Beiträge von sparta

    Zitat von FreierFalke

    Voraussichtlich werden wir das Buch dann auch schon am kommenden Donnerstag (07.09.06) an Lager haben :)

    Hat leider eine Woche Versp?tung. Mein Buch ist also voraussichtlich
    ab kommenden Donnerstag, dem 14.09.06 verf?gbar.
    Tut mir leid, f?r alle die schon darauf warten und das sind wohl nicht
    gerade wenige 8) .

    Liebe Gr??e

    Sparta

    P.S. Vielen Dank auch f?r all die guten W?nsche die mich per PN oder
    Email erreicht haben.

    Hallo EO,

    ja, ja der Bourbaki! Sch?n zu lesen und er hat es der Physik schon ganz
    direkt zu verstehen gegeben, was er von ihr h?lt. Aber Du hast schon
    Recht, denn hier wird eine Theorie gegen die Andere gestellt, ohne etwas
    Nachweisbares zu postulieren. Ich habe ja auch meine ganz eigene Theorie,
    die ich allerdings mit zwei Experimenten kombiniert habe, so das man ja
    mal nachpr?fen k?nnte, ob ich Recht habe, oder eben auch nicht. Deshalb
    habe ich mich ja so auf Morpheus gefreut, da er die Finanziellen Mittel, als
    auch die Labortechnischen Voraussetzungen h?tte, meine Experimente
    durchzuf?hren. Er hat aber leider anscheinend andere Probleme!
    Ich gebe Dir also durchaus Recht, da? man den Herrschaften etwas Reales
    vor den Kopf hauen mu?, da sie dann ja nicht mehr Abwimmeln k?nnen, wie
    sie es mit dem armen Bourbaki tun.

    Gr?sse

    Sparta

    Gar nicht so schlecht, mein lieber EO!

    Lies mal nachfolgendes hierzu, falls Du es nicht schon kennst.

    Um Ebbe und Flut zu verstehen, ist ein v?llig neues Konzept der Gravi-
    tation notwendig. Die Gravitation war immer eines der verbl?ffendsten
    physikalischen Ph?nomene. Bis jetzt ist nicht einmal eine ann?hernd be-
    friedigende Erkl?rung vorgebracht worden, welche die Wirkungen der
    Gravitation erkl?ren w?rde. Eine vollst?ndige Erkl?rung wird in Teil III
    gegeben werden, aber jetzt ist eine allgemeinere Betrachtung der Gravita-
    tionswirkungen und damit verbundener Dinge ausreichend. Die Beweise,
    dass die Gravitation f?r Ebbe und Flut verantwortlich ist, sind ?berw?lti-
    gend. Jedoch ist die sich seit Newton in Mode befindliche Erkl?rung so
    unangemessen, dass einige wissenschaftliche Kreise sogar glauben, dass
    Ebbe und Flut mit der Gravitation ?berhaupt nichts zu tun haben. Bevor
    eine befriedigende Erkl?rung vorgestellt wird, folgt nun zuerst eine Ana-
    lyse der unfassbaren Fehler der konventionellen Theorie. Eines der au-
    ssergew?hnlichsten Beispiele in der Geschichte der orthodoxen Physik ist.
    die Standarderkl?rung f?r Ebbe und Flut. In diesem Fall ist die Diskre-
    panz zwischen Wirklichkeit und orthodoxer Spekulation so kolossal, dass
    es eines der gr??ten R?tsel in der Geschichte des menschlichen Denkens
    ist, dass diese Erkl?rung seit der Zeit von Newton noch nie angezweifelt
    worden ist. Der Ursprung der Schwierigkeiten ist ein offensichtlicher Feh-
    ler in der Newtonschen Theorie der Gravitation. Es ist die Ansicht, dass
    die Gravitation ein unbegrenztes Eindringungsverm?gen besitzt. Anders
    ausgedr?ckt gibt es also keine andere Abnahme der Gravitationseffekte,
    wenn diese durch Materie hindurchgehen, ausser solche, die auf dem Ge-
    setz der umgekehrten Quadrate beruhen. Das ist eine grobe Verletzung
    des Energieerhaltungssatzes.
    Es ist tats?chlich erstaunlich, dass diese offensichtlichen Irrt?mer seit
    ungef?hr 300 Jahren die Grundlage fast aller astronomischer Berechnun-
    gen bilden. Dies hat nat?rlich, wie sp?ter noch gezeigt werden wird, zu
    vielen falschen Schlussfolgerungen auf dem Gebiet der Kosmologie ge-
    f?hrt. Obwohl es sich schon hierbei um einen frontalen Angriff auf den
    gesunden Menschenverstand handelt, hat dies ein Zerrbild erschreckenden
    Ausma?es erzeugt, was die Erkl?rung f?r Ebbe und Flut anbelangt. Wie
    jeder Student der elementaren Mechanik wissen sollte, kann kein K?rper
    relativ zu einem anderen beschleunigt werden, wenn beide im gleichen
    Ma?e beschleunigt werden. Es ist deshalb klar, dass bei der Beschleuni-
    gung gro?er Wassermassen relativ zur Erdoberfl?che, durch die Ebbe und
    Flut erzeugt werden, diesen Massen eine andere Beschleunigung erteilt
    wird als der Erde insgesamt. Sonst g?be es ja keine Bewegung des Was-
    sers relativ zur Erdoberfl?che. Hieraus folgt, dass durch das Konzept eines
    unbegrenzten Eindringungsverm?gens die orthodoxen Theoretiker mit un-
    ?berwindbaren Schwierigkeiten konfrontiert werden, wenn sie damit Ebbe
    und Flut erkl?ren wollen.
    Da die Entfernung des Mondes und der Sonne im Vergleich zum Erd-
    durchmesser gro? ist, w?ren alle Teile der Erde fast der gleichen gravita-
    tionellen Anziehung durch diese ?usseren K?rper ausgesetzt, falls diese
    Annahme richtig w?re. Es k?nnte nur ein unendlich kleiner Unterschied
    vorhanden sein. Eine Flut tritt auf, wenn der Mond ungef?hr im Zenit und
    gleichzeitig auf der gegen?berliegenden Seite der Erde steht. Hierauf ba-
    siert die Ansicht von Flutbergen, da das Hochwasser direkt unter dem
    Mond zu sein scheint. Das Hochwasser auf der gegen?berliegenden Seite
    stellte die Theoretiker vor schwere technische Probleme. Sie ?berbr?ckten
    diese mit nebul?sen Diskussionen ?ber Zentrifugalkr?fte, horizontalen
    Komponenten von differentialen Gravitationskr?ften und anderen wun-
    derlichen Dingen. Dieses Geschwafel ist nicht wert, dass es hier wieder-
    gegeben wird. Angesichts einer solch unm?glichen Aufgabe konnten die
    Verfechter Newtons nichts tun, ohne das Newtonsche Konzept fallenzu-
    lassen, was nat?rlich unm?glich war. Interessanterweise ging ein Lehr-
    buch, das durch den verstorbenen und hochgeehrten Physiker Richard
    Feynman der Nachwelt ?berlassen wurde, nie von dieser absurden Erkl?-
    rung der Gezeiten ab. Die Unzul?nglichkeiten dieser Erkl?rung werden
    durch die Tatsache offensichtlich, dass sie einen unglaublichen Wider-
    spruch enth?lt.

