Danke, war halt nur Neugierig und das liegt halt so in meiner Natur.
Beste Gr??e
Sparta
Danke, war halt nur Neugierig und das liegt halt so in meiner Natur.
Beste Gr??e
Sparta
Hat vielleicht ein Tiroler mein Interview geh?rt?
fragt sich grade der
Sparta
Hallo JotBe,
erst einmal herzlich Willkommen und gleich die Frage, warum man in Deinem Forum bestimmte Bereiche als Gast nicht lesen kann?
Nix f?r Ungut, aber das interessiert mich nun mal!
Beste Gr??e
Sparta
Die Frage die sich ergibt ist: Relativ zu was ist die Lichtgeschwindigkeit konstant. Man postulierte den ?ther als Bezugssystem.
Schon ein bisserl ?lter:
18.01.2001
Zwei Wissenschaftlerteams ist ein sensationeller Durchbruch gelungen
Licht bewegt sich im Vakuum mit 300 000 km/s. Die Lichtgeschwindigkeit ist die absolute Obergrenze f?r jeden K?rper und jede Art von Informations?bertragung. Dem Wissenschaftlerteam von Lene Verstergaard Hau von der Harvard University und dem Rowland Institute for Science in Cambridge ist es bereits 1999 gelungen, Laserlicht bis auf 17 m/s abzubremsen. Jetzt haben unabh?ngig voneinander Hau und Wissenschaftler vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, Cambridge, erstmals eine M?glichkeit gefunden, Licht zu stoppen, zu speichern und wieder weiter zu senden.
Licht wird auch in transparenten Medien wie Glas, Kristall oder Wasser je nach Brechungsindex abgebremst. Je st?rker der Brechungsindex eines Materials wird, desto langsamer wird zwar das Licht, aber desto mehr Licht wird auch absorbiert. In Nature berichteten Hau und Kollegen ("Light Speed Reduction to 17 Metres Per Second in an Ultracold Atomic Gas." Nature 397 (1999): 594), dass sie einen Laserstrahl in einer magneto-optischen Falle mit einem auf 0,2 mK (Mikrokelvin) abgek?hlten Natriumgas auf eine Geschwindigkeit von 17 Meter in der Sekunde oder etwa 60 Stundenkilometern abbremsen konnten. F?r das Experiment wurde eine nur 0,2 Millimeter dicke Natriumwolke unter die Temperatur von 0,435 mK (die kritische Temperatur f?r das Eintreten der Bose-Einstein-Kondensation) abgek?hlt, so dass der Lichtstrahl seine Geschwindigkeit im Inneren dieser Wolke mit zunehmender Dichte des Gases und abnehmender Temperatur verlangsamte.
In dem Materiezustand des Bose-Einstein-Kondensats verhalten sich die Natriumatome wie ein einziges gro?en Atom. Das einschie?ende Laserlicht bildet mit den Atomen ein elektromagnetisches Feld, wodurch das Gas zun?chst einmal durchsichtig wird und keine Photonen absorbiert. L?sst man einen zweiten Laserstrahl in einem bestimmten Einfallswinkel in das Bose-Kondensat eintreten, wird dieser stark gebrochen und dadurch verlangsamt. Die Lichtbremse, so ?berlegte Hau bereits damals, k?nnte auch als optischer Datenspeicher dienen, da die Photonen im Bose-Gas nicht verloren gehen.
Das Problem bestand darin, dass der Lichtstrahl nicht ganz abgebremst werden konnte, weil sich das durchsichtige "Fenster" im Gas immer weiter verkleinert hatte. Michail Lukin, Suzanne Yelin und Michael Fleischhauer schlugen im Fr?hjahr 2000 eine L?sung dieses Problems vor. Man l?sst den ersten Lichtstrahl eintreten und verringert dann die St?rke des zweiten Laserstrahls allm?hlich, wodurch das Fenster kleiner und der erste Strahl bis zum Stillstand verlangsamt wird, gleichzeitig aber das Gas so eingestellt bliebe, dass das Licht weiterhin passieren kann. Damit lie?e sich die Geschwindigkeit unendlich langsam machen, so dass das Licht nur noch als Abdruck auf den Spins vorhanden w?re, durch einen weiteren Lichtstrahl aber wiederhergestellt werden k?nnte: "Der Quantenzustand des Photons wird von den Atomen auf reversible und koh?rente Weise kopiert", erkl?rt Lukin.. Diese Hypothese wurde von den beiden Wissenschaftlerteams jetzt offenbar mit unterschiedlichen Verfahren erfolgreich umgesetzt.
