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]Es ist alles andere als naheliegend. Der Gedanke, ein Verlag in Deutschland lehne ein Manuskript ab weil sie keinen "Ärger" mit dem "Physik-establishment" haben will ist völlig an den Haaren herbeigezogen, Verlage reißen sich um Stories, die hohe Auflagen versprechen, und das Letzte, worauf sie Rücksicht nehmen sind Physiktheorien oder gar Professoren.
Tja, leider ist das ziemlich weit an der Realität vorbei ![]()
1. Ist das bei Fachblättern definitiv nicht der Fall, die haben eine begrenzte Leserschaft und brauchen keine Quotenbringer.
2. Sitzen in den Verlagen entsprechende Leute, zuweilen in der Rechtsabteilung die umstrittene Themen wieder canceln, weil es durchaus sein kann das man Leuten auf die Füsse tritt denen man besser nicht drauftreten sollte.
3. hier noch mal der Hinweis auf Bourbaki und im besonderen diesem Abschnitt:
" Nachdem der Wissenschaftsjournalist Martel Gertheis einen Fernsehfilm mit dem Titel "Das folgenschwere Experiment des Herrn Michelson" produziert hatte, welcher im März 1981 in der Schweiz zur Ausstrahlung gelangte, legten drei Professoren der Universitäten Zürich, Bern und Basel beim Generaldirektor des Schweizerischen Fernsehens eine Beschwerde ein, worauf Gertheis gezwungen wurde, sich bei dem Beschwerdeführer aus Bern öffentlich zu entschuldigen. Bei diesem Gang nach Canossa wurde Gertheis u.a. von einem anwesenden amerikanischen Gastprofessor als Antisemit beschimpft. Gertheis erlitt in der Folge einen schweren Herzanfall, an dessen Folgen er einige Jahre später verstarb."
Quelle: http://www.bourbaki.de/c08.htm
Mal das mit dem Herzanfall aussen vor gelassen ist es doch schon bezeichnend was da abgelaufen ist.
oder auch das hier aus der selben Quelle:
" Nachdem der sehr angesehene Kieler Astronom Albrecht Unsöld in den "Physikalischen Blättern" vom November 1980 anläßlich der Hundertjahrfeier von Albert Einstein einen Artikel mit der Überschrift "Albert Einstein - Ein Jahr danach" publiziert hatte, in welchem es unter anderem hieß: "Das Einstein-Jahr ist vorüber und der Physiker bleibt zurück nicht im 'Zorn', aber doch in einem Gefühl der Enttäuschung. Da wurden ganze Rangierbahnhöfe aufgeboten mit Zügen verschiedener Relativitätsgeschwindigkeiten und eifrig Lämpchen knipsender Schaffner. Auch der letzte Zeitungsleser mußte den Eindruck gewinnen: Was für wunderliches Zeug sich diese Physiker nur ausdenken?", schrieben zwei wissenschaftliche Nobodys der Universität Hamburg mit den Namen Haag und Lehmann einen ebenfalls in den "Physikalischen Blättern" publizierten Artikel, in welchem sie über Unsöld herfielen, indem sie zum Ausdruck brachten, daß er nicht "der Physiker" sei. Gleichzeitig wurde dem damaligen Chefredakteur der "Physikalischen Blätter" Kromhardt fristlos gekündigt. Vor dem Arbeitsgericht mußte diese fristlose Kündigung dann allerdings wieder rückgängig gemacht werden. Der mittlerweile verstorbene Kromhardt wurde jedoch auf einen unbedeutenden, weniger gut dotierten Posten abgeschoben."
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Natürlich gab und gibt es Repressalien, z.B. Herausgeber der "Satanischen Verse" oder Anti-islamischer Karrikaturen hatten/haben durchaus Grund zu der Befürchtung, ihr Leben kötnne gewaltsam aber definitiv beendet werden.
Wir reden hier nicht über Mord oder sowas, davon ist die Physik weit entfernt. Repressalien gibt es auch anderweitig, was schon mal das Finanzielle aus für einen Verlag bedeuten kann. Die Zeiten in denen Reporter jede Story an den Mann bringen sind mittlerweile vorbei. Entweder die Reporter stecken selbst zurück, oder werden vom Verlag zurückgepfiffen. Bei den Fachblättern sieht es ebend nicht anders aus.
Baloo