    ABB. 1: DIE KR?FTE, DIE F?R EBBE UND FLUT
    VERANTWORTLICH SIND

    Es ist die horizontale Komponente der gravitationellen Zugkraft des Mon-
    des, welche f?r Ebbe und Flut verantwortlich ist. Die gleiche Wirkung
    wird auch durch die Sonne erzeugt. Die Gezeiten sind die Folge der direk-
    ten Gravitationsstrahlungen dieser beiden Himmelsk?rper, welche nur bis
    zu einer bestimmten Tiefe in die Erde eindringen k?nnen. Die Beschleuni-
    gungskraft, die von der gravitationsinduzierenden Strahlung auf die Ober-
    fl?che ausge?bt wird, ist wesentlich gr??er als die Beschleunigung, wel-
    che der Erde insgesamt mitgeteilt wird. Die orthodoxen Wissenschaftler
    gehen davon aus, dass die Gravitationskraft ein unbegrenztes Eindrin-
    gungsverm?gen besitzt. Sie m?ssen dann annehmen, dass die Gezeiten das
    Ergebnis von Wellenbergen sind, die durch die den Gravitationseinfluss
    der Sonne und des Mondes erzeugt werden. Allerdings sind die Kr?fte,
    welche bei der konventionellen Theorie auftreten, nicht gro? genug, um
    Wellenberge zu erzeugen.

    Es wird behauptet, dass das Hochwasser nicht durch die Anhebung des
    Wassers entgegen der Erdgravitation erzeugt wird, sondern tats?chlich
    durch horizontale Zugkr?fte, die von der Gravitation unabh?ngig sind. Die
    horizontalen Komponenten von allein schon unendlich kleinen Kr?ften
    reduzieren diese praktisch auf Null. Gleichzeitig steht der Anstieg des
    Wassers ?ber das allgemeine Niveau durch eine praktisch nicht existie-
    rende Horizontalkraft im Gegensatz zur Erdgravitation, die dazu neigt,
    das "Hochwasser" wieder auf das urspr?ngliche Niveau zur?ckzuziehen.
    Es kann nat?rlich argumentiert werden, dass die horizontalen Komponen-
    ten der Erdgravitation im Vergleich zu den vertikalen klein sind, jedoch
    kann leicht gezeigt werden, dass die Komponenten wesentlich gr??er sind
    als die sogenannten Flutkr?fte.
    Das Newtonsche Konzept schien die ?rgerliche Tatsache zu erkl?ren,
    dass der Mond ein weitaus gr??erer Einflussfaktor f?r Ebbe und Flut ist
    als die Sonne, aber dies erzeugte ein noch viel schlimmeres Problem, als
    jenes, welches es zu l?sen schien. Die Bahnebene des Mondes schneidet
    die Bahnebene der Erde am ?quator ungef?hr in einem Winkel von 28?.
    Dies bedeutet, dass der Mond niemals ?ber 28? n?rdlicher oder s?dlicher
    Breite wandert. Laut der Standardtheorie sollten die gr??ten Fluten also in
    diesem Bereich stattfinden. Statt dessen treten die gr??ten Fluten jedoch
    in wesentlich h?heren Breiten auf, sowohl s?dlich als auch n?rdlich.
    Um dem Leser einen Eindruck von der Winzigkeit der Hochwasser er-
    zeugenden Kraft, basierend auf dem Newtonschen Konzept, zu geben,
    werden die folgenden Berechnungen durchgef?hrt. Laut der konventionel-
    len Astrophysik betr?gt die durchschnittliche Entfernung des Mondes von
    der Erde 384 000 km. Seine Oberfl?chengravitation soll ein Sechstel der-
    jenigen der Erde betragen, was einer Beschleunigung von 1,6 m/s ? ent-
    spricht. Der Monddurchmesser betr?gt aufgrund ihrer Funde ungef?hr
    3500 km. Da sich die Gravitationskraft nach dem Gesetz der umgekehrten
    Quadrate ?ndert, w?re die Gravitationskraft, die der Mond auf die Erd-
    oberfl?che aus?ben w?rde, folgende:

    1,6 x 1,750 / 384 000 ? = 0,0000332 m/s?

    Noch ohne die horizontale Komponente zu ber?cksichtigen, kann die
    maximale Gesamtkraft die Differenz zwischen der Kraft, die der Mond
    auf die Erdoberfl?che und der, die er auf das Erdzentrum aus?bt, nicht
    ?berschreiten. Dieser Wert errechnet sich folgenderma?en:

    0,0000332-1,6 x 1,750 / 390 000 ? m/s = 0.00000147 m/s?

