Beiträge von Shooter

    Mir ist aufgefallen, dass jegliche Internet-Angaben für die Katz sind (mit Ausnahme einer Digitalisierung des Talmud - auf hebräisch. Siehe: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb0000340…ex.html?seite=1). Zwischen den gesamten Zitaten noch den Überblick zu behalten scheint es viel Zeit zu benötigen. Ich führe hier jetzt nur dieses eine Zitat und die Schwierigkeiten der Überprüfung die mir - durch das Internet - auffallen.

    Zitat von maky

    Kethuboth (Ketubbot) 3b: "Geschlechtsverkehr mit Nichtjuden ist wie Geschlechtsverkehr mit Tieren." Thema: Totalentwertung der Nichtjuden. [N]
    RS Bewertung: Diesen Text habe ich an der angegebenen Stelle nicht gefunden. Siehe aber: Abhodah Zarah 22b.

    Zitat von Heinrich


    "Der Samen der Nichtjuden ist ein Viehsamen." Das steht in Kethuboth 3b. /
    Der Babylonische Talmud

    Heinrich bestätigt demnach, dass das Zitat "Geschlechtsverkehr mit Nichtjuden ist wie Geschlechtsverkehr mit Tieren." an der angegebenen Stelle (Kethuboth 3b) nicht zu finden ist. Ihrer Erkenntnis nach, steht im "Der Babylonische Talmud" der Satz: "Der Samen der Nichtjuden ist ein Viehsamen." - Gebe ich diesen deutschen Satz in Google ein weisen die Ergebnisse immer wieder auf "Jabmuth 94 b" hin. (Da kommen doch schon ein paar mehr Fragezeichen auf)

    Diese Angabe (Jabmuth 94 b) wird von http://www.h-ref.de/antisemitismus/talmudfaelschungen.php als fälschliche Angabe begutachtet.

    Zitat

    Dieser Satz kommt bei Lazarus Goldschmidt im Traktat Jabmuth, Fol. 94 b, "Von der Schwagerehe", Bd. 4, S. 648-649, definitiv nicht vor.


    Zurechte Einwände, wenn er laut der oben genannten Quelle von Heinrich an der Stelle "Kathuboth 3b" steht.

    Ich habe keine Lust mehr weiter zu machen. :D Die Suche nach der Richtigkeit ist zeitaufwändig und im Internet nicht zu finden. Internetergebnisse sind so unglaublich oft verschieden, dass man wie schon genannt, den Überblick verliert. Von den sprachlichen Differenzen ganz zu schweigen.

    Zitat von maky

    Kethuboth (Ketubbot) 3b: "Geschlechtsverkehr mit Nichtjuden ist wie Geschlechtsverkehr mit Tieren." Thema: Totalentwertung der Nichtjuden. [N]
    RS Bewertung: Diesen Text habe ich an der angegebenen Stelle nicht gefunden. Siehe aber: Abhodah Zarah 22b.

    Zitat von Cherub


    Na ,dann mal was zum konkreten Diskutieren:

    [...]

    Geschlechtsverkehr mit Nichtjuden ist wie Geschlechtsverkehr mit Tieren
    (Kethuboth 3b)

    Zitat von Cherub


    Ja ,sicher ist es kopiert.

    Wahrheit wo bist du?

    An und für sich eine wirklich hervorragende Idee, den PKW-Verkehr und seine Wirkungen zu mildern. Der verwandte Sender WDR hat ebenfalls (im Jahre 2007) darüber berichtet: http://www.wdr.de/themen/verkehr/oepnv/hasselt/index.jhtml

    Dort wird die Finanzierung wie folgt beschrieben:

    Zitat

    Die Stadt Hasselt zahlt eine Million Euro im Jahr an das Busunternehmen. Das war auch schon vor zehn Jahren so. Die Stadt zahlt also nicht mehr als früher, aber das System funktioniert jetzt besser. Den Rest finanziert die flämische Provinz Limburg gemeinsam mit den anderen belgischen Provinzen. Das Busunternehmen bekommt für alle Fahrten in ganz Belgien pro Jahr etwa 800 Millionen Euro Subventionen. Das charakteristische daran ist: nicht der Fahrgast zahlt für den Öffentlichen Nahverkehr, sondern die Allgemeinheit: der Steuerzahler. Inzwischen machen auch zahlreiche andere Gemeinden in der belgischen Provinz Limburg mit. All diese Städte zahlen anteilmäßig einen bestimmten Betrag pro Einwohner an das Busunternehmen, so wie Hasselt. Der Rest wird nach wie vor von der Provinz subventioniert. Das ist ganz im Sinne von Steve Stevaert, damals Bürgermeister, danach Verkehrsminister und jetzt Gouverneur der belgischen Provinz Limburg: gemeinsam für weniger Verkehrsproblematik und eine saubere Umwelt.

    Interessant wäre zu erfahren, ob diese Subventionen sich im Endeffekt lohnen oder eben den beteiligten Provinz Schulden beschert.

    Zitat

    In Aachen gibt es keine Überlegungen das Modell Hasselt umzusetzen. "Es lasse sich nicht ohne weiteres auf den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland übertragen. Die Struktur der Aachener Verkehrsbetriebe sei zu unterschiedlich", sagt Heiner Höfken, Fraktionschef der SPD in Aachen.

    Ich bezweifel, dass die Umstellung der Stadt Hasselt nicht "ohne weiteres auf den öffentlichen Nahverkehr" in Belgien übertragen wurde. Das durch eine solche Idee neu geplant werden müsse und das womöglich im größeren Ausmaß, ist meines Erachtens nachvollziehbar. Welche Faktoren Herrn Höfken vorlagen ist mir in meiner Aussage aber unbekannt.

    Zitat

    Einziges Problem: die Busse sind voll. Rentner beschweren sich, weil sie keinen Sitzplatz mehr bekommen, Jugendgruppen bleiben oft lange im Bus sitzen, ohne Fahrziel.

