Beiträge von Sonja

    ich bin auch elter.
    meine kinder sind:

    billie-jo (13 jahre)
    bj?rn dorian (fast 11)
    und finn-loris (eineinhalb monate alt.

    bilder findet ihr auf meiner homepage in der fotogalerie unter "wir und ich" (siehe profil- link)

    findest du hier im forum unter weisheiten, usw...
    da ich es grad nicht verlinken kann kopier ich es nochmal hier rein:


    Meine erste Einweihung in den Schamanismus bekam ich in einem leeren Raum der Absamer "Herrenh?user", einem riesigen Geb?ude das fr?her ein Knappenhaus f?r den Salz-Abbau war, auf 1700 Metern H?he in den Bergen Tirols.
    Ich wusste nicht, was Schamanismus ist, ich war der Ersatz f?r eine Freundin, die aus Krankheitsgr?nden nicht auf dieses Seminar fahren konnte- und sie meinte, mich w?rde das sicherlich interessieren, und ich solle doch an ihrer Stelle fahren.

    Ich fuhr also mit einer geliehenen Trommel, einem Schlafsack und einem gro?en Rucksack bepackt mit dem Zug 4 Stunden nach Tirol, wurde dort von zwei fremden M?nnern auf einen Berg gebracht, 30 Minuten mit dem Auto, dann 30 Minuten Fu?weg- steil bergauf- ich keuchte wie eine Dampflok und war ?berw?ltigt von der wunderbaren Natur.
    Mir war klar, dass es ein "ZU- FALL" war, ich interessierte mich seit Jahren f?r Indianer, hatte aber kaum Ahnung von ihrer Spiritualit?t- ich war damals 21 und hatte gerade mein zweites Kind bekommen, war frisch verheiratet und gerade ins Haus der Schwiegereltern eingezogen, umgezogen in ein anderes Bundesland und kreuzungl?cklich, f?hlte mich gefangen in Haushalt und Alltag, hatte Heimweh und sehnte mich nach meinen Gro?eltern und den Bergen des ?tschers, wo ich geboren bin.

    Oben bei den Herrenh?usern angekommen konnte ich kurz auspacken und verschnaufen, dann wurde ich in ein Zimmer gebracht.
    Es roch nach verbranntem Salbei, am Boden eine Decke, Trommeln, R?ucherschale, Adlerfeder, Kristalle, Lederbeutel.
    Georg, der Seminarleiter, der seine Einweihungen in Equador bei den Shuar- Indianern erhielt, begann ein Lied zu pfeifen und rasselte in jeder Himmelsrichtung, erkl?rte mir kurz und b?ndig, was ich nun tun m?sste, und begann mit dem zweiten Mann- dessen Namen ich vergessen habe- monoton zu trommeln.
    Ich lag am Boden, hatte ein Tuch ?ber die Augen gelegt bekommen, und sie trommelten laut und schnell.
    Ich sollte mir einen Tunnel vorstellen, der mich in die untere Welt f?hren w?rde- und da w?rde ich mein Krafttier treffen.
    Es dauerte nur etwa 2 Sekunden, ich betrat den Tunnel, sah den Weg nach unten, ging runter, rutschte hinunter, und landete im gl?henden Inneren eines Vulkanes. Eine orange- rot gl?hende H?hle rund um mich.
    W?hrend ich noch ?berlegte, was ich jetzt tun sollte, flog laut kr?chzend ein riesiger schwarzer Rabe
    so dicht ?ber meinen Kopf hinweg, dass ich seinen Fl?gelschlag sp?ren konnte. Es ert?nte ein langgezogenes Kr?chzen, und er kreiste immer wieder ?ber meinen Kopf hinweg und starrte mich aus seinen abgrundtief schwarzen Augen an.
    Ich bekam G?nsehaut. Das war kein Traum, das war keine Einbildung, es war total REAL, nur dass es sich im Inneren abspielte. War ich in Trance? Nein, denn ich h?rte doch die Trommeln noch immer, ich roch den Salbei noch immer, ich wusste klar und deutlich, dass ich am Boden eines Raumes in Tirol lag.
    Die Trommler wechselten den Rhythmus, vier Schl?ge- f?r jede Himmelsrichtung einen.
    Dann immer schnelleres Getrommle, ich fetzte durch den Tunnel zur?ck in die Allt?gliche Wirklichkeit.
    Ich f?hlte meinen K?rper wieder. Das Trommeln h?rte auf- und ich hatte meine erste Geistreise gemacht, mein Krafttier gefunden.
    Am n?chsten Tag um 5.00 Uhr Morgens wurde ich von einem seltsamen Ger?usch geweckt, das von drau?en kam.
    Ich wickelte mich in eine Decke und ging raus und sah auf dem Baum direkt vor dem Haus ein Rabenpaar, das fr?hlich herumh?pfte. Nie zuvor hatte ich echte Kolkraben gesehen.
    An der Hausmauer sa? Georg, ebenfalls in eine Decke eingewickelt, und drehte sich eine Zigarette.
    Ich grinste. Er grinste.
    Es war toll.