Wie New York Times berichtet, ist es jetzt dem Team von Hau sowie unabh?ngig davon Ronald Walsworth und Michail Lukin gelungen, Photonen ganz zum Stillstand zu bringen, sie zu speichern und dann wieder in Bewegung zu setzen. In der Lichtfalle aus Rubidium-Gas wurde das Licht immer langsamer und schw?cher, bis es sich nicht mehr bewegte. Das durchgehende Licht ver?ndert den Spin der Gasatome und wird durch diese Interaktion langsamer. Schickte man sp?ter einen zweiten Lichtstrahl durch die Falle, wurde der erste Lichtstrahl wieder "belebt" und verlie? diese in etwa mit den Eigenschaften, die er besa?, als er in die Falle eintrat. Ein Artikel ?ber diese Falle wird in den Physical Review Letters am 29. Januar erscheinen, der Bericht von Lene Hau in Nature.
Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit folgt aus Maxwells Wellendarstellung des Lichtes logisch zwingend. beruhend auf einem vorhandenen ?ther! Hast Du vergessen dazu zu schreiben und das aus der "Wellendarstellung" des Lichts die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit logisch zwingend ist, will mir gerade nicht in den Kopf, da das Eine, da? Andere nicht unbedingt zur Folge haben mu?.
Beste Gr??e
Sparta
Hallo ![]()
Diesen Sonntag ( 08.07.) wird das Radio 2000 um 11 Uhr ein LIVE -Interview ?ber mein Buch ? Das Geheimnis unserer eiskalten Sonne? mit mir f?hren. Im Anschlu? an das Interview werden vom Radiosender 3 meiner B?cher unter den Zuh?rern verlost. ( Einen herzlichen Dank an dieser Stelle meinem lieben Verleger Ehepaar f?r die Bereitstellung der 3 B?cher) Alle potenziellen H?rer sind herzlich eingeladen.
Bitte die Sendefrequenzen beachten! http://www.radio2000.it
Man h?rt sich ![]()
Sparta
Stimmt, es ist die Kernfrage, die beantwortet werden mu?, wenn die RT/SRT Bestand haben will. Sie kann aber nicht beantwortet werden, da Einstein keine Quellen f?r sein Postulat nennt und somit sein Aufsatz folgerichtig in kompletten Unsinn ausartet. Ein normal denkender Mensch erkennt diesen Unsinn sofort ( aus dem Bauch heraus) und sagt dann: Was f?r ein Mist, wer soll denn das verstehen? Der angelblich gebildete Mensch antwortet dann ebenfalls folgerichtig sofort: Das ist kein Mist, Du verstehst es nur nicht, da Du zu Dumm dazu bist!
Weitere Kommentare hierzu erspare ich mir dann.
Liebe Gr??e
Sparta
Jetzt stelle ich ihnen die entscheidente Frage, wie kommt man auf die Idee, das die Lichtgeschwindigkeit konstant sein muss???
Sehr gute Frage und vor allem wie kam wohl Einstein darauf, dieses Postulat gleich am Anfang seines Aufsatzes einzuf?hren, ohne auch nur im weiteren Verlauf auch nur mal Ansatzweise zu erkl?ren, wie er wohl darauf kam?
Frage ich mich schon lange!
Gru?
Sparta
Hallo Ihr Lieben,
zitiere ich mich mal selber : und es gilt auch ( wie immer) die Versionen der Schulphysik sind mir bekannt
Bin heute wohl ein bisserl ironisch aufgelegt :oops:
Ich denke mal Manu war da am kreativsten:
man nehme eine Wirkung, betrachte sie von allen Seiten mit allen drumherums und schwups, l?sst sich eine Formel ableiten, die das beschreiben k?nnte...
...doch die Ursache versteht keiner...
...alles nur Theorie!
So ist es. Nichts als eine Theorie, da man eben nichts messen kann und so was mag die Physik ?berhaupt nicht. Wenn so was eintritt, wird meist sehr schnell ein "Ph?nomen", oder "Paradoxon" daraus ![]()
Liebe Gr??e
Sparta
Kleine Anmerkung: Goethe war in erster Linie Naturwissenschaftler, den Dichter gab er nur in seiner knapp bemessenen Freizeit.
Sparta
Zitat von joDa die mittlere Entfernung Erde/Sonne149,60 Mill. km betr?gt und die Lichtgeschwindigkeit 300.000km/sec ist es doch errechenbar, oder? Entfernung durch Geschwinduigkeit, oder hab ich es nicht verstanden?
lieben Gru?,
jo
Mhmm Jo und wie hat man diese Entfernung "gemessen", wenn die Strahlung doch kontinuierlich ist?
auch einen lieben Gru?
