Beiträge von Neuschwabenland

    "Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres,
    damit das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das
    Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden. Und
    es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und
    Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte
    Hand oder an ihre Stirn und
    dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat,
    nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier
    ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tieres; denn
    es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist
    sechshundertundsechsundsechzig." (Offenbarung des Johannes)

    Ein Schelm wer böses denkt.... :rolleyes:

    Die Parallelen zur heutigen Zeit sind nicht zu übersehen...

    Also...îch habe mich auch sehr intensiv mit den Reichsdeutschen, Hohle Erde, etc. pp. auseinandergesetzt.
    Bin heute aber auf dem Standpunkt angelangt, dass es keine Beweise dafür gibt. Falls es sie geben sollte...schön. Das ändert aber auch gar nichts. Denn sie zeigen sich ja nicht.... Sehr Dubios.

    Rassenhass, Ausländerhass ? Vielleicht in der Rechtsextremistischen Szene. Dieser haß ist in der Linksradikalen Szene aber viel stärker....
    Radikal ist immer schlecht...
    Denke nicht das das so ausgehen würde...


    Bedenkt bitte: Hätten wir damals gewonnen, wärt ihr heute alles glühende Vaterlandsvertreter...


    Zu punkt 4, ja wenn welche mit "herzen am rechten fleck" das machen würden hand drauf , deutsches reich wieder her. Aber gehe mal in die rechte scene oder braune. Rassenhass, Ausländerhass, wir müssen wieder die nr eins sein. Das ist kein frieden, das ist schlimmer als jetzt.

    Das würde ein krieg mensch gegen mensch wegen der rasse, die elitären würden nur zuschauen und sagen, schön da lösen sich gerade unsere probleme von selbst, genau das wollen die ja erreichen. Kannst du garantieren das genau das nicht passiert ?! Genau da scheiden sich die geister.


    vor wenigen jahren wurden rund um das schloss hartheim, wo die leute damals vergast wurden brillen, goldzähne, und viele andere sachen gefunden, die den leuten gehörten, die dort eingeliefert wurden.
    irgendwo hab ich einen artikel darüber verfasst. momentmal, ich kopiere ihn rein:


    Ja....Die allgemeine SS vielleicht. Ich rede von der Waffen SS...Soldaten wie andere auch (adenauer).


    "Und wenn es Gesetze gab die Unrecht bedeuten? Wo Widerstand gegen zur
    Pflicht wird. Sollte man diese Widerstandskämpfer auch alle hinrichten?

    Also mich erfüllt es eher mit Ekel als mit Stolz." (Abraxas)

    Abraxas: Ok, doch dann frage ich dich: Was unterscheidet den Terrorschlag eines Moslems von dem "Widerstand" gegen den Staat, z.b. Staufenberg-Attentat?

    1. Ja da hast du Recht. Alle uns bekannten Staatsformen sind negativ.
    Beim Kommunismus und Bolschewismus sind alle Menschen gleich, nur manche sind halt gleicher. Und die stopfen sich die Taschen voll, während der Rest sehen kann wo er bleibt. Dazu noch Gesinnungstyrannei und Unterdrückung.

    "Demokratie" (Kapitalismus): Sehr negativ. Es wird vorgegaukelt der Bürger könnte alles entscheiden. Das ist ein Trugschluß, der Bürger alles andere als mündig. "Demokratiefeinde" werden verfolgt und geächtet. Im Namen der Demokratie mancher Krieg gefochten. Großkonzerne sind die Gewinner in diesem Spiel....ihre Macht beinah grenzenlos, ebenso ihr Einfluß. Dadurch - Korruption.

    Monarchie: ebenfalls Bedenklich. Auch ein sehr korruptes System, sehr verschwenderisch.

    Nationalsozialismus: Volksgemeinschaft, alle sind gleich. Dadurch ein Gemeinsamkeitsgefühl, das seinesgleichen sucht. Aber auch hier wie beim Sozialismus die Gefahr, das Spitzenleute das System ausnutzen. Große Korruptionsgefahr. Gesinnungsfeindlich.

    2. Teile und Herrsche

    Sehr gut zusammengefasst Osiris. Sehe ebenfalls die Zinsknechtschaft durch das internationale Judentum als sehr bedenklich und gefährlich an. Zumal du dich ja mal informieren darfst, wer in den USA das Geld drucken darf. Du wirst überrascht sein. Das sind die Mächte, die Völker und Staaten als Aktienpakete betrachten und mit ihrer unbändigen Gier hoffentlich bald ersticken.

    3. Natürlich. Weil die Währung ein Luftschloß ist, das auf einer großen Luftblase errichtet ist. Allerdings finden die Wirtschaftskrisen statt, weil es dem System zu gut geht. Das wird man nicht verhindern können.....Überproduktion etc.
    Aber frag dich doch selber mal. Gold? Was ist daran so wertvoll? Weil es selten ist? Ein lächerliches System, das nur funktioniert weil jeder mitspielt. Tauschsystem wäre eine sehr gute Lösung (s. Adolf Hitler).

    4. Da stimme ich nicht zu. Das Deutsche Reich wieder handlungsfähig zu machen, würde keinesfalls das bedeuten. Vielmehr hätte Deutschland dadurch die Möglichkeit wieder autark zu werden. Mit welchem System letzendlich ginge es zu ergründen. Von Weltherrschaft war im Deutschen Reich nie die Rede.
    Ein starkes Deutsches Reich, das seinen Platz in der Mitte einer starken Europäischen gemeinschaft gefunden hat, wäre sehr zuträglich für den Weltfrieden. Würde wahrscheinlich wieder in einen Weltkrieg gezwungen werden leider, da zu mächtig. Rache ist sinnlos und soll nie das Ziel sein. Aber gleichwohl kann man die Korruption und die Zinsknechtschaft im eigenen Land bekämpfen (woraus leider wieder Krieg entstehen würde denke ich, da die mächtigen dieser welt das nie zulassen würden)-

    Ich weiß das die ganze Welt leidet. Und diese Fesseln der Unterdrückung gilt es zu sprengen, wollen wir in einer Welt des Friedens leben. Einer Welt der starken Vaterländer und der uneingeschränkten Freundschaft. Aber zunächst müssen wir in unserem eigenen Land aufräumen, bevor uns andere Länder kümmern. Einen Schritt nach dem nächsten.


    5. definiere Frontendenken.

    6. Solange es dem Michel in diesem Land gutgeht und er mit Wohlstand abgelenkt ist, wird sich nichts ändern. Da hast du Recht.
    Zu den Konfliktfrionten sag ich nur: Terrorbekämpfung.

    Man kann diese Strukturen zerstören. Das soll Ziel sein, ganz klar. Dafür brauchen wir aber wohl Hunger und Straßenkämpfe, Armut....wie in den 30ern. Damit die Deutschen endlich mal aufwachen und was ändern wollen.


    7. Es ist nicht alles schlecht. Frage muss differenzierter gestellt werden.


    8. Die Internationale muss bekämpft werden, die Maske von der häßlichen Fratze der Gier gerissen werden. Ein AntiKorruptionsamt wäre dazu ein Hilfsmittel. Es gilt Machtmißbrauch zu unterbinden und alte Strukturen aufzuweichen bzw. aufzubrechen. Unser Volk muss wieder einig werden, die gefährlichen Einflüße der Medien müssen zerstört werden. Volksgesundheit und Volkssport statt Mediensklaverei.


    Ich denke nicht das es die RD noch gibt. Wenn es Überlebende gab, Ok. Aber niemals soviele, dass es eine strukturierte Armee sein könnte.
    Atlantiden gibt es genausowenig...

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    Deshalb habe ich Dir geraten, mal mit Menschen (auch ausserhalb Deines Bekanntenkreises) zu sprechen, die dabei waren. Meine Eltern, Gross- und Urgrosseltern haben diesen und zum Teil auch den Krieg davor miterlebt/miterleben müssen.
    Wenn sie davon erzähl(t)en, ist da aber von Heldenverehrung oder gar Schuldzuweisungen nichts zu hören...
    Es wird einem nur sehr klar, dass alle Soldaten auch immer Menschen und fehlbar sind, dass sie schlicht "Kanonenfutter" waren und dass letzendlich kein Krieg irgendwie gewonnen werden kann. Ich weiss nicht, ob Du überhaupt begreifst, wie höhnisch, menschenverachtend und kontraproduktiv manche Deiner Beiträge hier wirken.

    Denkst du das habe ich nicht gemacht? Was meinst du wie meine Ansicht zu dem Thema entstanden ist? Weil es eben anders war als in den Schulbüchern beschrieben ist.
    Ihr seid ja alle so toll politisch korrekt. Stellt eure Meinung über alles andere und lasst anderes nicht zu. Es darf nicht sein was nicht sein darf, nach dem Motto. Das ihr dazu auch mit Propaganda gelenkt wurdet vergesst ihr leider.

    Jeder von euch hätte das System damals bekämpft. Aber hat jemals einer von euch daran gedacht, dass unser jetziges System möglicherweise genausoschlimm ist? Woher wissen wir, das in den Lagern heute nicht auch Menschen vernichtet werden?
    Ihr prangert die Bücherverbrennung an.....Heute werden verbotene/ gefährliche Bücher indiziert.
    Ihr prangert die politische verfolgung an.....Heute kommen Systemgegner für ihre Meinung genauso in Haft.
    Ihr prangert die Propaganda an.... Heute ist die Propaganda noch stärker. Zeitung, Fernsehen, etc.

