Beiträge von Wusel

    Zitat von Illuminatus

    Auch Indianer hatten eine F?hrung. Wer nicht gehorchen wollte, konnte gehen und war von da an ein Ausgesto?ener. Allerdings wurde der H?uptling auch meistens von allen anerkannt. Wenn sich das ?nderte, wurde ein neuer H?uptling bestimmt (meist durch den "Rat der Weisen", die Zusammenkunft der ?ltesten).


    Ja, es gab solche St?mme. Amerika ist ein gro?es Land und es gab auch dementsprechend viele Indianergruppen; kriegerische, friedliche, naturverbundene, freie und so weiter. Ich h?tte korrekterweise schreiben sollen: Indianerst?mme, die frei im Denken und Handeln waren. Denn die gab es ebenso.

    Eine Sache ?brigens, worauf die Nachfahren alter Indianerst?mme gro?en Wert legen, denn Indianer war nicht gleich Indianer.

    Zitat von IgnieFerroque

    Aber die Gro?e Masse an Menschen wird nie in der Lage sein wirklich frei zu denken und zu handeln. Deswegen ist das "Konstrukt Staat" ja notwendig um die menschliche Gesellschaft zu organisieren.


    Du bist also der ?berzeugung, da? wir, als Menschen aus Fleisch und Blut, bezogen auf die Freiheit im Denken und Handeln, nicht dasselbe vollbringen k?nnten wie die urspr?nglichen Aboriginies oder Indianer?

    Es wird kein pl?tzlicher Umbruch sein, sondern vielmehr eine schleichende Revolution (siehe auch mein Eis-Vergleich). Wie lange dieser Wachstumsprozess dauert, kann von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich sein, doch die Richtung ist m.E. gegeben.

    Nicht zuletzt geh?rt auch viel Mut, Selbstvertrauen und Selbstbewu?tsein dazu; insbesondere f?r jene Pioniere, die zuerst damit beginnen ihre Freiheit zu leben (die haben es am schwersten, da fast alle gegen sie sind).

    Eines meiner Lieblingszitate (Friedrich Schiller):

    Zitat

    Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,
    Und w?rd er in Ketten geboren,
    La?t euch nicht irren des P?bels Geschrei,
    Nicht den Mi?brauch rasender Toren.
    Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,
    Vor dem freien Menschen erzittert nicht.

    Zitat von IgnieFerroque

    Der Mensch ist dumm und braucht F?hrung auf dem momentanen Evolutionsstand...von daher wird es zwangsl?ufig immer nur Chaos oder eine Elite geben.


    In einer Anarchie w?re genau das Gegenteil der Fall. Da kann ich Dir nur die Lekt?re des verlinkten Buches empfehlen.

    Anarchie geht nicht von einem Eroberer oder Herrscher aus sondern von den Menschen selbst. Sie ist also nichts, das den Menschen aufgezwungen werden kann. Und wenn erstmal eine kritische Masse an Menschen erreicht ist, die frei denken und handeln, kommt sie von ganz alleine. Wie Eis, das sich bei W?rme nach und nach zu Wasser wandelt.

    Hallo!

    Was haltet Ihr von dem Gedanken, das jetzige Kn?ppelsystem der Herrschaft einer finanz- und verm?gensstarken, selbsternannten und bisher von der Mehrheit der Menschen lediglich geduldeten ?Elite? zu brechen und die jedermann von Geburt an zustehende Freiheit im Denken und Handeln wahrzunehmen und dazu zu stehen?

    "Eine Gesellschaft von Schafen muss mit der Zeit eine Regierung von W?lfen hervorbringen." (Bertrand de Jouvenel)

    Die Rede ist von jener unermesslich verm?genden Elite, die das Volk durch L?gen, Zinsen, Wucher, Monopole, k?nstliche Verknappung, Unterdr?ckung bahnbrechender Technologien, Gro?grundbesitz, Gro?konzerne, gigantische Verm?genswerte sowie, zur Durchsetzung von deren Eigentumsinteressen, dem Regierungsapparat, samt Armee, Polizei und Justizsystem, gnadenlos knechtet und kontrolliert.

