Beiträge von JeZ

    Tja, das tut mir ja leid, dass es dich stört, dass ich so eine materialistische Weltsicht habe.
    Sorry, ich halte mich an die wissenschaftlichen Theorien, die ich kenne. Gib mir andere. Leider war es das Fazit meines Studiums (Kognitionswissenschaft), dass man Denken und Bewußtsein erklären kann und dass wir reine Biologie sind. Ich habe studiert, wie das menschliche Denken funktioniert und zwar aus allen Perspektiven. (http://www.cogsci.uni-osnabrueck.de/)
    Ja, wir können nicht alles wahrnehmen, was es in diesem Universum gibt. Es wurde bisher noch nichts gefunden, was nicht Biologie ist an der Funktionsweise des Menschen und was viel schlimmer ist, es wurde nichts gefunden, wofür wir etwas nicht biologisches, sowas wie eine Seele überhaupt brauchen. Das Denken des Menschen ist biologisch erklärbar. Wenn du an Wiedergeburt glaubst, dann brauchst du dafür ne Seele, ich glaube an Zelltod und für mich hat eine Seele keine Funktion.

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    Nein, der Punkt ist, dass es auf ein paar Bisse kurzen Vergnügens
    ankommt.

    Interessant, also Fleisch isst man lediglich des Vergnügens wegen. Nein, etwas so zubereiten, dass es besser schmeckt, das macht man des Vergnügens wegen. Gekocht, gebraten, gewürzt, das ist Vergnügen. Für die Ernährung reicht auch roh runterschlingen. Bei Essen ist das Vergnügen, dass es auch schmeckt. Ich fange sicherlich nicht an mich von Tabletten mit Ersatzstoffen zu ernähren.
    Ich habe gerade des kurzen Vergnügens wegens Tomaten gegessen. Ui.
    Ich habe nur schon erwähnt, ich finde immernoch nichts Schlimmes daran Tiere zu essen, dafür müssen sie vorher ermordet werden. Ich würde auch Haustiere essen. Es sprechen für mich keine ethischen, moralischen Gründe dagegen, bei Menschen schon.

    Trotzdem haben Menschen und Tiere eine Menge Gemeinsamkeiten. Beide sind reine Biologie, beide funktionieren auf Grundlage dessen, was sie von ihren Vorfahren geerbt haben. Beide verarbeiten lediglich das, was sie wahrnehmen und reagieren darauf. Beim Menschen ist der Verarbeitungsvorgang nur komplexer und er gibt zusätzlich Gedanken aus und kann sie sogar anderen Lebewesen mitteilen. Eine Seele haben sie beide nicht, jedenfalls gab es noch keine Definition, die zu irgendetwas passt, was wir zum Leben brauchen.
    Bewußtsein ist für mich eine Ausgabe des menschlichen Körpers. Wir verarbeiten zwar die Informationen aus Außen- und Innenwelt im Gehirn und benötigen einen Körper (nicht nur das Gehirn) zum Denken, trotzdem funktionieren Denkprozesse bei verschieden Menschen immernoch recht ähnlich. Grundstrukturen, ähnlich deren wie beim Menschen, findet man auch bei Fliegen. Die grundlegenden Prinzipien der Funktionsweise wie man Informationen verarbeitet sind bei Mensch und Schnecke gleich. Menschen haben nur mehr Verschaltungen und Informationsspeicher. Man kann inzwischen ganz gut nachvollziehen, wieviel ein Lebewesen wahrnehmen und verarbeiten kann. Wann jemand ein Tier unnötig quält, ist Menschen aber wohl auch so klar. Daher bin ich auch für schnelles, schmerzfreies Töten.

    Zitat

    Triebe oder Süchte lassen sich mit rationaler Argumentation
    nicht rechtfertigen. Genauso schwachsinnig wäre es, Drogen- oder
    Alkoholabhängigkeit zu rechtfertigen.

    Wir funktionieren nur durch Lernen was gut und schlecht für unseren
    Mechanismus ist, durch Verstärkungs- und Gewöhnungsmechanismen. Jedem
    sollte klar sein, dass der Körper da sehr viele falsche Entscheidungen
    trifft. Sorry, soviel haben wir tatsächlich auch mit Säugetieren
    gemeinsam. Süchte sind vergangene Lernprozesse, wo wir gelernt haben,
    das etwas Falsches gut für uns ist. Dem Körper den Irrtum klar zu
    machen ist da schwer. Das ist sowohl eine Erklärung, wie auch eine
    Rechtfertigung.


