duale welt? liebe? gott?

  • da ich ehrlich gesagt die seite von armin risi vor ca. einer woche zum ersten mal entdeckt habe (und auch den autor selbst :whistling: ) und mich seine texte sehr fasziniert haben will ich einen text zitieren, mit dem ich nicht so ganz konform gehe, obwohl ich seine interpretation sehr respektiere:

    (http://www.armin-risi.ch/html/AV_Licht_und_Schatten.htm)


    Anmerkung:

    ich finde das bild, das er verwendet hat recht ungenau, ist es nicht so das wenn sich ein materieller körper zwischen das licht setzt ein schatten entsteht? implementiert das gute innerhalb der dualität nicht auch gleichzeitig das schlechte, wenn auch passiv? ist es nicht auch sehr hochmütig von anhängern des lichtes zu behaupten, sie besitzen die einzige, die absolute wahrheit?

    damit will ich keine kriegsverbrechen und sonstiges beschönigen, aber solche sind auch gewollt, sonst würde es sie nicht geben und nur das licht würde brennen. was ich damit sagen will ist das das gute in einer dualen welt das böse erzwingt und andersrum. damit bleibt eine böse tat im materiellen sinne schlecht, aber im spirituellen sinne sind beide pole gleichwertig, da es im spirituellen sinne keine materiellen werte gibt. Armin Risi sagt, genauso wie die iskcon (so wie ich sie verstanden habe), das die höchste person die quelle des lichtes ist und setzten diese irrtümlicherweise mit licht gleich, so ist es aber nicht. jeder versuch die quelle zu erfassen, aus der sicht des lichtes und des schattens, ist dem niedergang geweiht. warum sonst kommen selbst die wesen der höchsten dimensionen nicht zu gott zurück? welch ein lichtwesen würde auch ständig dimensionen erschaffen und dann wieder zerstören?

    ist die hier hier hoch angepriesene liebe nicht auch nur ein materielles gefühl sowie hass? steht gott nicht darüber und hat solche dualen werte überwunden, durch uns, die losgelassenen, und wiederkegehrenden seelen?

    wenn mir jemand folgen konnte würde ich mich sehr über andere eindrücke freuen.

    grüsse vom maky

  • wenn mir jemand folgen konnte würde ich mich sehr über andere eindrücke freuen.


    Na ich versuchs mal ;) ... wenn man das von Risi gewählte Beispiel mit Licht und Dunkelheit konsequent durchdenkt, dann genügt es nicht, sich dem Licht zuzuwenden. Würde man das Tun, würde der Schatten hinter einem sein, aber nicht verschwinden. Man könnte ihn nur schlechter sehen. Folgerichtig müsste man der Quelle des Lichts nicht nur nahe kommen, sondern zur Quelle selbst werden. Wenn ich am Äquator stehe und das Licht der Sonne senkrecht auf mich fällt, verschwindet der Schatten auch nicht ganz. Selbst wenn ich zur Quelle werde, müsste ich erkennen, dass der Schatten in mir ist. Eine notwendige Folgerung daraus ist, dass ich, sobald ich versuche den Schatten aus mir zu verdrändgen, sofort wieder einen Schritt aus der Quelle des Lichtes heraus mache. Eine vollständige Erkenntnis und Akzeptanz der eigenen Schatten wäre also notwendig. Würde der Schatten dadurch aber zum Verschwinden gebracht werden können??

    Hmm, das ganze Beispiel hinkt natürlich da, wo ich etwas immer noch materielles (Licht) zur Erklärung von etwas Spirituellem heranziehe. Armin Risis Beispiel ist daher ein Notbehelf, ob man durch diesen zu den wirklich richtigen Schlussfolgerungen gelangen kann ist fraglich.
    Ansonsten fand ich, er hat vieles sehr gut erfasst...

    Die Liebe wird als Gegenstück zum Hass aufgefasst, manche sehen sie auch als Gegenstück zur Angst - sagen wir es so, die Liebe, wie Mensch sie normalerweise begreift, kann einiges ausgleichen. Doch wenn man die grundlegende Verfassung des Göttlichen als Liebe bezeichnen kann, ist sie sicher weit jenseits von dem, was wir unter Liebe verstehen.

    Dieser entscheidende Bereich ist jene Dimension, in der sich auch die Erde befindet. Laut vielen esoterischen und religiösen Quellen ist dies der Grund, warum in unserer Welt sowohl Licht- als auch Schatteneinflüsse nebeneinander wirksam sind und warum verschiedenste Wesen ein solch großes Interesse am Planet der Menschen haben: Die Erde ist ein Punkt der Verzweigung, wo die Seelen sich entscheiden, in welche Richtung sie gehen werden.


    Stimmt zwar, doch es gibt auch den mittleren Weg, der weder in die Himmel, noch in die Höllen führt.

    Nur wenn wir unsere ursprüngliche Identität vergessen und uns mit vergänglichen Formen identifizieren, entsteht Illusion. Denn Identität und Identifikation sind nicht dasselbe.


    Ein ausgesprochen wichtiger Punkt, wie ich finde! Als Armin Risi den Begriff der Individualität einführte fand ich ihn sehr plausibel. Interessanterweise war es eine meiner frühen spirituellen Unternehmungen herauszufinden, was an mir wirklich individuell ist :D
    Die Tibeter schreiben auch jedem Buddha eine Individualität zu. Alle sind sie Buddhas, doch jeder hat so seine "Spezialität" :)

    LG Larah

  • Alle meinen, sie seien im Licht

    Wenn von Licht- und Schattenwelten gesprochen wird, so ist dies eine Unterscheidung aus einer ganz bestimmten Warte. Denn die Mächte des Schattens selbst glauben natürlich ebenfalls, sie seien im Licht. Aus diesem Grund sieht sich die Menschheit verschiedensten Formen von "Licht" und "Gott" gegenüber, deren Vertreter allesamt von ihren jeweiligen Ansichten überzeugt sind.

    Mir ist der Text jetzt viel zu lang um ihn ganz zu lesen. Der 'Zufall' hat mich aber zu dieser wunderschönen Stelle geführt. Es ist so wahr, ich könnt mich beömmeln vor lachen :)

    Mist, jetzt muss ich es wahrscheinlich doch noch ganz lesen ;)

    Schöne Grüße

    Glückskind

  • Zitat von Larah

    Würde der Schatten dadurch aber zum Verschwinden gebracht werden können??

    nein, das wollte ich damit sagen. aber er ist schwinden gering und er entsteht nicht aus den grunden, aus denen sog. "dämonen" handeln. ein mensch, der gott begriffen hat, könnte wahrscheinlich keiner fliege was zuleide tun. und wenn er er doch ein lebewesen tötet, dann wird dies keinen nachteil für dieses lebewesen sein, da er nicht für sich oder andere menschen tötet (sondern für gott). die veden empfehlen auch tieropfer für menschen in unwissenheit und sagen, das diese tiere dadurch sofort mit in der nächste bewusstseinstufe inkarnieren (also als humanoide lebensform), wenn man der anleitung folgt. ich denke genauso geschieht es in meinem beispiel. aber ich halte das für ziemlich ausgeschlossen, das ein gottbewusster mensch tötet.

    Zitat von Larah

    doch es gibt auch den mittleren Weg, der weder in die Himmel, noch in die Höllen führt.

    genau das hat mir gefehlt in seinem text. der ausstieg aus der materie hört sich für viele bestimmt sehr lebensverneinend an, ist es aber garnicht. den nur der wunsch dorthin zu kommen, bringt einem noch lange nicht "dorthin"...