    "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!" (Kurt Tucholsky)

    Doch urteilt nicht vorschnell, bevor ihr keinen so rechten Begriff davon habt, wie eine Gesellschaft ohne Regierung und Gesetze aussehen und funktionieren kann. Einleitend hierzu ein paar Worte aus, den meisten von Euch sicherlich bereits bekanntem, Buch ?Auf ein Wort? von Rudi Berner:

    "Ihr k?nnt rund um die Uhr schuften, Samstags, Sonntags, auf euren Urlaub verzichten und, falls Ihr noch mal so dumm seid, eure Kinder wieder auf die Felder und in die Fabriken schicken ? es wird Euch immer wirtschaftlich schlecht gehen, denn das herrschende System l?sst gar nichts anderes zu! Es wird also, wenn sich nichts grundlegend ?ndert, immer eine ?fette Schicht? geben, die Euch hinterlistig missbraucht und auslaugt bis aufs Blut!"

    250 Millionen Kinder sind gezwungen indirekt als Sklavenarbeiter f?r internationale Konzerne zu schuften, damit sie selbst und ihre kleinen Geschwister nicht verhungern. 800 Millionen Menschen sind dauerhaft unterern?hrt, darunter sind 200 Millionen Kinder im Alter von unter 5 Jahren. J?hrlich verhungern 13 Millionen (!) Menschen, das sind 35.000 Hungertote t?glich!

    Da sich viele Menschen, geblendet von den ?blichen Vorurteilen in Folge der Meinungsmache durch Schulen, ?ffentlichkeit und Massenmedien, nicht wirklich etwas unter ?Anarchie? vorstellen k?nnen, m?chte ich Euch die Lekt?re folgenden Buches ans Herz legen (es lohnt sich!):

    Alexander Berkman - ABC des Anarchismus
    http://sft-hoster.biz/?dl-86ff6b4e5191f86ddd5d

    Es folgt ein Auszug aus ?Ein Recht auf Faulheit? von Paul Lafargue, aus dem Jahre 1848 - jener Zeit also, in der Industrialisierung und Kapitalismus ihren gro?en Siegeszug antraten:

    Und zum Abschlu? eine Rede von Lame Deer. Er lebte von 1890 bis 1974 und war Medizinmann der Dakotas, einem Unterstamm der Sioux Indianer. Sie bietet einen kurzen Einblick in eine freie Art des gesellschaftlichen Zusammenlebens unter den Dakotas, bevor der ?Segen? der Zivilisation ?ber sie kam:

    Zitat

    ?ICH BIN EIN MEDIZINMANN - ein wicasa wakan. Medizinmann das ist ein Wort, das die Wei?en erfunden haben. Ich w?nschte, es g?be ein besseres Wort, um auszudr?cken, was ?Medizinmann" f?r uns bedeutet, aber ich finde keines und du auch nicht, und so m?ssen wir uns wohl damit zufrieden geben. Ein wicasa wakan muss viel und oft mit sich allein sein. Er will weg von der Menge, weg von den kleinen, allt?glichen Dingen. Er liebt es zu meditieren, sich an einen Baum oder an einen Felsen zu lehnen und zu f?hlen, wie sich die Erde unter ihm bewegt und wie ?ber ihm das Gewicht des weiten flammenden Himmels lastet. Auf diese Weise lernt er zu verstehen. Er schlie?t die Augen und beginnt klarer zu sehen. Was du mit geschlossenen Augen siehst, das z?hlt. Der wicasa wakan liebt die Stille, er h?llt sich in sie ein, wie in eine Decke - eine Stille, die nicht schweigt, die ihn mit ihrer donnergleichen Stimme vieles lehrt. Solch ein Mann liebt es, an einem Ort zu sein, wo er nur das Summen der Insekten h?rt. Er sitzt, das Gesicht gegen Westen, und bittet um Beistand. Er redet mit den Pflanzen, und sie antworten ihm. Er lauscht den Stimmen der wama kaskan - der Tiere. Er wird einer von ihnen. Von allen Lebewesen flie?t etwas in ihn ein, und auch von ihm str?mt etwas aus. Ich wei? nicht, was und wie, aber es ist so. Ich habe es erlebt. Ein Medizinmann muss der Erde angeh?ren, muss die Natur lesen k?nnen wie ein wei?er Mann ein Buch.

