Beiträge von Tempelritter
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Da ich im Forum nirgendswo so ein Thema fand mach ich mal eins. Dabei will ich darauf eingehen was Quellen sind, welche Arten es gibt und wie man mit ihnen arbeitet.
1. Was ist eine Quelle?
Eine Quelle ist einfach ausgedrückt, jedes Ding was vergangenes Handeln ausdrückt, egal ob Bauwerk, Film oder Schrift. Auch die Natur, das Klima und die Umwelt kann als Quelle genommen werden. Quellen sind Medien die Erkenntnisprozesse ermöglichen.
2. Die Quellenarten
Ich liste mal mögliche Quellen auf (keine Vollständigkeit!) um auch mal zu zeigen was denn alles als Quelle wirken kann, bzw verschiedene Bezeichnungen die existieren.
Annalen, Chroniken, Biografien (Viten, Legenden, Autobiografien, Memoiren, Tagebücher), zeitgenösssische Geschichtserzählungen aller Art, Reisebeschreibungen, Festschriften, Jahresberichte, Sagen, Anekdoten, Lieder, Erzählungen, Epen, Dokumentarfilme, Diapositive, Fotos, Bildnerische Darstellungen, Videos, Denkmäler, Monumente, Urkunden (Privilegien, Verträge, Schenkungen), Akten (Gerichtsprotokolle, Reichstagsakten, Verwaltungsbestände, Rechtsvorgänge), Verfassungen, Gesetze, Rechte, Ordnungen, Anniversarien, Pfarr - und Familienbücher, Genealogien, Testamente, Lehenverzeichnisse, Inventare, Preis - und Lohnlisten, Wirtschaftsbücher, Statistiken, Karten, Pläne, Briefe, sämtliche Arten der Literatur, Siegel und Wappen, Münzen, Alltagsgegenstände, Gebäude, Bauwerke, Skelette, Überreste, Sprache, Institutionen, Brauchtum, Landschafts - und Siedlungsformen, Orts und Personennamen etc.
Die Liste ließ sich noch lange erweitern... ich denke das zeigt die Komplexität und Vielfaltigkeit, besonders dann wenn wir uns jetzt an die Arbeit machen.
3. Arbeit mit Quellen
Unvoreingenommenheit gibt es nicht. Diese Tatsache muss man sich bewusst machen; sie ist ein in wichtiger erster Schritt innerhalb einer kritischen Bearbeitung Quellen.
Quellenanalayse
Was muss beachtet werden bei einer Quelle? Man analysiert sie! Man macht am besten folgende Schritte zur Analayse:
Bestimmung der Quellengruppe und -art (z. B. Chronik, Urkunde, Akten, Bilder, Filmsequenz, Tonband, CD-ROM usw.)
Wie wurde die Quelle überliefert? => Fund- und Aufbewahrungsort der Quelle (Archiv, Bibliothek, Privatbesitz, Edition etc.)
Handelt es sich um das Original, ein Regest, einen Auszug, eine Kopie, einen Druck?
In welchem Zustand befindet sich die Quelle? => Bruchstücke, Vollständigkeit, Materialbeschaffenheit, Lesbarkeit, Schrift- und Druckqualität.Bei handschriftlichen Quellen ist es zudem besser nach dem Erhaltungszustand und nach technischen Merkmalen zu fragen.
Dieser Teil der Quellenbearbeitung dreht sich 1. um formale Aspekte und 2. um inhaltliche Kriterien. Die beiden Abschnitte zielen darauf ab die Authentizität und die Echtheit der Quelle abzuklären und zu sichern.
1. formale Aspekte
Wann ist die Quelle entstanden?
Wo ist die Quelle entstanden?
Wer ist der Verfasser oder der Produzent der Quelle?
Wer ist der Adressat der Quelle (Privatperson, Öffentlichkeit, Behörde, Nachwelt, Institution)?
Was lässt sich zur Überlieferungsgeschichte der Quelle herausfinden.
Stammt das Material der Quelle aus der Zeit, aus dem Ort und aus den historischen Verhältnissen, auf die die Quelle Bezug nimmt?2. inhaltliche Aspekte
Die nachfolgend aufgeführten Punkte beziehen sich auf schriftliche Quellen, sie können aber auch auf Sachquellen angewandt und entsprechend umgewandelt werden. Geht es bei schriftlichen Quellen um Sprache, Sprachstil, Wortwahl und rhetorische Figuren, stehen z. B. bei Bildquellen die Komposition, die Farbe, das Objekt und die Bildsymbolik im Zentrum der inneren Quellenkritik. Ähnlich sieht die Sache bei Sachquellen aus.
