Beiträge von Sonja

    So ihr Lieben, ich war gerade für eine Woche mit meiner Familie in der Schweiz, wo wir den Kontakt zur Natur auch gesucht und gefunden haben, dabei sind einige schöne Bilder entstanden, die ich euch nicht vorenthalten will. Viel Spaß beim schauen!
    Alles Liebe, Sonja

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    hallo ihrs!
    ich mach mir immer johanniskrautöl, das hilft auch.
    und quark heißt bei uns in österreich topfen, den ich übrigens auch nur empfehlen kann, nachdem ich mal auf einer alm in der prallen sonne am teich eingeschlafen bin und erst nach stunden aufwachte, danach mein gesicht kaum noch spürte vor schmerzen und sonnenbrand, hab ich mir ebenfalls quark ins gesicht geschmiert (joghurt geht auch), das lindert den shcmerz, kühlt ungemein, und die rötung geht auch weg. (innerhalb weniger stunden) immer wieder frisch drauf geben, sobald es warm wird wieder runter und neuen drauf.

    alles liebe, sonja

    Hallo Kai, bitte, gerne!
    Und Sooma, das Gedicht kenne ich, es ist wudnerschön, danke für`s suchen!

    Und da es grad so gut passt, erzähl ich euch noch die Geschichte von meiner "Dreigeisterlinde":

    Die Dreigeisterlinde


    Eines Tages wurden vor unserem Haus zwei Apfelbäume abgeschnitten wegen Feuerbrand.
    Daraufhin sah ich die Apfelbaumgeister ganz traurig auf den abgesäbelten Baumstümpfen sitzen, und sie wussten nicht so recht, wo hin mit sich...

    Deshalb fuhr ich spontan mit meinem Mann los und kaufte ein Bäumchen. Ein Lindenbäumchen wollte unbedingt mit zu uns nach Hause.
    Ich dachte noch darüber nach, wie das funktionieren soll, mit drei Geistern in einer Linde, denn die Linde trug eindeutig auch schon einen kleinen Baumgeist in sich!
    Da sah ich ein Bild vor mir.
    Zwei alte Apfelbaumgeister nahmen das kleine Lindenbaumgeisterchen in ihre Mitte und ließen es zwischen sich hin und her schwingen, so wie die Großeltern es manchmal mit ihren Enkelkindern tun.

    Da wusste ich, dass es gut ist.
    Ich pflanzte also das Lindenbäumchen ein, und wir freuten uns darauf, es beim wachsen beobachten zu dürfen.

    Ein Jahr später kauften wir ein Haus, und das Lindenbäumchen sollte nachfolgen, sobald der erste Schnee geschmolzen war.
    Wir fuhren also im Frühjahr zu dem Platz an dem die kleine Linde stand, und wollten sie ausgraben und mitnehmen zum Haus.
    Doch zu unserem Erschrecken, war da nur ein gähnendes schwarzes Loch im Boden, und weit und breit keine Linde!

    Wir erkundigten uns und erfuhren, dass die Linde dort gestört haben soll, als ein Nachbar mit dem Traktor zu seinem Holzhaufen wollte, und der hat wohl die Linde ausgerissen und in den Wald geschmissen.

    Wir fuhren also noch einmal dort hin, um nach dem Bäumchen zu suchen, und tatsächlich, wir fanden es im Wald, achtlos weggeschmissen, aber es trug Knospen an den Ästen!

    Also packten wir die Linde kurzerhand ins Auto, fuhren sie zum neuen Haus und suchten ihr den besten Platz auf unserem Grundstück aus, wo wir sie sofort wieder einpflanzten!
    Mit Steinwasser gegossen kann sie sich nun ausbreiten und darf gerne 500 Jahre oder älter werden!

    Da steht sie nun also, die Linde, mit ihren drei Geistern.

