Na dann - mal dies als Erg?nzung:
Die finanzpolitischen Hintergr?nde des Irak-Krieges
Es geht um mehr als um ?l
Abgesehen davon, dass die USA Zugriff auf das irakische ?l haben wollen und abgesehen davon, dass sie Krieg brauchen, um ihre Wirtschaft anzukurbeln, geht es beim Irakkrieg noch um etwas anderes: F?r die USA ist die Abwanderung der Welt vom Dollar zum Euro lebensbedrohend. Der Grund hierf?r ist: Der US-Dollar ist in Wahrheit nicht mehr wert als das Papier auf dem er gedruckt ist. Kurze Geschichte des Dollars:
Nach dem 2.WK stieg der weltweite ?lhandel exponentiell und der Gr??te Abnehmer waren die USA, die in Dollar bezahlten. Die ?lverkaufenden L?nder kauften nun f?r diese Dollar bei den USA Waren, Maschinen, sowieso auch Waffen etc. Doch mit der Zeit wurde der ?leinkauf gr??er als die Exporte der USA. Immer gr??er. Soviel k?nnen die USA gar nicht exportieren, wie sie f?r ?l ausgeben. Und somit stehen die USA heute auf einem Rekord-Handelsbilanz-Defizit (das hei?t, sie importieren mehr als sie exportieren).
Importe: 1,15 Billionen Dollar, das sind 1150 Milliarden Dollar. Auf der anderen Seite Exporte von 723 Milliarden Dollar - macht 427 Milliarden Dollar Defizit. Pro Jahr! Womit wird das bezahlt? Antwort: Mit buntem Papier. Und mit buntem Papier kann man bezahlen, so lange man Abnehmer findet.
Als die USA mehr und mehr Dollar brauchten, um ihre Rohstoffimporte, vor allem ?l, zu bezahlen, hatten sie nicht mehr gen?gend Gold, um die Menge der gedruckten Dollar abzudecken. 1971 wurde dann die Golddeckung des Dollar abgeschafft. Wodurch ist der Wert des Dollars seitdem gedeckt ? Durch die "Leistungsf?higkeit der US-Wirtschaft", hei?t es. Doch Faktum ist, dass die "Leistungsf?higkeit der US-Wirtschaft" nicht ausreicht, um auch nur 10 Prozent der Dollars zu decken, die in den letzten 30 Jahren auf buntes Papier gedruckt wurden. Amerika hat eingekauft, 30 Jahre lang, und mit buntem Papier bezahlt. Sehr g?nstig f?r die US-Wirtschaft, denn die ?l- und sonstigen Importe der letzten 30 Jahre haben praktisch nichts gekostet. Au?er Papier und Druckfarbe.
95 Prozent der Staaten dieser Welt haben ihre W?hrungsreserven zu einem gro?en Teil in Dollar angelegt, von Banken ganz zu schweigen. 2/3 der Welt-W?hrungsreserven bestehen aus Dollar. Doch jetzt steigen die L?nder, Banken und Unternehmen nach und nach auf Euro um. Warum? Weil Euros mehr wert sind als Papier. F?r Euro kann man auch langfristig etwas kaufen. Der Euro ist durch reale Wirtschaftsleistung gedeckt. Die Eurol?nder haben zudem h?rtere Stabilit?tskriterien was den Staatshaushalts-Defizit betrifft.
Es kaufen au?erdem mehr L?nder von Europa als von den USA und sie brauchen hier nat?rlich Euro, um zu bezahlen. Sie verkaufen also ihre Dollar gegen Euro - und das ruiniert den Dollarkurs. Niemand will das ungedeckte Papiergeld mehr haben. Die USA stehen am Abgrund zum Ruin.
Welche L?nder fasst nun Bush da zusammen, in seinen Kunstbegriff "Achse des Terrors": Irak, Iran und Nordkorea . Und was haben diese L?nder gemeinsam? Ja, b?se Regime. Stimmt schon. Aber auch, dass sie von Dollar auf Euro umgestiegen sind. Der Irak hat Ende 2000 beschlossen, seine Dollarreserven in Euro umzuwandeln.
Das Fass zum ?berlaufen brachte die Irak-Entscheidung, als er sein Guthaben bei der UNO - 10 Milliarden Doller - in Euro umtauschte. Dieses Guthaben hatte er aus dem UNO-Programm "?l-f?r-Nahrung". Der Irak hat es also gewagt, als erster sein ?l f?r Euros zu verkaufen.