Im Bereich des Mittelalters und des Altertums beeinhaltet die Textsicherung auch das "Lesenkönnen einer Quelle" (man bedenke z.B die Kalligraphien) und "die Bereinigung des Textes von möglichen fremden Einschüben". Diese Analysen verlangen häufig vertiefte philologische und paläografische Untersuchungsmethoden. Entscheidend sind oft auch Quellen und Textvergleiche, die die Rekonstruktion "Stammbaums" einer schriftlichen Überlieferung ermöglichen. Auf diese Weise kommt man eventuell auch (Quellen-) Fälschungen oder sog. "Verunechtungen" (Texterweiterungen, Interpolationen, Korruptelen, Weglassungen) auf die Spur.Sprachliche bzw. stilistische Aufschlüsselung
In welcher Sprache ist die Quelle abgefasst?
Was lässt sich zur Wortwahl feststellen?
Werden gewisse Begriffe regelmäßig verwendet? Bedeuten diese Begriffe heute etwas anderes als zur Zeit der Niederschrift der Quelle?
Was kann man zum Sprachstil, zum Textaufbau, zu den Figuren oder zur Rhetorik sagen? Sind sie zeitgemäß? => StilvergleichDie sprachlich-stilistische Analyse liefert außerdem wichtige Hinweise zum Bildungsstand, zur politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Stellung und zum Beziehungsnetz des Autors.
Sachliche Aufschlüsselung
Worauf spielt die Quelle an? Welche unbekannten Sachverhalte, Personen, Strukturen, Entscheidungsabläufe, Prozesse oder Ereignisse werden angedeutet?
Werden in der Quelle zentrale Fragen der sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen oder politischen Organisation erwähnt, aber nicht ausgeführt?Quelle: Mein Geschichtshefter vom Abitur, 2004 - 2006
Nachdem man dies alles geklärt hat, dann kann man loslegen
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So ich hoffe ich habe euch einen guten Überblick geliefert.Weiß jemand noch Methoden? Kann noch jemand ergänzen?
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Hallo Leute,
nachdem ich hier jetzt mal ein bißchen aufgeräumt habe wollen wir mal zu eiin paar Grundsätzen kommen um das Arbeiten hier zu erleichtern und klarzustellen.
Bevor ich jetzt auf spezielle Sachen kommen fange ich einfach mit allgemeinen Sachen an:
- Themenerstellung
Wer ein Thema eröffnet sollte es in ein bis zwei Kategorien einteilen. Diese sind in eckigen Klammern vor dem Titel zu nennen.
Der Titel selbst sollte klar sein und einen Bezug zum Thema herstellen.
Diverse Änderungen werde ich bei der Rechtschreibung in den Titeln vornehmen, um da Korrektheit zu gewährleisten. Ihr könnt natürlich schreiben wie ihr könnt, aber regt euch dann nicht auf wenn ich es für Andere leserlich mache. Natürlich bin auch ich nicht unfehlbar aber ich tue mein Bestes
.- Bleibt bei dem Thema!
Bitte bleibt bei den genannten Themen. Was würdet denn ihr denken wenn ein Thread über Picasso lesen wollt aber plötzlich eine Diskussion über Leitzins lesen müsst?
- Bitte nicht wahllos Thread eröffnen
Nutzt die Suchfunktion oder schaut euch genau um ob es bereits ein Thema gibt über das ihr schreiben wollt.
- Zitieren und Quellen
Wenn ihr zitiert dann bitte ich darum "richtig" zu zitieren. Ich meine damit nicht die hochkorrekte wissenschaftliche Variante sondern mit korrekter Angabe der Quellen.
Beispiel: Jesus: Das Evangelium, hg. von Johannes, Jerusalem, 2. Auflage, 33 n. Chr.
Bitte auch die Urheberrechte beachten, denn dann ist zitieren Pflicht. Keine Plagiate bitte.
Achtet auch bitte darauf was ihr für Quellen nennt. Besonders wenn es Internetseiten sind. Links die zu illegalen Seiten führen, werden sofort gelöscht.
Da auch Internetseiten kommen und gehen wäre es gut wenn ihr hinter dem Link einen Stand angebt.Beispiel: Autor (wenn bekannt): Darstellung über das Leben Jesu, Artikel,
http://www.wikipedia.org/jesus , Stand: 20. Oktober 2007Was Quellen eigentlich genau sind werde ich in einem Thread extra behandeln.
- Threads um 3. Reich
Bei diesen Themen werden obrige Grundsätze erst recht angewandt. Und wenn ihr als Quelle eure Oma angebt, ist mir egal, solange hier nicht in jedem Thread Revisionismus betrieben wird und dann ellenlange Streits um Beweise entstehen. Sachlichkeit steht hier im Vordergrund also bitte keine Sündenbocksuche, Rekrutierungsversuche oder ähnliches.
