[left][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Vergessen sollte man auch [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]nicht das Rosenkreuzertum, denn noch heute ist Louisenlund und insbesondere der [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]sogenannte Freimaurerturm nicht nur Pilgerziel von aktiven Freimaurern sondern[/color][/font][/color]
[color=#996600][font='Arial'][color=#996600]gleichfalls auch von aktiven Rosenkreuzern. Das liegt an Verschmelzungen beider[/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Logen, die bereits im Mittelalter stattfanden.[/color][/font][/color]
[color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Es war aber auch die Zeit des [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Suchens nach dem Stein der Weisen und der Alchimisten (Alchimie: u.a. Versuche [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]unedle Stoffe in edle besonders in Gold umzuwandeln).[/color][/font][/color]
[color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Auch Carl von Hessen war ein [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]leidenschaftlicher Alchimist, der einen Weg suchte, um aus Eisen Gold zu [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]machen. Nun kann man nicht behaupten er hätte nicht zumindest einen Teilerfolg [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]erfahren dürfen, denn heraus kam das zwar glänzende, aber bald schwarz [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]anlaufende Carlsmetall, das in Rendsburg lange Zeit verhüttet wurde. [/color][/font][/color]
[/left]
[left][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Carl von Hessen und der [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Graf von St. Germain[/color][/font][/color]
[color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Zweifellos könnte man die [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Begegnung zwischen Carl von Hessen und dem Grafen von St. Germain als eine [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]schicksalhafte bezeichnen. Carl von Hessen und der geheimnisumwitterte Graf[/color][/font][/color] [color=#996600][font='Arial'][color=#996600]waren sich das erste Mal in Altona begegnet, als Carl vom Bayrischen [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Erbfolgekrieg (1778/79), an dem er auf preußischer Seite teilgenommen hatte, [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]nach Schleswig zurückkehrte. Saint Germain hatte sich unter einem seiner [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]zahlreichen Pseudonyme, Welldone, vorgestellt und den Grafen gebeten, ihn auf [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]sein Gut Louisenlund begleiten zu dürfen. [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Obwohl Carls erster Eindruck[/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]von viel Skepsis begleitet war und Carl von seinem Bruder Wilhelm und auch von [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Friedrich dem Großen vor einer allzu engen Vertrautheit mit dem Grafen gewarnt [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]hatten, stimmte er zu. Auf irgendeine Weise gelang es dem Grafen jedoch, die [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Neugier Carls zu wecken, indem er ihm verheißungsvoll in Aussicht stellte: Sie [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]sollen sehen, was wir zusammen für große Dinge ausrichten werden![/color][/font][/color]
[color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Saint Germain blieb [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]schließlich fünf lange Jahre als Gast auf Louisenlund und pendelte zwischen [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]seinem Wohnsitz in Eckernförde und seiner Arbeitsstätte, dem Louisenlunder[/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Freimaurerturm, ehe er, der Unsterbliche, im Jahre 1784 starb und in der [/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Eckernförder Nicolaikirche still beigesetzt wurde, wie die Eintragung im[/color][/font][/color][color=#996600][font='Arial'][color=#996600]Kirchenbuch noch heute bezeugt.[/color][/font][/color]
[/left]
