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    Wolfszeit
    Regie&Buch: Michael Haneke Kamera: Jürgen Jürges Darsteller: Isabelle Huppert, Maurice Benichou, Lucas Bicombe, Patrice Chèreau Béatrice Dalle Produktion: Österreich/F, 2003 Länge: 113 min Fassung: 35 mm, DF

    Wolfszeit ist der vierte Film mit dem Michael Haneke auf den Filmfestspielen von Cannes vertreten war. Dieser Film handelt von einer Gruppe von Menschen, die nach einer nicht weiter definierten Katastrophe zufällig zusammenfinden.
    Zunächst beginnt alles ganz harmlos: Anna (IH) fährt mit ihren beiden Kindern und ihrem Mann ins idyllische Wochenendhäuschen. Dort hat sich allerdings bereits eine Flüchtlingsfamilie einquartiert und der fremde Mann erschießt Annas Ehemann, woraufhin diese gemeinsam mit ihren Kindern flüchtet. Nach langem Herumirren findet die Familie schließlich Unterschlupf in einem verlassenen Bahnhof, der als Flüchtlingsauffanglager dient. In dieser Zeit der Ausnahmesituation, in der es keine fest verbindlichen Strukturen gibt, entsteht Brutalität, große Unsicherheit und Resignation. Es ist aber auch eine Zeit der Mythen, man erzählt von Menschen, die wie Propheten ins Feuer gehen....
    Ohne jegliche Effekthascherei gelingt Haneke ein fesselndes Bild vom Verhalten einer Gruppe, die in der Ungewissheit lebt. Ein beunruhigender Film, der aber vor allem in Hinblick auf die Kinder eine gewisse Hoffnung vermittelt.


    Ein absolut bedrückender,sehenswerter Film !
    Der "Kenner" wird auch mit dem Begriff Wolfszeit etwas anfangen können,Sowelu.

    Bericht von der Herbsttagung 1978 der Mufon-CES in der
    Universitaet Tübingen

    Hrsg. Illo Brand, Mufon-CES

    Das Ende des Abschnitts 4.2 fehlt, ebenso wie der ganze
    Abschnitt 4.3. Sie enthalten weitere Beobachtungen von
    Lichtkugeln, Silberscheiben u.ae.
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    Die Aera der "Foo-Fighters" und "Kraut-Bälle" von 1941-1945
    von Dipl.-Ing. Adolf Schneider

    4.1 Allgemeine Beschreibung und erste Pressemeldungen

    Im Zweiten Weltkrieg tauchten an mehreren Fronten eigenartige
    Flugapparate auf, die bis heute von den Militaerhistorikern
    nicht identifiziert werden konnten. Es handelte sich meist um
    rote oder goldene Kugeln, welche von der US-Luftwaffe den Namen
    "Foo-Fighters" (vom französischen "Feu" = Feuer) erhielten.
    Britische Nachtjäger hielten die "Krautbälle", wie sie jene
    Erscheinungen nannten ("Kraut" war ein Spitzname für Deutsche),
    für eine Spezialentwicklung des Dritten Reiches zur Täuschung
    gegnerischer Abwehrsysteme.

    Der ehemalige US-Luftwaffenoffizier William Coleman, einstiger
    Sprecher für das Projekt "Blaubuch", erinnert sich sehr gut an
    diese Objekte: "Es waren große, leuchtende Diskuskörper, die
    aber keineswegs feste Formen aufwiesen, sondern mehr wie
    atmosphärische Leuchtphänomene wirkten. Sie begleiteten
    häufig unsere Bomberstaffeln. Wenn wir auf sie zuflogen, wichen
    sie aus. Kehrten wir zurück, dann waren sie wieder da. Die
    Dinger beunruhigten uns mehr und mehr, doch keiner von uns fand
    eine Erklärung für die Herkunft und die Flugtechnik dieser
    'Apparate'." (Coleman 1978 ).

    Als der Krieg in Europa seinem Ende zuging, tauchten die Objekte
    auch über dem pazifischen Kriegsschauplatz auf. Über Truk, im
    mittleren Pazifik und über Japan erlebten einige Besatzungen
    der B-29-Bomber, wie die Feuerkugeln von unten herausschossen,
    über den Leitwerken der Bomber schweben blieben und dabei die
    Farben von Rot über Orange, Weiß und wieder auf Rot
    wechselten. Wie schon über Deutschland, so zeigten diese
    geheimnisvollen Feuerkugeln auch hier im Fernen Osten keinerlei
    Angriffsabsichten. Sie waren einfach da und waren offensichtlich
    nur neugierig. Selbst mit Hoechstgeschwindigkeiten war diesen
    Kugeln nicht zu entkommen:

    Einmal, des Nachts, zog eine B-29 steil hoch in eine
    "Wolkenbank, um einen dieser 'Begleiter' abzuschütteln, aber
    als sie oben aus der Wolkenbank herausstieß .... da war die
    Kugel immer noch dicht hinter ihr." Der Pilot meldete später,
    die Kugel hätte einen Durchmesser von etwas über einem Meter
    gehabt. Sie glühte eigenartig phosphorfarben und hatte
    keinerlei hervorstehende Teile, wie Flügel oder Flossen.

    So wie über Deutschland die Deutschen diese Feuerkugeln gesehen
    und für neuartige alliierte Waffen gehalten haben mussten, so
    schienen auch im Fernen Osten die ebenfalls verwirrten
    japanischen Piloten diese Dinger für geheime Kampfmittel der
    Amerikaner oder Russen gehalten zu haben.

    Leutnant Roman Sobinski, späterer Kommandant eines Bombers der
    301.RAF-Staffel, berichtet über die Sichtung einer runden
    Scheibe am 25. März 1942, die dem Bomber um Mitternacht auf dem
    Rückflug von einem Bombenangriff auf Essen etwa 5 Minuten über
    der Zuidersee in Holland folgte. Der Heckschütze hatte sie
    zuerst entdeckt und erhielt - als sie sich dem Flugzeug näherte
    - von Sobinski den Befehl: "Feuer frei!". Die Scheibe wurde
    offensichtlich mehrmals getroffen, zeigte aber keine Wirkung.

    Das Objekt glühte orangefarben, befand sich in einer Höhe von
    zirka 4500 Metern und war 100 bis 200 m vom Flugzeug entfernt.
    Seine Geschwindigkeit wurde auf rd. 300 km/h geschätzt. Es
    verschwand plötzlich mit schätzungsweise 1600 km/h in der
    Ferne (Creighton 1962).

    In der Presse erschienen erst ab Ende 1944 Meldungen über die
    seltsamen Flugkörper. So druckten etwa die "New Orleans Item"
    und der "Washington Star" ein Telex der Associated Press ab, das
    folgenden Wortlaut hatte:

    "(Associated Press) Paris, 13. Dezember. Da die Alliierten an
    der Westfront weitere Fortschritte machten, haben die
    Deutschen ein neues Mittel in den Kampf geworfen -
    Rätselhafte, silberne Kugeln, die in der Luft schwimmen.
    Piloten berichten über Sichtungen dieser Objekte die einzeln
    oder in Trauben auftreten. (Der Zweck dieser "Schwimmer" ist
    nicht ganz klar. Es ist möglich, dass es sich um ein neues
    Luftabwehrmittel oder eine Abwehrwaffe handelt.)"

    Auch die "New York Times" berichtete über die Phänomene unter
    der Schlagzeile "Floating Mystery Ball is New Nazi Air Weapon"
    (Dec. 14, 1944).

    Floyd Thompson, ein persönlicher Freund und Geschäftspartner
    des bekannten amerikanischen UFO-Forschers Raymond E. Fowler,
    erinnert sich an die Zeit des Zweiten Weltkrieges, wo er als
    Ingenieur und Jaeger- bzw. Bomber-Pilot diente. Während einer
    seiner Einsätze über Italien wurde seine Staffel von einem
    weisslichen ovalen Objekt verfolgt. Als die Flugzeuge einige
    Schleifen flogen und auf die Öffnung eines Lochs in der dichten
    Wolkendecke warteten, blieb das unbekannte Objekt über der
    Bomberstaffel schweben. Nachdem die Flugzeuge schließlich ihren
    Auftrag erfüllt hatten, gruppierten sich die Maschinen neu und
    flogen in verschiedenen Formationen ab, um möglichen
    feindlichen Jägern wenig Angriffsflaeche zu bieten. Der
    unidentifizierbare Flugkörper schien auch jetzt noch alle
    Bewegungen der Staffel zu verfolgen. In den gegenseitigen
    Funkgespraechen der Piloten sprach niemand davon. Erst nach der
    Landung machten einige gegenüber dem Geheimdienst der Luftwaffe
    Aussagen, als sie gezielt danach befragt worden waren. Von sich
    aus wollte offenbar keiner darauf zu sprechen kommen, wohl aus
    Angst, als Halluzinant eingestuft zu werden (Fowler 1974).

    4.2 Metallische Scheiben und zigarrenfoermige Apparate

    Die Flugobjekte, die während des Zweiten Weltkrieges gesichtet
    wurden und die bis heute unidentifiziert geblieben sind, hatten
    teilweise auch linsen- und zylinderaehnliche Formen. Eine
    Auswahl solcher Beobachtungen ist in diesem Abschnitt
    zusammengestellt.

    Der erste Report stammt von Zivilisten aus Italien, waehrend die
    uebrigen Berichte ab 1942 von militaerischer Seite geliefert
    wurden.

    Am 15. September 1940 erlebten mehrere Gaeste des Lokals "La
    Trattoria al Bosco" in der kleinen Stadt Brugine, Provinz
    Padua/Italien, ein bemerkenswertes UFO-Schauspiel. Es war gegen
    22.30 Uhr, als ploetzlich das elektrische Licht ausging. Über
    den Koepfen der bestuerzten Gaeste schwebte lautlos ein enormes
    linsenfoermiges Objekt. Andreina Zatti, die damals 7jaehrige
    Tochter des Verwalters, kann sich heute noch genau an die
    Einzelheiten erinnern. Waehrend das Objekt laenger als eine
    Minute ruhig über der Gartenschenke schwebte, begann sich
    allmaehlich sein Farbton zu veraendern. Zunaechst war das Ding
    weiss, dann wurde es gelb, blau, violett, um danach eine
    orangene und schliesslich eine rote Farbe anzunehmen. Deutlich
    war auch ein weissgoldener Lichthof zu sehen mit weissen
    faserartigen Strukturen, die sich staendig bewegten. Der
    Durchmesser duerfte schaetzungsweise zwanzig Meter betragen
    haben.

    Die unmittelbaren Zeugen wurden schliesslich von einer panischen
    Angst gepackt. Einige von ihnen krochen unter die Tische, andere
    vermochten sich vor Schreck nicht von ihren Plaetzen zu ruehren.

    Die junge Andreina, die sich als einzige nicht gefürchtet
    hatte, kann sich noch genau an die Reaktionen der Leute
    erinnern: Ihre Mutter hatte damals ihren Kopf mit den Haenden
    bedeckt, waehrend die meisten Gaeste nach oben schauten, ohne
    dabei ein Wort zu sagen. Es herrschte eine bedrueckende Stille,
    umso mehr als kurz zuvor noch laute Wirtshausreden gefuehrt
    worden waren. Nach einer Weile setzte sich die Maschine langsam
    in Bewegung und flog horizontal in Richtung Norden weg. Nach
    wenigen Sekunden war der Flugkoerper verschwunden, und zugleich
    kehrte der elektrische Strom zurück (Boncompagni 1974).

    Gordon Creighton, ehemaliger Diplomat aus England, war im Jahre
    1941 als erster Sekretaer der britischen Botschaft in China
    angestellt. Er machte damals mit einigen Begleitern einen
    Spaziergang an den Ufern des Jangtsekiang, als die Gruppe
    ploetzlich eine "Fliegende Untertasse" sah. Es war zwei Uhr
    nachmittags, also am hellichten Tage. Creighton war sehr
    beeindruckt und vermutete dass das Objekt aus einer anderen Welt
    stamme ... (Bourret 1977).

    Im 'Bulletin des Liaisons Saboriennes' erschien im Dezember 1953
    ein Bericht über eine bemerkenswerte Geschichte, welche sich im
    April 1942 über dem Fort Quallen abgespielt haben soll. Der Ort
    liegt in der Gegend von Adrar-En-Abnet mitten in der
    Sahara-Wueste, 170 Meilen suedlich von Aoulef und nur 100 Meilen
    vom Noerdlichen Wendekreis entfernt. 1942 waren dort zehn
    Kamelreiter, zwei Funker und ein Meteorologe namens Martin
    stationiert.

    Am 4. April jenes Jahres traf dort eine Abteilung Soldaten unter
    dem Kommando von Kapitaen Louis Le Prieur ein. Sie kamen aus
    suedlicher Richtung und wollten drei Wochen in Fort Quallen
    bleiben.

    "Wir waren erst einige Tage dort", erzaehlte der Kommandant,
    "als der Meteorologe eines Morgens auf mich zukam und mir einen
    merkwuerdigen 'Planeten' am taghellen Himmel zeigte. Das Objekt
    sah wie ein kleines Aluminium-Stueck aus. Als wir das Ding mit
    unseren Feldstechern, Teleskopen und Theodoliten naeher
    betrachteten, kamen wir zu der Überzeugung, dass es etwa 15.000
    bis 18.000 Fuss hoch gewesen sein musste. Das metallisch
    schimmernde Objekt blieb staendig an der gleichen Stelle, drehte
    sich jedoch in acht Stunden dreimal um die eigene Achse, wie
    Messungen mit dem Theodoliten ergaben. Seltsamerweise war das
    Objekt am zweiten Tag an der gleichen Stelle zu sehen, am Morgen
    des dritten Tages jedoch gaenzlich verschwunden."

    Louis Le Prieur sandte ein Telegramm an die meteorologischen
    Experten in Algier und berichtete über die Beobachtung seiner
    etwa 40 Leute. Einige Zeit spaeter kam nach Beratung mit
    Fachleuten der Universitaet Algier die "Erklaerung" für das
    Phaenomen: Das gesichtete Objekt sei nichts weiter als der Stern
    Wega gewesen. Diese Antwort verblueffte die Zeugen und wurde von
    den meisten als unwahrscheinlich zurückgewiesen. Denn Sterne
    bleiben nicht zwei Tage lang am selben Punkt des Himmels stehen.
    Eine sinnvollere andere Erklaerung wusste jedoch auch niemand
    anzubieten (Michel 1967).

    Ein deutscher Infanterist, der im August 1942 an der russischen
    Front in dem Gebiet von Tula, 200 km sublich von Moskau,
    eingesetzt war, erinnert sich an eine merkwuerdige Begebenheit.

    Sie ereignete sich im Laufe eines schweren Rueckzugsgefechtes,
    als die Truppen staendig in Zelten naechtigten und alle 7 bis 10
    Tage die Front zurückverlegen mussten. Das genaue Datum war
    nicht mehr zu erfahren, doch muss sich das Schauspiel etwa gegen
    14 Uhr an einem warmen, leicht nebligen Tag abgespielt haben.
    Der Himmel war von leichten Hoehenwolken bedeckt, und es wehte
    eine schwache Brise. Der Schwiegersohn des Infanteristen, J.
    Burns BSc., der heute in Stonehouse, Lanarkshire (Schottland)
    lebt, zitiert aus einem Brief des ehemaligen deutschen Soldaten:
    "Waehrend des Zweiten Weltkrieges hatte ich über der russischen
    Front das seltsamste Objekt meines Lebens gesehen. Am bewoelkten
    Himmel erschien damals unvermittelt ein gewaltiges
    zigarrenfoermiges Schiff, das einem Zeppelin aehnelte, jedoch
    dicker und rundlicher an der Vorderfront war. Es hatte einen
    mattsilbernen Farbton und blieb mindestens eine Minute lang
    unbeweglich am Himmel stehen, Fenster, Bullaugen oder irgendeine
    Passagiergondel waren nicht auszumachen. Besonders ungewoehnlich
    war die voellige Geraeuschlosigkeit der Maschine. Das Ding
    schoss ploetzlich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit nach
    oben und war innerhalb von Sekunden ausser Sicht. Dies alles
    spielte sich voellig lautlos ab, und nirgendwo waren
    Kondensstreifen zu erkennen."

    Bei der Diskussion mit den etwa 20 Kriegskameraden, die das
    Objekt ebenfalls beobachtet hatten, konnte sich keiner einen
    Reim auf das Gesehene machen. Obwohl das Ganze mehr wie ein
    "Wunder" eingestuft wurde, meldeten die Soldaten die Sichtung
    ihrem Kommandeur mit der Vermutung, es konnte sich vielleicht
    doch um eine neue russische Waffe gehandelt haben. Das Objekt
    soll eine geschaetzte Groesse von etwa 300 Metern Laenge und
    eine maximale Dicke von rund 100 Metern gehabt haben (doppelt so
    breit wie das einstige Hindenburg-Luftschiff). Der Rumpf
    erschien ausserordentlich glatt und ohne jede Markierung.
    Aufgrund zusaetzlicher Daten liess sich mittels einfacher
    Triangulation die ungefaehre Hoehe und Entfernung des Objektes
    errechnen: Hoehe ca. 1000 m, Distanz ca. 1300 m (Fehler bis 40%
    moeglich) (Burns 1978 ).

    In einer ausfuehrlichen Recherche über mysterioese Flugobjekte
    waehrend des Zweiten Weltkrieges schildern die Autoren Jerome
    Clark und Lucius Farish ein Ereignis, das sich oestlich von
    Neuguinea abgespielt hatte. Stephen J. Brickner, Feldwebel in
    der 1. Marinedivision biwakierte mit seiner Schwadron auf der
    Insel Tulagi, die westlich der Insel Guadalcanal in der
    suedlichen Solomonsee liegt. Man schrieb den 12. August 1942.

    Es herrschte tropisches Wetter, und der Himmel war mit weissen
    Schaefchenwolken überzogen. Brickner stand am Rand des
    Schuetzengrabens und putzte seine Waffe. Etwa gegen 10 Uhr
    heulten ploetzlich die Sirenen los, obwohl zuvor keine
    'Condition Red' gegeben worden war. Der Feldwebel sprang sofort
    in seinen Schuetzengraben und legte sich flach auf den Ruecken.

    Hoch oben am Himmel hoerte er ein starkes Brausen, welches in
    keiner Weise mit dem Geraeusch japanischer Maschinen zu
    vergleichen gewesen war. Sekunden spaeter sah Brickner eine
    Formation von silberglaenzenden Objekten direkt über sich.

    "Damals befand ich mich in einem gefuehlsmaessig stark
    angespannten Zustand. Es war mein fuenfter Tag des
    Fronteinsatzes in der Marine. Alles, was sich in der Luft
    zeigte, hielten wir zunaechst für feindliche japanische
    Maschinen. Doch diese Objekte flogen hoch über den Wolken,
    viel zu hoch, um unsere kleine Insel bombardieren zu koennen.
    Ein Kamerad rief aus einem nahegelegenen Schuetzengraben, dass
    die Japaner wahrscheinlich unsere Flotte ausmachen wollten.
    Etwas machte mich allerdings stutzig: Die Formation war
    gewaltig gross, ich schaetzte etwa 150 Objekte. Ihre Anordnung
    entsprach nicht den ueblichen V-Gruppen mit 25 Flugzeugen.
    Vielmehr flogen sie in geraden Linien, wobei jeweils 10 bis 12
    Objekte zusammenwaren, eines hinter dem anderen. Die
    Geschwindigkeit lag ein wenig hoeher als bei japanischen
    Maschinen, und die Dinger kamen relativ bald ausser Sicht.
    Irgendwelche Fluegel oder Ruder am Schwanz waren nicht zu
    beobachten. Jedesmal, wenn sie leicht in der Luft schwankten
    und zur Seite kippten, schimmerten sie strahlend hell in der
    reflektierten Sonne. Ihre Farbe glich hochpoliertem Silber.
    Natuerlich fielen keinerlei Bomben herunter. Alles in allem,
    es war ein Spektakel, das mir damals am meisten Furcht
    eingejagt hat und mich heute noch erschreckt, wenn ich daran
    zurückdenke." (Clark/Farish 1975, S.44/45)

    Ein sehr ausfuehrlicher Bericht stammt von Robert Visarius aus
    Andernach, einem kriegsverletzten frueheren Luftwaffenoffizier.
    Im Jahre 1921 geboren, absolvierte er Volksschule, Gymnasium,
    Abitur, Medizinstudium, war von der Schulbank weg Soldat und
    wurde sofort als Fachmann für akustische und spaeter
    elektrische Ortung ausgebildet. Als Zivilist bereits Flieger,
    interessierte er sich besonders für die Nachtjagd. Im Zweiten
    Weltkrieg war er an allen kritischen Fronten dabei, wurde
    zweimal verwundet und geriet in Gefangenschaft der Russen, von
    denen man wusste, dass sie Offiziere abtransportierten, wenn
    diese Spezialisten waren. Als er seine Ausbildung nicht mehr
    verbergen konnte, floh er deshalb, als Krankenschwester
    verkleidet, in seine Heimat, nach Witten an der Ruhr.

    Er schreibt:

    "Im Jahre 1943 war ich zur Verteidigung des Raumes Kassel an
    einem FuMG eingesetzt (heute Radar genannt; dies ist
    bekanntlich eine Abkuerzung für 'Radio Detection and Ranging'
    = Auffindung und Entfernungsbestimmung durch Radio). Nach dem
    Einsatz anlaesslich des Grossangriffes auf Kassel überpruefte
    ich unsere Geraete und erfasste zufaellig einen Gegenstand auf
    etwa 38 km Entfernung. Zunaechst stand er still, bewegte sich
    aber dann mit ungeheurer Geschwindigkeit auf mich zu. Infolge
    mangelnden Interesses der anderen Bedienung verloren wir
    dieses Ziel wieder. Ich habe dann unser Richtgeraet, welches
    ich ja allein bedienen konnte, etwa auf das Ziel ausgerichtet
    und glaube fest, einen silbrig glitzernden Koerper gesehen zu
    haben, der sich aber nach kurzer Beobachtung aus dem
    Gesichtskreis verlor. Um einen versprengten Nachtjaeger hat es
    sich nicht gehandelt, da die errechnete Flughoehe etwa 18.000
    m betragen haben muss. Ein feindlicher Bomber konnte diese
    Hoehe ebenfalls nicht erreichen. Ein Ballon (Wetterfrosch)
    haette sich nicht so enorm schnell bewegt.
    Bei einer spaeteren Offiziersbesprechung hielt man mich für
    einen Phantasten. Was blieb mir also anders uebrig, als
    absichtlich derartige Erscheinungen kuenftig zu übersehen."

    Um genauere Einzelheiten gebeten, hatte Visarios am 1. September
    1957 dem Schweizer UFO-Forscher Ragaz folgendes geantwortet:

    "Das in der deutschen Wehrmacht verwendete Radargeraet
    arbeitete nach einem anderen Prinzip als diejenigen der
    Alliierten. Das unsrige hatte drei Braunsche Roehren, wovon
    die eine die Entfernung, die anderen beiden Seite und Hoehe
    messen sollten. Bekanntlich war mit dem FuMG eine Reihe
    anderer Geraete verbunden, die den Abschuss eines
    Feindflugzeuges erleichtern sollten. So steuerte mein Geraet
    im Raume Kassel allein 4 Scheinwerfer von 1,50 bis 2 Metern
    Durchmesser und gab die Werte über ein Flak-Umwertgeraet
    'Malsi' an alle moeglichen Dienststellen (Kanonen-Batterien,
    Kommandostaende und Einsatzleitung der Flakgruppe 'Kurhessen'
    in Kassel) weiter. Mein Geraet (FuMG 39 TD), Einsatzraum
    Nordost, musste alle von Norden anfliegenden Flugzeuge
    erfassen. War dies geschehen, leiteten wir unsere Werte
    ausserdem an die Nachtjaeger, welche die Flugzeuge dann mit
    ihrem eigenen Lichtensteingeraet auffassen mussten. Unsere
    Werte mussten aber dem Jaeger zuerst den Standort des
    Flugzeuges angeben.

    Wie konnte ich nun einen silbrig glaenzenden Flugkoerper
    beobachten?