    Du kannst Fleischessen aber nicht als Trieb oder Sucht bezeichnen, das sind völlig andere Sachen. Triebe und Instinkte sind im Menschen eingebaut. Triebe sind etwas
    grundlegenderes, da geht es darum, dass wir etwas essen und nicht was. Die Entscheidung für das Fleischessen ist kein Trieb sondern gelernt.
    Jeder hat in seinem Leben Werte gelernt, Begründungen warum etwas gut
    oder schlecht ist. Jeder von uns hat andere Werte gelernt.
    Einige haben gelernt, dass man Tiere nicht tötet und nicht essen sollte, für Andere ist das genauso, wie keine Kleidung zu tragen.
    Es gibt keinen wirklichen rationalen Grund keine Tiere zu essen. Es gibt subjektive Motive. Jemand hat gelernt, dass man sowas nicht tut. Gründe kann es dafür viele geben. Menschen glauben an die verschiedensten Dinge. Manche glauben an verschiedene Kleidungsvorschriften, Götter, übersinnliche Phänomene, daran, dass irgendwer oder irgendwas besser, wichtiger anders ist als etwas anderes.
    Man hat verschiedene Werte, verschiedene Grundsätze.

    Was hat denn bitte das Essen von Tieren damit zu tun, ob wir Raubtiere sind oder ob wir in der Wildnis leben? Was hat es damit zu tun, ob wir es können. Menschen glauben an die seltsamsten Diäten und verweigern bestimmte Nahrungsmittel. Na und? Etwas zu können ist auch kein Argument es zu tun.

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    Meistens liegt dahinter eine grundverschiedene Weltsicht.

    Ganz genau. Aber meine Weltsicht lässt leider keinen anderen Daseinszweck zu als einfach da sein zu. Ich lebe, sterbe und dazwischen sorge ich für Überleben und Fortpflanzung. Die Tatsache, dass der Mensch da ist, ist Zufall und dass Tiere da sind auch. Irgendwann sind alle Menschen und Tiere tot und für die Geschichte dieses Universums ist es völlig unbedeutend. Warum sollte irgendein Grund dahinter stehen? Hinter jedem Bestandteil dieser Welt? Hinter allem was existiert? Naja, bei der Menge der betrachtbaren Dinge reduziert sich die Bedeutung auf Null.
    Gib deinem Leben selber einen Sinn. Wenn es für dich Sinn ergibt, dass wegen dir ein paar Tiere mehr leben, bitte dann lass sie leben. Es macht auch keinen Sinn Strom zu benutzen oder Autos und dieses ganze Verpackungsmaterial, dass wir herstellen ist dann sicher auch sinnlos. Wir zerstören den Planten mit allem was wir tun. Ja, Leben ist Mord an der Umwelt.

    Zitat

    Wenn man der Ansicht ist, es hat keinen Sinn, könnte man besten
    Gewissens seinen Nachbarn töten.

    Warum nicht gleich sich selbst? Die meisten Menschen suchen nach einem Sinn für unser Dasein. Wenn es keinen gibt, ist deswegen dann gleich alles egal? Sicher nicht, das was du tust, hat trotzdem seine Auswirkung. Keiner muss sich fürs Fleischessen oder für Vegetarismus rechtfertigen, genauso wenig dafür, ob er nackt rumläuft oder Auto fährt.

    Es gibt am Menschen eine ganze Menge Kritikpunkte, was sein Dasein auf diesem Planeten betrifft. Man kann ne ganze Menge daran kritisieren, wie Tiere gehalten werden, welche Auswirkungen Tierhaltung hat etc.
    Wie sieht es eigentlich mit Schäden durch Pflanzenanbau aus? Wassermangel durch unnatürliche Ortswahl, Auslaugung des Bodens durch einseitige Pflanzung, Pestizidverunreinigungen etc. Ich wäre dafür keine Pflanzen mehr zu essen. *g*
    Ernsthaft, glaubt ihr durch die Industrie werden keine Schäden beim Anbau von Pflanzen angerichtet? Der Mensch handelt unvernünftig was seinen Umgang mit dem Planeten angeht. Wenn ein Jäger losgeht und ein Tier tötet und isst, dann ist das wirklich nichts Schlimmes für diesen Planeten. Der Tatbestand Mord ist Ansichtssache!

    Ja und auch bei Protest: es ist immernoch natürlich, dass ein Tier ein anderes tötet und aufisst. Wir können diese Tatsache nicht ignorieren.
    Wenn ein Vegetarier meint, man kann sich dagegen entscheiden, dann hat er recht. Solange andere Nahrung da ist, kann man sich dagegen entscheiden. Gründe dagegen sind vielfältig z.B. Ich mag kein Fleisch.