[left][color=#996600][font='Arial']Saint Germain war zweifellos ein [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Eingeweihter der östlichen Geheimlehren, sein Name wird in diesem Zusammenhang [/font][/color][color=#996600][font='Arial']immer wieder mit Namen wie Nikolei Roerich und seiner Suche nach Shambala, aber [/font][/color][color=#996600][font='Arial']auch mit dem Leben und Wirken Apollonios von Tyana (1. Jahrhundert) in [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Verbindung gebracht.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Der französische Aufklärungsphilosoph [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Voltaire nannte ihn den Mann, der alles weiß und niemals stirbt. Der Graf von [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Saint Germain war in der Tat ein Mann ohne Geburtsurkunde und Totenschein. Er[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']war Alchimist und Philosoph, Literat, Komponist und Geigenvirtuose, das konnten [/font][/color][color=#996600][font='Arial']selbst seine Gegner nicht bestreiten. Seine Herkunft ist niemandem bekannt.[/font][/color][color=#996600][font='Arial']Nachweisbar ist, dass er um 1710 erstmals in Venedig auftauchte. 1758 begegnete [/font][/color][color=#996600][font='Arial']ihm die alte Gräfin de Georgy am Hof von Ludwig XV. anlässlich eines Balles, zu [/font][/color][color=#996600][font='Arial']dem Madame Pompadour geladen hatte. Sie erinnerte sich, diesen Mann schon [/font][/color][color=#996600][font='Arial']einmal vor 48 Jahren gesehen zu haben, als sie ihren Gatten, den damaligen[/font][/color][color=#996600][font='Arial']Gesandten des Königs, nach Venedig begleitet hatte. Sie fasste sich ein Herz und fragte den Grafen, ob sein Vater um 1710 in Venedig gewesen sein könnte.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][size=10][font='Arial']Aber nein, Madame, [/font][/size][/color][color=#996600][size=10][font='Arial']antwortete der Graf ruhig, es ist sehr viel länger her, dass ich meinen Vater [/font][/size][/color][color=#996600][size=10][font='Arial']verlor; doch lebte ich selbst Ende des vergangenen und Anfang dieses[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Jahrhunderts in Venedig und hatte die Ehre, Ihnen damals vorgestellt zu werden. [/font][/size][/color][color=#996600][size=10][font='Arial']Sie waren damals so gnädig, meine kleinen Barkarolen zu schätzen, die wir [/font][/size][/color][color=#996600][size=10][font='Arial']gemeinsam zu singen pflegten.[/font][/size][/color]
[/left][left][color=#996600][size=10][font='Arial']Vergebt mir, aber das kann[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']nicht möglich sein, denn der Comte de Saint Germain, den ich damals kannte, war [/font][/size][/color][color=#996600][size=10][font='Arial']mindestens 45 Jahre alt, und Sie scheinen dieses Alter noch nicht einmal[/font][/size][/color]
[color=#996600][size=10][font='Arial']erreicht zu haben.[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Madame, antwortete der [/font][/size][/color][color=#996600][size=10][font='Arial']Graf lächelnd, ich bin sehr alt.[/font][/size][/color]
[/left][color=#996600][/color][left][color=#996600][size=10][font='Arial']Aber dann müssen Sie beinahe 100 Jahre alt sein. [/font][/size][/color]
[color=#996600][size=10][font='Arial']Das ist durchaus denkbar.[/font][/size][/color]
[color=#996600][font='Arial']Dieser Dialog wurde von der verwitweten [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Gräfin de B., einer Hofdame, aufgezeichnet. Sie beschrieb den Grafen als mittelgroß,[/font][/color][color=#996600][font='Arial']mit besten Manieren, leicht gebräuntem Teint, schwarzem Haar, lebhaften,[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']intelligenten Gesichtszügen und sehr geistreich. Er war unauffällig aber[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']geschmackvoll gekleidet, und alles, was auf seinen Reichtum hinwies, waren eine [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Handvoll Diamanten, die er in Ringen und auf seiner Schnupftabakdose trug. Er [/font][/color][color=#996600][font='Arial']sprach fließend Französisch, Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch und[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Portugiesisch so gut, dass Einheimische nicht die Spur eines Akzents [/font][/color][color=#996600][font='Arial']feststellen konnten. Zudem bestätigten Gelehrte, dass seine Kenntnisse in [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Latein und Griechisch, Sanskrit, Chinesisch und Arabisch ausgezeichnet seien, [/font][/color][color=#996600][font='Arial']etwas, so die Gräfin, was mit seinen längeren Aufenthalten in Asien[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']zusammenhinge. Als Klavierspieler beherrschte er die kompliziertesten Concerti [/font][/color][color=#996600][font='Arial']und war Meister auf einer Reihe anderer Instrumente. Zudem sei er ein[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']großartiger Maler gewesen und habe dazu spezielle Farben entwickelt, die den [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Bildern eine größere Brillanz verliehen.[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']Von 1737 bis 1742 war er am Hofe des Schahs [/font][/color][color=#996600][font='Arial']von Persien. 1745 hielt er sich während der Jakobiner-Revolution in England[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']auf. Dort wurde er wegen Spionageverdachtes verhaftet, aber nach kurzer Zeit[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']wieder freigelassen[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']Auch danach folgte Saint Germain vielen Einladungen von Staatsoberhäuptern, unter anderem nach Wien und auch wieder nach [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Frankreich. Hier wurde er Gesprächspartner, Berater und Freund