    Wir sollten uns nicht von Vorurteilen ausbremsen lassen. Vielmehr sollte unser Bestreben sein die Dinge sachlich anzugehen.


    Zumal wir sollten niemals vergessen, dass Frankreich und England Deutschland den Krieg erklärten. Nicht umgekehrt.
    Deutschland hat Polen überfallen? 1. war auch Rußland an diesem Krieg beteiligt 2. gabe es gar keine andere Möglichkeit als zu intervenieren, da Polen massive Grenzüberschreitungen durchführte und Deutsche Zivilisten meuchelte. Moderner Vergleich wäre Südossetien-Konflikt.

    Dann lieber Abraxas bist du faschistischer als ich dachte. Woher weißt du das Deutschland den Krieg wollte? Es ist mehr als bekannt, dass der Krieg unvermeidbar war. Ich glaube vielmehr das Deutschland der Krieg aufgezwungen wurde. Und wer sich mit der Materie wirklich auseinandersetzt, der wird dies erkennen. Ich bin selber kein Nazi und wahrlich kein Fan von Adolf Hitler. Muss ihm aber Bewunderung aussprechen. Bewunderung dafür, dass er der Internationalen trotzte und versuchte von der Zinsknechtschaft loszukommen. Bewunderung für die Volksgemeinschaft........Es war nicht alles Gold was glänzt das geb ich zu. Aber keiner von uns hat damals gelebt. Deshalb kann sich auch keiner anmaßen irgendetwas zu behaupten, wovon er nicht 100% überzeugt ist, denn wir wissen nicht eindeutig alles was geschah.

    Alle Großen Generäle und Militärgrößen auf US und UK Seite und auf Sowjetseite bestätigten nach dem Kriege, dass der Deutsche Soldat das Heldentum repräsentierte und der deutsche Soldat der beste Soldat der Welt sei. Dafür gibt es dutzende Belege.

    Es geht hier nicht um die Idealisierung von Krieg. Krieg ist schlimm und böse. Aber das der deutsche Soldat stets fair war und sogar Soldaten die gegen die Gesetze verstießen hingerichtet wurden, das kann uns mit stolz erfüllen.

    Es ist leider erschreckend wie sehr wir die Gefallenen beschmutzen heutzutage. Die Ehrfurcht muß bleiben.-

    Und lasst uns dann nocheinmal anschauen, was der Reichskanzler (demokratisch gewählt) Adolf Hitler in seinem Politischem Testament verfasste:


    Mein politisches Testament.
    Seit ich 1914 als Freiwilliger meine bescheidene Kraft im ersten, dem Reich aufgezwungenen Weltkrieg einsetzte, sind nunmehr über dreißig Jahre vergangen.
    In diesen drei Jahrzehnten haben mich bei all meinem Denken, Handeln und Leben nur die Liebe und Treue zu meinem Volk bewegt. Sie gaben mir die Kraft, schwerste Entschlüsse zu fassen, wie sie bisher noch keinem Sterblichen gestellt worden sind. Ich habe meine Zeit, meine Arbeitskraft und meine Gesundheit in diesen drei Jahrzehnten verbraucht.
    Es ist unwahr, dass ich oder irgendjemand anderer in Deutschland den Krieg im Jahre 1939 gewollt haben. Er wurde gewollt und angestiftet ausschließlich von jenen internationalen Staatsmännern, die entweder jüdischer Herkunft waren oder für jüdische Interessen arbeiteten. Ich habe zu viele Angebote zur Rüstungsbe-schränkung und Rüstungsbegrenzung gemacht, die die Nachwelt nicht auf alle Feigheiten wegzuleugnen vermag, als daß die Verantwortung für den Ausbruch dieses Krieges auf mir lasten könnte. Ich habe weiter nie gewollt, daß nach dem ersten unseligen Weltkrieg ein zweiter gegen England oder gar gegen Amerika entsteht. Es werden Jahrhunderte vergehen, aber aus den Ruinen unserer Städte und Kunstdenkmäler wird sich der Hass gegen das letzten Endes verantwortliche Volk immer wieder erneuern, dem wir das alles zu verdanken haben: dem internationalen Judentum und seinen Helfern.
    Ich habe noch drei Tage vor Ausbruch des deutsch-polnischen Krieges dem britischen Botschafter in Berlin eine Lösung der deutsch-polnischen Probleme vorgeschlagen ähnlich der im Falle des Saargebietes unter internationaler Kontrolle. Auch dieses Angebot kann nicht weggeleugnet werden. Es wurde nur verworfen, weil die maßgebenden Kreise der engli-schen Politik den Krieg wünschten, teils der erhofften Geschäfte wegen, teils getrieben durch eine, vom internationalen Judentum veranstaltete Propaganda.
    Ich habe aber auch keinen Zweifel darüber gelassen, daß, wenn die Völker Europas wieder nur als Aktienpakete dieser internationalen Geld- und Finanzverschwörer angesehen werden, dann auch jenes Volk mit zur Verantwortung gezogen werden wird, das der eigentlich Schuldige an diesem mörderischen Ringen ist: Das Judentum! Ich habe weiter keinen darüber im Unklaren gelassen, daß dieses Mal nicht nur Millionen Kinder von Europäern der arischen Völker verhungern werden, nicht nur Millionen erwachsener Männer den Tod erleiden und nicht nur Hunderttausende an Frauen und Kindern in den Städten verbrannt und zu Tode bombardiert werden dürften, ohne daß der eigentlich Schuldige, wenn auch durch humanere Mittel, seine Schuld zu büßen hat.
    Nach einem sechsjährigen Kampf, der einst in die Geschichte trotz aller Rückschläge als ruhmvollste und tapferste Bekundung des Lebenswillens eines Volkes eingehen wird, kann ich mich nicht von der Stadt trennen, die die Hauptstadt dieses Reiches ist. Da die Kräfte zu gering sind, um dem feindlichen Ansturm gerade an dieser Stelle noch länger standzuhalten, der
    eigene Widerstand aber durch ebenso verblendete wie charakterlose Subjekte allmählich entwertet wird, möchte ich mein Schicksal mit jenem teilen, das Millionen anderer auch auf sich genommen haben, indem ich in dieser Stadt bleibe. Außerdem will ich nicht Feinden in die Hände fallen, die zur Erlustigung ihrer verhetzten Massen ein neues, von Juden arrangiertes Schauspiel benötigen.
    Ich hatte mich daher entschlossen, in Berlin zu bleiben und dort aus freien Stücken in dem Augenblick den Tod zu wählen, in dem ich glaube, daß der Sitz des Führers und Kanzlers selbst nicht mehr gehalten werden kann. Ich sterbe mit freudigem Herzen angesichts der mir bewussten unermesslichen Taten und Leistungen unserer Soldaten an der Front, unserer Frauen zuhause, den Leistungen unserer Bauern und Arbeiter und der in der Geschichte einmaligen Einsatz unserer Jugend, die meinen Namen trägt.
    Daß ich ihnen allen meinen aus tiefstem Herzen kommenden Dank ausspreche, ist ebenso selbst-verständlich wie mein Wunsch, daß sie deshalb den Kampf unter keinen Umständen aufgeben mögen, sondern, ganz gleich wo immer, ihn gegen die Feinde des Vaterlandes weiterführen, getreu den Bekenntnissen eines großen Clausewitz. Aus dem Opfer unserer Soldaten und aus meiner eigenen Verbundenheit mit ihnen bis in den Tod, wird in der deutschen Geschichte so oder so einmal wieder der Samen aufgehen zur strahlenden Wiedergeburt der nationalsozialistischen Bewegung und damit zur Ver-wirklichung einer wahren Volksgemeinschaft.
    Viele tapferste Männer und Frauen haben sich entschlossen, ihr Leben bis zuletzt an das meine zu binden. Ich habe sie gebeten und ihnen endlich befohlen, dies nicht zu tun, sondern am weiteren Kampf der Nation teilzunehmen. Die Führer der Armeen, der Marine und der Luftwaffe bitte ich, mit äußersten Mitteln den Widerstandsgeist unserer Sol-daten im nationalsozialistischen Sinne zu verstärken unter dem besonderen Hinweis darauf, daß auch ich selbst, als der Gründer und Schöpfer dieser Bewegung, den Tod dem feigen Absetzen oder gar einer Kapitulation vorgezogen habe.
    Möge es dereinst zum Ehrbegriff des deutschen Offiziers gehören so wie dies in unserer Marine schon der Fall ist daß die Übergabe einer Landschaft oder einer Stadt unmöglich ist und dass vor allem die Führer hier mit leuchtendem Beispiel voranzugehen haben in treuester Pflichterfüllung bis in den Tod.
    Zweiter Teil des politischen Testaments.
    Ich stoße vor meinem Tode den früheren Reichsmarschall Hermann G ö r i n g aus der Partei aus und entziehe ihm alle Rechte, die sich aus dem Erlass vom 29. Juni 1941 sowie aus meiner Reichstagserklärung vom 1. September 1939 ergeben könnten. Ich ernenne an Stelle dessen den Großadmiral D ö n i t z zum Reichspräsidenten und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht.
    Ich stoße vor meinem Tode den früheren Reichsfüh-rer-SS und Reichsminister des Innern, Heinrich H i m m l e r aus der Partei sowie aus allen Staatsämtern
    aus. Ich ernenne an seiner Stelle den Gauleiter Karl H a n k e zum Reichsführer-SS und Chef der deutschen Polizei und den Gauleiter Paul G i e s l e r zum Reichsminister des Innern.
    Göring und Himmler haben durch geheime Verhandlungen mit dem Feinde, die sie ohne mein Wissen und gegen meinen Willen abhielten, sowie durch den Versuch, entgegen dem Gesetz, die Macht im Staate an sich zu reißen, dem Lande und dem gesamten Volk unabsehbaren Schaden zugefügt, gänzlich abgesehen von der Treulosigkeit gegenüber meiner Person.
    Um dem deutschen Volk eine aus ehrenhaften Männern zusammengesetzte Regierung zu geben, die die Verpflichtung erfüllt, den Krieg mit allen Mitteln weiter fortzusetzen, ernenne ich als Führer der Nation folgende Mitglieder des neuen Kabinetts:
    Reichspräsident: D ö n i t z
    Reichskanzler: Dr. G o e b b e l s
    Parteiminister: B o r m a n n
    Aussenminister: S e y ß - I n q u a r t
    Innenminister: Gauleiter G i e s l e r
    Kriegsminister: D ö n i t z
    Oberbefehlshaber des Heeres: S c h ö r n e r
    Oberbefehlshaber der Kriegsmarine: D ö n i t z
    Oberbefehlshaber der Luftwaffe: G r e i m
    Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei:
    Gauleiter H a n k e
    Wirtschaft: F u n k
    Landwirtschaft: B a c k e
    Justiz: T h i e r a c k
    Kultus: Dr. S c h e e l
    Propaganda: Dr. N a u m a n n
    Finanzen: S c h w e r i n - C r o s s i g k
    Arbeit: Dr. H u p f a u e r
    Rüstung: S a u r
    Leiter der Deutschen Arbeitsfront und Mitglied
    des Reichskabinetts: Reichsminister Dr. L e y .
    Obwohl sich eine Anzahl dieser Männer, wie Martin Bormann, Dr. Goebbels usw. einschließlich ihrer Frauen, aus freiem Willen zu mir gefunden haben und unter keinen Umständen die Hauptstadt des Reiches verlassen wollten, sondern bereit waren, mit mir hier unterzugehen, muss ich sie doch bitten, meiner Aufforderung zu gehorchen und in diesem Falle das Interesse der Nation über ihr eigenes Gefühl zu stellen. Sie werden mir durch ihre Arbeit und ihre Treue als Gefährten nach dem Tode ebenso nahestehen, wie ich hoffe, daß mein Geist unter ihnen wellen und sie stets begleiten wird. Mögen sie hart sein, aber niemals ungerecht, mögen de vor allem nie die Furcht zum Ratgeber ihres Handelns erheben und die Ehre der Nation über alles stellen, was es auf Erden gibt. Mögen sie sich endlich dessen bewußt sein, daß unsere Aufgabe, des Ausbaus eines nationalsozialistischen Staates die Arbeit kommender Jahrhunderte darstellt, die jeden einzelnen verpflichtet, immer dem gemeinsamen Interesse zu dienen und seine eigenen Vorteile demgegenüber zurückzustellen. Von allen Deutschen, allen Nationalsozialisten, Männern und Frauen und allen Soldaten der Wehrmacht verlange ich, daß sie der neuen Regierung und ihren Präsidenten treu und gehorsam sein werden bis in den Tod.
    Vor allem verpflichte ich die Führung der Nation und die Gefolgschaft zur peinlichen Einhaltung der Rassegesetze und zum unbarmherzigen Widerstand gegen den Weltvergifter aller Völker, das inter-nationale Judentum.
    Gegeben zu Berlin, den 29. April 1945, 4.00 Uhr.
    Adolf Hitler
    Als Zeuge:
    Dr. Joseph Goebbels Wilhelm Burgdorf
    Martin Bormann Hans Krebs

