Guten Tag,
heute bin ich durch >Zufall< auf dieses Forum gesto?en von dessen Existenz ich nichts wu?te, obwohl ich ?Auf ein Wort? vor bereits gut 3 Jahren gelesen habe.
Anfangs ging es mir wie vielen, das Gef?hl einer regelrechten Erleuchtung ?berkam mich und ich hatte das Gef?hl, etwas gro?artiges entdeckt zu haben.
Mit der Zeit entwickelte ich mich jedoch weiter bis ich schlu?endlich bemerkte, den Ansichten von Rudi nur deshalb aufgesessen zu sein, weil sie unbewu?t mein damaliges Weltbild wiederspiegelten, welches aus einer gro?en Unzufriedenheit in mir entstanden war. Ich war auf der Suche und als ich dann
darauf stie? dachte ich "das ist es!"; -aber gerade hierin liegt, so denke ich, eine gewisse Gefahr an der auch der Aufbau des Buches mit beitr?gt, denn zuerst werden allgemeine (Verschw?rungs-)Themen angesprochen die jedem noch nicht v?llig geistig blindem Menschen zusagen, um dann langsam in die philosophische Ecke abzudriften und das an einem Punkt, wo man dem Buch bereits gro?en Glauben schenkt. Die teils sehr emotionale
Formulierung tut ihr ?briges.
Ich entdeckte, da? der Rudi sich leider in ganz essentiellen Punkten wie dem der G?ttlichkeit und des freien Willens geirrt hatte. Das Leben selber war mir darin der beste Lehrmeister dieses zu erkennen.
Nicht schm?lern m?chte ich sein gro?es Engagement zur Aufkl?rung, insbesondere des ersten Buchteiles ?ber unterdr?ckte Energieressourcen etc. - doch erscheint es mir als Gefahr f?r den menschlichen Geist, sich von den im Buch enthaltenen ?Wahrheiten? vereinnahmen zu lassen, so wie es mir passierte, gerade die Ablehnung des freien Willens ist eine katastrophale Entscheidung.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, hier ein wenig hinein zu schreiben, falls es ?berhaupt jemanden interessieren sollte.
1. Zur ?G?ttlichkeit im Menschen?
Wir Menschen tragen keinen g?ttlichen, sondern einen geistigen Kern in uns.
Gott ist Gott, Mensch ist (Menschen)Geist.
Warum sollte Gott sich erfahren wollen? Er ist in sich perfekt und bedarf der Sch?pfung nicht, nur umgekehrt besteht eine Abh?ngigkeit.
Gott schuf die Sch?pfung nicht seinet-, sondern unseretwegen (grob ausgedr?ckt) und er ist bereits in sich Alles und vollkommen ["Alpha und Omega].
Die Sch?pfung ist in verschiedene Abschnitte gegliedert, die jede ihre ganz eigene Art besitzen, nicht alles ist eins sondern alles ist mit allem direkt oder indirekt verbunden, darin besteht ein Unterschied den zu bemerken von Bedeutung ist.
So wie das G?ttliche wie der Name schon sagt nur bei Gott sein kann, also in der g?ttlichen Sph?re, so kann es dieses nicht gleichzeitig auch in uns Menschen sein, denn wir sind nur durch einen langen Proze? daraus hervor gegangen, aus dem G?ttlichen entstand ab einer gewissen Entfernung zu diesem das Geistliche, von dem es einen Teil der Menschengeister gibt.
Man darf nie den Fehler machen, Begriffe zu vermischen und anzunehmen, es handele sich lediglich um verschiedene Ausdrucksformen ein und desselben, dazu sind doch alleine schon die Unterschiede der Ausdr?cke zu stark. Gott kann nicht Geist sein und Geist nicht Gott, die Sch?pfung ist voller Vielfalt.
Wir sind durch Gott entstanden, das macht uns noch lange nicht zu Tr?gern der G?ttlichkeit. Wir und diese Welt sind die Sch?pfung Gottes, der Sch?pfer steht au?erhalb seines Werkes, seiner Sch?pfung, er kann niemals "selbst" Teil dieser Sch?pfung sein! Ein Maler kann ja auch nicht Teil seines Bildes selbst sein - er steht dar?ber!
Gott als Sch?pfer und das Geistige als etwas Geschaffenes k?nnen nie miteinander verschmelzen, weil letzteres erst aus Gott hervor gegangen ist;
Sch?pfer und Sch?pfung sind getrennt so wie ein Maler von seinem Bild, wenngleich er auch seine Impressionen dort festh?lt.
Alleine aus dem Grund Gottes enormer Kraft die sich in Ausstrahlung zeigt k?nnen wir nicht in seine N?he kommen, ohne unweigerlich das Eigenbewu?tsein zu verlieren, genau dies zu entwickeln ist aber unser Ziel.