    Die Dreigeisterlinde :love:

    :D
    bei mir in der gegend, das ist ybbstal-niederösterreich, ötschergebiet... nähe waidhofen/ybbs...
    schaumal, hier findest du einiges über mich und wo ich wohne und wie ich lebe:

    mein haus
    http://forum.schamanenstube.com/die-villa-raabennest-t7.html
    der ort in dem ich lebe
    http://forum.schamanenstube.com/opponitz-t10.html
    die geisterkammer
    http://forum.schamanenstube.com/die-geisterkammer-t8.html
    ich selbst
    http://forum.schamanenstube.com/sonja-stellt-sich-vor-t51.html

    baumsein, das stell ich mir gigantisch vor. jahrelang, bei wind und wetter immer am selben platz stehen.
    das ist ziemlich meditativ. *kicher*
    :D :D :D

    schwimme

    als schildkröte

    durch die ursuppe

    des universums

    muss zurück

    an meinen geburtsort

    um eier zu legen

    verbunden mit meiner heimat

    vertrauen in das göttliche

    sehnen nach dem sternenmeer

    untiefen der unendlichkeit

    in deinen augen

    in meiner seele

    das wissen

    wohin der weg

    mich führt

    liebe shiva najade, ich kann es dir nachempfinden.
    ich habe auch viele bäume sterben sehen.
    seit dem letzten jahr hab ich ja ein haus mit grundstück. und da steht direkt vor unserem haus, mitten auf der wiese, ein walnussbaum. vielleicht 50 jahre alt? etwas weniger?
    solltest du mal in der gegend sein, darfst du darunter gerne ein wenig verweilen. *smile* ich bau bis dahin die bank rundherum. :)
    sonja

    hoi sooma, danke, ich werd ihm die grüsse übermitteln, wenn ich wieder mal dort bin.
    alles liebe, sonja

    hallo!
    nicht nur neugeborene, sondern auch sterbende schweben zwischen den welten. darüber hab ich grad gestern mit meiner schwiegermutter geredet, weil sie als caritas-betreuerin mit sehr alten, sterbenden menschen zu tun hat. und da hat sie mir von einer alten frau erzählt, die sagte letzte woche plötzlich zu ihr: "heut war meine mama da!" (die längst gestorben ist natürlich).in den letzten tagen hat sie das immer wieder voller freude erzählt, daß ihre mama da war...
    da hatte ich auch gänsehaut.und wir stellten fest, daß eben- neugeborene kinder noch die "sterne in den augen" haben. das verschwindet, so wie ich es bei meinem sohn grad festgestellt habe, nach den ersten monaten. ich hab damals sogar ein gedicht darüber geschrieben, aber das müsste ich suchen gehen.
    auf jeden fall hatte ich teilweise das gefühl, ich würde einem uralten WAL in die augen schauen, wenn ich dem kleinen in die augen schaute. da spiegelte sich das universum drin. und so ist es...

    liebe shiva-najade, hmmm... ich hab nie drauf geachtet, ob ich es irgendwie "verstehe" was ich da singe. aber ich glaube fest, daß es melodien sind, die es irgendwie im universum schon lange lange zeit gibt, und die alle erkennen. die nicht durch den kopf gehen, sondern direkt in die seele.
    alles liebe, sonja

    iregndwo hab ich mal gelesen, daß aboriginees knochenbrüche heil-singen können.
    daran zweifle ich nicht.
    ich habe irgendwann nachdem mein drittes kind geboren wurde, angefangen, silben zu singen, und zwar nix, was ich vorher gedacht habe, sondern nur so, wie sie eben aus mir raus kamen. die melodie dazu ebenfalls ohne nachzudenken, einfach so, wie es aus mir raus kam.
    das klang sogar für mich selbst teilweise seltsam, aber vertraut. da kamen melodien und silben raus, die ich selber noch nie gehört habe zuvor.
    "maaaaaa-niiiiii-daaaaalaaaaawooooo"
    usw... :rolleyes:
    jedesmal wenn ich auf diese weise gesungen habe, hat mein kleiner (da war er grad geboren) ganz große augen bekommen, als ob er das kennen würde. als ob es ihn an was erinnern würde.
    ich hab es dann später "sternenlieder" getauft, weil ich mir sicher war, daß er es von seiner zeit vor dem lebensbeginn kennt.
    auf jeden fall wirkte es total beruhigend auf ihn, er lag dann immer ganz still in meinen armen und hat mich groß angeschaut...

    alles liebe, sonja

    Geboren wurde ich an einem sonnigen Frühlingstag 18 o2 .

