekt ausgestiegen ist, weil die Schwerpunkte des Films doch viel mehr auf Effekte und auf Spannung als auf inhaltliche Tiefe gelegt wurden. Mit anderen Worten: ziemlich daneben. Eigentlich ist dieses Buch "unverfilmbar", zum einen wegen seiner inhaltlichen Handlungsebenen und Einbeziehung seiner selbst in die Handlung, andererseits wegen der poetischen Gedankenstr?me und inneren Handlung, die ein Film niemals wiedergeben kann.

    Zitat aus Rasscass.com:
    W?hrend der Verfilmung der "Unendlichen Geschichte" kam es zu inhaltlichen Streitigkeiten mit den Produzenten, f?r Michael Ende war es der schlimmste Kitsch und Kommerz. Daraufhin zog er seinen Namen zur?ck und prozessierte lange und erfolglos um die Streichung einiger Szenen - der Film lief dennoch 1984 in den Kinos an.

    Bezeichnend dazu auch ein Satz aus wikipedia zu den Fortsetzungen:
    Gegen Endes Willen folgten ?Die unendliche Geschichte II? und ?III?, die mit dem urspr?nglichen Buch allerdings nur den Titel und einige Charaktere gemein haben

    An Waterbrunn im Besonderen aber alle anderen, die den Film gesehen haben, der Hinweis, dass nie ein Film ein Buch weniger getroffen hat. Und dass bei kaum einem anderen Buch der Imageschaden durch eine schlechte Verfilmung so stark wirken konnte wie bei diesem - die Vorlage ist so gut, dass der tiefe Fall durch die Verfilmungen gleich dreimal ins Gewicht f?llt.

    Das Buch sei insbesondere den Elfenbeinturm-Tr?umern aber auch dem Mystiker ans Herz gelegt als ein Werk, das seinesgleichen sucht und in einer Reihe mit Tolkiens "Herr der Ringe" oder Kings "Der Dunkle Turm" genannt werden darf - nur nicht ganz so episch, daf?r symbolisch klar ?berlegen, mit einer Gedankenbild-Dichte, die an Poesie grenzt.

    Zu viel Lobhudelei? Selber lesen ... man k?nnte denken, ich h?tte einen Werbevertrag mit dem Verlag abgeschlossen. Aber ich hatte das Gef?hl, das musste einfach mal sein. :)

    An alle, die es jetzt erst entdecken wollen, der Hinweis: die relativ neue "Sonderausgabe" (mit blauem Cover) enth?lt nicht die wundersch?n verzierten Initialen (A bis Z) zu den Kapiteln und auf die zweifarbige Schriftgestaltung zur Unterscheidung der Handlungsebenen wurde auch verzichtet ... also schnell ran an die Restbest?nde (ich hatte bis dato auch noch keine, da mir das Buch in meiner Jugend mehrfach in Form von Bibliotheksexemplaren in die H?nde gefallen ist - wie passend - aber das habe ich jetzt ge?ndert)

    Infinity, fast richtig, aber irgendwie doch nicht ganz ... muss das mal eben schnell aufl?sen bevor wir zum n?chsten gehen.

    ?y/?x ist der sogenannte Differenzenquotient und ein Ma? f?r die Steigung der Sekante durch die Punkte P*(x*|y*) und P1(x1|y1).

    Nicht zu verwechseln mit der Steigung der Tangente an die Kurve (= "Steigung der Kurve"), die bekannterma?en durch die erste Ableitung und damit durch den Differentialquotienten ausgedr?ckt wird (dadurch, dass man die Deltas an 0 ann?hert).

    Sch?nen Dank f?r die Aufmerksamkeit 8)

    Threads gibts...

    61!

    (es ist ein erhebendes Gef?hl)

    1961 wars, als Francis A. Sinatra sein zweites Album f?r seine von ihm neugegr?ndete Plattenfirma Reprise Records herausbrachte. "Swing along with me" wurde sp?ter aus rechtlichen Gr?nden in "Sinatra Swings" umbenannt und ist eines der, wenn nicht gar das beste Swing-Album von The Voice ... und wahrscheinlich auch nahezu das beste Swing-Album, das von einem Solos?nger je aufgenommen wurde, aber das geht ins Subjektive. :)

    Kann ich trotzdem zur 61 und zur herrschenden Swing-Welle jedem uneingeschr?nkt empfehlen.