Sparta
Schon verstanden, Bluesoldier und mal ganz unter uns: manchmal geht es mir auch so :mrgreen:
Beste Gr??e
Sparta
Hallo ihr Lieben,
Momentan interessiert mich gerade folgendes:
Man sagt ja, dass die Sonnenstrahlung von der Sonne bis zur Erde 8 Minuten und 19 Sekunden ben?tigt. Richtig? Nur wie kommt man eigentlich zu dieser Zeitangabe, wenn die Strahlung der Sonne doch eine kontinuierliche Einheit ist? Ich hoffe ich werde verstanden? Erkl?re ich es mal anders: Ein L?ufer l?uft los und man dr?ckt die Stoppuhr. Er kommt im Ziel an und man dr?ckt wieder. Nun hat man eine gemessene Zeit. Wie funktioniert das dann bei der kontinuierlichen Sonnenstrahlung, wenn ja ?berhaupt nicht definiert werden kann, wann ein Sonnenstrahl ?losrennt? und wann er ?angekommen? ist?
Lustig, gelle?
Meinungen sind wie immer gefragt und es gilt auch ( wie immer) die Versionen der Schulphysik sind mir bekannt ![]()
Liebe Gr??e
Sparta
Zitat von jo
sparta, dein Buch liest sich hervorragend und ist ?u?erst interessant und informativ, die ist nur eine "Zwischendurchbemerkung", habe erst die H?lfte gelesen! (und habe mir verkniffen, zuerst die letzten Seiten zu lesen :lol: )Lieben Gru?,
jo
Wie sch?n Jo und unterstehe Dich, letzte Seiten zu erst lesen, wo gibts denn so was?
Ganz liebe Gr??e und dickes Bussi
Sparta
Hallo Tutu,
wenn es mit dem Englisch auch nicht so geht, dann halt auf Franz?sisch. Wir sind hier ja International. ![]()
Beste Gr??e
Sparta
Untergang des Atom-U-Boots "Scorpion"- US-Journalist l?ftet Geheimnisse
Die USA und Russland halten seit nahezu 40 Jahren die Vernichtung des US-amerikanischen Atom-U-Bootes "Scorpion" durch einen sowjetische Torpedo geheim.
Das behauptet der Milit?rjournalist Ed Offley in seinem vor kurzem erschienenen Buch "Scorpion Down".
"Am 22. Mai 1968 hat es einen sehr kurzen heimlichen Kampf zwischen den U-Boot-Kr?ften beider L?nder gegeben", sagte Offley am Mittwoch bei der Vorstellung seiner Dokumentarbuches in Fairfax bei Washington.
Die Vereinbarungen zwischen den USA und Russland ?ber die Geheimhaltung der wahren Ursache f?r den Untergang des Atom-U-Bootes "Scorpion" "bestehen weiterhin", behauptet der Autor, der 25 Jahre lang zu diesem Fall recherchiert hatte.
Nach offiziellen Angaben war die "Scorpion", die zwei mit Kernsprengk?pfen best?ckte Torpedos Mark-45 an Bord hatte, im Mai 1968 samt der 99-k?pfigen Besatzung bei bisher ungekl?rten Umst?nden in N?he der Azoren im Atlantik gesunken.
In Wahrheit sei das US-amerikanische U-Boot von einem sowjetischen Atom-U-Boot der Echo-2-Klasse versenkt worden, das nach einem kurzen Unterwasserkampf einen Torpedo gegen die "Scorpion" abgeschossen habe, so der Autor.
Offley sieht in der Vernichtung der "Scorpion" einen "Racheakt" der sowjetischen U-Bootoffiziere, die die Amerikaner f?r den Untergang des U-Bootes K-129 verantwortlich machten. Das sowjetische U-Boot war im M?rz 1968 mit der gesamten 98-k?pfigen Mannschaft im Pazifik auf Grund gesunken.
Laut Autor waren die Trag?dien von 1968 Teil eines Unterwasser-"Aufkl?rungskrieges", dessen Einzelheiten bis jetzt geheim gehalten werden.
Offley schlie?t auch nicht aus, dass es sich um einen lokalen Konflikt zwischen der "Scorpion" und dem sowjetischen U-Boot gehandelt haben k?nnte, der au?er Kontrolle geraten sei.
"In jedem Fall haben beide Seiten das beispiellose ?bereinkommen getroffen, die Wahrheit ?ber K-129 und ?Scorpion' zu begraben, nachdem die ?Scorpion' auf den Grund des Atlantik gesunken war", hei?t es in Offley's Buch.
Die Dokumentation enth?lt zahlreiche Beweise f?r die Vernichtung von vielen wichtigen Dokumenten und anderen Beweisst?cken sowie Beispiele f?r absichtliche "Verschleierung" der offiziellen Untersuchung.
