bis jetzt war Metal immersowas für mich:
Das ist wohl eine verbreitete Vorstellung. Der gutturale Gesang ist nicht jedermanns Sache, aber das ist auch eine relativ neue Erscheinung. Ursprünglich gab's das im Metal gar nicht. Man kann Metal überhaupt nicht so einfach auf einen gemeinsamen Nenner bringen (z.B. "Metal ist Brüllmusik"). Es gibt da einfach zu viele Variationen, sodass man viele Stile im Metal schon fast zu eigenen Genres machen könnte.
Hier gibt es einen guten Überblick: http://www.metalstile.de/
Hier ein Beispiel für sehr orchestralen, epischen Symphonic Power Metal, für den die 1993 gegründete italienische Band Rhapsody bekannt ist.
Symphonisch, weil hier eine klassische Symphonie zur Vorlage genommen wurde. Orchestral, weil da natürlich ein Orchester beteiligt ist. Tatsächlich episch im Wortsinne, weil in den Alben ein Epos erzählt wird. Und ganz wichtig im Metal: Das sind keine Computersounds. Das kann man so live auf der Bühne spielen und das hat Rhapsody schon bewiesen. Aber Bands wie Dragonforce, die auf den ersten Blick ähnlich klingen (naja, das symphonische Element fehlt natürlich komplett), bringen das was sie im Studio aufnehmen und bearbeiten, live einfach nicht zustande, was sie nach dieser Definition aus dem Metalbereich ausschließt. Das liegt nicht nur daran, dass sie hin und wieder unter Alkoholeinfluss auftreten. Deshalb nennt man sie unter Fans des Genres auch Studioforce, Dragonsuck, Dragonfake, Dragonfail, Dragonshit, Badforce, Falseforce und so weiter. Wenn sie's doch könnten, wären sie im Bereich des sehr schnell gespielten Power-Metal einzuordnen (aber nicht unbedingt Speed Metal). Das soll nur verdeutlichen, wie wichtig es im Metal ist, echte Musik mit echten Instrumenten zu machen, anstatt einzelne Töne im Studio zusammenzusetzen und die dann auf der Bühne im Hintergrund laufen zu lassen, während man so tut, als würde man ins Mikrophon singen.
Cherub: Danke , jetzt weiß ich auch, woher diese Melodie kommt, die man dauernd in irgendwelchen dramatischen Videos auf Youtube hört.
Edit: Hier demonstriert Harald Schmidt die metallische Vielfalt. Da fehlen natürlich einige Stile, so viel Zeit hatte er dafür nicht.