[font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]Fortsetzung
Doch nicht nur im fernen Südamerika scheint es Tore zu mythischen Unterwelten zu geben, sondern [/size][/font][font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]auch in Europa. Einen klaren Beleg dafür bilden die gerade hier so zahlreichen und einander immer ähnelnden Sagen über Zwerge und Berggeister.
Im Sagenkreis um Dietrich von Bern beispielsweise wird auch der mythische Zwergenkönig Laurin erwähnt. Man erfährt folgendes über ihn:
„In den Tiroler Bergen, tief unter der Erde, lebt König Laurin, der Herrscher über das Zwergenreich. Kaum drei Spannen ist er lang (ca. 1,20 m.), aber weit umher im Lande
gefürchtet, denn schon manchem starken Recken, mochte er auch noch so kühn sein, hat er besiegt.... - An Gold und Edelsteinen besitzt er mehr als jeder andere König. Am liebsten von all seinen Schätzen ist ihm jedoch sein Rosengarten, den er selbst hoch oben zwischen Felsen, Eis und Schnee anlegte....
Nur ein seidener Faden umspannt den Garten. Doch wehe dem Fremden, der den Faden zerreißt....“
Der „Rosengarten“ wird an anderer Stelle noch einmal etwas genauer beschrieben; Tagelang ritten Dietrich von Bern und sein Waffenbruder Witege duch dichten Tannenwald. Endlich aber lichtete sich das Waldesdunkel. Vor ihren Augen breitete sich eine weite grüne Wise aus und mittendrin lag der Rosengarten.[/size][/font][font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10] An allen Rosen funkelten Edelsteine u und ein berauschender, süßer Duft stieg aus jeder Blüte...“
An einer anderen Stelle der Dietrichsage wiederum wird das unterirdische Reich der Zwerge beschrieben: „Da durchschritten alle die Pforte, die sich hinter ihnen sofort wieder schloß.... Taghell strahlte das Innere des Berges, denn von allen Wänden der Gänge strahlten und funkelten unzählige Edelsteine. Endlich kamen sie in die große Halle...“
Erinnert diese Beschreibung nicht verblüffend an die Berichte der buddhistischen Mönche, welche angeblich in Agartha waren? Auch sie hatten „unterirdische Gewölbe, erfüllt von einem milden Licht“ gesehen. Zwar werden in der Dietrichsage „edle Steine“ als Lichtquelle genannt, doch ist allgemein bekannt, daß echte Edelsteine nicht selbsttätig leuchten. Aus technischer Sicht dürfte es sich bei der genannten Beleuchtung um künstliche, indirekte Lichtquellen gehandelt haben, die den Menschen des frühen Mittelalters natürlich als „funkelnde Edelsteine“ erscheinen mußten.
Fassen wir an dieser Stelle kurz zusammen. Der Zwergenkönig Laurin verfügte über einen „Rosengarten“, der in schwer zugänglichem Gebiet unter äußerst ungünstigen kilmatischen Bedingungen angelegt war. Das Zwergenvolk war in der Lage, die unterirdische Welt mittels künstlicher Lichtquellen zu erleuchten. Ferner verfügten die Zwerge über einen unvergleichlich höheren Lebensstandard als die Menschen des frühen Mittelalters in Europa. Weiterhin werden in der Dietrichsage seltsame Hilfsmitel beschrieben, deren sich die Zwerge bei Gefahr bedienten, um sich zu schützen. So wird die Tarnkappe erwähnt - ein Mantel, der seine Träger unsichtbar macht. Ferner gibt es da „einen Gürtel, welcher die Kraft von 12 Männern verleiht“, Ringe, die, wenn man sie am Finger trägt, die Wirkung der Tarnkappen wieder aufheben sowie Panzerwesten, welche allen mittelalterlichen Waffen mühelos widerstanden.
Nun ist es so, daß Sagen nicht als Dokumente von historischer Beweiskraft angesehen werden können und Zwerge in das Reich der Fabel gehören. Doch in den meisten Sagen ist ein realer Kern historischer Wahrheit zu finden. Die Beschreibungen des geheimnisvollen Zwergenvolkes und seiner Hilfsmittel weisen aus heutiger Sicht eindeutig auf das Wirken einer hochtechnisierten Zivilisation hin.Bestes Beispiel für diese Hypothese ist die vielzitierte Tarnkappe, welche ihren Träger der Sichtbarkeit im optischen Bereich entzieht. Die Sichtbarkeit oder eben Unsichtbarkeit eines bestimmten Gegenstandes erweist sich letztlich als eine rein technische Fragestellung (sie auch: Ganzkörprtbildschirm soll Menschen unsichtbar machen) . [/size][/font][font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]
Es kommt nur darauf an, das einfallende Licht so zu beeinflussen, daß es nicht auf die Oberfläche des entsprechenden Gegenstandes trifft, sondern um ihn herumgeleitet wird. Dieser Prozeß läßt sich beispielsweise durch hochfrequente elektromagnetische Wechselfelder realisieren. Hierzu sei auf das seit langem kontrovers diskutierte, sehr umstrittene sogenannte „Philadelphia-Experiment“ hingewiesen. Dieses Experiment bestand aus einer Reihe von Versuchen, welche die US-Kriegsmarine in den Jahren 1943 - 1945 durchführte. Das Ziel dieser Versuche bestand darin, zu testen, ob ein Kriegsschiff der US-Navy, USS „Eldridge“, mittels oben genannter, elektromagnetischer Wechselfelder in die Unsichtbarkeit versetzt werden könnte. Ob diese Versuchsreihe tatsächlich Erfolg hatte, ist bis heute noch nicht endgültig geklärt. Als gesichert kann jedoch betrachtet werden, daß die außergewöhnlich strenge Geheimhaltung der Aktivitäten der USS „Eldridge“ seinerzeit beträchtliches Aufsehen erregte.