    Einen Tag sp?ter.
    Ein richtiges Initiations- Ritual, die Zerst?ckelung in der Geistwelt. Ich sterbe mein normales Leben und werde als schamanisch denkender Mensch wiedergeboren. Ich sollte zerst?ckelt werden von meinem geistigen Lehrer in der oberen Welt dieses Mal. Mein Krafttier w?rde mich hinbringen.
    Ich lag wieder auf dem Boden. Wieder Salbei- Geruch und monotones Trommeln. Ich schloss die Augen und sah wieder den Tunnel. Wieder rutschte ich den Gang nach unten, suchte mein Krafttier.
    Die H?hle war Asche und grau. Kein orange- rotes pulsierendes Vulkan- Get?se.
    Kein Rabe. Ich suchte einen Ausgang aus der H?hle- ging dort hin, wo das Licht her kam und betrat eine Sommerwiese. Und da sa? er- der Rabe- und schaute mich neugierig an, flog auf meine Schulter und
    "schn?belte" mit mir.
    Ich bat ihn, mich in die obere Welt zum Lehrer zu bringen. Der Rabe flog mit mir aus dem Tunnel hinaus, und vor dem Tunnel zeigte er mir eine gro?e Tanne. Daran sollte ich hoch klettern.
    Ich kletterte auf die Tanne, bis ich oben am Wipfel sa? und einen ?berblick ?ber die Geistwelt hatte. Ober mir der Himmel und die Wolken, unter mir der Eingang zum Tunnel. Und darunter die untere Welt mit Krafttieren, Totemtieren, Kraftpl?tzen und vielen unerforschten Gebieten, die ich in den folgenden Jahren nach und nach besuchte.
    Ich sa? also auf dem Wipfel dieser Tanne und pl?tzlich verdunkelte sich der Himmel und ein gro?es Birkhuhn flog auf mich zu, packte meinen Kopf und flog mit mir durch die Wolkendecke. Pl?tzlich unter mir ein riesiges Nest, in das mich das Huhn fallen lie?.
    Das Huhn setzte sich auf das Nest und es wurde dunkel und hei?. Unertr?glich hei?. Ich begann zu schwitzen und bekam Atemnot.
    Zuerst dachte ich daran, dass meine "Zerst?ckelung" ein "erschwitzen" werden w?rde. Doch dann sah ich voller Entsetzen aus den ?sten des Nestes eine gro?e Spinne auf mich zu krabbeln.
    Sie rollte mich mit ihren Beinen herum, wickelte mich ein in ihr Spinnennetz, und begann dann, mich zu bei?en und auszusaugen.
    Irgendwann f?hlte ich mich, wie ein leerer Sack. Ich war kraftlos, hatte weder Blut noch Wasser in meinem K?rper, als best?nde ich nur noch aus Haut und Knochen.
    Ich empfand den ganzen Prozess des aussaugens weder als schmerzhaft noch als unangenehm, es war ein angenehmes, beruhigendes Gef?hl. Als h?tte sie alle negativen Dinge aus mir heraus gesaugt.
    Danach f?hlte ich mich wieder wie rundum- erneuert, das Huhn packte mich und flog mit mir zur?ck zur Tanne, wo der Rabe bereits wieder auf mich wartete.
    Dann h?rte ich wieder das Trommel- Signal und die Reise war beendet.