Bei Links nur wie oben genannt. Wer sich unsicher ist ob illegal oder nicht bitte an mich oder an Admins wenden.- Sachlichkeit und Objektivität
Ich weiß das Objektivität unmöglich ist, aber zumindest sollte eine gewisse Sachlichkeit da sein. Fachliches wär nicht schlecht ist aber nicht Bedingung.Es werden keine Leistungen wie in einem Umberto Eco Artikel verlangt ,die mit lateinischen und Fremdwörten gespickt sind, (man will ja noch was verstehen) aber man sollte sich schon an historische Daten halten. Wer schreibt Luther lebte zur Zeit Napoleons, ist dann doch arg zu bezweifeln, oder nicht?
- Beweise
Irgendwann wird man an einen Punkt kommen wo Beweise und Gegenbeweise, Quellen die andere Quellen als Fälschung entlarven usw usf autauchen und wir uns im Kreis bewegen. Das möchte ich vermeiden.
Das ist nunmal das Problem in der Geschichte, also bitte schlagt euch nicht die Köpfe ein deswegen.
Fragt euch dann lieber z.B was ihr daraus lernen könnt.- Mythologie
Beachtet bitte das Mythologien sich entwickeln und geographisch auch anders sind. Also streitet euch darum nicht ob nun Schneckengott Schleimi assyrisch oder sumerischen Ursprungs ist. Sowas ist zwar berechtigt aber man muss auch die kulturellen und geschichtlichen Entwicklungen beachten... sowas geht Hand in Hand.
So mehr fällt mir nicht mehr ein... war auch alles in Großen und Ganzen denk ich...
Wem noch was wichtiges einfällt... her damit. Wer Probleme in den Grundsätzen sieht bitte melden um das zu klären.
So dann wünsche ich euch noch viel Spaß beim Schreiben.

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Lass mich raten... Final Fantasy Fan
...Auch von mir ein herzliches Willkommen... immer wieder schön Menschen aus seiner Nachbarschaft kennenzulernen.
Also Cloud, fly us up there. You are a cloud, aren't you?

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Also ich habe mir den Film gestern angesehen und ich muss sagen... alle Achtung... das nenn ich wirklich einen bewegenen Film. An vielen Stellen konnte ich mich sehr gut selbst darin sehen, was für mich den Film noch interessanter machte. Ich fand den Film sehr spannend, schade war eigentlich nur das man nicht herausfand was Neal dann arbeitete während er sein Buch schrieb. DAs Radio war ja da bankrott. Weiß das jemand?
Ansonsten sehr zu empfehlender Film ,, der mich an einiges wieder erinnert hat...
Neonator: Ja der Film basiert auf der Lebensgeschichte von Walsch. Und das finde ich sehr krass... wenn man es schafft von Obdachlosikeit wieder zurück zu kommen und reich zu werden spricht für sich... zeigt das es immer eine Möglichkeit gibt.
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Hi EO,
ich habe mich ja bereits an Infinity orientiert, nur ist es bei Geschichte/ Mythologie nicht gerade einfach. Und so leicht lässt sich nun mal etwas nicht einteilen. DAs nag bei Filmen gehen aber bei historischen Themen? Wie du selbst sehen kannst habe ich versucht mit Stichworten einzuordnen um wenigstens Hinweise darauf zu geben worum es sich üerhaupt in in diesem Thread in etwa handelt.
Und wie ich schon sagte, manches ist sehr schwer einzuteilen, weil es so komplex ist das ich zig Stichpunkte nennen müsste, was ja auch nicht Sinn der Sache ist.Aja es war auch jetzt nicht so gemeint das für alle Unterforen zu übernehmen... an sich zwar schon aber eigentlich war das jetzt auf meinen Zuständigkeits Geschichte/Mythologie beschränkt. Und gerade weil hier so eine Komplexität herrscht frage ich nach Alternativen. Infinitys System ist ja momentan wirklich hilfreich aber meiner Meinung nach auf Dauer - zumindest hier - nicht durchsetzbar. Gibt es andere Lösungen?
Was haltet ihr generell von meiner jetztigen Einteilung?Aber klar, was hier und bei Infinity funktioniert kann auch bei anderen Funktionen... -> alle Mods sind angesprochen... räumt bei euch auf
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Es ist nicht nur das...
Nachdem selbst ich beschlossen hatte zu gehen, weil das Forum sich nach dem 2. großen Treffen total gewandelt hat, habe ich es ja noch eine Weile beobachtet bzw. bin wieder zurück.
Lassen wir mal die Selbstdarsteller, Besserwisser usw. mal links liegen. Die allein sind es nicht.Was mir auffällt ist die mangelde Motivation und Organisation. Ich muss Ishak rechtgeben das es an wirklich guten Beiträgen mangelt, weil es sich mittlerweile immer nur noch um dasselbe dreht. 3. Reich, Zitaturnen, völlige Ignorierung anderer Meinungen, 3. Reich.... es macht einfach keinen Spaß mehr hier zu lesen weil man allein schon im Portal 3- 4 Themen sieht die damit zu tun haben und meistens bin ich dann bedient und gehe wieder.
