wahrscheinlich meinst du das solche zust?nde durch meditation erreicht werden k?nnen. ich pers?nlich habe keine ahnung von meditation, kannst du mir vllt. eine beschreibung geben wie man nat?rlich solche zust?nde ausl?sst oder ein literaturhinweis geben? ich w?re dir und jeden anderen sehr dankbar f?r solchen tip!
Beiträge von maky
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ich wollte ein kleinen pers?nlichen erfahrungsbericht einwerfen, aber jeder der 1gramm hawaiianer isst wird einen ?hnlichen effekt haben, die pilzwelt ist auch schwer in worte zu fassen.
naja auf jeden fall war das eine erfahrung die ich nicht missen will. ich werde auch weiterhin mit NAT?RLICHEN drogen experimentieren, weil es immer eine spannende reise ins unterbewusstsein ist. ganz oben auf meiner liste stehen noch Salvia divinorum, ist ?brigens LEGAL, enth?lt aber das st?rkste nat?rliche halluziogen (wenn jemand dieses atztekensalbei schonmal geraucht hat kann er ja mal von seinen erlebnissen berichten) und meskalin. aber von chemischen drogen werde ich weiterhin die finger lassen!
gr?sse vom maky
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ich habe jetzt alle drei teile gesehen und finde die reihe sehr spannend, aber auch grausam und nervenaufreibend. besonders fasziniert hat mich die sehr schnelle schnittechnik, meist werden emotional passende bilder von vllt. h?chstens 5 frames eingeblendet die eher nur vom unterbewusstsein aufgenommen werden und die man so nicht wahr nimmt. sehr krass gemacht, kenn ich von keinen anderen film. aber die produktionsfirma nennt sich ja nicht umsonst twisted pictures!
ich habe auch geh?rt das es noch weiter saw teile geben soll, teil 4 und 5 sind gerade in der mache und sollen voraussichtlich immer zu halloween erscheinen. obwohl ich mir nicht vorstellen kann wie sie die reihe fortsetzen wollen, wenn man das ende des 3 teils bedenkt. wird wohl noch ne gelungene ?berraschung, mal sehen.
auf jeden fall strahlt der film reine negative energie aus und ist nichts f?r sanftm?tige!
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wtf??? warum ist mein beitrag nur so kurz und einfach abgehackt??? was ist hier los? ende der letzt beitrag von mir bei euch auch einfach mit: "wobei ich ?ber mein leben, gott und die welt ph..."?
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also ich rauche relativ regelm?ssig grass (in der woche an 3-5 tagen nen 5er, wenn das geld stimmt) und esse auch mal gerne pilze.
ich hab bis jetzt 3 mal pilze gefratzt und beim ersten mal hat es mich total wegebeamt! ich habe mir 1,5 gramm hawaiianer (ACHTUNG, das sind die st?rksten meines wissens nach) aus dem netz bestellt und so 0,8g gemampft, den rest hat mein kumpel bekommen. so nach einer halben stunden fing dieses wunderbare gef?hl an, ?hnlich dem auf grass, jedoch noch viel st?rker. dann bemerkte ich leichte ver?nderungen meiner wahrnehmung, die couch gegen?ber von mir begann zu "atmen", bewegte sich also recht merkw?rdig. dann begann ein graffiti an der wand sich zu bewegen, ist sehr schwer zu erkl?ren wie, es sah aus als w?rde das bild aus hunderten von schichten bestehen, die sich ineinander verschieben und sich langer und wieder k?rzer ziehen. meine gedanken verfielen in eine art rasserei wobei ich ?ber mein leben, gott und die welt ph
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Zitat
Zeit existiert nicht. Das ist korrekt.
Deshalb kann Zeit auch nicht ewig dauern.zeit hat kein anfang und kein ende und existiert genau deshalb nicht!
alles ist nichts, nichts ist alles. -
les dir mal das essay in ruhe durch, ich finde er durchleuchtet die motive des films sehr gut und ausf?hrlich. aber wenn du dir so viele gedanken ?ber den film gemacht hast wirst dir bestimmt vieles davon schon bewusst sein.
gr?sse vom maky
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Zitat
Unsere Emotionen sind die eigentliche Motivation f?r unsere
Handlungenemotionen sind der antrieb f?r gedanken und diese lassen uns handeln!
aber zum thema:
angst entsteht durch unwissen (sollte ja jeder wissen)
also immer sch?n informieren und den ?berblick ?ber das ganze nicht verlieren. das ist die beste medizin!
wie eo schon meinte angst ist nur ein kurzfristiger antrieb und behindert auf dauer nur. -
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ich habe ein sehr interessantes essay zu den wunderbaren film "pans labyrinth" gefunden, welches ich niemanden vorenthalten m?chte. besonders weil ich den film selbst ?usserst aussagekr?ftig und bildlich wundersch?n empfinde. Pans labyrinth ist ein m?rchenhafter spanisch-mexikanischer film weit ab von mainstream-standart!
Mexico / Spanien / USA (2006)
Regie: Guillermo del Toro, Buch: Guillermo del Toro, Kamera: Guillermo Navarro, Musik: Javier Navarrete, Schnitt: Bernat Vilaplana, mit: Ivana Baquero, Ariadna Gil, Sergi L?pez, Maribel Verd?, Doug Jones, ?lex Angulo
Originaltitel: El Laberinto del Fauno
Ein paar Gedanken vorneweg
Vorweg ein paar Gedanken zu diesem Essay: Es ist sehr schwer, eine Filmkritik zu schreiben. Der haupts?chliche Grund ist, dass man nicht zu viel von dem Film verraten m?chte, gleichzeitig aber auch ein wenig in das Wesen des Werkes einsteigen muss. Problem ist hierbei, dass viele Leser eine Filmkritik als eine Art Empfehlungsliste sehen. Diese m?gen bitte einen anderen Text lesen, denn dies kann und will dieser Essay nicht bieten. Wer meine Einsch?tzung zum Film h?ren will: Ja, geht rein ins Kino, verpasst diesen Film nicht, schaut ihn mehrfach, lobt ihn, kauft ihn Euch danach auf DVD, bildet Euch eine Meinung und lasst euch bis zu einem gewissen Punkt erleuchten. Dies beiseite gelegt, m?chte ich nun darauf verweisen, dass die meisten der folgenden Gedanken das sind, was der Film bei mir hinterlassen hat. Es ist sicherlich vieles in diesen Gedanken, was vom Regisseur intendiert war, doch will und kann ich nicht behaupten, dass meine Lesart die ultimative ist. Vieles, was man in einem Film sieht, ist die Vermengung eigener Erfahrungen und Sichtweisen mit dem, was die Filmemacher in ihrem Werk hinterlegt haben. Niemals wird es eine richtige Lesart geben. Das macht auch die Faszination des Mediums Film aus. Doch nun zum Fokus dieser Zeilen: dem Film Pans Labyrinth
Pans Labyrinth:
Labyrinthe, so hei?t es, sind Abbilder unseres Lebens. In der christlichen Religion wurden diese Gebilde zur Meditation genutzt: Der Sinnsuchende begibt sich in das Labyrinth. Im stetigen Gang hin zum Mittelpunkt des Labyrinthes findet er zu sich selbst: er sieht das Labyrinth als seinen Lebensweg und damit als Sinn seines Daseins. Das Labyrinth soll also nicht, wie es so h?ufig hei?t, einen Ausgang bieten, das sind Irrg?rten, es soll uns zu uns selbst f?hren, zum Mittelpunkt unserer Selbst. Weg vom zielgerichteten Dasein, hin zu einem davon befreiten Denken.