    Damals, ganz früh Morgens, als der Nebel noch in den Tälern lag und die
    Luft kühl und feucht vom nächtlichen Regen war, als die ersten Vögel zu
    zwitschern begannen und ansonsten friedliche Stille herrschte, bemühte ich
    mich ganz besonders, streckte vorsichtig ein Stück meines Körpers durch den
    Erdboden, kämpfte mich durch ein Blatt, das noch vom Herbst übriggeblieben
    war, und wenige Tage später entdeckte ein kleiner Junge mein erstes
    hellgrünes Blatt, das sich der Sonne entgegenstreckte.

    Er kam näher, legte sich zu mir auf den feuchten Erdboden, betastete ganz
    vorsichtig mein grünes Blatt, sprang dann auf, - ich weiß es noch als wäre
    es erst gestern gewesen, er trug eine kurze Hose aus Leder und seine Knie
    waren schmutzig von der dunklen Erde - und lief zu seinen Eltern, um ihnen
    zu erzählen, daß ich geboren war.

    Ich wusste damals noch nicht, daß ich deshalb gepflanzt wurde, weil sein
    kleiner Bruder bei

    der Geburt gestorben war. Und als Erinnerung daran, und weil der kleine
    Junge sehr traurig war, daß er nun doch kein Brüderchen bekommen würde,
    pflanzten seine Eltern eines schönen Nachmittages MICH.

    Ich bin sehr behütet aufgewachsen: In einem Schlossgarten in der Nähe von
    Grieskirchen in Oberösterreich. Rund um mich wuchs im Frühjahr Bärlauch, es
    duftete nach Schlüsselblumen und Leberblümchen, es gab jede Menge
    Brennesseln, viele Schmetterlinge, und ich war in diesem Schlosshof der
    einzige Baum, hatte somit genug Platz mich auszubreiten, und die
    Schlossherren pflegten und hegten mich.

    Tagtäglich stand ich an meinem Platz, reckte meine Arme dem Himmel
    entgegen, ließ Regenschauer und Schneestürme über mich ergehen, ertrug
    geduldig die Hitze des Sommers, warf hie und da ein Blatt zu Boden,
    schaukelte mit den Winden, raschelte mit meinem Laub, sang den Kindern die
    sich an mich lehnten Lieder vom Wind, und hielt mein Blätterdach schützend
    über diejenigen, die sich vor dem Regen versteckten, oder ihren Kopf
    weinend an mich lehnten und mich um Hilfe baten.

    Immer wieder kam es in den Jahren vor, daß Verliebte mit ihren Messern
    Buchstaben in meinen Stamm schnitzten, es war jedesmal schmerzlich, aber
    ich ertrug es ohne zu klagen.

    Bei starken Stürmen krallte ich meine Wurzeln etwas tiefer in die Erde, ein
    Specht hatte ein Loch in meinen Stamm geklopft, und so wuchsen auch viele
    Vögel in meinem Astloch auf.

    Besonders lustig fand ich die Eichhörnchen, die gerne auf mir herumhüpften,
    sie kitzelten mich mit ihren buschigen Schwänzen und hatten einen
    Heidenspass dabei, sich gegenseitig von einem Ast zum anderen zu jagen und
    hätte ich schmunzeln können, so hätte ich es getan.

