Da weichen wir ja nicht vom Thema ab wenn wir das Schlachten allgemein in Frage stellen - das ist Teil des Themas!
Nein ist es nicht. Die Frage sollte sich für einen Vegatarier gar nicht stellen, wie ein Tier geschlachtet wird, das das schlachten allgemein tabu ist. Da gibt es auch keine Diskussionsgrundlage, ebenso wenig, wie wenn wir über die richtig Zubereitung eines Steaks diskutieren würden. Da gibt es auch für Vegetarier (ja, auch Veganer usw, ich will keinen untern Tisch fallen lassen), gar keine Diskussionsgrundlage, weil das Steak selbst schon tabu ist. Die Diskussion ist von vornerherein sinnlos. Dabei geht es primär um das Thema, ob es legitim ist, Tiere zum Verzehr zu töten. Das ist diskutierbar, aber es bringt nichts, es ständig neu auszurollen.
Ach so, zu den Mördern. Ich finde es gelinde gesagt die Worwahl Mord, Mörder usw. eine gelinde gesagte Frechheit und ist wirklich sehr aggressiv. Ja, man darf einen Mörder, als solchen benennen. Aber, das trifft hier absolut nicht zu, sondern ist eine dreiste Unterstellung bzw. Populismus. In der Semantik der deutschen Sprache, versteht man normalerweise unter Mord, die Tötung eines Menschen. Ich hoffe ich kann mir ersparen, aus einen Duden/Lexika zu zitieren und Sprache besteht nun mal aus den Konventionen der Masse (Übrigens genauso wie Ethik, wobei bei Ethik noch biologische Programmierung hinzu kommt). Ja, ja, ich kann mir ausmalen was dann kommt.. Ein Tier zu schlachten, wäre doch das gleiche, wie einem Menschen zu schlachten.... Nein, denn das wäre Diskussiongegenstand: Sind Tiere ethisch Menschen gleichzusetzen? Das kann man dann nicht stillschweigend, als schon ausdiskutiert festsetzen. (Meiner Meinung nach: Nein.) Unabhänigig davon kann man noch die Frage stellen, ist es moralisch legitim ein Tier zum Verzehr zu töten. Meiner Meinung nach ja. Ich brauche mich darum auch für nichts zu entschuldigen oder gar zu Rechtfertigen, weil es einfach gegen keinerlei moralischen Grundsätze verstößt.
Diese moralischen Grundsätze kann man einteilen in zwei wesentliche Bereiche: Die allgemeinen und die persönlichen. Die Allgemeinen sind die, der jeweiligen Gesellschaft/Kultur. Die persönlichen, sind die, die jeder für sich selbst treffen muss . In unserer Kultur ist es ethisch/moralisch nicht verwerflich Tiere zum Verzehr zu töten und zu essen. Somit bleibt Vegetarier/Vegan usw. eine Entscheidung, die jeder für sich persönlich treffen muss, aber auch respektieren muss, das sich andere anders entscheiden.
Mit Boulevard hat das im übrigens gar nichts zu tun, weil in den Massenmedien momentan völlig gegenteiliges passiert. Einmal die Vermenschlichung von Tieren (erste Fragestellung), man denke nur an Knut, wie auch das entrücken des Schlachtevorgangs an sich. Es wird entweder der fertige Burger in den Medien präsentiert oder es geht halt um Vegetarier, was sehr gern beworben wird, wenn irgend ein Star Vegetarier ist. Ich würde glatt das Gegenteil behaupten: Das zunehmende Zahl an Vegetarier sind eine Folge der Boulevardberichterstattung. (Vermenschlichung und Entrückung). Gerade ersteres finde ich zu Weilen sogar schlimm, da der Mensch Teil der Natur ist(*) und nicht anders herum. Die Natur schert sich einen Dreck um die elenden Menschlichen Wertungssysteme. Ganz davon abgesehen, das Fleisch essen, schon ein bißchen länger im deutschen Kulturraum moralisch legitim ist.
(*)Auch wenn der Mensch im momentanen Zeitalter das allzu gerne übersieht..
Gruß