Ludwig XV. und[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']auch der Madame Pompadour. Den vielen Berichte zufolge war er in Besitz[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']beziehungsweise in Kenntnis des Lebenselixiers (Stein der Weisen). In Labors,[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']die er an verschiedenen Orten einrichtete, stellte er Diamanten her und konnte auch Gold herstellen.[/font][/color]
[/left]
[left][color=#996600][font='Arial']Er zeigte mir wahre Wunderdinge eine [/font][/color][color=#996600][font='Arial']große Anzahl von Edelsteinen und farbigen Brillanten von ungewöhnlicher Größe [/font][/color][color=#996600][font='Arial']und Vollkommenheit. Ich glaubte, die Schätze der Wunderlampe zu erblicken,[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']berichtete unter anderem Baron Charles-Henry de Gleichen, dänischer Diplomat in [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Frankreich, über seine Begegnungen mit Saint Germain. Etwa um 1755 unternahm [/font][/color][color=#996600][font='Arial']der Graf zum zweiten Mal eine ausgedehnte Reise nach Indien. 1757 kehrte er [/font][/color][color=#996600][font='Arial']nach Paris zurück.[/font][/color]
[/left]
[color=#996600][font='Arial']1760 wurde Saint Germain vom französischen[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']König zu einer diplomatischen Mission nach Den Haag gesandt. Dort arrangierte[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']er den sensationellen Frieden zwischen Preußen und Österreich, verschaffte sich [/font][/color][color=#996600][font='Arial']damit aber Feinde in Frankreich. Danach reiste er zunächst nach London, dann[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']über Deutschland nach Russland. 1761 kam es zu einem interessanten Briefwechsel[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']mit Voltaire. In einem der Nachwelt erhalten gebliebenen Brief Voltaires an [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Saint Germain vom 6. Juni 1761 heißt es:[/font][/color]
[left]
[color=#996600][size=10][font='Arial']Ich beantworte ihren Brief,[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Monsieur, den Sie mir im April geschrieben haben, worin Sie schreckliche [/font][/size][/color][color=#996600][size=10][font='Arial']Geheimnisse offenbaren, einschließlich des schlimmsten aller Geheimnisse, das[/font][/size][/color]
[color=#996600][size=10][font='Arial']es für einen alten Mann, wie mich, geben kann die Stunde seines Todes. Danke,[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Germain, Ihre lange Reise durch die Zeit wird von meiner Freundschaft für Sie[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']erhellt werden, bis zum Moment, wenn Sie Ihre Offenbarungen um die Mitte des[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']20. Jahrhunderts erfüllen werden. Die sprechenden Bilder sind ein Geschenk für[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']die mir noch verbleibende Zeit, darüber hinaus könnte doch Euer wunderbares[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']mechanisches Fluggerät Euch zu mir zurückführen. Adieu, mein Freund.[/font][/size][/color]
[/left]
[left][color=#996600][size=10][font='Arial']Voltaire, Edelmann des Königs[/font][/size][/color]
[color=#996600][font='Arial']Etwa zur gleichen Zeit schrieb Voltaire an [/font][/color][color=#996600][font='Arial']den Preußenkönig Friedrich den Großen und prophezeite ihm, dass er von Saint[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Germain dem Mann, der alles weiß und niemals stirbt, wie er ihn nannte [/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']innerhalb der nächsten 50 Jahre aufgesucht würde.