"Die Mannschaft des Atom-U-Bootes ?Scorpion' fiel im Kampf", behauptet Offley. Er wirft der Kriegsmarine der USA die Verheimlichung der wahren Ursachen f?r den Untergang des U-Bootes vor.
Wie Offley bei der Vorstellung seines Buches sagte, hat es noch keine offiziellen Reaktionen des Pentagon oder der Seestreitkr?fte der USA gegeben.
Soll es denn so weit kommen, dass der Schutz der Kritiker einer wissenschaftlichen Theorie, die Untersuchung der Vorw?rfe von Betr?gereien und Undredlichkeit, die Freiheit der Wissenschaft und der Forschung, sowie die frei und unzensierte Information der breiten ?ffentlichkeit durch eine Verfassungsklage gefordert und verteidigt werden sollten?
Was meint Ihr?
W?rde wohl auch nichts bringen, denn auf der einen Seite steht ihr, auf der anderen Seite dann eine geballte Ladung von "kompetenten" Physikern.
Und dann sind da noch die mit dem Thema total ?berforderten Richter, die dann nat?rlich fast zwangsl?ufig den "Experten" folgen werden.
Beste Gr??e
Sparta
Hallo Majun,
herzlich Willkommen auch von mir.
Liebe Gr??e
Sparta
P.S. Interessantes Buch das Du da geschrieben hast.
Teil 2
Dem liegt die These zugrunde, dass wir genau dies nicht geleistet haben: ?ber den nachkopernikanischen Kosmos ?auf intelligente Weise nachzudenken?. Darum aber geht es. Und es scheint heute weniges zu geben, das wichtiger w?re. Und viele sp?ren das auch mehr oder weniger deutlich. Sie sp?ren, dass irgend etwas nicht stimmt in der Mainstream-Kosmologie, der Mainstream-Naturwissenschaft, ohne dass immer deutlich w?re, worin genau dieses besteht. So erleben wir eine hohe Zeit alternativer Entw?rfe und Konzepte und Forschungen.
Was fehlt in der herrschenden Kosmologie bzw. Naturwissenschaft, warum ist sie so zutiefst unbefriedigend, ja partiell gar emp?rend in ihrer eindimensionalen Enge, die seltsam kontrastiert mit ihrer vollmundig vorgetragenen Universalit?t? Dieser Frage will dieses Buch nachgehen, und es will den Versuch unterbreiten, einige Antworten zu finden, insbesondere was das R?tsel der Gestirnbewegung, des ?thers und der Gravitation anlangt.
Irgend etwas ist fundamental schiefgelaufen in der neuzeitlichen Naturwissenschaft, in dem denkenden und forschenden Bem?hen, den nachkopernikanischen Kosmos und unsere Stellung in ihm zu verstehen. Irgend etwas in den Fundamenten stimmt nicht. Die abstrakte Naturwissenschaft des Abendlandes, deren Speerspitze die Kosmologie, die Elementarteilchenphysik sowie die reduktionistische Biologie darstellen, l?uft auf Kollisionskurs mit der lebendigen Wirklichkeit.
Und so ist es verst?ndlich, wenn es in dem Drama ?Die Physiker? von Friedrich D?rrenmatt (von 1962) heisst (der Physiker M?bius sagt dies zu zwei anderen Physikern im Irrenhaus, die als Newton und als Einstein auftreten): ?Wir wissen einige genau erfassbare Gesetze, einige Grundbeziehungen zwischen unbegreiflichen Erscheinungen, das ist alles, der gewaltige Rest bleibt Geheimnis, dem Verstande unzug?nglich. Wir haben das Ende unseres Weges erreicht. Aber die Menschheit ist noch nicht soweit. Wir haben uns vorgek?mpft, nun folgt uns niemand nach, wir sind ins Leere gestossen. Unsere Wissenschaft ist schrecklich geworden, unsere Forschung gef?hrlich, unsere Erkenntnis t?dlich. Es gibt f?r uns Physiker nur noch die Kapitulation vor der Wirklichkeit. Sie ist uns nicht gewachsen, sie geht an uns zugrunde. Wir m?ssen unser Wissen zur?cknehmen, und ich habe es zur?ckgenommen. [...] Entweder bleiben wir im Irrenhaus, oder die Welt wird eines. Entweder l?schen wir uns im Ged?chtnis der Menschen aus, oder die Menschheit erlischt.?