    Diese Kraft ist so winzig, dass es 46 Stunden dauern w?rde, um irgendein
    Objekt auf 1 m/s ? zu beschleunigen! Es mu? allerdings ber?cksichtigt
    werden, dass die tats?chliche Kraft, die das Hochwasser erzeugt, nur einen
    sehr kleinen Teil hiervon betr?gt. Es sollte selbst f?r den beschr?nktesten
    Geist nicht schwierig sein, zu verstehen, dass eine solche Kraft nicht ein-
    mal die Viskosit?t des Wassers ?berwinden k?nnte. Trotzdem soll sie
    angeblich Wellenberge erzeugen und eine solide Erdkugel mit einem Ei-
    senkern mit einem Durchmesser von 6 500 km beeinflussen k?nnen. Or-
    thodoxe Physiker bleiben in dieser Monstrosit?t stecken, denn wenn sie
    diese aufg?ben, w?rde wie ein Kartenhaus alles zusammenbrechen, was
    ihnen im Bereich der theoretischen Physik so lieb ist. Ihre gro?e Bega-
    bung in der Kunst des Doppeldenkens hat sie die letzten dreihundert Jahre
    bef?higt, mit den in diesem Konzept enthaltenen Widerspr?chen zu leben.
    Dieser Fall von geistiger Unf?higkeit ist nur einer von vielen anderen mit
    ?hnlichen Ausma?en, die ?ber den gesamten Bereich der orthodoxen Phy-
    sik verstreut sind.
    Es w?rde zu weit gehen, anzunehmen, dass nicht zumindest einige der
    klarer denkenden Mitglieder der wissenschaftlichen Bruderschaft nach so
    langer Zeit die Theorie von Ebbe und Flut von einem quantitativen Stand-
    punkt aus ?berpr?ft h?tten. Falls dem so w?re, h?tten sie die horrenden
    Diskrepanzen bemerken m?ssen. Da bisher hiervon noch nichts erw?hnt
    worden ist, scheint die Schlussfolgerung unausweichlich, dass eine solche
    Erfahrung dem ?ffnen der B?chse der Pandora gleichgekommen ist. Neh-
    men sie an, dass jemand eine verlockende, aber verschlossene Schachtel
    finden w?rde und wissen m?chte, was diese enth?lt. Wenn er den Ver-
    schluss ?ffnet, wird der Duft, welcher der Schachtel entstr?mt, so ?ber-
    w?ltigend, dass er gezwungen sein wird, den Deckel sofort wieder zu ver-
    schlie?en, bevor sein Geruchssinn ernstlichen Schaden davontr?gt.
    Es ist nun offensichtlich, dass die Ansicht, dass die Gravitation ein un-
    endliches Eindringungsverm?gen besitzt, falsch ist. Dies bedeutet, dass
    die Auswirkungen der Oberfl?chengravitation des Mondes die Erde nur in
    einem sehr begrenzten Ausma? durchdringen. Deshalb ist die gesamte Be-
    schleunigung, welche die Oberfl?chengravitation des Mondes auf die Erde
    als Ganzes aus?bt, im Vergleich zur Beschleunigungskraft auf ein Objekt,
    das sich auf der Erdoberfl?che befindet, wie z.B. eine Wassermasse, die
    sich gegen?ber dem Mond befindet, insgesamt gesehen sehr gering. Das
    bedeutet, dass sich das Wasser, das nicht an die Erde gebunden ist, frei
    ?ber die Erdoberfl?che bewegen kann. Der Unterschied in der gravitatio-
    nellen Beschleunigung ist so gro?, dass die Beschleunigung, die dem K?r-
    per auf der Erde mitgegeben wird, ziemlich genau dem Gesetz der umge-
    kehrten Quadrate folgt, da die Beschleunigung, die der Erde als Ganzes
    mitgegeben wird, vernachl?ssigt werden kann.
    F?r eine gegebene Wassermenge wird die horizontale Komponente der
    gravitationellen Zugkraft des Mondes oder der Sonne am gr??ten sein,
    sich diese Himmelsk?rper am Horizont befinden. Zu dieser Zeit ist die
    Hochwasser erzeugende Kraft am gr??ten. Wenn einer dieser K?rper im
    Zenit steht oder direkt ?ber den Wassermassen, dann sinkt die Hochwas-
    ser erzeugende Kraft auf Null. Wenn der Mond den Zenit ?berschreitet,
    beschleunigt er das Wasser in die entgegengesetzte Richtung. Die Kraft
    erreicht ihr Maximum, wenn der Mond und die Sonne gerade am Horizont
    untergehen (siehe hierzu die Abbildungen 1 und 2). Der Grund f?r zwei
    Fluten und zwei Ebben w?hrend eines 24 Stunden dauernden Zyklusses
    wird nun klar.
    Betrachten wir die Verh?ltnisse an einer Westk?ste. Wenn z.B. der
    Mond am Horizont aufgeht, wird eine gro?e Wassermasse gegen die K?-
    ste beschleunigt. Zum Zeitpunkt, wenn der Mond den Zenit erreicht, be-
    sitzt diese Wassermasse ein erhebliches Moment. Dieses ist ausreichend,
    um gro?e Wassermassen ?ber das normale Niveau zu bewegen. Wenn der
    Mond den Zenit ?berschreitet, beschleunigt er das Wasser in die entge-
    gengesetzte Richtung. Das Wasser verliert sehr schnell sein Moment in
    ?stlicher Richtung, bewegt sich von der K?ste weg und erh?lt ein schwa-
    ches Moment in westlicher Richtung, wenn der Mond am Horizont unter-
    geht. Sowohl die Beschleunigungskraft des Mondes als auch die Gra-
    vitation der Erde, welche die Flutberge auf eine niedrigeres Niveau bewe-
    gen, erzeugen die Bewegung nach Westen. Auf diese Weise wird eine
    oszillatorische oder wellenartige Bewegung der Wassermassen erzeugt.