Das titelgebende Labyrinth steht inmitten der spanischen Berge, nahe dem dunklen Wald. Die 11-j?hrige Ofelia wird es des Nachts betreten, nachdem sie mit ihrer Mutter zu ihrem Stiefvater, dem faschistischen Soldaten Capit?n Vidal gezogen ist, der in den Bergen die letzten Rebellen gegen das Franco-Regime ausl?schen soll. Ofelia, ein aufgewecktes M?dchen mit Hang zum Tr?umerischen und M?rchenhaften, wird also in eine neue Umgebung und eine andersartige Welt gezwungen, in der ihr neuer Vater zum absolutistischen Schreckensherrscher wird. Denn Vidal steht f?r alles, was Ofelia fremd ist: Ordnung, Genauigkeit, Ratio und Perfektionismus. Findet er dies nicht vor, so setzt er alle Gewalt ein, um dieses zu erreichen. Er will nicht nur die Menschen ?u?erlich beherrschen, sondern auch ihre Gedanken, ihr Innerstes. Das Faschistoide kulminiert in ihm in einer schrecklichen Figur des Horrors. Ofelia, so viel wird schon zu Anfang deutlich gemacht, passt nicht in diese Welt. Ihr bleiben nur wenige M?glichkeiten: Entweder sie rebelliert und folgt ihrem Instinkt, oder sie gibt auf und ergibt sich in das Weltbild der Faschisten und Realisten. Diese Entscheidung pr?gt Pans Labyrinth. Es ist die Entscheidung, entweder den Ausgang zu suchen und sich in der realen, faschistoiden Welt zurecht zu finden, oder die Suche in sich zu kehren und in der Mitte des Labyrinths nach sich selbst zu suchen.
Das Diktum des Realismus:
Der Begriff des Faschismus ist im Zusammenhang mit dem Franco-Regime eigentlich falsch angewendet, obwohl er die Richtung vorgibt, die das System damals hatte. Zwar teilt der Franquismus einige Aspekte des italienischen Faschismus oder des deutschen Nationalsozialismus, doch gibt es einige gewichtige Unterschiede. So arbeitete das Franco-Regime eng mit der katholischen Kirche zusammen und hatte eine restaurative, auf die Eliten fokussierte Grundeinstellung. Die ideologischen Weltbilder eines Mussolini oder Hitler teilte Franco nicht, er war eher durch reine Machterhaltung gepr?gt. Ihm fehlte auch das Charisma eines F?hrers der Massen. Seine Macht wurde durch seinen Status als oberster Heeresf?hrer und Rechtssprecher in Personalunion gepr?gt, ideologisch gest?tzt durch seine Integration des katholischen Glaubens in seine Machtapparatur und die damit einhergehende radikale Wiedereinsetzung der Kirche in die spanische Regierungsstruktur.
In der Figur des Capit?n Vidal zeigen sich aber die ?hnlichkeiten zu den Regimen in Italien oder Deutschland: Seine absolute Genauigkeit, die virile Sch?nheit in der Uniform, das zackig-milit?rische Auftreten und die immer gleichen Rituale bilden ein gewisses und unumstrittenes Sch?nheitsideal, das durch sein hartes, sehr genaues und ?u?erst brutales Herrschen ?ber die l?ndliche Idylle d?ster persifliert wird. Gepr?gt wird seine Weltanschauung weniger durch katholische Z?ge, sondern durch eine radikale Kosten-Nutzen-Rechnung ohne moralischen Bezugsraum. Dieser wird ihm von der Kirche geliefert. In einer Szene, als die gesamte Elite des Dorfes bei Vidal zum Essen geladen ist, erkl?rt der Geistliche: F?r Gott sind die H?llen egal, ihre Seelen sind schon erl?st. Im gleichen Atemzug unterst?tzt er die Ma?nahme, die Essensrationen f?r das Volk soweit einzud?mmen, dass die Menschen bitterlich hungern m?ssen. Dies ist der Freifahrtsschein f?r Folter, brutalen Mord und unb?ndig ausgelebten Hass. Schon recht fr?h im Film wird dies deutlich: Einem Mann zerschl?gt Vidal das Gesicht so stark, dass der Sch?del in sich zusammenbricht.
Die Welt, in der Ofelia ihren Tr?umen nachrennt, ist also eine der radikalen Realit?t, eine Welt ohne moralischen oder gar mystischen Raum. Wenn es egal ist, was man im Jetzt tut, solange es der h?heren Sache dient, wenn man automatisch im Jenseits erl?st ist und daher die H?llen der Seele im Hier und Jetzt jeglicher Willk?r ausgesetzt werden k?nnen, wenn sich also die moralisch-mystizistische Instanz in die Kirchengeb?ude zur?ckzieht, dann ist einer rein dem mathematischen Kalk?l untergebenen Weltanschauung nichts mehr entgegengesetzt. Es steht dabei au?er Frage, dass Vidals schnittig-ordentliche Welt einen entsprechenden Reiz der ?u?erlichen Perfektion hat. Ofelias Mutter heiratet den Mann ja nicht ohne Grund, er soll auch sie und ihre Tochter durch diese Welt hindurch f?hren. Dass aber auch dies nur dem Kalk?l seiner Weltanschauung unterworfen ist, kann sie nicht sehen. Er ist nur an seinem ungeborenen Sohn interessiert und sieht Ofelias Mutter als h?bsche Geb?rmaschine. Denn eine Welt ohne Moral und tieferem Bild seiner Zusammenh?nge ist auf die direkten Erbschaften als Weg zum Weiterleben nach dem eigenen Tod angewiesen.
Gegen das Rationale:
Innerhalb eines so rationalen Weltbildes kann ein M?dchen wie Ofelia keinen Zugang zum Leben finden. Sie ist genau das, was einer Ordnung entgegensteht: energiegeladen, selbstst?ndig, phantasiereich und vertr?umt. Sie kann sich also nicht kontrollieren und unterordnen, sie ist nicht f?hig, ohne Fragen zu stellen zu folgen, sie l?sst sich nicht ein Weltbild aufzw?ngen und kennt keine Grenze des Rationellen. Vidal ist unf?hig, mit ihr umzugehen. Seine einzige Art zu reagieren ist sie anzuherrschen und zu versuchen, sie zu unterdr?cken. Ohne ihre Mutter w?rde sie auch k?rperlicher Gewalt ausgesetzt werden, wie gegen Ende des Filmes mehr als deutlich wird.
