Mal schauen ob es ein Argument für Liebe und Mitgefühl gibt
Dass es ein angenehmes Gefühl ist, wird wohl keiner bestreiten!!!! 
Schauen wir uns dafür mal den eigenen Körper an. Energieblockaden, die im Extremfall zu Krankheiten führen können, entstehen durch negative Erfahrungen und Ansammlungen negativer Emotionen, wie z.b. Frust, Wut, Hass, Trauer...... Diese Blockaden zeigen quasi einen emotionalen Schock an. Das Erlebnis wurde nicht verarbeitet und die Energie gerät damit ins stocken. An anderer Stelle in diesem Forum schrieb ich, wie die Blockade quasi durch ihre gegensätzliche Emotion neutralisiert werden kann..... Wut entsteht z.b. aus einem Mangel an Verständnis einem anderen gegenüber - um Verständnis für andere zu haben, braucht man wieder genügend Liebe in sich, denn sie fördert, dass man die Größe hat, dem anderen zu verzeihen. Liebe für sich selbst ist daher ein Heiler auf der relativen Ebene! Sie kann dort Unglaubliches in Bewegung setzen.
Wenn man aber als Heiler an anderen arbeitet, ist einem eine zu intensiv empfundene Liebe im Weg. Wenn ein Heiler emotional an eine Heilung bei einem anderen herangeht, wird er weniger erreichen, als wenn er einfach nur fokussiert ist auf das Ziel. Wo hier Liebe und Mitgefühl aber unbedingt notwendig sind, das ist in der Grundmotivation. Der Grund, oder meine Motivation dafür, dass ich dem anderen durch eine Korrektur und ein ins Fliessen bringen der blockierten Energien helfe, muss Liebe und Mitgefühl sein. Dieses hat aber rein gar nichts von einer Emotion in der wir schwelgen, oder von der wir uns davontragen lassen.
Insgesamt wäre es natürlich klüger, es nicht zu diesen Blockaden kommen zu lassen, also darauf zu achten, dass der freie Fluss garantiert bleibt. Es fließt stets, wenn wir augenblicklich loslassen und nicht festhalten
Ist Liebe und Mitgefühl aber nun ganz aus dem Spiel? Würde ich nicht sagen, denn wenn diese Energie in der Lage ist Blockaden zu lösen, Gesundheit zu fördern und Krankheit wieder zu bereinigen, dann hat sie eindeutig Schöpferisches im Sinne von aufbauendem Potential.
Doch muss sich die Liebe und das Mitgefühl dafür nicht "einmischen". Das Beobachten oder besser das Bewußtsein seiner Selbst genügt.
Nu komm ich dir doch noch mal mit Buddhismus, auch wenn du bissl drüber schimpfst
In der Meditation geht es nicht darum leer zu sein. Zum einen lernt man die Nichtanhaftung, die den Fluss garantiert und damit die Energieversorgung optimiert, also das ziehen lassen der Gedanken. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, kann man das Denken trotzdem und sogar viel fokussierter zum reflektieren nutzen, wenn man dies beherrscht
Zum anderen ist dabei die innere Haltung wichtig. Die Tibeter nennen diese Haltung den "Vajra Pride". Dieser "Stolz" ist kein Egostolz - Vajra ist der Donnerkeil bzw. die Zeugungskraft und auch die Unzerstörbarkeit, denn dieser Vajra ist das Unteilbare. "Pride" bedeutet in diesem Sinne sich seiner Natur als Unzerstörbar, wie ein Diamant, als Unteilbar bewußt zu sein. Die Wahl des Wortes Pride ist auch ein Hinweis auf Sekhmet.
Dieses Gefühl erzeugt Frieden, Zufriedenheit und eine leichte innere Freude. An diesen drei Worten kann man noch heute erkennen, dass sie ursprünglich auf eine Wortwurzel zurückzuführen sind. Interessanterweise verändert diese geistige Haltung die ganze Körperhaltung. Der Körper richtet sich automatisch auf und allein diese Haltung ermöglicht den Meditierenden langes Sitzen. Wenn man ohne diese Haltung, die automatisch den unruhigen Geist zur Ruhe bringt (ich schätze auch unter anderem deshalb weil dann keine niederen Gedanken von irgendeiner Seite mehr durchdringen können) versucht zu meditieren, dann ist der Körper unruhig und alles erscheint unbequem.
Um dem nächsten Einwand zu begegnen.... es ist nicht Ziel der MEditation beliebig lange auf dem Fleck zu sitzen, sondern Ziel ist den eigenen Geist zu kennen und die Meditation in jeder Situation anwenden zu können. Darauf wird immer wieder hingewiesen, denn was nutzt es, wenn du nur meditieren kannst, wenn alles optimal ist und du versagst, sobald es kritisch wird, oder der Abwasch ansteht 
[size=14]Die Buddhas selbst gelten als Verkörperung von LIEBE UND MITGEFÜHL[/size] 
Damit drücken sie das Schöpferische aus, sind aber nicht gleich Gott - So wie Jesus nicht gesagt hat ich bin Gott.
Beobachten, bzw. die Gedanken ziehen lassen und trotzdem als Grundlage oder Motivation die Liebe zu haben schließen sich nicht aus, Bkid. So macht es wirklich Sinn für mich, Gott oder der Schöpfer als Individuum macht auch Sinn, nur Gott eine dem Menschen vergleichbare Persönlichkeit zuzusprechen finde ich unsinnig. Unsere Persönlichkeit basiert wie schon erwähnt auf Identifikation. Wenn ich mich mit etwas identifiziere, dann schließe ich anderes aus. Indem ich etwas von mir abtrenne teile ich mich und bin nicht mehr Unteilbar.
Vielleicht ist sogar genau das geschehen und das Ursprünglich Schöpfereine teilte sich in Gott und Satan. Den einen verehren die, die in den Himmel wollen, den anderen die, die die Hölle bevorzugen. Doch das URSPRÜNGLICHE ist jenseits dieser Götter und auf oben beschriebenem Weg ereichbar.
Gruss Larah