Auch der Iran hat im Januar 2002 die H?lfte seiner W?hrungsreserven von Dollar auf Euro getauscht. Nordkorea hat im Herbst 2002 seine Dollar in Euro getauscht. Prompt wurde der Liefervertrag ?ber Heiz?l etc. von USA an Nordkorea einseitig von den USA gebrochen. Die USA haben einfach nichts mehr geliefert. In Nordkorea, schlimmes Regime hin oder her, stehen die Fabriken, Traktoren usw. still. Es wird nichts mehr produziert und angebaut. Die Menschen werden verhungern, unbarmherzig. Also hat Nordkorea wieder die Energieerzeugung in Atomkraftwerken aufgenommen.
Venezuela. Der neue Pr?sident begann hier sein ?l direkt gegen G?ter zu tauschen. Da braucht man keine Dollar dazu. Der n?chste Schritt w?re gewesen, das ?l an Europa ebenfalls gegen G?ter zu verkaufen - oder gegen Euro. Venezuela ist der viertgr??te Erd?lproduzent der OPEC. Im April 2003 gab es dort nun einen Putschversuch, den Bush prompt guthie?. Es w?re ungef?hr der 12. Putsch in S?damerika gewesen, der vom CIA finanziert wurde. Inzwischen gibt es "nur noch" Unruhen und Stra?enschlachten mit streikenden ?larbeitern. Ergebnis: Der ?lexport Venezuelas ist nahezu zum erliegen gekommen. Wer nicht gegen Dollar verkaufen will, der soll eben gar nicht verkaufen, so ist das ideal. F?r die "Achse des Terrors" reicht es bei Venezuela nicht, da w?rde die Welt wohl den Kopf sch?tteln.
China hat ebenfalls begonnen die Dollarreserven abzustossen und gegen Euro zu ersetzen. B?se, b?se. Russland: Dito. Die gesamten OPEC-Staaten lieb?ugeln damit. Einige beginnen damit. Jetzt muss Amerika zeigen, was mit Regierungen geschieht, die diese Frechheit wagen.
Was passiert wenn der Dollar kippt? Ganz einfach: Wenn die OPEC und in dessen Sog ein gewaltiger Teil des Welthandels von Dollar auf Euro umschwappt, dann st?rzt der Dollar auf den Wert, den er tats?chlich hat: 0,20 Eurocent. Das ist der Wert der herauskommt, wenn man die Menge an Dollar durch die Exportleistung der US-Wirtschaft dividiert, verglichen mit der Menge an Euro mit der Exportleistung der europ?ischen Wirtschaft. Die USA k?nnen ab diesem Augenblick an das ?l und die anderen Rohstoffe, die sie f?r ihre Industrie, Verkehr, f?r ihre gesamte Wirtschaft brauchen NICHT MEHR BEZAHLEN. Sie sind bankrott.
In den USA stehen dann die Fabriken still, die US-Wirtschaft ist tot. Die US-Unternehmen, weitgehend b?rsennotiert, verlieren 90 Prozent ihres Wertes: Erstens, weil sie weniger produzieren k?nnen, zweitens, weil kaum noch ein US-B?rger etwas kaufen kann,drittens, weil sie in Dollar notiert sind - und der ist dann nichts mehr wert. Das gesamte Finanzsystem der USA ist aber auf Aktien aufgebaut. Alle Banken. Alle Versicherungen. Wenn die US-Aktien st?rzen, dann ist alles tot. Die gesamte Altersvorsorge der USA ist auf Aktien aufgebaut. Staatliche gibt es ja so gut wie keine. Die meisten Leute haben ihr erspartes in Aktien angelegt. Wenn der Dollar st?rzt, dann fallen 250 Millionen Amerkianer um ihr erspartes um. 50 Millionen alter Menschen im Ruhestand sind pl?tzlich mittellos. Sofern ihnen ihr H?uschen nicht geh?rt, k?nnen sie sich die Miete nicht mehr leisten und stehen auf der Stra?e.
Die USA werden ein unglaubliches Armenhaus und fallen zur?ck auf ein pro-Kopf-Wohlstands-Niveau wie es in der 2.Welt herrscht. Das ist das Szenario.