Ofelia steht f?r eine Welt, in der Verborgenes und Mystisches existiert. Die magische Unterwelt, in die sie als Prinzessin zur?ckkehren m?chte, steht f?r dieses Verborgene. Da dies eine nicht perfekt geordnete Welt des rational Realen impliziert, ist dieses Weltbild nicht kompatibel mit dem, was die Erwachsenen in dem Film, seien sie nun Franco-Anh?nger oder Dissidenten, vorleben. Ofelias wichtigste Eigenschaft ist also die Eigensinnigkeit, der Trotz, sich keine Sichtweise aufdr?ngen zu lassen. Ihr gegen?ber steht ihre neue Vertraute und Ersatzmutter Mercedes, die Dienerin von Vidal. Diese verk?rpert G?te und Vertrauen, ist zudem die wichtigste Freiheitsk?mpferin, weil sie in der H?hle des L?wen operiert und den K?mpfern in den Bergen Nahrung, Briefe aus der Heimat und Medikamente zur Verf?gung stellt. Zusammen mit dem Arzt ist sie neben Ofelias schwer an der Schwangerschaft leidenden Mutter die einzige ehrliche Instanz in der Umgebung Vidals. Doch auch sie hat den Glauben an die tiefere, magische Welt verloren, wie sie in einer herzerweichenden Szene zugibt. Ofelia fragt sie, ob sie an die Magie glaubt. Die traurige Antwort: Fr?her ja, doch die reale Welt hat jeden Glauben in ihr zerst?rt. Sie ist das gr??te Opfer des Regimes und der Rationalit?tsdoktrine. Und gleichzeitig ist sie so etwas wie das m?glichen zuk?nftige Ich von Ofelia, sollte sie irgendwann aufgeben. Die Mutter trifft es noch schlimmer. Als sie die Alraune unter ihrem Bett findet, wirft sie das magische Gew?chs, das ihrer Gesundheit dienen sollte, in das Feuer und t?tet sich damit selber.
Doch auch wenn kein Erwachsener die andere Seite der Welt sehen kann, hei?t es noch lange nicht, dass diese nicht existiert. Ich habe schon an einigen Stellen Kommentare und Kritiken zu Pans Labyrinth gelesen, in denen die M?rchenwelt Ofelias als Flucht vor der Realit?t gesehen wurde. Doch ist es wirklich so einfach? Es ist klar und deutlich, dass Ofelia aus ihrem aktuellen Umfeld fliehen m?chte. Als sie das erste Mal den Pan in dem Labyrinth trifft, da zeigt er ihr auch einen Ausweg. Er ist ein klassischer W?chter, eine Figur, die dazu auserkoren ist, den Helden auf die Probe zu stellen und ihn von seiner Reise abzuhalten. Ofelias Reise soll die zur?ck in die magische Welt gehen. Die Frage ist nur, ob sie dort noch hingeh?rt. Ist sie sterblich geworden? Drei Pr?fungen sollen beweisen, dass sie noch Teil der magischen Welt ist.
Was auf den ersten Blick eine deutliche Zweiteilung ergibt, auf der einen Seite die Welt der Erwachsenen, der Ratio, auf der anderen die Welt des Traumes und des M?rchenhaften, verbunden durch den Pan als W?chter, ist bei einer genaueren Ansicht gar nicht so sehr als Gegenpol angelegt. Ofelias Reise beginnt ja am Anfang des Labyrinths. In der Mitte wartet der Pan auf sie. Sieht man das Labyrinth hierbei als diesen Raum zur meditativen Selbstfindung, so steht der Pan an der Stelle, die Ofelias Selbst markiert. Auch die ?u?ere Welt ist nicht frei von magischen Elementen, im Gegenteil: Durch die Pr?fungen wird Ofelias Au?enwelt nicht magisch aufgeladen, es wird nur ihre Perspektive ge?ndert.
Hierbei von einer Flucht aus der Realit?t zu sprechen, w?re entsprechend kurzsichtig. Ist die magische Welt nicht in der rationalen angelegt? Wie steht es mit den anderen Figuren, tr?gt ein Charakter wie Vidal nicht alle Insignien eines Captain Hook mit sich. Alleine sein Fetisch mit der Uhr des Vaters und die damit verbundene Angst vor der Verg?nglichkeit erscheint vor dieser Folie in einem ganz neuen Licht. Das Magische ist ein Teil des Ganzen. Zudem teilen beide Perspektiven mehr, als es zu Anfang den Anschein hat. Ober- wie Unterwelt werden von einer Person beherrscht, wobei beiden Herrschern Erl?serz?ge zugeordnet werden, was in sich wieder faschistoid ist. Auch Ofelia sehnt sich nach einer Welt, in der ein gewisser Schutz durch einen legitimierten Herrscher geboten wird, ihrem Vater. Die Szene in der Unterwelt verdeutlicht dies auch visuell. Sie steht in einem riesigen Saal, der Thron des K?nigs und seiner Frau ist viele Meter hoch vom Boden enthoben. Von oben nun wird mit G?te die R?ckkehr der Tochter gefeiert. Der trickreiche Pan steht am Fu?e der Konstruktion. Auch dies ist eine ?berh?hung der Herrschers. Aber dieser Herrscher ist eine Gestalt der Phantasie, er kann dem gerecht werden, was eine erl?sende Gestalt in sich haben muss. Nur in dieser Welt des Nicht-Perfekten geht dies. In gewisser Weise erinnert diese Fantasy-Struktur an die Superhelden im amerikanischen Comic. Auch sie tragen faschistoide Z?ge, aber durch ihre unmenschliche ?berh?hung k?nnen sie dem hohen Amt mit der moralischen Last der ganzen Welt auf ihren Schultern gerecht werden. Dies geht nur im M?rchen.
Die fette Kr?te des neoliberalen Marktes:
Doch der ?bergang in diese neue Welt ist nicht einfach gestaltet. Auch Ofelia, die mit ihrem Glauben an diese Welt schon einen ersten Schritt zur?ck in diese getan hat, muss sich erst als w?rdig erweisen. Der Pan sagt es ja: Wir m?ssen sicher gehen, dass Ihr keine von denen geworden seid. Wir m?ssen sicher gehen, dass Ihr nicht sterblich geworden seid.
Die Unsterblichkeit ist ein Thema, welches immer wieder im Laufe des Films angesprochen wird. Was ist Unsterblichkeit? An einer Stelle zeichnet Ofelia ein paradoxes Bild: Es gibt eine Rose ganz oben auf einem Berg, die ihrem Finder die Unsterblichkeit bringt. Doch dazu muss dieser durch ein Dickicht an Rosenst?cken mit t?dlichen Dornen kommen. So traut sich kein Mensch, die Rose und ihre Unsterblichkeit zu erreichen. Dieses Bild zeigt ein stark katholisch gepr?gtes Bild der Ewigkeit: um die Unsterblichkeit zu erreichen, muss der Mensch sich selbst, sein Leben erst aufgeben. Es ist eine Form der Aufopferung. Ofelias Weg in die versteckte Welt ist mit ?hnlichen Opfern verbunden. Sie muss drei Pr?fungen bestehen, um Einlass zu erhalten. Diese Pr?fungen sollen beweisen, dass sie nicht sterblich geworden ist, also: dass sie nicht zu einem rationalen Wesen geworden ist, welches nur die sichtbare Existenz akzeptiert und sich an dieser orientiert. Im Kern werden ihr zwei Pr?fungen gestellt, da sie ja die zweite offiziell nicht beendet hat. Die beiden Pr?fungen stehen jeweils f?r einen der zwei wichtigsten Aspekte des Lebens in der rationalen Welt: die rationelle Gewinn-Orientierung und die moralische Institution. Letztere ist nat?rlich die Kirche, welche in einem faszinierenden Sinnbild dargestellt ist: vor einem ?ppig gedeckten Tisch sitzt eine feiste, wei?e Gestalt ohne Augen im Kopf. Diese liegen vor ihr auf einem Teller. Die kleine Ofelia soll nun ein Schlie?fach im Hintergrund ?ffnen und ein Messer stehlen, ihr wird aber verboten, von dem Tisch zu naschen. Es stellt sich heraus, dass die davor sitzende Gestalt ein kinderfressendes Ungeheuer ist. Es erwacht erst, als Ofelia von dem ?ppigen Mahl nascht. Seine Augen sind in die H?nde eingelassen. Also kann es entweder sehen oder greifen, nicht aber beides. Dies steht sinnbildlich f?r die Kirche, vor allem unter dem Franco-Regime. Sie hortet unendliche Mengen an dem, was den Menschen fehlt, will dies aber nicht ausgeben. Das Monster, welches entweder hinsieht, oder wegsehend nach allem greift, was es bekommen und hinunterschlingen kann, steht ebenso daf?r.