    Dies ist ein Problem, das sich durch die Wertevorstellung in der Gesellschaft auflösen wird, wenn diese sich bewusst verändern (oder die Werte eben wieder aufgegriffen werden).

    Ich finde es merkwürdig und zugleich traurig, dass sich nach über 10 Jahren kaum Anhang bzw. Nachahmer finden. Die Idee sollte auf jeden Fall weiter geführt und ausgebaut werden, sofern diese sich mit Einbezug der Kosten lohnt.

    Zitat

    Der Anwalt der SPD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl in NRW, Hannelore Kraft, hat einem Blogger eine Unterlassungserklärung zugeschickt. Die Begründung zeigt sich allerdings fadenscheinig.

    Ruhrbarone-Autor David Schraven hatte über ein interessantes Detail auf Krafts Internetpräsenz berichtet. Es geht um einen kleinen Unterschied zwischen zwei Lebensläufen - der eine von 2006, der andere aktuell.

    Für die Jahre 1989 bis 2001 findet sich in dem neueren Curriculum Vitae die Angabe "Unternehmensberaterin und Projektleiterin". Weggefallen ist seit 2006 der Zusatz "beim Zentrum für Innovation und Technik NRW (ZENIT GmbH) in Mülheim an der Ruhr".

    ... weiter gehts hier (auf gulli.com) oder direkt zum Blog: http://www.ruhrbarone.de/wie-eine-spd-s…chte-verandert/

    Verwandter Artikel zum Thema von David Schraven nach der Unterlassungsklage: http://www.ruhrbarone.de/spd-spitzenkan…gen-ruhrbarone/

    Ich verbreite diese Artikel im Sinne eines Eigentors. ;)

    Auch von meiner Seite ein herzliche Willkommen hier,

    auf dass du einige interessante Themen und Beiträge für dich finden und daran teilnehmen wirst.
    Grade da du so jung bist, achte darauf, dein Leben stets mit deinen Augen zu erkennen, auch wenn die Themen deine grundlegende Einstellung zu dazu verändern.

    Veränderung ist Tag für Tag - viel Spaß und Erkenntis bei uns. :)

    Hallo Teammitglieder,

    Larah mich gestern sowie heute auf etwas aufmerksam gemacht:

    Sie fragte mich, ob Herzberg "Mahli" wäre. Daraufhin habe ich mir die IP Adresse erst ohne sichtlichen Erfolg nach ihrem Standort überprüft. Nachdem der User heute aber folgenden Beitrag ( https://aufzurwahrheit.com/Vorsicht-Bitte…=57513#pid57513 ) geliefert hat, habe ich mir nochmals die IP angeschaut. Ergebnis ist, dass sie aus der Uni Hannover kommt, genau der Standort von dem Mahli - mit seinen zich anderen Benutzeraccounts - aus geschrieben hat.

    Larah fügte den Schriftstil hinzu auf. Schauen wir uns einen wahllosen Beitrag aus der langen Vergangenheit an ( https://aufzurwahrheit.com/Verschwoerung-…Urchristentum-t ) (Die Fragezeichen habe ich hier korrigiert sowie Formatierungen zur Verdeutlichung vorgenommen)

    Zitat

    Der erste Teil ist ziemlich langwierig,ist aber zum Verständnis der Umstände und der glaubwürdigen Berichterstattung notwendig.Jedenfalls erweckt der Text dadurch Vertrauen,daß die genauen Umstände genau geschildert werden,wie man sie heute nicht nachvollziehen könnte.

    Ausschnitt aus dem oben genannten Beitrag von Herzberg:

    Zitat

    Auch ist die Frage unbeantwortet geblieben"Was ist interpretiert worden".Da muß es ja vorlagen zu gegeben haben.Wo sind diese?Oder ist nur dem Gehirn dieser Tamudisten entsprungen?

    Ohne weitere Worte darüber zu verlieren, der Schriftzug gleicht sich. Die Ansicht, dass dies wiedermal Mahli ist verdeutlichen auch die Themenstarts sowie Beiträge in letzter Zeit. Beispiele (im reduzierten Talmudthread waren nach meiner Erinnerung ebenfalls einige Beispiele dafür)

    https://aufzurwahrheit.com/Dokumente-t
    https://aufzurwahrheit.com/Nordkorea-aufschnupfen-t

    ----- Ich bin daher überzeugt das Herzberg Mahli ist ----
    Er verbreitet wiedermal sein Weltbild in unserem Forum, dass zum größten Teil einseitig gegenüber Isreal / Juden ist, wobei diesmal auch viele andere Beiträge dabei sind.

    Im Laufe der IP Anschauung, habe ich mir Heinrich's Account angesehen:

    ADijon-257-1-107-200.w86-218.abo.wanadoo.fr ... Frankreich? Da kommt mir direkt eine Person in den Sinn: Jo ( https://aufzurwahrheit.com/jo-u )
    Schauen wir uns ihre alten Beiträge an bekommen wir Beispielweise folgendes heraus: ADijon-257-1-116-41.w90-6.abo.wanadoo.fr ( https://aufzurwahrheit.com/moderation.php…getip&pid=49517 ) Die Anschlüsse sind jeweils der gleichen Region zugeteilt, wobei letztere nun im Nachbar-Bundesland des anderen liegt. Dennoch in der Nähe des "Burgund" - Wohnort von Jo.

    Das untereinander Wegschreiben der gleichen Meinung hatten wir schon damals betrachten können und jetzt stellt sich der Verdacht auf, dass die Gruppe der so genannten "Wölfe" sich im Forum wieder einfindet.

    Es wächst die Gefahr, wie schon damals, dass mehr oder weniger rechts-belastende Beiträge vermehrt auftreten und wir somit wiedermal in eine Schiene geraten, wo wir ungewollte Personen bzw. deren einseitige Meinung anziehen.

