Beiträge von nanabosho

    Nicht gleich so frustriert, Odessa!

    Vielleicht aber braucht es gar keine Gegenmaßnahmen. Ich habe zunehmend den Eindruck, dass diese Pläne nicht wirklich zu schaffen sind. Und es wäre auch wahrlich nicht das erste Mal, dass bestimmte Pläne, vor allem Weltherrschaftspläne, n i c h t aufgehen.

    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Hallo, Freunde,
    In diesem Zusammenhang wäre ich auch mal gespannt, was nun passiert, da man angeblich einen Super-Virus entdeckt hat, der die Antibiotika außer Kraft setzt. Antibiotika aber - so sagt schon der Name - sind "gegen das Leben", also sollten sie schon außer Kraft gesetzt werden. Da könnte ich mir nämlich vorstellen, dass es sich um etwas Echtes handelt, dem die Pharmafia nicht mehr beikommen kann.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Zitat von TheIsland


    Das Ding ist nur, wenn als nächstes meinetwegen die Hunde- und Katzenseuche ausgerufen wird werden die Politiker, aus Angst das falsche zu tun, auf Nummer Sicher gehen und wieder Impstoff kaufen, weil sie Angst haben dass hinterher jemand sagt "warum habt ihr nix dagegen getan, das war fahrlässig, deinen Posten bist Du los!".

    Das sehe ich nicht ganz so, TheIsland,
    denn die Politiker tun schön brav, was ihnen die Geschäftsleute sagen. Zumindest ist das mein Eindruck, aber auch die Überzeugung derjenigen, die hier und da mal recherchiert haben. Die Meinung des Volkes ist ihnen nur wegen des Gedankens an die Wiederwahl nicht gleichgültig, aber Wahlversprechen wurden nur ganz, ganz selten und in abgeschwächter Form eingehalten. Sie stecken, was unser Beispiel betrifft, mit der Pharmafia unter einer Decke und haben eben Schweinegrippe-Impfstoff bestellt, nicht weil sie fürchteten, man könne ihnen Unverantwortlichkeit nachsagen, sondern weil sie hofften, die Leute würden den Medienaufforderungen zur Impfung Folge leisten. Ich schätze, sie waren ebenso enttäuscht wie die Pharma-Lobby insgesamt, dass die Strategie diesmal nicht so recht zum Zuge kam.
    Von 1000 Politikern sagt im Höchstfall einer, was er tatsächlich denkt, und dann ist er meistens betrunken. Es mag Ausnahmen geben, aber ich schätze, wenige, wenige und noch weniger.
    Ich glaube, das Politiker nur Galionsfiguren sind, Leute, die die Sicht auf die eigentlichen Geschehnisse und Machtspiele verdecken.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Nun, The Island,
    es ist doch schon mal wahnsinnig gut gelaufen, da diese Impfung trotz des Medienrummels nicht nur in Deutschland nur zögernd und in geringer Größenordnung angenommen wurde. Auch jetzt ist es interessant zu beobachten, wie z. B. die Spendenbereitschaft für die pakistanischen Flutopfer so auffallend gering ist und die Medien da kaum noch etwas ausrichten können. Ich halte es für gut, wenn man den Medien mehr Miss- als Vertrauen entgegenbringt, denn auch solche Spendenaufrufe nützen meiner Ansicht nach anderen Leuten weit mehr als den Flutopfern. Wer selbst nicht dort ist, weiß nicht, was wirklich abgeht, und mit Bildern kann man heutzutage den Sommer für den Winter verkaufen. Außerdem kenne ich jemanden, der mal ein paar Jahre in Afrika war und mir verklingelt hat, dass selbst für die BROT-FÜR-DIE-WELT-Spenden sich meistens irgendein Stammeshäuptling seinen 5. Mercedes kauft statt dass sie den tatsächlich Hungernden zugute kommen. Wenn die Staatsführer eine verzweifelte Bevölkerung gegen sich haben, wird es für sie schwerer, sich selber zu halten. Wenn die Bevölkerung aber vom Ausland beruhigt wird, machen sie weiter Geschäfte mit Waffen, Atombomben u.ä.
    Die Schweinegrippe bzw. deren Ergebnis war eines der ersten, richtig guten Zeichen, dass die Leute nicht mehr ganz so medienhörig sind.
    Ein schönes Wochenende wünscht
    nanabosho

    Zitat von jo


    Seit mehreren Tagen fällt Schnee in den südlichen Regionen von Brasilien.

    Ist das nun Grund zur Panik? In Brasilien schon, da haben wenige Häuser eine Heizung, höchstens im Süden und in den Bergen. Die haben grade sowieso Winter. Die Gegend liegt etwa um den 30. bzw. 32. Breitengrad herum. Auf der Nordhalbkugel wäre das etwa die Mitte Algeriens oder der Süden Marokkos, in Amerika die Südstaaten der USA. Überall hat es schon vereinzelte "Winter"einbrüche gegeben.