    ALLES, WAS IHR ESST, wird in eine Plastikh?lle gepackt, ist sauber zerteilt und vorbereitet f?r die Pfanne, hat keinen Geschmack und erweckt in euch keine Schuldgef?hle. Wenn ihr eure Pelz- oder Lederm?ntel tragt, wollt ihr nicht daran erinnert werden, wie viel Blut und Schmerz sie gekostet haben. Wenn wir einen B?ffel t?teten, dann wussten wir, was wir taten. Wir baten seinen Geist um Vergebung und sagten ihm, warum wir es tun mussten. Wir ehrten mit einem Gebet die Gebeine derer, die uns ihr Fleisch als Nahrung gaben, wir beteten, dass sie wiederkommen sollten, wir beteten f?r das Leben unserer Br?der, des B?ffelvolkes, genauso wie f?r unser eigenes Volk. F?r uns ist alles Leben heilig. Der Staat Dakota hat eigene Beamte f?r die Sch?dlingsbek?mpfung. Sie setzen sich in ein Flugzeug und erschie?en die Kojoten von der Luft aus. Sie f?hren Buch dar?ber, jeder tote Kojote wird in ihr Notizheft eingetragen. Die Vieh- und Schafz?chter bezahlen sie daf?r. Kojoten ern?hren sich von Nagetieren, von Feldm?usen und anderem kleinem Getier. Gelegentlich fressen sie ein Schaf, das sich verlaufen hat. Sie sind die nat?rlichen Abfallverwerter, sie s?ubern das Land von allem, was faulig ist und stinkt. Wer sich die M?he macht und sie z?hmt, f?r den sind sie gute Spielgef?hrten. Doch wenn sie am Leben bleiben, haben einige Leute Angst, ein paar Cent zu verlieren - und deshalb t?tet man sie vom Flugzeug aus. Die Kojoten waren in diesem Land, bevor die Schafe hierher kamen, aber sie sind euch im Weg, denn ihr k?nnt aus ihnen keinen Profit schlagen. Mehr und mehr Tiere sterben aus. Die Tiere, die der Gro?e Geist in dieses Land gesetzt hat, m?ssen fort. Nur die Haustiere, nur die vom Menschen gez?chteten Tiere d?rfen leben - zumindest so lange, bis man sie in den Schlachthof treibt. Dieser entsetzliche Hochmut des wei?en Menschen, der sich anma?t, mehr als Gott zu sein, mehr als die Natur! Der Wei?e sagt: ?Ich lasse dieses Tier leben, denn es bringt mir Geld?; und er sagt: ?Jenes Tier muss sterben, ich kann an ihm nichts verdienen, den Platz, den es braucht, kann ich besser verwenden. Nur ein toter Kojote ist ein guter Kojote?. Die Wei?en behandeln die Kojoten fast so schlimm wie sie einst uns Indianer behandelt haben.

    ICH HABE DEN EINDRUCK, die wei?en Menschen f?rchten sich so sehr vor der Welt, die sie selbst geschaffen haben, dass sie diese nicht mehr sehen, f?hlen, riechen oder h?ren wollen. Regen und Schnee auf dem Gesicht zu sp?ren, von einem eisigen Wind wie erstarrt zu sein und an einem rauchenden Feuer wieder aufzutauen, aus einer hei?en Schwitzh?tte zu kommen und in einen kalten Fluss zu tauchen - diese Erfahrungen zeigen dir, dass du lebst. Aber ihr wollt das gar nicht mehr empfinden. Ihr wohnt in K?sten, die Sommerhitze und Winterk?lte aussperren, ihr lebt in einem K?rper, der seinen Geruch verloren hat, ihr h?rt den L?rm aus der Hi-Fi-Anlage anstatt den Kl?ngen der Natur zu lauschen, ihr seht den Schauspielern im Fernsehen zu, die euch Erlebnisse vorgaukeln, euch, die ihr l?ngst verlernt habt, irgendetwas selbst zu erleben. Ihr esst Speisen, die nach nichts schmecken. Das ist euer Weg. Er ist nicht gut.