    Es war nach einem Alarm in der Zeit der Grossangriffe auf
    Kassel (Oktober 1943). Die Masse der Feindflugzeuge war
    bereits verschwunden. Unsere Aufgabe bestand darin, den Himmel
    nach Nachzueglern abzusuchen, die nach Landung der Nachtjaeger
    von der Flakartillerie abgeschossen werden sollten. Die
    Feindflugzeuge warfen zu unserer Irrefuehrung Metallfolien ab
    (Dueppel). Ein Schwarm solcher Dueppel brachte auf unseren
    Geraeten Zeichen, die oftmals von denen eines Flugzeuges nicht
    zu unterscheiden waren. Unsere Geraete waren zur
    Unterscheidung mit Zusatzgeraeten ausgeruestet, die akustische
    Zeichen gaben (Nuernberggeraet) oder auf optische Weise
    (Taunuslaus) eine Unterscheidung moeglich machten. Ausserdem
    gehoerte zu jeder 'Stellung' ein ausserordentlich starkes
    Flakfernrohr. Damit konnte von erfahrenen Nachtbeobachtern
    ebenfalls ein Flugzeug geortet werden, wenn die allgemeine
    Richtung durch Radar bekannt war. In Zusammenarbeit mit meinem
    Vater hatte ich privat ein Zusatzgeraet entwickelt, welches es
    mir ermoeglichte, auch umgekehrt das Radargeraet mit dem
    Flakfernrohr gleichzurichten, wenn der Nachtseher nur die
    Richtung, aber nicht die Entfernung feststellen konnte.

    Da ich selbst in der Regel nicht an den Braunschen Roehren
    stand, leitete ich den Einsatz mittels Flakfernrohr und einem
    Kehlkopfmikrophon, stand also telefonisch mit meinen
    Radarleuten jederzeit in unmittelbarer Verbindung. Zu bemerken
    ist noch, dass ich stets ein ausgezeichnetes Fernauge hatte.

    Insbesondere das Nachtsehen ist gut entwickelt, noch besser
    aber die 'Adaption' oder Dunkelanpassungsfaehigkeit.

    In der besagten Nacht also drehte sich das FuMG langsam um die
    eigene Achse und ich folgte mit dem Flakfernrohr. Waehrend ich
    den Luftraum (wohlgemerkt o h n e Scheinwerfer!) absuchte,
    erblickte ich ploetzlich im Sternengewirr einen silbrigen
    Gegenstand. Ich konnte natuerlich die Entfernung nicht
    feststellen und liess das FuMG darauf einrichten. Das 'Etwas'
    wurde auch prompt aufgefasst und die Entfernung mit etwa 40 km
    angegeben. Da der Hoehenwinkel des FuMG aber über 70 Grad
    anzeigte, hatte das Flugzeug aber über 20 km hoch sein
    muessen. Ich versuchte zu korrigieren, aber es war einfach
    keine andere Loesung zu erreichen. So liess ich sofort den
    Abteilungsgefechtsstand anrufen, um auch die anderen Geraete
    darauf einrichten zu lassen. In der Zwischenzeit aber
    entfernte sich der Gegenstand mit einer derartigen
    Geschwindigkeit, dass der 'Entfernungsmann' sprachlos war.

    Gleichzeitig wurde der 'Zacken' (der im Sucher anzeigt, dass
    der Radarstrahl auf einen Gegenstand gefallen ist. Red.) immer
    kleiner und verwischt, so dass man ihn schliesslich nicht mehr
    sehen konnte. (40 km ist die Messgrenze des Geraetes; bei
    groesserer Entfernung kann man den Zacken noch sehen, aber der
    Impuls wird sehr schwach.)

    In den naechsten Tagen war meine Beobachtung d a s
    Gespraechsthema der Offizierskonferenz. Leider fand ich nicht
    viel Beifall. Nur mein Kommandeur, der meine Arbeit sehr
    schaetzte, schenkte mir Glauben. Die Erklaerung eines
    Wetterballons allerdings konnte mit der Abfluggeschwindigkeit
    des Koerpers nicht vereinbart werden. In privaten
    Besprechungen legte ich schon damals meine Ansicht dar, dass
    irgendetwas Besonderes vorgelegen haben muesse. Mein Name
    Visarius bedeutet auf Deutsch "der Seher" und man verulkte
    mich damals in recht haesslicher Weise, wobei ich betonen
    mochte, dass andere Kameraden, die meine Beobachtung im
    trauten Gesprach bestatigten, nicht den Mut hatten, sich offen
    zu ihr zu bekennen. Eigenartigerweise wurde ich aber nicht zum
    'schwarzen Schaf', sondern erhielt spaeter im Raume Leipzig
    eine weit groessere Aufgabe mit 4 FuMGs."

    Am 31. August 1954, um 21.15 Uhr, sah unser Gewaehrsmann, der
    vor seinen eigenen Beobachtungen die "Untertassen" mehr oder
    weniger als Schwindel betrachtet hatte, mit seiner Frau vom
    Balkon ihrer Wohnung aus ein orange leuchtendes Etwas wie eine
    Sternschnuppe aus dem "großen Baeren" herunterfallen. Sie
    hielten es auch für eine Sternschnuppe, doch machte es
    urploetzlich eine Kurve, aenderte seine Lichtwirkung und blieb
    in der Luft stehen.

    Wir zitieren Visarius:

    "Es hatte das Licht einer Gasflamme, die nach unten leuchtet.
    Der Flugkoerper setzte sich wieder in Bewequng und zog
    verschiedene Kurven, Im 8fach vergroessernden Nachtglas konnte
    ich ihn etwa fingernagelgross als schirmartig nach unten
    gebogenen Gegenstand erkennen, der gegen abwaerts ein diffuses
    blaeuliches Licht ausstrahlte. Ich konnte den Koerper bei
    langsamer Bewegung waehrend fast 2 Minuten genau beobachten,
    dann flog er ploetzlich mit einer unheimlichen Geschwindigkeit
    schraeg nach oben ab (unter sichtlichem Ausstoss eines roten
    Feuerstrahls, wie aus der Pistole geschossen). Dabei liess er
    ein sonderbares Licht hinter sich, so intensiv, wie ich noch
    keines gesehen habe. (Die blaeulich-weisse Farbe des Schweifes
    ist bei zunehmender Geschwindigkeit in ein grelles,
    leuchtendes Rot übergewechselt.) Da der Himmel mondlos war,
    konnte ich wohl nur die untere Seite des Objektes sehen."

    Durch Indiskretion eines Nachbarn beschaeftigte sich die Presse
    mit dem Fall und schilderte ihn teilweise - ein von dem Zeugen
    zur großenbezeichnung benuetztes Wort entstellt verwendend -
    als "Fliegende Heftzwecke". (Visarius 1958 ).

    Im Maerz 1944 beobachtete der Luftwaffenkadett James E. Emery
    sieben Objekte, die wie Kieselsteine aussahen und in der Naehe
    von Yakima, einer geheimen Atomenergie-Anlage, vorbeiflogen.
    Emery, damals 20jaehrig, wusste nicht, dass er mit seiner
    Maschine an einer hochgeheimen Werksanlage von Hanford
    vorbeiflog. Dort wurde das Plutonium aufbereitet, das für die
    Atombombe bestimmt war, die im folgenden Jahr über Nagasaki
    gezuendet wurde. Heute erinnert sich der Pilot noch recht genau
    an den damaligen Vorfall: "Ich war damals noch ein miserabler
    Anfaenger und befand mich gerade auf einem Überlandflug in
    einer PT-19-Trainingsmaschine.

    Ich flog in etwa 5000 Fuss Hoehe und dachte daran, wie bald ich
    wohl in einem wirklichen Jadgflugzeug sitzen wuerde. Als ich
    mich umschaute, sah ich auf einmal ein halbes Dutzend
    ausserordentlich heller Lichter die sich mir langsam naeherten.

    Die Dinger waren ziemlich klein, nicht mehr als drei Meter im
    Durchmesser. Sie flogen in einer keilfoermigen V-Formation und
    kreuzten den Columbia-Fluss zu meiner Rechten. Ich wurde
    neugierig und begann die Dinger zu verfolgen. Doch gleich darauf
    beschleunigten die Objekte, die nicht weiter als 1000 Fuss
    entfernt waren."

    Emery hatte wenige Tage zuvor einen Trainingskurs absolviert, in
    dem die Piloten auf Spiegelungen, seltsame Wolkenformationen und
    Aehnliches hingewiesen worden waren. So versuchte er, durch
    schnelle Drehungen und Wendemanoever die UFOs aus verschiedenen
    Himmelsrichtungen anzupeilen. Schliesslich war er sich sicher,
    dass die Objekte keine optische Illusion, sondern eindeutig
    reale metallische Objekte gewesen sein mussten (Drake 1977).
    Einige Tage nach der Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944
    will ein Kanonier einen seltsamen Flugkoerper beobachtet haben.

    Er stand an Deck des Kriegsschiffes U.S.S. George E. Badger, das
    ausserhalb der Kueste von Omaha vor Anker lag. Sein Name war
    Edward Breckel. Als er zum Himmel blickte, entdeckte er ein
    dunkles zigarrenfoermiges Objekt, das in etwa 8 Kilometern
    Entfernung am Horizont entlangflog. Das Ding war etwa drei
    Minuten lang sichtbar. Es flog sehr niedrig und war viel zu
    schnell für ein kleines Luftschiff. Irgendwelche Fluegel waren
    nicht zu erkennen.

    Ende August, waehrend der schweren Kaempfe bei Brest in
    Frankreich, sahen zwei Soldaten des 175. Infanterieregimentes
    erneut ein unbekanntes Flugobjekt. Als Angehoerige eines
    Minenleger-Zuges hatten sie sich einige Kilometer ausserhalb der
    Stadt verschanzt. Sie warteten auf die herannahenden Deutschen,
    um einen Gegenangriff zu starten. Die Nacht war still und klar.

    "Ich sah dann ploetzlich dieses seltsame Objekt, das nicht
    schneller als eine Piper-Sportmaschine flog", erzaehlt einer der
    beiden spaeter der NICAP-UFO-Forschungsgruppe. "Als ich den
    ersten Schock überwunden hatte, tippte ich Feldwebel Ness auf
    die Schulter und bat ihn, zum Himmel hoch zu schauen ... Als er
    das Ding entdeckte, stand er vor Verwunderung auf, um besser
    sehen zu koennen." Beide Maenner vergassen damals für Minuten
    das Kriegsgeschehen. "Ich kann bei Gott schwoeren, dass der
    Flugkoerper wie ein rechteckiger Gueterwagen ausgesehen hatte,
    allerdings etwa fuenfmal so gross. Fluegel, Propeller und
    Aehnliches waren nicht zu erkennen. Erstaunlicherweise bewegte
    sich das Ding voellig geraeuschlos auf einer geraden Linie
    dahin. Es flog sicher nicht schnelIer als 90 Meilen pro Stunde.

    Wir sahen dem Objekt lange nach, bevor es über dem Meer
    verschwand. Weder die Deutschen noch die Amerikaner hatten ihre
    Flugabwehrgeschuetze eingesetzt. Einen kurzen Augenblick flog es
    direkt vor der Mondscheibe vorbei, wobei diese momentan voellig
    verbunkelt wurde. (Clark/Farish 1975, S. 47).

    Hieraus ist zu entnehmen, dass das Objekt zu diesem Zeitpunkt
    eine Winkelgroesse von wenigstens 30 Bogenminuten aufgewiesen
    haben muss. Nimmt man die Angaben des Zeugen, der die Laenge des
    Objektes auf fuenffache Gueterwagengroße - etwa 75 m -
    schaetzte, ernst, so errechnet sich die zugehoerige Entfernung
    zu 8,6 km.

    Gerhard Steinhaeuser besitzt den Bericht eines Flaksoldaten, der
    1944 mit seiner Einheit in Polen lag. Damals gab es nirgendwo
    weitreichende Raketenwaffen ausser der deutschen V-2, die aber
    im Westen im Einsatz war. Dieser Mann, der heute in Tirol lebt,
    erzaehlte Steinhaeuser eine Geschichte, die sich zwar so, wie er
    Sie schildert, nicht abgespielt haben kann, denn die
    Zahlenangaben sind zumindest falsch:

    "An einem schoenen Herbsttag 1944 gab es Alarm, wie so oft.
    Die Suchgeraete meldeten ein Objekt in etwa 15.000 Metern
    Hoehe, das sich rasch naeherte. So hoch flog damals keine
    russische Maschine. Der Flugkoerper kam tiefer und naeher. Bei
    etwa 8000 Metern eroeffnete die schwere Flak das Feuer. Die
    Sprengwolken der 8,8-Granaten lagen dicht um das Ding. Es
    wurde nur noch schneller. Die Entfernungsmesser glaubten ihren
    Augen nicht zu trauen und bruellten die gemessenen
    Geschwindigkeiten in die Mikrophone: 2000, 3000, 5000
    Kilometer pro Stunde! Als der rasende Koerper nur noch rund
    2000 Meter hoch war - der Himmel hatte sich indessen bewoelkt
    und das Ding, das rundlich schien, war nur noch undeutlich zu
    sehen - begann die 2,2-Vierlingsflak zu spucken und ihre
    Leuchtfingerspur nach ihm zu strecken. Ohne jede Wirkung. Und
    in dieser Hoehe machte das "Ding" eine Wendung und verschwand
    spurlos. Vor den Augen von nahezu 65 entsetzten Kanonieren.
    Der Vorfall wurde im Strudel des Zusammenbruchs zunaechst
    vergessen." (Steinhaeuser 1971).

    Dipl.-Ing. Wolfram Eisenlohr, Generalingenieur der Luftwaffe
    a.D., dem dieser Bericht zur Begutachtung vorgelegt wurde,
    aeusserte erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Darstellung.

    Seiner Ansicht nach sei die Geschichte des Flaksoldaten in
    dieser Form voellig unglaubhaft, denn bei 5000 km pro Stunde
    wuerde das Objekt schneller gewesen sein als die Flakgeschosse
    selbst. Dr. G. Huemmelchen vom Arbeitskreis für Wehrforschung
    in Stuttgart schreibt, dass das damals bei der Flak verwendete
    Kommandogeraet 40 voellig ausserstande war, Geschwindigkeiten
    von 2000 oder mehr km/h festzustellen. Das Geraet ging bis 150
    m/s oder 540 km/h. Er erinnert sich noch gut, welche
    Schwierigkeiten sie hatten, eine Me 262 anzumessen und zu
    halten. Der Entfernungsmesser an dem Flakgeraet konnte
    überhaupt keine Geschwindigkeiten ermitteln, dafür gab es
    einen besonderen Bedienungsmann (Eisenlohr 1978 /Huemmelchen
    1978 ).

    Eine Rueckfrage bei Gerhard Steinhaeuser ergab, dass der Zeuge
    ein biederer Handwerker oder Bauer gewesen war, der namentlich
    nicht genannt werden wollte. Er kam vor Jahren in die Redaktion
    der "Tiroler Tageszeitung" und erzaehlte seine Geschichte,
    nachdem diese Zeitung zuvor einen anderen UFO-Report gebracht
    hatte. Der Mann erschien durchaus glaubwuerdig, wollte sich auch
    nicht etwa wichtig machen und erhielt keinen Schilling Honorar.

    Der Mann betonte in seinem Bericht vor allem, dass das Objekt
    fast senkrecht auf die Batterie heruntergestossen war, bevor
    diese das Feuer eroeffnete. Es ist natuerlich denkbar, dass er
    sich bei der Wiedergabe der Geschwindigkeiten getaeuscht haben
    konnte. Doch selbst wenn die Abfluggeschwindigkeiten tiefer
    gelegen haben sollten, z.B. bei 1000 bis 2000 km/h, so waere das
    auch schon verwunderlich, da die Russen sicherlich keine
    derartig schnellen Maschinen besessen hatten.

    ---
    Bibliographie

    Bocompagni et.al., 1974: Ufo in Italia. Corrado Tedeschi
    Editore, Florenz, S.71-80
    Bourret, J.-C., 1977: La nouvelle vague des Soucoupes Volantes.
    Edition France-Empire, Paris, S.66-68, 278
    Burns, J., 1978: 1942 Sighting on the russian front. Flying
    Saucer Review, vol.24, no.3, p.5
    Clark/Farish 1975: The mysterious 'Foo Fighters' of WW II. Ufo
    Report, Spring, p.44-47, 64-66
    Coleman, W., 1978: Air Force Spokesman describes personal
    sighting, Mufon Ufo Journal, no.123, Febr.,
    p.4
    Creighton, G., 1962: Foo-Fighters, Flying Saucer Review,
    March/April 1962
    Drake, R., 1977: Top-Secret Nuclear Plant besieged by Ufos. Ufo
    Report, June, p.38-41, 60-64
    Eisenlohr, W., 1978: Brief vom 19.Juli an den Autor
    Fowler, E.E., 1974: Ufos - interplanetary visitors. Exposition
    Press Jericho, New York, p.234
    Huemmelchen, G., 1978: Brief vom 30.August an den Autor
    Michel, A., 1967: The Truth about Flying Saucers. Pyramid Books,
    New York, p.22, 104, 105
    Steinhaeuser, G., 1971: Heimkehr zu den Goettern. Herbig,
    Muenchen, S.106

    Die Aera der "Foo-Fighters" und "Kraut-Baelle" von 1941-1945,
    ab Seite 86 ff.:

    4.4 Elektromegnetische Effekte in der Umgebung der
    'Foo-Fighters'

    In einigen Faellen berichteten die Piloten über Stoerungen
    ihrer Flugzeugmotoren. Wilkins erinnert sich an den Report eines
    amerikanischen Fliegers, der 1944 über der Burma-Strasse
    eingesetzt war. Als dieser eines Tages über das Land flog,
    stoppten ploetzlich alle Propeller, und die Maschine flog
    antriebslos durch die Luft. Hoch über ihm war ein mysterioeser
    Diskus erschienen, aus dem ein Strahlenkegel hellen Lichts
    austrat und sein Flugzeug einhuellte. Nachdem dieser Lichtkegel
    "zurückgezogen" wurde, liefen Motor und Propeller automatisch
    wieder an. Das mysterioese Objekt verschwand ziemlich schnell am
    fernen Horizont (Wilkins 1955).

    Leonard H. Stringfield, der bekannte amerikanische UFO-
    Forscher, beschreibt ein Erlebnis vom 28. August 1945. Wie aus
    seinem Kriegstagebuch hervorgeht, wurde er damals mit einer C-46
    (Nr.304) von Le Sima in der Naehe von Kinawa zum Stuetzpunkt Iwo
    Jima geflogen. Stringfield gehoerte einer Spezialeinheit von 9
    Mitgliedern der 5. US-Luftwaffeneinheit an. Sie hatte die
    Aufgabe, den Flughafen Atsugi in der Naehe von Tokio
    einzunehmen, bevor die ersten Landetruppen einrueckten. Waehrend
    des Fluges, etwa auf halbem Wege, gab es ploetzlich
    Schwierigkeiten mit dem linken Motor. Als das Flugzeug seine
    Nase senkte, Oel spuckte und an Hoehe verlor, schaute
    Stringfield durch eines der linken Bullaugen. Zu seiner
    Überraschung bemerkte er drei unidentifizierbare "Tropfen", die
    ein hellweisses Licht ausstrahlten. Jedes der Dinger hatte eine
    Groesse von einem 10-Cent-Stueck in der Entfernung eines
    ausgestreckten Armes, das entspricht etwa 1,5 Winkelgrad oder
    dreifacher Mondgroesse. Diese tropfenfoermigen Gebilde flogen
    parallel zur C-46-Maschine mit offenbar gleicher
    Geschwindigkeit. Stringfield erinnert sich noch daran, dass die
    unbekannten Flugkoerper in dem Augenblick, als die C-46 wieder
    an Hoehe gewann, zurückblieben und in einer Wolkenbank
    verschwanden. Seiner Ansicht nach konnten die zeitweiligen
    Motorstoerungen mit der unmittelbaren Naehe der "UFOs"
    zusammenhaengen (Stringfield 1957).

    Ralph Blum, Journalist und Autor des Buches "Beyond Earth -
    men's contact with UFOs", zeigte Stringfields Skizze einem
    frueheren Piloten der 415. Nachtjaegerstaffel. Dieser grinste
    und bestoetigte, dass die Dinger, die auch über Europa
    gesichtet wurden, genauso ausgesehen hatten. Blum erfuhr von
    einem Freund, der damals in der 'Technical Intelligence'
    Division der U.S. Strategic Air Force arbeitete, weitere
    Einzelheiten über seltsame Motorstoerungen. Immer wieder
    berichteten Piloten, die von Bombenfluegen nach England
    zurückkehrten, dass ihre Motoren ploetzlich ohne ersichtlichen
    Grund zu stottern angefangen hatten. Spionegeberichte
    bestaerkten die Alliierten in der Vermutung, dass geheime
    Boden-Anlagen die Motoren der Bomberflugzeuge zu stoeren
    vermochten. Berechnung ergaben allerdings, dass zur
    elektromagnetischen Beeinflussung der Zuendanlagen der
    Flugzeugmotoren mehr Energien erforderlich gewesen waeren als
    die gesamte Energieerzeugung in Europa betrug - sofern solche
    Anlagen auf dem Boden installiert gewesen sein sollten (Blum
    1974).

    ---
    Lit.:
    Blum, R.&J., 1974: Beyond Earth: Man's contact with Ufos,
    Bantam, New York, p.66/67
    Stringfield, L.H., 1957: Saucer Post ... (Zeitschr.) 3-0 Blue.
    Cinncinatti, p.7-8
    Wilkins, H.T., 1955: Flying Saucers Uncensored. The Citadel
    Press, New York, p.209

    4.5 - Spekulationen über Geheimwaffen des Dritten Reiches

    Renato Vesco, der eine fuehrende Position in Mussolinis
    Luftwaffe innehatte, ist heute der Überzeugung, dass viele der
    Foo-Fighter-Meldungen eine durchaus reale Grundlage hatten.
    Seine Recherchen ergaben, dass die Deutschen gegen Ende des
    Zweiten Weltkrieges neben der beruehmten V1 und V2 eine Reihe
    weiterer bemerkenswerter geheimer Geraete entwickelt hatten.

    So wurden zum Beispiel in der Naehe der vorausberechneten
    Beruehrungszonen zwischen den Bomberstaffeln und den zur Abwehr
    hochgeschickten Abfangjaegern fluoreszierende Ballons
    unterschiedlicher Groesse aufgelassen. Sie hatten den Zweck, die
    feindlichen Begleitjaeger zu verwirren und sie zum Ausbrechen
    aus ihrer Formation zu veranlassen. In die so entstandenen
    Luecken konnten dann die deutschen Abfangjaeger leichter
    hineinstossen und die schweren Bombenflugzeuge besser treffen.

    Ganze Serien von Ballons wurden eingesetzt, um alle Arten
    metallischer Objekte abzuwerfen mit dem Ziel, das gegnerische
    Radar irrezuleiten.

    Die Befragung von Professor Scherzer vom B.H.F. durch das
    'Combined Intelligence Objectives Sub-Committee' (Report No.
    XXXII-87, London, H.M.S.O., 1945) ergab zum Beispiel, dass der
    Wannsee und der Muggelsee in Berlin, die als Navigationsmarken
    dienten, haeufig durch kuenstliche Flugobjekte so veraendert
    wurden, dass ihre Form auf dem Radarschirm nicht mehr
    identifiziert werden konnte. Ausserdem hatten die Deutschen
    wiederholt ihre "Aphroditen", d.w. spezielle schwarzgemalte
    Ballons, hochgeschickt, aus denen waehrend alliierter
    Bombenangriffe Tausende duenner Aluminiumfolien herausfielen und
    das Feindradar massiv zu stoeren vermochten.

    Im Fruehjahr 1945 hatte das O.B.F. - ein Forschungszentrum der
    Luftwaffe in Oberammergau, Bayern, - ausgedehnte Untersuchungen
    über elektrische Apparate aufgenommen. Die unbemannten
    Flugkoerper sollten bis zu einer Distanz von etwa 30 Metern die
    Zuendanlagen der Flugzeugmotoren beeinflussen koennen, indem
    starke elektromagnetische Felder gepulst ausgestrahlt wurden.
    Die Reichweite sollte noch verdreifacht werden, doch das
    herannahende Kriegsende verhinderte die weitere Durchfuehrung
    dieser Projekte. Als Nebenprodukt dieser Forschungen hatte ein
    anderes Luftwaffenzentrum, das von Speer und der Technischen
    Truppe der SS geleitet wurde, Methoden zur Funkstoerung der
    amerikanischen Nachtjaeger entwickelt. Aus diesen Untersuchungen
    entstand ein hoechst origineller Flugapparat: das Ding war rund
    und gepanzert, es glich in etwa der Form einer Schildkroete.