    Danach arbeitete ich jahrelang schamanisch, hatte aber weder einen offiziellen Kurs von der "Foundation of shamanic Studies in Wien" besucht, noch sonst irgendetwas in der Hand, das mich erm?chtigte, offiziell schamanisch zu arbeiten.
    Aber ich hatte seit etwa 10 Jahren Kontakt zu einer Ojibwe- Cree- Indianerin namens Nijanani Novalinga, die mit einem Eskimo- Schamanen in Canada lebte.
    Ihr Mann hei?t Augiak Novalinga und ist geboren in der Hudson Bay in Alaska. Er ist Geschichtenerz?hler, Specksstein- Schnitzer und Schamane.
    Als ich ihr von meiner Arbeit erz?hlte, entschloss sie sich dazu, mich mit ihrem Mann zu besuchen.
    Sie kam 1999 zu mir nach ?sterreich. Zuerst war es ein normaler Besuch mit Ausfl?gen zu sehenswerten Pl?tzen, wir redeten, lachten, sangen Lieder, berichteten uns ?ber Neuigkeiten.
    Dann fragte sie mich, ob ich einen Kraftplatz kennen w?rde, und ich erz?hlte den Beiden von der Schaunburg in Eferding - Ober?sterreich.
    Eine riesige Ruine auf einem Berg.
    Wir fuhren dort hin, und stellten uns in die Mitte des Burghofes. Pl?tzlich nahmen mich die beiden an den H?nden, wir standen im Kreis und sie begannen in ihrer Sprache Lieder zu singen und zu beten.
    Ich war total ger?hrt, hatte Tr?nen in den Augen, verstand zwar kein Wort, sp?rte aber wieder die G?nsehaut, die ?ber meinen R?cken kroch.
    Augiak holte aus seiner Tasche einen Sweetgrass- Zopf, geflochtenes Gras, das s??lich duftete.
    Mit Streichh?lzern wurde der Zopf angezunden, ein St?ck brannte ab und verbreitete seinen Duft. Dann nahm Nijanani meine Hand, und br?selte etwas vom abgebrannten Gras in meine Handfl?che und verrieb es dort.
    Sie erkl?rte mir, dass der Rauch heilig w?re und die Gedanken zum gro?en Geist lenken w?rde, deshalb m?sste ich aufpassen, was ich denke.
    W?hrend sie meine Handfl?che schwarz f?rbte sagte sie: "Das besiegelt Deine Gedanken".
    Augiak griff wieder in eine seiner Taschen und holte einen kleinen Gegenstand heraus. Er begann in seiner Sprache zu beten, und nachdem er fertig war legte er mir den Gegenstand in meine schwarze Handfl?che.
    Es war eine Schwarzb?renkralle an einem Lederband.
    Er schaute mir in die Augen, nahm mich an den H?nden und sagte: "You are a Shaman!"
    Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Ich hatte keine Ahnung, dass sie diese Zeremonie f?r mich gemacht hatten, da? sie extra deswegen aus Canada gekommen waren.
    Ich umarmte beide mit Tr?nen in den Augen und bedankte mich.
    Dann fragte mich Augiak, ob ich eine Zigarette h?tte. Ich wunderte mich, da ich wusste, dass er Nichtraucher war.
    Ich holte also meine Zigaretten hervor und gab ihm eine davon.
    Er nahm die Zigarette und brach sie auseinander, verteilte den Tabak am Platz auf dem wir standen, sprach einige Worte in seiner Sprache, gab mir dann den Filter zur?ck.
    Ich schaute wohl so verbl?fft, dass beide anfingen zu lachen.
    Seither besuchen mich beide einmal im Jahr, wir haben auch weiterhin brieflichen Kontakt und ich lerne viel ?ber ihre Geschichten und Legenden, ihre Spiritualit?t und den Alltag der Eingeborenen in Amerika und Canada.