    Dass es in diesem Jahr eine Menge katastrophale Entwicklungen gibt, steht außer Frage. Das meiste davon geschieht durch die Erde selbst. Sie ist schließlich ein lebendiger Organismus. Wenn ein Mensch oder ein Tier krank ist, gibt es bestimmte Körperreaktionen, die ihn wieder ins Gleichgewicht bringen bzw. zur Gesundheit zurückführen. Bei der Erde verhält sich das ähnlich.
    Selbstverständlich achten viele von uns weder die Erde selbst noch das, was man so grob als Umwelt bezeichnet. Die Erde aber ist liebevoller als wir denken und rächt sich nicht.
    Die offiziellen Meldungen aber - Kohlendioxid und all der ganze Humbug - werden ausgestreut, um Dinge verkaufen zu können, die eben dazu erfunden worden sind (zum Verkaufen, meine ich). Z. B., spezielle Filter für Autos undsoweiter undsoweiter. Oder damit die Leute spenden und sich einbilden, es sei für einen "guten" Zweck. Solange man nicht mal Bomben ächtet wegen ihrer Klimaschädlichkeit, brauchen wir auch den Rest nicht zu glauben...
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Zitat von Abraxas


    Ich selbst sage jedem, der sagt er liest nicht, dass er anscheind noch kein wirklich gutes Buch in den Händen hatte.

    Es ist heutzutage natürlich nicht ganz leicht, ein "wirklich gutes" Buch in diesem Millionenangebot zu finden, Abraxas; und ich schätze, dass daher die Leseunlust vieler kommt. Aber es wird auch vieles an schlichtweg langweiliger Literatur unterstützt, nur weil sie sehr - ich nenn es mal so "intellektualistisch" daherkommt. Ich glaube, es ist das Verdient von Mrs. J. K. Rowling, wieder große Teile vor allem der jüngeren Bevölkerung wieder zum Lesen erzogen zu haben. Günther Grass - dessen "Blechtrommel" noch hinreichend spannend war - hätte das nicht geschafft und auch Martin Walser nicht.
    Ich persönlich glaube nämlich, dass man Richtig-gut-Schreiben nicht in der Uni erlernen kann, obwohl ein Studium vielleicht nichts schadet....
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Zitat von Larah


    Ein paar mal sprach ich an, dass es Menschen gibt, die sich und auch manche Untat damit legitimieren......
    Insofern ist es nicht verschroben und auch nicht unrelevant sich die archäologische Seite anzusehen, auch wenn du persönlich das nicht für nötig hältst. Das ist völlig in Ordnung und zumindest bei mir bereits hinreichend angekommen.

    Nun ja, Larah,

    unabhängig von der Archäologie - Fundamentalisten kümmern sich niemals um so was! - wurde mit der Bibel schon wahnsinnig viel "Schindluder" getrieben und wenige haben gefragt, ob es berechtigt war. So wurde in den USA sozusagen gleichzeitig die Sklaverei der Schwarzen mit Bibelstellen begründet und widerlegt. Je nachdem, ob der Prediger Süd- oder Nordstaatler war.
    Und vor allem die protestantischen Theologen verschiedener Splitterkirchen streiten sich jahrhundertelang um Kleinkram. Weil einer meint, dieses entdeckt zu haben und der andere, jenes. Mit der Bibel wurde - und wird noch - das Papsttum begründet, obwohl die eine betreffende Stelle eben einfach nur abenteuerlich interpretiert wird, mit der Bibel bläst man zur Hatz auf Schwule und hält Frauen von kirchlichen Entscheidungshebeln fern. Und mit der Bibel lässt sich zu jedem Argument ein Gegenargument aufstellen.
    Die Archäologie ist einfach, was sie ist: Geschichtsforschung schlechthin. Jemand, der die Bibel zur Untermauerung verschrobener Lehrsätze oder zur Verurteilung irgendwelcher Minderheiten verwenden will, kümmert sich eben nicht um Archäologie.
    Und was die Genealogien betrifft: Sie haben nachweisliche Lücken. Aber es kam nicht auf ihre Richtigkeit an, sondern auf die Bedeutung der einzelnen - wichtigen - Ahnen. (Ahnen spielten zumindest damals eine s e h r bedeutende Rolle.) So gibt es für Jesus zwei verschiedene Stammbäume, aber bei Matthäus wird deutlich, dass die Genealogie aus bestimmten Gründen frisiert wurde. Um darzustellen, dass Jesus eben von David abstammte und auch wegen der numerologischen Qualität der Zahl Vierzehn. Mit gewisser Wahrscheinlichkeit hat Lukas oder derjenige, der das Evangelium tatsächlich verfasst hat, versucht, ernsthaft zu recherchieren, weshalb teilweise unbedeutende Namen dabei erschienen sind.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Danke, Phasenverschobener,

    auch hier finde ich, dass das passt. Auch daran sieht man, dass es verschroben ist, in der Bibel ein Geschichtsbuch zu sehen und sie etwa mit Archäologie "beweisen" oder "gegenbeweisen" zu wollen.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Zitat von Odessa


    Nanabosho du hast eine sehr individualistische Sichtweise auf alle Fragen.