Ist es das was wir wollen? Ein Forum was stirbt weil man die Lust daran verloren hat? Weil man bezahlte Schreiberlinge oder andere Denunzianten einfach so das Feld überlässt? Leuten die andere denunzieren weil sie Angst haben selber denunziert zu werden?
Wer soll es denn dann sonst machen? Die Anderen? Wer hat den dafür gesorgt das es so gewachsen ist? Das wir hier Spaß hatten? Wer denn wenn nicht wir?
Ich kann mir schwer vorstellen das Gott plötzlich allen anderen Vernunft und die Gabe zu lesen und schreiben gibt. Wir, die schon lange dabei sind, haben eigentlich die Verantwortung dafür zu sorgen das es auch so bleibt. Oder soll jetzt jeder Individuum spielen weil er kein Bock mehr auf die Anderen hat? Wieso haben wir dann überhaupt ein Forum gemacht? Warum sind wir dann überhaupt hier?
Ich jedenfalls habe erkannt das es auch an einem selbst leigt ob ein Projekt gedeiht oder nicht. Klar ist es blöd wenn alle anderen plötzlich gehen, aber ich geben auch jedem das Recht seinen Weg zu finden. Und ich selber muss sagen das eine Auszeit auch wirklich gut tat. Doch sollte man weiterarbeiten wenn schon etwas da ist. ollen wir etwas einen Neuanfang machen? Bei anderen Foren komplett neu anfangen? Warum das bestehende nicht nehmen, die Fehler erkennen und verbessern. Fehler sind doch auch in Ordnung denn nur macht man auch was um etwas zu verändern. Wär es nicht langweilig wenn es perfekt wäre?Also tragen wir was dazu bei... es ist eine Gemeinschaftsarbeit... kein Soloprojekt wo jemand zeigen muss das er was drauf hat.
Stellt euch mal vor die frühen Christen hätten so reagiert weil sie sahen das sie verfolgt werden und Leute abwandern aus Furcht. Dann würde es heute keinen Vatikan geben.
Was wäre aus diversen Widerstandsgruppen geworden? Interne Streitigkeiten sind Gift für eine Bewegung. Wir sind an dem Punkt wo wir entscheiden müssen, machen wir weiter oder lassen wir es bleiben?
Wir hatten unsere Blütezeit und momentan sind wir am Abstieg... okay nur ist es doch schade das wir aufgrund von Lapaien untergehen.Wo bleibt das Arrangement für die Neuen? Sollen die einfach ignoriert werden? Wo sind die Hinweise für die Neuen? Wo bleibt die Ordnung? Nach so langer Zeit müsste eine Sortierung echt mal gemacht werden... oder habt ihr Lust ständig zu suchen... oder ständig Threads zu lesen wo es doch längst welche davon gibt... die als Karteileichen enden?
Auch haben wir das Problem der Anpassung... je mehr Leute kommen und je mehr Zeit vergeht desto mehr steigt die Notwendigkeit sich anzupassen... wollen wir uns anpassen oder unseren Charme, was ja einst unser Markenzeichen war, wiederhaben?
Wo bleibt die Organisation? Wenn man so ein großes Projekt auf ein paar Hansel aufbürdet, kann man dann etwa von ihnen erwarten das sie alles richtig machen und was organisiert bekommen? Klar ist dieses Nuttenrot ein Schmerz für jeglichen Betrachter, aber wenn man sich schon darüber aufregt dann macht Vorschläge.. helft Abraxas, Shooter usw. Nur weil er Admin ist heißt es nicht das er alles können muss.
Mittlerweile ist soviel geschehen das man das Forum locker damit ausfüllen könnte aber wenn sich alle dafür zu Schade finden was gutes zu schreiben dann braucht man sich nicht wundern. Ja gut auch ich denke gelegentlich warum tust du dir das an? Warum wirst du Moderator wenn eh keiner darin schreibt und wenn doch dann nur "Hitler - war - unschuldig" Geschwafel. Und wenn diejenigen noch nicht mal andere Argumentationen verfolgen und nach Beweise brüllen obwohl man sie grad eben geliefert hat dann frag ich mich wirklich: "Was tust du hier überhaupt?"
Aber ich mach weiter aus folgenden Gründen: Wer wenn ich nicht soll es dann machen? Willst du den Lesern diesen Schrott anbieten nachdem täglich Leute vorbeischauen? Ist es das nicht wert das man dafür kämpft? Wo soll man es sonst machen? Ja ich mach weiter damit dieser Zustand keine Norm wird. Nur weil hier lethargische Dekadenz eingezogen ist werde ich mich nicht abschreiben und resignieren.