    Ich habe nie wieder aufgeh?rt, schamanisch zu arbeiten, und bin sogar sicher, dass es unm?glich ist, dieses Leben einfach aufzuh?ren oder anders weiter zu leben.
    Wer sich entschlossen hat, schamanisch zu leben, der ist ein B?ndnis mit der Geistwelt eingegangen.
    "Die Geister kommen zu uns, weil wir es f?r m?glich halten" sagte ein mongolischer Schamane zu mir.


    Die Reise

    erstarrte realit?t bedauern
    graue tage trauern
    monotoner trommelschlag
    das tor durchschreiten mag
    ?ffnet sich der anderen welt
    versinkt im traum und tiefer f?llt
    gehirngespinst und visionen gleich
    voll bewu?t die wirklichkeit
    verschmelzen mit den tieren
    sich fliegend verlieren
    wesen der weisheit zart
    geheimste w?nsche offenbart
    schwimmend durch gew?sser
    schon geht es mir besser
    tanke energie an der quelle der kraft
    st?rkt wichtigen lebenssaft
    gl?cksgef?hl wie spinnen- netz
    meinen k?rper besetzt
    rede mit tieren und bergen
    mu? nichts und niemand verbergen
    ziehend am linken ?rmel ich sp?re
    zur?ck soll ich zur t?re
    gest?rkt der abschied von den begleitern
    auf den trommelschl?gen reiten
    blendend wei?es licht
    das tor ?ffnet sich
    der tunnel spuckt mich aus
    ?ffne die augen
    wieder zu haus


    majun

    das problem an der sache ist woh, da? viele m?nner meinen, frauen w?ren wirklich so, wie sie dargestellt werden- und die werden dann entt?uscht in real lvie, weil frauen eben nicht so sind (zumindest nicht die, die zu sich stehen und wissen was sie wert sind, und die noch vollweiber sind- ich spreche nicht von denen, die den idealen nacheifern und sich anpassen- also den p?ppchen deren denken genauso einfach gestrickt ist wie ihr aussehen....)

    majun

    oh, die corvus corax werden dir gefallen. eine meiner lieblingsbands, hab ich auch schon live sehen d?rfen und war begeistert damals!
    inzwischen hab ich fast alle CD`s von ihnen und h?r sie vorwiegend beim autofahren und kann inzwischen einige texte auswendig (obwohl ich nicht verstehe was ich singe weil es mittelalterliche gaunersprache ist...)

    viel spa? beim spectaculum!

    majun

    Meine erste Einweihung in den Schamanismus bekam ich in einem leeren Raum der Absamer "Herrenh?user", einem riesigen Geb?ude das fr?her ein Knappenhaus f?r den Salz-Abbau war, auf 1700 Metern H?he in den Bergen Tirols.
    Ich wusste nicht, was Schamanismus ist, ich war der Ersatz f?r eine Freundin, die aus Krankheitsgr?nden nicht auf dieses Seminar fahren konnte- und sie meinte, mich w?rde das sicherlich interessieren, und ich solle doch an ihrer Stelle fahren.

    Ich fuhr also mit einer geliehenen Trommel, einem Schlafsack und einem gro?en Rucksack bepackt mit dem Zug 4 Stunden nach Tirol, wurde dort von zwei fremden M?nnern auf einen Berg gebracht, 30 Minuten mit dem Auto, dann 30 Minuten Fu?weg- steil bergauf- ich keuchte wie eine Dampflok und war ?berw?ltigt von der wunderbaren Natur.
    Mir war klar, dass es ein "ZU- FALL" war, ich interessierte mich seit Jahren f?r Indianer, hatte aber kaum Ahnung von ihrer Spiritualit?t- ich war damals 21 und hatte gerade mein zweites Kind bekommen, war frisch verheiratet und gerade ins Haus der Schwiegereltern eingezogen, umgezogen in ein anderes Bundesland und kreuzungl?cklich, f?hlte mich gefangen in Haushalt und Alltag, hatte Heimweh und sehnte mich nach meinen Gro?eltern und den Bergen des ?tschers, wo ich geboren bin.