    Danke, Odessa,
    das ehrt mich ungemein.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho[hr]

    Zitat von Odessa


    Und wenn Schwächen in einer Gemeinschaft überhand nehmen dann schwächt das die Gemeinschaft insgesamt.


    Die Reichskristallnacht war keine Lynchjustiz sondern ein gesteuerter, kontrollierter und inszenierter Vorgang. Der Auslöser war ein hoher Amtsträger, nämlich Goebbels. Die Ereignisse waren nicht nur von ganz oben abgesegnet, sondern auch angeordnet worden. Dass es ein Alleingang von Herrn Goebbels war und bei den anderen Mitlgiedern der Führung auf Mißbilligung stieß tut nichts zur Sache.

    Mit Verlaub, Odessa,
    "Schwäche" ist eine Definitionsfrage. Wenn man Schwäche von der Muskelkraft her definiert, hätte besser Max Schmeling die Deutschen führen sollen, der wäre schon ein besseres Vorbild gewesen als Hitler. Wenn man die persönliche Ausstrahlung in Betracht zieht, hat Hitler schon eine gewisse Chance. Aber ein Maximilian Kolbe oder Dietrich Bonhoeffer noch weit mehr, und die beiden sind ja bekanntlich umgebracht worden. Wie noch einige andere charismatische Leute... Wenn einer blind ein ganzes Volk in einen sinnlosen Eroberungskrieg führt, den es nicht gewinnen k a n n (weil die meisten Deutschen beispielsweise die klimatischen Bedingungen des russischen Winters nicht gewohnt waren, so ähnlich wie die Franzosen bei Napoleons Versuch), ist so einer nicht persönlich einigermaßen schwach. Stärke wäre möglicherweise auch politische Weitsicht und Weisheit gewesen, beides Eigenschaften, die Hitler vollkommen abgingen. Ist es nicht auch schwach, sich am Ende der Verantwortung durch Selbstmord zu entziehen? Ich will nicht schon wieder das Wort "Feigheit" gebrauchen, das aber für d i e s e n Führer sehr genau zugetroffen hat nach allem , was bekannt wurde. Mut und Voraussicht hat eher ein Graf Stauffenberg bewiesen... Und d e s s e n Attentat war so etwas wie die Notwehr, die ich vorhin meinte, da Hitler ein v o r s ä t z l i c h e r Mörder war, nicht nur an extrem vielen Juden und Regimegegnern, nicht nur an Russen, Polen und allen möglichen Europäern, sondern ganz besonders an unzähligen Angehörigen des deutschen Volkes, die in eben diesem sinnlosen Krieg haben sterben müssen, nicht bloß an der Front, sondern auch auf der Flucht oder am Hunger.
    Die Kristallnacht konnte man vielleicht noch einen "Lynchmordversuch" nennen, nur um auszuprobieren, ob ein paar Deutsche noch Mut haben und Unrecht Unrecht nennen. Als sie gemerkt hatten, dass es funktionierte und die Massen vor Angst zitterten, kam der Rest, da haben sie nachgelegt.
    Aus einem solchen Gewaltregime kann niemals etwas wahrhaft Großes erwachsen, weil alles Überragende in Kultur, Kunst, Wissenschaft und Technik unterdrückt wird. (Technik vielleicht nicht so sehr, weil man ja "überragende Waffen" brauchte - das ist ebenso Mörderideologie.) Für die Breite der Bevölkerung entsteht nur Angst, Denunziation und daraus resultierend graue Mittelmäßigkeit und Kadavergehorsam. So etwas "Volksgemeinschaft" zu nennen, ist vollkommen lächerlich. Gemeinschaft? Als Deutsche, die aus Schlesien und Ostpreußen geflohen waren, nach Sachsen, Hessen oder Bayern oder Westfalen kamen, wurden sie von ihren Landsleuten abgewehrt und ausgegrenzt. Es hat schon eine ganze Weile gedauert, bis eine Integration halbwegs möglich wurde. Schöne Gemeinschaft!
    Die Leute, die es erlebt haben, wissen schon, warum sie nie wieder so ein Reich wollen.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Zitat von jo

    Weshalb gibt es denn die Bibel (AT !) Deiner Meinung nach?

    Habe ich ein paar Beiträge vorher geschrieben. Zum Wiederholen habe ich nicht übermäßig viel Lust.

    Du brauchst Dir ja keine Gedanken machen. Als Gottgläubiger dürftest Du zumindest wissen, dass Wertungen wie "richtig" und "falsch" sehr, sehr relativ und nur allzumenschlich sind.