Es liegt an uns allen ob hier eine blühende Landschaft draus werden soll oder eine Salzwüste. Und mit allen mein ich auch alle. Admins, Mods und Mitglieder... es muss eine Kommunikation gefunden werden damit es am laufen bleibt.
Was war denn der Zauber von damals? Wo ist er hin?
Lassen wir nicht zu das es niedergamcht wird noch bevor der wahre Hammer kommt. Das wäre so als hätten wir eine PArtei gegründet, hättetn die ersten Interessenten und sagen dann.., Nö kein Bock mehr seht zu wir ihr klar kommt!Wollen wir sowas? Fragt euch selbst was ihr wollt!
Wer wenn nicht ihr?
Klug ist nicht, wer keine Fehler macht. Klug ist der, der es versteht, sie zu korrigieren.
Wladimir I. Lenin
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Hallo Leute,
wie ihr bestimmt sehen könnt, habe ich versucht die verschiedenen Themen systematsich zu ordnen bzw. einzuteilen. Das war nicht ganz einfach und ist auch keine endgültige Festlegung. Manche Themen sind so fachübergreifend und komplex das es schwer ist, diese irgendwie einzuteilen.
Ich würde mich freuen wenn noch jemand Ideen hätte wie man was ordenen könnte und nehmt mir es nicht allzu genau. Für manche Sachen musste ich erst einen Oberbegriff schaffen... tja wie es halt so ist mit Schubladen *g*.
In nächster Zeit wird auch noch einiges Zusammengeschoben bzw. verschoben... also macht euch auf ein paar Änderungen gefasst.Dann wollte ich auch anfangen und euch dazu einladen diverse Diskussionen bzw. euer Wissen zu bestimmten Themen zusammenzutragen. Ich nehme mal ein Beispiel damit ihr seht was ich meine.
Nehmen wir den Kommunismus. Hier und überall wird darüber geredet, aber nirgendswo ist erklärt was Kommunsimus überhaupt ist. Wie entstand er? Was sagt er aus? usw. usf.
Es wäre schon wenn wir mal bestimmte Sachen fundiert betrachten, also wissenschaftlich arbeiten. Was Wikipedia kann können wir doch erst recht und besser. Nutzen wir die Chance!
Nehmt ein Lieblingsthema und erklärt es. Ihr werdet doch sicherlich irgendein historische Ereignis, Epoche oder Persönlichkeit toll finden. Schreibt darüber. Oder eine Mythologie die ihr toll findet. Her damit.
Mir ist aufgefallen das hier hauptsächlich über das dritte Reich, Jesus, Atlantis und die Pyramiden geschrieben wird. Was ist mit dem Mittelalter? Was ist den Merowingern, Karolingern, Eigen - und Reichskirchensystem, Der Gang nach Canossa sprich der deutschen Geschichte zur Zeit des ersten Kaiserreiches? Was ist mit der Renaissance? Der Alchemie? Die Glaubensysteme zu der Zeit? Luther, Calvin, Wiedertäufer und wie sie alle hießen? Wo sind sie hier?
Was ist mit der Geschichte Chinas ode generell Asiens? Wo ist die Mythologie? Germanische Mythologie hier, Flugscheiben dort... alles schön und gut aber was ist mit den Mythologien Asiens, Afrikas, Amerikas? Was macht sie aus? Haben diese Ähnlichkeiten mit unserer Mythologie? Wenn ich diese Wesenheiten anrufe sind sie dann anders? Gibt es Korrespondenzen?
Was ist mit der Geschichte der Esoterik, des Geheimwissens? Ist es überhaupt geheim? Warum gabs die Inquisition? War die Inqusition selber eingeweiht und nutze die Techniken? Was ist mit den Entdeckern? Vespucci, Kolumbus, Pizarro... ist ihre Entdeckung berechtigt? Haben andere das schon vorher geleistet?
Es gibt so viele Dinge die schön und interessant sind. Warum den immer drittes Reich? Gibt es davor und danach nichts? Und wenn unbedingt drittes Reich warum behandekt ihr dann nicht mal den 1. Weltkrieg, die Weimarer Republik, Das 2. deutsche Kaiserreich seit 1871... soll das etwa nicht betrachtet werden? Baut sich denn eine Kultur und ein Volk nicht auf seiner Geschichte auf?
Was ist mit dem Volksmund? Woher kommt er? Was gehört alles dazu?
Es könnte soviel Spaß machen... wie entstand das englische Commonwealth? Wer war Oliver Cromwell? Es ist schon erschreckend das Anglistikstudenten das nicht wissen. Oder nicht wissen wann Shakespear lebte... geschweige denn überhaupt irgendwelche Lebensdaten von Schriftstellern. Auch das gehört zur Kultur und Geschichte eines Volkes weil es die Probleme, Wünsche und Träume der Zeit repräsentiert.