    Oben bei den Herrenh?usern angekommen konnte ich kurz auspacken und verschnaufen, dann wurde ich in ein Zimmer gebracht.
    Es roch nach verbranntem Salbei, am Boden eine Decke, Trommeln, R?ucherschale, Adlerfeder, Kristalle, Lederbeutel.
    Georg, der Seminarleiter, der seine Einweihungen in Equador bei den Shuar- Indianern erhielt, begann ein Lied zu pfeifen und rasselte in jeder Himmelsrichtung, erkl?rte mir kurz und b?ndig, was ich nun tun m?sste, und begann mit dem zweiten Mann- dessen Namen ich vergessen habe- monoton zu trommeln.
    Ich lag am Boden, hatte ein Tuch ?ber die Augen gelegt bekommen, und sie trommelten laut und schnell.
    Ich sollte mir einen Tunnel vorstellen, der mich in die untere Welt f?hren w?rde- und da w?rde ich mein Krafttier treffen.
    Es dauerte nur etwa 2 Sekunden, ich betrat den Tunnel, sah den Weg nach unten, ging runter, rutschte hinunter, und landete im gl?henden Inneren eines Vulkanes. Eine orange- rot gl?hende H?hle rund um mich.
    W?hrend ich noch ?berlegte, was ich jetzt tun sollte, flog laut kr?chzend ein riesiger schwarzer Rabe
    so dicht ?ber meinen Kopf hinweg, dass ich seinen Fl?gelschlag sp?ren konnte. Es ert?nte ein langgezogenes Kr?chzen, und er kreiste immer wieder ?ber meinen Kopf hinweg und starrte mich aus seinen abgrundtief schwarzen Augen an.
    Ich bekam G?nsehaut. Das war kein Traum, das war keine Einbildung, es war total REAL, nur dass es sich im Inneren abspielte. War ich in Trance? Nein, denn ich h?rte doch die Trommeln noch immer, ich roch den Salbei noch immer, ich wusste klar und deutlich, dass ich am Boden eines Raumes in Tirol lag.
    Die Trommler wechselten den Rhythmus, vier Schl?ge- f?r jede Himmelsrichtung einen.
    Dann immer schnelleres Getrommle, ich fetzte durch den Tunnel zur?ck in die Allt?gliche Wirklichkeit.
    Ich f?hlte meinen K?rper wieder. Das Trommeln h?rte auf- und ich hatte meine erste Geistreise gemacht, mein Krafttier gefunden.
    Am n?chsten Tag um 5.00 Uhr Morgens wurde ich von einem seltsamen Ger?usch geweckt, das von drau?en kam.
    Ich wickelte mich in eine Decke und ging raus und sah auf dem Baum direkt vor dem Haus ein Rabenpaar, das fr?hlich herumh?pfte. Nie zuvor hatte ich echte Kolkraben gesehen.
    An der Hausmauer sa? Georg, ebenfalls in eine Decke eingewickelt, und drehte sich eine Zigarette.
    Ich grinste. Er grinste.
    Es war toll.