    Was meint ihr zu dem Ganzen? Was für Lösungen bieten sich an?[hr]
    Herzberg wurde in Übereinstimmung mit Whitenexx gebannt.

    Augen aufhalten, was andere User nun von sich geben. Vielleicht sind einige "inaktive" neue Mitglieder dabei, die bislang nichts geschrieben haben, aber jetzt zu Wort kommen. Bitte gebt acht darauf.

    Folgendes Video (ca. 20Minuten lang) zeigt den Ablauf unserer Güterwelt, welche Schritte Ware absolviert, welche Missstände in jedem Abschnitt - von der Rohstoffgewinnung, über Konsum, bis zur Entsorgung, herrschen und zeigt im Endeffekt auf, dass wir selbst etwas tun müssen.

    http://vids.myspace.com/index.cfm?fuse…ideoid=47670093 (Mal kein Youtube - wer es dort auf deutsch findet, ruhig auch hier reinstellen)

    Trotz der relativ kurzen Dauer des Films, veranschaulicht er doch sehr simpel was für Fehler im großen und ganzen auf diesem Planet gemacht werden.

    Weitere Infos zum Video: http://www.storyofstuff.com/

    Vielleicht kann dieser Thread bei Interesse dazu dienen, alternative Ansätze und Lösungen für "die Ware und seine Geschichte" aufzuzeigen.

    Dann erschaffst ein jeder, der an die Bevölkerungsreduzierungstheorie fest hält, eine Bevölkerungsverminderung herbei.
    EquinoX setzt bei seiner Frage ganz gezielt auf Anhaltspunkte und Beweise, faktische Belege für eine solche Planung und vor allem deren Durchführung.
    Offensichtlich wird es dafür gewiss keine Beweise geben, aber offensichtlich kann viel geschrieben und berichtet werden, dessen Wahrheitsgehalt im Detail zu finden ist.

    Eine scheinbare Argumentation die auf einer Behauptung aufbaut, ohne Belege und Beispiele inne zu haben, bleibt eine Behauptung. Beispiele für die Bevölkerungsreduzierung wären vielleicht an dieser Stelle von Vorteil (deren Ursache man nachgehen kann)

    Wie erwartet...

    9/11: Studie findet Hinweise auf Sprengstoffe in Staub des World Trade Centers

    Kopenhagen/ Dänemark - Ein internationales Team von Wissenschaftlern sorgt mit der Publikation einer Studie über Analysen von Asche- und Staubproben, die unmittelbar nach den Ereignissen vom 11. September 2001 im Umfeld des World Trade Centers (WTC) genommen wurden, für Aufsehen - widerspricht sie doch massiv bisherigen offiziellen Studien zum Einsturz der Zwillingstürme, wonach in den Trümmern keinerlei Hinweise auf Sprengstoffe gefunden wurden.

    Laut der Studie des Teams um Niels H. Harrit von der Chemischen Fakultät der Universität von Kopenhagen und Dr. Steven E. Jones, das aus internationalen Chemikern, Physikern, Architekten und Ingenieuren besteht, wurden die Proben binnen weniger Tage nach den Einstürzen entnommen. Die Ergebnisse dieser Analyse haben die Forscher nun in der Fachzeitschrift "Open Chemical Physics Journal" veröffentlicht und kommen zu dem Ergebnis, dass die auf künstliche Sprengstoffe verweisenden Kleinstpartikel in sämtlichen untersuchten Proben vorhanden waren.

    "Wir haben unverwechselbare rote und graue Blättchen in allen Staubproben gefunden, die durch die Zerstörung des WTC verursacht wurden (...) Eine Probe wurde von einem Anwohner von Manhattan nur etwa zehn Minuten nach dem Einsturz des zweiten WTC-Turms gesammelt, zwei weitere Proben stammen vom darauf folgenden Tag und eine vierte Probe wurde etwa eine Woche das den Ereignissen genommen. Die Eigenschaften dieser mikroskopischen Blättchen (Chips) wurden mittels optischer Mikroskopie, Rasterelektronenmikroskopen (SEM), energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDRS, für die Untersuchung der Elementzusammensetzung) und dynamischer Differenzkalorimetrie (DDK, einem Verfahren zur Messung von abgegebener/aufgenommener Wärmemenge einer Probe bei isothermer Arbeitsweise, Aufheizung oder Abkühlung) untersucht."

    Die Forscher behaupten, dass ihre Analyse aktives thermitisches Material, ein Gemisch aus Eisen(III)-oxid- und Aluminium-Pulver, in Form von so genanntem "nanostructured super-thermite" in den Proben belegen.

    Thermit selbst wird zum aluminothermischen Schweißen, in der Pyrotechnik und von Abriss- und Sprengunternehmen verwendet und kann durch seine chemische Reaktion binnen kürzester Zeit extrem hohe Temperaturen auf kleinstem Raum konzentrieren, weswegen es auch unter die Beschränkungen der US-amerikanischen "International Traffic in Arms Regulations" (ITAR) Bestimmungen fallen, die den Export von rüstungsrelevanten Artikeln ins Ausland beschränken.

    In einer Presseinformation werten die Autoren ihre Entdeckung als höchst relevant. Sie gehe weit über das hinaus, was bislang aufgezeigt werden konnte, so Jones. "Wir haben aufwendigste und modernste Mittel genutzt, um die Staubproben zu analysieren, da es sich hier nicht nur um einfache typische Sprengstoffe, sondern um extrem kompliziert hergestelltes Material handelt, dass in dieser Form nicht für jedermann zu beziehen ist."

