Ok, dann versuch ich mal etwas objektivität in diese Thema zu bringen.
Zitat
Nach Ansicht der Spielegegner üben fünf-, 15- und 25-Jährige täglich stundenlang mit Spielen wie Counter-Strike, Doom 3, Call of Duty, Halo 3, Crysis und Grand Theft Auto IV systematisches und exzessives Töten mit Waffen vom Maschinengewehr bis zur Kettensäge. "Sie demütigen, foltern, verstümmeln, zerstückeln, erschießen und zersägen Menschen an ihren Bildschirmen", heißt es in dem Aufruf.
Fakt ist, das in keinem der genannten Spiele Menschen gedemütigt, gefoltert, ver- oder zerstückelt werden, so ist das "höchste der Gefühle" bei einer unzensierten Fassung von Doom 3 einem Gegner (ich schreib nicht Mensch, denn dort hat man es nichtmal mit Menschen zu tun, sondern mit Genmutierten fehlgeschlagenen Experimenten sowie zombies) ne ganze Menge Blut seinem Körper zu entlocken. Selbst bei GTA III und IV findet sich bei der unzensierten Fassung "nur" die möglichkeit, durch Großkaliberwaffen arm, bein oder Kopf abzutrennen, jedoch nur bei der unzensierten Fassung, bei den zensierten ist das nicht möglich.
Bei allen zensierten Fassungen ist die Gewaltdarstellung im annehmbaren Bereich bis zur totalen Lächerlichkeit, was wir am Beispiel Counter-Strike und Half Life simpel darlegen können. Wenn du so in der zensierten Version von Counter-Strike einen Mitspieler tötest, so geht er in die Hocke und schüttelt mit seinem Kopf ohne Blut zu verlieren.
Wenn du Half Life, wodrauf Counter-Strike bassiert, spielst, findest du das bei allen verbündeten menschlichen Figuren wieder, wogegen die feinlichen Soldaten restlos durch Roboter ersetzt wurden. Wenn du in der unzensierten Version von Half Life auf einen Gegner schießt, verliert er Blut, das an der Wand hinter ihm als Fleck erscheint. Wenn du dazu einen RPG (Raketen angetriebenen Granatwerfer zu deutsch) verwendest, so platzt der Körper und hinterlässt einige wenige Organe wie Schädel, Wirbelsäule und Herz jedoch nicht sehr realistisch anzusehen. Das gleiche in der zensierten Version lässt jene Figuren sich in Luft auflösen.
Zitat
Weiter heißt es in dem Aufruf: "Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut. Genauso werden durch Killerspiele Kindern und Jugendlichen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik vermittelt, denn diese sogenannten 'Spiele' sind in Wirklichkeit Simulationen der Kriegsrealität."
Das mag man denken, ist aber weiter von der Realität entfernt als die Teletubbies vom Iraqkrieg. Die Waffen, die man in den Spielen erhällt haben möglicherweise die gleiche Magazingröße und sehen wie eine orginal-Waffe aus, verhalten sich aber in keinster Weise wie selbe.
In Counter-Strike kann man so prinzipiell mit einer AK47 jemanden einen Kopfschuss aus 4 Kilometer Entfernung geben...im wahren Leben kommt das Projektil einer solchen Waffe nicht 500 Meter weit, davor fallen die Projektile einfach aus der Luft. Spezialkentnisse über Waffen hab ich bis jetzt in keinem Spiel, das ich je gespielt habe (und das sind ne Menge) gesehen, ich stelle unter Spezialkentnisse: die Reperatur und Pflege einer Waffe, was ich bei Malfunktion beachten muss und Grundlegende Umgangsformen mit einer Waffe und sowas wird nicht im entferntesten in einem Spiel gezeigt...schade, denn so wüssten sicherlich mehr Menschen, das man mit einer Waffe unter keinen Umständen auf etwas Zielt, auf das man nicht schießen möchte...
Kriegstaktiken? Die werden in solchen Spielen in sofern eingebracht, wie die Spieler es bereits wissen oder für gut halten, vom Spiel werden nur sehr selten echte Kriegstaktiken erklärt. "Simulationen der Kriegsrealität" weiter von der Wirklichkeit geht es jetzt nichtmehr: egal ob man bei Doom 3 gegen Mutationen und Zombies, bei GTA IV gegen verfeindete Banden, bei Counter-Stirke gegen Terroristen oder bei Half Life gegen Aliens kämpft, wenn du Tot bist, wartest du auf die nächste Runde und lebst wieder, der Einfluss von Wunden auf den Menschlichen Körper hat in wenigen Spiel überhaupt einzug erhalten (zb, wenn mn dir auf die Beine schießt, kannst du plötzlich nicht mehr rennen
) Waffen tun deutlich weniger oder deutlich mehr Schaden als in der Wirklichkeit (schiß mal mit einer AK47 durch eine 2 Meter dicke Betonwand) und der psychologische Effekt des Krieges fehlt völlig.
Ein Spiel ist ein Spiel, das wissen sogar (!) die Soldaten der USA, die wir auch gerne G.I. nennen. Denn solche Soldaten riskieren im Iraq ihr Leben für...weiß ich nicht und in ihrer Freizeit spielen sie...Half Life 2 und co, da mag sich einer denken "WTF?!?".
Sie schalten dabei ab und entspannen sich. Diese Männer und Frauen haben den großen Unterschied zwischen Krieg und Spiel bereits begriffen, im Spiel gibt es "Game Over" und "Continue" im Krieg gibt es nur "Game Over".
liebe grüße
Cloud