Fast interessanter ist aber die erste Pr?fung, mit der Ofelia den Schl?ssel erlangt, mit der sie erst das Schlie?fach mit dem Messer ?ffnen kann. Hier muss sie in einen alten, vertrockneten Baumstumpf kriechen, um dort eine fette Kr?te zu besiegen, die den Baum hat ?ber die Jahrhunderte absterben lassen. Dazu muss sie dem riesigen Wesen drei Steine zu fressen geben. Ofelia gelingt dies, indem sie die Gier des Wesens ausnutzt. Dieses ist so fett geworden, weil es die K?fer, die durch den verfaulten Baum angelockt wurden, als Leibspeise hat. Als sie einen dieser K?fer in ihrer Hand mit den Steinen h?lt, zieht die Kr?te diese mit seiner langen Zunge in seinen Rachen und erbricht ihr gesamtes Inneres als riesigen, gelben Schleimklumpen. Hier wird einiges ger?cht: der Egoismus, die V?llerei und vor allem: das in Kauf nehmen des sterbenden Baumes nur aufgrund seines eigenen Vorteils. Dies richtet sich nicht nur gegen das Franco-Regime und seine Mitl?ufer wie Capit?n Vidal, es richtet sich gegen die g?ngige Ansicht der Neoliberalen, der Herrscher im hier und jetzt. Der eigene Vorteil, die eigene Ideologie, das alles steht im Mittelpunkt. So darf man ohne zu z?gern andere Menschen einem Schicksal als Arbeitslose oder gar gescheiterte Seelen ausliefern, solange es nur dem Gesetz eines freien Marktes gehorcht, und es ist auch richtig, anderen V?lkern das eigene Weltbild notfalls mit Gewalt aufzuzwingen, wenn es dem eigenen Kapital oder der eigenen Sicherheit dient.
Auch hier zeigt sich wieder die Strategie, die rationale Welt ?ber die magischen Elemente zu einem ganzen Bild zu erg?nzen. An dieser Stelle wird aber eine wichtige Unterscheidung zwischen der Darstellung der rationalen und der magischen Welt getroffen, die zum Beispiel eine h?ufig gemachte Einordnung von Pans Labyrinth in den Magischen Realismus fraglich macht. Bewusst wird hier n?mlich der rationale, typische Zugang als Kritik an dem historischen Ereignis des spanischen B?rgerkriegs ?bergangen und stattdessen das Jetzt ?ber das magische Symbol in einen Kontext zu dem Regime Francos gesetzt. Die beiden Pr?fungen enthistorisieren also die Dysfunktion einer Gesellschaft und zeigen auf, dass diese auch in dem gesellschaftlichen Umfeld des Betrachters nicht nur ?blich, sondern vorherrschendes Merkmal ist. Wann war eine Gesellschaft denn je rationaler auf die Gewinn-Verlust-Maxime reduziert, wenn nicht jetzt die neoliberale Herrschaft der freien Marktwirtschaft?
Dass diese Kritik auch ganz deutlich im Umfeld des Filmes Fu? fasst, zeigt ein Blick auf die Entstehung des Filmes. Del Toro selbst hat schon in Hollywood Filme gedreht, darunter auch den fantastischen Hellboy aus dem Jahre 2004. Aber h?tte er die Chance gehabt, einen Pans Labyrinth in dieser Form dort zu drehen? W?ren die Strukturen des marktwirtschaftlich extrem durchorganisierten amerikanischen Films in der Lage gewesen, die kaum erkl?rten Aspekte der magischen Welt, diese Aufl?sung von narrativer Verbindlichkeit oder die krasse Gewaltt?tigkeit in einem m?rchenhaften Umfeld ohne abschw?chende Ironisierung zu tragen?
Die strenge ?sthetik des Ungeordenten:
Es scheint, als w?re Hollywood ein Teil der Ordnung des rationalen Teilbereichs von Pans Welt. Die filmischen Konzepte eines tpyischen Hollywood-Blockbusters nach der Art eines Produzenten wie Jerry Bruckheimer ordnen sich einem narrativen Konzept unter, welches f?r uns als Zuschauer klar definiert und einfach dekodierbar ist. Leider gibt es nur wenige Regisseure und Produzenten, die sich aus diesem Konzept des Notwendigen l?sen und eigene Wege gehen, wie zum Beispiel Steven Spielberg. Dies erfordert eine gewisse Macht, die wenige Filmemacher in der Traumfabrik haben. Dies sieht man Pans Labyrinth deutlich an. Dort, wo ein Film wie Pirates of the Caribbean 2 vor allem h?bsch anzusehen und gut zu verfolgen ist, da beginnt hier eine weitere Ebene der Gegen?berstellung der zwei Perspektiven auf die Welt. Die visuelle Ausstaffierung des Bildes ist auf h?chstem Niveau. Sowohl die magischen, als auch die rationalen Schaupl?tze sind detailreich ausgestattet. Dies dient zum einen der Abgrenzung der Orte, letztere sind sehr klar nach historisch korrektem Vorbild gekennzeichnet, die magischen Gegen?ber dagegen nach der Erwartung prunkvoll und deutlich ?berzogen ausgestattet. Zum anderen dient es aber auch einer Gegen?berstellung mit der Kameraarbeit, die fast ausschlie?lich mit Steady-Cam arbeitet. Dabei ist die Kamera mit einem recht statischen Setup ausgestattet und arbeitet stark mit Tiefensch?rfe, gleichzeitig bewegt sie sich aber sehr frei im Raum. Die Einschr?nkung der Sicht und die Kontrolle ?ber das Sichtbare wird dementsprechend weniger ?ber die Sch?rfe, denn ?ber eine sehr ausgekl?gelte, expressionistische Ausleuchtung der R?ume erreicht. Auch dies dient der Mystifizierung oder auch magischen Umdeutung der R?ume. Dabei nutzt die Kamera ihre Freiheit, um aus der ansonsten strengen Ordnung des Raumes auszubrechen. Sie wirkt wie die Verwirklichung der magischen Welt. Gedoppelt wird der Effekt in den Momenten, in den magische Kreaturen wie der Pan in den realen Raum einbrechen, ohne dass es eine inhaltliche Erkl?rung geben k?nnte. Kamera wie Figuren stehen hier im Kontrast zu dem narrativen Bildkonzept eines Hollywood-Films. Dies passt auch zu den Bewegungen der Figuren und der Kamera, wenn die kaum beleuchteten Dunkelfl?chen im Raum von diesen nicht umgangen werden. So genau diese Ausleuchtung durchgef?hrt wird, die Schauspieler und die Kamera durchbrechen diese manchmal, sorgen daf?r, dass man nicht immer alles sehen und ?berblicken kann. In den Szenen mit Capit?n Vidal dagegen ist die Ausleuchtung klarer und die Bewegung der Schauspieler im Raum viel kontrollierter. Auch hier herrscht eine so konzipierte Unordnung ?ber das Magische, die Kontrolle und Ordnung dagegen ?ber den historisch konzipierten, rationalen Bereich.