    Angetrieben wurde der Flugkoerper von einem ebenfalls flachen
    und runden Turbojet-Triebwerk. Im Flug produzierte das Triebwerk
    einen gewaltigen Halo leuchtender Flammen, was dem Apparot den
    Namen "Feuerball" gab. Nach dem Start wurden diese Objekte
    zunaechst durch Funk in die Naehe der Feindflugzeuge gelenkt.
    Infrarotsensoren, die auf die heissen Auspuffgase ansprachen,
    übernahmen die weitere automatische Navigation.

    Der feurige Halo um die Objekte - der durch spezielle
    Zumischungen der Treibstoffe zustande kam - und die chemischen
    Zusaetze, welche die Luft in der naeheren Umgebung zu ionisieren
    vermochten, hatten beachtliche elektrische Stoerfelder zur
    Folge. Speziell entwickelte und besonders geschuetzte
    Klystron-Roehren sendeten ausserdem starke elektromagnetische
    Pulse aus, so dass die feindlichen Radaranlagen massiv gestoert
    wurden.

    Die Planung des Projektes "Feuerball" begann in den
    Flugzeugwerken der Wiener Neustadt sowie in der
    Flugfunkforschungsanstalt Oberpfaffenhofen (F.F.O.). Als sich
    die Russen der oesterreichischen Grenze naeherten, wurden die
    weiteren Arbeiten in Untergrundfabriken der Zeppelinwerke im
    Schwarzwald weitergefuehrt. Die Klystron-Roehren lieferte die
    Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost (F.D.R.P.) in Aach
    bei Radolfszell. Eine Person, die beim ersten Start eines
    "Feuerballs" zugegen war, kann sich noch genau an die
    Flugeigenschaften des Apparates erinnern. Am Tage sah das Ding
    aus wie ein leuchtender Kreisel, der sich um seine eigene Achse
    drehte. Nachts war der "Feuerball" mit einer brennenden Kugel zu
    vergleichen (Vesco 1974).

    Rolf Engel, einer der fuehrenden deutschen Raketeningenieure an
    der Seite Wernher von Brauns und ehemaliges Mitglied im
    Reichsforschungsrat, erinnert sich an ein weiteres Projekt. Ein
    gewisser Professor Ortmann, wissenschaftlicher Beauftragter im
    Reichsluftfahrt-Ministerium, hatte die Idee, gelenkte Raketen in
    einen Bomberpulk zu steuern, wobei diese Raketen explosionsartig
    eine bestimmte Chemikalie ausstossen sollten, die den
    Triebwerken den Sauerstoff wegnehmen und Korrosionsschaeden an
    den Motoren der Flugzeuge herbeirufen konnten (Engel 1979).

    Bemannte "Fliegende Scheiben" waren bereits 1941 von den
    deutschen Wissenschaftlern Schriever, Habermohl und Miehte sowie
    dem Italiener Bellonzo entworfen und deren Konstruktion in
    Angriff genommen worden. Das Habermohl/Schrieversche Grundmodell
    bestand aus einer halbkugelfoermigen Kabine mit einem flachen
    rotierenden Ring, das Miehte zu einer breiten Scheibe mit
    regulierbaren Duesen weiterentwickelte (Lusar 1962).

    Nach einem Bericht, der damals in den Westen durchgesickert war,
    sollen die Techniker des Dritten Reiches am 17. April 1944 einen
    solchen Flugkoerper fertiggestellt haben, der große
    Aehnlichkeit mit den heute bekannten scheibenfoermigen UFOs
    aufwies. Hitler wurde damals ein Bericht überreicht über die
    Erprobung dieser neuen Waffe, die den Namen "Vergeltungswaffe 7"
    oder V 7 erhielt. Der Ingenieur und Oberst der Pioniertruppe,
    Heinrich Richard Miehte schreibt darin u.a.

    "Am heutigen 17. April 1944 ist unter meiner Leitung und in
    Gegenwart von drei Obersten der Luftwaffe über dem baltischen
    Himmel die 'Vergeltungswaffe 7' erprobt worden. Die folgende
    Zusammenstellung enthaelt die allgemeinen Eigenschaften und die
    erzielten Leistungen des Flugkoerpers.

    - Die V 7, ein Überschall-Hubschrauber, der mit 12
    Turboaggregaten der Type BW 028 ausgeruestet ist, hat beim
    ersten Testflug eine Hoehe von 20.803 Metern, beim zweiten
    Aufstieg eine Hoehe von 24.200 Metern erreicht.

    - Am Boden entwickelte der Motor eine Leistung von 5.500 C.V.
    an den Duesen und eine Schubkraft von 2.600 Kilopond; in der
    Luft waren es 5.400 C.V. und 2.900 Kilopond Schub.

    - Als Grundtreibstoff diente Helium. 22 Kubikmeter waren
    ausreichend fur einen Flug von 16 Stunden und 10 Minuten.

    - In Peenemuende erfolgte der Start von einem vertikalen Turm
    aus mit Hilfe einer Zusatzrakete innerhalb von 15,8 Sekunden.

    - Der Apparat koennte im Prinzip auch mit Kernenergie betrieben
    werden."

    Die Entwicklungsarbeiten zu diesem Flugkoerper liefen in den
    Werkstaetten der zehnten Armee in Essen, Dortmund, Stettin und
    Peenemuende, wo auch die Vergeltungswaffen V 1 und V 2 getestet
    wurden (Coppetti 1979). Im 14. Februar 1945 sollen Schriever und
    Habermohl, die beide zuletzt in Prag gearbeitet hatten, mit
    einer solchen Flugscheibe zu einem Testflug gestartet sein und
    in drei Minuten eine Hoehe von 12.400 m und im Horizontalflug
    eine Geschwindigkeit von 2000 km/h - das ist die 1,67fache
    Schallgeschwindigkeit - erreicht haben. Geschwindigkeiten bis zu
    4000 km/h wurden als realisierbar angesehen. Das Werk in
    Breslau, wo Miehte gearbeitet hatte, ist den Sowjets in die
    Haende gefallen. Im ganzen existierten allerdings nur drei
    fertiggebaute Exemplare dieses Typs, die in der Naehe von Prag
    stationiert gewesen sein sollen. Beim Herannahen der Roten Armee
    konnten zwei davon gesprengt werden, das dritte fiel jedoch den
    Russen in die Haende (Lusar 1962).

    Ausserdem sollen die Russen aus dem Breslauer Werk drei
    Ingenieure sowie eine gewaltige Menge von Dokumenten in großer
    Eile nach Kuibizef an der Wolga und spaeter in den Ural gebracht
    haben. Drei weitere der insgesamt sechs Mitarbeiter Miehtes
    leben heute nicht mehr. Miehte selbst konnte sich der
    sowjetischen Gefangenschaft durch eine erfolgreiche Flucht nach
    Kairo mit einer Messerschmitt-Boelkow-Maschine entziehen. Dort
    fand er Aufnahme im Hauptquartier der Arabischen Liga, von wo er
    sich spaeter nach Israel absetzte. Sein Name tauchte dann erneut
    in der Umgebung von Geheimdienstkreisen auf, nachdem er einem
    Journalisten gegenüber einige Erklaerungen abgegeben hatte. In
    diesem Interview soll er einiges über seine Versuchsarbeiten in
    Breslau mit der V 7 erzaehlt haben. Leider konnen westliche
    Raketenexperten die Existenz dieses Projektes nicht bestaetigen,
    wie Marcello Coppetti, italienischer Journalist und Historiker
    des faschistischen Geheimdienstes, herausgefunden hat. Drei Tage
    nach dem erwaehnten Interview erhielt Miehte ein Angebot von der
    großen amerikanischen Firma A.V. Roe de Comp, wo er eine
    Neukonstruktion seiner Flugscheibe versuchen sollte.

    Wie Miehte berichtete, waren die Motoren der V 7 eine
    Weiterentwicklung der BMW 028-Maschinen, die ihrerseits vom
    axialen Turboreaktor M-018 abstammten. Die V 7-Motoren besassen
    einen sechsstufigen Kompressor, eine ringfoermige
    Verbrennungskammer und eine Spezialturbine, die für
    Stratosphaerenfluege entwickelt worden war. Die inneren
    Turbo-Propeller waren mit Einrichtungen zur Nachverbrennung
    ausgelegt. Diese Aggregate, die von einem der Mitarbeiter
    Miehtes in einer Werkstatt in Berlin-Baasdorf aufgebaut und
    getestet wurden, fielen ebenfalls den Sowjets in die Haende.

    Als Treibstoff für die Turboreaktoren diente eine komprimierte
    Mischung verschiedener Stoffe auf der Grundlage von Helium. Die
    externen Gasbehaelter unter dem Flugkoerper hatten eine
    besondere Panzerung erhalten, aehnlich wie bei der Junker 287,
    die mit sechs Raketentriebwerken ausgeruestet war. Einer der
    Mitarbeiter Miehtes, der gegen Kriegsende in russische
    Gefangenschaft geriet, kannte auch die Einzelheiten der
    Bewaffnung der Flugscheibe. Ausser einer Vielzahl kleinerer
    Bomben waren insgesamt 16 bis 18 Kanonen vom Kaliber 20 mm
    vorgesehen. Bei voller Bewaffnung war die Scheibe aber so
    schwerfaellig, dass sie nur in geringer Flughoehe operieren
    konnte. Ohne diese Ausrustung betrug ihr Aktionsradius 66
    Kilometer bei einer maximalen Steighoehe von über 20.000
    Metern. Der Durchmesser des Apparates lag bei 42 Metern. Die
    zentrale Kabine konnte eine Drei-Mann-Besatzung aufnehmen.

    Ein innerer Metallring, auf dem in gleichen Abstaenden die 12
    Turbinen angeordnet waren, drehte sich wie ein Gyroskop um den
    zentralen feststehender, Teil. Wegen der hohen
    Reisegeschwindigkeit und der großen Flughoehe, die der Apparat
    erreichte, bestand er aus hitzebestaendigem Leichtmetall, das in
    besonderer Weise thermisch isoliert war. Zur Starthilfe diente
    eine Fluessigkeitsrakete, die mit fluessigem Sauerstoff und
    Aethylalkohol betrieben wurde. Im Prinzip konnte die Flugscheibe
    jedoch auch wie ein Hubschrauber starten und landen (Coppetti
    1979).

    --
    Bibliographie

    Coppetti, M., 1979: Ufo - arma segreta. Edizione mediterranee,
    S.65-76
    Engel, R., 1979: Moskau militarisiert den Weltraum. Verlag
    politisches Archiv GmbH, Landshut
    Lusar, R., 1962: Die deutschen Waffen und Geheimwaffden des 2.
    Weltkriegs und ihre Weiterentwicklung.
    J.F.Lehmanns Verlag, Muenchen, S.189-191
    Vesco, R., 1974: Intercettateli senza sparare. Mursia Editore,
    Milano, S.95-102

    4.6 Untersuchungen der deutschen und der alliierten
    Geheimdienste

    Waehrend in den britischen Tageszeitungen kein Wort über die
    'Foo-Fighters' erschien, hatte die englische Fuehrung bereits ab
    1943 eine kleine Gruppe von Spezialisten mit der Sammlung und
    Untersuchung dieser Meldungen beauftragt. Diese Organisation,
    eine Abteilung des britischen Geheimdienstes unter dem Codenamen
    'Section T', wurde von dem britischen Generalleutnant Massey
    geleitet. Ihre Gruendung ging auf die Berichte eines
    Doppelspions zurück, der unter dem Kommando des
    Oberbuergermeisters der Stadt Koeln stand. Dieser Agent
    versicherte mehrfach, dass die 'Foo-Fighters' keineswegs eine
    deutsche Erfindung seien, sondern dass die Deutschen vielmehr
    selbst an eine neue Waffe der Alliierten glaubten. Natuerlich
    wussten die Briten, dass davon keine Rede sein konnte.

    Henry Durrant, ein franzoesischer Journalist, erfuhr 1966 vom
    Britischen Luftfahrtministerium, dass das Projekt Massey 1944
    offiziell klassifiziert - d.h. für geheim erklaert - worden
    war. Seltsamerweise wurde der erwaehnte Doppelagent im gleichen
    Jahr denunziert und im Fruehjahr 1944 erschossen (Durrant 1970,
    S. 83).

    Berichte über 'Foo-Fighters' alarmierten in wachsendem Masse
    auch die deutsche Fuehrung. Eine der ersten Meldungen stammt von
    einer geheimen Luftwaffenbasis in Banak, Provinz Finnmark, in
    Norwegen. Am 14. Maerz 1942, um 17.35 Uhr, gab ein Wachposten
    Alarm; die Maenner liefen zu ihren Stellungen, und die Piloten
    stiegen in ihre Maschinen. Durch den Feldstecher war ein
    Flugapparat zu erkennen, der sich lautlos der Luftwaffenbasis
    naeherte. Hauptmann Fischer, ein Zivilingenieur, startete mit
    einer Messerschmitt 109, um den unbekannten Flugkoerper
    abzufangen. In 3500 m Hoehe war er nahe genug herangekommen, um
    eine genaue Beschreibung liefern zu koennen. Die fremde Maschine
    glich einer Rakete von enormer Groesse. Keinerlei Tragflaechen
    oder Oeffnungen waren zu erkennen. Die Laenge duerfte bei etwa
    100 Metern, der Durchmesser bei rund 15 Metern gelegen haben. An
    einem Ende ragten antennenartige Staebe heraus, die vielleicht
    - so schloss man - Radarzwecken dienten. Der in der Luft
    schwebende "Walfisch", wie Fischer das Ding benannte, hielt sich
    zunaechst horizontal. Ploetzlich drehte er sich in die
    Senkrechte, stieg mit hoher Geschwindigkeit aufwaerts und
    verschwand. Der Pilot war voellig überrascht und hielt es für
    ausgeschlossen, dass dieser Apparat von Menschenhand erbaut sein
    koennte.

    Sein Bericht an das Oberkommando der Luftwaffe in Berlin wurde
    von ihm persoenlich sowie vom Kommandanten der Luftwaffenbasis
    unterzeichnet. Das Zentrum der Spionageabwehr in Bozen hat
    diesen Text, der an Admiral Canaris gerichtet war, ebenfalls
    erhalten und ihn an die III. Abteilung des militaerischen
    Abschirmdienstes SIM (Servizio Informazioni Militare)
    weitergeleitet. Als Hermann Goering diesen Bericht zu lesen
    bekam - so will man in Geheimdienstkreisen erfahren haben -
    hielt er die Erzaehlung des Hauptmanns Fischer für unglaubhaft.
    Er meinte, die lange Einsamkeit im hohen Norden habe wohl die
    Neigung zum Halluzinieren beguenstigt. Die Bozener
    Spionageabwehr hatte allerdings in Erfahrung gebracht, dass
    ausser Hauptmann Fischer noch zahlreiche weitere Personen,
    darunter Techniker, Piloten und geschulte Luftbeobachter das
    Objekt beobachtet hatten. Nach dieser Quelle erscheint es kaum
    denkbar, dass alle diese erfahrenen Leute einer
    Massenhalluzination erlegen sein sollen (Coppetti 1979).

    Doch diese Meldung blieb keineswegs die einzige; seltsame
    Objekte sollen auch über den Basen von Helgoland, Hamburg,
    Wittenberg und Neustrelitz aufgetaucht sein. Diese Stuetzpunkte
    wurden am 18. Dezember 1943 der Reihe nach von einem unbekannten
    Flugkoerper überflogen, dessen Durchschnittsgeschwindigkeit bei
    3000 km/h gelegen haben musste. Zwei Focke-Wulf 190-Maschinen
    hatten das Objekt gegen 11.15 Uhr über Hamburg in etwa 12.000
    Metern Hoehe erfasst. Das Ding war zylindrisch und hatte vorne
    eine Spitze wie eine Rakete. Hinten war eine große Oeffnung zu
    sehen, aus der eine Menge konvex geformter Ringe herausschaute.
    Einer der Piloten meldete seine Beobachtungen sofort der
    Bodenleitstelle und verfolgte das Objekt einige Kilometor weit,
    bis der Apparat mit hoher Geschwindigkeit verschwand.

    Etwa zwei Monate spaeter, am 12. Februar 1944, wurde im
    Forschungszentrum Kummersdorf, Berlin, in Gegenwart von
    Reichspropagandaminister Goebbels, SS-Reichsfuehrer Himmler,
    SS-Gruppenfuehrer und Dr.Ingenieur Heinz Kammler und mehreren
    hohen Offizieren eine Versuchsrakete gestartet. (SS-General
    Kammler war am 8. August 1944 zum Sonderbevollmaechtigten
    Hitlers des 'A-4-Raketenprogrammes (V 2)' ernannt worden. Als
    Anfang 1945 die amerikanischen Truppen anrueckten, schickte
    Kammler 500 Spezialisten aus Peenemuende nach Sueddeutschland in
    der Absicht, diese als Geiseln zu benutzen.)

    Nach dem erfolgreichen Start der Rakete am 12.2.1944 sahen sich
    die Experten den Film an, der von diesem Ereignis gedreht worden
    war. Zur Verwunderung aller war auf dem Streifen neben der A-4-
    Rakete ein runder Apparat zu erkennen, der genau zur gleichen
    Zeit aufstieg und die Rakete umkreiste. Man glaubte an eine neue
    Waffenentwicklung des Feindes und holte sich sofort die neuesten
    Informationen der Abwehr. Doch die Agenten von Canaris in
    Grossbritonnien meldeten, dass aehnliche Phaenomene auch über
    den englischen Basen beobachtet worden waren und dass die
    Alliierten selbst an eine Spezialentwicklung der Deutschen
    glaubten.

    Am 29. September 1944 testete ein Versuchspilot in Rechlin-
    Roggenthin einen neuen Messerschmitt-Duesenjaeger. Er stieg um
    10.45 Uhr mit einer ME 262 Schwalbe bis auf 12.000 m Hohe. (In
    Rechlin-Roggenthin war auch die Basis des "Volksjaeger-
    Erprobungskommandos", das von dem Flieger-As, Oberstleutnant
    Heintz Baer, gefuehrt wurde; Baer selbst hatte über 200
    Luftsiege errungen). Ploetzlich sah der Pilot zu seiner Rechten
    zwei leuchtende Punkte. Er flog direkt auf die Objekte zu und
    entdeckte, dass es sich um einen zylindrischen Koerper von etwa
    100 Metern Laenge handelte, der an der Seite eine Reihe von
    Bullaugen aufwies. Von vorne ragten, etwa in der Mitte des
    Apparates, vertikale (metallische?) Staebe nach oben, welche
    Antennen vergleichbar waren. Der Apparat hatte keinerlei Fluegel
    und flog mit etwa 2000 km/h. Der Pilot naeherte sich bis auf
    etwa 500 Meter und konnte das Objekt noch einige Sekunden lang
    studieren.

    Er wurde spaeter ausfuehrlich von einer Spezialabteilung, die
    unter dem Codenamen U 13 operierte, ausgefragt und musste
    detaillierte Skizzen anfertigen. Waehrend dieser Gelegenheit
    soll ein Professor Dr. H. Frazer eine Theorie dargelegt haben,
    nach welcher starke magnetische Felder zum Schutz von
    Flugkoerpern denkbar waren.

    - Die hier zuletzt zitierten Berichte stammen von dem
    franzoesischen Journalisten Henry Durrant, der historische
    Quellen des britischen Intelligence Service, also des Geheimen
    Nachrichtendienstes, benutzen konnte. Rueckfragen des Autors bei
    deutschen militaerhistorischen Instituten brachten bisher keine
    Bestaetigungen. Offenbar blieben diese Berichte der großen
    Mehrheit der Generalstaebe unbekannt und waren nur einem kleinen
    Kreis der Abwehr zugaenglich.

    Ein Gewaehrsmann, der von 1935-1945 als Diplomingenieur in
    Rechlin arbeitete, hatte noch nie etwas von 'Foo-Fighters' oder
    einer Untersuchungsgruppe U 13 geboert. Gleichermassen negativ
    verlief eine Anfrage beim Geschaeftsfuehrer des Arbeitskreises
    für Wehrforschung in Stuttgart (Huemmelchen 1978 ). Auch das
    Bundesmilitararchiv in Freiburg wusste nichts von einem
    Sonderbuero Nr. 13, das zur Untersuchung der 'Foo-Fighter'-
    Meldungen eingesetzt war (Albinus 1978). Rueckfragen bei
    Generalleutnant Dipl.-Ing. Frodl, Generalmajor a.D. Adolf
    Galland (ehemaliger General der Jagdflieger), General a.D. Josef
    Kammhuber (General der Nachtjagd von 1940-1943, Oberbefehlshaber
    der Luftflotte 5 in Norwegen/Nordfinnland von 1943-1944 und
    Generalbevollmaechtigter für Strahlflugzeuge vom Februar 1945
    an bis Kriegsschluss), Dipl.-Ing. Carl Francke (Heinkel-
    Entwicklungschef für die HE 162 und bis zum Kriegsende
    Technischer Leiter der Erprobungsstelle in Rechlin) und
    Dipl.-Ing. Wolfram Eisenlohr, Generalingenieur der Luftwaffe
    a.D., brachten ebenfalls keine bestaetigenden Informationen.
    Sogar Herr General Wehnelt, bis 30. Juni 1976 Stellvertretender
    Befehlshaber der Alliierten Luftstreitkraefte in Mitteleuropa,
    hatte von derartigen Vorgaengen keine Kenntnis erhalten (Frodl,
    Galland, Kammhuber, Francke, Eisenlohr, Wehnelt 1978 ).

    Den einzigen Hinweis lieferte eine Anfrage bei Ingenieur Carl G.
    Henze, Fachschriftsteller für Militarluftfahrt und Wehrtechnik.
    Dieser hatte im Laufe seiner langjaehrigen Taetigkeit bei der
    ehemaligen Luftwaffe zwar von den in Rede stehenden unbekannten
    Flugkoerpern erfahren, wusste aber nichts von einem speziellen
    Buero, das diese Meldungen untersuchte (Henze 1978 ). Einen
    weiteren Anhaltspunkt gab ein Stuttgarter Professor, der frueher
    bei der Abwehr unter Canaris mitgearbeitet hatte. Tatsaechlich
    kannte dieser Prof. Georg Kamper, der eine Spezialgruppe U 13
    aufgebaut hatte. Die Wissenschaftler jener Abteilung betrieben
    selbst Modellentwicklungen und unternahmen Forschungsarbeiten
    informationstheoretischer Art (Hyperspace usw.). Gleichzeitig
    war diese Gruppe mit der Bewertung der Berichte über
    unidentifizierte Flugkoerper gegnerischer Maechte betraut
    (Walter 1979). Auch Rolf Engel, Raketeningenieur,
    Raumfahrthistoriker und Berater im Amt VI der Abwehr unter
    Schellenberg im Jahre 1944, wusste von der Existenz eines
    Sonderbueros 13, ohne dessen Aufgabe naeher zu kennen.

    Der franzoesische Journalist und Historiker Henry Durrant
    berichtet, dass das Sonderbuero Nr. 13 unter dem Tarnnamen
    "Operatian Uranus" arbeitete und aus Flugoffizieren,
    Aeronautikingenieuren und wissenschaftlichen Beratern
    zusammengesetzt war. In den letzten Kriegsjahren hatte die
    Abteilung zahlreiche Berichte, Fotografien und Filme über die
    seltsamen Flugobjekte zusammengetragen. Bei Versuchsfluegen mit
    der Messerschmitt 163, die auch "Komet" oder "Kraftei" genannt
    wurde, soll es in zwei Faellen sogar gelungen sein, enorm große
    "Fliegende Zigarren" aus der Hoehe zu filmen (Durrant 1970,
    S.86).

    Ob diese Behauptungen der Wahrheit entsprechen, ist schwer zu
    beurteilen; Prof. Kamper und andere unmittelbare Zeugen leben
    heute nicht mehr.

    4.7 Erlebnisse von Angehoerigen der Alliierten Streitkraefte in
    Europa

    Nicht nur deutschen, sondern auch alliierten Kriegsteilnehmern
    scheint es vereinzelt gelungen zu sein, die unbekannten
    Flugkoerper zu fotografieren. Leonard Stringfield,
    amerikanischer UFO-Forscher, kennt einen Gewaehrsmann, der eine
    hervorragende Aufnahme eines solchen Objektes gemacht hat.
    Leider liegen diese Bilder bei amerikanischen und britischen
    Geheimdienststellen noch unter Verschluss.