    Schon 2005 hatte Jones, der damals noch Physiker an der Brigham Young University (BYU) war und Gründungsmitglied der privaten und unabhängigen 9/11-Untersuchungsgruppe "Scholars for 9/11 Truth & Justice" - www. stj911.org - (engl.: Wissenschaftler für die Wahrheit zum 11. September) ist, eine Studie veröffentlicht, die Alternativen zur offiziellen Stellung der damaligen US-Regierung aufzeigte, nach der eine Kombination von strukturellem Versagen und dem Verbrennenden Fugzeugtreibstoff zum so genannten "pancake collapse" der Stockwerke der Zwillingstürme geführt haben soll. Laut Jones gibt es zahlreiche Indizien und Beweise für eine kontrollierte Sprengung der Türme.

    Unter enormer Kritik durch die Medien und von zahlreichen Kollegen, wurde Jones von seiner Lehrtätigkeit an der BYU freigestellt und dazu gedrängt, seinen Artikel von der Internet-Seite der BYU zu löschen. Kritiker von Jones' Arbeiten und Darlegungen, wie etwas die für eine Studie des US-amerikanischen "National Institute of Standards and Technology", behauptet indes weiterhin, dass es in den WTC-Trümmern keinerlei Spuren von Sprengstoffen oder sonstigem explosivem material gegeben habe.

    Diese und andere Studien mit ähnlichen Schlussfolgerungen werden durch die aktuelle Studie erheblich in Zweifel gezogen, die mit Sicherheit die Diskussion um die Ursachen der Katastrophe vom 11. September 2001 erneut entfachen wird.

    Quelle: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2009/04/911-st…nweise-auf.html

    Der Link zur Studie ist derzeit down. Wenn jemand sich die Mühe macht und diese findet, bitte ich darum diese Datei als Anhang im Forum hochzuladen.
    Selbst nach all den Jahren gibt es noch Menschen die sich aktiv an der Wahrheitsfindung dieses Themas widmen, danke!

    FAZ.de hat über das Fach Glück einen Artikel verfasst:

    Neues Schulfach "Glück"

    An der Heidelberger Willy-Hellpach-Schule wird seit einem Jahr "Glück" unterrichtet - von vielen belächelt. Nun bestätigen Wissenschaftler: Das Fach stärkt die Persönlichkeit von Jugendlichen VON JOCHEN SCHÖNMANN

    Janina schließt ihre Augen. Sie sitzt entspannt im Klassenzimmer: die Wände klassisch in Vanillegelb, die Schüler auf Holzstühlen im Kreis, die kargen Zweiertische an den Rand geschoben. Auf einem steht "Schule ist scheiße".

    Die Arme locker im Schoß, versucht Janina, 17, die Stimmung im Raum aufzunehmen. Ein Mitschüler beginnt mit Durchzählen. Die anderen folgen wahllos, aber einer nach dem anderen. Es geht darum, intuitiv die atmosphärische Lücke zu füllen, jedem Raum zu lassen, sich aber auch selbst Raum zu nehmen.

    Es klappt nicht gleich. Manche feuern sofort los. Andere sagen erst mal gar nichts. Beim fünften Anlauf zählt die Gruppe durch, ohne dass irgendjemand den anderen gestört hätte. Völlig zwanglos. Applaus.

    Janina und die anderen im Klassenzimmer haben Glück - als Unterrichtsfach. Das ist kein Scherz. Der Initiator heißt Ernst Fritz-Schubert und sitzt im Chefsessel der Heidelberger Willy-Hellpach-Schule, 1. OG, Zimmer 112 . Der Oberstudiendirektor hat es satt, dass Schule bei den Schülern gleich nach dem Zahnarztbesuch rangiert.

    Gemeinsam mit anderen Pädagogen und Bernhard Peters, dem Ex-Hockey-Bundestrainer und Sportdirektor des Fußball-Erstligisten TSG 1899 Hoffenheim, hat er deshalb vor einem Jahr ein Unterrichtsfach entworfen, das "wieder Bildung im ursprünglichen Sinn" vermitteln soll. "Und dazu gehört unbedingt die Fähigkeit, Glück zu empfinden", sagt Fritz-Schubert. Sogar das baden-württembergische Kultusministerium unterstützt ihn, spricht aber lieber von "Lebenskompetenz" als von "Glück".

    Der Unterricht baut vornehmlich auf Eigenerfahrung. Dazu binden Schauspieler die Schüler in praktische Theaterarbeit ein. Mit Motivationstrainern üben die Schüler positive Emotionen, Familientherapeuten entwickeln mit ihnen die Vorstellung vom Ich in der Gemeinschaft. Handwerker, Bildhauer oder Sportler sind dabei. Es geht um Geist und Körper.

    "Wir möchten auch ein Bewusstsein dafür schaffen, wie sich gesunde Ernährung auf die Stimmung auswirkt", sagt der Direktor. "Es geht um die Bildung der Persönlichkeit in allen Bereichen." Das Einkaufen und Zubereiten von Lebensmitteln gehört zum Stundenplan. Das Team besteht aus Idealisten. Nur die Aufwendungen werden bezahlt.

    Nun, am Ende des Schuljahres, warten alle auf Ergebnisse. Sind die Schüler glücklicher? Fritz-Schubert hat seine Erfahrungen aufgeschrieben: Das Buch "Schulfach Glück" erscheint im August. Am Freitag stellten zwei Wissenschaftler auf einem Symposion in Heidelberg ihre Arbeiten vor, in denen sie je eine "Glücks"- und eine Kontrollgruppe, also eine Klasse ohne Glück als Fach, untersucht haben.

    Der taz erklärte der Wiener OECD-Beauftragte für Sozialforschung, Ernst Gehmacher, das Fach habe eine enorme Wirkung auf die Persönlichkeit: "Es ist beeindruckend, wie stark das Engagement in der Gemeinschaft und die Lust an der Leistung bei den Schülern zugenommen haben." Doch warnt Gehmacher davor, Glück nun überall eiligst einzuführen: "Wenn, dann muss man es richtig machen. Dazu benötigt man aber auch das entsprechende Personal." Würden die Inhalte nicht wirklich akribisch überprüft, könnte das für die Schüler sogar kontraproduktiv sein. "Glück light", sagt er, "wäre die totale Enttäuschung."