    Der Punkt ist, ich esse Tiere, weil Tiere nun einmal auf diesem Planeten von anderen Tieren aufgegessen werden. Es ist normal so, es ist natürlich so. Die Bedingungen rundherum, die der Mensch geschaffen hat, die sind unnatürlich. Tiere werden nun einmal nicht lebendig verspeist und ordentlich zubereitet schmecken sie einfach besser. Also müssen sie getötet werden. Wenn jemand durch ein unnatürliches Verhalten (, durch den Verzicht auf etwas Essbares) gegen die Bedingungen, wie die Nahrung hergestellt wird, protestieren möchte, dann bitte. Vegetarismus ist eine unnatürliche Essensentscheidung. Auf den Gedanken auf Tierprodukte zu verzichten kann man erst kommen, wenn man genügend andere Nahrung zur Verfügung hat. Ohne den Luxus unserer heutigen Gesellschaft wäre diese Idee garnicht möglich. Normalerweise würde man essen, was da ist. Warum Menschen sich Gedanken machen, ob ihre Nahrung etwas fühlt, tja gute Frage. Solche Gedanken macht sich wohl sicher keine anderes Lebewesen. Wir können uns entscheiden, was wir essen. Das alleine ist aber keine Begründung etwas Bestimmtes zu essen.

    Es geht einfach darum, dass es viele Veggies als Mord ansehen ein Tier zu töten. Ich sage, ich habe kein Problem damit ein Tier zu töten, um es zu essen. Das Töten zur Nahrungsaufnahme ist für mich etwas Normales. Ich habe auch kein Problem damit, wenn ich mal aus Zeitmangel ein totes Tier von irgendwo aus dem Supermarkt nehme. Ich fände es nur besser ein Tier zu essen, das ich kenne. Ja, viele Fleischesser finden anonymes Fleisch besser. Ich weiß lieber, wie ein Tier gelebt hat. Ja, ich gebe ihnen Namen, streichel sie und töte sie trotzdem.
    Der Mensch stellt eine Menge dummer Sachen mit diesem Planeten an und ich finde gerade für seine Nahrung sollte er mehr Wertschätzung empfinden. Eigentlich sollte jedes Lebensmittel, ob Tier oder Pflanze unter den bestmöglichen Bedingungen heranreifen.
    Die geringe Wertschätzung des Menschen dafür, wo sein Essen herkommt finde ich verwerflich. Im Töten, um sich davon zu ernähren sehe ich nichts Schlimmes. Je besser die Bedingungen, um so leckerer ist das Essen doch, ob Pflanze oder Tier.

    PS:

    Wir könnten jetzt genau auseinander nehmen, wieviel Gefühle einzelne
    Tiergattungen so haben. Ist es aber wirklich relevant, wieviel ein Tier
    empfindet? Sollen wir auseinandernehmen, wieviel Instinkt ist und
    wieviele
    Zusammenhänge Tiere wahrnehmen können etc? Ich denke mal, dass es
    irrelevant wäre und auch keine zählende Rechtfertigung, wenn ich
    irgendwie versuche Tiere und Menschen voneinander abzugrenzen. Ich kann
    wahrscheinlich besser verstehen, wieviel ein Tier wahrnehmen, empfinden
    und verarbeiten kann, als die meisten anderen hier. Ich hab den Kram ja
    mal studiert. Das wird aber sicher bei keinem Gegner der Tötung von
    Tieren irgendwas ändern.

    Ich sage dir noch vorher du sollst nicht einzelne Sätze rauszitieren, weil du sonst den Sinn verfälscht. Und was machst du ? Sorry, deine Interpretation bezieht sich nicht auf das, was ich ausdrücken wollte. Antworte bitte noch einmal, aber auf das, was ich geschrieben habe. So, dass es sinnvoll wird.

    Ja warum denn bitte nicht? Nahrungsaufnahme ist lebensnotwendig. Tiere sind Lebensmittel. Das ist auf diesem Planeten wohl nichts Neues, dass ein Lebewesen ein anderes aufisst. Warum sollte man bitte dagegen was sagen? Was gibt dir ein Recht, da was gegen zu sagen?
    Ich brauche dafür genausowenig eine Legitimation, wie dafür ne Pflanze abzurupfen. Solange es meine ist. Ja ich nehme Pflanzen und Tiere in Besitz.

    Regeln, wie man sein Futter behandeln darf, haben wir reichlich aufgestellt. Ist leider durch unsere ''Zivilisation'' notwendig geworden.
    *Würde ja manchmal lieber jagen.*

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    Ja, unnormal ist es nicht... Da ist ja auch das Problem.
    Aber in ein paar Jahrzenten wird sich das auch gelöst haben.