    Mr. "C.J.J." gehoerte 1942 zu einem U-Boot-Verfolgungs-
    Geschwader, das in der Bucht der Biskaya operierte. An einem
    Novembertag bemerkte der Heckschuetze einer Maschine ein
    "massives" Objekt ohne Fluegel, das ploetzlich - wie aus dem
    Nichts - hinter dem Bomber erschien. Aufgeregt informierte er
    sofort den Rest der Mannschaft, unter ihnen auch den Informanten
    Stringfields, der in der Flugzeugkanzel hockte. Einer noch dem
    anderen kletterte in den Beobachtungsstand des Heckschuetzen, um
    das seltsame Objekt zu sehen. Das Ding blieb insgesamt 15
    Minuten lang sichtbar. Sergeant "F.M.B." machte mehrere Fotos
    mit seiner K-20 Kamera. Gegen Ende der Sichtung flog das Objekt
    himmelwaerts, machte eine ploetzliche 180-Grad-Wendung und
    verschwand. Nach der Entwicklung der Aufnahmen zeigte sich, dass
    die Bilder unbrauchbar waren bis auf eines, das mit einem Filter
    aufgenommen worden war. Dieses Bild, das nach den Worten von
    C.J.J. ein perfekter Abzug war, ist bis heute noch nicht
    freigegeben worden (Clark/Farish 1975, S.45)

    B.C. Lumsden, ein Pilot der Britischen Koeniglichen Luftwaffe,
    sah im Dezember 1942 zwei klassische 'Foo-Fighters', als er in
    einem Hurrikan-Abfangjaeger über Frankreich flog. Er war etwa
    gegen 19 Uhr abends von England aufgestiegen und flog auf die
    franzoesische Kueste zu. Als er etwa nach einer Stunde rund 7000
    Fuss über der Muendung des Flusses Somme kreuzte, entdeckte er
    zwei stetig aufsteigende orangefarbene Lichter. Zunaechst dachte
    er an Flakgeschosse, doch dafür flogen diese Objekte zu
    langsam. Als Lumsden um 180 Grad gewendet hatte, erschienen die
    Dinger bereits groesser und heller.

    Auf 7000 Fuss Hoehe beendeten die Objekte ihren Steigflug und
    schienen seine Maschine zu begleiten. Der Pilot bekam es langsam
    mit der Angst zu tun, nachdem er auch nach einer weiteren
    Schleife keine Chance fand, die Verfolger abzuschuetteln. Sogar
    nach einem jaehen Sturzflug auf 4000 Fuss Hoehe folgten ihm die
    'Foo-Fighters' mit gleichbleibendem Abstand. Schliesslich
    tauchten die Gebilde auf 1000 Fuss, um dann erneut aufzusteigen
    und am Horizont zu verschwinden. Der gegenseitige Abstand der
    Objekte blieb die ganze Zeit über unveraendert. Nur die
    relativen Flughoehen schwankten gelegentlich etwas. Einer der
    beiden 'Foo-Fighters' blieb jedoch stets etwas tiefer als das
    andere. Lumsden vermochte bei einer Geschwindigkeit von 260
    Meilen pro Stunde gerade noch mitzuhalten.

    "Es war sehr schwer für mich, die Kameraden des Fluggeschwaders
    von meiner Beobachtung zu überzeugen," erinnert sich Lumsden
    heute, "doch in der folgenden Nacht hatte der
    Geschwaderkommandeur ein aehnliches Erlebnis mit einem
    gruenlich-leuchtenden Lichtkoerper". (Clark/Farish, S.45-46)

    Ein Kolumnist des "Los Angeles Examiner" schickte eine Depesche
    an seine Zeitung mit folgendem Inhalt: "Im Laufe der Schlacht an
    der Normandie im Juni 1944 sahen vier Mitglieder unserer Truppe
    - einschliesslich unseres Leutnants - einen pulsierenden roten
    Feuerball, der direkt über die deutsch-amerikanische
    Gefechtslinie flog. Er blieb dort für mindestens 15 Minuten
    bewegungslos stehen, um dann schliesslich zu verschwinden."

    Der Gefreite Carson Yorke, der 1944 in der kanadischen Armee in
    Westeuropa kaempfte, erinnert sich an ein aehnliches Erlebnis:
    "Es war im September 1944. Wir lagen vor Antwerpen in Belgien,
    das die Deutschen damals mit V2-Raketen bombardierten. Etwa
    gegen 21 Uhr stieg ich aus meinem Wagen und sah oben am Himmel
    einen gluehenden Ball von der Frontlinie in Richtung Antwerpen
    ziehen. Die Kugel duerfte etwas über einen Meter gross gewesen
    sein und erschien wie aus Milchglas gefertigt, in dessen Mitte
    sich eine Lichtquelle befand. Das Objekt leuchtete matt. Es flog
    voellig geraeuschlos mit einer Geschwindigkeit von etwa 30
    Meilen in der Stunde in einer Hoehe von vielleicht 13 Metern.
    Besonders fiel mir auf, dass die Kugel keineswegs mit dem Wind
    dahinzog, sondern offenbar einen Antrieb hatte und irgendwie
    gesteuert wurde. Unmittelbar nach ihrem Verschwinden tauchte
    eine neue Kugel auf, und danach flogen nochmals fuenf an uns
    vorbei. Ich rief fuenf Kameraden herbei, doch wir waren alle
    nicht sonderlich von dem Phaenomen beeindruckt. Wir dachten,
    dass die Objekte vielleicht neue Aufklaerungsapparate der
    Deutschen seien, zumal diese Dinger fast auf gleichem Kurs wie
    die deutschen Raketenwaffen V1 und V2 flogen (Clark/Farish 1975,
    S.47, 64).

    Auch aus Italien wurden Beobachtungen bekannt. Passanten in
    Mailand sollen an einem nicht naeher bekannten Tag im Oktober
    1944 gegen 17 Uhr in der Gegend von Porta Venezia in Panik
    geraten sein, als eine nichtidentifizierte Maschine etwa 300
    Meter über dem Platz von Loreto schwebte, um dann unversehens
    wieder zu verschwinden. Das Ding, dass gegenüber dem klaren
    Himmel sehr gut sichtbar gewesen war und von der untergehenden
    Sonne stark beleuchtet wurde, hatte eine kreisfoermige, flache
    Form. Die Zeugen beschrieben es als "Bratpfanne ohne Griff, die
    unbeweglich am Himmel hing". Viele Beobachter gerieten in
    hysterische Aengst und flohen in Panik. In Erwartung feindlicher
    Luftangriffe wurden damals sogar die Luftschutzsirenen
    eingeschaltet (Boncompagni 1974).

    Am 24. November 1944 beobachtete die Besatzung eines B17-Bombers
    (15th Air Force, 5th wing, 2nd Bomb Group) einen 'Foo-Fighter'
    über Oesterreich. Die Maschine, die in dieser dunklen kalten
    Nacht in Sueditalien gestartet war, sollte strategische Ziele im
    Raum Salzburg angreifen. Da der Bomber jedoch stark überladen
    und ausserdem ein Kompressor ausgefallen war, konnte statt der
    vorgesehenen Hoehe von 25.000 Fuss nur eine Flughoehe von 18.000
    Fuss erreicht werden. Nachdem ein Einsatz unter diesen
    Bedingungen wegen der starken Flakabwehr bei Salzburg zu riskant
    war, wurde als Ausweichziel Klagenfurt angeflogen. Die
    Navigation erfolgte nach Instrumenten, da die Landschaft im
    Dunkeln lag. Kurz nachdem die Bombardierungs-Vorbereitungen
    eingeleitet und die Bombenschaechte geoeffnet worden waren,
    wurde das Flugzeug von einem blendend hellen Licht erfasst. Der
    Pilot spuerte sogar die Hitze dieser Lichtwelle und glaubte
    zunaechst, von einem starken Flakscheinwerfer erfasst worden zu
    sein. Doch seltsamerweise dauerte die Helligkeit nicht laenger
    als zwei bis drei Sekunden. Als die Maschine wenig spaeter ihre
    500-Tonnen-Bombenfracht über Bahnanlagen bei Klagenfurt
    abgeworfen hatte, wunderte sich die Besatzung, dass keinerlei
    Flakfeuer oder Abfangjaeger registriert werden konnten.

    Einige Zeit danach - der Bomber hatte bereits wieder Kurs in
    Richtung Triest genommen - tauchte auf der linken Fluegelseite
    ein leuchtendes orange-gelbes Objekt auf. Das absolut kreisrunde
    Ding durfte von der Fluegelspitze vielleicht 50 Meter seitlich
    und 10 Meter dahinter geflogen sein. Seinen Durchmesser
    schaetzte William L. Leet auf etwa 3 Meter. Vielleicht war das
    Objekt aber auch doppelt so weit von ihm entfernt und dann auch
    doppelt so gross, das war nicht genau festzustellen. Jedenfalls
    starrte der Pilot ganz gebannt auf dieses unheimliche Ding. Die
    Bomberschuetzen wollten den unbekannten Flugkoerper abschiessen,
    doch riet Le