    Das Zentrum der Wellenberge des Hochwassers, das w?hrend einer Flut
    erzeugt wird, bleibt hinter dem Mond zur?ck, wenn er am Himmel entlang
    wandert. Dies ist zu erwarten. Reibungskr?fte und die Tatsache, dass kei-
    ne Beschleunigung erfolgt, wenn sich das Wasser direkt unter dem Mond
    befindet, f?hren zu einer Zeitverz?gerung. Die Wellenberge, die sich un-
    gef?hr unter dem Mond befinden, haben die Illusion von Wellenbergen
    erzeugt, vor allem, weil zur gleichen Zeit ein anderer Wellenberg auf der
    entgegengesetzten Seite der Erde erzeugt wird, und zwar aus den eben
    genannten Gr?nden. Die Wellenberge kommen nat?rlich nur an der K?ste
    vor, ansonsten ist nur eine Meeresstr?mung vorhanden.
    Die relative Position des Mondes und der Sonne, die Wassertiefe und
    die geographische Beschaffenheit der Landmassen beeinflussen den Zeit-
    punkt und das Ausma? von Ebbe und Flut. Der Grund f?r gr??ere Fluten
    in den h?heren Breitengraden wird aus der gerade pr?sentierten Analyse
    offensichtlich. Da sich der Mond nicht mehr als 28? ?ber den ?quator
    bewegt, ist er in den h?heren Breitengraden die meiste Zeit am Horizont
    und ?bt deshalb eine gr??ere Horizontalkraft auf die Wassermassen aus.
    Wie zu erwarten, treten die st?rksten Fluten bei Neumond auf oder
    wenn die Gravitation der Sonne und des Mondes in die gleiche Richtung
    wirken. Wenn der Mond zum Viertelmond wird, arbeitet die Sonne dem
    Mond eine immer l?ngere Zeit entgegen. Diese Tendenz erreicht ihr Ma-
    ximum, wenn der Viertelmond erreicht ist. In dieser Stellung stehen sich
    die Sonne und der Mond fast 12 Stunden in einem Zeitraum von 24 Stun-
    den gegen?ber. Hieraus resultieren die sogenannten Nippfluten oder Ebbe.
    Wenn der Mond die Viertelposition ?berschreitet, steht die Sonne dem
    Mond immer k?rzere Zeit gegen?ber und unterst?tzt die Wirkung des
    Mondes w?hrend der restlichen Zeit. Die Neigung der Sonne, dem Mond
    entgegenzuwirken, erreicht bei Vollmond ihr Maximum. Zu diesem Zeit-
    punkt unterst?tzt die Sonne den Mond ungef?hr genauso stark wie bei
    Neumond. W?hrend dieser Zeit kommt es ebenfalls zu einer Flut. Ein
    ?hnlicher Zyklus folgt, wenn der Mond in die Viertelposition zur?ckkehrt
    und schlie?lich zum Neumond wird.
    Es ist nun wohl klar, dass diese neue Auffassung von Ebbe und Flut auf
    einfache Art und Weise in qualitativer Hinsicht alle grunds?tzlichen Tat-
    sachen dieser Erscheinung erkl?rt. Hierdurch wird Ebbe und Flut aber
    auch von einem quantitativen Standpunkt aus erkl?rt. In der folgenden
    Analyse wird nur der Einfluss des Mondes ber?cksichtigt, und zwar unter
    der Annahme, dass sich der Mond in einer ?quatorialen Umlaufbahn be-
    findet. Es gibt eindeutige Beweise, dass die Oberfl?chengravitation des
    Mondes praktisch genauso gro? ist wie die der Erde. Dies wird in Teil III
    gr?ndlich untersucht und bewiesen werden. Um jedoch ultravorsichtig zu
    sein, wird eine Mondgravitation von 75% der Erdgravitation angenom-
    men. Ausserdem wird davon ausgegangen, dass sich der Mond an seinem
    erdn?chsten Punkt befindet, der angeblich ungef?hr 364 000 km entfernt
    liegt. Die Anziehungskraft F des Mondes auf die Erdoberfl?che ist somit
    Mit dieser Kraft wird den Wassermassen ein Moment in Richtung der
    K?ste erteilt, wenn sich der Mond hinter der K?ste befindet. Das Moment
    erreicht ein Maximum, wenn der Mond den maximalen spitzen Winkel
    mit der Wasseroberfl?che erreicht. Danach wird er das Wasser wieder in
    die entgegengesetzte Richtung beschleunigen. Nehmen wir nun an, dass
    sich der Mond in der ?quatorialen Umlaufbahn der Erde bewegt und dass
    das Wasser nicht mehr beschleunigt wird, wenn er sich im Zenit befindet.
    Im folgenden nun eine Berechnung der Geschwindigkeit, die das Wasser
    erreicht. Die Beschleunigung in Abh?ngigkeit von der Zeit ist: a = Acosq,
    wobei a die Beschleunigung zu der Zeit ist, wenn sich der Mond am Hori-
    zont befindet, welche wie gesagt 0,000017 m/s 2 betr?gt. Zu dieser Zeit
    betr?gt q = 0.
    Die Geschwindigkeit kann einfach errechnet werden, wenn man die
    durchschnittliche Beschleunigung w?hrend einer Zeitspanne von 6 Stun-
    den oder von der Zeit an, wenn q von 0 auf P/2 ansteigt. Hierdurch wer-
    den schwierige Integrationen und Umstellungen vermieden. Man mu? nur
    die Fl?che unter der Kurve a = A cos q bestimmen. Nun ist d A' = A cos
    qdq, wobei A' die Fl?che unter folgender Kurve ist: q = 0 bis q = P/2.
    Durch Integration ergibt sich folgendes:
    Falls a von q = 0 bis q = P/2 konstant ist, w?rde diese Fl?che (P/2) A
    betragen. Deshalb ist die durchschnittliche Beschleunigung A/(P/2) =
    0.63 A, was 0,63 (0,000017) m/s 2 entspricht. Nach 6 Stunden erreichen