Sch?pfer und Gesch?pf k?nnen nicht eines sein, da sich die Sch?pfung mit ihren Kreaturen aus Gott heraus entwickelt hat, r?umlich gesehen also von ihm weg. Diese Sch?pfung bedarf einer Entwicklung, eines Fortschreitens und sich-Ausbreitens, Gott selber als ewig und in sich selbst ganz ben?tigt nichts von dem und es gibt keinen Grund, anzunehmen, er selber w?re in die Sch?pfung eingedrungen. Hinzu kommt, da? alleine schon die verschiedenartigen Begriffe von "Sch?pfer und Ge-sch?pf" klar und deutlich eine Trennung anzeigen.
Gott und Sch?pfung sind alleine schon aus dem Grund der Entwicklungsbed?rftigkeit des Letzteren getrennt, ich empfinde es zudem als unlogisch anzunehmen, Gott w?re selber in der Sch?pfung vorhanden bzw. alles w?re eines. Was ich nicht bestreite ist die Tatsache, da? alles untereinander in direkter oder eben indirekter Verbindung steht, jedoch nicht vermischt sondern wie an einer Kette aufgereihte Perlen nach dem Prinzip des Weitertragens.
Gott war schon immer da, sich aber als Mensch das Ewige vorzustellen ist kaum m?glich.
G?ttliche N?he w?re f?r die Gesch?pfe wie wir Menschen eines sind nicht ertragbar, wie sollen wir die, wenn auch nur indirekte, N?he eines Wesens ertragen k?nnen, da? durch sein reines Dasein, seine Ausstrahlung, Welten geschaffen hat?
Wenn von einem "g?ttlichen Funken" die Rede ist, wird das Auge schnell auf das "g?ttlich" gelenkt weniger auf den wichtigeren Teil, den Begriff des Funken. Der Begriff des g?ttlichen Funkens mu? nicht zwingend eine G?ttlichkeit per s? voraussetzen, nicht umsonst wird hier von einem Funken, nicht etwa von purer G?ttlichkeit selber, gesprochen. Es ist dies das Geistige, das in uns lebt bzw. welches unser wahres Ich ausmacht, man kann es sich metaphorische als eine Flamme vorstellen, die es zu entz?nden gilt. Dieser Begriff des Funkens wird wohl daraus abgeleitet worden sein, da? alles aus dem G?ttlichen enstanden ist, was aber nicht bedeutet, das Erschaffene w?re ebenso g?ttlich, dem ist n?mlich nicht der Fall. Dieser Funke der in uns lebt, ist die -abw?rts gesehen- nach dem g?ttlichen kommende Art des Geistigen, welche nicht mehr g?ttlich ist, da sie erst ab einer bestimmen Entfernung zu diesem entstehen konnte und somit "abk?hlte", zu etwas anderem wurde; jedoch immer noch mit einem Teil sch?pferischer F?higkeiten ausgestattet. Da die gr??te Sch?pfungskraft von Gott ausgeht, wird das Geistige in uns als Funken aus dem G?ttlichen kommend bezeichnet, nicht als selber g?ttlich.
Wie k?nnten die Menschen auch g?ttlich sein, wenn sie es nicht einmal schaffen, Menschen zu sein?
2. Der freie Wille
Unser freier Wille hat seinen Sitz im Geist. Er ist Ausdruck unserer Geistigkeit. Doch im t?glichen Leben ist dieser Wille eingesponnen in das Wirken des Verstandes, der seinerseits nicht nur Impulse aus dem Geistigen, sondern auch aus dem K?rperlichen verarbeitet ? Sinneseindr?cke, Gef?hle, lebenserhaltende Triebe. Daher spiegeln sich in unseren Gedanken bzw. im Tagbewu?tsein nicht nur die aus dem Geiste geborenen Willensakte, sondern vor allem auch die Ergebnisse des Verstandeswirkens: ?Jetzt m?chte ich etwas essen?, werden zum Beispiel die k?rperlichen Hungerimpulse in Klartext ?bersetzt. Oder: Weil f?nf mal vier zwanzig ist, ist auch vier mal f?nf zwanzig!?
Leider haben sich heute sehr viele Menschen weitgehend verfangen in der vom Verstand gepr?gten Gedankenwelt, sie sind getrieben von Vorstellungen und Vorbehalten, Erfahrungen und Begierden sowie festgelegten Routinen. Diese Abh?ngigkeit vom eigenen K?rper ist ihnen oft nicht bewu?t, aber sie f?hrt dazu, da? ihr an sich freier Wille zu einem abh?ngigen, also gebundenen Willen wurde. Und wenn Psychologen beobachten, wie sehr Menschen durch ihre Erlebnisse und Gedankenwelten ?gesteuert? sind, so sollte es nicht verwundern, wenn sie die Existenz eines freien Willens in Zweifel ziehen.