    BEVOR UNSERE WEISSEN BR?DER KAMEN, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gef?ngnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gef?ngnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schl?sser noch Schl?ssel und deshalb gab es bei uns keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besa?, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um gro?en Wert auf pers?nlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu k?nnen. Wir kannten kein Geld und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanw?lte und Politiker, daher konnten wir einander nicht betr?gen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Wei?en kamen, und ich kann es mir nicht erkl?ren, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die - wie man uns sagt - f?r eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.

    AUCH DER MENSCH BESTEHT AUS VIELERLEI. Woraus immer die Luft ist, die Erde, die Kr?uter, die Steine, all das ist auch Teil unserer K?rper. Wir m?ssen wieder lernen, wir selber zu sein und die Vielfalt in uns zu f?hlen und zu entdecken. Wakan Tanka, das Gro?e Geheimnis, lehrt Tiere und Pflanzen, was sie tun sollen. In der Natur gleicht nichts dem anderen. Wie verschiedenartig sind die V?gel! Einige bauen Nester, andere nicht. Manche Tiere leben in Erdl?chern, andere in H?hlen, andere in B?schen. Wieder andere kommen ?berhaupt ohne Behausung aus. Sogar Tiere derselben Art - zwei Hirsche, zwei Eulen - verhalten sich unterschiedlich. Ich habe viele Pflanzen aufmerksam betrachtet. Von den Bl?ttern einer Pflanze, die alle auf demselben St?ngel wachsen, ist keines ganz wie das andere. Auf der ganzen Erde gibt es keine zwei Bl?tter, die einander v?llig gleichen. Der Gro?e Geist hat es so gewollt. F?r alle Gesch?pfe auf der Erde hat er den Lebenspfad blo? im Gro?en vorgezeichnet; er zeigt ihnen die Richtung und das Ziel, l?sst sie aber ihren eigenen Weg dorthin finden. Er will, dass sie selbst?ndig handeln, ihrem Wesen gem?? und ihren inneren Kr?ften gehorchend. Wenn nun Wakan Tanka will, dass Pflanzen, Tiere, sogar die kleinen M?use und K?fer, auf diese Weise leben - um wie viel mehr werden ihm Menschen, die alle dasselbe tun, ein Gr?uel sein: Menschen, die zur selben Zeit aufstehen, die gleichen im Kaufhaus erstandenen Kleider anziehen und dieselbe U-Bahn ben?tzen, die im selben B?ro sitzen, die gleiche Arbeit verrichten, auf ein und dieselbe Uhr starren und - was am schlimmsten ist - deren Gedanken einander zum Verwechseln ?hnlich sind. Alle Gesch?pfe leben auf ein Ziel hin. Selbst eine Ameise kennt dieses Ziel - nicht mit dem Verstand, aber irgendwie kennt sie es. Nur die Menschen sind so weit gekommen, dass sie nicht mehr wissen, warum sie leben. Sie ben?tzen ihren Verstand nicht mehr und sie haben l?ngst vergessen, welche geheime Botschaft ihr K?rper hat, was ihnen ihre Sinne und ihre Tr?ume sagen. Sie gebrauchen das Wissen nicht, das der Gro?e Geist jedem von uns geschenkt hat, sie sind sich dessen nicht einmal mehr bewusst, und so stolpern sie blindlings auf der Stra?e dahin, die nach Nirgendwo f?hrt - auf einer gut gepflasterten Autobahn, die sie selber ausbauen, schnurgerade und eben, damit sie umso schneller zu dem gro?en leeren Loch kommen, das sie am Ende erwartet, um sie zu verschlingen.?

