Hallo zusammen, ich schreibe auch nach langer Zeit mal wieder - ich war etwas entt?uscht, dass mir auf meinen langen und teilweise sehr pers?nlichen Beitrag im Thread http://www.aufzurwahrheit.paraonline.de/forum/viewtopic.php?t=690 niemand geantwortet hat, obwohl doch scheinbar so ein gro?es Interesse bestand. Hat vielleicht einige meine sehr entschiedene Ausdrucksweise abgeschreckt? Vielleicht h?tte ich einige Punkte auch gleich etwas deutlicher formulieren sollen, aber ich h?tte eigentlich damit gerechnet, dass die Diskussion noch weiter geht. F?r mich pers?nlich muss ich dazu zu meiner "Entschuldigung" sagen, dass ich mir bei einigen - und zwar den im wahrsten Sinne des Wortes "entScheidenden" Punkten - eben auch absolut sicher bin. Auch hier kann ich wieder aus "Auf ein wort" zitieren. Glauben ist Nichtwissen, denn er l?sst immer alle M?glichkeiten offen, Wissen hingegen ist immer absolut und unersch?tterlich". Vielleicht war auch ein schlechtes Omen, dass ich direkt vor meinem Beitrag in einem anderen Forum gelesen habe, das Forum Aufzurwahrheit.com ist zwar sehr zu empfehlen, allerdings nur f?r teilweise erwachte Seelen
.... Nun ja, aber wie es auch sei, ich denke die Frage ist auch, inwieweit es sinnvoll ist, st?ndig zwischen teilweise und voll erwachten Seelen zu unterschieden. Schliesslich sitzen wir ja alle in einem Boot und alle Erfahrungen sind gleicherma?en wertvoll. Und da es ja bekanntlich keinen Zufall gibt, ist es auch kein Zufall, welche Menschen uns auf unserem Lebensweg begegnen. Und alle sind wir hier gleicherma?en hier um voneinander zu lernen - um dann am "Ende" dasselbe Ziel zu erreichen. Und das wichtigste steht f?r mich mit gro?em Abstand an Nummer Eins: Die Liebe . Und damit verbunden das Bewusstsein einer st?ndigen Verbundenheit zu allen anderen Wesen und nat?rlich speziell zu seinen Mitmenschen. Und damit wiederum verbunden die st?ndige Aufforderung, sich von seinem falschen Ego und jeglicher GIER zu distanzieren bzw. beide zu transformieren und durch die Eigenschaften des h?heren wahren Selbst zu ersetzen.
Abraxas: <<<Hmm ich bin der Meinung das man Seele und Geist nicht vertauschen sollte und die Materie ist der Teil der uns die Erfahrung unserer Selbst m?glich macht. Das eigene Ego verdammen oder wegzuleugnen w?re falsch. Eher sollte man es formen. <<<
Also beim ersten stimme ich dir voll und ganz zu. Und an der Stelle w?rde ich gerne mal eine interessante Frage in den Raum stellen: Was glaubt ihr eigentlich, was "ganz oben" steht, also was der Mensch wirklich IST: Der GEIST oder die SEELE. Ich hatte n?mlich vor kurzem eine Diskussion in einem Chat mit jemand, da ging es auch um "Auf ein Wort" und dieser jemand meinte, dass sich der Rudi insofern geirrt h?tte, als dass eben nicht die Seele ganz oben ist sondern der Geist - wobei es da auch wichtig ist, wie man "Geist" definiert, aber ich glaube, dass es die Seele ist...lasse mich aber gerne eines besseren belehren...wenn die Argumente mit meinen Erfahrungen ?bereinstimmen, nat?rlich
Beim zweiten Punkt (Ego) kann ich dir im ersten Punkt zustimmen, aber im zweiten nicht. Ich denke nicht dass man das Ego formen sollte, sondern dass man es ganz automatisch wegschmelzen lassen sollte, indem man nach und nach seine wahren "g?ttlichen" Eigenschaften annimmt. Und ich denke, dass das nat?rlich nicht ein Prozess von einem Leben ist, sondern von vielen, sehr sehr vielen und da ich ja wie gesagt denke, dass es gar keinen freien Willen gibt, geht dieser Prozess "ganz automatisch" vonstatten, so wie sich vielleicht auch der Schnee nicht wehren kann, wenn es Fr?hling wird.
Zum Thema Materie und Dualit?t w?rd ichgern noch was loswerden: Ich wei? zwar - aus meiner Erfahrung - dass unsere Identifikation mit der materiellen Natur nur eine Illusion ist, die materielle Natur selber ist aber durchaus real (Im Sanskrit "Prakrti" genannt"). Gerade f?r mich war es immer wichtig, mir dessen bewusst zu sein, um nicht "abzudriften"! Wir leben - im wahrsten sinne des Wortes "zur Zeit" in dieser materiellen Welt. Und wenn wir diese materielle Natur sozusagen negieren oder leugnen - ob bewusst oder unbewusst - dann besteht die Gefahr dass man sich verliert. Der richtige Weg ist, sich einerseits seines wahren g?ttlichen Ursprungs bewusst zu sein und andererseits die niedere materielle Energie des Universums zu akzeptieren und gleichzeitig dessen h?heren geistigen Gesetzm??igkeiten zu nutzen um der Illusion zu entkommen und gleichzeitg noch ein sch?nes Leben darin zuhaben. Dann schl?gt man sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe.
Modwulf: <<<nat?rlich gibt es zufall. zwar hat auch jeder zufall eine kausalit?t aber die ist nicht immer berechenbar. eine kausalit?t bedeutet aber nicht, dass etwas vorherbestimmt ist, sondern nur das jede wirkung eine ursache hat.
f?r mich w?re eine vorherbestimmung der beste grund f?r einen selbstmord.
du glaubst also an schicksal?<<<
Aber vielleicht ist sie ja nur f?r dich nicht berechenbar (die kausalit?t), oder allgemein f?r uns Menschen, weil wir nun mal nur eine begrenzte Sicht haben? Woher weisst du so sicher dass du ?ber deine Ursachen die du setzt und die Wirkungen die du erzeugst, wirklich frei entscheiden kannst. Warum w?re Vorherbestimmung f?r dich Grund f?r einen Selbstmord? W?re es nicht eher eine Befreiung, zu wissen, dass alles vorbestimmt ist, da das sogar eine Last von dir nehmen k?nnte und du dich ganz darauf konzentrieren k?nntest, das Leben zu genie?en.
<<<ich w?rd schon sagen das die basis der materie dualit?t ist. <<< Genau, glaube ich auch. Und ich glaube, dass wir diese Dualit?t ?berwinden m?ssen und uns ihrer Illusion (f?r uns) bewusst sein m?ssen. Aber gleichzeitig m?ssen wir uns ihrer - augenblicklichen - Realit?t bewusst sein und unsere wahren g?ttlichen Eigenschaften leben, damit wir uns von ihr l?sen. Im Buch "Gott und die G?tter" steht dazu noch was interessantes :Die Basis der Dualit?t ist die Polarit?t und die besteht auch in der spirituellen Welt (in Form von Radha und Krsna). Die Dualit?t gibt es aber halt nur im Universum, bzw. in den unz?hligen Universen in verbindung mit der materiellen prakrti energie. Das hei?t also, dass wir als Seelen nie von der Polarit?t frei sind, aber die ist wohl wesentlich angenehmer als die Dualit?t, da wir sie dann gar nicht mehr als solche wahrnehmen.