    Das meint auch Wolfgang Knörzer, Professor für Sportpädagogik und Leiter des Instituts für Alltags- und Bewegungskultur in Heidelberg. Er geht von der "Konsistenztheorie" aus, wonach der Mensch vier Grundbedürfnisse befriedigen muss, um glücklich zu sein: starke Bindungen, Orientierung und Kontrolle, Lustgewinn, Selbstwerterhöhung.

    Knörzer wurde fündig: "Wir haben gegenüber der Kontrollklasse einen signifikanten Zuwachs an Vermeidungszielen entdeckt. Das war sehr spannend." Die Schüler im Glücksunterricht sind demnach im Laufe des Jahres sehr viel sensibler für ihre eigenen Bedürfnisse geworden. "Ihnen ist nun offenbar viel klarer geworden, was sie nicht wollen. Sie haben gelernt, sich selbst zu hinterfragen." Die Glücksgruppe gebe zudem häufiger an, die Situation im Griff zu haben oder sich selbst beherrschen zu können, sagt Knörzer.

    Er sieht deshalb den Glücksunterricht auf einem guten Weg. Im zweiten Jahr müsse das neue Wissen um die eigenen Bedürfnisse nun in konkrete Ziele umgesetzt werden, empfiehlt er. Das wäre der nächste Schritt auf dem Weg zum Glück.

    Quelle: http://www.taz.de/1/zukunft/wiss…h-%5Cglueck%5C/

    Die PM Perspektive hat der Ausgabe 04/2008 auch darüber geschrieben.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass die jungen Menschen dadurch erheblich fürs Leben lernen. Vor allem Rückblicke von Unterrichteseinheiten können für die Schüler und deren Selbstachtung / Selbstbewusstsein enorm viel beitragen. Das Prinzip an sich kann sicherlich noch sehr ausgeweitet werden.

    Experte: Computer raus aus Kinderzimmern

    München (dpa) - Eine Woche nach dem Amoklauf in Winnenden hat der Kriminologe Christian Pfeiffer Eltern aufgefordert, Computer, Fernseher und Spielkonsolen aus den Kinderzimmern zu verbannen.

    Der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) sprach am Mittwoch in München von "Medienverwahrlosung" und sagte: "Bildschirmgeräte haben in Kinderzimmern nichts verloren".

    Kinder, die schon früh und intensiv Gewaltspiele konsumierten, seien später deutlich gewalttätiger. Nach Angaben des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) gelten 16 Prozent aller Grundschüler als verhaltensauffällig.

    Quelle: [url=http://portal.gmx.net/de/themen/digi…44781eexon.html]gmx.de[/url]

    Aus den Kommentaren dazu geht auch meine Meinung hervor:
    Der Computer an sich ist nichts bösartiges, er kann helfend Wirken, aber das in einem besonderen Umfeld und Umgang.

    Was macht das Kind an dem Computer und wie intensiv macht es dies. Welche sozialen Beschäftigungen geht es am Computer in welcher Form nach und wie sieht gleiches im "realen Leben" aus. Hierbei sollte auf ein ausgewogenes "Gleichgewicht" geachtet werden.

    Zum größten Teil muss hier ein klarer Appell an Eltern gehen. Unbeobachteter Umgang mit dem Computer kann zur extremer Entgleisung, einer Person und vor allem eines Kindes aus dem Alltag, führen. Die "Flucht" in die (unerkannte) fikitve Internetwelt muss durch Aufmerksamkeit wenn möglich verhindert werden, indem Klarheit zwischen Eltern, Kind, Computer und der "Realität" geschaffen wird. (Eine extreme Flucht kann auch ein Hinweis darauf sein, dass das Kind (soziale) Probleme verdrängen will - ein Gespräch zwischen den Generationen ist an dieser Stelle ein muss - professionelle Beratung im Umgang mit dem Computer, der Computer(spiele)sucht und dergleichen wird bereits in vielen sozialpädagogischen Einrichtungen angeboten. Dieser Bereich der Psychologie ist aber erst in der Kinderstube, da die Gefahr erst in heutiger Zeit extrem ansteigt.

    Ein Verbot von derartigen elektronischen Geräten in Kinderzimmern ist in sofern richtig, wenn die Aktivität der Kinder an diesen Geräten zu hoch ist und sich eine leichte Art von "Sucht" herausstellt - wenns auch nur die Langeweile ist, die das Kind an die Konsole führt.

    Für wichtig halte ich, dass im Schlafzimmer der Kinder keinerlei dieser Geräte befindet. Abgesehen davon, dass "Elektrosmog" jeglicher Art heute ein verbreitetes Thema ist, vor der gewarnt wird, so sollte man diese Geräte schon aus dem Grund aus dem Schlafzimmer entfernen, da Kinder "das verbotene" erst recht machen wollen. Es wird Nachts der Fernseher angestellt oder eben Musik mit dem Handy gehört wird, wärend die SMS an den Freund/Freundin geschrieben wird (die ebenfalls wach ist).

    Eltern haben die Verantwortung für Ihre Kinder - auch wenns den Kindern gar nicht so recht passt. ;)

    ps: Die Diskussion um den Amoklauf ist bereits in einem anderen Thread angelaufen und hat in diesem Thread keinen direkten Bezug.

    Florian Rötzer 13.03.2009

    Die Menschen nehmen viel zu viel Kochsalz zu sich, US-Wissenschaftler glauben den Grund gefunden zu haben: Es hebt die Stimmung und macht süchtig

    Salz, einst ein wertvoller Stoff, der sogar als Zahlungsmittel diente und ein wichtiger Faktor im Handel war, ist möglicherweise eine Droge. Die Menschen mögen Salz, weil es die Stimmung heben soll, sagen Wissenschaftler. Und die Menschen nehmen es regelmäßig in ungesunden Mengen zu sich, weil sie auf die Wirkung nicht verzichten wollen oder weil es in vielen fertigen Lebensmitteln reichlich enthalten ist – und weil Salz süchtig macht.