    Der Schlußappel des Führers
    Männer, Abgeordnete des Deutschen Reichstages! In dieser geschichtlichen Stunde, da in den westlichen Provinzen des
    Reiches deutsche Truppen soeben ihre künftigen Friedensgarnisonen beziehen, vereinigen wir uns alle zu zwei inneren
    Bekenntnissen:
    Erstens zu dem Schwur, vor keiner Macht und vor keiner Gewalt in der Wiederherstellung der Ehre unseres
    Volkes zuruckzuweichen und lieber der schwersten Not ehrenvoll zu erliegen, als jemals vor ihr zu kapitulieren,
    und
    zweitens zu dem Bekenntnis, nun erst recht für eine Verständigung der Völker Europas und insbesondere für eine
    Verständigung mit unseren westlichen Völkern und Nachbarn einzutreten.
    Nach drei Jahren glaube ich so mit dem Heutigen den
    Kampf um die deutsche Gleichberechtigung als abgeschlossen
    ansehen zu können. Ich glaube, daß damit aber die erste Voraussetzung für unsere seinerzeitige Zurückziehung aus der
    europäischen kollektiven Zusammenarbeit weggefallen ist. Wenn wir daher nunmehr wieder bereit sind, zu dieser
    Zusammenarbeit zurückzukehren, dann geschieht dies dem aufrichtigen Wunsche, daß vielleicht diese Vorgänge und
    ein Rückblick auf diese Jahre mithelfen werden, das Verständnis für diese Zusammenarbeit auch bei den anderen
    europäischen Völkern zu vertiefen.
    Wir haben in Europa keine territorialen Forderungen zu stellen. Wir wissen vor allem, daß die Spannungen, die
    sich entweder aus falscher territorialen Bestimmungen oder aus den Mißverhältnissen der Volkszahlen mit ihren
    Lebensräumen ergeben, in Europa durch Kriege nicht gelöst werden können. Wir hoffen aber, daß die
    menschliche Einsicht mithelfen wird, das Schmerzliche dieser Zustände zu mildern und Spannungen auf dem
    Wege einer langsamen evolutionären Entwicklung in friedlicher Zusammenarbeit zu beheben. Und insbesondere
    empfinde ich mit dem heutigen Tage erst recht die Notwendigkeit, die Verpflichtungen zu würdigen, die uns die
    wiedergewonnene nationale Ehre und Freiheit auferlegen, Verpflichtungen, nicht nur unserem eigenen Volk
    gegenüber, sondern auch gegenüber den übrigen Europäischen Staaten.
    So möchte ich denn an dieser Stelle noch einmal die Gedanken, die ich in den 13 Punkten meiner letzten Rede hier
    ausgesprochen habe, in die Erinnerung der europäischen Staatsmänner zurückrufen mit der Versicherung, daß wir
    Deutsche gern alles tun wollen, was zur Verwirlichung dieser sehr realen Ideale möglich und nötig ist.
    Meine Parteigenossen! Seit drei Jahren führe ich nun die Regierung des Deutschen Reiches und damit das deutsche
    Volk. Groß sind die Erfolge, die mich die Vorsehung in diesen drei Jahren für unser Vaterland erringen ließ. Auf allen
    Gebieten unseres nationalen politischen und wirtschaftlichen Lebens ist unsere Stellung gebessert worden. Ich darf an
    diesem Tage aber auch bekennen, daß mich in dieser Zeit zahlreiche Sorgen bedrücken und unzählige schlaflose
    Nächte, arbeitsfüllte Tage begleiteten.
    Ich konnte dies alles nur tun, weil ich mich nie als Diktator meines Volkes, sondern stets nur als sein Führer und
    damit sein Beauftragter gefühlt hatte.
    Ich habe um die innere Zustimmung des deutschen Volkes zu meinen Idalen einst 14 Jahre gerungen und bin dank
    seines Vertrauens von dem ehrwürdigen Generalfeldmarschall berufen worden. Ich habe aber auch seitdem alle meine
    Kraft nur aus dem glücklichen Bewußtsein geschöpft, mit meinem Volk unlösbar verbunden zu sein als Mann und
    Führer.
    Ich kann diese geschichtliche Periode der Wiederherstellung der Ehre und Freiheit meines Volkes nicht
    abschließen, ohne das deutsche Volk nunmehr zu bitten, mit und damit allen meinen Mitarbeitern und
    Mitkämpern die nachträgliche Zustimmung zu erteilen zu all dem, was ich in diesen Jahren an oft scheinbar
    eigenwilligen Entschlüssen, an harten Maßnahmen durchführen und an großen Opfern fordern mußte.
    Ich habe mich deshalb entschlossen, am heutigen Tage den Deutschen Reichstag aufzulösen, damit das deutche
    Volk sein Urteil abzugeben vermag über meine und meiner Mitarbeiter Führung.
    In diesen drei Jahren hat Deutschland wieder zurückerhalten seine Ehre, wiedergefunden seinen Glauben,
    überwunden seine größte wirtschaftliche Not und endlich einen neuen kulturellen Aufstieg eingeleitet. Dies
    glaube ich vor meinem Gewissen und vor meinem Gott aussprechen zu dürfen. Ich bitte jetzt das deutsche Volk,
    mich in meinem Glauben zu stärken und mir durch die Kraft seines Willens auch weiterhin die eigene Kraft zu
    geben, um für seine Ehre und seine Freiheit jederzeit mutig einzutreten und für sein wirtschaftliches
    Wohlergehen sorgen zu können, und mich besonders zu stärken in meinem Ringen um einen wahrhaften
    Frieden.