    die Wassermassen ungef?hr eine Geschwindigkeit von 0,63 x 3,600 x
    6(0,00017) m/s = 2,3 m/s, was 8,3 km/h entspricht. Dieser Wert berechnet
    sich nur aufgrund des Einflusses des Mondes am ?quator, wo die Flut-
    kr?fte am geringsten sind. Der gerade erhaltene Wert ist in der gleichen
    Gr??enordnung wie die tats?chliche Geschwindigkeit der meisten Flut-
    wellen Es ist offensichtlich, dass durch diese Methode die Gezeiten ef-
    fektiv erkl?rt werden k?nnen, sowohl vom quantitativen als auch vom
    qualitativen Standpunkt aus. In h?heren Breitengraden kann der zus?tzli-
    che Einfluss der Sonne Flutwellen mit wesentlich h?herer Geschwindig-
    keit als 2,3 m/s erzeugen. Hierbei sind nur die Wirkungen des Mondes am
    ?quator, wo die Flutwirkungen geringer sind, einberechnet. Der gerade
    erhaltene Wert liegt in der gleichen Gr??enordnung wie die beobachteten
    Geschwindigkeiten der meisten Flutstr?mungen. Es ist offensichtlich, dass
    hierdurch Ebbe und Flut sowohl von einem quantitativen als auch qualita-
    tiven Standpunkt aus erkl?rt werden k?nnen. In den h?heren Breiten k?n-
    nen durch die zus?tzlichen Wirkungen der Sonne Flutstr?mungen erzeugt
    werden, die noch eine wesentliche h?here Geschwindigkeit als 2,3 m/s
    besitzen.
    Es gibt viele Faktoren, die Schwankungen der Auswirkungen von Ebbe
    und Flut erzeugen, wie z.B. der Unterschied zwischen dem solaren und
    lunaren Tag, die Form der Landmassen, die Wassertiefe und der Breiten-
    grad. Dies f?hrt zu einem sehr komplizierten Bild von Ebbe und Flut.
    Die bei Ebbe und Flut auftretenden Kr?fte sind zum gro?en Teil f?r die
    Meeresstr?mungen verantwortlich, die, wie zu erwarten, in h?heren Brei-
    ten st?rker sind. Die Wirkungen von Ebbe und Flut sind bei kleineren
    Wassermassen nicht zu beobachten, da keine ausreichend gro?en Was-
    sermassen in Bewegung versetzt werden k?nnen, um die Reibungskr?fte
    aufzuheben, ausserdem hat das Wasser nicht gen?gend Zeit, um eine gr?-
    ?ere Geschwindigkeit zu erreichen.
    Die oben vorgestellte Analyse bildet die Grundlage, um zu beweisen,
    dass die Oberfl?chengravitation des Mondes h?her ist als die der Sonne.
    Da die Sonne und der Mond von der Erde aus gesehen den gleichen sicht-
    baren Durchmesser besitzen, sind die Flutwirkungen, die durch diese
    Himmelsk?rper erzeugt werden, direkt proportional zu ihren Oberfl?-
    chengravitationen. Dies wird durch die folgende Berechnung offensicht-
    lich werden: Die gravitationellen Wirkungen ver?ndern sich mit dem
    Quadrat der Entfernung. Ihre sichtbaren Durchmesser sind indirekt pro-
    portional zur Entfernung, deshalb sind die sichtbaren Kreisfl?chen eben-
    falls indirekt proportional zum Quadrat der Entfernung. Die Gravitations-
    kraft auf einen anderen ?usseren K?rper ist direkt proportional zur Ober-
    fl?che, deshalb ist
    wobei F, und F,? die Flutkr?fte sind, die durch die Sonne und den Mond
    erzeugt werden, und G, und G m, die Oberfl?chengravitationen der Sonne
    und des Mondes. As und A m und rs und rm sind die entsprechenden Fl?chen
    bzw. Radien. Dividiert ergibt:
    Vorausgesetzt, dass ihre sichtbaren Durchmesser gleich sind, a1so
    und eingesetzt in die obige Gleichung ergibt:
    Da der Mond ein gr??erer Faktor f?r die Erzeugung von Ebbe und Flut
    ist, ist die Schlussfolgerung, dass der Mond eine gr??ere Oberfl?chengra-
    vitation als die Sonne besitzt, unausweichlich! F?r die orthodoxen Denker
    ergeben sich hieraus un?berwindbare Paradoxa. Die Zeit, um diese auf-
    zukl?ren, ist gekommen. Dies kann nur erreicht werden, wenn man nach
    den tieferen Ursachen sucht.
    Ein Gro?teil der nun folgenden Dinge wird die wissenschaftliche Welt
    v?llig unbeeindruckt lassen. So unfassbar es auch sein mag, aber die eh-
    renwerten Mitglieder der wissenschaftlichen Gemeinschaft scheinen abso-
    lut unf?hig zu sein, rational zu denken. K?rzlich war der Autor sehr er-
    staunt, als eines dieser Individuen (tats?chlich ein ?lterer Bruder in guter
    Stellung) nach der Lekt?re dieses Kapitels tats?chlich behauptete, dass der
    Autor die Erkl?rung f?r Ebbe und Flut aus der Encyclopedia Britannica
    entnommen hatte!
    Das ist ein klassisches Beispiel f?r die Tatsache, dass viele konventio-
    nelle Wissenschaftler jede Realit?t, die f?r ihre Ansichten, die sie f?r hei-
    lig halten, zerst?rerisch ist, abgelehnt haben und diese auch weiterhin
    ablehnen werden, unabh?ngig davon, wie unbestreitbar eine solche Wahr-heit auch immer sein mag. Es wird immer offensichtlicher, dass es in der
    akademischen Welt wenige gibt, die ausreichend Format besitzen, um aus
    der intellektuellen Zwangsjacke, die ihnen von den akademischen Autori-
    t?ten ?bergestreift worden ist, zu befreien.