Doch dieses im Grunde traurige Sich-Ergeben in das eigene Verstandeswollen m??te nicht sein. Der gebundene Wille kann, wenn auch vielleicht nur mit gro?er M?he, wieder befreit werden ? und im Hinblick auf unsere Verantwortung, die wir als Menschen zu tragen haben, sollten selbstauferlegte Grenzen nach dem Motto: ?So bin ich halt, so ist es halt? m?glichst ?berwunden werden.
Unser freier Wille bietet uns die gro?artige M?glichkeit, das eigene ?Lebensschiff? in die gew?nschte Richtung zu steuern. Doch diese F?higkeit des Entschlusses hat auch eine Kehrseite, die untrennbar zu ihr geh?rt, n?mlich die Verantwortung. Das bedeutet: Wir sind frei in der Wahl, doch die Folgen dessen, wozu wir uns entschlie?en, haben wir zu tragen. Mit jedem Entschlu? pr?gen wir Menschen ein St?ck Wirklichkeit, und im Gesetz der Wechselwirkung antwortet das Leben auf das, was wir wollen, denken, tun. ?Verantworten? bedeutet demnach: die Antwort des Lebens erfahren, mit ihr umgehen, sie verwerten, durchleben m?ssen. Der Begriff ?Verantwortung? ist also alles andere als jene hohle Worth?lse!
Mit der Macht des Wollens k?nnte uns n?mlich in k?rzester Zeit eine innere Umkehr, ein Aufschwung und Neubeginn gelingen ? w?rden wir unseren freien Willen zur N?chstenliebe, Selbst?berwindung, Veredelung und Vervollkommnung bet?tigen. Aber statt diesen aufbauenden, f?rdernden Weg des Guten aktiv zu gehen, sind wir heute durchweg daran gew?hnt, uns gehen zu lassen, also in die Passivit?t, die Geistestr?gheit zu versinken. Und deshalb scheinen wir wie hilflose Marionetten in den F?den unseres Schicksalsnetzes zu baumeln, nach Wohlstand und Gen?ssen strebend, aber unfrei im Inneren.
Wir durchleben einen umfassenden Lern- und Reifeproze?, d?rfen Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln, wozu notwendigerweise auch die M?glichkeit geh?rt, frei und selbstverantwortlich zu entscheiden ? und Fehler zu machen. Wir sollten uns dieses unerme?lichen Geschenkes, durch Erfahrung Bewu?tsein entwickeln zu d?rfen, w?rdig erweisen. Leider aber f?hren uns Menschen Unverstand und Lebensferne sehr leicht in gedankliche Sackgassen. Man kann nicht leben und bewu?t sein wollen, aber zugleich das, was untrennbar zum menschlichen Leben geh?rt ? n?mlich die Selbstverantwortung ? ablehnen. N?tzen wir die uns geschenkten M?glichkeiten doch einfach zum Guten ? dann wird auf Dauer die Lebensfreude ?berwiegen, und wir erfahren ? ohne viel dar?ber nachzugr?beln ? das Wunder des Bewu?twerdend?rfens als die unverdiente Gnade, die es ist!
Was ?gut? ist, das empfindet jeder Mensch bis in seine Fingerspitzen. Es ist immer das, was ebenso aufbauend, f?rdernd, zielorientiert wirkt
Die weitreichenden M?glichkeiten, die unsere Willenskraft bietet, sind uns heute, da die Existenz des freien Willens immer h?ufiger bestritten wird, zumeist nicht bewu?t. Leider, denn die Kraft des Wollens ist der Schl?ssel zu allen unseren Gedanken und Handlungen,zumLebensgl?ck.
Wie frei wir wirklich sind?
Wir sind wirklich frei
Doch weder werden wir einst direkt zu Gott gelangen, da dieser weit, weit ?ber uns steht, noch ist er in irgendeiner Art und Weise f?r das Leid der Welt verantwortlich, das sind allein wir Menschen die durch das Abkommen vom geistigen Weg dem ?bel alle T?ren ge?ffnet und es bereitwillig hineingelassen, ja sogar unterst?tzt haben und dies
nach wie vor tun. Da wir aber folgerichtig nur das ernten werden, was wir auch ges?t haben, m?ssen wir die vollen Konsequenzen f?r unser Tun tragen und Eigenverantwortung ?bernehmen -Gott anzuprangern zeugt nur von einem ?bersteigertem Ego und mangelnder Demut sowie Erkenntnisf?higkeit. DAS zu erkennen kostete auch mich einiges an Ego-?berwindung.
So, das war es von mir, ich hoffe niemanden gelangweilt zu haben 
Meinen Gru?
Sai