Und so geht es weiter:
Die Gr?nde f?r einen Irankrieg
Zum ersten Mal in der Geschichte konnte Amerika im 20. Jahrhundert die Welt indirekt durch Inflation besteuern. Es brauchte keinen Anspruch auf direkte Zahlungen erheben, wie es alle Vorg?nger-Imperien zu tun pflegten, sondern die USA verteilen statt dessen ihr eigenes Papiergeld, den US-Dollar, an andere L?nder und erhalten daf?r reale G?ter. Das alles geschieht mit der Absicht, den US-Dollar durch Inflationierung abzuwerten und damit jeden Dollar sp?ter mit weniger G?tern zur?ckzuzahlen - die Differenz entspricht der US-amerikanischen imperialen Steuer. Und so spielte sich der Proze? ab:
Papier ohne Gold bleibt Papier
Im fr?hen 20. Jahrhundert begann die amerikanische Wirtschaft die Weltwirtschaft zu dominieren. Der US-Dollar war an Gold gebunden, d.h. weder erh?hte noch reduzierte sich der Wert eines Dollars, sondern er entsprach fortw?hrend derselben Menge Gold. Die Weltwirtschaftskrise, mit der in den Jahren 1921 bis 1929 vorausgehenden Inflation und den nachfolgenden explodierenden Budgetdefiziten, erh?hte die im Umlauf befindlichen Banknoten signifikant, was die Deckung des Dollars mit Gold unm?glich machte. Folglich entkoppelte Roosevelt 1932 den Dollar vom Gold. Bis zu diesem Punkt m?gen die USA wohl die Weltwirtschaft dominiert haben, aus einer ?konomischen Perspektive waren die USA jedoch kein Imperium. Die Bindung an das Gold erlaubte es den Amerikanern nicht, sich auf Kosten anderer L?nder zu bereichern.
Seine ?konomische Geburtsstunde erlebte das amerikanische Imperium mit dem Bretton-Woods Abkommen im Jahre 1945. Der US-Dollar war nicht mehr voll in Gold konvertierbar, sondern nur mehr f?r ausl?ndische Regierungen in Gold konvertierbar. Das begr?ndete den Status des Dollars als Weltw?hrungsreserve. Dies war m?glich, weil die Vereinigten Staaten w?hrend des 2. Weltkrieges gegen?ber ihren Verb?ndeten darauf bestanden, dass G?terlieferungen mit Gold bezahlt werden mu?ten, wodurch die USA einen Gro?teil des weltweit verf?gbaren Goldes akkumulieren konnten. [...]
In der Realit?t eine Form des Bankrotts
Als die Ausl?nder 1970-1971 ihre Dollarbest?nde in Gold wechseln wollten, bezahlte die amerikanische Regierung per 15. August 1971 ihre Schulden nicht mehr. W?hrend die vox populi die Geschichte von der ?Trennung der Verbindung von Dollar und Gold? erz?hlt, ist die Weigerung der amerikanischen Regierung Dollar in Gold einzul?sen, in der Realit?t eine Form des Bankrotts. Im Wesentlichen erhoben sich damit die USA zum Imperium. Die USA konsumierten eine Unmenge an ausl?ndischen G?tern, ohne jemals die Absicht oder die F?higkeit zu haben, diese G?ter eines Tages zur?ckzusenden, und die Welt hatte nicht die Macht, ihre Anspr?che durchzusetzen - die Welt wurde besteuert und konnte nichts dagegen tun.
Um das amerikanische Imperium aufrecht zu erhalten und um den Rest der Welt weiter zu besteuern, mu?ten die Vereinigten Staaten seither die Welt dazu zwingen, den best?ndig an Wert verlierenden Dollar im Austausch f?r G?ter zu akzeptieren und immer gr??ere Menge des best?ndig an Wert verlierenden Dollar zu halten. Die USA mu?ten eine ?konomische Begr?ndung finden, warum die Welt Dollar halten sollte, und diese Begr?ndung war das Roh?l.
1971 wurde es immer offensichtlicher, da? die amerikanische Regierung nicht mehr imstande war, ihre Dollar mit Gold zur?ckzukaufen, und so traf sie 1972/73 mit Saudi Arabien die unumst??liche Vereinbarung, da? die USA das K?nigshaus Saud fortan unterst?tzen w?rden, wenn dieses als Gegenleistung nur mehr US-Dollar f?r ihr Roh?l akzeptiert. Die restlichen Mitglieder der OPEC taten es Saudi Arabien gleich und akzeptierten ebenfalls nur mehr Dollar. Weil die Welt ?l von den Arabischen L?ndern kaufen mu?te, bestand ein Grund, Dollar f?r die Bezahlung des ?ls zu halten. Weil die Welt immer gr??ere Mengen an ?l ben?tigte, konnte die Nachfrage nach Dollar nur steigen. Auch wenn Dollar nicht mehr l?nger in Gold gewechselt werden konnte, waren sie nun gegen ?l wechselbar.