    Herzliche Grüße,
    nanabosho[hr]

    Zitat von Phasenverschobener

    Wissenschaft basiert auf der Annahme, dass Ihre Annahmen falsch sein können. Deswegen ist notwendig das, die Annahmen prinzipiell empirisch als falsch heraus stellen können. Tun sie das nicht, dann gelten die Annahmen als unwissenschaftlich. Das ist ein wesentlicher methodischer Unterschied zur Religion. Umberto Eco formuliert es wie folgt:

    "Die Untersuchung muß jene Angaben enthalten, die es ermöglichen nachzuprüfen, ob ihre Hypothesen falsch oder richtig sind, sie muß also die Angaben enthalten, die es ermöglichen, die Auseinandersetzung in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit fortzusetzen."

    Danke, Phasenverschobener,
    da kommen wir allmählich dahin, was ich ebenfalls - aus der anderen Richtung kommend - ausdrücken wollte.
    Einen schönen Abend wünscht Dir
    nanabosho

    Zitat von jo

    Bei all dem, kann man auch nicht vergessen, dass gerade das AT eine fundamentale Säule unserer Weltgeschichte darstellt. Wer daran rüttelt, der muß schon ein bißchen sehr verrückt sein. Eher fällt die Sonne vom Himmel, als dass diese Säule zerbricht.


    Würde ich allemal in Frage stellen, jo,
    denn es gibt Religionsgeschichte und Weltgeschichte. Die eine wird in den Kirchen und theologischen Hochschulen gelehrt und die andere an den sogenannten "weltlichen" Universitäten. Es ist nicht einmal sinnvoll, die eine gegen die andere auszuspielen, weil ihre Grundansätze verschieden sind. Religionsgeschichte arbeitet daran, das Fundament einer oder mehrerer Religionen zu erhalten, bestenfalls auszubessern. Weltgeschichte fragt kritisch, was - in materieller Hinsicht - sicht- und fühlbar geschah. Die Unterschiede sind gewaltig.
    Natürlich wird das AT nicht nur von der zahlenmäßig eher kleinen Gruppe der Juden zumindest teilweise als tatsächliche Geschichte gesehen, sondern vor allem von der gewaltigen Menge der Muslime. (Der Koran baut konkret und direkt auf einem Teil des AT auf, verwendet nur andere Interpretationen bezüglich der "Stammvätergeschichten".)
    Während sich jedoch Buddhisten oder Hindus, die zahlenmäßig nicht ganz untergehen, kaum dafür interessieren. Und die Christen, aus deren Reihen die kritischsten Forscher kommen, sind geteilt.
    Was sagt uns das? Die Frage (oder Idee) "Historische Wahrheit oder nicht?" wird niemals zu einer endgültigen Antwort führen. Weil sie an dem Sinn dieser Aufzeichnungen - also ihrer Absicht - vollkommen vorbeigeht. Denn eine Antwort darauf ist für einen tatsächlich glaubenden Menschen, aus welchem Religionskreis auch immer, völlig irrelevant.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho[hr]
    Ach so, Larah, der Link:
    Ich habe quergelesen, aber nichts davon würde irgendetwas an dem ändern, was ich dazu geschrieben habe. Dieses Buch von Finkelstein & Co. ist eines von denen, die vor allem diejenigen lesen, die das "immer schon wussten". Vielleicht würde es noch einige wenige erreichen, die nicht länger einer Ideologie folgen wollen und Argumente dagegen suchen. Die hätten sie aber sogar gehabt, wenn sie die Bibel ohne kritische Archäologie betrachtet hätten.
    Wie gesagt: der archäologische Ansatz schon mal geht vollkommen an dem vorbei, weshalb es BIBEL gibt!!!! Und diesen Satz hätte vermutlich sogar Bertolt Brecht - ein Bibelliebhaber, obwohl Atheist von ganzem Herzen - unterschrieben. (Ich habe einige Theaterstücke von ihm erlebt, daher schätze ich, dass er tatsächlich sehr, sehr viel vom eigentlich Sinn und Inhalt der Bibel, zumindest einiger ihrer Teile, verstanden hat.) Man kann sie ebensowenig in einen geschichtlichen Kontext stellen wie etwa den Koran oder die Bhagavadgita. Obwohl sie dazu in Versuchung führt, aber bestimmt nur einen Menschen, der in Europa oder Nordamerika aufgewachsen ist...
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Nun, Odessa,
    ich fange mal mit dem Letzteren an. Denn wenn Du das - und vieles in Deinen bisherigen Texten weist daraufhin, dass Du das ernst meinst - tatsächlich in Erwägung ziehst, ist im Grunde alles klar. Dann wäre es aber besser, wenn niemand mehr auf das antwortet, was von Dir kommt, weil jede Deiner Antworten dann wiederum voraussehbar ist...
    Will sagen: Ich wünsche Dir, dass Du zumindest ein kleines Stück Licht noch sehen kannst.
    Kurz höchstens - damit Du siehst, dass ich Dich allemal ernst nehme - zu Deinen Bemerkungen:
    Gemeinschaft nützt mir nicht, wenn sie erzwungen ist. So etwa wie in einer Glaubensgemeinschaft. "Wenn du glaubst, was wir alle glauben, gehörst du zu uns, wenn nicht, hau ab oder sei besser tot." Eine solche "Gemeinschaft" ist auch zum Scheitern verurteilt, hält nicht wirklich lange. Sie zerbricht am eigenen Anspruch, weil dieser lebensfeindlich ist. Für mich bedeutet Gemeinschaft, dass ein Regenbogen eben nur dann einer ist, wenn alle Farben dabei sind. Wenn der individuelle(!) Beitrag des Einzelnen wichtig für alle ist und Bedeutung hat, also schon deshalb von allen anerkannt wird, weil er das Ganze bereichert, fängt Gemeinschaft erst mal an. Dazu muss die Aufmerksamkeit aber auf die Qualitäten der Leute gelentk werden und nicht auf deren Schwächen. (Denn auch Schwächen hat jeder, aber sie bedeuten nichts, wenn der Blick auf den Qualitäten ruht.) Mit "Maß der Welt" hat das überhaupt nichts zu tun, denn jede Gemeinschaft der Zukunft - auch heute schon funktionierende - hat diese Merkmale.
    Und Macht? Wenn man nicht gegen sie an kann, warum ruft man hier im Forum dauernd zum Widerstand auf? Ist es also sinnvoll, vor etwa der einen Macht zu kuschen, während man die andere bekämpft? Oder was?
    Und viel zu tun habe ich in dieser Hinsicht überhaupt nicht. Bisher war noch jede Notwehr-Situation überschaubar - es gab schon einige -, und da nun die Situationen immer seltener werden, habe ich eher weniger Probleme...
    Und ich begreife täglich neue Sachen. Dazu bin ich ja hier. Jeder meiner Krisen hat dazu geführt, dass ich mehr begreife. D. h., ich brauchte auch immer so einige "Arschtritte des Schicksals". Ohne die versteht man wirklich wenig. Aber wenn eine Notsituation da ist und mich noch immer nicht verändern kann, ist die Not tatsächlich noch nicht heftig genug...
    Veränderungen schafft nur das Leben selber. Diese verbalen Spielereien hier bedeuten nichts, aber sie machen durchaus Spaß.
    Herzliche Grüße - und lass Dich bitte nicht unterkriegen!,
    nanabosho[hr]