    Der kleine Junge spielte als Kind gerne in meiner Nähe, im Sommer suchte er
    meinen Schatten und im Winter versuchte er meinen Stamm mit Schneebällen zu
    treffen. Ab und zu machte ich mir einen Spaß und schüttelte etwas von dem
    glitzernden Schnee der auf meinen Ästen lag zu ihm hinunter, genau wenn er
    darunter stand, und dann lachte er und sprang herum, und freute sich.

    Der kleine Junge verschand dann aus meinem Blickfeld, ich vermisste ihn
    sehr. Eines Tages kam er wieder, da war er schon ein stattlicher junger
    Mann. Er sah ernster aus, und er spielte nicht mehr mit mir. Aber ich
    bemerkte doch, daß er immer wieder einen Blick zu mir herüber warf, wenn er
    ins Haus ging, und ich spürte, daß er die Tage vermisste, die er als Kind
    so genossen hatte.

    Irgendwann begann er, sich wieder an mich zu erinnern, und er legte ab und
    zu Blumen auf meine Wurzeln, und streichelte nachdenklich meine Rinde.

    Immer öfter besuchte er mich, und irgendwann, als seine Eltern schon längst
    verstorben waren, begann er leise flüsternd mit mir zu sprechen.

    Er sprach nicht meine Sprache, aber ich konnte ihn trotzdem verstehen.

    Er erzählte mir von seinem Leben, vom Schloss, von seinen Eltern, von
    seinem Bruder der verstorben war, und daß er einsam wäre.

    Ich habe ihm immer zugehört. Und manchmal habe ich ihm auch geantwortet,
    aber er hat meine Sprache wohl nicht verstanden und dann seufzte er laut,
    verabscheidete sich von mir und ging wieder zurück ins Schloss.

    Lange stand ich nur da und starrte auf die alten Schlossmauern, an denen
    der Efeu die Mauern hochwuchs, ich beobachtete die Ameisen, die an der
    Mauer hochkrabbelten, und sah den Hummeln, Wespen und Bienen zu, die eifrig
    durch die Luft schwirrten und summten.

    Manchmal verirrten sich auch einige Libellen in den Hof, das schimmern
    ihrer durchsichtigen Flügel faszinierte mich.

    Auch später, als der junge Mann schon längst ein alter Herr war, hatte er
    nie vergessen, aus welchem Grund ich gepflanzt wurde, und legte immer
    wieder ein paar Blumen zu meinen Wurzeln, setzte sich auch im hohen Alter
    noch gerne unter mein Blätterdach, lehnte den Kopf an meine Rinde,
    streichelte mit seinen alten knorrigen Fingern meine Wurzeln und erzählte
    mir, was er erlebt hatte tagsüber.

    Ich sammelte all die Geschichten und behielt sie bei mir, ich wusste nun
    beinahe alles über diese Familie und trug all dieses Wissen in mir
    gespeichert.

    Ich vergass nichts. Keine Hummel, keine Ameise, keinen Sturm, keinen
    strengen Winter und keinen der Vögel, die auf mir nisteten, keine der
    Verliebten, die Buchstaben in mich ritzten und schon gar nicht den kleinen
    Jungen, der zum Mann heranwuchs, alt wurde und schließlich starb.

    Lange Zeit war es still im Schlossgarten. Ich erlebte viele Sommer und
    Winter, meine Blätter raschelten im Wind, ich schüttelte manchmal nur so
    zum Spaß den Schnee von meinen Ästen, an sonnigen Tagen war es besonders
    schön das zu tun, weil dann ein großer Glitzerregen zu Boden ging.

    Im Herbst warf ich meine Blätter zu Boden und der Wind trieb sie von einer
    Schlosshofecke zur anderen.

    Im Frühjahr spürte ich, wie ich durchflutet wurde von einem angenehmen
    Gefühl, ich streckte und reckte mich der Sonne entgegen und freute mich
    über die vielen jungen Triebe, die mich jedes Jahr größer werden ließen.