Was ?brig bleibtdel Toros Antwort auf katholische Opferkulturen:
Am Ende, in der Mitte des Labyrinths, kulminieren diese Welten. Hier kommt der Moment, in dem die Kamera beide visuellen Strategien auf das selbe Setting anwendet. W?hrend der Raum f?r Ofelia dunkel und mystisch ist, w?hrend sie sich weigert, ihren Halbbruder dem Pan zu opfern, ist das Bild klarer, sobald Vidal die Szenerie betritt. Nur ein wichtiges Detail fehlt hier: der Pan, mit dem Ofelia interagiert. Was im psychologischen Realismus als Beweis einer Projektion ihrerseits gedeutet werden k?nnte, ist in diesem Moment ein Beweis, wie ungen?gend die Welt des Vidal ist. Dabei nimmt er kurz sp?ter die gleiche Stelle ein, die der Pan inne hatte. Auch er fordert von ihr den Bruder ein. Doch im Gegensatz zur magischen Kreatur nimmt er sich das Recht einfach heraus, indem er Ofelia t?tet.
Dabei wird diese gleichgesetzte Situation als der letzte Test offenbart. Wenn nun Ofelia in der rationalen Welt stirbt, tritt sie in die magische Unterwelt ein, w?hrend ihr Blut das kleine Fingerlabyrinth am Boden des Tores f?llt. Auch hier wird die Deutungsm?glichkeit gedoppelt. W?hrend Mercedes um die Tote weint, wissen wir, dass sie in ein anderes Reich eingegangen ist. Das letzte Bild, wo ein erster Spr?ssling aus dem ehemals toten Baum der ersten Pr?fung herausw?chst, beweist es uns zuletzt: Ofelia hat das erreicht, was Vidal verwehrt blieb. Sie hat etwas in der Welt ver?ndert, sie hat einen Eindruck hinterlassen. Die Rose der Unsterblichkeit geh?rt nach ihrem Opfer ihr. Der Preis: das ewige Leben in der magischen Welt. Das Jenseits einer christlichen Pr?gung ben?tigt sie nicht. Schade nur, dass die Zur?ckgebliebenen dies nicht verstehen und um sie weinen.
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da wird aber auch viel dazugedichtet, da h?ngt ja auch das image der jeweiligen k?nstler dran. und ausserdem war und ist die musik f?r diese leute eine mittel heraus aus der gewalt, die in den ghettobezirken ohne frage grausam ist. B I G wurde zb. nie offiziell verurteilt, k?nnte auch jeder andere gewesen sein, tupac hatte sicher noch mehr feinde. k?nnte auch die us regierung gewesen sein, wer weiss. was sie dann in seinen texten schreiben ist eine andere sache.
ich habe fr?her viel amirap geh?rt und kann deshalb die mentalit?t verstehen.
f?r mich ist rap auch nur musik, die von menschen gemacht wird die durch sagen wir mal aszoiale elemente in den texten auf misst?nde in der gesellschaft aufmerksam machen will. in meinen augen haben die meisten auch echt musikalisch was auf den kasten.
aber ich habs mittlerweile nicht mehr so mit der vokalmusik.
ZitatUnd was noch wichtig ist, l?uft das hier genauso ab?? Oder kommt das noch?
geh ich mal stark von aus dass das hier auch so kommt, stellenweise ist es schon so, jedoch mit viel weniger schusswaffengebrauch. hier kommt man ja auch nich so schnell ran an die waffen. wenn man mal beobachtet wie sehr die sozialleistungen abnehmen und wie teuer das leben mittlerweile ist wird nicht verwundert sein. und was so im untergrund von berlin oder anderen deutschen gro?st?tten abgeht will ich eigentlich garnicht wissen (ausser in einen guten raptrack
!).gr?sse vom maky
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mhhhh ich weiss nich in wieweit eine chance. ich glaube kaum das musik irgendetwas politisch ver?ndern kann. ich glaub aber das kunst generell das beste ist was unsere gesellschaft hervorbringt. ich pers?nlich k?nnte ohne musik und ohne mich musikalisch ausdr?cken zu d?rfen nicht leben.
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vllt nicht die l?sung von allen problemen, aber in sachen copyright gesetzte und ?berwachung kann ich den leuten nur zustimmen. meine zweitstimme haben sie!
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im grunde handelt niemand selbst, da es der plot der geschichte vorgibt wie man handelt. und das zu erkennen und seine handlungen einfach fliessen zu lassen wird in den veden transzendentes handeln genannt. doch im grunde unterscheidet es sich nicht von dem handeln von menschen die das "schicksal" nicht begreifen wollen\k?nnen, nur das der eine f?r sein ego handelt und der andere f?r "krisna", also f?r das ganze.
die ganze sache ist extrem zwiesp?ltig, einerseits ist man mehr oder weniger noch mitten drin in der illusion von sinnen gedanken und gef?hlen und der illusion das das ego irgendetwas mit der seele (mit dem wirklichen selbst) zu tun hat. und anderer seits erkennt man das spiel und l?sst es gleichg?ltig an sich vor?berziehen. also so geht es mir zumindest.
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Zitat
Hallo
Endzeit
Die eine ZEIT ist zu Ende und die andere beginnt!
Ich mein es f?hrt kein Weg daran vorbei!
Es ist gut so wie es ist weil es so sein soll.
Muss.sch?n gesagt! es gibt keine endzeit, zeit ist illusion und "dauert" ewig!
aber es stimmt, sehr bald wird sich der zyklus von gut und b?se erneut ?ndern und das schlechte "eiserne zeitalter" wird vom "bronze zeitalter" abgel?st und ab dann kann es nurnoch besser werden. aber bevor das passiert wird es hier auf erden nochmal richtig krachen. -
zum thema uneigen?tziges handeln ("krsna bewusstes handeln") stehen in der bhagavad gita ne menge interessanter zeilen:
"im krsna- bewusstsein t?tig zu sein, das heisst nur f?r die zufriedenstellung krisnas zu handeln, ohne f?r sich selbst sinnenbefriedigung zu erwarten, ist die h?chste art transzendentaler t?tigkeit."
"k?mpfe um des kampfes willen, ohne gl?ck oder leid, sieg oder niederlage zu beachten. wenn du so handelst, wirst du nie s?nde auf dich laden."
"im zustand des erwachten krsna-bewusstseins braucht man bei seiner t?tigkeit nicht mehr nach guten ergebnissen streben. wenn man im krsna bewusstsein verankert ist, befinden sich alle handlungen auf einer absoluten ebene, da sie nicht mehr der dualit?t unterworfen ist." ...
alles in allem w?rde ich sagen uneigen?tziges handeln ist handeln ohne f?r sich eine "belohnung" zu erwarten, also und handeln um der handlung wegen.
gr?sse vom maky
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ich liebe diese serie wegen der sehr lustigen dialoge und der charaktere. aber leider habe ich auch geh?rt das es wohl nur 3 staffeln geben wird, weil die macher bei comedy central gekundigt haben und dadurch die rechte abgegeben haben. w?re echt schade aber ich nehme gerade alle folgen von fernsehen auf weil es zu genial und ?bertrieben ist.
