Vuvuzelas - Die unterschätzte Gefahr

  • Vuvuzelas können durch ihre Lautstärke Gehörschäden verursachen und verbreiten Krankheiten. Pro Liter Luft wurden in einer Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine 658 000 Speicheltröpfchen gemessen. Zum Vergleich: Beim kräftigen Brüllen sind nur 3700 Tröpfchen entwichen.
    Der Artikel zum Thema auf Wissenschaft.de zieht jetzt allerdings eine falsche Schlussfolgerung:

    "Auch sämtliche Blaskapellen müssten verboten werden. Denn eine Trompete oder Posaune wirkt sicher nicht anders als eine Vuvuzela. Vielleicht sollte man da lieber die Tröte im Dorf lassen?"

    Warum das falsch ist, erkennt man, wenn man sich die Formen der jeweiligen Instrumente ansieht.

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    Hier sieht man eine Vuvuzela, die einfach ein länglicher Trichter mit Mundstück ist. Klar, dass da vorne sehr viel Speichel austreten kann, er wird ja durch nichts gebremst.

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    Hier sieht man eine Trompete. Alleine schon durch die vielen Windungen wird der Speichel gebremst. An der Vorderseite, an der Windung unterhalb des Trichters, sieht man ein Ventil, das geöffnet werden kann, um Speichel, Öl und Kondenswasser abzulassen (Auf der anderen Seite ist ein weiteres Ventil. Die Ventile dienen auch dem Entlassen des Unterdrucks, der beim Verstellen entsteht). Durch das Spielen kommt also mit Sicherheit lange nicht so viel Speichel aus dem Schalltrichter, wie bei einer Vuvuzela.

    [color=#0000cd][font='Times New Roman']Wo wir sind, da ist immer auch Ägypten.
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  • Du meinst also Vuvuzelas sind gefährlich, weil damit so viel Rotze verteilt wird? Das muss ja erstmal erwiesen werden, denn die Infektionstheorie steht immernoch auf wackeligen Beinen.

  • Das meine nicht ich, das sagt Wissenschaft.de, sich auf eine Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine beziehend, wie ich bereits erwähnt habe. Es geht hier auch nicht speziell um Nasenschleim, sondern um Speichel, der Krankheitserreger enthält und durch Vuvuzelas verstärkt durch die Gegend geblasen wird.
    Hast du weitere Informationen zu deiner Aussage, die Infektionstheorie stünde auf wackeligen Beinen?

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    Einmal editiert, zuletzt von Illuminatus (29. Mai 2011 um 15:01)

  • Lustige Vorstellung wie die Fußballfans sich gegenseitig bespeicheln, wäre an der Infektionstheorie was dran müssten die ja alle krank werden, werden sie aber nicht.

  • Nein, 1. gehen die wenigsten Leute krank ins Stadion, 2. pusten die wenigsten von den Kranken dann auch noch in Vuvuzelas, 3. ist die Reichweite der Tröpfchen beschränkt und 4. gibt es das Immunsystem.

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  • Da hast du recht, aber die Gehörschäden sind trotzdem nicht aus der Welt. Wenn auf einer Demonstration oder auch im Stadion 500 Leute damit herumlärmen, ist das sicherlich vergleichbar mit einem startenden Düsenflugzeug. Außerdem klingen die Dinger nicht mal gut und übertönen die Gesänge. Ich kann's ja verstehen, wenn die Afrikaner Vuvuzelas traditionell verwenden, aber für unseren kulturellen Rahmen würde ein Hifthorn weitaus besser passen.

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    [color=#0000cd][font='Times New Roman']Wo wir sind, da ist immer auch Ägypten.
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  • aber für unseren kulturellen Rahmen würde ein Hifthorn weitaus besser passen.

    hmm ... am samstag auf der demo, da war ganz schönes trillerpfeifenkonzert, das geht nicht nur auf die ohren, das ist unangenehm ....

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    für unseren kulturraum, eine an unseren kulturelle ausdrucksweise angepasste ausdrucksform :)

    "In der Natur sind Schwarze Löcher kaum zu finden. Nur in unseren Köpfen wimmelt es davon"
    Zitat: George Greenstein

  • Ich dachte auch erst als ich die Überschrift las, dass es um die akustische Gefahr geht aber das mit den Speicheltrpöfchen war mir neu.
    Aber ich versteh nicht so recht was so eine Warnung hier zu suchen hat, denn die intelektuelle Elite gibt sich doch sowieso nicht mit dem niederen Pöbel ab.

  • Vielleicht ist es nicht so deutlich geworden, die Überschrift habe ich absichtlich überzogen formuliert, um den eigentlichen Inhalt ironisch zu betonen und ein wenig zu konterkarieren.
    Mir ging es hauptsächlich darum, den im Startbeitrag erwähnten Irrtum der Wissenschaft.de-Redaktion (bzw. des Reporters) aufzuzeigen. Da dieses Magazin keine Kommentarfunktion hat, habe ich das Forum als Plattform verwendet. Jeder kann hier über die Dinge schreiben, die ihn gerade interessieren. Leider war ich anscheinend innerhalb der letzten Woche der einzige, der neue Fäden eröffnet hat (außer Nubok am 23.). Ich kann jetzt die Statistiken nicht einsehen und die Suchfunktion ist auch nicht so hilfreich dabei, vielleicht habe ich auch was übersehen.

    [color=#0000cd][font='Times New Roman']Wo wir sind, da ist immer auch Ägypten.
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