In was f?r einem Universum leben wir'? Und wie k?nnen wir unseren Standort in ihm bestimmen, ohne in die Falle der (ohnehin verlogenen), radikalen Selbstausl?schung oder Selbstverkleinerung zu laufen, was uns auch der Notwendigkeit enth?be, nun in einem Willensakt der ?berkompensation den Gr?ssenwahn zu f?ttern, der ohnehin dicht unter der Oberfl?che liegt? Wenn es stimmt, dass nur ein bewusstes Universum von Bedeutung sein kann f?r das menschliche Leben (Needleman), dann m?ssten wir uns auf die Suche nach diesem bewussten Universum machen. Aber wie k?nnen wir das anfangen? Sind nicht alle Wege blockiert, begegnen uns nicht allenthalben vorgestanzte Formen und Formeln, Wissensbehauptungen (ob von Ufologen, Astrologen oder Kosmo-Theologen) und echte oder vermeintliche Erkenntnisgrenzen? Wir haben uns in eine Sackgasse hineinman?vriert und wissen vorderhand nicht, wie wir da rauskommen sollen. Und wenn wir uns der Mainstream-Kosmologie ganz entziehen - und diese Versuchung liegt nahe -, entziehen wir uns damit einer Diskursebene, die heute das ?ffentliche und allgemeine Bewusstsein pr?gt wie weniges sonst.
Der Physiker Amit Goswami, der bem?ht ist, die bekannten Quantenr?tsel mit einem R?ckgriff auf den spiritualistischen Monismus der Vedanta-Philosophie zu l?sen, schreibt in seinem Buch ?Das bewusste Universum?: ?Das Universum ist kreativ; wir sind der lebende Beweis daf?r. Die Weltmaschine des Determinismus l?sst unsere Entfaltung nur nach seinem Bild zu, als Geist-Maschinen. Aber in Wirklichkeit ist die Welt keine Maschine. In unserem Verlangen nach Harmonie und nach Vorhersage- und Kontrollm?glichkeiten f?r unsere Umwelt haben wir die Idee der Welt-Maschine geboren und dieses deterministische Bild auf die Natur projiziert. Ein statisch harmonisches, gesetzm?ssiges Universum w?re jedoch ein totes Universum; das Universum ist nicht tot, weil wir nicht tot sind. Aber wir haben die Tendenz zu einer t?dlichen inneren Blockierung: Hinter dieser Tendenz steckt das Ego.?
?Das Universum ist nicht tot, weil wir nicht tot sind.? Ein grossartiger Satz, nur ist - und diese Einschr?nkung muss gemacht werden - auch das Quanten-Universum, das Goswami favorisiert, ein substantiell totes Universum. Die Quantentheorie macht die Welt nicht lebendiger; und auch die bekannten holistischen und mystischen Deutungen der Quantenph?nomene verbleiben im abstrakten Raum, im abstrakten Gitter der Formeln, Fiktionen und Apparate. Die ?Quanten-Mystik? erfreut sich grosser Beliebtheit, aber mit ihr kommen wir nicht weiter. Das lebendige Bewusstsein hat mit all dem nichts zu tun. Den mathematischen Formalismus auf der Quantenebene zur metaphysischen Wirklichkeit emporzustilisieren ist schon deswegen abwegig, weil die Quantenphysik nicht einmal die elementarsten Prozesse und Gestalten der biologischen Sph?re erkl?ren kann, ja nicht einmal sich selbst. Was hierzu zu sagen ist, hat der wohl scharfsinnigste Kritiker solcher Art Quanten-Mystik, Ken Wilber, einpr?gsam formuliert. Die Quantentheorie in ihrer derzeitigen Form ist ein Symptom des Dilemmas, um das es geht, kein L?sungsansatz. Das gilt - analog - auch f?r den Grossteil der Systemtheorien."
Wer glaubt den Kosmologen? Davon waren wir ausgegangen. Das Misstrauen gegen?ber den abstrakten Gespenstern ist verbreitet, nur regt sich kaum ?ffentlicher Widerstand (keiner will sich l?cherlich machen oder die eigene Reputation gef?hrden). Viele glauben nicht ernsthaft daran, dass die funkelnde K?lte der Mathematik das All beherrscht, auch wenn die Physiker und Kosmologen genau diesen Eindruck erwecken; die Voraussetzungen und meist unausgesprochenen Pr?missen, die diesen Rechenoperationen zugrunde liegen, werden gleichwohl kaum gesehen. So trifft das haarscharfe Urteil Bertrand Russells ?ber die Physik im Grunde den gesamten Komplex kosmologischer Spekulationen: ?Die Physik ist nicht deswegen mathematisch, weil wir so viel ?ber die physikalische Welt wissen, sondern weil wir so wenig wissen.?
Wie kommen wir weiter, wie kommen wir in den Vorhof echten Wissens? Was ist der eigentliche und wahre K?nigsweg, wenn es denn die Mathematik (jedenfalls so, wie sie gemeinhin betrieben wird) nicht ist oder sein kann? Es scheint, dass wir nicht umhin kommen, (fast) alle grundlegenden, alle essentiellen Fragen noch einmal neu und wie zum erstenmal zu stellen. ?Fragezeichen f?r solche, die Antwort haben?, lautet eine Nietzsche-Formel f?r derlei Basisfragen."