    Memorandum:
    Sofort nach dem Bekenntwerden des am 2. Mai 1935 unterzeichneten Paktes zwischen Frankreich und der Union der
    Sozialistischen Sowjet-Republiken hat die deutsche Regierung die Regierungen der übrigen Signatarmächte des
    Rheinpaktes von Locarno darauf aufmerksam gemacht, daß die Verpflichtungen, die Frankreich in dem neuen Pakt
    eingegangen ist, mit seinen Verpflichtungen aus dem Rheinpakt nicht vereinbar sind. Die deutsche Regierung hat ihren
    Standpunkt damals sowohl rechtlich als politisch ausführlich begründet. Und zwar in rechtlicher Beziehung in dem
    deutschen Memorandum vom 25. Mai 1935, in politischer Beziehung in den vielfachen diplomatischen Besprechungen,
    die sich an dieses Memorandum angeschlossen haben. Den beteiligten Regierungen ist auch bekannt, daß weder ihre
    schriftlichen Antworten auf das deutsche Memorandum, noch von ihnen auf diplomatischem Wege oder in öffentlichen
    Erklärungen vorgebrachte Argumente den Standpunkt der deutschen Regierung erschüttern konnten.
    In der Tat hat die gesamte Diskussion, die seit dem Mai 1935 diplomatisch und öffentlich über diese Fragen geführt
    worden ist, in allen Punkten nur die Auffassung der deutschen Regierung bestätigen können, die sie von Anfang an zum
    Ausdruck gebracht hat.
    1. Es ist unbestritten, daß sich der französisch-sowjetische Vertrag ausschließlich gegen Deutschland richtet.
    2. Es ist unbestritten, daß Frankreich in ihm für den Fall eines Konfliktes zwischen Deutschland und der
    Sowjetunion Verpflichtungen übernimmt, die weit über seinen Auftrag aus der Völkerbundssatzung hinausgehen
    und die es selbst dann zu einem militärischen Vorgehen gegen Deutschland zwingen, wenn es sich dabei weder
    auf eine Empfehlung oder überhaupt auf eine vorliegende Entscheidung des Völkerbundsrates berufen kann.
    3. Es ist unbestritten, daß Frankreich in einem solchen Falle also das Recht für sich in Anspruch nimmt, nach
    eigenem Ermessen zu entscheiden, wer der Angreifer ist.
    4. Es steht somit fest, daß Frankreich der Sowjet-Union gegenüber Verpflichtungen eingegangen ist, die
    praktisch darauf hinauslaufen, gegebenenfalls so zu handeln, als ob weder die Völkerbundssatzung noch der
    Rheinpakt, der auf diese Satzung Bezug nimmt, in Geltung wären.
    Dieses Ergebnis des französisch-sowjetischen Vertrages wird nicht damit beseitigt, daß Frankreich darin den
    Vorbehalt gemacht hat, zu einem militärischen Vorgehen gegen Deutschland dann nicht verpflichtet sein zu
    sollen, wenn es sich durch ein solches Vorgehen einer Sanktion seitens der Garantiemächte Italien und
    Großbritannien aussetzen würde. Diesem Vorbehalt gegenüber bleibt schon die Tatsache entscheidend, daß der
    Rheinpakt nicht etwa nur auf Garantieverpflichtungen Großbritanniens und Italien, sondern primär auf den im
    Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland festgesetzten Verpflichtungen beruht.
    Es kommt deshalb allein darauf an, ob sich Frankreich bei der Übernahme dieser Vertragsverpflichtungen in
    jenen Grenzen gehalten hat, die ihm im Verhältnis zu Deutschland durch den Rheinpakt auferlegt worden sind.
    Das aber muß die deutsche Regierung verneinen.
    Der Rheinpakt sollte das Ziel verwirklichen, den Frieden im Westen Europas dadurch zu sichern, daß Deutschland
    einerseits und Frankreich und Belgien andererseits in ihrem Verhältnis zueinander für alle Zukunft auf die Anwendung
    militärischer Gewalt verzichten. Wenn bei dem Abschluß des Paktes bestimmte Ausnahmen von diesem Kriegsverzicht
    über das Recht der Selbsverteidigung hinaus zugelassen wurden, so lag, wie allgemein bekannt, der politische Grund
    hierfür allein darin, daß Frankreich schon vorher gegenüber Polen und der Tschechoslowakei bestimmte
    Bündnispflichten übernommen hatten, die es der Idee der absoluten Friedenssicherung im Westen nicht opfern wollte.
    Deutschland hat sich aus seinem guten Gewissen heraus damals mit diesen Einschränkungen des Kriegsverzichtes
    abgefunden. Es hat die von dem Vertreter Frankreichs auf den Tisch von Locarno gelegten Verträge mit Polen und der
    Tschechoslowakei nicht beanstandet, allein unter der selbsverständlichen Voraussetzung, daß diese Verträge sich an die
    Konstruktion des Rheinpaktes anpaßten und keinerlei Bestimmungen über die Handhabung des Art. 16 der
    Völkerbundssatzung enthielten, wie sie in den neuen französisch-sowjetischen Abmachungen vorgesehen sind.
    Dem entsprach auch der damals der deutschen Regierung bekannt gewordene Inhalt dieser Sonderabmachungen. Die im
    Rheinpakt zugelassenen Ausnahmen sind allerdings nicht ausdrücklich auf Polen und die Tschechoslowakei abgestellt,
    sondern abstrakt formuliert worden. Es war aber der Sinn aller hierauf bezüglichen Verhandlungen, nur einen Ausgleich
    zwischen dem deutsch-französischen Kriegsverzicht und dem Wunsche Frankreichs nach Aufrechterhaltung seiner
    schon bestehenden Bündnisverpflichtungen zu finden.
    Wenn sich daher Frankreich die abstrakte Formulierung der im Rheinpakt zugelassenen Kriegsmöglichkeiten
    jetzt zunutze macht, um ein neues Bündnis mit einem militärisch hochgerüsteten Staat gegen Deutschland
    abzuschließen, wenn es so die Tragweite des von ihm mit Deutschland vereinbarten Kriegsverzichts weiterhin
    und in so entscheidender Weise einschränkt und wenn es dabei, wie oben dargelegt, nicht einmal die
    festgesetzten formellen rechtlichen Grenzen innehält, so hat es damit eine völlig neue Lage geschaffen und das
    politische System des Rheinpaktes sowohl dem Sinne nach als auch tatsächlich zerstört.
    Die letzten Debatten und Beschlüsse des französischen Parlaments haben erwiesen, daß Frankreich trotz der deutschen
    Vorstellungen entschlossen ist, den Pakt mit der Sowjet-Union endgültig in Kraft zu setzen, ja, eine diplomatische
    Unterredung hat ergeben, daß sich Frankreich schon jetzt an die von ihm geleistete Unterzeichnung dieses Paktes vom
    2. Mai 1935 als gebunden ansieht. Gegenüber einer solchen Entwicklung der europäischen Politik kann aber die
    deutsche Reichsregierung, will sie nicht die ihr pflichtgemäß anvertrauten Interessen des deutschen Volkes
    verwahrlosen lassen oder preisgeben, nicht untätig bleiben.
    Die deutsche Regierung hat bei den Verhandlungen der letzten Jahre stets betont, alle sich aus dem Rheinpakt
    ergebenden Verpflichtungen so lange zu halten und erfüllen zu wollen, als die anderen Vertragspartner auch ihrerseits
    bereit sind, zu diesem Pakte zu stehen. Diese selbsverständliche Voraussetzung kann jetzt als von seiten Frankreichs
    nicht mehr erfüllt angesehen werden. Frankreich hat die ihm von Deutschland immer wieder gemachten
    freundschaftlichen Angebote und friedlichen Versicherungen unter Verletzung des Rheinpaktes mit einem
    ausschließlich gegen Deutschland gerichteten militärischen Bündnis mit der Sowjet-Union beantwortet.
    Damit hat der Rheinpakt von Locarno aber seinen inneren Sinn verloren und praktisch aufgehört zu existieren.
    Deutschland sieht sich daher auch seinerseits nicht mehr als an diesen erloschenen Pakt gebunden an. Die
    deutsche Regierung ist nunmehr gezwungen, der durch dieses Bündnis geschaffenen Lage zu begegnen, einer
    Lage, die dadurch verschärf wird, daß der französisch-sowjetische Vertrag seine Ergänzung in einem genau
    parellel gestalten Bündnis-Vertrag zwischen der Tschechoslowakei und der Sowjet-Union gefunden hat. Im
    Interesse des primitiven Rechts eines Volkes auf Sicherung seiner Grenzen und zur Wahrung seiner
    Verteidigungsmöglichkeiten hat daher die deutsche Reichsregierung mit dem heutigen Tage die volle und
    uneingeschränkte Souveränität des Reiches in der entmilitarisierten Zone des Rheinlandes wieder hergestellt.