    Seine Herkunft, Abstammung und wirkliche Identität blieb bis heute unbekannt. Er verwandelte Blei in Gold und schuf künstliche Diamanten. Zudem schien er nie zu altern, und er behauptete, Jesus und Kleopatra persönlich gekannt zu haben Keineswegs zufällig nannten (und nennen) ihn seine zahlreichen Bewunderer in geheimen Bruderschaften und esoterischen Zirkeln 'Sphinx von Europa', und wenn sie von ihm sprechen, bezeichnen sie ihr Idol respektvoll als 'Meister'.
    Mehr als zwei Jahrhunderte sind seit jener Zeit vergangen, in der diese geheimnisvolle Persönlichkeit europaweit in Erscheinung trat. Denn ihr offiziell im Sterberegister der Sankt-Nikolaus-Kirche in Eckernförde verzeichnetes Ableben, am 27. Februar 1784, erfolgte (wie aus diesem Datum unschwer zu ersehen ist) bereits im 18. Jahrhundert. Und doch gibt es (und gab es) im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte nicht wenige Menschen, die glaubhaft behaupteten, dem angeblich Verstorbenen lange nach seinem angeblichen Tod wahrhaftig begegnet zu sein. Für die vielen Verehrer dieses außergewöhnlichen Mannes durchaus verständlich: denn für sie ist es Gewissheit, dass der vielfach als 'Wundermann' und 'Unbegreiflicher' bezeichnete immer noch lebt und schlechthin als unsterblich bezeichnet werden muss. Der so genannte Graf von Saint-Germain.
    Zwar leitete der Betreffende seinen Namen von einem berühmten französischen Adelsgeschlecht ab, und seine Wiege schien an irgendeinem Fürstenhof gestanden zu haben, aber letztendlich dürfte es eher höchst ungewiss sein, dass der Graf von Saint-Germain derjenige war, für den er sich auszugeben beliebte. Zeitlebens war er bestrebt, seine eigentliche familiäre Herkunft, sein tatsächliches Alter sowie den Ort seiner Geburt geheim zu halten. Vielmehr war er, um davon abzulenken, in der Zeit seines Auftretens (in welchen Ländern Europas das auch geschah) bestrebt, seine Umwelt, die Menschen, denen er begegnete, mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten und Kenntnissen zu verblüffen. Sein Sprachtalent schien universell zu sein, und er besaß zudem ein ungemein vielfältiges Wissen. So beherrschte er die Kunst, Blei in Gold zu verwandeln ebenso wie die Fertigkeit, Edelsteine 'aus der Retorte' herzustellen. Hauptsächlich aber war der Graf von Saint-Germain 'im Dienst der Krone', jener Frankreichs (gelegentlich aber auch im Auftrag der Herrschenden in Preußen oder Österreich), unterwegs. Was zur logischen Folge hatte, dass dieser angebliche Aristokrat fast ständig auf Reisen war. Als Agent oder Geheimkurier, Diplomat oder als getarnter Angehöriger verschiedenster Geheimbünde. Saint-Germain, der sowohl den Freimaurern, Rosenkreuzern, Illuminaten, Kabbalisten als auch den Maltesern als tätiges oder beratendes Mitglied angehörte, bewältigte derartige delikate Aufgaben auf seine spezielle Art und Weise: er wechselte hierfür 'je nach Erfordernis' Aussehen, Kleidung und Persönlichkeit. Und selbstverständlich bediente er sich für seine wechselnden Identitäten auch jeder Menge falscher Namen und Titel. Rund achtzig Pseudonyme waren ihm dabei nachzuweisen.
    In esoterischen, okkultistischen Kreisen sah (und sieht) man in ihm einen 'Wiedergänger'. Eine Person also, der es vorbehalten scheint, das Mittel gefunden zu haben, nie mehr zu altern, und die zudem die Möglichkeit vorfindet, 'durch die Zeit' zu reisen. Das würde bedeuten, dass der Graf von Saint-Germain nach wie vor existiert, uns theoretisch irgendwo und irgendwann einmal begegnen könnte. Tatsächlich gibt es mehrere Hinweise, die auf den geheimnisvollen Graf hinzudeuten scheinen. Wobei der 'Wiedergänger', wie gewohnt, unter verschiedenen, aber auch seinem eigentlichen Namen in Erscheinung trat.
    Drei Beispiele mögen dies untermauern. 'Nennt mich Showman oder Televisionär...' Glückliche Umstände haben uns das Tagebuch eines einfachen Landsknechtes erhalten, das dieser im Jahre 1618 niederschrieb. Darin ist von einem gewissen Montsalveri die Rede, der gegenüber seiner Umwelt ein recht merkwürdiges Verhalten an den Tag legte. Den Tagebuchnotizen des Landsknechtes zufolge, kam jener Montsalveri eines Tages in ein Wirtshaus und erregte dort, aufgrund seiner eigentümlichen Aussagen und seines nicht weniger ungewöhnlichen Auftretens, großes Aufsehen unter den Gästen. Dies solange, bis die Wirtin ihre Neugier einfach nicht mehr bezähmen konnte und von dem Fremden wissen wollte: 'Sind Sie vielleicht ein Zauberkünstler?' Montsalveri musste bei dieser naiven Frage lächeln und gab zur Antwort: 'Nennet es so, Madame, doch werdet Ihr mich nicht auf Messen, Märkten oder dergleichen finden. Ich treibe meine Künste aus freier Profession. Nennet mich Showman, Televisionär oder wie Ihr sonst es möget. Der Name hierfür ist Schall und Rauch...' Wer in unserer, von den elektronischen und Print-Medien durchdrungenen Zeit so antworten würde, dann könnte man ihn sicher verstehen. Aber das Tagebuch jenes Landsknechtes wurde vor rund 380 (!) Jahren geschrieben, und dieser einfache, uns heute unbekannte Mann begegnete den ihm rätselhaft erscheinenden Fremden somit im 17. Jahrhundert! Was veranlasste diesen, sich schon damals der Bezeichnung 'Televisionär' oder 'Showman' zu bedienen?
    Aber das war längst nicht alles, was die erstaunten und sicher auch verwirrten Bauern des Jahres 1618 zu hören bekamen. Wusste doch besagter Montsalveri auch noch mancherlei aus dem Jahre 2000 (sic!) zu berichten. Ob ihm das Gesinde glaubte oder sich lediglich amüsieren wollte, bleibt dahingestellt. Einige der Landsknechte wollten jedenfalls mehr von dem eigenartigen Besucher erfahren: 'Erzählen Sie uns doch etwas aus Ihrem Leben', begehrten sie zu wissen und der Angesprochene zierte sich keineswegs, dies zu tun:
    'Gerne komme ich euren Wünschen nach, denn in ein paar Jahrtausenden sammelt sich so manches an.' Wir müssen dem gewissenhaften, anonym gebliebenen Tagebuchschreiber noch nachträglich dankbar sein, dass er das von Montsalveri Berichtete tatsächlich zu Papier gebracht hat auch wenn er das Wiedergegebene (wie auch die übrigen Wirtshausgäste inklusive der Wirtin) in seiner Bedeutung nicht zu verstehen vermochte. Wie sollte er auch, wenn er da von seltsamen Wagen erfuhr, die imstande waren, sich ohne von Pferden gezogen zu werden aus eigener Kraft rasend schnell vorwärts zu bewegen? Wie sollte er sich Fahrzeuge vorstellen können, die in beliebige Richtungen fliegen? Völlig absurd musste ihm und den anderen Zuhörern die Behauptung des Fremden erscheinen, in ferner Zukunft würde es sogar Maschinen geben, die selbständige Denkprozesse durchführen könnten. Computer und ähnliches waren damals, verständlicherweise, doch völlig undenkbar...
    Doch Montsalveri ließ es mit derartigen Utopien noch längst nicht genug sein. Kaum hatte er seine phantastischen Aufzählungen jener wundersamen Dinge beendet, forderte er die erstaunten Bauern auf, ihm ein bestimmtes Pergament zu unterschreiben. Aber keineswegs mit einem damals gebräuchlichen Federkiel. Vielmehr holte der Unbekannte plötzlich ein kleines, undefinierbar scheinendes Etwas aus seiner Rocktasche und forderte die ratlos Umherstehenden auf, sich dieses unerklärlichen Schreibgerätes zu bedienen: 'Schreibet ruhig damit es stammt aus dem Jahre 2000!' Zögernd, aber nichtsdestotrotz von Neugier beseelt, tat einer nach dem anderen das Gewünschte. Ohne 'das Ding' in ein Tintenfass eintauchen zu müssen, kritzelte jeder der Anwesenden seinen Namen auf den Pergamentbogen. Danach steckte Montsalveri sein Schreibzeug wieder ein und war im nächsten Augenblick spurlos verschwunden! Den verblüfften Bauersleuten kam es vor, als hätte den rätselhaften Besucher ein Erdloch verschluckt. Verzweifelt suchte man nach dem Fremden in allen Räumlichkeiten des Gasthauses. Kein Winkel des Gebäudes wurde vergessen. Aber alle Mühe war vergebens der geheimnisvolle Gast schien sich buchstäblich in Luft aufgelöst zu haben. Worum hatte es sich bei jenem seltsamen Schreibzeug, das der Tagebuchschreiber (mangels geeigneter Bezeichnung) als 'Spänlein' angegeben hatte, gehandelt? Um eine Art (oder Abart) von Utensilien, die uns heute als Kugelschreiber geläufig ist? Und 'Montsalveri'? Hieß der Besucher wirklich so? Oder handelte es sich bei diesem Namen lediglich um eines der vielen Pseudonyme des Grafen von Saint-Germain? War der so genannte 'Wiedergänger' wieder einmal 'durch die Zeit' gereist?
    Aus einer (uns heute näher gerückten) Zukunft dem Jahre 2000 direkt retour ins 17. Jahrhundert? Welche Manipulationsmöglichkeiten, die Zeit und ihre Epochen betreffend, waren diesem Mann gegeben? Hat er auch in unserem Jahrhundert (dem zwanzigsten) seine Spuren hinterlassen? So unglaublich das auch scheinen mag es könnte tatsächlich so gewesen sein... Ungewöhnliches aus Feldpostbriefen Zeitlebens hat er nicht begriffen, was ihm da widerfahren ist. Wir verdanken es zwei von ihm geschriebenen Feldpostbriefen, dass mysteriöse Geschehnisse aus ihrem Dunkel ins Licht gerückt worden sind. Der oberbayrische Schreinermeister Andreas Rill, von ihm ist hier die Rede, schrieb sie im Jahre 1914 an seine Angehörigen in der Heimat, und er erzählte in den beiden Schreiben vom 24. und 30. August von der Bekanntschaft mit einem Zivilisten, den der Leutnant seiner Kompanie an der Schwarzwälder Vogesenfront festgenommen und an der Flucht gehindert hatte. Der Fremde beherrschte mehrere Sprachen und unterhielt sich mit den Kompanieangehörigen vorzugsweise deutsch und französisch. Doch das war es nicht, was Andreas Rill in Erstaunen versetzte. Was die Soldaten dem Fremden einfach nicht glauben wollten, worüber sie lachten und ihn deshalb als 'spinnad' (phantasierend) bezeichneten: Der unbekannte Zivilist vermöchte offenbar in die Zukunft zu schauen.
    Hatten der Schreinermeister Rill und seine Kameraden in jenen Augusttagen fest angenommen, dieser eben begonnene Krieg würde spätestens bis Weihnachten beendet sein, und sah sich unser bayerischer Soldat im Geist bereits wieder mit seinen Lieben im Heimatort Untermühlhausen vereint, so widersprach dem die Behauptung des Fremden, dieser Krieg der Erste Weltkrieg würde noch Jahre dauern und viele Opfer fordern. Der bewusste Feldpostbrief, der die Aussagen des Kriegsgefangenen enthält und nachweislich von dem oberbayerischen Schreinermeister verfasst worden ist, hat jeder Überprüfung standgehalten und gilt als echt. Andreas Rill hat somit sein seltsames Erlebnis dokumentarisch festgehalten und der Nachwelt überliefert. Der Chronist starb 1952 als 71jähriger. Was den Schreinermeister so maßlos verblüffte und in Erstaunen versetzte, waren die zahlreichen Angaben des Fremden, die sich ausschließlich auf zukünftige Ereignisse bezogen. Der Krieg, behauptete der Gefangene, sei für Deutschland verloren, er würde ins fünfte Jahr gehen, dann gäbe es Revolution. Aber auch dadurch würde nichts besser werden. Das Volk wäre allerdings plötzlich reich, und es hätte dann jeder so viel Geld, dass er es zum Fenster hinauswerfen könnte, und niemand würde es aufheben.
    In dieser Zeit würde im äußersten Russland der Antichrist geboren werden, aber erst in den fünfziger Jahren in Erscheinung treten. Doch zuvor würde sich ein Mann aus der niederen Stufe in Deutschland bemerkbar machen. Er huldigte der Gleichmacherei, und das Volk hätte nichts mehr zu reden. Seine Befehle würden mit einer Strenge durchgesetzt, dass es den Leuten das Wasser bei allen Fugen heraus triebe. Es würde ihnen mehr genommen als gegeben werden, ohne dass sie es merkten. Jeder Tag brächte neue Gesetze, und viele Menschen erlitten dadurch manches oder stürben gar. Diese Zeit begänne circa 32 (= 1932) und dauere neun Jahre. Aber der nachfolgende Krieg würde für diesen Mann schlecht enden, ebenso für seinen Anhang. Für den biederen Andreas Rill waren diese Voraussagen 'böhmische Dörfer'. Er wusste damals nichts von bevorstehenden Umstürzen, nichts von heraufdämmernden Inflationen, und spätere Diktatoren wie Stalin und Hitler stellten für ihn unbekannte Faktoren dar. Rill nahm die Prophezeiungen des Unbekannten nicht ernst, auch nicht jene, in denen von einem dritten Weltkrieg die Rede war. Er würde 28 oder 58 Tage dauern: 'Ich habe es nicht mehr in Erinnerung', entschuldigte sich der Bayer, als er am 7. August 1947 dem aus seinem Heimatdorf stammenden Pater Balthasar Gehr von den merkwürdigen Äußerungen des Fremden berichtete.
    Russland würde gegen die Türkei, Deutschland, Polen und Frankreich kämpfen, während England und Amerika 'mit sich selbst beschäftigt' wären. Als wir ihn bedrängten, sagte er nur immer wieder: ,Wenn ihr wüsstet, was ihr vor euch habt, würdet ihr große Augen machen!', verwunderte sich der Schreinermeister auch noch im Rückblick auf das ihm Prophezeite. Wer war jener Seher gewesen? Wer besaß die ungewöhnliche Gabe, in die Zukunft schauen zu können? War der sprachgewandte Zivilist womöglich gar aus der Zukunft gekommen? Als Zeitreisender? Andreas Rill hat uns den Namen dieses Mannes leider nicht überliefert. Wahrscheinlich kannte er ihn gar nicht. Aber einen Namen muss der Fremde zweifellos gehabt haben. Hatte er ihn damals bewusst verschwiegen? Rill registrierte in seinen Feldpostbriefen immerhin die Tatsache, dass der Unbekannte perfekt Deutsch und Französisch sprechen konnte. Sollte es sich hierbei tatsächlich um den Grafen von Saint-Germain gehandelt haben? Gut möglich. So er in der Lage gewesen sein sollte, jederzeit die Barrieren der Zeit zu überwinden. Machte sich der 'Wiedergänger' auch vor nunmehr sechsundzwanzig Jahren, im Januar 1972, bemerkbar?
    Auf französischem Boden? Ein Alchimist im Fernsehen? Selbst erfahrene Fachleute schüttelten damals verständnislos die Köpfe, während sie der Darbietung eines jungen Mannes folgten, die dieser vor den TV-Kameras eines Pariser Fernsehstudios in eindrucksvoller Weise zelebrierte. Niemand der Anwesenden und auch keiner der unzähligen TV-Konsumenten vermochte plausibel zu erklären, auf welche Weise der Studiogast sein alchimistisches Experiment abgewickelt hatte. Begonnen hatte es mit der Anfrage eines etwa 25jährigen Franzosen, der sich bei einer Pariser Fernsehstation gemeldet und als Richard Chanfray vorgestellt hatte. Selbstbewusst machte er den überraschten TV-Bossen das Angebot, vor laufender Kamera und unter lediglicher Zuhilfenahme eines gewöhnlichen Campingkochers, Blei in Gold verwandeln zu können. War man dort zunächst skeptisch bis unwillig, dem jungen Möchtegern-Alchimisten kostbare Sendezeit zur Verfügung zu stellen, siegte schließlich die Neugier. Zudem erwartete man sich einen spektakulären Reinfall des Monsieur Chanfray und so stimmten die Herren schließlich zu, dessen unglaubwürdiges Experiment zu gestatten. Was niemand ernsthaft angenommen hatte, trat tatsächlich ein: Ein simpler Campingkocher genügte dem außergewöhnlichen Studiogast voll und ganz, und obwohl man ihm sowohl im Studio selbst als auch vor den Fernsehschirmen scharf auf die Finger sah, vermochte niemand während der Darbietung einen Taschenspielertrick wahrzunehmen. Richard Chanfray verwandelte vor aller Augen Blei in Gold! Danach lieferte er sogar noch eine 'Draufgabe': Mit verschiedenen, von ihm ins Studio mitgebrachten Ingredienzien braute er auf besagtem Miniherd auch noch ein Getränk, das er, nach dessen Fertigstellung, hochtrabend als 'Lebenselixier' bezeichnete.
    Damit waren aber der Überraschungen noch nicht alle. Nach vollendetem Experiment stellte sich der junge Mann in Positur und verkündete seinem überraschten Publikum: 'Zwar nenne ich mich mit meinem bürgerlichen Namen Richard Chanfray aber in Wirklichkeit bin ich... der Graf von Saint-Germain!' Der unverfrorene Bluff eines Hochstaplers? Haltlose Publicity eines Angebers, der auf diese Weise ins Showgeschäft einzusteigen hoffte? Oder am Ende vielleicht doch das wahrheitsgemäße Eingeständnis jenes Mannes, dem als 'Wiedergänger' keine Zeitschranken gesetzt zu sein scheinen? Wie auch immer: Seit jenem außerordentlichen 'Gastspiel' in dem Pariser Fernsehstudio an einem Januarabend des Jahres 1972, hat man von dem ominösen Monsieur Chanfray nichts mehr gehört. Er scheint von der Bildfläche verschwunden zu sein. Aus gutem Grund?
    Niemand vermag das zu sagen nur ein kleiner Nachtrag sei hier noch hinzugefügt: Als man das so genannte Elixier später in einem Labor genauer analysierte, stellte sich seine absolute Verwendbarkeit heraus. Allerdings: Eine Massenproduktion des Getränks wäre aufgrund seiner kostspieligen Beimischungen zu teuer gekommen. Gerüchte und Legenden Zu jenen Besonderheiten, deretwegen der vielseitige und umtriebige 'Wiedergänger' besonders gerühmt und (vornehmlich beim weiblichen Geschlecht) begehrt wurde, gehört zweifellos die Fama, Saint-Germain sei im Beisitz eines einzigartigen Wundermittels, das ihm gleichsam als Jungbrunnen diene, und was beigetragen habe, sein augenblickliches Alter (das damals auf etwa fünfzig Jahre geschätzt wurde) gleichsam zu 'konservieren'. In diesem Zusammenhang ist uns ein historischer Dialog überliefert, den Saint-Germain mit seiner damaligen Gönnerin, der Mätresse des französischen Königs Ludwig XV., Madame de Pompadour, nachweislich geführt hat. dass uns dieses Gespräch in vollem Umfang erhalten blieb, ist dem indiskreten Verhalten jener Frau zu verdanken, die als Erste Hofdame des königlichen Paares fungierte, damals aber nicht davor zurückscheute, dem vertraulichen Gespräch ihrer Herrin mit dem in außerordentlicher Audienz empfangenen adeligen Besucher, hinter einem Paravent verborgen, zu lauschen.
    Und das keineswegs allein: Ihr zur Seite vernahm auch Ludwigs Kriegsminister, Marschall de Belle-Isle, was der Pompadour auf dem Herzen lag. Viele Jahre später brachte dann die bewusste Hofdame, Madame du Hausset, jene Erinnerungen sogar zu Papier und veröffentlichte sämtliche Indiskretionen in ihren 1824 erschienenen Memoiren. Der Pompadour war es bei der Unterhaltung mit dem geheimnisumwitterten Grafen einzig und allein um eines gegangen: Sie wollte sein 'Lebenselixier' erwerben, um sich damit ihre Schönheit und ihren Liebreiz zu erhalten und damit ihre bestimmende Position an der Seite von Ludwig XV. Der Graf von Saint-Germain hatte sehr schnell erkannt, aus welchem Grund er zur Audienz bei der Pompadour gebeten worden war. Ihre Einladung kam ihm (was die Vertraute des Königs aber nicht ahnte) durchaus gelegen. War es dem als 'Wundermann' sowohl in aristokratischen Kreisen als auch bei den gewöhnlichen Bürgern verschrienen Alchimisten doch geglückt, ein rosafarbenes, kristallklares Wässerchen im Labor herzustellen, das er als wirksames 'Lebenselixier' anpries. Mit Hilfe des Getränkes sei es dem Grafen gelungen, sein Alter aufzuhalten und somit sein jugendliches Aussehen zu bewahren.
    Madame de Pompadour empfing Saint-Germain mit charmantem Lächeln, kam aber sehr rasch auf den eigentlichen Grund des vertraulichen Besuchs zu sprechen. Insgeheim nahm sie ihren Gast und dessen wundersame Talente, die man ihm allseits zusprach, nicht sehr ernst. Dennoch war sie bestrebt, dessen 'Lebenselixier' käuflich zu erwerben. Es konnte ja sein... Zunächst aber versuchte sie, das dem Grafen vorauseilende Gerücht ad absurdum zu führen, dieser sei bereits mehrere tausend Jahre am Leben, habe Christus persönlich kennen gelernt und mit der ägyptischen Kleopatra soupiert. Deshalb stellte sie ihrem ungewöhnlichen Gast die Suggestivfrage, um ihn damit in Verlegenheit zu bringen: 'Wie sah Franz I. eigentlich aus? Das war ein König, wie ich ihn hätte lieben können.' Der betreffende Monarch hatte Frankreich zu einer Zeit regiert, in der ihr Besucher schwerlich bereits gelebt haben konnte: König Franz I. regierte Frankreich nämlich im 16. Jahrhundert von 1494 bis 1547. Mehr als zweihundert Jahre waren inzwischen vergangen. Aber Saint-Germain ließ sich nicht erschüttern. Ungerührt entgegnete er: 'O ja, seine Majestät war wirklich sehr liebenswert...', und dann ließ er eine ziemlich genaue Beschreibung der äußeren Erscheinung des Regenten folgen.
    Madame de Pompadour war bass erstaunt, schilderte ihr doch der gräfliche Besucher geradezu detailverliebt das Aussehen von Franz I. Angefangen von seinen Gesichtszügen bis hin zu der Figur des Königs. 'Leider hatte er ein zu hitziges Temperament', meinte Saint-Germain dann mit bekümmerter Miene, um bedauernd hinzuzufügen: 'Das machte es mir in der Folge unmöglich, Franz I. vor all dem Unglück, das ihn später ereilte, zu bewahren. Ich hätte ihm gar zu gerne einen trefflichen Rat gegeben aber er hätte ihn wohl nicht befolgt.' Madame de Pompadour war verblüfft. Und wahrscheinlich verstand sie auch die nachfolgende kritische Bemerkung des Grafen, die zu einem Gutteil auch ihrem Liebhaber, König Ludwig XV. zu gelten schien: 'Überhaupt sieht es so aus, als würde insgesamt ein Verhängnis über den Fürsten dieses Landes walten. Denn in besonders kritischen Situationen scheinen ihre Ohren die Ohren des Geistes verschlossen zu sein, taub und ignorant gegenüber selbst den besten Ratschlägen.'
    Saint-Germains Unverfrorenheit reizte Ludwigs schöne Mätresse zu Widerspruch. Sie versuchte, ihr Gegenüber systematisch 'festzunageln'. Listig begehrte sie von ihm zu wissen: 'War der Hof von Franz I. eigentlich sehr schön?' Darüber konnte der Graf doch wohl kaum etwas in Erfahrung gebracht haben, war sie sich sicher. Der aber war nicht in Verlegenheit zu bringen. 'Dort war es wirklich sehr schön', entgegnete er und fügte hinzu: 'Allerdings: die Königshöfe seiner Enkel Franz II., Karl IX. sowie Heinrich III. (sie hatten in dieser Reihenfolge im Verlauf des 16. Jahrhunderts regiert) übertrafen an Schönheit den ihres Großvaters bei weitem. Vor allem zur Zeit der Maria Stuart und der Margarete von Valois war der Hof des jeweiligen Monarchen geradezu ein Zauberland sowie ein wahrer Tempel der Genüsse nicht nur der leiblichen, sondern auch der geistigen.' Der Graf von Saint-Germain schien geradezu in Erinnerungen zu schwelgen.
    Auch wenn sie ihn immer noch für einen Hochstapler hielt, musste Madame de Pompadour über so viel Keckheit ihres Gastes lachen. 'Wie es scheint, haben Sie das alles mit eigenen Augen gesehen', versuchte sie Saint-Germain weiter zu provozieren. Dieser hatte natürlich längst erkannt, worauf es seine hohe Gastgeberin angelegt hatte. Scheinbar gleichmütig gab er ihr aber zu verstehen: 'Madame, mein Gedächtnis ist stark und funktioniert immer noch gut...' Dann setzte er mit einem maliziösen Lächeln hinzu: 'Zudem habe ich die französische Geschichte eingehend studiert.' Damit war die Altersfrage, die die Pompadour gerne aufgeklärt hätte, weiterhin unbeantwortet geblieben. Hatte nun ihr gräflicher Besucher das zuvor Wiedergegebene selbst erlebt oder lediglich einen Anschauungsunterricht seiner großen Besessenheit gegeben?
    Längst war Ludwigs Mätresse klar geworden, dass eigentlich nicht sie, sondern Saint-Germain die Fäden des Gespräches steuerte, was sie zunehmend verärgerte. Wie, um ihre Ratlosigkeit noch zu erhöhen, gab ihr der Graf in provokanter Weise zu verstehen: 'Bisweilen, Madame, erlaube ich mir durchaus den Spaß, die Leute zwar nicht glauben zu machen, jedoch glauben zu lassen, dass ich bereits in den ältesten Zeiten gelebt habe...' 'Und doch weigern Sie sich standhaft, mir Ihr wirkliches Alter zu nennen', schmollte die schöne Frau. 'Andererseits aber geben Sie sich gerne für sehr alt aus. Jedenfalls behauptet das auch die mir bekannte Gräfin von Gergy. Sie war vor gut fünfzig Jahren Botschafterin in Venedig und will Ihnen dort begegnet sein. Damals, so erzählte sie mir kürzlich, hätten Sie genauso ausgesehen wie heute. Wie erklären Sie sich das?' Saint-Germain zögerte keinen Augenblick mit der Antwort. Scheinbar unbeirrt von diesem offensichtlichen Widerspruch meinte er zustimmend: 'Sie haben recht, Madame. Ich habe die Gräfin von Gergy tatsächlich vor langer Zeit in Venedig persönlich kennen gelernt.' Die Pompadour schüttelt verständnislos ihren Kopf: 'Aber dann müssten Sie ja, nach meiner Einschätzung, weit über hundert Jahre alt sein?!' Saint-Germain blieb ungerührt. Schmunzelnd meinte er nur: 'Das scheint mir nicht unmöglich zu sein aber wie ich gerne gestehe, scheint es doch weit wahrscheinlicher, dass die verehrte Dame Unsinniges vermutet und sich geirrt haben könnte.' Madame de Pompadour ließ nicht mehr locker.
    Jetzt war sie bei ihrem eigentlichen Thema. Ungeachtet der ungeklärten Altersfrage hob sie neuerlich an: 'Aber die Gräfin Gergy erzählte mir auch etwas von einem Elixier, das Sie besäßen, und das Sie ihr damals verehrt hätten. Dieses Elixier sei, so gestand sie mir ein, von wunderbarer Wirkung gewesen und hätte sie, nachdem sie es konsumiert hatte, lange Zeit aussehen lassen, als wäre sie nicht älter als vierundzwanzig Jahre...' Das nunmehrige Schweigen ihres Gastes deutete die Pompadour als Bestätigung des Berichtes der Gräfin. Deshalb setzte sie fort: 'Warum verehren Sie nicht auch dem König eine Kostprobe Ihres verjüngenden Elixiers?' Der Graf machte ein bekümmertes Gesicht. 'Ach, Madame', meinte er abwehrend, 'wenn ich mich von Ihnen überreden ließe, dem Regenten Frankreichs eine mir unbekannte Arznei zu überlassen, dann müsste ich ja lebensmüde oder wahnsinnig sein.' Aber Saint-Germains Gastgeberin ließ nun nicht mehr locker, und schließlich gelang es ihr, des Elixiers teilhaftig zu werden.
    Der Graf überreichte ihr ein Kristallfläschchen mit einer köstlich duftenden rosafarbenen Flüssigkeit. 'Zwei Tropfen täglich genügen, teure Marquise', schmeichelte ihr Saint-Germain mit gekonntem Charme. 'So werdet Ihr Eure jugendliche Schönheit beibehalten.' Gierig nach Schätzen Was für Madame de Pompadour das 'Lebenselixier' Saint-Germains gewesen war, bedeutete für ihren königlichen Liebhaber die unstillbare Sehnsucht nach Reichtum und Macht. Ludwig XV. hatte, nachdem der Graf seiner Mätresse die Aufwartung gemacht hatte, auch von dem Gerücht vernommen, der aristokratische Besucher sei als hervorragender Alchimist ebenso imstande, nach Belieben jede Menge von Edelsteinen herzustellen. Das ermunterte Frankreichs Herrscher, diesen (im Volksmund längst als 'Wundermann' hoch gelobten) Alleskönner gleichfalls zur Audienz nach Versailles zu bitten, um sich diese Kunstfertigkeit von dem Betreffenden selbst persönlich bestätigen zu lassen.
    Saint-Germain wußte von Ludwigs Gier nach Schätzen und gedachte, diese Chance für sich zu nutzen. Als er vor dem König erschien, und dieser ihm, scheinbar großzügig, auf Anhieb eine pompöse Behausung sowie festen Sold für dessen Entgegenkommen in Aussicht stellte, ihm bei der Vermehrung seines Vermögens behilflich zu sein, wies der Graf Ludwigs Ansinnen mit großer Geste zurück: 'Ich brauche weder Schloss noch Sold', beschied er seinem verblüfften Gastgeber 'denn ich bringe alles, was ich für meine Tätigkeit zu Gunsten Eurer Majestät benötige, selber mit: eine Schar Dienstboten und genügend Geld, um mir selbst ein Haus zu mieten.' Bei diesen großsprecherisch klingenden Worten griff Saint-Germain gleichzeitig in seine kunstvoll bestickte Tasche, um daraus im nächsten Augenblick eine Handvoll ungefasster Brillanten hervorzuholen und, wie beiläufig, auf das Ziertischchen in dem luxuriös ausgestatteten Empfangsraum in Versailles zu streuen. 'Hier sind einige Diamanten, die ich mir nunmehr gestatte, Eurer Majestät zum Geschenk zu machen. Ich habe sie eigenhändig hergestellt.' Ludwigs Ehrengast hatte den Charakter seines Audienzgebers richtig eingeschätzt. In den Augen Ludwigs glitzerte die Habgier, und er zögerte keinen Augenblick, Saint-Germains Einstandsgeschenk 'großzügig' anzunehmen.
    Der Graf hatte sich damit am Hofe des Königs sowohl bei diesem als auch bei dessen bevorzugter 'Nebenfrau', Madame de Pompadour, mit den richtigen Gaben eingestellt. In der Folge avancierte er zum Ärger dort tätiger anderer hochgestellter Persönlichkeiten, etwa des Außenministers Herzog von Choiseul, der später auch gegen ihn integrierte zum unentbehrlichen Günstling bzw. Geheimkurier der französischen Krone. Saint-Germain war danach fast ständig kreuz und quer in Europa unterwegs und leistete als befähigter Diplomat Ludwig XV. und der Pompadour gute Dienste. Ein ungewöhnlicher Briefwechsel Einer, der im Frankreich des 18. Jahrhunderts ebenfalls hohes Ansehen in den adeligen Kreisen genoss, war der Dichter und Philosoph Frantois Marie Arouet besser bekannt unter seinem Künstlernamen Voltaire.
    Auch dieser kluge Mann machte bald die persönliche Bekanntschaft des Grafen von Saint-Germain und stand mit diesem in späterer Folge in intensivem Briefwechsel. Leider ist uns aus dieser Korrespondenz nur ein einziges Schreiben nämlich das vermutlich letzte, das Voltaire an seinen gräflichen Freund adressiert hatte erhalten geblieben. Doch dieses allein ist schon wert, näher in Augenschein genommen zu werden. Voltaires Brief stammt vom 6. Juni 1761 und stellt unzweideutig die Reaktion des Dichters auf ein vorausgegangenes Schreiben Saint-Germains dar. Was die Zeilen so brisant macht, die damals an den Grafen gerichtet worden waren, ist der Umstand, dass jener dem mit ihm befreundeten Philosophen gewisse Prophezeiungen offen legte, die eine noch weit in der Zukunft liegende Zeit betrafen, von der der Graf von Saint-Germain eigentlich noch nichts wissen konnte. Es sei denn, er hätte auf irgendeine Weise die Möglichkeit wahrzunehmen gewusst, kommende Ereignisse vorauszusehen. Oder vielleicht sogar aus eigener Ansicht persönlich mitzuerleben! 'Ich beantworte Ihren Brief, Monsieur, den Sie mir im April geschrieben haben, worin Sie schreckliche Geheimnisse offenbaren, einschließlich des schlimmsten aller Geheimnisse, das es für einen alten Mann wie mich geben kann: die Stunde des Todes. Danke, Germain, Ihre lange Reise durch die Zeit wird von meiner Freundschaft für Sie erhellt werden, bis zum Moment, wenn sich Ihre Offenbarungen um die Mitte des 20. Jahrhunderts erfüllen werden.'
    Drei Hinweise lassen uns nun hierbei aufhorchen: Jener auf die offensichtlich prognostizierte Todesstunde Voltaires, von der Saint-Germain anscheinend wusste und sie dem Dichterfreund mitgeteilt hatte. Die Andeutung Voltaires, wonach Saint-Germain eine 'lange Reise durch die Zeit' getätigt zu haben schien, und schließlich des Philosophen Bestätigung gewisser 'Offenbarungen' seines adeligen Briefpartners, die sich angeblich um 'die Mitte des 20. Jahrhunderts' (also etwa in den fünfziger Jahren) erfüllen würden. Worum es sich dabei konkret gehandelt haben dürfte, geht aus den Andeutungen Voltaires leider nicht hervor, doch erwähnt er zum Ende seines Schreibens zwei Errungenschaften, an welche zu seiner Zeit, Mitte des 18. Jahrhunderts, nicht einmal im Traum zu denken war. Heißt es doch in dem bewussten Brief ganz eindeutig: 'Die sprechenden Bilder sind ein Geschenk für die mir noch verbleibende Zeit, darüber hinaus könnte doch Euer wunderbares mechanisches Fluggerät Euch zu mir zurückführen...' Mit 'Adieu, mein Freund' und der Unterschrift des Schreibers: 'Voltaire, Edelmann des Königs', schließt jener sonderbare Brief des französischen Dichterfürsten an den Grafen von Saint-Germain.
    Welche Möglichkeiten standen Letzterem zur Verfügung, um derartige, inzwischen tatsächlich eingetretene Entwicklungen im technischen Fortschritt der Menschheit vorhersehen zu können? Besaß der Graf mediale Einblicke in die geheimnisvolle 'Akasha-Chronik'? Jenes rätselhafte Gebilde, das in legendärer Überlieferung aus dem indischen Raum angeblich unseren Planeten unsichtbar umgeben soll und, gleich einem Videoband oder hochentwickelten Computer, in der Lage ist, alle Energie (somit sämtliche Geschehnisse, die es auf dieser Welt jemals gegeben hat und noch geben wird) aufzufangen und bis auf Abruf in sich zu 'speichern' bzw. aufzuzeichnen?
    Ähnlich bestimmter menschlicher Schicksalsverläufe, wie sie beispiels- weise in Indiens aus alter Zeit stammenden 'Palmblatt-Bibliotheken' wiedergegeben werden, und wo auch die jeweiligen Todesstunden der davon betroffenen Menschen vermerkt sind! War Saint-Germain, so phantastisch es uns heute auch scheinen mag, womöglich ein Zeitreisender? War oder ist er nach Gutdünken imstande, beliebig oft die Jahrhunderte, vielleicht sogar die Jahrtausende zu überbrücken? Bestätigt sich, anhand Voltaires Andeutungen, unser Verdacht, dem Grafen unter Umständen heute noch begegnen zu können? War er jener 'Montsalveri' im 17. Jahrhundert ebenso wie jener unbekannt gebliebene Zivilist an der Vogesenfront Anfang des 20. Jahrhunderts, dem der aus Bayern stammende Schreinermeister Andreas Rill begegnete?
    Und müssen wir letztlich auch die Behauptung jenes 25jährigen Franzosen akzeptieren, der zwar unter seinem bürgerlichen Namen Richard Chanfray im Pariser Fernsehen in Erscheinung trat, dort Blei in Gold verwandelte und sich zum krönenden Abschluss seiner alchimistischen Darbietungen als angeblicher Graf von Saint-Germain 'outete'? Was hatte es mit dem (laut Voltaire schriftlich bestätigten) 'mechanischen Fluggerät' des Grafen auf sich, von dem der greise Dichter annahm, dass Saint-Germain damit zu ihm zurückkehren könnte? Und was mit den ihm zum Geschenk gemachten 'sprechenden Bildern'? Worum könnte es sich dabei gehandelt haben? Es war im übrigen nicht die einzige Prophezeiung, die der Graf von Saint-Germain seinem Jahrhundert hinterließ.
    Als er gegen Ende des 18. Jahrhunderts (etwa um 1788 ) zum zweiten Mal der österreichisch-ungarischen Monarchie und zwar deren Hauptstadt Wien seine Aufwartung machte (wobei er verschiedene alchimistische Gesinnungsfreunde größtenteils Freimaurer bzw. Rosenkreuzer besuchte), verkündete er ihnen zum Abschied folgende etwas kryptisch klingende Vorhersage: 'Ich scheide. Enthalten Sie sich, mich zu suchen. Einmal werden Sie mich noch sehen. Morgen Nacht reise ich; man bedarf meiner in Constantinopel, dann England, wo ich zwey Erfindungen vorzubereiten habe, die Sie im nächsten Jahrhundert haben werden: Eisenbahnen und Dampfschiffe. In Deutschland wird man deren bedürfen, denn die Jahreszeiten werden allmählich ausbleiben. Zuerst der Frühling, dann der Sommer. Es ist das stufenweise Aufhören der Zeit selber, als die Ankündigung des Unterganges der Welt. Ich sehe alles. Die Astronomen und Meteorologen wissen nichts, glauben Sie mir. Gegen Schluss des Jahrhunderts [gemeint war das 18.] verschwinde ich aus Europa und begebe mich in die Region des Himalaya. Ich muss rasten, mich ausruhen. Aber in einigen Jahrzehnten werde ich wieder von mir hören lassen...' Diese Worte finden sich vollinhaltlich in den so genannten 'Kleinen Wiener Memoiren', die der Okkultist Franz Gräffer im Jahre 1845 veröffentlichte. Lösen sie das Rätsel um den Grafen von Saint-Germain?