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drawn together ist eine zeichentrickserie, die sich an erwachsenen puplikum orientiert und extrem satirisch ist. hauptfiguren sind 8 charaktere die jeder wahrscheinlich von irgendwo her kennt. diese sendung trifft genau meinen geschmack und jeder der ?ber schwarzen, grenzwertigen humor lachen kann wird beim zuschauen aus dem lachen nicht mehr rauskommen.
hier eine kleine charakterisierung der 8 und ein kleiner einblick in die handlung aus dem wikipedia:
Die Serie ist am erwachsenen Publikum orientiert; der Plot zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass zum Beispiel Prinzessin Claras Vagina ein Multi-Tentakel-Monster ist (eine Anspielung auf viele Hentai-Filme). Mehrere Episoden sind deutlich gepr?gt von Homosexualit?t, manche (wie zum Beispiel ?Hot Tub? und ?Gay Bash?) widmen sich ausschlie?lich und hingebungsvoll diesem Thema. Der Humor ist zum gro?en Teil satirischer Natur, sein Prim?rfokus ist die Verspottung von Stereotypen. Die Stereotypen sind darauf sehr ?berzeichnet, mit h?ufigen Anspielungen auf Glory Hole, Fisten, Sado-Masochismus und Urinfetischisten. Ein gro?er Teil der Show handelt von Tabu-Themen wie zum Beispiel Abtreibung, Vergewaltigung, Inzest, Rassismus und Terrorismus (mit h?ufiger Anspielung auf den Terroranschlag am 11. September), obwohl die Sch?pfer im Allgemeinen versuchen alle moralischen Ans?tze zu vermeiden (derartige Botschaften sind generell verborgen in Satiren, ?hnlich wie bei South Park). Die Parodie von Filmen und Fernseh-Klischees ist ein h?ufiges Thema in dieser Serie; manche Drawn-Together-Handlungen sind Anspielung auf zu h?ufig benutzte Plots aus Film und Fernsehen. Meist werden Vorurteile thematisiert, von denen bestimmte Personengruppen (z. B. Homosexuelle oder Juden) betroffen sind. Anspielungen auf Letztere wurden jedoch aus historischen Gr?nden in der deutschsprachigen Synchronisation sehr stark reduziert.
Captain Leslie Hero
Captain Hero ist eine Superman-Adaption, hat eine Schw?che f?r Alkohol und Drogen, ist emotional labil, unsicher und egoistisch, pansexuell mit weiteren schwer einzuordnenden sexuellen Pr?ferenzen und einer Neigung zu infantilem Verhalten. Er stammt von einem Planeten namens Zebulon und wurde noch als Baby im Weltraum ausgesetzt, was ihn zuf?llig zur Erde brachte. Aus Gedankenlosigkeit zerst?rte er Zebulon, als er erfuhr, dass seine Eltern ihn aussetzten, weil er zum ??desten Superhelden" werden w?rde, der je auf Zebulon geboren wurde.Prinzessin Clara
Prinzessin Clara (Original: Princess Clara) entspricht ?u?erlich dem Schema einer typischen Disney-Prinzessin wie etwa Arielle, die Meerjungfrau. Sie ist naiv und rassistisch. Ihre religi?sen und moralischen Ansichten sind christlich-konservativ, wobei dieser Konservatismus oftmals fundamentalistische Z?ge annimmt. Ihre Vagina ist ein Tentakel-Monster, das sie selbst Octopoussoir nennt. Sie hat eine geistig behinderte, aber ?u?erst attraktive Cousine namens Bleh. In einigen Folgen tritt auch ihr Vater, der K?nig, in der Serie auf.Toot Braunstein
Toot Braunstein ist eine in Schwarz-Wei? gezeichnete Betty-Boop-Adaption in der Rolle eines ?Cartoon-Sexsymbols der 1920er". Sie ist gepr?gt von Essst?rungen, die bis zum Konsumieren unverdaulicher Gegenst?nde und zum Kannibalismus reichen, sowie von Alkoholabh?ngigkeit, masochistischen Z?gen und einem Hang zur Autoaggression.Sie wird oft als besonders h?sslich und ungepflegt dargestellt. Sie versucht besonders anfangs, den homosexuellen Xandir zu verf?hren. Ihre Bosheit gegen?ber den anderen Hausbewohnern ("Bitch/Schlampe") geht im Verlauf der Serie, besonders in der dritten Staffel, immer mehr auf Prinzessin Clara ?ber.Foxxy Shaquafa Love
Foxxy Love ist eine farbige ?r?tsell?sende Musikerin? (Parodie auf Valerie Brown von Josie and the Pussycats und die Scooby-Doo Charaktere der Mystery, Inc. sowie auch dem Namen nach auf Foxy Brown). Sie ist bisexuell und entspricht dem Stereotyp des farbigen, w?tenden Alpha-Weibchens. Ihr attraktives ?u?eres und ihre sehr knappe Bekleidung sind an das von Teilen der Hip-Hop-Kultur vermittelte Bild schwarzer Frauen angelehnt. H?ufig wird auf ihre mangelnde Intelligenz und kaum vorhandene Schulbildung angespielt, im Kontrast dazu zeigt sie jedoch au?erordentliches Geschick bei der L?sung von Konflikten. Sie hat zwei vom Jugendamt entzogene Nachkommen namens Kwametta und Ray-Ray (letzterer entpuppt sich in Staffel 3 als krimineller Enkel) sowie einen Sohn Timmy, der als Running Gag fungiert, indem sie ihm unterschiedliche, sich widersprechende Schicksale andichtet, stets abgeschlossen durch ihre tr?nenerstickte Aussage: ?Armer kleiner Timmy... Mammi vermisst dich so!?Spanky Ham
Spanky Ham ist ein Internet-Cartoon-Charakter in Gestalt eines kleinen Schweines, eine Parodie auf die meist schlicht gezeichneten Flash-Animationen, die im Internet zum Download angeboten werden. Er ist koprophil, zynisch, sarkastisch, mit ausgepr?gtem Hang zu politischer Unkorrektheit und zu F?kalhumor; zudem liebt er es, andere zu betr?gen und auszunutzen; vorgeblich ?bester Freund" von Prinzessin Clara. Hat anstatt eines Penis einen Ringelschwanz, welcher sich unter Erregung aufrichtet.Ling-Ling
Ling-Ling ist eine Pikachu-Adaption (aus Pok?mon), spricht ein unverst?ndliches Japanisch-Kauderwelsch, bzw. (zumindest in einer Folge) Englisch (in der deutschen Fassung deutsch), entspricht dem Stereotyp des mathebegabten, flei?igen und aufopferungsbereiten Asiaten, der nach Ruhm und Ehre strebt. Eine weitere Besonderheit von Ling-Ling ist, dass er vor dem Geschlechtsverkehr mit den weiblichen "Monstern" k?mpft. Zudem sondert er, wenn er entt?uscht ist, eine rauscherzeugende Substanz ab. Doch durch seine Kampfkunst (eine Anspielung auf die Charaktere der Anime-Serien Dragonball und Pok?mon) hat er auch schon das ein oder andere Mal seine Hausbewohner retten k?nnen. Zudem h?tte er gerne (wie Clara) mehr Ansehen von seinem Vater.Xandir P. Wifflebottom