    Mein Stamm hatte sich nun schon fast verfünffacht, konnten Anfangs Kinder
    noch den ganzen Stamm mit ihren Händen umfassen, so brauchte es jetzt
    beinahe drei Kinder, um meinen Umfang zu messen.

    Eines Abends, als ich gerade so vor mich hindöste und die Kraft des Mondes
    sehr intensiv spürte, sah ich Lichter von Weitem den kleinen Hügel hoch
    kommen, an dem ich stand.

    Eine kleine Gruppe Leute kamen zum Schloss, und dann sah ich die Lichter
    durch das Haus wandern. Eine Weile später sah ich sie wieder den Hügel
    hinunter wandern.

    Ich spürte schon, daß diese Leute Unheil bringen würden. Ich wusste es
    gleich im ersten Moment.

    Wenige Wochen später kamen sie wieder. Sie begutachteten den Schlosshof,
    starrten eine Weile meine Äste und Blätter an, und gingen dann ins Schloss.
    Wochenlang wurde im Schloss rumort. Möbel wurden hinausgetragen und andere
    Möbel hineingetragen, Kinder spielten in meinem Schatten, sie kletterten
    auf mich, und mit lautem Geheul warfen sie Stücke meiner Äste auf die
    übrigen Kinder, die noch am Boden standen.

    Eines Tages war es seltsam still im Schlsosgarten. Etwas lag in der Luft.
    Ich konnte es nicht einordnen, aber ich fühlte, daß etwas schreckliches
    passieren würde.

    Vormittags öffnete sich das Tor des Schlosses, einige Männer traten heraus,
    und ein Mann hatte eine lange Säge in seiner Hand.

    Mit Seilen kletterten sie auf einen meiner größten Äste, der beinahe schon
    die Schlossmauer berühren konnte.

    Wieviele Jahre habe ich darauf gewartet, ein einziges Mal nur diese Mauer
    zu berühren. Ich freute mich auf den Moment, an dem ich fühlen konnte, wie
    sie sich anfühlte.

    Doch dann durchzuckte mich während ich noch darüber nachdachte plötzlich
    ein irrsinniger Schmerz. Spitze Zacken bohrten sich in meine Rinde, und mit
    jeder Bewegung arbeitete sich dieses Höllending weiter in mein Fleisch, und
    riss Späne aus meinem Körper.

    Ich wollte schreien, aber es würde nichts nützen, da die Menschen ja meine
    Sprache nicht verstehen konnten.

    Ich wollte ihnen zurufen, daß das doch genau der Ast wäre, der die
    Burgmauer bald berühren würde! Daß ich mich so viele Jahre gefreut habe
    darauf, daß ich doch so lange gewartet habe und auch ganz gewiss nichts
    beschädigen würde, ich würde ihn in eine andere Richtung wachsen lassen,
    diesen Ast!

    Ich wollte doch nur einmal fühlen, wie sich diese Mauer anfühlt!

    Aber sie hörten nicht auf mich. Sie zogen und zerrten an diesem gezackten
    Metallstück, und schließlich fiel mein größter Ast zu Boden, und ich stand
    da mit meinem Schmerz und niemand kümmerte sich um mich.

    Zufrieden schauten die Männer an mir hoch, freuten sich über meinen
    verstümmelten Körper, der jetzt nackt und ängstlich in die Luft ragte, sich
    nicht verstecken konnte, und nun völlig entblößt herausragte aus der grünen
    Blätterschicht.

    Ich weinte still und leise vor mich hin und wusste, daß ich nun wieder
    viele, viele Jahre würde warten müssen, bis mein Ast wieder soweit
    nachgewachsen war, daß ich erneut versuchen könnte, die Mauer zu berühren.

    Wie trauerte ich um die Zeit, als der kleine Junge noch unter mir spielte.
    Kein einziges Mal hat er mir weh getan. Niemals ritzte er etwas in meinen
    Stamm, keinen einzigen Zweig hat er abgerissen.