    Wenn die US-Amerikaner täglich ein Gramm weniger Salz zu sich nehmen würden, so berichteten (1) Wissenschaftler der University of California in San Francisco gerade auf der Jahreskonferenz über Epidemiologie und Prävention von Herzkreislauferkranken der American Heart Association, dann würde es in einem Jahrzehnt immerhin 250.000 weniger Herzkreislauferkrankungen und in der Folge 200.000 weniger Tote geben. Bei 3 Gramm weniger würden die Zahl der neuen Erkrankungen um 6 Prozent, die der Herzschläge um 8 Prozent und die der Todesfälle um 3 Prozent sinken.

    Durchschnittlich nehmen Amerikaner 9-12 Gramm täglich zu sich. Empfohlen wird gewöhnlich eine Menge von nicht mehr als 6 Gramm. Die deutschen Männer sollen (2) durchschnittlich 9, die Frauen 7 Gramm täglich aufnehmen. Damit wären sie weniger süchtig, gefährden sich aber dennoch bereits. Der Großteil des Salzes wird über vorgefertigte Lebensmittel oder Essen in Restaurants dem Körper zugeführt.

    Viel zu viel Salz konsumieren die Menschen allgemein, zumal es im Unterschied zu früheren Zeiten kein Luxus mehr ist, sondern spottbillig wurde. Nach Psychologen, Pharmakologen und Physiologen der University of Iowa, deren Studie (3) bereits vor einem halben Jahr in der Zeitschrift Physiology & Behavior erschienen ist, könnte der Grund dafür sein, warum wir das Salz in ungesundem Maße lieben, dass es uns in eine bessere Stimmung versetzt. Eigentlich haben die Psychologen das aber gar nicht bei Menschen, sondern nur bei Ratten nachgewiesen. Bei einem Salz- bzw. Natriumdefizit machen sie nicht mehr, was ihnen sonst Freude bereitet, beispielsweise eine zuckerhaltige Lösung trinken oder einen Hebel zu drücken, wodurch in ihrem Gehirn eine Lustempfindung ausgelöst wird. Das spreche (4) dafür, dass Salzentzug zu depressiven Symptomen führe oder Natrium als Antidepressivum wirken könne.

    Solche düsteren Stimmungen würden denn auch die Menschen vermeiden wollen oder können, indem sie zu viel Salz zu sich nehmen. Wirklich brauchen Menschen möglicherweise nur 2 Gramm Salz täglich. Biologisch sind Tiere darauf ausgerichtet, Salz zu entdecken und sich zu merken, wo es welches gibt. Wenn Salz konsumiert wird, so die Wissenschaftler, wird deswegen im Gehirn das Lustzentrum stimuliert. Das ist "vernünftig", wenn es wenig Salz gibt.

    Wenn es aber zu viel aufgenommen wird, wie dies heute geschieht, dann sei Kochsalz mit einer Droge vergleichbar, die abhängig macht. Abhängigkeit zeige sich etwa daran, so argumentieren die Psychologen, dass die Menschen weiterhin Salz in großen Mengen zu sich nehmen, obgleich sie davor gewarnt werden und sie wissen, dass dies gefährlich ist. Zudem zeige sich die Sucht durch starkes Verlangen (craving), wenn die Droge abgesetzt wird. Bei Ratten habe man bei Salzentzug so dieselben Veränderungen in der Gehirnaktivität entdeckt wie bei Drogenentzug. Daher vermuten die Wissenschaftler, dass das Bedürfnis und Verlangen nach Salz mit den Gehirnmechanismen verbunden sein könnte wie die Drogensucht und der Drogenmissbrauch.
    Links

    (1) http://americanheart.mediaroom.com/index.php?s=43&item=689
    (2) http://www.internisten-im-netz.de/de_news_6_0_50…anfall-vor.html
    (3) http://www.sciencedirect.com/science?_ob=Ar…b0b1bf18ccea2c2
    (4) http://news-releases.uiowa.edu/2009/march/031…depressant.html

    Telepolis Artikel-URL: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29918/1.html

    Copyright © Heise Zeitschriften Verlag

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29918/1.html

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    Ernstaunlich und zugleich dubios dieser Artikel.
    Die Argumente sind weniger schlagkräftig, getestet an Ratten stellt zwar eine Vergleich zum Menschen dar, ist aber dennoch unterschiedlich.

    Sucht ist, sie nehmen es weiter trotz des Risikowissens. Damit wären wir so ziemlich von Allem süchtig. Hört auf euer Kaugummi (mit Aspartam) zu kauen, ihr Süchtigen! Das Salz als Suchtmittel ist eher ein halbes Argument, finde ich. Es ist eher auf die Verblendung, der "ist mir doch egal"-Einstellung zuzuschreiben.

    Die mögliche Gefahr - wenn man denn auf sie hingewiesen wird - darf aber dennoch nicht außer acht gelassen werden. Wie die zweite Quelle (2) zeigt, liesen sich Schädigungen bereits vor zwei Jahrzehnten nachweisen.

    Zitat

    US-amerikanische Wissenschaftler untersuchten Ende der 80-er und Anfang der 90-er Jahre die Auswirkung verschiedener nicht-medikamentöser Behandlungsmethoden auf den Blutdruck, z. B. Verringerung des Salzkonsums, Senkung des Körpergewichts, besserer Umgang mit Stress oder Nahrungsergänzungsmittel. Dazu teilten sie über 3.000 Patienten mit erhöhtem Blutdruck in verschiedene Gruppen auf und verglichen die Wirkung der Behandlungen auf den Blutdruck der Studienteilnehmer. Beide Studien zeigten damals, dass bei den Probanden, die 25-30% weniger Salz zu sich nahmen, der Blutdruck sank.