    Zitat von Odessa

    An deiner Außerung, Nanabosho, ist ein Haken:
    Du willst jedes Leben achten, nur nicht das von denen die dir nicht in den Kram passen ;)

    Das wäre ein grobes Missverständnis, Odessa,
    ich gehe erst dann gegen Leben vor, wenn es meines bedroht! Ich dachte, das geht aus meinem Text hervor. Wenn nicht, dann tut's mir leid, da bin ich noch nicht gut genug darin, Dinge so zu schildern, wie ich sie sehe.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho
    (P.S.: Ein Beispiel: Ich könnte mir locker eine Wohngemeinschaft mit einem Herrn Adolf Hitler vorstellen. Nur wenn er behauptet, ich gehöre totgeschlagen, weil er rausgefunden hat, dass mein Großvater etwa Simon hieß, würde ich versuchen, ihm zuvorzukommen. - Und meinerseits würde ich im Traum nicht auf die Idee kommen, ihn etwa über seinen Großvater zu definieren und davon sogar noch sein Daseinsrecht abzuleiten.)[hr]

    Zitat von Odessa


    Damit nicht jeder jeden umhaut haben Menschen sich sowas Schlaues wie Gesellschaftsstrukturen, Gesetze, Rechtssysteme, usw. ausgedacht.
    Also damit nicht Selbstjustiz, Lynchjustiz und das Gesetz des Dschungels herrschen.

    Und ist dir bewusst, Odessa,

    dass in Hitlers Reich Lynchjustiz herrschte, ja, z. T. dazu aufgerufen wurde? Ich erinnere nur an die Kristallnacht (8./9. November 1938), als der Mob die Synagogen anzündete. Vielleicht werden solche Sachen manchmal vergessen.
    Daher kam ja die Angst, in der die Leute lebten.
    Nochmals Grüße,
    nanabosho

    Zitat von jo

    Oha, das ist u.a. ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man universelle Gesetze verinnerlicht. Du hast wohl Deine eigenen, gleichzeitig Richter und Henker?

    Na, selbstverständlich, bin auch Opfer und Täter gleichzeitig. Oder keines von beiden.
    Natürlich sind meine Äußerungen krass. Aber ich sehe nicht ein, dass in eben diesem Forum ständig dazu aufgerufen wird, Widerstand zu leisten, gegen wen auch immer, aber sobald man sich "widerständlich" äußert, ist es auf einmal die bisherige Gerichtsbarkeit, deren Macht ja anerkannt und viel gerechter und besser ist als alle anderen Möglichkeiten.
    Ich wollte schon mal ein wenig die Sache auf die Spitze treiben, um zu zeigen, wie alles das sich im Kreis dreht.
    Könnte mir etwa jemand hier das berühmte Notwehr-Prinzip besser erklären?
    Ich wäre gespannt.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Zitat von Odessa


    Hitler strebte an ein ethnisch homogenes deutsches Reich oder großgermanisches Reich in Europa zu schaffen, das auf den dort autochthonen Ethnien beruht.