    Lange Zeit verstrich, als schließlich meine Wunde zu bluten begann. Langsam
    bildete sich eine Schicht aus Harz über meinem Stumpf, und die Schmerzen
    vergingen.

    Aber vergessen habe ich es nie. Alles ist gespeichert in mir.

    Viele Jahre vergingen, und viele neue Menschen kamen in das Schloss und
    gingen wieder.

    Es wechselte seine Besitzer, und schließlich stand es leer.

    Bis 1997 wurde ich kaum beachtet. Ich war inzwischen schon stattlich und
    groß und einer meiner Äste war inzwischen so weit gewachsen, daß ich
    tatsächlich meinen Traum erfüllen und die Schlossmauer berühren konnte.

    Eines Tages kam eine Familie den Hügel herauf gewandert, und während die
    beiden Kinder rund um den Schlossgarten liefen und fangen spielten und laut
    lachten, setzte sich die junge Mutter auf eine meiner größten Wurzeln,
    lehnte sich mit dem Rücken an meinen Stamm und schloss die Augen.

    Zuerst dachte ich, sie würde nur meinen Schatten suchen, und die Ruhe
    genießen, aber plötzlich spürte ich, daß sie mit mir zu sprechen begann.
    Und überrascht stellte ich fest, daß sie nicht mit Menschenworten zu mir
    sprach, sondern sie sprach in meiner Sprache!

    Sie stellte mir Fragen, sie wollte wissen was ich erlebt habe. Dabei
    berührte sie mich sanft, streichelte meine rauhe Rinde, und ich sah die
    Bilder, die sie in ihren Gedanken zu mir schickte.

    Ich wagte es kaum zu antworten, weil ich befürchtete, sie würde mich nicht
    hören oder verstehen, also begann ich ganz vorsichtig, mit ihr zu sprechen,
    und wie erstaunt war ich, als sie lächelte und mit mir ein Gespräch begann!

    Immer mutiger wurde ich, und iche rzählte ihr von dem kleinen Jungen, von
    der Geschichte mit dem kleinen verstorbenen Bruder, von den alten
    Schlossherren und wie ich mich danach sehnte, die Mauer zu berühren. Ich
    erzählte ihr von der Säge die mich verwundete und von den Menschen, vor
    denen ich Angst hatte.

    Ich erzählte ihr von der Stille, die damals im Tal herrschte und vom Lärm
    und vom Gestank der Autos, der heute zu mir herauf wehte, wenn der Wind in
    meine Richtung blies.

    Die Frau verstand alles was ich sagte. Manchmal nickte sie, sie weinte ein
    bisschen, und ihre Tränen tropften auf meine Wurzeln.

    Immerzu streichelte sie mich während des Gespräches und ich genoss ihre Nähe.

    Noch nie zuvor hatte ich so etwas erlebt.

    Schützend hielt ich meine Äste über ihren Kopf, schaukelte ein bisschen
    meine Blätter im Wind, und knarrte mit den Astgabeln.

    Eine Weile blieb sie bei mir, dann streute sie ein wenig Tabak rund um mich
    und bedankte sich für das Gespräch.

    Sieben Jahre lang kam sie immer wieder zu mir, besuchte mich, sprach ein
    bisschen mit mir, und machte mir Mut, daß bestimmt bald wieder Kinder in
    meinem Schatten spielen würden.

    Und sie hatte tatsächlich recht.

    Das Schloss wurde renoviert, ein Spielplatz wurde ganz in meiner Nähe
    gebaut, und heute kommen viele Wanderer den Hügel herauf, bringen Kinder
    mit, und diese laufen nun wieder lachend um meinen Stamm herum, werfen im
    Winter mit Schneebällen nach mir und ich lasse den glitzernden Schnee von
    meinen Ästen auf sie herabrieseln.

    Die junge Frau habe ich leider nie wieder gesehen.

    Aber ich weiß, daß sie manchmal an mich denkt. Dann spüre ich ihre Gedanken
    und freue mich und weiß, daß sie mich irgendwann wieder besuchen kommen
    wird um mit mir zu sprechen.

