sind die Unterschiede zwischen einem Nigerianer und einem Äthiopier im Durchschnitt größer als die zwischen einem Deutschen und einem Mongolen. Daß die beiden ersteren ihre ursprüngliche Hautfarbe behalten haben und die letzteren beiden sie unabhängig voneinander verloren haben hat nichts über die Verwandtschaftsverhältnisse auszusagen.
Trivialer aber korrekter Vergleich:
Angenommen, in meiner Vorfahren- und Verwandtschaft übernehmen Frauen bei der Heirat konsequent den Familiennamen ihres Mannes. Wenn ich mein Großvater väterlicherseits "Müller" heißt, und neben meinem Vater noch 2 Kinder hatte - einen Jungen und ein Mädchen - bin ich statistisch gesehen mit jedem meiner Vettern und Basen ersten Grades in genau gleichem Maße verwandt. Trotzdem haben die Kinder meines Onkels den gleichen Familiennamen wie ich selbst, die meiner Tante aber nicht. Das Merkmal "Familienname" ist in der einen Linie gleichgeblieben, in der anderen hat es sich geändert.
Ein Anzeichen für nahe Verwandtschaft kann allenfalls ein gemeinsames neuerworbenes Merkmal sein. Aber speziell bei Hautfarbe funktioniert das auch nicht, weil die vererbungstechnisch zu komplex ist. Eine halbe Stunde in "Stirb an einem anderen Tag" reinschauen, und die Sache wird überdeutlich...
Nur mal so.