    Die Gezeiten?

    Auch so ein Thema, da? die Gelehrten lange Zeit verwirrte und R?tseln lie?. Hier ein paar Beispiele:

    Bereits zu Zeiten Aristoteles gab es Theorien zur Erkl?rung der Gezeiten. Damals erkl?rte man Ebbe und Flut mit einer Anziehungskraft zwischen dem Wasser der Meere und dem Mond.

    Im 16. Jahrhundert erkl?rte Andrea Cesalpino die Gezeiten in seinem Werk Quaestiones Peripatetica (1571) mit der Erdbewegung - ?hnlich der Bewegung von Wasser in einem bewegten Eimer.

    Johannes Kepler erkl?rte die Gezeiten anhand der Planetenbewegungen.

    Ren? Descartes postulierte eine Theorie auf Basis einer Reibung des "?thers" zwischen Erde und Mond. Diese Theorie wurde allerdings schnell widerlegt.

    Galileo Galilei entwickelte eine kinematische Gezeitentheorie und f?hrte die Gezeiten als Beweis f?r die Erdrotation an. Seiner Theorie zufolge bewegt sich die von der Sonne angestrahlte Seite der Erde schneller als die Nachtseite, wodurch sich die Gezeiten aufgrund der unterschiedlichen Beschleunigungen ergeben soll.

    Isaac Newton zeigte als erster, dass nicht die Zentrifugalkraft, sondern die Anziehungskr?fte der Massen von Mond und Sonne f?r Ebbe und Flut urs?chlich sind. In seinem im Jahre 1687 erschienenen Werk Mathematische Prinzipien der Naturlehre postulierte er ein Gravitationssystem von Erde und Mond, das um einen Gravitationsmittelpunkt, den gemeinsamen Schwerpunkt, rotiert.

    Daniel Bernoulli Gleichgewichtstheorie

    Pierre-Simon Laplace dynamische Gezeitentheorie

    William Whewell Gezeitenwellen

    William Thomson Harmonische Analyse (1867)

    Sydney Hough Dynamische Theorie unter Einbeziehung der Corioliskraft

    George Biddell Airy Theorie auf Basis von einfach geformte Becken mit gleichf?rmiger Tiefe (1842)

    Heute behauptet man nat?rlich das R?tsel gel?st zu haben, aber die Erkl?rungen der Wissenschaft scheinen doch einen entscheidenden Fehler zu enthalten.

    Zitat:
    Das Mond-Gravitationsfeld ?bt allerdings nicht auf jeden Punkt der Erde die gleiche Beschleunigung aus. Auf der mondnahen Seite der Erde ist das Gravitationsfeld etwas st?rker als die Fliehkraft und es bildet sich der erste Flutberg. Etwa im Erdmittelpunkt heben sich beide Kr?fte auf. Auf der mondfernen Seite ist die Fliehkraft st?rker als die Mondgravitation und es bildet sich der zweite Flutberg.

    Die Frage die sich hier stellt, ist die Folgende: Durch was wird die Flut auf der dem Mond abgewandten Seite der Erde verursacht? Die Erkl?rung der Wissenschaft ( siehe Zitat) scheint mir doch mehr als nur verdreht, oder wie seht ihr das?

    Beste Gr??e

    Sparta

    Wie w?re es damit, Shiva? M??test Du als Keltin eigentlich gewu?t haben:

    Anu (auch Anann, Anand oder Anind) ist eine Figur der mittelalterlichen irischen Sagenwelt. Sie gilt als identisch mit der Morrigan und damit als Tochter der Ernmas und des Calatin. Sie wird in der mittelalterlichen britannischen Literatur als "Mutter der irischen G?tter" bezeichnet.

    H?ufig wird sie mit Dana oder Brigit gleichgesetzt, wof?r es jedoch wenig Anhaltspunkte gibt. Gleichzusetzen ist sie wahrscheinlich jedoch mit der kymrischen Ana/Anna. Eventuell geht sie auf eine altkeltische G?ttin namens Annea zur?ck und symbolisiert die Erdgottheit in ihrem Aspekt der Geburt und des Todes.

    Nach ihr benannt sind das ?D? Ch?ch Anann? (?Br?ste der Ana?) genannte H?gelpaar in der N?he von Killarny in Munster. Dies k?nnte darauf hindeuten, dass Anu urspr?nglich als Verk?rperung der Insel Irland galt oder aber als anthropomorphe, im Meer liegende Erdg?ttin und somit Verk?rperung der Welt.

    Magazin2000plus, super Zeitung, aber die alten Sauhunde haben mir auf meine Mail nicht geantwortet. Man man man. *g*
    _________________

    Da hast du schon recht, Abraxas. Die haben echt ein Kommunikationsproblem, warum auch immer! Ich
    hatte ihnen damals auch das Manuskript f?r mein Buch
    angeboten und bekam wieder mal keine Antwort. Als mein
    Buch, sprich der Vertrag hierzu, schon in trockenen T?chern
    war, bekam ich pl?tzlich eine Anfrage, wegen meines Buches.
    Man wolle es jetzt unbedingt herausbringen und das 3 Monate
    nach meinem Angebot :shock: , da hatten sie nat?rlich das
    nachsehen. Selber Schuld, denke ich mal!

    Gr?ssle

    Sparta

    Mhmm, TrisMeg, wenn das so ist, wie Du sagst, dann k?nnte er doch
    zu Dir kommen und mal ne Stunde ?ber Deinen Rechner hier rein
    gehen. Nur mal so als Idee. Oder r?ste seinen Rechner auf Linux um
    und verschl?ssle seine Festplatte. Irgend sowas wird doch wohl m?glich
    sein?