    An einem Beispiel einfach erklärt

    Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der
    anderen Seite des Raumes. Du gehst zu ihr und sagst: "Hallo, ich bin
    großartig im Bett, wie wär's mit uns?"
    (Das nennt man Direct Marketing)

    Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen
    Seite des Raumes. Du gibst einer Freundin einen Zehneuroschein. Sie steht
    auf und sagt: "Hallo, mein Freund dort hinten ist großartig im Bett, wie
    wär's?"
    (Das ist Werbung)

    Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen
    Seite des Raumes. Du gibst zwei Freundinnen von Dir einen Zehneuroschein,
    damit sie sich in Hörweite des Mädchens stellen und darüber sprechen,wie
    großartig Du im Bett und wie heiß Du bist.
    (Das nennt man Public-Relations)

    Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen
    Seite des Raumes. Du erkennst sie wieder. Du gehst zu ihr rüber,frischst
    ihre Erinnerung auf und bringst sie zu Lachen und Kichern. Und dann wirfst
    Du ein: "Hallo, ich bin großartig im Bett, wie wär's mit uns?"
    (Das ist Customer Relationship Management)

    Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen
    Seite des Raumes. Du ziehst Deine tollen Klamotten an, läufst herum und
    spielst Mr. Beschäftigt. Du setzt Dein bestes Lächeln auf, läufst herum und
    spielst Mr. Sympathisch. Du frischst Deinen Wortschatz in Deinem
    Gedächtnis auf und spielst Mr. Höflich. Du unterhältst Dich mit sanfter
    und weicher Stimme, Du öffnest die Tür für alle Frauen, Du lächelst wie ein
    Traum, Du verbreitest eine Aura um Dich herum, Du spielst Mr. Gentleman und
    dann gehst Du zu dem Mädchen und fragst: "Hallo, ich bin großartig im Bett,
    wie wär's mit uns?"
    (Das ist (Key) Account Management)

    Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen
    Seite des Raumes. SIE KOMMT HERÜBER und sagt: "Hallo, ich habe gehört, dass
    Du großartig im Bett bist, wie wär's mit uns?"
    (Nun, das ist die KRAFT DER MARKE)

    Sowelu :D

    Nach vielen Jahren sah Gott wieder einmal auf die Erde. Die Menschen
    waren verdorben und gewalttätig und er beschloss, sie zu vertilgen,
    genau so, wie er es vor langer langer Zeit schon einmal getan hatte.

    Er sprach zu Noah: "Noah, bau mir noch einmal eine Arche aus
    Zedernholz, so wie damals: 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen
    hoch. Ich will eine zweite Sintflut über die Erde bringen. Die
    Menschen haben nichts dazu gelernt. Du aber gehe mit deiner Frau,
    deinen Söhnen und deren Frauen in die Arche und nimm von allen Tieren
    zwei mit, je ein Männchen und ein Weibchen. In sechs Monaten werde ich
    den großen Regen schicken."

    Noah stöhnte auf; musste das denn schon wieder sein? Wieder 40 Tage
    Regen und 150 unbequeme Tage auf dem Wasser mit all den lästigen
    Tieren an Bord und ohne Fernsehen! Aber Noah war gehorsam und
    versprach, alles genau so zu tun, wie Gott ihm aufgetragen hatte.

    Nach sechs Monaten zogen dunkle Wolken auf und es begann zu regnen.
    Noah saß in seinem Vorgarten und weinte, denn da war keine Arche.
    "Noah", rief der Herr, "Noah, wo ist die Arche?"
    Noah blickte zum Himmel und sprach: "Herr, sei mir gnädig!"
    Gott fragte abermals: "Wo ist die Arche, Noah??

    Da trocknete Noah seine Tränen und sprach: "Herr, was hast du mir
    angetan? Als Erstes beantragte ich beim Landkreis eine Baugenehmigung.
    Die dachten zuerst, ich wollte einen extravaganten Schafstall bauen.
    Die kamen mit der ausgefallenen Bauform nicht zurecht, denn an einen
    Schiffbau wollten sie nicht glauben. Auch deine Maßangaben stifteten
    Verwirrung, weil niemand mehr weiß, wie Lang eine Elle ist. Also
    musste mein Architekt einen neuen Plan entwerfen. Die Baugenehmigung
    wurde mir zunächst abgelehnt, weil eine Werft in einem Wohngebiet
    planungsrechtlich unzulässig sei. Nachdem ich dann endlich ein
    passendes Gewerbegrundstück gefunden hatte, gab es nur noch Probleme.

    Im Moment geht es z.B. um die Frage, ob die Arche feuerhemmende Türen,
    eine Sprinkleranlage und einen Löschwassertank benötige. Auf einen
    Hinweis, ich hätte im Ernstfall rundherum genug Löschwasser, glaubten
    die Beamten, ich wollte mich über sie lustig machen. Als ich ihnen
    erklärte, das Wasser käme noch in großen Mengen, und zwar viel mehr
    als ich zum Löschen benötigte, brachte mir das den Besuch eines Arztes
    vom Landeskrankenhaus ein. Er wollte von mir wissen, was ein Schiffbau
    auf dem Trockenen, fernab von jedem Gewässer, solle.

    Die Bezirksregierung teilte mir daraufhin telefonisch mit, ich könnte
    ja gern ein Schiff bauen, müsste aber selbst zusehen, wie es zum
    nächsten größeren Fluss käme. Mit dem Bau eines Sperrwerks könnte ich
    nicht rechnen, nachdem der Ministerpräsident zurückgetreten sei. Dann
    rief mich noch ein anderer Beamter dieser Behörde an, der mir
    erklärte, sie seien inzwischen ein kundenorientiertes
    Dienstleistungsunternehmen und darum wolle er mich darauf hinweisen,
    dass ich bei der EU in Brüssel eine Werftbeihilfe beantragen könne;
    allerdings müsste der Antrag achtfach in den drei Amtssprachen
    eingereicht werden.

    Inzwischen ist beim Verwaltungsgericht ein vorläufiges
    Rechtsschutzverfahren meines Nachbarn anhängig, der einen Großhandel
    für Tierfutter betreibt. Der hält das Vorhaben für einen großen
    Werbegag - mein Schiffbau sei nur darauf angelegt, ihm Kunden
    abspenstig zu machen. Ich habe ihm schon zwei Mal erklärt, dass ich
    gar nichts verkaufen wolle. Er hört mir gar nicht zu und das
    Verwaltungsgericht hat offenbar auch viel Zeit.

    Die Suche nach dem Zedernholz habe ich eingestellt. Libanesische
    Zedern dürfen nicht mehr eingeführt werden. Als ich deshalb hier im
    Wald Bauholz beschaffen wollte, wurde mir das Fällen von Bäumen -
    unter Hinweis auf das Landeswaldgesetz verweigert. Dies schädige den
    Naturhaushalt und das Klima. Außerdem sollte ich erst eine
    Ersatzaufforstung nachweisen. Mein Einwand, in Kürze werde es gar
    keine Natur mehr geben und das Pflanzen von Bäumen an anderer Stelle
    sei deshalb völlig sinnlos, brachte mir den zweiten Besuch des Arztes
    vom Landeskrankenhaus ein.

    Die angeheuerten Zimmerleute versprachen mir schließlich, für das
    notwendige Holz selbst zu sorgen. Sie wählten jedoch erst einmal einen
    Betriebsrat. Der wollte mit mir zunächst einen Tarifvertrag für den
    Holzschiffbau auf dem flachen Lande ohne Wasserkontakt aushandeln.
    Weil wir uns aber nicht einig wurden, kam es zu einer Urabstimmung und
    zum Streik. Herr, weißt du eigentlich, was Handwerker heute verlangen?
    Wie soll ich denn das bezahlen?

    Weil die Zeit drängte, fing ich schon einmal an, Tiere einzusammeln.
    Am Anfang ging das noch ganz gut, vor allem die beiden Ameisen sind
    noch immer wohlauf. Aber seit ich zwei Tiger und zwei Schafe von der
    Notwendigkeit ihres gemeinsamen und friedlichen Aufenthaltes bei mir
    überzeugt hatte, meldete sich der örtliche Tierschutzverein und rügte
    die artwidrige Haltung. Und mein Nachbar klagt auch schon wieder, weil
    er auch die Eröffnung eines Zoos für geschäftsschädigend hält.

    Herr, ist dir eigentlich klar, dass ich auch nach der Europäischen
    Tierschutztransportverordnung eine Genehmigung brauche? Ich bin schon
    auf Seite 22 des Formulars und grüble im Moment darüber, was ich als
    Transportziel angeben soll. Und wusstest du, dass z. B Geweih tragende
    Tiere während der Brunftzeit überhaupt nicht transportiert werden
    dürfen? Und die Hirsche sind ständig am Schnackseln, wie Fürstin
    Gloria sagen würde und auch der gemeine Elch und Ochse denken an
    nichts anderes, besonders die südlicheren!

    Herr, wusstest du das? Übrigens, wo hast du eigentlich die Callipepia
    caliconica - du weißt schon, die Schopfwachteln und den Lethamus
    Discolor versteckt? Den Schwalbensittich habe ich bisher auch nicht
    finden können. Dir ist natürlich auch bewusst, dass ich die 43
    Vorschriften der Binnenmarkt Tierschutzverordnung bei dem Transport
    der Kaninchen strikt beachten muss. Meine Rechtsanwälte prüfen gerade,
    ob diese Vorschriften auch für Hasen gelten.

    Übrigens: wenn du es einrichten könntest, die Arche als fremdflaggiges
    Schiff zu deklarieren, das sich nur im Bereich des deutschen
    Küstenmeeres aufhält, bekäme ich die Genehmigung viel einfacher. Du
    könntest dich doch auch einmal für mich bemühen. Ein Umweltschützer
    von Greenpeace erklärte mir, dass ich Gülle, Jauche, Exkremente und
    Stallmist nicht im Wasser entsorgen darf. Wie stellst du dir das
    eigentlich vor? Damals ging es doch auch! Vor zwei Wochen hat sich das
    Oberkommando der Marine bei mir gemeldet und von mir eine Karte der
    künftig überfluteten Gebiete erbeten. Ich habe ihnen einen blau
    angemalten Globus geschickt. Und vor zehn Tagen erschien die
    Steuerfahndung; die haben den Verdacht, ich bereite meine Steuerflucht
    vor. Ich komme so nicht weiter Herr, ich bin verzweifelt! Soll ich
    nicht doch lieber meinen Rechtsanwalt mit auf die Arche nehmen?"

    Noah fing wieder an zu weinen. Da hörte der Regen auf, der Himmel
    klärte auf und die Sonne schien wieder. Und es zeigte sich ein
    wunderschöner Regenbogen.

    Noah blickte auf und lächelte. "Herr, du wirst die Erde doch nicht
    zerstören?"

    Da sprach der Herr: "Darum sorge ich mich nicht mehr, das schafft
    schon eure Verwaltung !!

    Sowelu :D

    1.: Ein neuer Monat! Fasse meine "Neu-Monats"-Vorsätze für diesen Monat.

    2.: Habe meine Freundin, die in einem anderen Viertel wohnt, nach 3 Wochen
    das erste Mal wieder besucht. Wurde von meiner Freundin als "Schwein"
    beschimpft und vor die Tür gesetzt.

    Neuer "Neu-Monats"-Vorsatz: Neue Freundin suchen!

    3.: War heute das erste Mal, seit Beginn des Monats wieder in der Schule.
    Wurde vom Direktor angeschnauzt wegen Überhandnahme meiner Fehlstunden.
    Wurde von einem Lehrer wegen meiner Fehlstunden verarscht. Habe daraufhin
    zurückverarscht. Wurde abermals vom Direktor angeschnauzt, wegen
    "Beleidigung eines Lehrkörpers".

    Neuer "Neu-Monats"-Vorsatz: Auto des Direktors anzünden!

    4.: Habe heute auf dem Schulweg die toten Katzen und Hunde am Straßenrand
    gezählt: 38 Stück! Daraufhin versuchte ich diese Zahl auf die gesamte
    Fläche der Stadt zu rechnen, um herauszufinden, wie viele tote Katzen
    und Hunde in der GESAMTEN Stadt an den Straßenrändern liegen.

    Neuer "Neu-Monats"-Vorsatz: Mathe üben!

    5.: 8.00 Uhr: Habe um zwei Stunden verschlafen. Hitzige Diskussion mit mir
    selbst, ob es sich denn überhaupt noch lohnt aufzustehen.
    Schaudere bei Gedanken an Direktor.
    8.05 Uhr: Die Faulheit hat gesiegt: Ich schlafe weiter!
    Am Abend: Mir ist aufgefallen, daß ich keine Hausaufgaben mehr gemacht
    habe seit Beginn des Monats (bzw. seit Beginn des Schuljahres).

    Habe beschlossen, ab morgen regelmäßig Hausaufgaben zu machen.

    6.: Hilfe! Der bekloppte Direktor will mich wegen ein paar Fehlstunden von
    der Schule schmeißen! Habe jetzt keine Nerven mehr zum Hausauf-
    gaben machen.

    Habe beschlossen, ab morgen regelmäßig Hausaufgaben zu machen.

    7.: Morgens: Der Direktor war sehr erregt, weil jemand die Windschutzscheibe
    seines Wagens mit grünen Werbeaufklebern zugeklebt hat.
    Mittags: War heute bei einem Freund, der im Hafenviertel wohnt, zu Besuch.
    Habe mich von ihm überreden lassen, zu meiner Freundin zu fahren
    und mich wieder mit ihr zu versöhnen.
    Abends: Kann auch heute keine Hausaufgaben machen, weil ich ein blaues
    Auge habe und mich wegen Prellungen und blauer Flecken kaum noch
    bewegen kann.
    Neue "Neu-Monats"-Vorsätze: I.: Merken: Auch Frauen sind gewalttätig!
    II.: Wenn die Zeit reif ist, regelmäßig
    Hausaufgaben machen!

    8.: Da ich heute keine Schule hatte (wirklich nicht!), fuhr ich in die Stadt,
    u.a. um eine Apotheke aufzusuchen. Wollte meine Tante besuchen und erfuhr
    bei der Gelegenheit, dass sie bereits vor drei Jahren verzogen ist.

    Merke: Monats-Vorsatz: "Tante ab und zu mal besuchen", streichen!

    9.: Habe meinen "Hafen-Viertel"-Freund verprügelt, weil er dumme Ratschläge
    erteilt. Habe, um dem "Direktor-Anschnauz" zu entgehen, die Schule gleich
    danach verlassen und bin mit dem Bus in die Stadt gefahren. Wurde dennoch
    angeschnauzt, weil ich einer alten Dame meinen Sitzplatz nicht freiwillig
    rausrücken wollte. Zu Hause: Hitzige Diskussion mit mir selbst, Thema:
    Wieso lebe ich überhaupt (noch)? Mache mich schon mal auf den morgigen
    "Direktor-Anschnauz" gefasst.

    10.: Hatte Glück! Der Direktor ist heute geschäftlich unterwegs! Wurde von
    einem hübschen Mädchen angesprochen und nach der Ursache meiner Ver-
    letzungen gefragt. Konnte ihrem Charme nicht widerstehen und plauderte
    alles aus, mit der anschließenden Bitte, es niemandem weiterzuerzählen.

    11.: Wurde heute von verschieden Leuten gehänselt, weil ich von meiner
    Freundin verprügelt wurde.

    Neuer "Neu-Monats"-Vorsatz: Wenn dich nochmal ein hübsches Mädchen
    anspricht: Erschiessen!

    12.: Habe mich heute aus zwei Gründen nicht zur Schule getraut:

    I.: Die Story mit meiner Freundin macht noch die Runde.
    II.: Der Direktor ist heute von seiner Geschäftsreise zurück!

    Hitzige Diskussion mit mir selbst, Thema: Morgen ist der letzte Schultag
    vor dem Wochenende; lohnt es sich überhaupt noch hinzugehen? Erkenne nach
    langem Nachdenken, daß wenn mich der Direktor morgen nicht pünktlich in
    der Schule antrifft, ich mir eine andere Schule suchen kann.

    13.: 6.00 Uhr: Wecker bimmelt mir die Ohren voll! Hitzige Diskussion mit mir
    selbst, Thema: Wecker an die Wand klatschen: Ja, Nein?
    6.15 Uhr: Blute stark am rechten Fuß, weil barfuss in Einzelteile von
    Wecker getreten.
    6.30 Uhr: Habe heiße Milch über meine Genitalien verschüttet. Stürze
    schreiend ins Bad und lasse kaltes Wasser über Selbige laufen.
    6.45 Uhr: Treffe letzte Vorbereitungen zum Aufbruch und entdecke bei der
    Gelegenheit, dass die Unterseite meiner Schultasche aufgerissen
    ist.

    Neuer "Neu-Monats"-Vorsatz: Katze ebenfalls an die Wand
    klatschen!

    6.46 - 6.49 Uhr: Verzweifelte Suche nach einer Plastiktüte.
    6.50 Uhr: "Heute klappt aber auch nichts!"
    6.51 Uhr: "Um 7 Uhr muss ich bei meiner Fahrgemeinschaft sein!!"
    6.53 Uhr: Stürze aus dem Haus, um Fahrgemeinschaft noch rechtzeitig zu
    erreichen.
    6.54 Uhr: Kehre wieder zurück, weil Plastiktüte mit Schulsachen vergessen.
    6.56 Uhr: Zweiter Versuch, Fahrgemeinschaft zu erreichen.
    7.01 Uhr: Fahrgemeinschaft schon über alle Berge. Erste Selbstmordpläne.
    7.04 Uhr: Fasse Beschluss, noch nicht aufzugeben. Winke Taxi heran.
    7.10 Uhr: "Der Taxifahrer fährt wie eine Schnecke!"
    7.15 Uhr: Hitzige Diskussion mit Taxifahrer über Sinn und Unsinn des
    pünktlichen Erscheinens in der Schule.
    7.25 Uhr: Habe beschlossen, Taxifahrer zu erwürgen. Teile meinen
    Entschluss Taxifahrer mit. Taxifahrer gibt nun Gas!
    7.41 Uhr: Stehe im Stau, eine einzige Autoschlange. Habe mich schon damit
    abgefunden, die Schule verlassen zu müssen. Erneute Selbstmord-
    pläne, die aber Taxifahrer mit einbeziehen.
    7.49 Uhr: Taxifahrer hat es geschafft, aus dem Stau herauszukommen.
    Fahrt über einen "Schleichweg" zur nächsten Hauptstraße.
    7.51 Uhr: "Ich hasse Schlaglöcher!!!"
    7.53 Uhr: Hauptstraße ist endlich erreicht. Sieben Minuten Zeit um zur
    Schule zu kommen. Taxifahrer gibt Gas wie ein Verrückter (nach
    gewaltigem Aufpreis).
    7.56 Uhr: Werden von Polizisten wegen Geschwindigkeitsübertretung
    angehalten. Musste Strafzettel bezahlen. Hitzige Diskussion mit
    mir selbst, Thema: Wie viele Jahre Gefängnis bekommt man bei
    Taxifahrermord?
    7.57 Uhr: "Wir schaffen es, wir schaffen es!"
    7.58 Uhr: Angekommen. Streit mit Taxifahrer um Bezahlung. Renne was das
    Zeug hält auf Eingang der Schule zu.
    7.59.59sec.: "Bin drin, bin drin!!!"
    8.00 Uhr: Erfahre, dass der Direktor heute krank im Bett liegt.

    Neue "Neu-Monats"-Vorsätze: I.: Jeden Morgen nach dem Beten, Taxifahrer,
    Direktor und Polizisten verfluchen!
    II.: Selbstmord begehen!

    14.: "Nur ja im Bett bleiben! Bloß nicht aufstehen!"

    15.: Verließ das Bett heute nur des Stuhlgangs wegen. Dachte daran, mich mit
    meiner Freundin zu versöhnen. Verwarf den Gedanken gleich wieder, zwecks
    Aufrechterhaltung meiner Gesundheit.

    Nachts: "Lieber Gott, laß die Schule abbrennen oder die Welt untergehn!"

    16.: Habe NICHT verschlafen, da ich schon am frühen Morgen von einem ekelhaften
    Gestank geweckt wurde, der von einer noch ekelhafteren braunen Masse auf
    der Mitte meines Betttuchs stammte.

    Neuer "Neu-Monats"-Vorsatz: Katze in braune Masse tauchen und anschließend
    erschlagen!

    Bin daher heute wieder in der Schule gewesen. Keine nennenswerte Vor-
    kommnisse.

    17.: Wurde heute in der Schule vom Hausmeister angesprochen, "ob das jetzt
    Gewohnheit würde", da ich schon den dritten Schultag hintereinander in
    der Schule anwesend war. Abends: Hitzige Diskussionen mit mir selbst,

    Themen: I.: Ist es noch moralisch vertretbar, Morgen auch noch zur
    Schule zu gehen?
    II.: Ist die Zeit schon reif, für regelmäßige Hausaufgaben?
    III.: Irgendetwas stimmt nicht mehr mit mir!

    18.: 10.35 Uhr: Habe verschlafen!!! Ist doch noch alles in Ordnung!
    Mittags: Habe fern gesehen. Gedenke Mitschülern, die jetzt im Unterricht
    sitzen. Breche in schallendes Gelächter aus.

    19.: Wurde heute in der Stadt von einem Drogendealer angesprochen. War nicht
    interessiert, da ich keine Drogen konsumiere. Bat ihn statt dessen, mir
    ein paar Buskarten aufzutreiben, die nämlich eine äußerste Seltenheit in
    dieser Stadt darstellen.

    20.: Meine Freundin hat mich heute angerufen. Sie hat mich für den 29. zu sich
    nach Hause beordert. Wenn ich sie dann "auf Knien bettelnd" anflehe, sich
    wieder mit mir zu versöhnen, hätte ich wieder was gut bei ihr. Hitzige
    Diskussionen mit mir selbst,

    Themen: I.: Wie tief werde ich denn NOCH sinken müssen?
    II.: Ist SELBSTMORD eine Alternative?

    21.: Die Schule war heute mal wieder ein Genuß sondergleichen! Freue mich schon
    auf Treffen mit Drogendealer, zwecks Anhebung meiner mentalen Stimmung.
    Traf mich heute nach der Schule mit dem Drogendealer. Er wollte das
    doppelte Geld pro Busfahrkarte haben. Beschloss, Dealer an Polizei zu
    verpfeifen. Teilte diesen Entschluss Dealer mit. Erhielt Karten zum
    halben Preis!

    Zwei Stunden später: Fühle mich herrlich, da ich jetzt wieder mit dem Bus
    fahren kann!

    22.: Bin schon um 7.00 Uhr aufgewacht und aufgestanden (an einem schulfreien
    Tag)!

    Neuer "Neu-Monats"-Vorsatz: Psychiater aufsuchen!

    23.: Habe, als ich heute morgen aufstand, in den Spiegel geschaut. Hitzige
    Diskussionen mit mir selbst,

    Themen: I.: Schlägt sich die Aufregung auf die Gesundheit nieder?
    II.: Sollte ich heute besser zu Hause bleiben?

    24.: In der Schule: Werde vom Direktor angeschnauzt, weil ich gestern mal
    wieder durch Abwesenheit glänzte. Versuche ihm meine
    Beweggründe zu erläutern; dass ich nur aus Besorgnis um
    meine seelische Gesundheit die Schule gemieden habe.
    Direktor bricht in schallendes Gelächter aus, "was soll
    ICH denn sagen"! Schlage Direktor vor, er solle den Rest
    des Schuljahres zu Hause verbringen. Werde von Direktor
    aus seinem Büro geschmissen, mit der Aufforderung, mich
    "nie wieder blicken zu lassen".

    25.: Seltsam, ich vermisse schon seit einer Woche meine Katze. Sie hat
    schwarzes Fell mit einem einzigen, kleinen, weißen Fleck. Sachdienliche
    Hinweise bitte an Robert Prost oder an jede Tankstelle oder Kiosk.

    26.: Habe Nachbarn in Verdacht, meine Katze ermordet zu haben. Zwei Stunden
    später: Habe Nachbarn in Verdacht, meine Katze entführt, vergewaltigt und
    ermordet zu haben. Die Ermittlungen dauern noch an.

    27.: Entdecke unter den üblichen Hunde- und Katzenüberresten auf der Haupt-
    straße ein schwarzes Katzenfell mit einem einzigen, kleinen, weißen
    Fleck. Verdacht gegen Nachbarn bestätigt sich, durch diese neue Beweis-
    lage, nun zum Glück doch nicht. Ich bin sehr erleichtert. Erfreue mich der
    Tatsache, dass ich der Katze zumindest keine teuren Impfungen oder Futter
    habe zukommen lassen.