Das Universum ist wirklich lebendig, und zwar in toto. Es gibt wohl nur wenige tote Winkel. Vielleicht ist der herrschende abstrakte Geist eine dieser nun wirklich leblosen Nischen. Vielleicht. Sicher ist es nicht. Je lebloser die Dinge sind oder zu sein scheinen, um so mehr zu Hause f?hlt sich der abstrakte Geist. Zu Massenpunkten verdampfte Felsbrocken sind sein liebstes Bet?tigungsfeld. Und er ruht nicht und rastet nicht, bevor es ihm nicht gelungen ist, auch den letzten Rest von widerborstigem Eigenwillen des Lebendigen auf das zur?ckzuf?hren, was er f?r das eigentlich Wirkliche (und Wesentliche) h?lt: sich selbst.
Die Frage dr?ngt sich auf: Wie kommt der tote Geist in eine Welt hinein, die doch Ausdruck und Manifestation des lebendigen Geistes ist? Ist der tote Geist der ewige Widersacher, vielleicht gar ewig notwendige Widerpart des lebendigen Geistes? Waltet hier gar eine kosmosweite Dialektik?
Abschliessend zu diesem Prolog und ersten Kapitel m?chte ich einige dieser Basisfragen stellen. Dies soll hier ganz bewusst ohne logische Konsequenz und Systematik geschehen. Nicht alle Fragen m?gen jedem Leser sinnvoll oder fruchtbar erscheinen, aber es sind existentielle und kosmologische (auch psycho-kosmologische) Fragen, keine Scheinfragen.
42 Basisfragen zur Kosmologie (und Psycho-Kosmologie)
1. Sind wir heimatlose Zigeuner in einem sinnleeren, monstr?sen Universum, oder hat unsere Existenz einen (kosmischen) Sinn, haben wir gar eine wie immer beschaffene kosmische Verantwortung?
2. Warum scheint die Sonne? Wie kommt der gleichm?ssige und dauerhafte Lichtstrom zustande? Das Standardmodell der Sonne, innerhalb dessen die Sonne als thermonuklearer Hexenkessel imaginiert wird, gibt darauf keine wirklich befriedigende Antwort. Kopfzerbrechen bereitet den ?Sonnenforschern? schon seit l?ngerem das Problem der Neutrinos; es geraten erheblich weniger in die raffiniert gebauten Fallen der Forscher als theoretisch erwartet; manche bef?rchten gar, das Standardmodell der Elementarteilchen, das auf der Sonnenofen-Fiktion aufbaut, k?nne ins Schwanken kommen. (Dass auf der Sonnenoberfl?che nur 5500 Grad, in der Korona aber ?ber eine Million Grad Hitze herrschen sollen, verletzt den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik: W?rme d?rfte nicht von einer k?hleren in eine heissere Region fliessen. Usw.)
3. Gibt es neben dem ?physischen? Licht noch ein geistiges oder spirituelles Licht, oder sind beide identisch bzw. nur verschiedene Ausdrucksformen des einen Lichtes? Was hat die Erleuchtungserfahrung mit dem Sonnenlicht zu tun? Gibt es >?usseres< Licht ohne >inneres< Licht?
4. Warum sind die Dinge schwer? Was ist Gravitation? (Weder bei Newton noch bei Einstein kann man darauf eine Antwort finden.) Warum l?sst sich Gravitation (im Normalfall jedenfalls) nicht abschirmen? Warum entzieht sich Gravitation jedweder Quantisierung? Wie schnell sind Gravitationswirkungen (unendlich schnell, ?quasi-unendlich? schnell, schneller als Licht, so schnell wie Licht)?
5. Gibt es so etwas wie Anti-Gravitation? Ist die ?Gravitationskonstante? wirklich konstant (vieles spricht doch eher f?r eine Variable)? Gibt es Elektro-Gravitation?
6. Warum bewegen sich die atomaren/subatomaren Teilchen? (Bisher wird ihre seltsame Perpetualbewegung als eine ursachelose bewertet. Dieses akausale Perpetuum mobile ist zutiefst unbefriedigend.) Ist atomare/subatomare Bewegung vielleicht st?ndiger Energieverbrauch, st?ndige Energieumwandlung? Und wenn ja, woher, woraus: aus dem Vakuum, der Raumenergie, dem ?thermeer?
7. Gibt es den (h?ufig totgesagten) ?ther doch? (Alles deutet ja darauf hin, dass es so ist. Nur muss er subtiler und differenzierter als bisher gedacht werden.) War die Interpretation der Michelson-Morley-Versuche voreilig (zumal schon deren Ergebnisse keineswegs sicher sind)?