Xandir ist die Adaption eines typischen Fantasy-Videospiel-Helden, in erster Linie des Helden Link aus der Spielereihe The Legend of Zelda von Nintendo und vielleicht auch eine Anspielung auf den Comic Elfquest. Er ist homosexuell, aber anfangs getrieben von der ?ewig w?hrenden Mission, seine Freundin zu retten? (Never-ending quest to save his girlfriend.). Doch als Foxxy Love eine Schwulenorgie f?r ihn organisiert, erkennt Xandir nach anf?nglichen Eingliederungsproblemen und mehrfachen, allerdings bei einem Videospielhelden mit vielen Leben wirkungslosen Selbstmorden, sein wahres Ich und bekennt sich zu seiner Homosexualit?t. Er scheint der einzige zu sein, der das gemeinsame Leben im Haus ernst nimmt. Des weiteren hat er ein Faible f?r Selbstbemitleidung, romantische Gedichte und Quietschentchen. Anfangs ist er Opfer der Begierde von Toot, doch dann freundet er sich vor allem mit Captain Hero an, mit dem er sich auch ein Schlafzimmer, jedoch kein Bett teilt. In einer Episode sind seine Eltern als Hobbits im Auenland dargestellt.Wollkn?uel Sockenbart
Wollkn?uel Sockenbart (Original: Wooldoor Sockbat) ist eine SpongeBob Schwammkopf und Ren und Stimpy-Adaption, leidet unter dem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom, tritt bei Bedarf aber auch als Chirurg, Psychologe oder anderweitig Sachverst?ndiger in Aktion. Er erlebt in der zweiten Staffel seine Pubert?t. Typischer Ausruf der Begeisterung: ?Huu-Wiiiii!". Er ist der wohl beste Freund von Prinzessin Clara und von Spanky Ham, der ihn besonders in der zweiten Staffel immer wieder ausnutzt, auf die Schippe nimmt und zu Straftaten anstiftet. Bei der Ejakulation sondert er so genannte "Clumbabys" aus seinem Mund ab, die heilende Kr?fte haben.[Blockierte Grafik: http://epguides.com/DrawnTogether/cast.jpg]
p.s.: l?uft abends auf mtv
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[Blockierte Grafik: http://www.nlg.org/milw/00001816.jpg]
the road to guantanamo ist eine dokumentation über 3 muslimische briten die über umwege unschuldig in afghanistan in 3 jährige amerikanische kriegsgefangenschaft gerieten.
dieser film zeigt die psychische folter in alliierten gefangenenlagern, insbesonder die auf kuba. auch die unfaire tatsache, das es einfach keine juristische untersuchung der gefangenen gibt. den menschen dort geht es zwar körperlich gut, werden aber psychisch extrem kaputt gemacht. durch stundenlangen sinnesentzug: sack über den kopf, mundschutz und geschwärtzte "taucherbrillen" über den kopf mit passenden gehörschutz drüber mussten sie stunden lang in der sonne hocken (wie oben zu sehen), mit gefesselten armen und beinen. schlafentzug, unterkunft in "hundezwingern", stundenlange extreme sinnesreizung, sinnlose verhöre und und und. von wegen "in übereinkunft mit den genfer konvensionen"!
die 3 hauptdarsteller sind auch die 3 briten die das wohl wirklich erfuhren, nur weiss ich nicht in wieweit hier etwas dazugedichtet wurde.
alles in allem ein film den die westliche gesellschaft brauchte, um zu sehen was da unten in diesen krieg alles schief geht. um zu sehen wer sich noch so in die reihe der "schurkenstaaten" und der "axe des bösen" einreihen kann! -
wird wohl ungel?st bleiben! was soll die 4 dimension den sein?
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so ich hab die rede jetzt auch als text gefunden. !DURCHLESEN! es durchleuchtet meiner meinung nach die probs in unserer gesellschaft ganz gut:
Kultur
Kultur ist das Betriebssystem des Menschen, ohne Kultur ist der Mensch wie ein Rechner ohne User. Wir leben in sehr berechnenden Zeiten, alles wird darauf hin ?berpr?ft, ob es sich rechnet, auch Kultur. Kultur im 21.Jahrhundert ist vor allem Kulturbetrieb. Ein Betrieb, der st?ndig danach trachtet, Mitarbeiter zu entlassen, um zeitgleich die Produktion hochzufahren. Dieses Hochfahren ist die eigentliche Hochkultur unserer Kultur. Popkultur, Shopkultur, das Streben nach dem gr??ten, gemeinsamen Markt. Quotenkultur. Was heute z?hlt ist das Wissen ?ber die Beschaffenheit der Masse, die Masse ist tr?ge, Kultur f?r die Masse ist schwer zu ertragen. Wenn wir heute etwas ?ber die Masse und damit ?ber uns selber als Individuen wissen wollen, lassen wir Kundenprofile erstellen. Immer noch J?ger und Sammler, getarnt als K?ufer Verk?ufer. Gefischt wird heute mit dem Internetz. Unsere Kultur, die digitale Kultur, dient nicht mehr dem Einzelnen das Leben zu begreifen, sondern zunehmend dem Staat UNS in den Griff zu bekommen. Wo man hin kommt, ?berwachungskameras. Orwell war ein Optimist, ihm w?re das Lachen l?ngst vergangen. Wir haben vorgesorgt, Comedy ist King. Formatiert halten wir unsere Kultur in Form, am laufenden Band mit Lachen, das vom Band kommt. Kultur diente dem Menschen mal dazu, der Natur eine Antwort entgegenzuhalten, eine Antwort auf eine Frage, die die Natur so nie gestellt hatte: Warum. Warum ist out. Warum ist analog. In ist digital. In ist, wer drin ist. Auf der H?he der Zeit. Willkommen im Neanderdigital: jede Null kann es heute zur Nummer Eins bringen, es reicht Dauerpr?senz. Im Bild sein hat Gebildetsein ersetzt. Heute gilt: wir erfahren nichts mehr selber, wir lassen erfahren. Wissen ist l?ngst Ware Massenware, hergestellt von Massenmedien. Unsere Kultur kann man mit unseren Autos vergleichen: sie werden immer komplizierter, sie werden immer schneller, sie stehen immer h?ufiger im Stau, sehen alle irgendwie gleich aus und produzieren ganz nebenbei hei?e Luft. Wir sind zu Beifahrern in unserem eigenen Leben verkommen. Naiv? Ja! Aber mit Navi. Fritz fragte die letzten Wochen immer wieder: Was ist Kultur - f?r euch? Damit war klar, dass Fritz Kultur als etwas rein Menschliches deklariert, aber ist Kultur wirklich rein menschlich? Wenn ja, was ist dann Evolution? Die Kultur der Natur ist das Entstehen der Arten, der Irrtum unserer Art ist schon sprachlich erkennbar. Der Mensch glaubt ernsthaft, aus der Natur hervorgegangen zu sein, tats?chlich ist er von ihr eingekreist. Der