    Stimmt, dann wenn sich der Mensch auf eine der zahlreichen Arten, die sich bieten, ausgerottet hat. Viele andere Lebewesen nimmt er dann wohl leider auch mit. Naja Kollateralschaden.

    Zitat


    Darf ich einen Menschen umbringen, der sein Leben nicht plant? Darf ich einen umbringen, der geistig behindert ist und es gar nicht kann?

    Stellst du alle Lebewesen auf eine Stufe? Vergleichst du dich mit Tieren? Für mich sind Menschen nur ein wenig komplexere Tiere.
    Tiere töten sich gegenseitig. Manchmal auch ihre eigene Art.
    Dafür was wir dürfen, oder nicht dürfen haben wir Regeln z.B. Gesetze aufgestellt. Es kommt bei allen möglichen Lebensformen vor, dass sie sich gegenseitig umbringen. Wie sie das dann rechtfertigen ist nicht mein Problem. Ich bin jetzt nicht für den Mord an Menschen, nur weil ich Tiere töte (, aber den Vergleich bin ich von Veggies gewohnt).

    Warum ist es besser einfachere Biomaschinen als komplexere zu töten? Gibt es dafür nen Grund? Den Nährwert, gesundheitliche Bedenken?
    Für mich ist es gut zu essen, ja notwendig. Die Qualität kann ich nur in nem gewissen Rahmen beurteilen. Ich atme auch Luft, wo ich nicht sehe was drin ist. Ich kann natürlich versuchen die Qualität zu verbessern. Das schmeckt dann auch besser. Hühner und Eier von Oma sind kein Vergleich zum Supermarktprodukt.

    PS: Gene sind nicht schädlich. Rofl. Was genetisch mit nem Tier gemacht wird, ist mir zwar nicht egal, aber für die Ernährung unwichtig.
    Schadstoffe sind, wie das Wort schon sagt, in der Nahrung schädlich. Gene sind überall drin. Ich paare mich nur nicht mit Nahrung.

    Hmm, ich finde es nur natürlich alles das zu essen, was mir schmeckt und nicht übermässig ungesund ist.
    Die Wege der Produktion von tierischen Lebensmitteln gefallen mir dagegen in vielen Fällen überhaupt nicht.

    Nun habe ich nem Vegetarier vorgeschlagen meine eigenen Kaninchen zu züchten. So wie ich das von meiner Oma kenne, so wie ich damit aufgewachsen bin. Ich sorg für schöne Ställe und ordentlich Auslauf, vermehre sie, fütter sie mir leckeren Sachen, gebe ihnen Namen und wenn sie alt genug sind, werden sie geschlachtet.
    Nun wurde mir vorgeworfen, das dieses ja noch schlimmer wäre, als sich keine Gedanken zu machen was man da isst. Ich töte aus Überzeugung geliebte kleine Wesen und sehe da nichts Schlimmes oder Unnormales dran. Ich würde auch meinen Hund oder meine Katze essen, ja sorry gute Nahrung, reichlich Auslauf, glückliches Leben und ist essbar. Es ist in unseren Breitengraden nicht üblich bestimmte Tiere zu essen, aber logische Gründe gibt es dafür für mich nicht.

    Ich bin gegen Folter und finde auch man sollte Tiere nicht durch Todesgeruch, Schreie etc. beunruhigen. Ja, Tiere können auf Schmerzen reagieren. Sie bewußt verarbeiten ist was anderes. Tiere planen wohl kaum ihr Leben und machen sich Gedanken über ihren Tod. Sie spüren instinktiv Gefahr. Spüren Pflanzen Gefahr? Merken Sie das da was von Ihnen fehlt? Wo grenzt man Lebewesen denn bitte voneinander ab?
    So weit sich Gedanken machen, was man isst oder nicht isst, das machen nur Menschen. Gedanken über den Tod machen sich auch nur Menschen. Tiere haben dafür garnicht die neurobiologischen Grundlagen.

    Sorry, aber Tiere sind für mich nur komplexere Biomaschinen als Pflanzen. Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe. Menschen sind nicht viel was Besseres. (So lol zu Seele und was ist Bewußtsein? <- gerne in nem anderen Bereich).
    Jedes Tier würde sich über diesen Blödsinn was man essen sollte oder nicht köstlich amüsieren (, wenn es soweit denken könnte).
    Man frisst was essbar scheint, gut riecht oder aussieht und gelernt oder aus Erfahrung für gut befunden wurde.


    Ach, und erklärt mir jemand warum Adrenalin den tierischen Körper vergiftet, so dass ich das Fleisch nicht mehr essen kann?

    So für die Ausarbeitung nehm ich mir jetzt keine Zeit, aber ich kläre gerne was ich meine, wenn was unklar is.
    JeZ