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']1762 war Saint Germain am Sturz des[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']russischen Zaren Peter III. beteiligt und verhalf Katharina der Großen zum[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Thron. Danach kehrte er nach Paris zurück und setzte seine alchimistischen[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']Experimente in Chambord fort. 1769 führte sein Weg nach Berlin, dann nach [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Venedig und anschließend wieder nach Russland. Von 1774 bis 1776 hielt er sich[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']in Triesdorf auf, besuchte 1776 Leipzig und Dresden und 1779 Hamburg [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Inzwischen hatte sich auch eine tiefe Freundschaft zwischen ihm und dem [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Landgrafen Carl von Hessen entwickelt, der sein Schüler wurde. In dieser Zeit[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']hielt sich Saint Germain meist auf Schloss Louisenlund bei Eckernförde auf. [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Dort hatte der Landgraf den Alchimistenturm für die gemeinsamen Experimente[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']eingerichtet, der noch heute besichtigt werden kann.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Der Freimaurerturm auf Louisenlund musste [/font][/color][color=#996600][font='Arial']dem Zahn der Zeit Tribut zollen, nur noch alte Bilder und Aufzeichnungen[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']berichten über den mysteriösen Turm auf Louisenlund. Aus verlässlichen Quellen[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']geht hervor, dass das unter dem Eingang gelegene, von einer zentralen Säule[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']abgestützte Kreuzgewölbe jenen legendären Experimentierkeller enthalten habe,[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']in dem sich nicht nur Carl, sondern auch der sagenumwobene Graf von Saint[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Germain als Alchimist betätigt hätten. Wahrscheinlicher ist aber die Annahme,[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']dass dieser Raum den Logenbrüdern als Tempel gedient hat, zumal in ihm[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']vielfältige ägyptische Freimaurersymbolik vorhanden gewesen sein soll. Die[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Alchimie in ihrer praktischen Ausführung ist wahrscheinlich in dem darunter[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']liegenden Kellerraum praktiziert worden.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Außer Frage steht, dass in den Räumen [/font][/color][color=#996600][font='Arial']hinter, unter und über dem Phoenixtor nicht nur höchst Geheimes, sondern auch[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Originelles passierte, denn durch die Alchimie wollte Carl von Hessen den[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']Geheimnissen der Materie auf den Grund gehen. Der vom Phoenixtor umrahmte[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Hintereingang führte vermutlich in das für Logentreffs symbolträchtig[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']ausgestatte Souterrain, von dem aus eine Treppe in den Alchimistenkeller[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']geführt haben muss.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Die von Säulen gestützten Gewölbedecken der[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']hier hintereinander liegenden Räume sollen den nächtlichen Sternenhimmel[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']wiedergegeben haben. Carl selber hat in seinen Erinnerungen genau beschrieben, [/font][/color][color=#996600][font='Arial']mit welchen symbolhaften Bildern die Wände versehen waren. Er spricht von[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Sphingen, den Pyramiden von Gizeh, einem Obelisken, und einer aufgerichteten [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Schlange, wie sie z. B. als Stirnschmuck der Pharaonen bekannt ist und als[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Symbol der Einweihung gilt, aber auch als Schutz vor allem Bösen.[/font][/color]
[/left]
[color=#996600][font='Arial']Entsprechend den drei Stufen der Einweihung,[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']die den Aufstieg zum Licht der Erkenntnis markieren, erhoben sich die drei[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Stockwerke über den Logenräumen. Bis heute zeugen die Fundamente von dem[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']skarabäusförmigen Grundriss der Turmanlage. Am besten erhalten sind die nach[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']ägyptischem Vorbild von beiden Seiten weit ausladenden, entsprechend sanft[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']ansteigenden Rampen, die zum Haupteingang des Turmes hinaufführten. Wie bereits[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']erwähnt ist insbesondere der Freimaurerturm bis heute Pilgerziel von aktiven[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Freimauren und Rosenkreuzern![/font][/color][left][color=#996600][font='Arial']Zwischen 1776 und 1779 soll Saint Germain[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']dann auch Friedrich den Großen aufgesucht haben.