Fragt euch doch mal selbst warum Fantasyromane derzeit so begehrt sind. Viele wünschen sich in einer Fantasywelt zu leben, ein neues Leben anzufangen... warum ist Mittelalter bzw. Fantasy die im Mittelalter spielt so begehrt? Das alles zeigt doch wie die Zeit heute ist. Wie war es damals.. wieso hat sich das alles so entwickelt? Und lassen wir jetzt mal Geheimgesellschaften außen vor... auch sie haben natürlich eine dringende Betrachtung notwendig... auch die Freimaurer haben ihre Geschichte... aber wie haben sie sich entwickelt? Wieso kommen Menschen zusammen um eine Gruppe zu bilden?... aber warum jetzt sich speziell darauf fixieren?... Verschwörungstheorien gibt es ja genug.. obwohl es selbt hier an einer historischen Betrachtung mangelt. Es wird entweder den Juden oder den Jesuiten in die Schuhe geschoben... die typische Suche nach dem Sündenbock. Doch wer sind die Juden? Wer die Jesuiten? hat hier irgendwer mal über sie geschrieben? Weiß eigentlich irgendwer wer oder was Jesuiten überhaupt sind? Wer Ignatius von Loloya war? Warum sie so abgestempelt worden sind? Warum Freidrich der II. sie nach Schlesien als Lehrer schickte damit die Bauern Bildung haben? Und wenn wir schon grad bei Preußen sind... wo ist was über die Hugenotten? Wo ist etwas über Mazarin oder Lois XIV? Ist die Allgemeinbildung hier so groß das niemand mehr darüber schreiben muss? Ist das so uninteressant?Ich höre schon die Worte" Wir müssen uns auf hier und Jetzt konzentrieren! Was interessiert uns die Vergangenheit?". Dann stell ich mal die Fragen in die Runde: Warum machen die Menschen immer diesselben Fehler? Warum gibt es so verblüffend ähnliche Abläufe in der Geschichte? Warum fällt das so wenigen auf? Wie will man sich auf das Jetzt konzentrieren wenn man nicht weiß wie das Jetzt überhaupt zustande kam? Wenn es jemals zur Revolution kommt und eine neue Regierung bestimmt, an wessen Maßstäben richtet sie sich? es gibt genug Theorien die erstellt worden sind. Und was viele als neu anpreisen ist schon uralt und haben andere längst entdeckt... warum greift man darauf nicht zurück? Warum nimmt man das nicht und versucht es zu verbessern?
Fragen über Fragen... vielleicht ist mein idealistisches Denken veraltet... vielleicht sollte ich doch lieber pragmatisch denken wie alle anderen auch... so "normal" sein... was natürlich von der Gesellschaft festgelegt wird... ach wie schön wenn andere für mich denken...
Naja ich hoffe ich habe zum Nachdenken angeregt.
Was denkt ihr? Tut ihr das überhaupt noch?
Naja ich werde mich jetzt an historischen "Wahrheiten" erfreuen und wünsche euch noch schöne Tage
Liebe Grüße Tempelritter_23
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Könnt ihr alle mal wieder runterkommen?
Zitat[font=Arial][size=10]Thomas
Mann, der große Jude, sprach am 14.1.1945 in seiner Ansprache an die
deutschen Hörer im Rundfunk kurz nachdem die Russen Auschwitz befreit
hatten noch davon, daß all die Juden in den Gaskammern mit Chlorgas
getötet worden seien und überall noch diese Chlorgasröhrchen
herumliegen.[/size][/font]Was soll das denn? Der böse Jude redet über den erfundenen Holocaust oder wie? Was willst du damit bezwecken?
Zitat[font=Times New Roman]Der
alles entscheidende Satz von Black dass der Holocaust ohne IBM nicht
möglich gewesen wäre ist schlicht und ergreifend Humbug. Siemens und
andere Hersteller produzierte gleiche Geräte. Dies wird im Hinblick auf
die Firma IBM gerne unter den Teppich gekehrt.[/font]Ich bin auch nicht allwissend. Deswegen diskutieren wir hier. Warum stellst du dazu nicht noch was rein?