    Holla, Odessa!
    Wenn das stimmt, war er in meinen Augen eben genau der Eroberer und Diktator und Gewaltherrscher, als den ihn die Welt wahrgenommen hat.
    Ich lasse mir ungern von jemandem vorschreiben, ob ich etwa ethnisch-homogen bin oder genügend Germane oder sonst irgendeinen verstiegenen Unfug. Wer mich - von außen - verändern will, muss u. U. mit einem Echo rechnen. Das ihm u. U. nicht sehr angenehm ist. Und wer mich töten will, weil ich seinem Bild von Mensch nicht entspreche, ebenso.
    Es hat niemand - weder ein offen diktatorischer noch verdeckt-demokratischer Herrscher etwa - das Recht, mir wiederum mein Lebensrecht abzusprechen oder es mir zu nehmen. Wenn ich das mitkriege, bringe ich ihn um, und das ist nichts Anderes als Notwehr.
    Wenn ich gereifter und tatsächlich spirituell hochstehend bin, wird er mich natürlich nicht angreifen können und schon an seiner Absicht selber u. U. zugrundegehen. - Auch Voodoo kehrt zum Sender zurück, wenn der Empfänger kein Opferbewusstsein hat.
    Will sagen: Wenn das stimmt, was Du da schreibst, hätte er es verdient, weit schlimmer zu scheitern und tiefer zu fallen, als es geschehen ist. Nicht damit er bestraft wird, sondern damit er begreift!!!!! (Es gibt ja keinen tatsächlichen Tod, d. h., er kapiert schon im Jenseits...)
    "Ehrfurcht vor dem Leben" bedeutet für mich "Ehrfurcht vor j e d e m Leben". Und es ist Lebensrettung, wenn man vorsätzliche Mörder tötet, bevor sie zuviel Schaden anrichten.
    Tatsächlich wurde Hitler (es gibt ja Biografien) als Kind häufig geschlagen, wie es eben vielen Kindern bis heute geschieht und nicht bemerkenswert ist. Fast alle Kinder aber, die einmal geschlagen wurden, geben ihre Schläge weiter. Da sie selbst einmal wehrlos waren, geben sie diese Schläge i m m e r an wiederum Wehrlose weiter, was in der oberflächlichen Ethik als Feigheit bezeichnet wird, aber im Grunde nur ein Reflex ist. Hitler wurde außerdem gehindert, seine Kreativität (er zeichnete und schrieb) auszuleben. Das Volk - mehr als 90% der Deutschen wuchs unter ähnlichen Bedingungen auf - wählte unbewusst genau den, der zur eigenen Struktur am besten passte. Und gab ihm die Möglichkeit, vom Opfer zum Täter zu werden, auf etwas grotesk ausufernde Weise, nämlich indem er alle mit in sein eigenes Dilemma hineinzog. Das war nicht seine Schuld, sondern sie ließen sich eben mit hineinziehen. Nur wenige hatten eine eigene Meinung, und die wenigen mussten weg, wie es ja auch geschehen ist.
    Eine Idee, ein Supervolk zu schaffen, ist genauso hirnverbrannt und gefährlich wie die Vorstellung der Amerikaner, i h r e "Demokratie" allen möglichen Völkern der Welt aufzudrängen, ob die das nun wollen oder nicht.
    Hat Dir schon mal jemand gesagt, dass Du es nicht wert seist zu leben? Dann wüsstest Du, was das für ein Gefühl ist. Und würdest den auch umbringen wollen, der Dir das sagt...
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Also, Freunde,
    hier will ich wenigstens mal ein bisschen gegenhalten. Ich finde, hier fehlt so einiges, nicht nur an Verständnis, sondern auch an Begriffsklärung.
    1. kann man niemals Bibel und Religion gleichsetzen, obwohl - oder gerade weil - das eine von der Kirche verfolgte Taktik ist.
    2. kann man ebensowenig Bibel und persönlichen Glauben gleichsetzen und
    3. kann man nicht so oberflächlich Märchen abtun wie ich es hier beobachte.