    Zitat von ABRAXAS

    Also ich finde an Geld ansich auch wirklich gar nichts schlimm.
    Schlimm finde ich lediglich die Zinsen, die ohne Gegenwert die Menschen in Abh?ngigkeit treiben und eigentlich das ganze System pervertieren.


    Nicht zu vergessen Verm?gen, das allein durch Besitz best?ndig Gewinn abwirft, wie etwa vermietete Grundst?cke, Geb?ude, Wohnungen oder Aktien. Nicht, da? es etwa "schlecht" w?re, wenn jemand (f?r sich) arbeiten(lassen)de Verm?genswerte besitzt, doch gerade das nicht-Geldverm?gen von derlei Art ist nur in begrenzter Menge vorhanden, weshalb eine starke Verm?genskonzentration bei Wenigen stets eine ?bervorteilung der nicht-Verm?genden ist (Analogie: Feudalsystem im Mittelalter). Hier sollte es eine Schranke nach oben hin geben.

    liebe Gr??e

    Der Artikel ist intellektuelle Propaganda, aber nichtsdestotrotz Propaganda. Da? er "Der Welt" entstammt scheint mir daher nicht weiter verwunderlich zu sein.

    Wer sich ernsthaft f?r das Thema Ungleichverteilung von Geld- und Sachverm?gen interessiert, dem sei folgende Seite ans Herz gelegt (insofern er sie noch nicht kennt):

    http://www.meudalismus.dr-wo.de

    Sollte diese EU Verfassung, sofern es eine "Verfassung" im rechtlichen Sinne sein soll, ohne die Zustimmung oder Wahl des Volkes aller EU Mitgliederstaaten demselben, gegen seinen Willen, von oben herab aufgezwungen werden, so ist es keine Verfassung mehr, sondern ein Diktat. Deshalb haben Politiker auch mit allen erdenklichen Mitteln versucht, eine Legitimation vom Volk f?r dieses Machwerk zu erschleichen, um die Demokratie-Tarnung nicht auffliegen zu lassen.

    Zitat von killmeplease

    in der schule war ich der klassenidiot, obwohl ich k?rperlich st?rker und gr??er als andere war, hab mich rumschubsen lassen


    Es ist das Gruppenbewu?tsein; der kleinste gemeinsame Nenner, den die ?berwiegende Mehrheit (nicht alle) derer, die ihr angeh?ren, selbst in sich tragen. In der Gruppe tritt er nur st?rker hervor und animiert dessen Mitglieder eher zum Handeln. Also entweder tust Du so, als ob Du dazugeh?rst (T?uschung), z?hlst mehr oder weniger automatisch dazu (z.B. zur Gruppe "Schulklasse") oder wirst wie ein Au?enseiter behandelt.

    liebe Gr??e

    Zitat von sternenkind

    hallo wusel,

    dass was du hier grade anbringst sind die resonanzgesetze, nicht die spiegelgesetze. sie sind stimmig und erg?nzen sich, aber sie sind definitiv nicht das gleiche und schon gar nicht das selbe.

    ich mag die resonanzgesetze, denn sie zu verstehen ist grundvoraussetzung um meine eigene realit?t ganz bewusst zu kreieren.


    Hallo Sternenkind.

    Ich synthetisiere gerne und finde ?bergeordnete "Mechanismen" oder "Gesetze". Ich finde, Resonanz schlie?t Spiegelung in sich ein, demzufolge Spiegelung ein Aspekt von Resonanz w?re und dennoch nicht dasselbe. Spricht etwas dagegen? Ist etwas in Resonanz mit unseren inneren Einstellungen, werden diese Einstellungen durch unsere Erfahrungen gespiegelt. Nat?rlich vorausgesetzt, da? der Geist dieselben bestimmt.

    Zu den Spie(ge)l"gesetzen" im Einzelnen und wie ich das sehe:

    Zitat

    1. Spiegel-Gesetz

    Alles was mich am anderen st?rt,
    ?rgert, aufregt oder in Wut geraten l?sst,
    und ich es anders haben will,
    habe ich selbst in mir.


