hallo strahli,
hier ein auszug aus einem artikel von angelika wolf, damit vielleicht etwas mehr verst?ndnis entsteht:
Tiere werden von sehr vielen Menschen wie Familienmitglieder geliebt oder gehasst. Sie sind f?r die meisten Besitzer ein wichtiger Teil des Lebens. In Gesch?ften f?r Tierzubeh?r h?ufen sich die Sofas f?r Kleintiere, strassbesetze Halsb?nder, ?schnuckelige? H?uschen f?r Nager, passende Sattelunterlagen zur Reitjacke, Westernoutfit etc.
Dies ist sicher nicht f?r alle Tierbesitzer repr?sentativ, jedoch spiegelt es die verst?rkte Vermenschlichung der Tiere eindeutig wieder. Das Angebot von ?Tierfl?sterern? und Kommunikationsangebote aller Arten wachsen wie Pilze aus dem Boden, Gewaltfreiheit bis hin zu perfekt ausgebildeter Erziehungshilfe wird in allen Formen angeboten, selbst im Fernsehen ist das Thema offenbar als quotentr?chtig erkannt und mittlerweile in mehreren Sendern pr?sent (z.B. ?Die Tiernanny?).
Auch in der Aufstellungsbranche gibt es M?glichkeiten und Versuche, speziell bei Tierheimtieren mit Aufstellungsarbeit sinnvoll und zur passenden Familie zu vermitteln. F?r mich ist dies aber nur ein kleiner Teil des M?glichen.
In der Tiefe die Verstrickung der Tiere zu verstehen, hei?t sich tats?chlich einzulassen auf Schicksal und Chance ? beispielsweise zu beobachten, dass vermeintlich unpassende Tiere genau ins Familienmuster passen. Dass verniedlichte Tiere, Beziehungsstress, Krankheit ein Ausdruck des Systems sind, ist die Chance f?r uns. Zu verstehen, dass Tiere in ihrer Liebe uns Menschen dienen wollen, auf unerkl?rliche und bedingungslose Weise sich einbinden, hei?t zu erkennen, dass es nicht um weggeben, unterdr?cken oder t?ten gehen kann.
Wir k?nnen uns durch Erkenntnis und Einsicht hingeben, heilen, damit umfassend ver?ndern. Wenn ich mein System heile, heile ich mich und mein Tier.
und hier noch ein beispiel:
Ein Pferd hatte eine derart schiefe H?fte, dass es vom Tierarzt als ?unreitbar? erkl?rt wurde. Der Chiropraktiker renkte mehrfach ein, es wurde hom?opathisch behandelt von einem Kollegen und ein Penzelmasseur arbeitete energetisch mit dem Pferd.
Da das Tier in meinem Stall stand, konnte ich die Vorgeschichte ?ber einige Monate hinweg beobachten. Ich sah erfreut, dass die naturheilkundliche Behandlung auch die Besitzerin ver?nderte. Sie wurde weicher, offener und kommunikativer. Die H?fte des Pferdes blieb jedoch relativ unver?ndert. So sprach die Besitzerin mich dann eines Tages an, ob denn eine Aufstellung helfen k?nnte. Sie hatte davon geh?rt, war jedoch noch etwas misstrauisch.
In der Aufstellung zeigte sich folgendes: Die Vorbesitzerin (sie hatte das Pferd aus Zeitgr?nden vor einem Jahr verschenkt) stand r?ckw?rts ans Pferd gelehnt und schaute in die Ecke. Das Pferd stand relativ weit weg von der neuen Besitzerin und schaute an dieser vorbei, hinter der Besitzerin auf den Boden.
Die Stellvertreterin des Pferdes ?u?erte, dass sie starke R?ckenschmerzen habe, ein Bein wie gel?hmt scheint. Der Anlehnungsdruck der Vorbesitzerin war im R?cken wie eine Tonne. Der Stellvertreter der Vorbesitzerin ?u?erte einen starken Druck auf der Brust. Der Stellvertreter der neuen Besitzerin f?hlte wenig Bezug und Verbundenheit zum Pferd.
Die Heilungsschritte ergaben sich aus den Angaben des Vorgespr?ches. Eine wichtige Information war folgende: Die Vorbesitzerin hatte die Mutterstute des Pferdes aus Altersgr?nden einschl?fern lassen m?ssen, kurz vor dem Verschenken.
In die Ecke stellte ich also einen Stellvertreter f?r die Mutterstute. Daraufhin war eine Hinbewegung der Vorbesitzerin zur Mutterstute m?glich. Sie lagen sich in den Armen, nach Tr?nen und tiefem Atmen waren heilsame S?tze m?glich. Sie hatte sich offenbar von dem Patientenpferd getrennt, um nicht an das intensiv geliebte Mutterpferd erinnert zu werden.
Sicher zeichnet sich da eine weitere famili?re Verstrickung bei der Vorbesitzerin ab. Da es dem Pferd der Patientin aber schon deutlich besser ging, ging ich auf dieses THema nicht weiter ein, sondern arbeitete weiter an der Hinbewegung zur neuen Besitzerin. Der Blick des Pferdes hinter die Besitzerin zeigte auf den Platz der Mutter der Frau.
Wie fast vermutet, hatte die naturheilkundliche Behandlung bereits vorgearbeitet. F?rsorge zu einem kranken Tier bedeutet oft, den eigenen m?tterlichen Aspekt zu konfrontieren. Liebevolle Pflege zeigt geheilte Mutterlinien. Ansonsten wird das Thema als Aufopferung oder Konflikt mit Geld, Zeit und ?hnlichem gelebt.
Durch heilsame S?tze war in der Aufstellung ein Verstehen und Annehmen des Schicksals der Mutter und Oma der Besitzerin m?glich. Die Hingabe wirkte sich nicht nur in der Aufstellung aus, bald verbesserte sich der Gesundheitszustand des Pferdes so deutlich, dass es geritten werden konnte! Die Patientin konnte sich jetzt, nicht nur in energetischer Hinsicht, tragen lassen von den Frauen der Familie.
Das wunderbare an den Aufstellungen mit Tieren zeigt sich oft auch sehr bald im Ergebnis eines Zusammenleben gepr?gt von mehr Harmonie, Gesundheit und gemeinsamen positiven Erlebnissen.
quelle: http://www.aufstellungspraxis.de/2005-3-AART-0044.htm
LG
ein
sternenkind