8. Woher wissen die Elektronen voneinander (u.a. im Sinn des ?Ausschliessungsprinzips? von Wolfgang Pauli, aber auch im Sinne der Paradoxien des Doppelspaltversuchs)? Was ist ein Elektron? Durchl?uft es real existierende Bahnen im ??blichen Raum-Zeit-Rahmen?, oder wo l?uft es (wenn ?laufen? denn ?berhaupt das richtige Wort ist)? Wie vermeiden wir die (rechnerisch gegebenen) Unendlichkeitswerte f?r das Elektron in der Quantenelektrodynamik?
9. Was sind die Felder der Physik, aber auch die Felder der Biologie oder des Bewusstseins? Gibt es nur ein Feld (eine Art Ur-Feld), von dem sich alle anderen Felder ableiten lassen, oder gibt es mehrere ineinander greifende, aber ontologisch verschiedene Felder? Wie wirken diese aufeinander? Kann z.B. ein Bewusstseinsfeld das Gravitationsfeld beeinflussen?
10. Ist der Raum leer? Wenn nicht, was enth?lt er (vielleicht ein universelles Energiefeld, das dann auch ein absolutes Bezugssystem der Bewegung w?re)? Ist dieses Feld der Raum selbst, oder befindet es sich nur im Raum? Ist der gesuchte ?ther dieses universelle Energiefeld, und wie ist er bzw. wie ist es strukturiert? Wenn es Dichte-Unterschiede gibt, wie kommen diese zustande?
11. Warum st?rzt nicht alles ineinander, was geschehen m?sste, wenn die klassische Massenanziehung, bezogen auf ein unbegrenztes Universum, Wirklichkeit w?re?
12. Warum k?nnen lebende Systeme Elemente umwandeln? Laufen in lebenden Systemen ?berhaupt Prozesse ab, die mit denen der herk?mmlichen oder der Quantenphysik beschreibbar bzw. erkl?rbar sind? Radikaler gefragt: Gilt in der bl?henden Rose oder im lebenden Leib des Menschen ?berhaupt die Quantentheorie, oder gelten hier ganz andere, noch g?nzlich unbekannte Gesetze?
13. Warum k?nnen Pflanzen Gef?hle und Intentionen von ihnen verbundenen Menschen wahrnehmen?
14. Ist der Raum (logisch, erkenntnistheoretisch, spirituell, existentiell) begrenzbar? Muss er nicht aktual und real unendlich sein?
15. Wie ist die Morphogenese zu erkl?ren, also die Formwerdung des Lebendigen? Was ist ?berhaupt Form (platonische Idee, aristotelische Entelechie, blosse Struktur, ?Information? als In-Formation, morphisches Feld oder was)?
16. Wie erkl?ren wir ausserk?rperliche Erfahrungen, also Erfahrungen, in denen ein durchaus ich-haftes Bewusstseinswesen, eine lebendige, ?feinstoffliche? Gestalt aus dem physischen K?rper aussteigt und erinnerbare und kommunizierbare Erfahrungen macht? Gibt es Geist, Bewusstsein und Ichheit ausserhalb jedes leiblichen Zusammenhangs?
17. Wie viele Dimensionen hat die Zeit? (In transpersonalen Erfahrungen kann eine zweite und eine dritte Dimension der Zeit erlebt werden, was nichts mit den bekannten ?Zeitreisen? zu tun hat und auch nichts mit mathematischen Fiktionen.)
18. Wie viele Dimensionen hat der Raum? (Die ?normalen? drei Dimensionen sind im Grunde fragw?rdig; schon Oswald Spengler weist darauf hin, dass der Anschauungsraum nur eine Dimension hat: die - unbegrenzbare - Tiefe. Die in transpersonalen, holotropen Erfahrungen erlebbaren weiteren Raumdimensionen haben nichts mit mathematischen Fiktionen gemein. Es geht hier um die lebendige Existenz und nicht um abstrakte Rechenmodelle.)
19. Was ist Farbe? Wie viele qualitativ verschiedene Farben gibt es (sind es gar unendlich viele)?
20. Warum bewegen sich die Gestirne? (Die herk?mmliche Physik hat keine kausale Bewegungslehre.)
21. Gibt es eine Weltseele? Ist diese unendlich wie der Weltenraum? Ist sie gar der Raum selbst? Wie stehen Welt?ther und Weltseele zueinander?