    Neuer "Neu-Monats"-Vorsatz: Neue Katze suchen!

    28.: So, morgen ist es soweit: Ich begegne meiner Freundin! Abschiedsschreiben
    an alle meine Freunde nebst Testament liegen auf meinem Schreibtisch
    bereit. Telefoniere mit einem Freund. Es entwickelt sich ein langes
    Gespräch, in dem ich ihn darum bitte, im Falle meines Ablebens, das Fell
    meiner Katze von der Straße zu kratzen, und es neben meinem Grab beizu-
    setzen.

    29.: Ich verstehe die Welt nicht mehr! Wurde von meiner Freundin mit 42sec.(!)
    langem Kuss empfangen. Sie würde mich so lieben wie ich wäre und ich würde
    in Zukunft bei Fehlverhalten (nicht hingehen etc.) einfach eine Tracht
    Prügel beziehen, aber wir würden deshalb nie wieder unsere Beziehung ge-
    fährden oder in Frage stellen. Konnte ein hämisches Grinsen auf ihrem
    Gesicht ausmachen, als ich ihr von den Auswirkungen der letzten Miß-
    handlung berichtete.

    Am Abend: "Tja, ich bin halt so ein toller Typ und sie kann halt nicht
    von mir lassen ..... oder sie findet keinen anderen Dummen."

    30.: Habe, da ich nun doch noch lebe, die Abschiedsschreiben nebst Testament
    zerrissen. Habe einen Freund, der sich heute schon meine Einrichtung holen
    wollte, und daher nicht besonders begeistert war, mich noch lebend anzu-
    treffen, mit Fußtritten vor die Tür gesetzt. Konnte das Fell meiner ehe-
    maligen Katze nicht mehr für mich gewinnen, da sich seit neuestem die
    Überreste eines bissigen Schäferhundes über Selbiges erstrecken. Dem
    Reifenabdruck nach, habe ich dies einem LKW- oder Busfahrer zu verdanken.
    Habe natürlich, nach den gestrigen, nervenaufreibenden Ereignissen, nicht
    mehr im Traum daran gedacht, heute zur Schule zu gehen.

    31.: 10.35 Uhr: Werde vom Klingeln des Telefons aus meinem verdienten (Ver-)
    Schlaf gerissen. Ein Freund berichtet mir, der Direktor sei
    heute in Frührente gegangen, da sein Arzt ihm geraten habe,
    sich nicht mehr so viel aufzuregen. Ich antworte lautstark, was
    ICH denn damit zu tun hätte und dass es mich auch nicht im
    geringsten interessiere. Knalle Telefonhörer auf die Gabel, um
    endlich weiterschlafen zu können.

    Schließlich habe ich im nächsten Monat noch viel vor...................

    Sowelu :D

    Vorwort

    * Der richtige Umgang mit der Gegenposition (Regeln 1-4)

    * Allgemeine Taktik (Regeln 5-8 )

    * Der richtige Umgang mit dem Diskussionsgegner (Regeln 9-14)

    * Der richtige Umgang mit Betroffenen (Regeln 15-16)

    * Stilistische Hinweise (Regeln 17-20)

    * Murphys Gesetze der Internet-Diskussionen

    --------------------------------------------------------------------------

    Vorwort: Diskussionen im Internet sind faszinierend. Es fetzt, es knallt
    und nicht selten möchte ich die Diskutierenden gerne noch zusätzlich
    anfeuern! Leider werden fast alle Diskussionsforen inzwischen moderiert, so
    daß das volle Talent der Beteiligten nicht mehr so richtig zur Geltung
    kommt! Die folgenden Regeln habe ich nach sorgfältiger Analyse der diversen
    Diskussionsforen zusammengestellt. Mögen sie dazu beitragen, die
    Diskussionen so richtig spannend zu machen und das letzte an schillernder
    Argumentation aus den Kontrahenden herauszuholen! Ich wage sogar zu sagen,
    daß auch professionelle Forumsaufmischer hier noch etwas lernen können!


    1. Es gibt keine Gegenposition! Manchmal wird behauptet, für eine
    Position gäbe es Argumente und Gegenargumente. Das ist natürlich Unsinn!
    Wer will die schon alle gegeneinander abwägen? Wenn Sie recht haben, haben
    Sie recht und brauchen sich nicht mit Gegenargumenten zu belasten. Führen
    Sie nur die Argumente für Ihre Position ins Spiel! Gehen Sie auf
    Gegenargumente nicht ein! Beschimpfen Sie Leute, die auf Ihre Position mit
    Gegenargumenten reagieren als Spielverderber, Idioten, Radikale oder
    Dummköpfe.


    2. Es gibt höchstens eine extreme Gegenposition! Sie haben doch auf ein
    Gegenargument reagiert und nun wissen Sie nicht weiter? Pech, aber noch
    kein Grund zu verzweifeln: Steigern Sie die Gegenposition in ihre radikalst
    mögliche Ausprägung und jeder wird einsehen, daß sie nicht haltbar ist. Sie
    vermeiden dadurch weiterhin dieses mühsame Abwägen von Argumenten und
    Gegenargumenten. [Beispiele: In der Diskussion über Kinderkrippen will Ihr
    Diskussionsgegner seine Kinder nicht tagsüber betreut wissen, er will sie
    abschieben, loswerden. In der Staatsbürgerschaftsdiskussion will er keine
    Integration in verschiedene Gesellschaften, sondern eine allgemeine
    Beliebigkeit, Chaos. In der Promillediskussion will er nicht zwei Bier
    trinken, sondern besoffen Auto fahren. Ist er gegen die doppelte
    Staatsbürgerschaft, dann vertritt er "Ausländer raus".] Wenn Ihr
    Diskussionsgegner das abstreitet, dann sagen Sie ihm, er sei nicht
    konsequent. Ihr Diskussionsgegner steigert nun seinerseits Ihre Position
    bis sie absurd klingt? Eröffnen Sie ein Sonderforum und gehen Sie
    aufeinander los!


    3. Die Gegenposition ist auf jeden Fall schlechter als die eigene
    Position! Wenn Sie vor einem größeren Publikum schreiben, das im
    Hintergrund mitliest, ist die Steigerung in die radikalste Ausprägung
    manchmal zu plump. Dann bietet sich die ungenaue Argumentation als
    eleganteres Mittel an. Ungenaue Argumentation ist viel einfacher als
    exaktes Abwägen von Argumenten und Gegenargumenten und klingt dabei oft
    erstaunlich überzeugend (jedenfalls viel besser als ein einfaches Vorgehen
    nach Regel 1 oder 2). [Jeder weiß schließlich, daß für ein Kind die eigene
    Mutter besser ist als ein Heim. Folglich muß das Zuhause besser sein, als
    der Kindergarten. Jeder weiß daß zwei Staatsangehörigkeiten mehr sind als
    eine. Folglich führt die doppelte Staatsangehörigkeit in ein allgemeines
    Durcheinander.] Konkreter brauchen Sie nicht zu werden! Wer dies anders
    sieht, kann vermutlich nicht logisch vergleichen, bzw., nicht eins und eins
    zusammen zählen!


    4. Die Gegenposition kann höchstens ausnahmsweise mal stimmen! Ihr Gegner
    hat ein vernünftiges Beispiel gebracht? Gestehen Sie ihm zu, daß es solche
    Beispiele gibt, aber erklären Sie sie als Ausnahme oder sogar als nicht
    relevant. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Wenn Ihr
    Diskussionsgegner persönliche Beispiele bringt, ist er sowieso nicht
    objektiv. In diesem Fall ist sein Beispiel garantiert nicht relevant. Gut,
    daß sie ihm erklären können, worum es eigentlich geht!


    5. Nur auf das Große Ganze kommt es an! Lassen Sie sich nicht auf die
    Ebene der Alltagsprobleme und der kleinlichen praktischen Umsetzung herab!
    [Beispiele: In der Staatsbürgerschaftsdiskussion sind Eltern, die im
    Ursprungsland krank werden und Schlangestehen für ein Visum nicht das
    eigentliche Problem, sondern Nebeneffekte, Kleinkram. In der
    Vereinbarkeitsdiskussion von Kindern und Karriere sind Öffnungszeiten von
    Kindergärten und die lächerliche Alltagsorganisation nicht der Punkt, auf
    den es ankommt.] Ihre Analysen sind tiefergehend und schließlich wissen
    Sie, was wirklich zählt! Berufen Sie sich auf das Kindeswohl, die
    allgemeine Ordnung und auf das Gemeinwohl, vor denen kleinliche
    Eigeninteressen zurücktreten müssen. Wenn es gerade nicht Ihre Interessen
    sind, die zurücktreten sollen, umso besser! Dann sind Sie besonders
    objektiv!


    6. Nur Ihre Frage ist richtig gestellt! Oft sind Fragen von Anfang an
    falsch gestellt. Manchmal versuchen andere Diskussionsteilnehmer, eine
    Frage zu erweitern oder einzugrenzen. Lassen Sie sich bloß nicht darauf
    ein! Erklären Sie jedem sofort, worüber hier diskutiert wird und worüber
    nicht. Dies nennt sich Definitionsgewalt. Und die liegt selbstverständlich
    bei Ihnen!


    7. Ihre Position ist statistisch belegt! Suchen Sie nach einer Statistik,
    die Ihre eigene Position stützt. Überlegen Sie nie, ob die gleiche
    Statistik auch die Gegenposition belegen könnte. Schließlich ist die
    Gegenposition falsch! Daß Statistik auch falsche Positionen stützt, ist
    zwar leider richtig, in diesem Fall aber nicht relevant. Denn Ihre Position
    ist schließlich richtig!


    8. Ihr Diskussionsgegner kann nicht logisch denken! Manche Leute
    behaupten, bei Diskussionen spiele die unterschiedliche Gewichtung
    verschiedener Argumente eine Rolle. Das ist Unsinn! Wer alle Argumente
    kennt und logisch denken kann, muß immer zu dem gleichen Ergebnis kommen
    wie Sie! Ein anderer Blickwinkel zeigt nur, daß Ihr Gegner nicht kapiert
    hat, worauf es ankommt. Vermutlich kann er nicht logisch denken. Es kann
    nur zu seinem Besten sein, wenn er dies von Ihnen erklärt bekommt!


    9. Ihr Diskussionsgegner hat keine Ahnung von der Sachlage! Vermutlich hat
    er nach Feierabend immer Comics gelesen, während Sie in den richtigen
    Tageszeitungen die Hintergrundsberichte studiert haben. Stand nicht gestern
    in Ihrer örtlichen Tageszeitung ein Hintergrundsbericht über die Wirkung
    von Ozon auf den Menschen oder die demographische Entwicklung zu Beginn des
    letzten Jahrhunderts auf dem Land? Gehen Sie sofort (bevor Sie es wieder
    vergessen haben) in alle Diskussionforen, in die das passen könnte und
    erklären Sie den Dilettanten, die diesen Bericht nicht kennen, daß sie in
    dieser Diskussion nichts zu suchen hätten. Gehen Sie hinterher auch in die
    Diskussionsforen, in die das eigentlich nicht paßt, denn wer solch
    grundlegende Tatsachen nicht weiß, kann eigentlich nirgendwo mitreden.


    10. Ihr Diskussionsgegner hat keine Erfahrung! Sie waren mal im Urlaub in
    Indonesien, haben in Ihrer Jugend Fußball gespielt und kürzlich einen
    Selbstverteidigungskurs besucht? Dann sind Sie in allen Diskussionsforen
    automatisch Fachmann für die 3. Welt, Gewalt und Kriminalität und wissen,
    was der Innenminister und der Fußballbundestrainer alles falsch machen.
    Quellensuche haben Sie nicht nötig! Lassen Sie sich bloß nichts von Leuten
    erzählen, die hier ihr angelesenes Wissen zur Schau stellen. Nur Sie kennen
    die Welt!


    11. Ihr Diskussionsgegner verkompliziert alles unnötig! Dabei ist die
    Realität so einfach! Abtreibung ist Mord! Soldaten sind Mörder! Asylanten
    sind Betrüger (mindestens)! Feministinnen sind mindestens häßlich! Lassen
    Sie sich bloß nicht auf philosophische Diskussionen oder juristische
    Haarspaltereien ein! Bilden Sie die Wirklichkeit auf plakative Slogans ab,
    das reicht völlig! Ansonsten gilt hier natürlich die Regel 1. Wenn Sie
    Ihren Standpunkt ausschmücken wollen, dann schwelgen Sie in einer
    Beschreibung der Begriffe "Mord" oder "häßlich", das versteht wenigstens
    jeder. Aber richtig bildlich, sonst überzeugt es nicht!


    12. Ihr Diskussionsgegner hat eine eingeschränkte Sichtweise! Oder sogar
    ein eingeschränktes Weltbild! Was auch immer Sie vorbringen, er
    interpretiert es auf seine Art. Und natürlich falsch! Alles sieht er durch
    seine Brille! Er unterstellt Ihnen Intentionen, die Sie nie geäußert haben
    und Schlußfolgerungen, auf die Sie nie gekommen wären. Warum kann er nicht
    einfach Ihre Sätze nehmen, wie sie sind? Er macht sich ein Bild von Ihnen,
    was einfach nicht zutrifft! Vermutlich macht er sich sogar sein Bild
    darüber, wie Sie aussehen! Und dies ist totsicher auch wieder falsch!
    Erklären Sie ihm (sachlich), daß er nicht das Recht hat, Ihre Sätze einfach
    auf seine Art zu interpretieren. Niemand darf das!


    13. Ihr Diskussionsgegner will Sie nur ärgern! Abgesehen davon, daß er
    nicht recht hat, gibt es auch sonst gar keinen Grund, diese Diskussion vom
    Zaun zu brechen. Wenn beispielsweise Opfer des Nationalsozialismus über den
    Holocaust reden, dann wollen sie nur die Deutschen damit ärgern. Denn
    ansonsten gibt es selbstverständlich keinen Grund, über so etwas reden zu
    wollen. (Hier hat mich die Debatte um die Walserrede zur Verleihung des
    Friedenspreises 1998 inspiriert.) Aber auch bei weniger dramatischen
    Zusammenhängen wollen Ihre Diskussionsgegner immer nur Sie und Ihre
    Interessensgruppe ärgern: Wenn Grüne über Benzinpreiserhöhungen
    diskutieren, dann wollen sie die Autofahrer ärgern, wenn Europa über Haider
    diskutiert, dann soll die österreichische Bevölkerung geärgert werden. Das
    ist immer so! Ärgern Sie sich, aber sagen Sie Ihren Diskussionsgegnern, was
    Sie von ihnen halten!


    14. Ihr Diskussionsgegner ist schlecht! Unterstellen Sie ihm immer eine
    böse Absicht. Lassen Sie keine Entschuldigungen zu. Glauben Sie nicht, daß
    ihm je etwas aus "Versehen" passieren könnte. Behandeln Sie Dinge, die
    eintreten könnten wie Dinge, die schon eingetreten sind. Wer Auto fährt
    will z.B. andere Menschen überfahren. Wer einmal bei zu hoher
    Geschwindigkeit erwischt wurde, hätte dabei jemanden töten können. Und das
    ist so, als ob er dies wirklich getan hätte. Machen Sie ihm das klar! Wenn
    Sie selbst zu schnell fahren, dann passiert natürlich hoffentlich nichts.
    Ihre Teilnahme an den Diskussionsforen im Internet wird Sie schützen! Das
    gleiche Prinzip gilt im Umgang mit Kampfhundbesitzern, Autofahreren,
    Rauchern, Müll- Nichttrennern und anderen uneinsichtigen Zeitgenossen.


    15. Betroffene können niemals objektiv sein! Diskutieren Sie deshalb
    vorzugsweise als Mann in einem Forum über "Frauen und Feminismus", als
    Deutscher in einem Forum zur "Doppelten Staatsbürgerschaft" und als
    Autofahrer im "Allgemeinen Deutschen Fahrradclub". Ihr völlig neuer
    Blickwinkel ist dort sicher noch niemandem bekannt, ganz abgesehen davon,
    daß solche Gruppierungen nicht Ihre Intelligenz und Erfahrung mitbringen
    können. Voriges Lesen der anderen Beiträge ist in diesem Fall überflüssig,
    erklären Sie ohne Umschweife und in epischer Breite Ihre Sicht der Dinge.
    Einige Leute dort werden dies vermutlich nicht zu schätzen wissen, aber das
    ist nur der Neid der zu kurz gekommenen. Erklären Sie klipp und klar, daß
    Sie sich nicht ausgrenzen lassen und daß Ihre Kritiker voreingenommen sind.
    Die Art, wie man dort mit Ihnen umspringt, ist der beste Beweis!


    16. Betroffene wollen immer Extrawürste! Frauen wollen mehr Sicherheit nur
    für Frauen (und womöglich noch eigene weibliche Bezeichnungen in der
    Sprache!), Radfahrer wollen Extra-Radwege, die der Allgemeinheit den Platz
    wegnehmen, Ausländer wollen sogar 2 Staatsbürgerschaften, wo der gemeine
    Deutsche nur eine haben soll! Nicht mit Ihnen! Zum Glück gehören Sie keiner
    Interessensgruppe an und lassen sich das nicht bieten! Treten Sie als Mann,
    Autofahrer und Deutscher1 in den diversen Splitterforen auf und vertreten
    Sie die Allgemeinheit! Fordern Sie, daß alles so bleibt wie es ist! Für Sie
    gab es schließlich noch nie Privilegien und Sie wollen auch für die Zukunft
    keine!


    Bis hierher waren die Ratschläge rein inhaltlich. Jetzt müssen Sie
    natürlich Ihre eigenen Beiträge noch sprachlich entsprechend aufbereiten,
    damit sie auch ihre Wirkung voll entfalten können. Je nach dem geistigen
    Niveau der anderen Diskussionsteilnehmer lassen sich hier 2 Fälle
    unterscheiden:

    17. Fall A: Sie diskutieren mit Idioten! In diesem Fall sind an Sie selbst
    sprachlich keine Grenzen gesetzt. Von Idioten sollten Sie sich sogar
    unbedingt maximal abgrenzen! Leiten Sie Ihr Posting schon entsprechend ein,
    z.B. mit dem Satz "Haben Sie immer noch nicht kapiert, worauf es hier
    ankommt?!!" oder "Haben Sie immer noch nicht kapiert, daß wir hier über x
    und nicht über y diskutieren!!!" Sparen Sie nicht mit Ausrufezeichen und
    Großschreibung! DAS SIEHT SO AUS, ALS OB SIE SCHREIEN, KAPIERT !!!!!!!
    Außerdem merkt dann jeder, daß Sie genervt sind (außer natürlich den
    Idioten, mit denen Sie sich gerade rumärgern). Dann werden die vernünftigen
    Leute schon Ihre Partei ergreifen. [Verbündete sind in Diskussionsforen ja
    alles, aber das gibt irgendwann ein Extra-Kapitel.]
    Als Schlußsatz eignet sich u.a. die Wendung "JETZT KAPIERT?!! " oder auch
    "IMMER NOCH NICHT KAPIERT?? - SCHADE!!" Oder auch die Wendung, sie hätten
    das Posting Ihres Diskussionsgegners gar nicht gelesen, weil es Ihnen zu
    blöd war. Oder nur bis zu einem bestimmten Satz gelesen, der Ihnen zu blöd
    war. [Natürlich lesen Sie es dann trotzdem, denn möglicherweise findet sich
    ja weiter hinten ein noch viel besserer Angriffspunkt. Und den wollen Sie
    sich ja nicht entgehen lassen!]

    Vorsicht ist mit der Ankündigung geboten, Sie würden in Zukunft nie mehr
    die Postings des Betreffenden lesen. Mit Sicherheit wird er bald etwas so
    Blödes schreiben, daß Sie dann einfach nicht den Mund halten können und
    dann müssen Sie zugeben, daß Sie die ganze Zeit doch heimlich weiter
    mitgelesen haben. Hier ergibt sich voll und ganz das Problem von Herbert
    Wehner: "Wer rausgeht, muß auch wieder reinkommen!"
    KAPIERT??!!!
    ;)


    18. Fall B: Ihre Diskussionsgegner zeigen eine gewisse
    Mindestintelligenz (wenn sie natürlich auch längst nicht an Ihre
    Intelligenz heranreicht!) In diesem Fall müssen Sie etwas subtiler
    vorgehen. Anschreien, Ärger zeigen, nicht-lesen, etc. sind hier fehl
    am Platz und werden von Ihrem Gegner vermutlich als unsachlich
    gebrandmarkt werden. Also Vorsicht! Viel erfolgversprechender ist es
    hier, wenn Sie psychologisch werden, aber bleiben Sie dabei auf jeden
    Fall sachlich und objektiv! Erklären Sie Ihrem Gegner, was er alles
    falsch macht, aber unbedingt emotionslos. Gemeint sind hier keine
    inhaltlichen Statements zum Streitpunkt selbst! Sondern Statements,
    die sich einzig auf Ihren Diskussionsgegner beziehen, so in der
    Art:"Leider können Sie nicht logisch denken. Sie sehen alles nur durch
    Ihre Brille. Sie haben ein eingeschränktes Weltbild. Man merkt, daß
    Sie Probleme mit sich selbst haben." (Lesen Sie zur Stoffsammlung die
    Punkte 8 bis 15.) Von Ausrufezeichen ist hier eher abzuraten, denn die
    wirken zu emotional. Wenn Sie Angst haben, daß Sie zu dick auftragen,
    dann verbinden Sie es mit gutgemeinten Ratschlägen, wie es besser
    klappen könnte. Raten Sie Ihrem Gegner, sachlicher zu werden, seine
    eigene Sicht der Dinge einmal kritisch zu überprüfen, vor dem
    Hinschreiben einmal nachzudenken, etc. Fügen Sie am Ende unbedingt den
    Satz ein, dies Statement sei kein Angriff und nicht gegen ihn
    persönlich gerichtet, denn schließlich wollen Sie ja dann zur
    eigentlichen Diskussion zurück.


    19. Lassen Sie Kritik an sich selbst nicht zu! Kritiker nerven sowieso nur
    und wer ist schon kompetent genug, um Sie zu kritisieren? Zum Glück gibt es
    eine Reihe von Worthülsen und Tricks, die Ihren Kritikern von vornherein
    die Lust nehmen - ob Sie nun mit Idioten diskutieren oder mit überlegenen
    Gegnern (obwohl es die natürlich nicht gibt). Wenn Sie z.B. jemand für ein
    politisch nicht korrektes Statement kritisiert (und zwar selbst für ein
    politisch extrem nicht korrektes Statement im Stil von "Ich freue mich, daß
    es in xy gerade viele Unfalltote gab, denn ich kann die sowieso alle nicht
    leiden"), dann können Sie den "Ewig Betroffenen" ins Feld schicken.
    Betroffenheit hat sich im Internet in letzter Zeit etwas abgenutzt. Wo viel
    provoziert wird, gibt es viele Ermahner, die aber virtuell natürlich nicht
    viel bewirken können, außer sich selbst zu distanzieren. D.h., daß Sie
    darauf ganz lässig antworten können: "Ach, wieder so ein Ewig Betroffener!"
    und daß voraussichtlich die Kritik nachlassen oder zumindest nicht weitere
    Kreise ziehen wird. Der "Ewig Betroffene" und er der "Gutmensch" sind
    inzwischen geradezu ideale Schlagworte, um Kritiker mundtot zu machen und
    sich ungestört den Weg durch die Foren zu bahnen.

    Ansonsten können Sie auch Ihr Statement im nachhinein als lustig
    erklären, oder einfach ohne nähere Begründung über Ihre Kritiker
    lachen. Oder ihm ohne weiteren Kommentar rechtgeben und ihn damit ins
    Leere laufen lassen. Oder Sie diskutieren gleich unter 2 verschiedenen
    Identitäten, von denen einer provoziert und der andere die Kritiker
    auslacht. Wichtig ist nur, daß diese im Forum nicht überhand nehmen.
    Aber wenn Sie es geschickt anstellen, sollte das nicht passieren.