ZitatAlles anzeigen[color=#000000][font=Times New Roman]Generell
verstehe ich nicht was Du mit dieser Argumentation bezweckst. Es kommt
mit so vor wie wenn Du den österreichischen Gefreiten AH mittels
möglichen Drittverantwortlichen überblenden und in den Hintergrund
rücken willst. Dagegen stelle ich trotz allem fest dass AH und sein
Dreckpackgefolge erwiesen die Verantwortung für den WKII und alle
Gräuel die sie in Zusammenhang mit diesem verbrecherischen Krieg
angerichtet haben zu tragen haben. [/font][/color]
[color=#000000][/color]Wie oft denn nun noch? Ich sage nicht das er dadurch unschuldig wird, weil er manipuliert worden ist von einigen Banken und Konzernen. Was ist an dem Satz "Eine Marionette die nicht weiß das sie eine Marionette ist" so schwer zu verstehen? Ja natürlich hat er die Verantwortung dafür, das will ich auch nicht runterspielen, es geht mir nur darum das da noch einige Leute mehr ihre Finger im Spiel hatten. Wenn Banken und Konzerne alle Kriegsparteien finanzieren, sind sie für mich genauso mitverantwortlich.
Was wäre denn gewesen wenn die Finanzierungen gar nicht gewesen wären? Ich kann mir gut vortsellen das das ganze nicht so erfolgreich gewesen wäre.Zitat[font=Times New Roman][font=Times New Roman][font=Times New Roman][color=#ffffff][font=Times New Roman][font=Times New Roman][color=#000000]
Soviel mir bekannt ist, wurden die Unternehmen verpflichtet die NSDAP
mit anhand der Lohnsummen ermittelten "Spenden" zu unterstützen. [/color][/font][/font][/color][/font][/font][/font]Mir ist bloß ein Expansionsverbot für Großbetriebe bekannt. Und selbst wenn es stimmt, was hat das mit Unternehmen im Ausland zu tun? GM, IBM, Coca - Cola, Ford usw. warum sollten die auf Verpflichtungen von irgendeiner Partei eingehen? Noch dazu von einer aus dem Ausland?
So und jetzt mal zu euch Bachus und moriaan. Zügelt euer Temperament! Es bringt überhaupt nichts wenn wir hier uns gegenseitig die Köpfe einschlagen. Es soll hier diskutiert werden und nicht rekrutiert oder sinnlos behauptet.
Ich sage nicht das ich allwissend bin, ich selber habe meine Erfahrungen und Wissen zu diesem Thema. Ich kann lediglich meine Quellen nennen.
Ja und das ist nunmal ein Problem in der Geschichte. Jeder hat seine Quellen, und jeder sein Wissen. Aber eine andere Meinung einfach mit "Beweis mir das!" bringt nichts. Jeder kann mit Quellen kommen und vermeintlichen "Beweisen". Und diese stützen sich dann wieder auf andere Quellen usw. Also besinnen wir uns mal wieder darauf das wir hier ordentlich diskutieren wollen, und die Quellen prüfen. Und das möglichst ohne Beleidigungen. Sonst gehe ich hier ganz schnell mit dem Rotstift drüber, wie man so schön sagt.Und moriaan... komm hier nicht mit den typischen Revisionistenkram. Was kommt als nächstes? Den Holocaust gabs nicht? Und jeder der das Gegenteil behauptet ist Teil der jüdischen Verschwörung oder ist drauf reingefallen? Die Zeugen und Überlebenden, die Journalisten die die Lager sahen, die Pedanten, die die Beweise zusammengetragen haben, und die Richter die die Urteile sprachen - sie alle irren sich.
Natürlich sind die KZ - Opfer nur alle an Typhus gestorben, der durch Läuse verbreitet worden war. Achja natürlich.. der Holocaust ist nur Legende... und wenn man sich mit der "Legende" beschäftigt denkt man es ist ein Märchen.
Endlösung ist auch nicht Ausrottung. Es ging lediglich um den Transfer von westeuropäischen Juden nach Osteuropa.
Die Geständnisse in Nürnberg waren natürlich auch alle erzwungen.
Und da ja leider im Krieg so viele Unterlagen zerstört wurden, sind wahrscheinlich wesentlich weniger Juden gestorben. Vielleicht nur fünf Millionen oder sogar nur eine... natürlich an Typhus! Jeder Mensch muss da nachdenklich werden!Also, ich hoffe wir können uns hier zivilisiert verständigen und auch mal unseren Verstand einschalten.
Gruß Tempelritter_23
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Und zum Schluß will ich noch kurz auf die Unterstüzung Hitlers von IBM eingehen.
IBM-Technologie wurde zur Organisation der Eisenbahnen eingesetzt, so dass Millionen Opfer in die Konzentrationslager transportiert werden konnten, wo sie direkt in den Gaskammern landeten. Es gab Hollerith-Abteilungen in fast jedem Konzentrationslager, sie dienten der Registrierung der Ankommenden, der Zuteilung von Zwangsarbeit und der Buchführung über die gestorbenen Gefangenen.
IBM war praktisch in jeden Aspekt der Operationen des Dritten Reich involviert. Das Unternehmen vermietete, wartete und modenisierte mehr als 2000 Multi-Maschinen-Sets in ganz Deutschland, sowie weitere Tausende in den
von den Nazis besetzten Gebieten. IBM entwickelte auf die Wünsche der Nazis zugeschnittene Lochkarten, die von diesen benutzt und in einer Stückzahl von jährlich 1,5 Milliarden Exemplaren in Deutschland hergestellt wurden.