    :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    Himmel nochmal, ich hab grad Tränen gelacht und es meinem Mann vorgelesen, der sich auch total zergugelt hat grad.
    Einfach SPITZE!
    Da gibt`s noch so einen Text, der früher mal als Mail die Runde machte von einem Versicherungsfall mit einem dachdecker, der mit einem Seilzug Ziegel runterlassen wollte vom Dach. Und dabei runtergfallen ist... Kennt das zufällig jemand? Das ist auch so lustig... *smile*
    Liebe Grüsse, Sonja :D

    Hallo!
    Danke für die Links!
    Da muss ich mich mal reinlesen wenn ich mehr Ruhe hab. Ich hab ein Buch über Findhorn und schon einiges davon gehört.
    Aber so wirklich beschäftigt hab ich mich noch nicht damit. Vielen Dank für`s aufmerksam machen!
    Deine PM`s hab ich bekommen, danke! Wusste nicht so recht, was ich drauf antworten sollte.
    Ich meld mich noch. Bin heute nicht mehr online, morgen dann, ok?
    Alles Liebe, Sonja

    hallo!
    na ich denke ich schreib genug.
    mehr geht nicht neben drei kindern,mann, zwei katzen, zwei vögeln, haus und garten, und job.
    ich hab aber auch nur "meine bestimmten themen" wegen denen ich vor langer zeit hierher gekommen bin...
    alles liebe, sonja

    hallo.
    hm. da hab ich eine andere einstellung zu dem ganzen.
    ich werd nicht krank weil ich dran glaube und weil ich weiß wie ich selbstheilungskräfte aktiviere.
    beweisen kann ich das wohl erst wenn ich 90 bin, drum bringt das diskutieren nicht viel und ich hab mir grad in einem anderen forum das maul verbrannt weil ich behauptet habe jeder ist seines glückes schmeid und schafft sich sein leben selber, und schafft sich auch seine krankheiten selber- aber ich meinte damit nicht durch alkohol oder drogen, sondern mit egdankenkraft. weil viele halt nicht bewusst leben.

    vielleicht denk ich auch komplett falsch und komm erst später drauf.
    auf jeden fall nehm ich geschenke immer freudig an und werd bestimmt kein griessgrämiger veganer, und fühl mich dann befreit... (hab noch nie einen befreiten veganer gesehen, kenne nur griessgrämige veganer)

    wie auch immer. ich lebe.
    für mich ist der sinnd es lebens : LEBEN
    und ich lass gerne jedem seine meinung, jeder wie er mag.

    alles liebe, sonja

    ihr lieben, ich muss ja ganz ehrlich sagen, daß ich das so sehe:
    ich lebe lieber etwas kürzer und dafür hab ich alles mal erlebt und kann das leben geniessen, als ich schränke mich mein leben lang ein und mache alle möglichen diäten und halt mich ein leben lang in allem zurück und werd 100 jahre alt.

    ich will gar nicht so alt werden.
    lieber geniesse ich das leben und werd nur 60. das genügt mir.
    meine kinder brauchen ja auch noch platz für sich.
    ich weiß nicht, was die immer alle haben mit ihrem "gesund bis ins hohe alter" und "so wird man 100 jahre alt" und so wieter.

    lasst doch den jungen auch ihren platz!
    wieso wollen immer alle so alt werden? ich verstehs nicht.
    geniesst doch das leben, es überschüttet euch mit köstlichen dingen!
    da scheiss ich doch auf die 20 jahre die ich hätte länger leben können wenn ich dafür dieses nicht getan hätte und jenes nicht gegessen hätte und das nicht geraucht und das nicht getrunken hätte....

    worauf zielt das hinaus? daß wir die rente auf 70 verlegen?
    daß 5 generationen auf einmal sich den platz auf der erde teilen? und die nahrungsmittel? und das geld? und die natur?
    ich find das alles schwachsinnig.
    sonja