[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']1783 suchte der Graf dann erneut den Landgrafen von Hessen in Louisenlund auf [/font][/color][color=#996600][font='Arial']und soll dort am 27. Februar 1784 gestorben sein. Wenigstens ist dort einer[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Eintragung im Kirchenbuch von Eckernförde zufolge, der sich so nennende Graf[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']von Saint Germain und Weldona (Weldona war einer der vielen weiteren Namen des [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Grafen) verstorben und in hiesiger Kirche still beigesetzt.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Doch die Sache hat einen Haken! Den[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Protokollen der Großen Sitzung des Freimaurerkongresses von Wilhelmsbad am [/font][/color][color=#996600][font='Arial']15. Februar 1785 zufolge, führten Saint Germain und der Philosoph und[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']Schriftsteller Louis-Claude de Saint Martin (1743-1803) gemeinsam die [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Delegation der französischen Freimaurer an. Auch Mesmer kam zu diesem Kongress,[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']an dem Vertreter der Rosenkreuzer, Illuminati und anderer Geheimorden aus ganz[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Europa teilnahmen. Kirchliche Beobachter bezeichneten ihn als Konzil der[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Freimaurerei. Auf dem im selben Jahr stattfindenden Freimaurerkongress von[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']Paris nahm Saint Germain ebenfalls teil![/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Comtesse d´Adhemar, eine Hofdame und enge[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Vertraute der französischen Königin, erzählt in ihren Souvenirs de [/font][/color][color=#996600][font='Arial']Marie-Antoinette (Erinnerungen an Marie-Antoinette), sie habe den Grafen nach[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']seinem angeblichen Tod noch mehrmals gesehen:[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][size=10][font='Arial']Ich sah Monsieur de Saint[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Germain zu meiner unbeschreiblichen Überraschung immer wieder: 1793 bei einer[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Hinrichtung der Königin; am Tag nach dem Tod des Herzogs von Enghien 1804; im[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Januar 1813 und am Vorabend der Ermordung des Herzogs von Berri, 1820.[/font][/size][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Weiter erinnert sich die Comtesse in ihren[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Memoiren daran, dass der Graf von Saint Germain 1788 noch einmal nach[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Frankreich kam, um den König und die Königin vor der dunklen Zeit zu warnen,[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']die der französischen Monarchie bevorstand.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][size=10][font='Arial']Aber was er sagte, war für[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']uns so unvorstellbar, dass wir ihm nicht glaubten, schrieb die Comtesse in[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']ihren Erinnerungen an Marie-Antoinette. Alles ist verloren, Gräfin, hatte[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']er eindringlich gesagt. In Frankreich wird die Sonne der Monarchie untergehen. [/font][/size][/color][color=#996600][size=10][font='Arial']Morgen ist es damit vorbei. Chaos, unbeschreibliche Anarchie wird herrschen.[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Sie wissen, dass ich alles versucht habe, um die Ereignisse in eine andere [/font][/size][/color][color=#996600][size=10][font='Arial']Richtung zu lenken, aber ich wurde nur ausgelacht. Jetzt ist es zu spät.[/font][/size][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Als ihn die Comtesse fragte, woher er käme,[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']nachdem er doch 1784 angeblich verstorben sei, soll Saint Germain nur[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']geantwortet haben: Aus China und Japan.