    Einen Tag sp?ter.
    Ein richtiges Initiations- Ritual, die Zerst?ckelung in der Geistwelt. Ich sterbe mein normales Leben und werde als schamanisch denkender Mensch wiedergeboren. Ich sollte zerst?ckelt werden von meinem geistigen Lehrer in der oberen Welt dieses Mal. Mein Krafttier w?rde mich hinbringen.
    Ich lag wieder auf dem Boden. Wieder Salbei- Geruch und monotones Trommeln. Ich schloss die Augen und sah wieder den Tunnel. Wieder rutschte ich den Gang nach unten, suchte mein Krafttier.
    Die H?hle war Asche und grau. Kein orange- rotes pulsierendes Vulkan- Get?se.
    Kein Rabe. Ich suchte einen Ausgang aus der H?hle- ging dort hin, wo das Licht her kam und betrat eine Sommerwiese. Und da sa? er- der Rabe- und schaute mich neugierig an, flog auf meine Schulter und
    "schn?belte" mit mir.
    Ich bat ihn, mich in die obere Welt zum Lehrer zu bringen. Der Rabe flog mit mir aus dem Tunnel hinaus, und vor dem Tunnel zeigte er mir eine gro?e Tanne. Daran sollte ich hoch klettern.
    Ich kletterte auf die Tanne, bis ich oben am Wipfel sa? und einen ?berblick ?ber die Geistwelt hatte. Ober mir der Himmel und die Wolken, unter mir der Eingang zum Tunnel. Und darunter die untere Welt mit Krafttieren, Totemtieren, Kraftpl?tzen und vielen unerforschten Gebieten, die ich in den folgenden Jahren nach und nach besuchte.
    Ich sa? also auf dem Wipfel dieser Tanne und pl?tzlich verdunkelte sich der Himmel und ein gro?es Birkhuhn flog auf mich zu, packte meinen Kopf und flog mit mir durch die Wolkendecke. Pl?tzlich unter mir ein riesiges Nest, in das mich das Huhn fallen lie?.
    Das Huhn setzte sich auf das Nest und es wurde dunkel und hei?. Unertr?glich hei?. Ich begann zu schwitzen und bekam Atemnot.
    Zuerst dachte ich daran, dass meine "Zerst?ckelung" ein "erschwitzen" werden w?rde. Doch dann sah ich voller Entsetzen aus den ?sten des Nestes eine gro?e Spinne auf mich zu krabbeln.
    Sie rollte mich mit ihren Beinen herum, wickelte mich ein in ihr Spinnennetz, und begann dann, mich zu bei?en und auszusaugen.
    Irgendwann f?hlte ich mich, wie ein leerer Sack. Ich war kraftlos, hatte weder Blut noch Wasser in meinem K?rper, als best?nde ich nur noch aus Haut und Knochen.
    Ich empfand den ganzen Prozess des aussaugens weder als schmerzhaft noch als unangenehm, es war ein angenehmes, beruhigendes Gef?hl. Als h?tte sie alle negativen Dinge aus mir heraus gesaugt.
    Danach f?hlte ich mich wieder wie rundum- erneuert, das Huhn packte mich und flog mit mir zur?ck zur Tanne, wo der Rabe bereits wieder auf mich wartete.
    Dann h?rte ich wieder das Trommel- Signal und die Reise war beendet.

    Danach arbeitete ich jahrelang schamanisch, hatte aber weder einen offiziellen Kurs von der "Foundation of shamanic Studies in Wien" besucht, noch sonst irgendetwas in der Hand, das mich erm?chtigte, offiziell schamanisch zu arbeiten.
    Aber ich hatte seit etwa 10 Jahren Kontakt zu einer Ojibwe- Cree- Indianerin namens Nijanani Novalinga, die mit einem Eskimo- Schamanen in Canada lebte.
    Ihr Mann hei?t Augiak Novalinga und ist geboren in der Hudson Bay in Alaska. Er ist Geschichtenerz?hler, Specksstein- Schnitzer und Schamane.
    Als ich ihr von meiner Arbeit erz?hlte, entschloss sie sich dazu, mich mit ihrem Mann zu besuchen.
    Sie kam 1999 zu mir nach ?sterreich. Zuerst war es ein normaler Besuch mit Ausfl?gen zu sehenswerten Pl?tzen, wir redeten, lachten, sangen Lieder, berichteten uns ?ber Neuigkeiten.
    Dann fragte sie mich, ob ich einen Kraftplatz kennen w?rde, und ich erz?hlte den Beiden von der Schaunburg in Eferding - Ober?sterreich.
    Eine riesige Ruine auf einem Berg.
    Wir fuhren dort hin, und stellten uns in die Mitte des Burghofes. Pl?tzlich nahmen mich die beiden an den H?nden, wir standen im Kreis und sie begannen in ihrer Sprache Lieder zu singen und zu beten.
    Ich war total ger?hrt, hatte Tr?nen in den Augen, verstand zwar kein Wort, sp?rte aber wieder die G?nsehaut, die ?ber meinen R?cken kroch.
    Augiak holte aus seiner Tasche einen Sweetgrass- Zopf, geflochtenes Gras, das s??lich duftete.
    Mit Streichh?lzern wurde der Zopf angezunden, ein St?ck brannte ab und verbreitete seinen Duft. Dann nahm Nijanani meine Hand, und br?selte etwas vom abgebrannten Gras in meine Handfl?che und verrieb es dort.
    Sie erkl?rte mir, dass der Rauch heilig w?re und die Gedanken zum gro?en Geist lenken w?rde, deshalb m?sste ich aufpassen, was ich denke.
    W?hrend sie meine Handfl?che schwarz f?rbte sagte sie: "Das besiegelt Deine Gedanken".
    Augiak griff wieder in eine seiner Taschen und holte einen kleinen Gegenstand heraus. Er begann in seiner Sprache zu beten, und nachdem er fertig war legte er mir den Gegenstand in meine schwarze Handfl?che.
    Es war eine Schwarzb?renkralle an einem Lederband.
    Er schaute mir in die Augen, nahm mich an den H?nden und sagte: "You are a Shaman!"
    Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Ich hatte keine Ahnung, dass sie diese Zeremonie f?r mich gemacht hatten, da? sie extra deswegen aus Canada gekommen waren.
    Ich umarmte beide mit Tr?nen in den Augen und bedankte mich.
    Dann fragte mich Augiak, ob ich eine Zigarette h?tte. Ich wunderte mich, da ich wusste, dass er Nichtraucher war.
    Ich holte also meine Zigaretten hervor und gab ihm eine davon.
    Er nahm die Zigarette und brach sie auseinander, verteilte den Tabak am Platz auf dem wir standen, sprach einige Worte in seiner Sprache, gab mir dann den Filter zur?ck.
    Ich schaute wohl so verbl?fft, dass beide anfingen zu lachen.
    Seither besuchen mich beide einmal im Jahr, wir haben auch weiterhin brieflichen Kontakt und ich lerne viel ?ber ihre Geschichten und Legenden, ihre Spiritualit?t und den Alltag der Eingeborenen in Amerika und Canada.