    20. Wenn ein Forum explodiert ... Manchmal läßt sich im Internet das
    Phänomen beobachten, daß ein ganzes Forum mit einem lauten Knall
    explodiert. Dies passiert meistens dann, wenn eine ganze Reihe von Leuten
    sich gleichzeitig an diese Regeln halten. Meistens passiert dies bei
    Themen, die eine gewisse moralische Komponente beinhalten (dann ist es den
    meisten fast unmöglich, neutral zu bleiben) und bei denen die Argumente pro
    und contra gleichermaßen überzeugend (Beispiel: Kopftuchstreit in Schulen)
    oder für den Laien gleichermaßen schwer zu verstehen sind (Beispiel:
    Atomkraft). In solchen Konstellationen neigen viele automatisch zur
    Befolgung der Regel 1 ("Es gibt keine Gegenposition"). Und dann wird es
    interessant. Sobald außerdem mehr als 3 Positionen aufeinanderprallen, wird
    Form (Regeln 16-19) und Inhalt (Regeln 1-15) unentwirrbar. Einige werden
    dann Ihrer Meinung sein, aber Ihre Form daneben finden, andere werden Ihnen
    inhaltlich widersprechen und Ihre Form noch zusätzlich daneben finden. Der
    oder die eine oder andere wird die Stimmung zusätzlich anheizen, um dabei
    die "Goldenen Regeln" ganz genau zu lernen... Die Zahl der Leute, die im
    Hintergrund mitlesen, steigt jedenfalls in solchen Momenten exponentiell
    an, ebenso die Zahl der Leute, die Partei ergreifen. Nach kurzer Zeit ist
    dann der Streit um die Sache vermischt mit einem Streit darüber, wer nun
    was gesagt hat, bzw., wer was wie gemeint hat, was überhaupt ausgesprochen
    werden darf und über welche Frage überhaupt diskutiert wird.

    Und böse Zungen behaupten, seit Veröffentlichung dieser Regeln, sei dieses
    Phänomen noch häufiger zu beobachten, aber das ist sicher nur eine
    böswillige Verleumdung!


    Murphys Gesetze der Internet-Diskussionen:

    Auch wenn Sie im Internet den größten Schwachsinn schreiben (aus Ironie,
    Ärger, Versehen oder nur zum Spaß), auch wenn Sie die unglaublichsten
    Behauptungen aufstellen, es wird sich immer jemand melden, der dies ernst
    genommen hat!

    Auch wenn Sie für die absurdeste Behauptung eine Quelle suchen - im
    Internet werden Sie fündig!


    Sowelu :D

    Suleika meine liebe Frau !

    Ich nix mehr arbeiten auf Bau,
    Auch viele Kollegen schon entlassen,
    doch du nicht denken, dass sei Schlimm,
    ich trotzdem froh und munter bin,
    denn Allah hat mich nicht verdammt,
    war gestern schon beim Arbeitsamt.
    Weil ich noch ein Jahr Aufenthalt,
    komm ich nach Hause nicht sobald.

    Muss meiden noch Moschee und Tempel,
    zeig Arbeitsamt Papier und Stempel.
    Das ganze Arbeit... Nix mehr bücken,
    und kann noch immer Geld Dir schicken.

    Hier scheint mir alles wie verhext,
    brauch nur noch schlafen, Konto wächst.
    Und ganz bestimmt bis nächsten Winter
    zahlt Arbeitsamt noch Geld für Kinder.

    Ich bin nun schon drei Jahre fort,
    vielleicht, Du hast noch Kinder dort,
    wo ich nicht weis, ist ganz egal,
    Du musst nur melden bei mir die Zahl
    und schnellstens schicken mir nach hier
    von Amt beglaubigtes Papier.

    Du sollst mal sehen, wie geht munter
    Einkommen rauf und Steuer runter.
    Heut Zahnarzt sagen ganz gewiss,
    bis Montag hab ich neu Gebiss.

    Vielleicht, wenn es ist Allahs Wille,
    bis anderen Mittwoch neue Brille.
    Das alles macht mir viel gut Spass,
    weil alles zahlt die Krankenkass.

    Wenn Ostern Oma kommt, will sehen
    dass sie auch kriegt so schöne Zähn,
    damit nicht warten muss bei Essen,
    bis Opa fertig hat gegessen,
    weil es doch immer besser ist,
    hat jeder eigenes Gebiss.

    Wir sind hier kleine Kolonie,
    und spielen Karten oft bis früh.
    Oh - Deutschland schönstes Land der Welt !
    Nix Arbeit und viel Stempelgeld.

    Ich wohn im Altbau noch ganz nett,
    mit Wasser, Strom und Plumpsklosett.
    Ist Zimmerchen auch ziemlich klein,
    fühl ich mich wohl, so wie daheim.

    Und Hausbesitzer lässt mich walten,
    kann mir sogar Kaninchen halten.
    Heut morgen noch war eines krank,
    hab's rausgeholt aus Kleiderschrank.

    Hab ganzen Tag es noch bewacht
    und dann am Abend notgeschlacht.
    Hab gleich verkauft es wieder weiter,
    an einen Freund, auch Gastarbeiter.

    Sag Frau hast Du auch Zelt geflickt
    vom Geld was ich Dir hab geschickt?
    Halt Einsamkeit noch ein Jahr aus,
    dann bring ich Geld und baue Haus.

    Vermiete Zelt dann mit viel List,
    an Deutsch - Familie - Die Tourist
    sein ganz verrückt auf weite Welt,
    will wohnen im Nomadenzelt,
    will wandern viel im Wüstensand
    weis nicht, wie schön ist eigenes Land.

    Und nun ich mache Brief jetzt Schluss
    und senden Dir ganz viele Kuss.
    Bleib viel gesund, grüss alle Lieben,
    sag ihnen, A L I hat geschrieben
    aus Deutschland, schönstes Land der Welt,
    wo man für nixtun noch kriegt Geld !!!

    Denn wenn Vertrag ist hier am Ende,
    komm ich in Heimat noch mit Rente
    vorbei dann Kummer, Not und Dalles
    Deutschland - Deutschland über alles !!!


    Sowelu :D

    Dont worry folks, read this :


    Brief eines Bayern an die NASA

    Greet God, I write you, because you must help me. I have seen your Space
    Shuttle in the television. In color. And so came me the idea to make
    holidays in the world-room. Alone! Without my crazy wife.

    I am the Kraxlhuber. The King of Bavaria was my clock-clock grandfather. I
    stand on a very bad foot with my wife. Always she shouts with me. She has a
    shrill voice like a circle saw. She lets no good hair at me. She says I am
    a Schlapp-tail. She wants that I become Bürgermaster. But I want not be
    Bürgermaster. I have nothing at the hat with the political shit. I want my
    Ruah. And so I want make holidays on the moon. Without my bad half. But I
    take my dog with me. He is a Boxer. His name is Wurstl.

    So I want book a flight in your next Space Shuttle. But please give me not a
    window place. I would kotz you the rocket full, because I am not swindle-
    free. And no standing-place please. And please do not tell my wife that I
    want go alone. She has a big Schrot-gun. She would make a sieve from my ass.

    I need not much comfort. A nice double-room with bath and kloo and heating.
    And windows with look to the earth. So I am look through my farglass and see
    my wife working on the potatoe field. And I and my dog laugh us a branch
    (häha). We will kringel ourself before laughing (höhöhöhöhö).

    Is what loose on the moon? I need worm weather and I hope the sun shines
    every day. This is very good for my frost-boils.

    Sowelu :D

    Nummer 1: Beantworten Sie keine Fragen

    Es wäre deprimierend, wenn wir nicht davon ausgehen dürften, dass die
    Menschheit nach jeder Erfahrung, die sie macht, ein höheres Niveau
    erreicht. Eine Rückschau auf die Politikerrunden zeigt, dass in diesem
    Wahlkampf eine Form der Diskussion erreicht wurde, die jedem das
    Mitmachen erlaubt und die fast ausschließt, dass riskante Ergebnisse
    erzielt werden. Melden Sie sich unverzagt als Diskussionsteilnehmer!

    Ein bisschen arbeiten müssen Sie schon. Sie brauchen zunächst mal
    einen Text, den Sie auswendig lernen müssen. Diesen Text möglichst oft
    vorzutragen, gegebenenfalls in Bruchstücken, ist Sinn Ihrer Teilnahme
    an der Diskussion. Sollten Sie unterbrochen werden, machen Sie, wenn
    Sie wieder zu Wort kommen, dort weiter, wo Sie aufgehört haben, oder
    Sie fangen noch einmal von vorne an. Könner reden auch dann weiter,
    wenn mehrere andere sprechen. Das schafft Respekt, spart Zeit und
    mindert die Verständlichkeit. Es ist nämlich von Vorteil für Sie, wenn
    man Sie nicht versteht.

    Hören Sie auf keinen Fall auf das, was andere vorbringen - das
    verwirrt sie nur. Beantworten Sie keine Fragen, sondern stellen Sie
    Gegenfragen, zum Beispiel: Meinen Sie das im Ernst? Wenn Sie sich
    sicher fühlen, reden Sie sofort los, egal ob ein anderer spricht.
    Reden Sie weiter, wenn er nicht zu sprechen aufhört, bis er nachgibt.
    Reden Sie auch dann weiter, wenn er schließlich zum Schweigen gebracht
    wurde. Das müssen Sie täglich mit Ihrer Familie üben.

    Unterbricht jedoch einer, fordern Sie ihn energisch auf, Sie nicht zu
    unterbrechen, Sie hätten ihm auch zugehört, auch wenn das gar nicht
    stimmt. Was Sie sagen, ist eigentlich egal. Hauptsache, Sie bringen
    Ihre Stichworte rüber. Wenn andere reden und Sie es nicht schaffen,
    Ihnen ins Wort zu fallen, müssen Sie durch Ihr Mienenspiel zum
    Ausdruck bringen, dass Sie alles für dumm, falsch oder verlogen
    halten. Schütteln Sie den Kopf, und verdrehen Sie ihre Augen nach
    oben, als erbäten sie den Beistand des Himmels angesichts der Dummheit
    und Bosheit der Diskussionspartner. Oder reden Sie dazwischen, zum
    Beispiel: "Stimmt nicht!", "Völlig falsch!" "Unsinn!" Üben sie auch
    das vor dem Spiegel ein, es lohnt sich, nicht nur in der Politik, auch
    zum Beispiel bei Familienstreitigkeiten oder bei Auseinandersetzungen
    mit Mitarbeitern und Untergebenen.

    Wenn aber die Rollen anders verteilt sind und nicht Sie, sondern der
    Gegner grinst, den Kopf schüttelt und ein schrilles Haha ausstößt,
    dann sollten Sie ihn fragen: "Müssen Sie eigentlich immer lachen wenn
    Sie mit jemandem sprechen?" oder: "Sie wackeln dauernd mit dem Kopf.

    Haben Sie das schon länger?" oder: "Haben Sie getrunken?" Wenn der
    Gegner wütend wird und laut, ist das gut für Sie. Sprechen sie
    begütigend auf ihn ein. Sie hätten es ja nur gut gemeint. Leiten Sie
    dann über zu dem Thema, das ihn ärgert. Wenn er wieder wütend wird,
    kündigen Sie an, nochmals langsam das zu sagen, was die Aufregung
    ausgelöst hat. Dann werde jeder Demokrat, der guten willens sei,
    erkennen, dass Sie Recht hätten. Und dann bringen Sie wieder Ihren
    Text.

    Bei fast jedem Vorschlag ist irgendjemand benachteiligt. Zeigen Sie,
    dass Sie moralisch sind. Eine Liberalisierung des Kündigungsschutzes
    verbessert vielleicht die Chancen der Arbeitsuchenden. Aber sie
    verschlechtert möglicherweise jenen, die einen Arbeitsplatz haben, die
    Chance, ihn zu behalten. Treten Sie möglichst für beide ein.

    Wenn es nicht anders geht, nehmen Sie sich der Sache des Schwächeren
    an. Jetzt dürfen Sie nach Herzenslust auf das Unrecht schimpfen.
    Fordern Sie den, der die Benachteiligung will, auf, sich zu schämen.
    Der so Gemaßregelte braucht in solcher Situation nicht darzustellen,
    worin der Unsinn, die Torheit liegt. Hauptsache ist, das Wort wird so
    oft auf die Gegner angewendet, sodass es schließlich an Ihnen hängen
    bleibt.

    Wenn jemand moralisch argumentiert, könnte ihm ein Wort von Ludwig
    Marcuse entgegengehalten werden, das lautet: "Wer von Moral redet,
    muss auf Moral untersucht werden." Aber dann sollten sie von ihm schon
    "ebbes Persönliches" wissen, wie es im Schwäbischen heißt, und im
    Stande sein, das Persönliche so anzudeuten, dass Sie strafrechtlich
    nicht belangt werden können. Lassen Sie das lieber bleiben. Sagen Sie
    einfach: "Immer wenn sie nicht weiterwissen, werden sie moralisch, was
    ist bloß los mit Ihnen?" Das brauchen Sie nicht zu begründen. Applaus
    ist so gut wie sicher.

    Es ist besser, gar nicht auf die Argumente anderer
    Diskussionsteilnehmer Bezug zu nehmen. Das Publikum könnte meinen,
    diese seien wichtig. Für Sie ist nur Ihre Meinung wichtig. Im Prinzip
    gilt dasselbe auch für Fragen des Moderators. Vor allem weibliche
    Moderatorinnen sind aber gefährlich, weil sie meinen, bei einer
    Diskussion müsse etwas herauskommen. Dabei ist doch der wichtigste
    Zweck zu verhindern, dass die jeweils anderen Diskussionsteilnehmer
    verstanden werden.

    Im Umgang mit Moderatoren sollte man vorsichtiger sein, damit man sie
    nicht ins gegnerische Lager treibt. Werden Sie unterbrochen, sagen
    Sie, wenn Sie wieder dran sind, leider hätten Sie zu der Frage aus
    Zeitgründen nichts bemerken können, würden das aber jetzt tun, müssten
    aber zuvor noch bemerken . . . und dann bringen Sie erneut Ihren Text.

    Noch einen Hinweis für den Inhalt Ihres Textes: Hilfreich ist eine
    Sammlung von dummen Bemerkungen, die Leute gemacht haben, die der
    Partei des Gegners angehören oder nahe stehen. Sie können behaupten:
    "In Ihrer Partei wird gesagt . . ." - "Was sagen Sie dazu?"


    Sowelu :D

    in der Fassung vom 11.11.1997

    Gesetzestext

    § 1 (Begriffsbestimmung, Anwendungsbereich)

    (1) Satire im Sinne dieses Gesetzes ist:

    1. jede verbale

    2. jede non-verbale

    3. jede sonstige

    Äußerung, allein oder in Verbindung mit Tatsachen
    und/oder Werturteilen, die nicht von der Bundes-
    regierung oder einer der Landesregierungen gemacht
    oder autorisiert wurde. Ist eine solche Äußerung von
    den in S. 1 genannten Stellen gemacht oder autorisiert
    worden, handelt es sich um REALsatire.


    § 2 (Äußerungsvorbehalt)

    (1) Bevor Satire geäußert werden darf, ist die Genehmigung
    der zuständigen Stelle einzuholen.

    Hierbei sind folgende Fristen einzuhalten:

    1. 4 Wochen für allgemeingültige Satire

    2. 2 Wochen für Satire über politische Ereignisse, die
    nicht unter Ziffer 3 fallen,

    3. 1 Woche für tagesaktuelle Satire

    (2) Die Zuständigkeit bestimmt sich dabei nach §3 dieses
    Gesetzes.


    § 3 (Zuständigkeiten)

    (1) Für die Maßnahmen nach diesem Gesetz wird eine Bundessatire-
    verwaltungsstelle (oberste Behörde im Sinne von Art. 87 Abs. 1,
    Abs. 3 S.2 GG) mit eigenem Verwaltungsunterbau errichtet.Im
    einzelnen handelt es sich dabei auf Länderebene um die
    Ländersatiresicherheitsverwaltung (kurz: Lässig) und auf
    Gemeindeebene um das Rechtsstrategische-interaktions-
    korrektiv (kurz: Restriktiv).

    (2) Weitere Ämter können die Länder in eigener Verantwortung
    hinrichten, wenn es die Lage überfordert.


    § 4 (Sport)

    (1) Die Ausübung von Satire im Sportbereich bedarf einer
    Genehmigung des örtlich zuständigen Restriktivs.

    Eine solche Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn
    der Bewerber die erforderliche Qualifikation aufweist.
    Diese liegt in der Regel dann vor, wenn der Bewerber

    1. mindestens 15 Jahre hauptberufliche Tätigkeit als
    öffentlich-rechtlicher Rundfunk- oder Fernsehreporter
    im Fußballbereich aufweisen kann.

    2. mindestens 5 Jahre hauptberufliche Tätigkeit als
    öffentlich-rechtlicher Rundfunk- oder Fernsehreporter
    im Fußballbereich aufweisen kann, dabei aber mindestens
    5 Länderspiele kommentiert hat.

    3. mindesten 2 Jahre als Redakteur bei Sport-o-ZYN! regel-
    mäßige Kolumnen betreut hat

    4. keine Erfahrung in diesem Bereich hat, aber festen
    Willen, sie zu erwerben und diesen Willen durch
    entsprechende Tests belegen kann.


    § 5 (Tagespolitik)

    (1) Tagespolitik darf unter den Voraussetzungen des §2
    jeglicher Satire unterzogen werden. Die Grenze wird
    allein durch das Recht- und Billiggefühl der Quartals-
    götter bestimmt. Diese sind bei der Entscheidung über
    die Genehmigung nach §2 vorher zu hören.

    (2) Als Tagespolitik gilt auch solche Politik, die lediglich
    einige Stunden lang Geltung beansprucht, bis sie wieder-
    rufen wird, weil das gegenteil bewiesen wurde.


    § 6 (Religiöse Vereinigungen)

    (1) Religiöse Vereinigungen haben das Recht, ihre Satire selbst
    und eigenverantwortlich in dafür von ihnen vorgesehenen
    Gebäuden oder auch unter freiem Himmel auszuüben.

    (2) Als religiöse Vereinigung im Sinne dieses Gesetzes gelten
    nur solche, die ein Mindestkapital von 4000 Gebeten und 10
    Geboten haben.


    § 7 (Jugendschutz)

    (1) Satire darf nicht dazu mißbraucht werden, Kinder unter 25
    Jahren in der Öffentlichkeit zu indoktrinieren.

    (2) Über die Einhaltung des Jugendschutzes schläft ein ununter-
    brochen abhängiges Gremium, das in gleicher, geheimer und
    freier Bestimmung durch die jeweils amtierende Bundestags-
    präsidentin oder ähnlich flugberechtigter Personen einge-
    setzt wird.


    § 8 (Frauengleichschaltung)

    (1) Die Mindestweiblichkeitsquote beträgt 50%. Anzurechnen sind
    dabei insbesondere chauvinistische, patriacharlische und
    diskriminierende sowie ins Besondere auch sexistische
    Äußerungen.

    (2) Soweit es sich um von Frauen gemachte Satire handelt, ist
    diese den Quartalsgöttern der Prüfung vorzulegen, da sie
    insbesondere sich nicht mit Männern befassen darf.


    § 9 (Schußwaffengebrauch)

    (1) Im Einvernehmen mit dem Bundesverkehrsminister dürfen unbot-
    mäßig tangierte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zur
    Wiederherstellung der Sittenordnung von der Schußwaffe
    Gebrauch machen.

    (2) Eine Tat, die durch die in Abs. 1 genannte Stelle geboten
    ist, ist nicht rechtswidrig.


    §10 (Grundgesetzeinschränkungen)

    (1) Durch dieses Gesetz werden die Grundrechte aus Art.1 bis 19
    des GG eingeschränkt.

    (2) Dieses Gesetz gilt als allgemeines Gesetz im Sinne des
    Art.5 Abs.2 GG. Es richtet sich nicht gegen bestimmte
    Meinungen, sondern nur gegen mißleibige.


    §11 (Inkrafttreten)

    (1) Dieses Gesetz tritt nach seiner Verkündung im Bundessatire-
    anzeiger in Kraft.

    (2) Im Bundesland Bayern gilt dies mit der Maßgabe, daß der
    Ministerpräsident im Einvernehmen mit dem Innenminister
    einen Mindestbestand an Streitkräften zur Verfügung ge-
    stellt bekommt.


    Sowelu :D

    ja, wenn es bei infokrieg.tv steht, muss es auch stimmen, ist ja schliesslich eine über jeden Zweifel erhabene Wahrheitsinstanz, Alexander Benesch ist ja sicher von UNO und OPEC legitimiert worden, also nichts wie Hamsterkäufe tätigen, Gasmasken besorgen und Luftschutzkeller im Garten buddeln

    Und nu? Spiegel online lesen , USA Flagge im Garten hissen und fest an der Seite unseres großen Bruders stehen ??

    Übrigens ,was ist der Unterschied zwischen einem Bruder und einem Freund?
    Den Freund kann man sich aussuchen ! :D

    "Hatte auf Empfehlung die Absicht, mich hier zu registrieren und unter diesem Motto mitzuwirken, gut, dass ichs nicht gemacht habe aber gut, dass ich das Forum auch in meiner Jugendarbeit zu beweiskräftigen Aufklärung nutzen konnte und sicher weiter kann."


    Solche Äußerungen und Handlungen stellen den Verfasser auf eine Stufe mit den Handlungen und Vorgehensweisen der von Ihm so angeprangerten rechten Instutionen !!

    Was ist den nun wohl besser ,Teufel oder Belzebub ,sprich linke oder rechte Beeinflussung der Jugend ?

    Was wäre denn mal mit " Kümmern um die Jugend" um der Jugendlichen willen und nicht um die Konditionierung zukünftiger Gesinnungsgenossen,egal ob links oder rechts ??
    Armes Deutschland...Gute Nacht kann ich da nur sagen .
    Sowelu

    Es ist erstaunlich wie eifrig und krampfhaft hier einige Mitglieder versuchen mit allen Mitteln die gängige Auffassung über den Pseudostaat Deutschland aufrecht zu erhalten.
    Untrügliche Fakten werden ignoriert oder zerredet.
    Mitglieder des Forums werden als Reichsidelogen bezeichnet !
    Ich erkläre mir diese Vorgehensweise eigentlich nur so :
    Es handelt sich um Lohnschreiber diverser Institutionen welche unbedingt eine kritische Sichtweise unterbinden wollen .
    oder um Mitglieder diverser Religionsgemeinschaften,welche vom installierten System Deutschland AG in irgendeiner Weise profitieren,
    oder Inhaber komfortabler Positionen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft deren Position durch eine Änderung des Systems Deutschland Ag gefährdet wäre ,oder .............. !
    Sowas würde ich als " Nebelwerfer " bezeichnen !
    Sowelu.

    "An dieser Stelle ist es nun Aufgabe der Bürger die

    verfassungsgebende Nationalversammlung einzuberufen um eine neue

    Verfassung zu beschließen und auf dem gleichen Wege die Alte für

    nichtig zu erklären.Auf diese Weise erlangt der Staat Deutsches Reich wieder Handlungsfähigkeit.°

    Tja " unsere " sogenannten Demokraten werden dies schon zu verhindern wissen !
    Anstatt in der BRD die "braune " Gefahr herbei zu reden ,sollten sich die sogenannten Demokraten daran machen eine Nationalversammlung einzuberufen und eine neue Verfassung beschließen ,die nicht ständig nach Belieben mal eben von jenen Demokraten abänderbar ist.
    Jeder,der sich hier Demokrat nennt und nicht aktiv ständig die Änderung dieses Zustandes anmahnt,ist nichts anderes als ein Systemschmarotzer und im schlimmsten Fall ein Kollaborateur gegen das deutsche Volk .
    So,und jetzt können einige hier wieder Ihr "Demokratentum" loben und andere als braun abstempeln .
    Sowelu.

    Der Erfinder des Stelzer-Motors. Frank
    Stelzer ist tot.
    [font='Arial']Reiht er sich ein in die
    Reihe der Erfinder und Menschen , DIE gestorben werden, weil sie nicht ins
    herrschende Raumfeld des Korruptheitzeitalters passen.

    Zudem ist sein Motor ziemlich unverwüstlich und nahezu wartungsfrei. Ein Horror
    also für alle verschleissfreudigen Autohersteller!

    Der geniale Erfinder Frank Stelzer erlag einem Herzinfarkt. Eine rein
    natürliche Todesursache wird von Insidern möglicherweise nicht ganz grundlos
    angezweifelt, denn Frank Stelzer stand in letzter Zeit in konkreten
    Verhandlungen mit arabischen Staaten und Drittländern. [/font]


    [size=12][font='&quot']Diese erkannten schon vor Jahren das Potential des deutschen
    Erfindergenies. Herkömmliche Verbrennungsmotor bestehen aus Minimum 300 Teilen,
    was zu den bekannten technischen und finanziellen Problemen (für die Kunden)
    führt[/font][/size]

    http://www.stelzer-motor.de/index.html