    Ich habe einst nicht gezögert, mich dem konkreten Vorschlag einer Rüstungsbegrenzung von 200 000 Mann
    anzuschließen. Ich habe mich, als dieser Vorschlag dann von den verantwortlichen Verfassern selbst preisgegeben
    wurde, mit einem ganz konkreten neuen Vorschlag an das französische Volk und an die europäischen Regierungen
    gewendet. Auch der 300 000-Mann-Vorschlag erfuhr Ablehnung. Ich habe eine ganze Reihe weiterer konkreter
    Vorschläge zur Entgiftung der öffentlichen Meinungen in den einzelnen Staaten und zur Reinigung der Kriegsführung
    und damit letzten Endes zu einer, wenn auch langsamen, so aber sicheren Abrüstung gebracht. Es ist ein einziger dieser
    deutschen Vorschläge wirklich berücksichtigt worden. Der realistische Sinn eine englischen Regierung hat meinen
    Vorschlag der Herstellung einer dauernden Relation zwischen der deutschen und der englischen Flotte, die ebenso den
    Bedürfnissen der deutschen Sicherheit entspricht, wie umgekehrt Bedacht nimmt auf die enormen überseeischen
    Interessen eines großen Weltreiches, angenommen. Und ich darf wohl darauf hinweisen, daß bis heute noch dieses
    Abkommen der praktisch einzig existierende, wirklich verständnisvolle und daher gelungene Versuch einer
    Rüstungsbegrenzung geblieben ist. Die Reichsregierung ist bereit, diesen Vertrag durch eine weitere qualitative
    Abmachung mit England zu ergänzen.
    Ich habe den sehr konkreten Grundsatz ausgesprochen, daß die Sammelprogramme einer internationalen Paktomanie
    ebensowenig Aussicht auf Verwirklichung besitzen wie die Generalvorschläge einer unter solchen Umständen von
    vornherein schon als undurchführbar erwiesenen Weltabrüstung. Ich habe demgegenüber betont, daß nur schrittweise
    an diese Fragen herangetreten werden kann, und zwar nach der Richtung des vermutlich geringsten Widerstandes hin.
    Ich habe aus dieser Überzeugung heraus den konkreten Vorschlag auch für einen Luftpakt entwickelt unter den
    Zugrundelegung gleicher Stärke für Frankreich, England und Deutschland. Das Ergebnis war zunächst eine
    Mißachtung dieses Vorschlages und dann die Hereinführung eines neuen, in seinem militärischen Ausmaß
    unberechenbaren osteuropäisch-asiatischen Faktors in das europäische Gleichgewichtsfeld. Ich habe mich jahrelang
    also mit konkreten Vorschlägen abgegeben. Allein ich stehe nicht an, zu erklären, daß mir mindestens ebenso wichtig
    als die sog. konkreten Vorschläge die psychologische Vorbereitung für die Verständigung erschienen ist, und ich habe
    auf dem Gebiete mehr getan, als ein aufrichtiger fremder Staatsmann jemals überhaupt auch nur erhoffen durfte. Ich
    habe die Frage der ewigen europäischen Grenzrevisionen aus der Atmosphäre der öffentlichen Diskussion in
    Deutschland genommen. Man steht leider nur zu oft auf dem Standpunkt, und dies gilt besonders für ausländische
    Staatsmänner, daß dieser Einstellung und ihren Handlungen keine besondere Bedeutung zukommt. Ich darf darauf
    hinweisen, daß es mir genau so möglich gewesen wäre, als Deutscher die Wiederherstellung der Grenzen vom Jahre
    1914 moralisch als mein Programm aufzustellen und publizistisch und oratorisch zu vertreten, so wie das etwa
    französische Minister und Volksführer nach dem Jahre 1871 getan haben. Meine Herren Kritiker sollen mir auch auf
    diesem Gebiet nicht jede Fähigkeit absprechen.
    Es ist viel schwerer für einen Nationalsozialisten, einem Volk zur Verständigung zuzureden, als das Umgekehrte
    zu tun. Und es würde für mich wahrscheinlich leichter gewesen sein, die Instinkte nach einer Revanche
    aufzupeitschen, als das Gefühl für die Notwendigkeit einer Europäischen Verständigung zu erwecken und
    dauernd zu vertiefen. Und dieses habe ich getan. Ich habe die deutsche öffentliche Meinung von Angriffen
    solcher Art gegen unsere Nachbarvölker befreit.
    Ich habe aus der deutschen Presse jeden Haß gegen das französische Volk entfernt. Ich bemühte mich, in unserer
    Jugend das Verständnis für das Ideal einer solchen Verständigung zu erwecken, und zwar sicher nicht erfolglos. Als vor
    einigen Wochen die französischen Gäste in das Olympische Stadion in Garmisch-Partenkirchen einzogen, da hatten sie
    vielleicht Gelegenheit, festzustellen, ob und inwieweit mir eine solche innere Umstellung des deutschen Volkes
    gelungen ist.
    Diese innere Bereitwilligkeit aber, eine solche Verständigung zu suchen und zu finden, ist wichtiger als
    ausgeklügelte Versuche von Staatsmännern, die Welt in ein Netz juristisch und sachlich undurchsichtiger Pakte
    zu verspinnen.
    Dieses Bestreben von mir war aber doppelt schwer, weil ich in derselben Zeit Deutschland aus der Verstrickung eines
    Vertrages lösen mußte, der ihm seine Gleichberechtigung raubte, an dessen Aufrechterhaltung aber - ob mit Recht oder
    Unrecht ist nebensächlich - das französiche Volk geglaubt hat, interessiert sein zu müssen.
    Ich habe dabei gerade als deutscher Nationalist für das deutsche Volk noch ein weiteres besonderes schweres Opfer
    bringen müssen.
    Es ist bisher wenigstens in der neueren Zeit noch nie versucht worden, nach einem Krieg dem Berliner souveräne
    Hoheitsrechte über große und alte Teile seines Reiches einfach abzusprechen. Ich habe nur im Interesse dieser
    Verständigung dieses schwerste Opfer, das man uns politisch und moralisch aufbürden konnte, getragen und wollte es
    weiter tragen, nur weil ich glaubte, einen Vertrag aufrechterhalten zu sollen, der vielleicht mithelfen konnte, die
    politische Atmosphäre zwischen Frankreich und Deutschland und England und Deutschland zu entgiften und das
    Gefühl einer Sicherheit auf allen Seiten zu verbreiten.
    Ja, darüber hinaus habe ich oft und auch hier in diesem Hause die Auffassung vertreten, daß wir nicht nur bereit sind,
    diesen schwersten Beitrag für die europäische Friedenssicherung zu tragen, solange auch die anderen Partner ihre
    Verpflichtungen erfüllen, sondern daß wir in diesem Vertrage überhaupt den einzig möglichen, weil konkreten Versuch
    einer europäischen Sicherung erblicken.
    Ihnen, meine Abgeordneten, ist der Inhalt und Sinn dieses Vertrages bekannt. Er sollte zwischen Belgien und
    Frankreich einerseits und Deutschland anderseits für alle Zukunft die Anwendung von Gewalt verhindern. Durch die
    schon vorher abgeschlossenen Bündnisverträge Frankreichs ergab sich leider die erste, wenn auch den Sinn dieses
    Paktes, des Rheinpaktes von Locarno, noch nicht aufhebende Belastung. Deutschland leistete zu diesem Pakt den
    schwersten Beitrag, denn während Frankreich seine Grenze in Erz, Beton und Waffen armierte und mit zahlreichen
    Garnisonen versah, wurde uns die fortdauernde Aufrechterhaltung einer vollkommenen Wehrlosigkeit im Westen
    aufgebürdet. Dennoch haben wir auch dies erfüllt in der Hoffnung, durch einen solchen, für eine Großmacht so
    schweren Beitrag dem europäischen Frieden zu dienen und der Verständigung der Völker zu nützen.
    Es steht mit diesem Pakt nun in Widerspruch die Abmachung, die Frankreich im vergangenen Jahre mit
    Rußland eingegangen und bereits unterzeichnet hat und deren Bestätigung durch die Kammer soeben erfolgt ist.
    Denn durch dieses neue französisch-sowjetische Abkommen wird über den Umweg der Tschechoslowakei, die ein
    gleiches Abkommen mit Rußland getroffen hat, die bedrohliche militärische Macht eines Riesenreiches nach
    Mitteleuropa hereingeführt. Es ist dabei das Unmögliche, daß diese beiden Staaten in ihrer Abmachung sich
    verpflichten, ohne Rücksicht auf eine entweder bereits vorliegende oder zu erwartende Entscheidung des
    Völkerbundsrates im Falle einer europäischen öftlichen Verwicklung die Schuldfrage nach eigenem Ermessen zu klären
    und dementsprechend die gegenseitige Beistandsverpflichtung als gegeben zu betrachten oder nicht.
    Die Behauptung, daß in diesem Pakt durch eine angefügte Einschränkung die erste Verpflichtung wieder aufgehoben
    würde, ist unverständlich. Denn ich kann nicht in einem Punkt ein bestimmtes Verfahren als ausdrücklichen Bruch mit
    einer sonst geltenden Verpflichtung festlegen und damit als bindend annehmen, um in einem anderen Punkt
    festzustellen, daß gegen diese anderen Verpflichtungen nicht gehandelt werden soll. In diesem Fall würde die erste
    Bindung unvernünftig und damit eben unverständlich sein.
    Dieses Problem ist aber zunächst ein politisches Problem und als solches in seiner schwerwiegenden Bedeutung zu
    werten.
    Frankreich hat diesen Bertrag nicht abgeschlossen mit einer x-beliebigen europäichen Macht. Frankreich hatte schon
    vor dem Rheinpankt Beistandsverträge sowohl mit der Tschechoslowakei als auch mit Polen. Deutschland nahm daran
    keinen Anstoß, nicht nur weil diese Pakte zum Unterschied des französisch-Sowjetischen Paktes sich den