    Märchen sind wahr. Zwar nicht auf der Verstandesebene, sondern auf mehreren anderen Ebenen. Wenn ich blind bin, steht es mir trotzdem nicht zu, zu behaupten, es gebe keine Farbe. Märchen transportieren eine innere Wahrheit, eine Welt, die sich trotz vieler unterschiedlicher Figuren in ein und derselben Person abspielen kann. Das ist keine Frage von Theologie oder Wissenschaft, sondern eher eine von Psychologie im Sinne von SEELENKUNDE.
    All das gilt für den Bereich von Mythologien, Mythen, Sagen und vieler Berichte der sogenannten Weisheitsbücher der Welt. Zu diesen zählen neben der Bibel eben beispielsweise auch die Bhagavadgita, die Upanischaden und Veden, nebenbei gesagt auch das Kamasutra, es zählen dazu das Popol Vuh (Maya), der Koran, der Talmud, die Kabbala und noch so diese oder jene Ableger all der Genannten.
    Sie transportieren i n n e r e Wahrheiten, die sie anhand von äußeren Bildern deutlich machen. Und zwar kann man niemals von e i n e r, a b s o l u t e r, o b j e k t i v e r Wahrheit reden, sondern immer von bestimmten Gegenbenheiten, die in einer bestimmten Zeit in einem bestimmten Umfeld, im Zusammenhang mit einer bestimmten Person gelten. D. h., diese Bücher - die Bibel ist eben nur eines davon - dienen dem Menschen, der sich entwickeln will, der wachsen und seine Fähigkeiten erweitern will, als Wegweiser. Nun gilt ein Wegweiser immer nur bis zu der Stelle, an der ein anderer mit seinem Geltungsbereich beginnt.
    Deshalb könnte ein Mensch in der Bibel lesen und es hilft ihm, in seinem persönlichen Umfeld in diesem Augenblick vorwärts- und weiterzukommen. Für einen anderen kann die gleiche Bibelstelle Gift oder wenigstens unbrauchbar sein, weil er gerade einen anderen Wegweiser braucht.
    Die Sache mit Wissenschaft in Beziehung zu setzen, bewegt sich - mit Verlaub - an der äußersten Oberflächlichkeitsgrenze.
    Wichtig wäre nur: Es bedeutet nichts, was irgendjemand über die Bibel oder eines dieser Bücher und deren Inhalt predigt oder interpretiert. Sondern nur das hat Sinn, was tatsächlich zu mir spricht.
    Das sind Ebenen außerhalb jeglicher Wissenschaft, die mit Messbarkeit herangeht. Aber wir akzeptieren ja auch andere Größen, die außerhalb liegen, z. B. Vertrauen, Liebe, Abneigung, Zorn, all diese psychischen Geschichten, die nicht materiell mess- und sichtbar sind, wohl aber erfahrbar. Und BIBEL ist zwar ein Sammelsurium, aber in bestimmten Teilen sehr wohl erfahrbar.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Holla, rosi,

    nachdem ich auf Dein Profil geklickt habe, muss ich Dich einfach mal grüßen. Es gibt nicht so viele Frauen, die auch Skat und Fußball spielen, und auch Deine Webseite fand ich hinreichend interessant.

    Obwohl mein Auf- und Abtauchen in diesem Forum bestimmt sehr wechseln wird, von mir ein besonderer Gruß!

    nanabosho

    Auch ich möchte mich hier einschalten und Larahs Meinung unbedingt unterstützen!

    Man bedenke, dass es schon alle möglichen Berechnungen eines voraussichtlichen "Weltendes" gegeben hat, die alle auf scheinbar fundierte Inschriften, Prophezeihungen, Visionen, Berechnungen usw. zurückzuführen gewesen wären, und doch ist das, was tatsächlich geschehen ist, kaum irgendwie spektakulär gewesen. Solche Daten eignen sich ebenfalls wunderbar, um Menschen zu manipulieren. Darin zeigt sich auch schon die von Larah angesprochene "Fahrlässigkeit".
    Kürzlich sah ich den Film "Der Nebel" nach einem Roman von Stephen King. Auch darin sehr bezeichnend, wie schnell Menschen in Panik geraten und dadurch mehr Schaden anrichten als ein "Unglück von außen" überhaupt anrichten könnte. Und wie stark man Menschen eben auch gerade durch Berichte und Voraussagen, die leicht Angst auslösen können, manipulieren kann.
    Deshalb rate ich in solchen Fällen immer zur Gelassenheit und das HEUTE zu tun, womit ich HEUTE mir selbst und der Menschheit am besten tue.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Zitat von sooma

    Aber eigentlich ist ja die ganze Welt ein riesengroßer Barfußpark...;-))


    [/quote]

    Nun ja, sooma,

    als häufiger Barfußläufer und sogar FKK-Bader muss ich doch sagen, dass das ein wenig übertrieben ist. So gibt es Gegenden, wo der Boden von Minikakteen übersät ist und es zumindest etwas fakirischer Übung bedarf, um da problemlos barfuß entlang zu gehen. Auch eine extrem sonnenerhitzte Asphaltstraße ist für die nackte Fußsohle wahrlich nicht angenehm. Für Stadtbewohner mag es überhaupt einige Bedenken geben, zumal sie wissen müssen, dass dann kein Schutz mehr zwischen ihrer Haut und einer Tretmiene besteht.
    Nichtsdestoweniger ist Barfußlaufen in sehr, sehr schönes Gefühl, weil eben überhaupt erst mal Gefühl. Wer irgend kann, sollte es tun. Wahrhaft gesundheitsfördernd ist meiner Meinung nach aber erst b e w u s s t e s Laufen.
    Da die meisten von uns aber erst mal aus dem Auto aussteigen müssen, um überhaupt ihre Beine wieder so zu gebrauchen, wie es ursprünglich vorgesehen war, ist BARFUSS natürlich schon ein Wahnsinnsfortschritt.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Zitat von Abraxas