    So weit, so gut, (danke Infinity, ich dachte schon, das macht niemand, dabei habe ich extra was Leichtes genommen) aber das Wichtige ist:
    "Man muss immer wissen, was man eigentlich gerade tut." (A. Kopp - special thx)

    Also, was bedeutet ?y/?x ?

    Infinity, du hast Z?hler und Nenner vertauscht. Die Fragestellung sollte nicht ver?ndert werden. :)

    Zitat

    "Tue was du willst, sei das ganze Gesetz [...]"


    Nun ist es ja nicht so, dass diese Worte nicht sogar ziemlich massenwirksam richtig erkl?rt worden w?ren.
    Michael Ende hat sie in seinem Kult-(Kinder-)Buch "Die Unendliche Geschichte" auf die R?ckseite seines Auryn gepr?gt, sowie das Symbol der sich in den Schwanz bei?enden Schlange (erweitert auf zwei - schwarz und wei? - und damit um das dualistische Prinzip) darin verwandt.

    In der Welt, aus der ich komme (damit meine ich die 80er Jahre) soll dieses Buch ziemlich schnell in aller Munde gewesen sein, eigentlich d?rfte also die Erl?uterung der Bedeutung an niemandem vor?bergegangen sein?

    (Das Thema Mystik und Michael Endes "Unendliche Geschichte" k?nnte beizeiten einen separaten Thread abgeben, wenn sich jemand die M?he macht, die Einfl?sse zu erforschen und die ganze Symbolik rauszufiltern.)

    Sehe ich einige die Nase r?mpfen? Trivialliteratur, belletristischer Roman und dann auch noch ein Jugendbuch? Man nimmt, was einem zuf?llt, ihr nicht auch?

    Meine Frage w?re:

    W?rde es nicht reichen, das "Geld", ohne es zu spiegeln, mit Stundenwerten zu versehen? Meiner Ansicht nach w?rde das im Effekt und vom System her keinen Unterschied machen, k?me lediglich einer "Umbenennung" gleich.

    Wer jetzt einwirft, bei nichtgespiegeltem Stunden-Geld w?re nicht gew?hrleistet, dass immer eine Dienstleistung entgegensteht (z. B. Schenkungen, Diebstahl, Betrug), den verweise ich darauf, dass das im Prinzip mit Spiegelgeld genauso ginge, nur denkt man nicht auf Anhieb daran, weil das System an sich so ungewohnt ist, dass man zun?chst diese Sonderf?lle nicht wahrnimmt.

    Wie ich das sehe, ist der einzige "neue Faktor" die Bewertung in Arbeitsstunden statt in abstrakten Werten. Bitte erkl?rt mir, ob es doch noch einen anderen sachlichen Unterschied gibt, der in der "Spiegelung" liegt.

    So, meine lieben Freunde, jetzt ist es an der Zeit, ein Thema anzuschlagen, das aufgrund seiner Dogmatik nicht unproblematisch aber auch nicht jedermanns Sache ist. Aus religi?ser wie auch aus philosophischer Sicht halte ich es aber f?r essentiell, sich damit auseinanderzusetzen. Entscheidet selbst, ob das eine Thematik f?r euch ist.

    Als katholischer Christ, zu dem ich in meiner Kindheit und Schulzeit erzogen wurde, habe ich gelernt, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde, edel und gut erschaffen haben soll.
    Dann war da dieser "Zwischenfall" mit der Schlange

    Zitat

    ERITIS SICVT DEVS SCIENTES BONVM ET MALVM


    pl?tzlich nahm sich der Mensch den "Apfel" und die Freiheit der Erkenntnis von Gut und B?se, wurde dadurch Gott ?hnlicher, dass er nun den freien Willen besa?, nicht mehr nur das Gute sondern auch das B?se zu tun.

    Ein Verweis auf den antiken Prometheus-Mythos zeigt, dass auch in anderen Kulturen die Vorstellung, Entscheidungsfreiheit (Feuer) und damit verbunden die M?glichkeit, das B?se zu tun, nicht als urspr?nglich im Sinne des Erfinders angesehen wird, sondern als Verrat am originalen Plan. Dass unser Leben kein reines Paradies mehr ist, wenn wir uns die Freiheit der Entscheidung nehmen, sowohl die helle als auch die dunkle Seite der Macht zu nutzen, erkl?rt die Symbolik von der Vertreibung aus Eden.

    Allgemein gilt heute die Vorstellung, in seiner Entscheidung frei zu sein, als h?herwertig, als die Determination auf das blo?e Gute. Insofern wird also in unseren Zeiten der "S?ndenfall" als echter Fortschritt f?r den freien Willen gewertet.