Die ?konomische Quintessenz dieser Vereinbarung war, da? der Dollar nun von ?l gedeckt wurde. Solange dies der Fall war, mu?te die Welt Unmengen an Dollar akkumulieren, weil sie diese Dollar f?r den Einkauf von ?l ben?tigten. Solange der Dollar die einzig akzeptierte W?hrung im ?lgesch?ft war, war die Dominanz des Dollars in der Welt gesichert und das amerikanische Imperium konnte den Rest der Welt besteuern.
Falls, aus welchem Grund auch immer, der Dollar seine ?ldeckung verl?re, w?rde das amerikanische Imperium untergehen. Der ?berlebensdrang des Imperiums diktiert daher, da? ?l nur f?r Dollar verkauft werden darf. Er diktiert auch, da? die verschiedenen L?nder mit ?lreserven nicht stark genug sein d?rfen, politisch oder milit?risch, um f?r die Bezahlung des ?ls etwas Anderes als Dollar zu verlangen. Falls jemand ein anderes Zahlungsmittel verlangte, mu?te er entweder mit politischem Druck oder milit?rischen Mittel ?berzeugt werden, seine Meinung zu ?ndern.
Ein Dollarkrieg im Irak, sonst nichts
Der Mann, der tats?chlich Euro f?r sein ?l verlangte, war Saddam Hussein im Jahr 2000. Zun?chst wurde seiner Forderung mit Spott und Hohn begegnet, sp?ter mit Gleichg?ltigkeit, aber als es klarer wurde, da? er es ernst meinte, wurde politischer Druck ausge?bt, damit er seine Meinung ?ndert. Als andere L?nder, wie der Iran, die Bezahlung in anderen W?hrungen, insbesondere in Euro und Yen, verlangten, war die Gefahr f?r den Dollar offensichtlich und gegenw?rtig und eine Strafaktion stand an. George W. Bushs Operation ?Schock und Ehrfurcht? [shock and awe] im Irak drehte sich nicht um Saddams nukleares Potential, nicht um die Verteidigung der Menschenrechte, nicht um die Verbreitung der Demokratie und auch nicht darum, die ?lfelder zu erobern; es ging allein darum, den Dollar zu verteidigen, sprich das amerikanische Imperium. Es sollte ein mahnendes Exempel statuiert werden, da? jeder, der andere W?hrungen als den US-Dollar akzeptieren wollte, auf die selbe Art bestraft w?rde. [...]
Die iranische ?lb?rse Die iranische Regierung hat schlu?endlich die ultimative ?nukleare? Waffe entwickelt, die ?ber Nacht das Finanzsystem zerst?ren kann, auf dem das amerikanische Imperium aufgebaut ist. Diese Waffe ist die iranische ?lb?rse, die laut Plan im M?rz 2006 starten soll. Die B?rse wird auf einem Euro-?l-Handelssystem basieren, was nat?rlich die Bezahlung in Euro impliziert. Dies stellt eine viel gr??ere Bedrohung f?r die Hegemonie des Dollars dar als seinerzeit Saddam, weil es jedermann erm?glicht, ?l f?r Euro zu kaufen und zu verkaufen und damit den US-Dollar v?llig zu umgehen. Es ist wahrscheinlich, da? fast jeder das Euro-?l-System ?bernehmen wird. [...]
Sollte die iranische ?lb?rse erfolgreich starten, sind in jedem Fall die Eigeninteressen der bedeutenden M?chte ? die der Europ?er, Chinesen, Japaner, Russen und Araber ? so gelagert, da? diese L?nder den Euro auf schnellstem Wege ?bernehmen werden und damit das Schicksal des Dollars besiegeln. Die Amerikaner k?nnen es niemals erlauben, da? das passiert und, falls notwendig, werden sie auf eine Vielzahl an Strategien zur?ckgreifen, um die Inbetriebnahme der B?rse zu stoppen oder zu behindern. [...]
Wer glaubt da noch ernsthaft ,das es nicht zum Krieg kommt?
Die aktuelle Entwicklung weist den Weg!!!
Und jetzt???