    Ist meines Erachtens auf die Einheit von Wahrnehmer und Wahrgenommenen zur?ckzuf?hren. Lehnst Du also etwas ab, das Teil von Dir selbst als Eins ist, siehst Du es getrennt von Dir und erf?hrst es auch so. Ablehnung f?hrt zu Resonanz gegen?ber dem Abgelehnten.

    Zitat

    2. Spiegel-Gesetz

    Alles, was ich am anderen kritisiere
    oder sogar bek?mpfe und ver?ndern will,
    kritisiere, bek?mpfe oder unterdr?cke ich in Wahrheit in mir
    und h?tte es gerne anders.


    Im Grunde dasselbe wie Nummer 1.

    Zitat

    3. Spiegel-Gesetz

    Alles, was der andere an mir kritisiert, bek?mpft und ver?ndern will,
    und ich mich deswegen verletzt f?hle,
    so betrifft es mich - ist dies in mir noch nicht erl?st,
    meine gegenw?rtige Pers?nlichkeit f?hlt sich beleidigt -
    der Egoismus ist noch stark.


    Der andere tritt nur in Resonanz zu unseren Einstellungen. So k?nnen sie uns bewu?t werden, wenn sie unbewu?t vor sich hinschlummern.

    Zitat

    4. Spiegel-Gesetz

    Alles, was der andere an mir kritisiert und mir vorwirft
    oder anders haben will und bek?mpft, und mich dies nicht ber?hrt,
    so sind es seine eigenen Bilder, sein eigener Charakter,
    seine eigenen Unzul?nglichkeiten, die er auf mich projiziert.


    Nur dann, wenn er Anlass zur Resonanz aufgrund unserer Einstellungen hat. Au?erdem zeigt es uns, da? auch wir uns auf andere projezieren.

    Zitat

    5. Spiegel-Gesetz

    Alles, was mir am anderen gef?llt, was ich an ihm liebe,
    bin ich selbst, habe ich selbst in mir und liebe dies im anderen.
    Ich erkenne mich selbst in anderen - in diesen Angelegenheiten sind wir eins.


    Hast Du etwas angenommen (geliebt), hat es keinen Grund mehr sich Dir ?ber Resonanz wiederzuspiegeln. Wozu auch, wenn Du es in Dir selbst vereint hast?

    lG

    Zitat von Modwulf

    ?hm? dann wird das ganze aber sehr irreal und philosophisch wenn du das so auslegst.
    entweder ich verstehe die aussage der spiegelgesetze so wie sie geschrieben sind oder es wird zur willk?rlichen auslegungsorgie.


    Hallo Modwulf

    Es ist meine Sicht der Dinge, weshalb der Satz auch mit "Ich denke" begann. Er entspringt einer Herrschaft des Geistes ?ber die Materie, also der den Spiegelgesetzen zugrunde liegenden Annahme.

    Gr??e

    Manche der ?usl?ndischen Jugendlichen sind wie Tiere. Sie bei?en nur jene, die Angst haben. Das gibt es zwar auch unter deutschen Jugendlichen, doch scheint dort der gewaltt?tig veranlagte Anteil nicht so hoch zu sein.

    Mal schauen, was sie f?r einen anderen "Grund" f?r einen Angriffskrieg aus dem Hut zaubern werden. Die Entf?hrung alleine scheint nicht auszureichen, um vom Volk als legitimiert angesehen zu werden. Wehe dem Herrschenden, der gegen den Willen des Volkes in den Krieg zieht. Dieser Wille hat gef?lligst dem der Herrschenden zu entsprechen, mit allen psychologischen Kriegsmitteln *Zynismus*

    Zitat von Nahash

    doch bei einem r?tsel ich schon eine weile herum
    ich habe schwierigkeiten mit dummheit anderer umzugehen, mir ist bewusst das ich einen solchen teil in mir tragen muss, sonst w?re es mir schlichtweg egal was andere f?r einen horizont haben
    doch die wirk-lichkeit sieht so aus das sie mich nerven, ich die kriese kriege und mich abwende