    So weit, so gut, neulich hingegen habe ich tats?chlich mit einem Protestanten ?ber diese Thematik philosophiert (ich wei? nicht mehr, wie wir drauf gekommen sind), und mir wurde eine v?llig andere Grundhaltung entgegengebracht.

    Einerseits hatte ich nat?rlich schon geh?rt, dass in der evangelischen Konfession der Glaube an die freie Entscheidung des Menschen nicht uneingeschr?nkt getragen wird. Deterministische Tendenzen sind vorhanden, das wusste ich. Trotzdem traf mich das, was ich geh?rt habe, zun?chst wie ein Schlag.

    Es hei?t, die Evangelische Landeskirche vertrete die Meinung, dass sp?testens seit der "Erbs?nde" der Mensch grunds?tzlich b?se sei und durch sein christliches Denken und Handeln dieses Ur-B?se in ihm jedes Mal wieder und ewig bek?mpfen m?sse.

    Meine erste Frage w?re, ob dieses Dogma tats?chlich "von oben" abgesegnet ist, oder ob mir die Lehre einer radikalen Splittergruppe als allgemeing?ltig verkauft wurde (mein erster Eindruck ging n?mlich in die Richtung). Ist es m?glich, dass zwischen zwei christlichen Konfessionen solche fundamentalen Unterschiede bestehen?

    Und meine zweite Frage w?re, sofern euch das Thema ?berhaupt interessiert (man wei? ja nie), wie ihr diese Dogmen beurteilt, welchem ihr den Vorzug gebt, ob ihr gar zum Thema freie Entscheidung und das B?se im Menschen einer ganz anderen Philosophie folgt.

    Nat?rlich spielt es effektiv keine Rolle, weil allen "unseren" Religionen nahezu die gleichen ethischen und moralischen Vorstellungen zugrunde liegen, aber interessant ist es trotzdem, wie man mit komplett gegens?tzlichen Methoden den gleichen Effekt erzielen kann.

    Dann bin ich mal gespannt, wie rege die Beteiligung zu solch einem "heiklen" Thema tats?chlich wird ...

    Ja, ich habe keine Kinder ... das verleiht mir vielleicht eine andere Sichtweise, ich bin nicht so stark an mein jetziges Leben gebunden.

    Zitat von waterbrunn

    Wenn ich wegen ?bereilter ?u?erungen in den Bau gehe, bin ich "drau?en" und werde auch danach nicht wieder die M?glichkeit haben wieder so "hinein" zu kommen, dass man meine Stimme h?rt. Das ist dann alles Zeitverschwendung!


    Das habe ich schon bedacht, als ich den letzten Beitrag geschrieben habe. Um ehrlich zu sein, wollte ich wissen, ob du daran denken w?rdest. ;)

    Und ich gebe dir Recht, wir haben ziemlich ?hnliche Ziele. Nur die "Lieblingsargumente", wie du es nennst, beinhalten konflikt?re Ausgangspr?missen. Letzten Endes z?hlt aber der Effekt, wie so oft im Leben, und der ist bei uns beiden der Wunsch nach Verbesserung der bestehenden Zust?nde - wenn ich das richtig sehe.

    ?ber die Methoden muss man sich erst noch klar werden, ich bin noch viel neuer in dem Gesch?ft als du oder wir alle, und deswegen habe ich noch kein Patentrezept. Aber gerade durch den Austausch untereinander k?nnen wir die Synergieeffekte nutzen. Ich hoffe, wir erleben den Tag noch, an dem sich wirklich was ?ndert. :)

    Sky, vielleicht, weil fr?her alles besser war? :mrgreen:

    Um ehrlich zu sein, das kann ich auch nicht nachvollziehen. Vielleicht, weil man sich in einer anderen Epoche mehr Gl?ck erhofft. Aber waren die Menschen in der Antike oder gar in der Steinzeit zufriedener oder weniger zufrieden als wir es heute sind?

    Ich glaube, auch wenn die Ursachen und die Umst?nde andere waren, der Grad der Lebensfreude ver?ndert sich niemals nachhaltig. H?chstens kurzfristig, wenn wir etwas Neues, Besseres entdecken, aber der Gew?hnungsfaktor stellt sich ein und wenig sp?ter erlebt man die Gesamtsituation nicht besser oder schlechter als man es ohnehin tut. En gros betrachtet: Egal, wie es dem Menschen geht, noch so gut oder noch so dreckig, er wird sich immer gleich viele / gleich wenig Sorgen machen.