    Hat jemand zum Thema Erfahrungen gemacht? Weiß jemand mehr darüber?

    Lobbyisten als Gesetzgeber

    13. März 2009, 07:09 Uhr

    Wird der Bock zum Gärtner gemacht? Schreiben sich die Delinquenten auch noch ihre Gesetze selbst? Die Regeln der großen Koalition zur Rettung des Finanzmarkts werden ausgerechnet von Anwälten gezimmert.

    Man sollte meinen, in den Bundesministerien gäbe es zu wenig Juristen. Warum sonst hätte sich das Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) sein „Finanzmarktstabilisierungsgesetz" im vergangenen Oktober von der internationalen Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer schreiben lassen? Auch bei dem geplanten Enteignungsgesetz („Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz" oder auch „Rettungsübernahmegesetz" genannt) führen die Advokaten aus dieser Sozietät wieder die Feder.

    Und es wird noch merkwürdiger: Das Gutachten, mit dem Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Verfassungsmäßigkeit dieser Verstaatlichungspläne überprüfen ließ, stammt aus der Schriftsatzschmiede Hengeler Mueller. Der neu bestallte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wiederum ließ sich sein Gegenkonzept einer „eingeschränkten Insolvenz" (also einer vorübergehenden Enteignung der Aktionäre, die nur nicht so heißt, weshalb die Anteilseigner dann auch nicht mal entschädigt würden) von der Law-Firm Linklaters texten.

    Dumm nur, dass all diese Kanzleien normalerweise genau jene Unternehmen beraten haben, die nun um Staatsgeld betteln - oder dieses geradezu erpressen. Eigentlich kein Qualitätsbeweis für Weitblick und Sachkunde dieser Robenträger. Wobei immerhin anzuerkennen ist, dass etwa bei Freshfields nun im Regierungsauftrag gerade keiner jener unvermeidlichen Bankrechtler das Zepter schwingt. Vielmehr kommt ein „schlichter" Verwaltungsrechtler zum Einsatz - mit besonderer Expertise übrigens auf dem vertrackten Feld der Staatshaftung.

    Schon lange beklagen Anlegerschutzverbände, dass Wirtschaftskanzleien beim Aktienrecht „Formulierungshilfe" leisten. Es geht nicht nur um Anwälte und Wirtschaftsprüfer, nicht mal nur um Juristen. So hat die Finanzbranche durch langjährige Abordnung eigner (und weiterhin selbst-bezahlter!) Mitarbeiter an den Regelwerken für die Aufsicht über die Finanzmärkte mitgestrickt. Experten anderer Fachrichtungen basteln auch mit an Gesetzen zum Umwelt- oder Gesundheitsschutz.

    Da liegt die Gefahr nahe, dass Unternehmen und ganze Branchen, die von unseren Behörden kontrolliert werden sollen, sich die Spielregeln dafür selbst schreiben. Stimmt schon: Das letzte Wort sprechen die Abgeordneten im Bundestag. Kein Paragraphenwerk kommt so aus dem Parlament heraus, wie es herein geschickt worden ist (wusste bereits Herbert Wehner). Die Volksvertreter sind manchmal ziemlich eigensinnig. Unzählige Anhörungen sorgen schließlich dafür, dass auf demokratische und transparente Weise der Sachverstand von Professoren und Verbänden eingebunden wird. Die Stimme der Praxis wird also (zumindest) angehört.

    Müssen dann aber Bundesministerien, in denen es doch von Volljuristen nur so wimmelt, wirklich ihre ureigenste Aufgabe „outsourcen" - und das für teures Geld? Jeder einzelne Anwaltspartner, der eine solche Staatsbehörde zum Mandanten hat, stellt dem Steuerzahler mindestens 300 Euro in Rechnung - pro Stunde (und nicht nur pro Tag)! Was treiben denn eigentlich all die Referenten, Referats- und Abteilungsleiter den lieben langen Tag, wenn sie sich sogar die Last der Gesetzgebung vom Hals schaffen? Ein Thema, das den Bundesrechnungshof schon längst beschäftigt hat. Und nun, dankenswerterweise, von der FDP-Bundestagsfraktion aufgegriffen wurde.

    Veröffentlicht 13. März 2009, 07:09 von Joachim Jahn
    Abgelegt unter: Lobbyisten, Rechtsanwälte, Finanzmarkt, Gesetze

    http://faz-community.faz.net/blogs/wort/arc…esetzgeber.aspx

    Sie sourcen sich selbst out, vielleicht ja bald auch uns - wer brauch denn schon (mehr oder weniger) denkende Menschen? Es ist traurig, dass derartiger Einfluss Normalität findet. Das hier Personen Gesetzestexte schreiben die mit dem Gebiet, in diesem Fall der Finanzen, zutun haben ist nicht unbedingt verwerflich, denn so können fachbezogene Gesetze geschrieben werden.
    Die Schweinerei ist, dass hier der Eigennutz ein weiteres Gesicht bekommt, die jeweiligen Lobbies arbeiten für sich (und für ein paar andere ;)) und deren "Mitarbeiter" für die Lobby - sonst müsste ich die Position des Jeweiligen bezweifeln.

    Komische Politik, aber wenigstens fällts mehr und mehr auf. :)

    Ich kopiere hier mal einen Text, der recht gut unsere gesellschaftlichen Probleme schildert und schließt diese als Ursache derartigen Taten nicht aus.