    Ich habe nie wieder aufgeh?rt, schamanisch zu arbeiten, und bin sogar sicher, dass es unm?glich ist, dieses Leben einfach aufzuh?ren oder anders weiter zu leben.
    Wer sich entschlossen hat, schamanisch zu leben, der ist ein B?ndnis mit der Geistwelt eingegangen.
    "Die Geister kommen zu uns, weil wir es f?r m?glich halten" sagte ein mongolischer Schamane zu mir.


    Die Reise

    erstarrte realit?t bedauern
    graue tage trauern
    monotoner trommelschlag
    das tor durchschreiten mag
    ?ffnet sich der anderen welt
    versinkt im traum und tiefer f?llt
    gehirngespinst und visionen gleich
    voll bewu?t die wirklichkeit
    verschmelzen mit den tieren
    sich fliegend verlieren
    wesen der weisheit zart
    geheimste w?nsche offenbart
    schwimmend durch gew?sser
    schon geht es mir besser
    tanke energie an der quelle der kraft
    st?rkt wichtigen lebenssaft
    gl?cksgef?hl wie spinnen- netz
    meinen k?rper besetzt
    rede mit tieren und bergen
    mu? nichts und niemand verbergen
    ziehend am linken ?rmel ich sp?re
    zur?ck soll ich zur t?re
    gest?rkt der abschied von den begleitern
    auf den trommelschl?gen reiten
    blendend wei?es licht
    das tor ?ffnet sich
    der tunnel spuckt mich aus
    ?ffne die augen
    wieder zu haus


    majun

    ich denke es ist mangelnde liebe der eltern.

    ich war mit 17 schwanger und habe mit 18 meine tochter zur welt gebracht.

    und ich kann euch sagen warum.
    ich habe bei den m?nnern die liebe gesucht die ich zu hause nicht bekomemn habe.
    ich dachte ich k?ntne die m?nenr halten wenn ich mit ihnen schlafe. (so quasi: ich gebe dir alles was du willst, aber bitte liebe mich).

    dann wurde ich schwanger und ich habe mich tierisch gefreut auf das kind. denn der mann war nat?rlich weg- und das kind konnte ich lieben- und zum ersten mal hat mich ebenfalls jemand gebraucht.

    ich hab meine ganze liebe die ich in mir hatte in das kind gegeben... es kriegte meine volle aufmerksamkeit.

    so war das jedenfalls bei meiner tochter damals...