    Richte Morpheus doch bitte aus, da? ich seinen Artikel im Magazin 2000
    plus gelesen habe ( in dem ich auch schon publiziert habe ) und nun so
    einigerma?en Bescheid weis. Hochinteressant und ich h?tte da so einiges
    mit ihm auszutauschen!

    Hoffe das er bald wieder Online ist.

    Gr?sse

    Sparta

    Auf mehrfachen Wunsch, insbesondere von Infinity, hier eine Leseprobe
    zu meinem Buch " Das Geheimnis unserer eiskalten Sonne "

    Liebe Gr??e

    Sparta

    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Womit wir uns nun endlich dem Paradoxon des Gelehrten Olbers zuwenden wollen, indem wir zu erst einmal kl?ren, was eigentlich ein Paradoxon ist?

    Von einem Paradoxon spricht man grob gesagt, wenn eine normalerweise logische theoretische Beweisf?hrung der Wissenschaft, mit den gegebenen sichtbaren Tatsachen in der Natur, nicht in Einklang zu bringen ist. Das solche Paradoxen die Wissenschaft vor nicht gerade geringe Probleme stellt, liegt somit auf der Hand und auch der Gelehrte Olbers trieb einen solchen Stachel in das Fleisch der Wissenschaft, um es mal so auszudr?cken.

    Den Stein des Ansto?es formulierte Olbers in seinem Aufsatz > ?ber die Durchsichtigkeit des Weltraums < vom 7. Mai 1823. Als dieser Aufsatz 3 Jahre sp?ter, also 1826 im Astronomischen Jahrbuch ver?ffentlicht wurde, verursachte er eine hitzige Diskussion, die unerm?dlich bis in das sp?te 19 Jahrhundert fortgef?hrt wurden. Erstaunlich ist die Tatsache, das der Aufsatz von Olbers erst 1952 von Herman Bondi in seinem Buch > Cosmology < als Paradoxon und hier dann eben explizit erstmals, als das > Olberssche Paradoxon < aufgef?hrt wurde.

    Was war nun aber der Stein des Ansto?es?

    Nun Olbers stellte in seinem Aufsatz eine Frage, die seither die Gem?ter erregte.
    Diese Frage lautet:

    Warum ist der Himmel nicht - tags wie nachts - an jedem Punkt so hell wie die Sonne, da doch in jeder Richtung des Raumes irgendwann ein Stern angetroffen werden sollte?

    Absolut bemerkenswert, denn diese Frage brachte das Problem des dunklen Weltraumes auf den Punkt, da, wenn ?berall im Weltraum Sonnen Licht ausstrahlen, dieses Licht ja nun eben den Raum selbst auch erhellen m??te. Aber eben nicht nur den Raum, sondern auch unsere Erde, so das es eigentlich gar keine Nacht auf Erden geben d?rfte, so wie wir sie aber kennen.

    Halt der beschriebene Widerspruch zwischen Natur und Wissenschaft, der ein Paradoxon erst wirklich zu dem macht, was es in diesem Falle ist.

    ?brigens war die von Olbers formulierte Antwort auf seine eigen Frage, da? das Licht entfernter Sterne im Weltraum absorbiert wird.

    Ob diese Antwort nun so richtig ist, oder auch nicht, soll erst einmal dahin gestellt bleiben.

    Gehen wir nun noch etwas n?her auf den Aufsatz ein, in dem sich Olbers auf die Thesen Kants st?tzt, in dem er zum Beispiel aus dem ber?hmten Werk Kants > Allgemeinen Naturgeschichte und Theorie des Himmels / 1755 < zitiert:

    Wo wird die Sch?pfung selber aufh?ren? Man merket wohl, da?, um sie in einem Verh?ltnisse mit der Macht des unendlichen Wesens zu gedenken, sie gar keine Grenzen haben m?sse.

    Man kommt der Unendlichkeit der Sch?pfungskraft Gottes nicht n?her, wenn man den Raum ihrer Offenbarung in einer Sph?re mit dem Radius der Milchstra?e beschrieben, einschlie?et, als wenn man ihn in eine Kugel beschr?nken will, die einen Zoll im Durchmesser hat.

    Alles was endlich, was seine Schranken und ein bestimmtes Verh?ltnis zur Einheit hat, ist von dem unendlichen gleich weit entfernet.

    Nun w?re es ungereimt, die Gottheit mit einem unendlich kleinen Theile ihres sch?pferischen Verm?gens in Wirksamkeit zu setzen, und ihre unendliche Kraft, den Schatz einer wahren Unerme?lichkeit, von Naturen und Welten unth?tig, und in einem ewigen Mangel der Aus?bung verschlossen, zu gedenken.

    Ist es nicht vielmehr anst?ndiger, oder besser zu sagen, ist es nicht nothwendig, den Inbegriff der Sch?pfung also anzustellen, als er seyn mu?, um ein Zeugni? von derjenigen Macht zu seyn, die durch keinen Maa?stab kan abgemessen werden?

    Aus diesem Grunde ist das Feld der Offenbarung g?ttlicher Eigenschaften eben so unendlich, als diese selber sind.

    Die Ewigkeit ist nicht hinl?nglich, die Zeugnisse des h?chsten Wesens zu fassen, wo sie nicht mit der Unendlichkeit des Raumes verbunden wird.

    Olbers akzeptierte also die These Kants, da? das Universum unendlich ist, was zu dieser Zeit allerdings noch in keinster Weise auch nur ann?hernd verifiziert werden konnte. Die Unsicherheit Olbers ob dieser postulierten Unendlichkeit des Raumes, kommt dann auch schon wenig sp?ter zum Ausdruck, als Olbers schreibt:

    Es bleibt also h?chst wahrscheinlich, da? nicht blo? der Theil des Raums, den unser auch noch so stark bewaffnetes Auge ?bersehen hat, oder ?bersehen kann, sondern der ganze unendliche Raum mit Sonnen und ihren Gefolgen von Planeten und Kometen besetzt ist. Ich sage h?chst wahrscheinlich. Gewi?heit kann uns unsere beschr?nkte Vernunft nicht geben.