    Und ewig grüßt das bewaffnete Tier - genannt Mensch

    Eine Generation zurück, also vor etwa 30 Jahren, da waren wir jung und kreierten unsere eigene Kultur. Heftigste Kämpfe gegen autoritäre Väter und duldende Mütter, Anti-AKW-Proteste, Baumwollsachen tragen, Kriegsdienstverweigern, weibliche Emanzipation, viel schönere Sexualität. Wir haben vorsichtshalber alles anders gemacht als die Alten. Und das war toll. Irgendwann später, im Laufe der 80er Jahre gaben wir in einem schleichenden Prozeß unsere eigene Kultur wieder auf. Wir ließen uns, so wie wir geworden waren, fallen wie die heiße Kartoffel. Ich grüble viel darüber nach, warum wir das taten. Warum wollten wir auf einmal so sein wie die anderen? Individualität war nicht mehr gefragt, Konformität trumpfte auf.

    Und heute? Heute ist Depression zur Volkskrankheit geworden. Mich wundert das nicht, denn Geist und Seele verkümmern in der konformen Welt. Wozu sich auf Ideen, Kreativität und Lust auf Neues einlassen, wenn es keine Sau interessiert, weil nämlich alle auf Konsum programmiert sind? Noch drastischer: Design, Marketing und Profitstreben saugen jedes Fitzelchen von kreativer Regung auf, um sie zu verwerten. Ich weiß nicht, wieviele Berufe sich mit nichts anderem beschäftigen, als Ideen aufzuspüren, um sie als neuen Trend verkäuflich zu machen. Politik und Kulturbetrieb: einer klaut dem anderen seine Einfälle. Und verwertet natürlich nur die, die erfolgversprechend sind. Mit Experimenten, die Zeit brauchen und das Risiko des Scheiterns bergen, gibt man sich nicht mehr ab. Das gleiche in persönlichen Beziehungen: schauen wir uns bloß das professionalisierte „Dating“ an: Effektivität als höchstes Prinzip. Also. Wundern wir uns tatsächlich darüber, dass die Menschen depressiv werden? Bei solch traurigen Umständen?

    Blöd nur, dass unsere Lebenswelt und Depressivität in allerhöchstem Widerspruch stehen. Entweder du bist leistungsfähig und machst den Eindruck, ein erfolgversprechender Mensch zu sein oder – oder gibt es nicht! Zu unserer aufgegebenen Kultur gehörte es auch, dass man sich mit kritischer Psychologie befasste. Aber das war halt auch alles sehr zeitaufwendig. Also wurde das zugunsten schnell wirksamer Medikamente fallen gelassen. Von Ursachenforschung keine Spur mehr – aber dafür schnelle Besserung im subjektiven Empfinden. Und Abhängigkeit. Was wurde alles geopfert und was wurde alles in kauf genommen um wieder funktionstüchtig zu wirken.

    Heute ist das alles schon sehr weit fortgeschritten. Wir erschrecken uns nur noch vorübergehend, wenn es zu einem Exzess kommt, wie diese Woche mit dem jugendlichen Amokläufer. Welche seelische Not muss dieser junge Mensch mit sich herumgetragen haben. Kinder und Jugendliche, die sich und anderen das Leben nehmen, sind das schlimmste Armutszeugnis und das höchste Alarmzeichen für eine Gesellschaft.

    Wer weiß, was diesen Jungen zu dieser Tat getrieben hat. Ich weiß, dass ich Waffen Scheiße finde. Und erstmal Waffen im Schlafzimmer – also, was für eine Vorstellung! (Schätzchen, du bist so wahnsinnig sinnlich heute, äh, warte, ich muß noch meinen Waffenschrank zusperren...) Aber damit komme ich wieder zu meinem Ausgangspunkt: Streit mit den Eltern. In meinem Zimmer hingen einige Plakate an der Wand, die mein damals übertrieben autoritärer Vater von der Wand gerissen hat! So was nicht in seinem Haus! Auf einem der Plakate stand „Frieden schaffen ohne Waffen“, es war das Bild mit dem umgedrehten Militärhelm, in den eine Blume gepflanzt war. Ich wurde von meinem Vater attackiert, weil ich für Frieden war. Das ist kein Witz.

    Bis heute denke ich, nehmt den Männern doch endlich die Waffen weg. Aber nix da. Der männliche Nachwuchs wird schon wieder laufend mit Waffen versorgt, wenn auch nur im Computer, durch die Killerspiele. So Leute, ihr könnt es drehen und wenden wie ihr wollt: bis zum tatsächlichen Schießen mit einer Waffe ist es wohl ein weiter Weg. Aber das Phantasieren vom Schießen und die Verfügbarkeit einer Waffe sind entscheidende Schritte dahin. Oder?

    Darüber hinaus muss natürlich alles andere überdacht werden, wie individuelle psychologische Probleme, die nicht gelöst werden, Psychopharmaka mit ihren vielfältigen Wirkungen, - und was alle betrifft: der fehlende Platz in der Gesellschaft, die fehlende Aufmerksamkeit und Liebe, Respekt vor Langsamkeit und das Zugeständnis, mal mittelmäßig und auch mal traurig sein zu dürfen. Das und alles andere, was junge Menschen zum Aufwachsen brauchen. Damit sie nicht innerlich verdorren, sondern aufblühen können.

    Ich bin ja Optimistin: die Jungen werden schon kommen und uns Älteren ihre Meinung zu unserer neoliberalen Lebensweise sagen! Fangen wir schon mal selbst und freiwillig mit Mistschaufeln an – je eher desto besser. Es wird hohe Misthaufen geben, oh oh. Hoffentlich schmeißen sie uns nicht gleich mit auf den Misthaufen für Alte, Pflegeheime genannt. Hier wird nicht friedlich und würdevoll „verblüht“. Wieso auch, wir haben ja auch nicht friedlich „aufblühen“ lassen. Sagte ich nicht, ich sei Optimistin? Vielleicht wird ja doch alles nicht so schlimm.

    Quelle: http://www.duckhome.de/tb/archives/57…nnt-Mensch.html