22. Wie viele Seins- und Wirklichkeitsstufen hat der Kosmos? Welchen Rang hat die physisch-sinnliche Welt, welchen die energetische, welchen die gedankliche-mentale, welchen die kausale Welt? Besteht ein Zusammenhang zwischen der physikalisch fassbaren Kausalit?t und der nur spirituell zu begreifenden bzw. zu erfahrenden Kausalsph?re? Gibt es nur eine ontologisch wirkliche und wirksame Kausalform?
23. Gibt es einen bis dato unerforschten Faktor in der Materie selbst, der so etwas wie Freiheit oder freien Willen zul?sst (also ausserhalb quantentheoretischer Konstrukte)? Ist die M?glichkeit zur Freiheit schon in der Materie gegeben?
24. Wie viele K?rper hat der Mensch? Welchen ontologischen Rang hat etwa der - abspaltbare - Doppelg?ngerk?rper (den auch die Psychiatrie kennt) oder der Traumk?rper oder der ?zweite K?rper? Robert Monroes (der ausserk?rperliche Reisen unternimmt)?
25. Was ist Energie? Welche Energien und Energie-Ebenen gibt es? Wie erfahren wir das Spektrum der Energien bzw. Energie-Ebenen? Weisen Begriffe wie Chi (chinesisch), Prana (Sansk?t) oder Orgon (Wilhelm Reich) auf das gleiche? Wie abschirmbar sind die jeweiligen Energien, wie weit reichen sie, woher stammen sie, sind sie ineinander umwandelbar? Gibt es Hierarchien (Holarchien) hierin?
26. Welche Rolle spielen Kl?nge im Weltenbau? Gibt es einen kosmischen Quellgrund der Musik?
27. Warum ist der Urknall so beliebt? Welche Vorstellungen, Bilder, Assoziationen werden durch ihn heraufbeschworen? Wie konnte es geschehen, dass sich die (rein fiktive) primordiale Explosion in die K?pfe und Herzen unz?hliger Menschen eingenistet hat? Hat dies vielleicht mit den explosiven Schichten der Seele zu tun? Wie projektiv sind Kosmologien?
28. Was hat der unendliche Raum mit dem Tod zu tun?
29. Ist die Erde ein typisches Gestirn im Universum oder eher ein untypisches? Ist sie die Regel oder eher die Ausnahme? Wie wahrscheinlich sind die Erdbewohner?
30. Wieviel Wirklichkeit gestehen wir dem Universum zu? Ist das Universum f?r uns mehr als nur eine phantastische, uns unvorstellbar ?berw?lbende Kulisse? Wieviel Sonne, wieviel Sirius, wieviel Aldebaran ist in uns (den Erdlingen)?
31. Ist der Kosmos unserem Gl?ck und Leid gegen?ber gleichg?ltig?
32. Was w?rde es f?r uns bedeuten, wenn wir w?ssten (also nicht bloss vermuteten), dass wir umgeben sind von unz?hligen bewohnten, belebten Gestirnen?
33. Glauben wir ernsthaft an eine Unermesslichkeit, die angef?llt ist mit unz?hligen thermo-nuklearen H?llen in Form von gl?henden Gaskugeln? Welche existentielle Relevanz hat das f?r uns?
34. Wenn wir einen Weltensch?pfer annehmen oder ihn f?r eine wie immer geartete Wirklichkeit halten, f?r wie intelligent halten wir ihn? Oder gibt es, wie einige Gnostiker glaubten, einen eher b?sartigen Demiurgen, w?hrend der ?gute Gott? gar nicht der Weltensch?pfer ist?
35. Wie wirklich sind jene Objekte, Ph?nomene, Erscheinungen oder ?hnliches, die als UFOs gelten?
36. Wie wirklich sind transpersonale bzw. holotrope Erfahrungen?
37. Ist irdische Intelligenz in der Lage, hinter die ?Masken des Universums? zu schauen?
38. Wie ?kosmisch? ist das Ich? Oder ist es ?berhaupt eine Illusion?
39. Worin besteht (best?nde) unsere kosmische Identit?t?
40. Wissen die Gestirne von Gott? Bewegen sie sich in ?seinem Lichte?? Oder fallen sie umeinander in gottferner Nacht?
41. Was sind sogenannte Naturgesetze, und warum ist die Sinnenwelt so ?festgezurrt?, w?hrend die seelische, die geistige Welt so fluktuierend wirkt?
42. Was tr?gt die Erde, was tr?gt den Sirius, was tr?gt die Sonne im Raum'? Ist es der Raum selbst, oder sind es die Gestirne umh?llende und durchdringende Felder?
Diese Fragen sind auf verschiedenen Ebenen angesiedelt, sie sind auch logisch verschieden gebaut, und doch haben sie alle mit uns zu tun, mit unserem Ort im Kosmos. Welche Fragen sind die wichtigsten, welche scheinen uns weniger wichtig, welche sind ganz entbehrlich?