    sdie anderen beiden kinder hab ich sp?ter bekommen und da war es auch ganz anders. da wusste ich schon worauf ich mich einlasse ;)

    majun

    ich find das ganze einfach nur zum kotzen. wohin man blickt d?nne nackte weiber. auf den plakaten in der stadt, im fernsehen, in videos, auf lastw?gen, in zeitungen, einfach ?berall.

    ich w?re f?r gleichberechtigung.

    ich m?chte bitte nackte m?nner auf meiner shampoo-flasche oder auf der zahnpasta-tube.

    und sie sollten in etwa so aussehen:

    http://www.janeresture.com/oceania_tattoos/man_on_steps.jpg

    http://www.nicoles-creatives.de/bbh/ta-g-maori-1.jpg

    ich mach grad r?ckbildungsgymnastik (hab im mai mein 3. kind zur welt gebracht)
    wenn es sitzen kann werd ich einen fahrrad-sitz kaufen und dann gehn wir radfahren. (ich fahre grunds?tzlich nur dreigang-rad, das ist anstrengender und mit 21 g?ngen kann`s ja jeder luschi. *smile*

    achja, bergwandern tu ich gern.

    majun

    ich bin t?towiert am rechten bein, auf beiden oberarmen auf einem oberarm runter bis zum ellenbogen, auf der linken brust, am r?cken und am handgelenk.
    wahrscheinlich wird`s noch mehr, ich m?chte auf jeden fall irgendwann den linken unterarm vollmachen lassen.
    warum und wieso und wo und wie ich t?towiert bin, das findet ihr auf meiner homepage unter "t?towierungen". (siehe link im profil)

    majun

    mist ich bin grad in ne glas-scherbe getreten und hab keine pinzette zu hause. *grummel*
    aber ein wenig lenkt mich ab, da? ich hier so nett begr?sst werde. (liegt wahrscheinlich daran, da? mich hier keiner kennt *h?h?*)

    danke f?r die willkommens-postings. ich muss mich morgen mal querbeet durchlesen hier...

    majun

    n?- ich kenn den nicht !
    ich denke er meinte, da? er bereits bevor er den text gelesen hatte wusste, was drinsteht, weil er sich mein avatarbild angesehen hat und dabei schon "sah" (mediales sehen) was gewesen ist...
    so hab ich das verstanden.
    auf fotos kann man ja mehr sehen als nur das was zu sehen ist mit den augen.
    wenn ich ein bild von jemandem habe, dann kann ich ALLES sehen- vergangene leben, krankheiten, aura, usw.... fotos sind deshalb auch bei nordamerikanischen indianern nicht beliebt gewesen. sie sagten ganz richtig, da? ihnen die seele geraubt wird wenn sie fotografiert werden.

    majun

    du liebe g?te- ich hab`s zuerst auch nicht gecheckt was du meinst.
    aber jetzt glaub ich zumindest zu verstehen was du sagen willst :)
    aber noch komplizierter ausdr?cken ging dann wohl nicht mehr, oder? *lach*
    danke f?r deine erkl?rung!

    majun

    *huh*
    da kriegt man ja g?nsehaut.
    schon wahnsinn, was unbewusst so alles abgeht.
    und zuf?lle sind das ja keine mehr.
    ich meine, warum GENAU IN DEM MOMENT wo du das tr?umst dein mann dich ber?hrt.... und ?hnlich wie in meinem traum der moment wo ich BUH sage und mein freund sich grad ?ber mich beugt.... ist doch krass, oder?
    da? es zeitlih zusammenpasst- der moment im traum und der moment in der anderen ebene... faszinierend das....

    danke f?r`s erz?hlen!
    majun

    ich trinke seit mehr als 10 jahren so gut wie gar keinen alkohol aus spirituellen gr?nden (ich arbeite schamanisch).
    rauchen tu ich seit einem jahr nicht mehr, (da bin ich auch sehr stolz drauf, weil dadurch auch mein mann aufgeh?rt hat zu rauchen und gleichzeitig seine mutter mit uns aufgeh?rt hat- und wir haben alle sehr viel und sehr lange geraucht) kaffee trinke ich nur wenns sein muss und ansonsten halt ich mich auch drogenfrei, bis auf eine t?te gras einmal im jahr wenns passt....

    majun