Die Gefahr, Hermann, kommt grundsätzlich immer aus der Richtung, aus der man sie am wenigsten erwartet. Ich kann dir dafür keinen Beleg aus einem schlauen Werk nennen, sondern nur meine Erfahrung anführen; und glaub mir, mit Gefahr hab ich sehr viel Erfahrung...
Ansonsten entspricht deine Überlegung dem bekannten Froschbeispiel - setzt oder wirft man ihn in einen Topf mit kochendem Wasser, springt er umgehend wieder raus; bei normal temperiertem, das man langsam zum Kochen bringt bleibt er sitzen.
Was aber das speziell mit Fukushima (wird im Japanischen auf der zweiten Silbe betont) zu tun hat, erschließt sich mir erst mal nicht; klar - du bist ein Atomkraftgegner, wie ich auch (obwohl sich das bei mir nur auf Kernspaltung bezieht), doch Gefahren (eingebildete und reale) lauern allenthalben...
Was also möchtest du uns damit mitteilen? Dass alle wieder stillschweigend zur Tagesordnung übergegangen sind? *achselzuck* Was hast du erwartet? Doch nicht wirklich mehr als Lippenbekenntnisse, oder?
Bei uns in BY gibt es ein geflügeltes Wort, welches besagt, nur eine exorbitante Bierpreiserhöhung könnte mglw. eine Revolution auslösen, und ich bin geneigt, dies auf ganz D-Land auszuweiten.
Was also sollte etwas im fernen Japan, das noch dazu schon Wochen her ist (welche bei Halbwertszeiten von tausenden/+ Jahren natürlich enorm ins Gewicht fallen), bei uns schon bewirken? Reicht doch, dass BW jetzt Grün/Rot regiert werden wird, nicht?
LightDrop