    Zu den zur damaligen Zeit aufgef?hrten Beweis von Halley, f?r ein unendliches Universum, ?u?ert er sich etwas sp?ter dann so:

    Allein, wenn gleich Halley's Beweis nicht gelten kann, so wird es uns doch h?chst wahrscheinlich bleiben, da? die sch?ne Ordnung, die wir, so weit unsere Sehkraft irgend reicht, wahrnehmen, auch durch den ganzen unendlichen Raum fortgesetzt sei, und wir haben nur zu untersuchen, ob andere Gr?nde diese Annahme verwerflich machen.

    Da zeigt sich nun gleich ein sehr wichtiger Einwurf.

    Sind wirklich im ganzen unendlichen Raum Sonnen vorhanden, sie m?gen nun ungef?hr gleichen Abstand voneinander, oder in Milchstra?en-Systeme vertheilt sein, so wird ihre Menge unendlich, und da m??te der ganze Himmel eben so hell sein, wie die Sonne.

    Denn jede Linie, die ich mir von unserm Auge gezogen denken kann, wird nothwendig auf irgend einen Fixstern treffen, und also m??te uns jeder Punkt am Himmel Fixsternlicht, also Sonnenlicht zusenden.

    Wie sehr dies der Erfahrung widerspricht, braucht wohl nicht gesagt zu werden.

    Und wieder bringt es der Gelehrte in gl?nzender Manier auf den Punkt, indem er sein Unverst?ndnis dar?ber ausdr?ckt, warum wohl bei so vielen Sonnen, da? Universum so dunkel ist und er bietet eine interessante Erkl?rung an, wieso das eigentlich nicht so sein d?rfte, wie es nun einmal ist.

    Das m?chte ich nun gerne anhand eines Beispieles, aus meiner Sichtweite heraus, etwas genauer erl?utern und erkl?ren.

    Nehmen wir hier nun als einfaches Beispiel den Stern Sirius, der als einer der hellsten Sterne an unserem Nachthimmel gerade einmal 8,6 Lichtjahre von uns entfernt ist.

    Und zum besseren Verst?ndnis als Gegenbeispiel unseren Planeten Pluto, der mit fast 7,3 Milliarden Kilometern am weitesten von unserer Sonne entfernt ist. Nun ist der Planet Pluto zwar mit dem blo?en Auge nicht sichtbar, aber mit einem entsprechenden Teleskop kann man ihn nat?rlich sehr gut sehen, da er ? laut Wissenschaft ? ja von unserer Sonne beleuchtet wird.

    Das Licht unserer Sonne reicht also bis in diese enorme Entfernung und dann wohl auch noch dar?ber hinaus und scheint also nichts von seiner Intensit?t einzub??en, da man den Planeten Pluto mit Hilfe eines Teleskops ja hellerleuchtet sehen kann.

    Nun mu? nach dem gesunden Menschenverstand aber das, was f?r unsere Sonne gilt, wohl auch f?r andere Sonnen gelten! Womit wir nun wieder bei der Sonne Sirius angelangt w?ren. Den auch die Sonne Sirius strahlt ja ? angeblich ? Licht aus und dieses Licht d?rfte dann wohl nach dem Beispiel unsrer Sonne, weit ?ber den direkten Bereich des Sirius hinausreichen, oder?

    Nicht zuletzt wird ja eben gerade erkl?rt, da? wir ferne Sonnen nur sehen k?nnen, da ihr Licht nach so und so vielen Jahren, oder gar Jahrtausenden etc. bei uns eintrifft.

    Wenn dem aber so ist und nun sind wir mittendrin im Olbersschen Paradoxon, dann m??te bei unserem Beispiel aber das st?ndig und stetig eintreffende Licht der Sonne Sirius auch unsere Erde erreichen und sie somit erhellen.

    Sie haben das Problem nun erkannt?

    Das w?rde n?mlich nichts anders bedeuten, als das, wenn auf der unserer Sonne abgewandten Seite der Erde Nacht ist und hier nun aber das Licht der Sonne des Sirius eintrifft, es gar keine Nacht geben d?rfte, da somit unser Planet Erde rund um die Uhr taghell erleuchtet w?re!

    Einmal von unsrer eigenen Sonne und zum zweiten von den vielen Tausend Sonnen, die sich in unmittelbarer N?he unseres Sonnensystems befinden.

    Und nat?rlich m??te in Folge dessen nicht nur unsere Erde st?ndig erhellt sein, sondern auch alle Planeten unseres Sonnensystems, sowie letztendlich eben der Interstellare Raum selbst.

    Also wohl kein dunkles Universum, oder?


    Auch Olbers erkannte nat?rlich diesen Umstand und beschrieb ihn ?u?erst treffend wie folgt:

    Wohl uns! da? doch die Natur die Sache anders eingerichtet hat: wohl uns! da? nicht jeder Punkt des Himmelsgew?lbes Sonnenlicht auf die Erde herabsendet.

    Die unertr?gliche Helligkeit, die alle Vergleichung ?bersteigende Hitze, die dann herrschen w?rde, nicht einmal betrachtet; (denn f?r diese, wenn sie gleich ?ber 90 000 mal gr??er sein w?rden, als wir sie jetzt empfinden, h?tte die schaffende Allmacht unsere Erde und die auf ihr vorhandenen Organismen einrichten k?nnen).

    Ich will nur der h?chst unvollkommenen Astronomie gedenken, die dann uns Erdbewohnern noch m?glich bleiben w?rde.

    Vom Fixsternhimmel w?rden wir nichts wissen; unsere eigene Sonne nur m?hsam an ihren Flecken entdecken, und blo? den Mond und die Planeten als dunklere Scheiben auf dem sonnenhellen Himmelsgrund unterscheiden.