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Wer war dieser Graf von Saint Germain? Wenn [/font][/color][color=#996600][font='Arial']wir davon ausgehen, dass er den Angaben der Gräfin Georgy zufolge, im Jahr 1710[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']mindestens 45 Jahre alt war, müsste er mindestens 155 Jahre alt geworden[/font][/color][color=#996600][font='Arial']sein![/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Unbestritten ist, dass er einen großen[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Einfluss auf die Geheimorden jener Zeit ausübte. Er hat die Politik Europas im [/font][/color][color=#996600][font='Arial']18. Jahrhundert maßgeblich beeinflusst, das steht außer Frage. Irene Tetzlaff,[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']seine Biographin, bezeichnete ihn sogar als den ersten Wegbereiter der[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']europäischen Einigung.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Doch wer beauftragte Saint Germain? Und war[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']sein Ausgangspunkt jener geheime Ort des Wissens im Herzen Asiens, wie vermutet[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']wird? Standen Männer wie Nikolai Roerich oder Apollonios von Tyana ebenfalls in[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Verbindung zu dieser geheimen Bruderschaft? War der Ausgangspunkt ihres Wirkens [/font][/color][color=#996600][font='Arial']dieses geheimnisvolle Wissenszentrum Shambhala, das auch heute noch Ziel vieler[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']Expeditionen ist?[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']In seinen Kleinen Memoiren (Wien 1846)[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']schildert der Freimaurer und Rosenkreuzer Franz Gräffen seine letzte Begegnung [/font][/color][color=#996600][font='Arial']mit Saint Germain um 1790.[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Als der Graf in die Kutsche stieg, erklärte [/font][/color][color=#996600][font='Arial']er seinem Schüler und Logenbruder:[/font][/color]
[/left][left][color=#996600][size=10][font='Arial']Ich scheide. Suche mich [/font][/size][/color][color=#996600][size=10][font='Arial']nicht. Irgendwann einmal wirst Du mich wiedersehen. Morgen Nacht bin ich außer[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Landes. Ich muss nach Konstantinopel, dann nach England, um zwei Erfindungen[/font][/size][/color]
[color=#996600][size=10][font='Arial']vorzubereiten, die im nächsten Jahrhundert gebraucht werden Eisenbahn und[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Dampfschiffe, die für Deutschland geplant sind. Die Jahreszeiten werden sich[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']langsam verändern erst Frühling, dann der Sommer. Das ist die schrittweise[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Wandlung der Zeit selbst, die Ankündigung, dass der jetzige Zyklus endet. Ich sehe[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']dies alles. Glaube mir, Astrologen und Meteorologen wissen nichts, man muss die[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Pyramiden studiert haben, wie ich. Zu Ende dieses Jahrhunderts werde ich aus[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Europa verschwinden und mich selbst in die Regionen des Himalaja begeben. Ich[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']muss rasten, ausruhen. Genau in fünfundachtzig Jahren werden die Menschen ihren[/font][/size][/color] [color=#996600][size=10][font='Arial']Blick wieder auf mich richten. Leb wohl, mein Freund.[/font][/size][/color]
[/left][left][color=#996600][font='Arial']Auch im Jahre 1836, bei der Beerdigung Carl[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']von Hessens, wurde der mysteriöse Graf erneut von vielen Menschen persönlich[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']gesehen. An der Beerdigung nahmen mehrere Tausend Menschen teil! Auch danach[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']soll der sagenhafte Graf von Saint Germain immer wieder an verschiedenen Orten[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']gesehen worden sein, wie bereits die ältesten Quellen zu berichten wissen.[/font][/color]
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[left][color=#996600] [font='Arial']Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch Dr. Peter Schraud, dem man zu Recht zu den Saint-Germain-Experten[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']zählt. Neben seiner umfangreichen Bibliothek mit Schriften und den ältesten[/font][/color]
[color=#996600][font='Arial']Quellen über den Grafen ist aber auch ein Besuch bei Dr. Schraud immer ein ganz[/font][/color] [color=#996600][font='Arial']besonderes Erlebnis.
von Stefan Erdamnn
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