    Anscheind wird über Kolumbien versucht einen starken Druck auf Venezuela auszuüben.
    Das Venezuela der USA ein Dorn im Auge ist, ist ja schon länger bekannt. Vor allem
    seit sie es wagen ihre Rohstoffe für sich selbst nutzen zu wollen und nicht ausbeuten zu lassen.

    Nun, die Sache mit Venezuela ist vielfältig und zwiespältig, Freunde.
    Das behaupte ich, weil einer meiner Freunde schon ein paar Jahre in Venezuela (Caracas) lebt und ich mit ihm noch immer in regem Kontakt bin und weil eine Tochter von mir ein ganzes Jahr in Valencia (Venezuela) zugebracht hat.
    Das venezolanische Volk ist gespalten. Chávez ist vom Typ her vor allem eine Art Elefant im Porzellanladen und so benimmt er sich ständig. Die Idee ist natürlich der Sozialismus nach dem Vorbild Kubas. Dadurch aber gräbt er all denen, die in der Wirtschaft etwas bewegen wollen, genauso das Wasser ab wie den großen Ölkonzernen. (Der Sozialismus wirft immer alles in einen Topf, weil er die Sache von der Idee des Privateigentums aufzieht.) Das führt insgesamt dazu, dass er höchstens 50 Prozent der Bevölkerung hinter sich hat, die Kriminalität in den Städten mindestens ebenso hoch ist wie in Kolumbien und es in regelmäßigen Abständen "Kleinbürgerkriege" gibt, über die keine Zeitung hier berichtet und an die die Leute dort längst gewöhnt sind. - Wenn Chávez Erfolg hat, wird es ein mühevolles Überleben auf der Basis von Msssenarmut geben. Wenn der amerikanische Weg (Kolumbien) Erfolg hat, werden einige Leute sehr reich sein und andere sehr arm wie überall im ungezähmten Kapitalismus. Das ist der Hauptunterschied. - Was Menschen, die etwas aus sich machen wollen allerdings betrifft, so haben sie im Sozialismus überhaupt keine Chance, während im Kapitalismus zumindest die Möglichkeit besteht, durch eine Häufung glücklicher Umstände zu dem Geld zu kommen, das man zur Verwirklichung einiger Träume braucht.
    Mein Freund in Caracas hat mit jemand anderem gerade eine Firma aufgezogen, die ihm einigermaßen das Überleben sichert und ist zusehends von Enteignung bedroht. Wenn er nichts mehr hat, wird das denjenigen, die derzeit ebenfalls nichts haben, nicht helfen. Wenn er e t w a s hätte, bestünde immerhin die Möglichkeit, dass er für einige, die nichts haben, auch Chancen bieten kann.
    Sozialismus, ob à la Fidel Castro und Chávez oder nach anderen Varianten kann überhaupt nur funktionieren, wenn eine Mindestmenge der Menschen ihr Leben nicht mehr vom Haben oder der Angst um Überleben definieren, sondern verstehen, dass es allein ums SEIN geht, und was das überhaupt bedeutet. Saurer Wein wird nicht augenblicklich süß, wenn man ihn in eine leere Zuckerwasserflasche füllt.
    Nichtsdestoweniger haben die USA ihren Einfluss in Südamerika insgesamt verloren und man darf gespannt sein, wohin die Entwicklung dort geht. Ich persönlich glaube sehr stark an einen sich beschleunigenden Niedergang der USA, die jetzt schon kaum noch als Weltmacht ernst genommen werden kann, und an einen Aufstieg beispielsweise Brasiliens als hauptsächlichstem südmaerikanischen Vertreter. Gesellschaftsstrukturen verändern sich aber nur, wenn sich e r s t der Mensch ändert.
    Marx' eigentlicher Trugschluss bestand darin, dass der Mensch durch die Produktionsverhältnisse sozusagen geformt wird und das ist nur sehr, sehr bedingt der Fall.
    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Zitat von nette_nachbarin

    Sich über Partnerschaft und Sex zu stellen finde ich nicht meisterhaft :)

    Na, holla, nette nachbarin,

    ein wenig Ironie solltest Du aber schon verstehen können als Moderatorin der Humor-Abteilung...

    Trotzdem hat der alte Bhagwan Sri Rajneesh, genannt Osho, mehrmals behauptet, man könne zumindest über Sex hinauswachsen, die herkömmliche Partnerschaft inbegriffen. So wie ich informiert bin, war er nicht der Einzige. Irgendwas muss da auch dran sein, schätze ich.

    Herzliche Grüße,
    nanabosho