Beherrschte jenes mysteriöse Zwergenvolk also schon vor mehr als tausend Jahren das Verfahren. welches die US-Navy erst im 20. Jahrhundert erprobte? Anscheinend ja - ebenso die Möglichkeit, die Unsichtbarkeit durch geeignete Gegenmittel wieder aufzuheben. Darin dürfte das Rätsel der „Ringe“ bestehen, welche getragen wurden, um die „Zwerge“ auch unter ihren „Tarnkappen“ erkennen zu können.
Die Laurin-Legende wäre nicht erwähnenswert, wenn sie einen ausgesprochenen Einzelfall darstellen würde. Aber auch in vielen anderen europäischen, speziell aber deutschen Epen, so zum Beispiel im "Nibelungenlied", im Sagenkreis um „Wieland der Schmied“ oder um „Ortnit und Wolfdietrich“ ist recht oft von „Zwergenkönigen“ und deren unterirdischen Reichen die Rede. Meist werden die Zwerge hier als sehr kluge, wissenschaftlich und technisch äußerst begabte Geschöpfe geschildert, welche mit den Wertmaßstäben der Menschen, die in ihre Welt eindringen, zumeist in Konflikt geraten- Das Streben nach möglichst großem materiellen Besitz und Macht scheint ihnen vollkommen fremd zu sein. Sie sind oft bereit, den Menschen zu helfen, erfüllen deren Wünsche, wenn sie dabei eigene Ziele verfolgten, die den Menschen des frühen Mittelalters unverständlich bleiben mußten.
Zu den literarisch und historisch wertvollen Heldenepen, welche über Begegnungen mit „Zwergen“ berichten, gesellt sich noch eine schier unüberschaubare Anzahl lokaler Sagen gleichen oder ähnlichen Inhaltes. Diese Lokalsagen berichten meist über das Zusammentreffen mittelalterlicher Bergleute mit seltsamen Wesen unterirdischer Welten - mit „Zwergen“ oder eben „Berggeistern“.
[/size][/font][font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]Nun waren ja die mittelalterlichen Bergknappen geradezu prädestiniert für Begegnungen mit [/size][/font][font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]geheimnisvollen Wesen. Der Bergbau zu jener Zeit stellte eine sehr harte und recht oft auch lebensgefährliche Arbeit dar. Ständig bedroht von plötzlich nachgebenden Gestein, Schlagenden Wettern oder unvermutet auftretenden Wassereinbrüchen kämpften sich die Hauer in den schlecht belüfteten und nur mangelhaft abgestützen Stollen Meter um Meter durch das Gestein voran. Der alte Bergmannsgruß „Glück auf“ hat schon einen tieferen Sinn, bedeutete er doch damals, im wahrsten Sinne des Wortes, nach getaner Arbeit auch wieder glücklich die Erdoberfläche zu erreichen.
Sicher beflügelten die vorstehend genannten Faktoren die Phantasie dieser Menschen. Manch unverhofft entdeckte, reiche Erzader mochte nur mit Hilfe eines kundigen Zwerges gefunden worden sein und mancher Bergsturz erschien wohl als die Rache des in seiner Ruhe gestörten Berggeistes. Wenn in etlichen Sagen davon die Rede ist, daß der Berggeist für die geleistete Hilfe bei der Auffindung einer Erzader Gegenleistungen - zumeist in Naturalien - verlangte, so manifestiert sich hier die tief verwurzelte Überlieferung von Speise- und Trankopfern in animistischen Kulten. Dieses Brauchtum stammte noch aus archaischer Zeit und konnte selbst durch den christlichen Glauben nicht vollständig ausgerottet werden, wie die vorliegenden Sagen beweisen. Rübezahl zum Beispiel ist s0 ein Berggeist in meiner Heimat. Sie sind für uns nur insofern interessant, da auch sie belegen, daß Begegnungen zwischen Menschen und Wesen, welche vorwiegend unter der Erde lebten, tatsächlich rgendwann einmal stattgefunden haben müssen. Um diesen Fakt zu verstehen, sollte man versuchen, sich an die Stelle eines mittelalterlichen Menschen zu versetzen. Sein Weltbild war bei weitem einfacher und schematischer als das unsere und vor allem von tiefer Religiosität geprägt. So wird verständlich, daß diesen Menschen vieles als „Wunder“ oder „Zauberei“ erscheinen mußte, was sich heute relativ leicht als gezieltes Wirken einer hochtechnisierten Zivilisation interpretieren läßt. (wie z.B. "Das Wunder von Guadalupe" )
Zu diesen Phänomenen gehört auch der „Zeitsprung“, welchem manche Bergleute zum Opfer fielen. Sagen, die einen solchen Zeitsprung beschreiben, haben -fast übereinstimmend- folgenden Inhalt:
Fortsetzung....
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