    Völkerbundsfeststellungen unterwarfen, sondern weil sowohl die damalige Tschechoslowakei wie besonders Polen
    primär stets eine Politik der Vertretung nationalen einegen Interessen dieser Staaten führen werden. Deutschland hat
    nicht den Wunsch, diese Staaten anzugreifen und galubt auch nicht, daß es im Interesse dieser Staaten liegen wird,
    einen Angriff gegen Deutschland vorzunehmen. Vor allem aber: Polen wird Polen bleiben und Frankreich Frankreich.
    Sowjetrußland aber ist der staatlich organisierte Exponent einer revolutionären Weltanschauung. Seine
    Staatsauffassung ist das Glaubensbekenntnis zur Weltrevolution. Es ist nicht feststellbar, ob nicht morgen oder
    übermorgen auch in Frankreich diese Weltanschauung erfolgreich sein wird. Sollte aber dieser Fall eintreten -
    und als deutscher Staatsmann muß ich auch damit rechnen - dann ist es sicher, daß dieser neue bolschewistische
    Staat eine Sektion der bolschewistischen Internationale sein würde, d. h. die Entscheidung über Angriff oder
    Nichtangriff wird dann nicht von zwei verschiedenen Staaten nach deren objektivem eigenem Ermessen
    getroffen, sondern von einer Stelle aus direktiv erteilt. Diese Stelle aber würde im Falle dieser Entwicklung nicht
    mehr Paris, sondern Moskau sein.
    So wenig Deutschland in der Lage ist, schon aus rein territorialen Gründen Rußland anzugreifen, so sehr wäre Rußland
    jederzeit in der Lage, über den Umweg seiner vorgeschobenen Positionen einen Konflikt mit Deutschland
    herbeizuführen. Die Feststellung des Angreifers wäre dann, weil unabhängig von der Bestimmung des
    Völkerbundsrates, wohl von vornherein gewiß. Die Behauptung oder der Einwand, daß Frankreich und Rußland nichts
    tun würden, was sie eventuellen Sanktionen aussetzen könnte - und zwar von seiten Englands oder Italiens - ist
    belanglos, weil es nicht zu er messen ist, welcher Art wirksame Sanktionen gegen eine so überwältigende
    weltanschaulich und militärisch einige Konstruktion überhaupt sein können.
    Wir haben jahrelang vor dieser Entwicklung besorgt gewarnt, nicht weil wir sie mehr zu fürchten haben als andere,
    sondern weil sie eines Tages von furchtbaren Folgen für ganz Europa begleitet sein kann, wenn man diese unsere
    ernstesten Bedenken abzutun versucht mit dem Hinweis auf die Unfertigkeit des russischen Kriegsinstruments, ja auf
    seine Schwerfälligkeit und Unverwendbarkeit in einem europäischen Krieg. Wir haben diese Auffassung immer
    bekämpft, nicht weil wir irgendwie der Überzeugung sind, daß der Deutsche an sich unterlegen wäre, sondern weil wir
    alle wissen, daß auch der Zahl ihr besonderes Gewicht zukommt. Wir sind aber um so mehr dankbar über die
    Aufklärung, die gerade in der französischen Kammer von Herrn Herriot über die aggressiv militärische Bedeutung
    Rußlands gegeben worden ist. Wir wissen, daß diese Darlegungen Herrn Herriot von der Sowjetregierung selbst
    gegeben worden sind und sind überzeugt, daß diese nicht den in Frankreich geistigen Inspirator des neuen Bündnisses
    mit falschen Aufklärungen bedient haben kann, ebenso wie wir nicht zweifeln an der wahren Wiedergabe dieser
    Informationen durch Herrn Herriot. Nach diesen Informationen aber steht fest, daß die russische Armee eine
    Friedensstärke von 1 350 000 Mann besitzt, daß sie zweitens 17,5 Millionen Mann Kriegsstärke und Reserven umfaßt,
    daß sie drittens mit der größten Tankwaffe ausgestattet ist und viertens über die größte Luftwaffe der Welt verfügt.
    Die Heranziehung dieses gewaltigen militärischen Faktors, der auch in seiner Beweglichkeit und in seiner Führung als
    ausgezeichnet und jederzeit einsatzbereit geschildert wurde, in das mitteleuropäische Spielfeld zerstört jedes wirkliche
    europäische Gleichgewicht. Es verhindert außerdem jede mögliche Abschätzung der erforderlichen Verteidigungsmittel
    zu Lande und in der Luft für die davon betroffenen europäischen Staaten und insonderheit für das allein als Gegner in
    Aussicht genommenen Deutschland.
    Diese Riesenmobilmachnung des Ostens gegen Mitteleuropa steht aber nicht nur buschstabenmäßig, sondern
    vor allem auch dem Sinne nach im Gegensatz zu dem Geiste des Locarno-Paktes. Nicht wir als Betroffene allein
    haben diese Empfindung, sondern sie lebt in unzähligen einsichtsvollen Männern in allen Völkern und ist auch -
    publizistisch und politisch belegt - überall offen vertreten worden.
    Am 21. Februar wendete sich an mich ein französischer Journalist mit der Bitte, ihm ein Interview zu gewähren. Da mir
    mitgeteilt wurde, daß es sich um einen jener Franzosen handelte, die sich genau so wie wir bemühen, Wege zur
    Verständigung zwischen den beiden Völkern zu finden, wollte ich um so weniger eine Ablehnung aussprechen, als ja
    auch eine solche sofort als Zeichen meiner Mißachtung der franzosischen Journalistik gewertet worden wäre. Ich habe
    die gewünschten Aufklärungen gegeben, so wie ich sie in Deutschland selbst hundert- und tausendmal offen aussprach,
    und ich habe noch einmal versucht, mich an das französische Volk zu wenden mit der Bitte um eine Verständigung, an
    der wir mit ganzem Herzen hängen und die wir so gerne verwirklicht sehen möchten. Ich habe aber weiter mein tiefes
    Bedauern ausgesprochen über die drohende Entwicklung in Frankreich durch den Abschluß eines Paktes, für den
    unserer Überzeugung nach keine zu begreifende Notwendigkeit vorlag, der aber im Falle seiner Realisierung eine neue
    Sachlage schaffen müßte und schaffen würde. Dieses Interview ist, wie alle wissen, aus Gründen, die uns unbekannt
    sind, zurückgehalten worden und erschien erst am Tage nach der Ratifizierung in der französischen Kammer.
    So sehr ich entsprechend meiner Ankündigung in diesem Interview auch in der Zukunft bereit sein werde und
    aufrichtig gewillt bin, dieser deutsch-französischen Verständigung zu dienen, weil ich in ihr ein notwendiges
    Element der Sicherung Europas vor unübersehbaren Gefahren erblicke, und weil ich mir für beide Völker aus
    keinem anderen Verhalten irgendeinen möglichen Vorteil versprechen kann oder auch nur zu sehen vermag,
    wohl aber schwerste allgemeine und internationale Gefahren erblicke, so sehr zwang mich die Kenntnis von der
    endgültigen Abmachung dieses Paktes nunmehr, in eine Überprüfung der dadurch entstandenen neuen Lage
    einzutreten und die daraus notwendigen Konsequenzen zu siehen.
    Diese Konsequenzen sind sehr schwere, und sie tun uns mir persönlich bitter leid.
    Allein ich bin verpflichtet, nicht nur der europäischen Verständigung Opfer zu bringen, sondern auch den
    Interessen meines eigenen Volkes zu gehorchen.
    Solange ein Opfer bei der Gegenseite auf Wüdigung und Verständnis stößt, will ich mich gern auch zum Opfer
    bekennen und werde dem deutschen Volk das gleiche anemfehlen. Im Augenblick, in dem aber feststeht, daß ein
    Partner diese Opfer entweder nicht mehr bewertet oder würdigt, muß sich daraus eine einseitige Belastung
    Deutschlands ergeben und damit eine Diskriminierung, die für uns unerträglich ist.
    Ich möchte aber in dieser geschichtlichen Stunde und an diesem Platze noch einmal das wiederholen, was ich in meiner
    ersten großen Reichstagsrede im Mai 1933 ausgesprochen habe:
    Das deutsche Volk wird lieber jede Not und Drangsal auf sich nehmen, als von dem Gebot der Ehre und dem
    Willen zur Freiheit und Gleichberechtigung abzusehen.
    Wenn das deutsche Volk für die europäische Zusammenarbeit etwas wert sein soll, dann kann es diesen Wert nur haben
    als ein ehrliebender und damit gleichberechtigter Partner. Im Augenblick, in dem es aufhört, diesen charakterlichen
    Wert zu besitzen, verliert es auch jeden sachlichen. Ich möchte weder uns noch die übrige Welt betrügen mit einem
    Volk, das dann nichts mehr wert sein würde, weil ihm das natürlichste Ehrgefühl mangelt.
    Ich glaube aber auch, daß man selbst in der Stunde so bitterer Erkenntnis und schwerer Entscheidungen nicht
    versäumen darf, für die europäische Zusammenarbeit trotz allem erst recht einzutreten und nach neuen Wegen zu
    suchen, um eine Lösung dieser Fragen in einem für alle nützlichen Sinne zu ermöglichen.
    Ich habe mich daher weiter bemüht, in konkreten Vorschlägen der Empfindung des deutschen Volkes Ausdruck
    zu geben, das, um seine Sicherheit besorgt, für seine Freiheit zu jedem Opfer bereit, zu einer wirklichen
    aufrichtigen und gleichbewerteten europäischen Zusammenarbeit aber jederzeit gewillt ist. Nach schwerem,
    innerem Ringen habe ich mich daher namens der deutschen Reichsregierung entschlossen, heute der
    französischen Regierung und den übrigen Signatarmächten des Locarno-Paktes folgendes Memorandum
    überreichen zu lassen:

    Und die zweite deutsche Frage ist folgende: Weil infolge der außerordentlich unglücklichen allgemeinen Verhältnisse
    und Voraussetzungen der wirtschaftliche Lebenskampf des deutschen Volkes sehr schwer ist, die Intelligenz, der Fleiß
    und damit der natürliche Lebensstsandard aber sehr hoch sind, ist eine außerordentliche Anspannung aller Kräfte
    notwendig, um diese erste deutsche Frage zu meistern. Es kann dies aber überhaupt nur gelingen, wenn dieses Volk
    auch nach außen hin das Gefühl der politischen Sicherheit besitzt.
    Es ist unmöglich, ein Volk von Ehrgefühl und von Tapferkeit in der Welt auf die Dauer als Heloten halten oder
    gar leiten zu können.
    Es gibt keine bessere Bestätigung für die angeborene Friedensliebe des deutschen Volkes als die Tatsache, daß es sich
    trotz seiner Fähigkeit und trotz seiner Tapferkeit, die wohl auch von den Gegnern nicht bestritten werden können, sowie
    trotz seiner großen Volkszahl nur einen so bescheidenen Anteil an Lebensraum und an den Lebensgütern der Welt
    gesichert hat. Allein gerade diese immer mehr nach innen gewandte Art deutschen Wesens verträgt es nicht, in
    unwürdiger Weise entrechtet oder mißhandelt zu werden.
    Indem der unselige Friedensvertrag von Versailles die geschichtlich geradezu einzige Verewigung eines
    Kriegsausganges nach der moralischen Seite hin festlegen wollte, hat er jene deutsche Frage geschaffen, die
    ungelöst eine kritische Belastung Europas und gelöst eine Befreiung Europas darstellt.
    Und ich habe mir nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages im Jahre 1919 vorgenommen, diese Frage
    einmal zu lösen. Nicht weil ich Frankreich oder irgendeinem anderen Staat etwas zuleide tun will, sondern weil
    das deutsche Volk auf die Dauer das ihm zugefügte Leid nicht tragen kann, nicht tragen soll und nicht tragen
    will!
    Im Jahre 1932 stand Deutschalnd am Rande des bolschewistischen Zusammenbruchs. Was schon dieses Chaos in einem
    so großen Staat für Europa bedeutet haben würde, werden ja vielleicht einzelne europäische Staatsmänner in der Zukunf
    an anderen Orten noch Gelegenheit erhalten, zu studieren. Ich habe aber jedenfalls die Überwindung dieser äußerlich
    gerade wirtschaftlich am sichtbarsten in Erscheinung tretenden Krise des deutschen Volkes nur erreicht durch die
    Mobilisierung der allgemeinen sittlichen und moralischen Werte der deutschen Nation. Der Mann, der Deutschland
    vom Bolschewismus retten wollte, der mußte die Frage der deutschen Gleichberechtigung zur Entscheidung und damit
    zur Lösung bringen. Nicht, um anderen Völkern ein Leid zuzufügen, sondern im Gegenteil, um ihnen durch die
    Verhinderung des Hereinbrechens eines im letzten Ausmaß für Europa gar nicht vorstellbaren Ruins vielleicht sogar
    noch ein großes Leid zu ersparen.
    Denn die Wiedergewinnung der deutschen Gleichberechtigung hat dem französischen Volk nichts Schmerzliches
    zugefügt. Allein der rote Aufruhr und der Zusammenbruch des Deutschen Reiches hätten der europäischen
    Ordnung und der europäischen Wirtschaft einen Schlag versetzt, von dessen Folgen die meisten europäschen
    Staatsmänner leider keine richtige Vorstellung besitzen. Dieser Kampf um die deutsche Gleichberechtigung, den
    ich nun drei Jahre lang führte, ist nicht die Aufrichtung einer europäischen Frage, sondern ihre Lösung.
    Es ist ein wahrhaft tragisches Unglück, daß gerade durch den Versailler Friedensvertrag ein Zustand geschaffen wurde,
    an dessen Beibehaltung das französische Volk glaubte besonders interessiert zu sein. So wenig reale Vorteile dieser
    Zustand für den einzelnen Franzosen in sich bergen konnte, so groß war die unreale Verklammerung, die zwischen der
    Versailler Diskriminierung des deutschen Volkes und den französischen Interessen zu bestehen schien. Vielleicht war
    es auch die Schuld der charakterlichen Schwäche der deutschen Nachkriegsjahre und underer Regierungen,
    insbesondere aber unserer Parteien, daß dem französischen Volk und den ernsten französischen Staatsmännern die
    Unrichtigkeit dieser Auffassung nicht genügend zum Bewußtsein gebracht werden konnte. Denn je schlechter die
    einzelnen Regierungen der vor uns liegenden Zeit waren, um so mehr hatten sie das nationale Erwachen des deutschen
    Volkes selbst zu scheuen. Um so größer war daher auch die Angst vor jeder nationalen Selbstbesinnung und damit um
    so einverstandener ihre Haltung gegenüber der allgemeinen internationalen Diffamierung des deutschen Volkes. Ja, sie
    benötigten geradezu diese schändliche Fesselung, um ihr trauriges eigenes Regime auf diese Weise zu stützen. Wohin
    dieses Regime Deutschland geführt hat, zeigte eindringlich der drohende Zusammenbruch.
    Nun war es natürlich schwer, die Wiederherstellung der deutschen Gleichberechtigung gegenüber einer so
    eingewurzelten Gewöhnung unserer Nachbarn an die Nichtgleichberechtigung als für diese nicht nur schädlich, sondern
    im Gegenteil im letzten Grunde sogar als international nützlich nachweisen. Sie, meine Abgeordeten, Männer des
    Reichstages, kennen den schweren Weg, den ich gehen mußte seit jenem 30. Januar 1933, um das deutsche Volk aus
    seiner unwürdigen Stellung zu erlösen, um ihm Schritt für Schritt die Gleichberechtigung zu sichern, ohne es dabei aus
    der politischen und wirtschaftlichen Gemeinschaft der europäischen Nationen zu entfernen und besonders ohne aus der
    Abwicklung der Folgen einer alten Feindschaft wieder eine neue zu erzeugen!
    Ich werde einmal von der Geschichte die Bestätigung beanspruchen können, daß ich in keiner Stunde meines
    Handels für das deutsche Volk die Pflichten vergessen habe, die ich und wir alle der Aufrechterhaltung der
    europäischen Kultur und Zivilisation gegenüber zu tragen schuldig sind.
    Es ist aber eine Voraussetzung für den Bestand dieses am Ende gerade in der Vielgestaltigkeit seiner Kulturen so
    eigenartigen Kontinents, daß er nicht denkbar ist ohne das Vorhandensein freier und unabhängiger Nationalstaaten.
    Es mag jedes europäische Volk überzeugt sein, daß es den größten Beitrag zu unserer abendländischen Kultur gestiftet
    hat. Im ganzen aber wollen wir uns nichts wegwünschen von dem, was die einzelnen Völker gegeben haben, und wollen
    daher auch nicht streiten über das Gewicht dieser ihrer einzelnen Beiträge, sondern müssen nur erkennen, daß aus der
    Rivalität der europäischen Einzelleistungen ohne Zweifel die Spitzenleistungen stammen auf den verschiedensten
    Gebieten der menschlichen Kultur. So sehr wir daher bereit sind, in dieser europäischen Kulturwelt mitzuarbeiten als
    freies und gleichberechtigtes Glied, so hartnäckig und eigensinnig möchten wir aber das bleiben, was wir sind.
    Ich habe in diesen drei Jahren - leider nur zu oft vergeblich - immer wieder versucht, eine Brücke der Verständigung
    zum französischen Volk zu schlagen. Je mehr wir uns aus der Bitternis des Weltkrieges und seiner Nachjahre entfernen,
    um so mehr versinkt in den menschlichen Erinnerungen das Böse, und das Schönere des Lebens, der Erkenntnis und
    Erfahrungen tritt in den Vordergrund. Was sich einst als erbitterter Gegner gegenüberstand, würdigt sich heute als
    tapferer Kämpfer eines vergangenen großen Ringens und sieht sich wieder als Träger und Forterhalter eines großen
    allgemeinen menschlichen Kulturgutes.