maximale Abstand, den der Mensch von der Natur erreichen kann ist der Abstand Kopf Erde, einigen wir uns auf durchschnittlich 1,80 m. Aber auch wenn wir aufrecht gehen, ist unsere Kultur doch in Wahrheit latent auf Forschperspektive. Das zeigt sich immer dann, wenn irgendwo ein Krieg ausbricht. Kaum ein paar Wochen vom Hauptserver Kultur, der Zivilisation, abgekoppelt, mutiert das Kulturwesen Mensch zum Brutalsten aller Gesch?pfe. Der Mensch, das Projekt K geht K.O., schon in der ersten Runde. Unsere Arroganz basiert auf der Annahme, dass wir inzwischen so viel wissen, dass wir nicht mehr wissen m?ssen, woher dieses Wissen stammt. Wir haben begonnen unser Wissen auszulagern im gro?en Stil. Stil war mal Haltung, Kultur war mal Geisteshaltung, die man bittesch?n mitzubringen hatte. Das Kulturvolk heute kocht nach Rezept, es kocht Rezepte nach. Was fehlt, ist eigener Geschmack. Um der drohenden Geschmacklosigkeit vorzubeugen, produziert unsere Kultur Werbung als Geschmacksverst?rker. Werbung ist heute Kunst, Werbung ist Kultur. Die Kunst bei jeglicher Kultur ist, nie aus den Augen zu verlieren, dass Kultur k?nstlich bleibt. Wer Kultur in die freie Wildbahn aussetzt, wird Zeuge, wie erst sie und dann er eingeht. Wir glauben, dass die Art wie wir heute Kultur produzieren und vermarkten, dazu beitr?gt, uns mit ihr unsterblich zu machen. Masse statt Klasse, das Resultat ist in Wahrheit massenhaftes Eingehen von Subkultur, ein Artensterben, das Sterben von Art. Was haben eine Grungeband aus Potsdam, Stuttgart, Seattle oder Schottland gemeinsam? Sie klingen alle gleich. Sie sehen alle gleich aus. Sie beziehen sich alle auf die gleichen vorher begradigten Einfl?sse. Formatiert, sauber, abgepackt, durchschaubar wie - Handgep?ck. Kulturbeutel, gebeutelte Kultur. Es beginnt immer gleich mit dem Verlust von kulturellen Nischen, die Freiheit sich abzuschotten existiert f?r Kulturen heute nur noch in Ausnahmef?llen. Es gibt praktisch keine Ecke mehr, die nicht von der Mainstreamkultur konterminiert und damit platt gemacht wird. Monokultur, getarnt als Dolby Surround. Die Kultur des Homo-TV-Junkies neigt dazu, einen immer kleineren Teil der Gegenwart als das gro?e Ganze anzustarren. Vorhersehbar wie die Cover von TV-Zeitschriften konsumieren wir permanent Ausschnittvergr??erungen, das gro?e Ganze haben wir im sogenannten Informationszeitalter l?ngst aus den Augen verloren. Wir wissen jede Belanglosigkeit ?ber die letzten 48 Stunden, aber nur das N?tigste ?ber die letzten 350 Jahre. Unser Horizont wurde datenreduziert. Kultur ist heute google, eine Suchmaschine, die auf alles eine Antwort hat, aber keine einzige Frage stellt. Kultur f?ngt mit Fragen an. Die Fragen in unserer Gesellschaft sind derart belanglos, dass wir sie als Quiz verpackt durch G?nther Jauch stellen lassen k?nnen. Wer wird Million?r? interessiert uns mehr als Wer wird ?berleben? Dabei ist Kultur nur ein anderes Wort f?r ?berleben. Kult, kultische Gegenst?nde sind nichts anderes als ein Datenspeicher, der ?berlebt hat. Unsere Vorfahren waren eben nicht nur primitive J?ger, sie waren auch vorausschauende Sammler, selber. Mit dem Selbersammeln haben wir lange aufgeh?rt, dabei sein ist alles, alles sein lassen ist die Realit?t. Mitmachen hat unsere Kultur durch zugucken ersetzt, wir sind von Erzeugern von Kultur zu Zeugen von Kultur geworden. 20.000 Songs auf dem iPod, aber kein Lied auf den Lippen. MPdreist sind wir alle Kulturvernichter. Wir zerst?ren durch Unterlassung. Kultur dient heute nur noch der Unterhaltung, miteinander gesprochen wird dabei nur noch in Ausnahmef?llen. Sprache als DIE Basis der menschlichen Kultur wurde auf SMS-L?nge zusammengeschrumpft, 160 Zeichen m?ssen reichen. Schon morgen gibt es das gesamte Kulturangebot auf einem einzigen Ger?t. Ein Ger?t! F?r immer Dasselbe. Christiansen ist Jack Bauer ist MC Donalds ist Madonna ist Kult. In der Politik haben wir das schon: was verharmlosend die b?rgerliche Mitte hei?t, ist in Wirklichkeit Mittelma?. Eine Hochkultur zeichnete sich bisher immer auch dadurch aus, dass sie den Aufstand nicht nur probte, sondern dass sie auch aufstand, zum Beispiel f?r kulturelle Minderheiten, dass sie demonstriert. Demokratie. Der Gedanke dahinter war die ?berzeugung, dass zwar alle Menschen irgendwie gleich sind, aber deshalb noch lange nicht die gleichen Rechte genie?en. Die W?rde des Menschen ist eben nicht unantastbar. Ein Kulturvolk wie die Deutschen haben darin reichlich Erfahrung, waren mal Marktf?hrer f?r Unkultur. Wer aber geht in unserer Kultur noch auf die Stra?e, wenn es Kulturen an den Kragen geht? Nicht dass die Stra?e nicht beliebt w?re, wir haben die Love Parade, wir haben den Berlin-Marathon Brot und Spiele-Kultur. Die Frage nach der Uhr in Kultur darf gestellt werden, aber in Realtime. Zeit braucht Raum, okay, aber wir, wir r?umen die Kulturr?ume. Die Zeit an sich l?uft in unserer Kultur ein und wir, wir laufen aus. In 50 Jahren wird unsere Kultur den Hafen, von dem sie losfuhr, vergessen haben. Nachfahren ohne Vorfahren, schlichtes Sein statt kompliziertes Bewusstsein. Alles, was unsere Kultur hinterlassen wird, ist ein gigantisches Fragezeichen. Die Frage dazu wird nicht mehr aufzutreiben sein. Unsere H?hlenmalerei wird sich versendet haben, aber mit Top-Quoten. Das Merkw?rdige an unserer Kultur ist, dass wir das, was uns an Unkultur bedroht, gar nicht mehr als Bedrohung wahrnehmen. Ihr k?nnt uns unsere W?rde nehmen, aber der Fernseher bleibt stehen. Sechzehn zu neun und immer gegen uns, sch?n flach, wie die Inhalte. Innehalten hei?t heute zappen, abschalten durch umschalten, Wegsehkultur, Fern seh - kultur. Die st?ndige Wiederholung von Klischees. Ein Schlussbild? Gibts schon lange nicht mehr. Ein Schlusswort? Im Anfang war das Wort, dann kam der Urknall, sprich der Ton und das Licht dazu und noch bevor es die GEMA gab, verpackten die Menschen Kultur in Musik, in Lieder, in Geschichten. Musik ist keine Ware, Musik ist eine Chance.
Ken Jebsen