    Ich denke, diese Teile sind insofern Dein eigen, als Du sie ablehnst. Sie k?nnen garnicht anders, als sich Dir zu zeigen, ganz gem?? Deiner eigenen, ihrer zugrunde liegenden ?berzeugungen.

    liebe Gr??e

    Zitat von sternenkind

    in meinem weltbild bestimmt der geist die materie.
    wie das in deinem ist, weiss ich nat?rlich nicht 8)


    Hm, ich wei? nicht genau. Ich ergr?nde das noch, aber alles scheint darauf hinzudeuten, da? es tats?chlich so ist.

    Zitat

    ich will bewusst Sein. ich will frei Sein.


    Das ist dann wohl Deine ?berzeugung. Die Grund-?berzeugung hierzu ist "Ich bin gefangen. Ich bin unbewu?t". Du lehnst diese beiden Zust?nde ab und dadurch bekr?ftigst Du sie.

    Zitat

    ich bin keine philisophin. viele dinge nehme ich nur ?ber das gef?hl, die emotion wahr. von daher bin ich f?r solche theoretischen diskussionen die falsche ansprechpartnerin.


    Ich schreibe ?ber ganz und gar praktische Dinge :)

    Zitat

    aber, wie kann ich ablehnen was ich nicht kenne ? klar, viele menschen lehnen ab, was sie nicht kennen weil sie angst davor haben. ich bin neugierig, und meine neugier ist meistens gr?sser als meine angst.


    Da hast Du was falsch aufgegriffen. Ich habe nicht geschrieben, da? Du unaufgeschlossen gegen?ber Neuem w?rst. Ich finde sogar, Neugier ist eine wundervolle Eigenschaft - im wahrsten Sinne des Wortes.

    Mal ein praktisches Beispiel:

    Jemand hat immer Angst davor von einem Auto ?berfahren zu werden. Er denkt jeden Tag mindestens 20mal daran und malt es sich bildlich aus, wie er ?ber die Stra?e geht und "tot"gefahren wird.
    Nun, was wird dieser Mensch wohl irgendwann in sein Leben ziehen?

    Selbsterf?llende Prophezeihungen k?nnen etwa auch von Wahrsagern stammen, insofern der jeweilige Kunde bedingungslos an Wahrsagerei glaubt.

    Ein anderes Beispiel:

    Jemand ist unzufrieden mit sich, mit dem Leben und mit der Situation so ganz im Allgemeinen. Er will also etwas ver?ndern. Was steckt dahinter? S?tze wie "ich will dies nicht" oder "ich finde, das furchtbar" bestimmen seine Gedankenwelt. Dahinter stecken Grund-?berzeugungen der Form "dies und das ist so". Sie werden nur gen?hrt, sollte dieser jemand seinen Unwillen ihnen gegn?ber kultivieren.

    liebe Gr??e

    Zitat von sternenkind

    ich nutze die spiegelgesetze z.b. zur selbstreflexion. um zu schauen wo ich noch zu unbewusst bin. um zu sehen, wo ich noch hinschauen kann, wo ich noch mehr von mir und damit von der welt verstehen kann.

    mir geht es dabei nicht um bewertung. mir geht es um wachsen, ent-wickeln und auch um verstehen.
    daf?r kann ich die spiegelgesetze gut nutzen ;)


    Hallo sternenkind,

    Du nennst es "wachsen". Du willst Dich also ?ndern? Die Folge laut Spiegel"gesetz"? Du erf?hrst das, was Du nicht wahrnehmen, also ?ndern willst. Ein Umstand, der ja gerade die Existenz der Sache, aus der Du herauswachsen willst, stillschweigend voraussetzt und best?rkt. Unbewu?tsein ist auch ein Teil von Dir. Lehnst Du ihn ab? Verzwickte Sache, das mit den Spiegeln.

    liebe Gr??e