    Warum soll es denn nicht möglich sein, den zwecklosen jahrhundertelangen Streit, der keinem der beiden Völker einen
    endgültigen Entscheid gebracht hat und bringen wird, abzubrechen und durch die Rücksichtnahme einer höheren
    Vernunft zu ersetzen?
    Das deutsche Volk ist nicht interessiert daran, daß das französische leidet, und umgekehrt: Wo läge der Vorteil
    für Frankreich, wenn Deutschland in Not verkommt?
    Welchen Nutzen hat der französiche Bauer, wenn es dem deutschen schlecht geht oder umgekehrt? Oder welch ein
    Vorteil bietet sich für den französischen Arbeiter etwa aus der Not des deutschen? Welchen Segen könnte es aber auch
    für Deutschland bringen, für den deutschen Arbeiter, den deutschen Mittelstand und das deutsche Volk überhaupt, wenn
    Frankreich von Unglück heimgesucht würde?
    Ich habe versucht, die Fragen einer haßerfüllten Klassenkampftheorie im Innern Deutschlands im Sinne einer
    höheren Vernunft zu lösen, und es ist mir dies gelungen. Warum soll es nicht möglich sein, das Problem der
    allgemeinen europäischen Volks- und Staatengegesätze aus der Sphäre des Unvernünftigen, Leidenschaftlichen
    herauszuheben und unter das ruhige Licht einer höheren Einsicht zu stellen?
    Ich habe mir jedenfalls einst geschworen, ebenso zäh und tapfer für die deutsche Gleichberechtigung zu kämpfen und
    diese so oder so durchzusetzen, wie umgekehrt aber auch das Verantwortungsgefühl zu stärken fur die Notwendigkeit
    einer europäischen gegenseitigen Rücksichtnahme und Zusammenarbeit.
    Wenn wir aber heute von Seiten meiner internationalen Gegner aus vorgehalten wird, daß ich doch diese
    Zusammenarbeit mit Rußland ablehne, so muß ich demgegenüber folgendes erklären:
    Ich lehne und lehte diese Zusammenarbeit nicht ab mit Rußland, sondern mit dem auf die Herrschaft der Welt
    Anspruch erhebenden Bolschewismus.
    Ich bin Deutscher, ich liebe mein Volk und hänge an ihm. Ich weiß, daß es nur dann glücklich sein kann, wenn
    ihm das Leben nach seinem Wesen und seiner Art möglich ist. Ich will nicht, daß über das deutsche Volk, das
    nicht nur weinen, sondern auch durch sein ganzes Leben hindurch immer herzlich lachen konnte, das Grauen
    der kommunistischen internationalen Haßdiktatur gesenkt wird. Ich zittere für Europa bei dem Gedanken, was
    aus unserem alten, menschenüberfüllten Kontinent werden soll, wenn durch das Hereinbrechen dieser
    destruktiven und alle bisherigen Werte umstürzenden asiatischen Weltauffassung das Chaos der
    bolschewistischen Revolution erfolgreich sein würde. Ich bin vielleicht für viele europäische Staatsmänner ein
    phantastischer, jedenfalls aber unbequemer Warner. Daß ich aber in den Augen der bolschewistischinternationalen
    Weltunterdrücker als einer der größten Feinde gelte, ist für mich nur eine große Ehre und eine
    Rechtfertigung meines Handelns vor der Nachwelt.
    Ich kann nicht verhindern, daß andere Staaten ihren Weg gehen, den sie nun einmal glauben gehen zu müssen oder
    wenigstens gehen zu können, aber ich werde es verhindern, daß auch Deutschland diesen Weg in das Verderben antritt.
    Und ich glaube, daß dieses Verderben in dem Augenblick seinen Einzug halten würde, in dem die Staatsfuhrung sich
    selbst zum Verbündeten einer solchen destruktiven Lehre hergeben wollte. Ich sehe keine Möglichkeit, dem deutchen
    Arbeiter die mich so tief bewegende Gefahr des Unglücks eines bolschewistischen Chaos in Deutschland klarzumachen,
    wenn ich selbst als Führer der Nation mich in enge Beziehungen zu dieser Gefahr bringen wollte. Ich will auch hier als
    Staatsmann und Führer des Volkes alles das tun, was ich vom einzelnen Volksgenossen erwarte und verlange. Ich
    glaube nicht, daß die engere Berührung mit einer Weltschauung, die für ein Volk verderblich ist, fur Staatsmänner
    nützlich sein kann.
    Wir haben in der deutschen Geschichte der letzten 20 Jahre ja Gelegenheit gehabt, Erfahrungen auf diesem Gebiete zu
    sammeln. Die erste Fühlung mit dem Bolschewismus im Jahre 1917 brachte ein Jahr später uns selbst die Revolution.
    Die zweite Berührung mit ihm genügte, um in wenigen Jahren Deutschland knapp an den Rand des kommunistischen
    Zusammenbruchs zu bringen. Ich habe diese Beziehungen gelöst und damit Deutschland vor diesem Verderben
    zurückgerissen.
    Nichts wird mich bewegen können, einen anderen Weg zu gehen als den, den wir Erfahrung, Einsicht und
    Voraussicht vorschreiben.
    Und ich weiß, daß diese Überzeugung tiefstes Gedanken- und Ideengut der ganzen nationalsozialistischen Bewegung
    geworden ist. Mit zäher Beharrlichkeit werden wir die sozialen Probleme und Spannungen in unserem Volk auf dem
    Wege einer fortgesetzten Evolution lösen und damit und des Segens einer ruhigen Entwicklung versichern, die allen
    unseren Volksgenossen zugute kommt. Und was dabei an immer neuen Aufgaben an uns herantritt, erfüllt uns mit der
    Freude desjenigen, der ohne Arbeit und damit ohne Aufgaben nicht zu leben vermag.
    Wenn ich diese grundsätzliche Einstellung auf die europäische allgemeine Politik übertrage, dann ergibt sich daraus für
    mich die Unterscheidung Europas in zwei Hälften, in jene Hälfte, die sich aus selbständigen und unabhängigen
    Nationalstaaten aufbaut, aus Völkern, mit denen wir tausendfältig Geschichte und Kultur verbunden sind und mit denen
    wir in alle Zukunft genau so wie mit den freien und selbständigen Nationen der außereuropäischen Kontinente
    verbunden bleiben wollen, und in eine andere Hälfte: die von jener unduldsamen und einen allgemeinen internationalen
    Herrschaftsanspruch erhebenden bolschewistischen Lehre regiert wird, die selbst den ewigen und uns heiligen Diesund
    Jenseitswerten die Vernichttung predigt, um eine andere, uns in Kultur, Aussehen und Inhalt abscheulich
    vorkommende Welt aufzubauen. Mit ihr wollen wir außer den gegebenen politischen und wirtschaftlichen
    internationalen Beziehungen in keine sonstige innigere Berührung kommen.
    Es liegt nun eine unendliche Tragik darin, daß als Abschluß unserer langjährigen aufrichtigen Bemühungen um das
    Vertrauen, die Sympathien und die Zuneigung des französischen Volkes ein Militärbündnis abgeschlossen wurde,
    dessen Anfang wir heute kennen, dessen Ende aber, wenn die Vorsehung nicht wieder einmal gnädiger ist, als es die
    Menschen verdienen, vielleicht von unabsehbaren Folgen sein wird. Ich habe mich in den letzten drei Jahren bemüht,
    langsam, aber stetig die Voraussetzungen für eine deutsch-französischen Verständigung zu schaffen. Ich habe dabei nie
    einen Zweifel darüber gelassen, daß zu den Voraussetzungen dieser Verständigung die absolute Gleichberechtigung
    und damit die gleiche Rechtswertung des deutschen Volkes und Staates gehört. Ich habe aber bewußt in dieser
    Verständigung nicht nur ein Problem gesehen, das den Wegen von Pakten gelöst wird, sondern ein Problem, das
    zunächst den beiden Völkern psychologisch nahegebracht werden muß, da es nicht nur verstandes-, sondern auch
    gefühlsmäßig vorbereitet werden soll. Ich habe daher auch oft den Vorwurf bekommen, daß meine
    Freundschaftsangebote keine konkrete Vorschläge enthalten hätten. Dies ist nicht richtig.
    Was konkret zur Entspannung der deutsch-französichen Beziehungen überhaupt vorgeschlagen werden konnte,
    habe ich auch mutig konkret vorgeschlagen.