So gesehen wäre ohne IBM der Holocaust gar nicht in dem Ausmaße möglich gewesen.
(Quelle: Edwin Black: IBM und der Holocaust)ZitatAlles anzeigenHitler war zu keiner zeit eine Marionette. Klar hat die deutsche und
internationale Wirtschaft am Krieg vorerst verdient. Dennoch waren es
von Anfang an ausschliesslich den Machtgelüsten des Herrn Obergefreiten
AH, seinem Pack das er im Gefolge hatte und der Stimmung im Volk zu
verdanken dass der zweite Weltkrieg ausbrach.Die Engländer mit ihrer erbärmlichen Appeasement-Politik sowie die
übrigen europäischen Staaten hätten schon lange vorher einschreiten
müssen.Ich hoffe du verstehst jetzt was ich meinte das Hitler sehr wohl eine Marionette war. Wie gesagt, eine Marionette die nicht weiß das sie eine ist. Wer so viel Unterstützung seitens der Banken und Konzeren erhält kann nicht mehr frei handeln. Ich sage damit nicht das Hitler dadurch unschuldig oder was weiß ich wird. Er war eine Marionette die die Banken und Konzeren benutzt haben, aber er war genauso selber fähig dazu seine Taten zu begehen.
ZitatAlles anzeigen
GottfriedFeder und Heinrich Färber, der Urvater der Ergokratie, wollten die
Zinsknechschaft wirklich brechen. Beide 1941 gestorben worden *ups*
Wer hat die umgebracht: Hitler, die Juden oder hat wikipedia recht?
Feder war übrigens Mitbegründer der DAP und später der NSDAP
Ich habe auch nicht behauptet das Hitler oder seine Mannen das nich t wollten. Ich weiß das Feder eine deutsche " Kampfliga zur Brechung der Zinsknechtschaft" gegründet hatte.
In Hitlers Mein Kampf wird Feder sogar erwähnt: "So waren die Erkenntnisse Gottfried Feders die Veranlassung, mich in gründlicher Weise mit diesem mir ja bis dahin noch wenig vertrauten Gebiete zu befassen. Ich begann wieder zu lernen und kam nun erst recht zum Verständnis des Inhaltes und Wollens der Lebensarbeit des Juden Karl Marx" (Sollte ich jetzt mit dem Zitat gegen irgendwas verstoßen so bitte ich um Bescheid, dann wird dies wieder entfernt)Sind das Beweise genug? Oder was wollt ihr? Widerlegt mich wenn es falsch sein sollte. Und tut mir einen Gefallen... Lest ordentlich und behauptet nicht ich hätte es so und so geschrieben.
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So wie gesagt kommen wir jetzt zu Hitler. Und ich mach erstmal mit Schacht weiter.
Seit 1926 unterstütze Hjalmar Schacht, zunächst noch unauffällig, die radikale politische Bewegung der NSDAP unter Adolf Hitler. Nach seinem Rücktritt vom seinen Reichsbankspräsidentenposten stellte Schacht Verbindungen zwischen den mächtigen, damals aber noch sehr skeptischen deutschen Industriellen. den Schlotbaronen an der Ruhr, und führenden Finanzkreisen im Ausland, vor allem England, her. Die britische Politik verfolgte damals genau Hitlers Weg. Dabei machte man sich keinerlei Illusionen über die letzten politischen und militärischen Konsequenzen zu denen ein solcher Plan führen würde. Oberst David Stirling, der Gründer der britsichen Eliteeinheit Special Air Service (SAS) gestand in einem privaten Gespräch gut 50 jahre später ein: " Der größte Fehler, der uns Briten unterlief, war der, anzunehmen, wir könnten das deutsche Reich gegen Rußland ausspielen, in der Hoffnung,
beide würden dabei verbluten".
Die britische Unterstützung für Hitler reichte bis in die höchsten Kreise. Dazu gehörte auch Englands Premierminister Neville Chamberlaine, der 1938 für das Münchener Friedensangebot an Hitler verantwortlich war, welches Hitler den Einmarsch in das Sudetenland ermöglichte. Chamberlain wurde dahingehend von Phillip Kerr (dem späteren Lord Lothian) beraten, der zu Cecil Rhodes "Round Table" gehörte. Auch Lord Beaverbrook, der britische Pressezar der damaligen Zeit, zu dessen Medienimperium unter anderem die Daily Express und der Evening Standard gehörten, stellte sich unter Hitler. Der sicher einflußreichste Unterstützer Hitlers in England war damals Edward VIII., 1936 für einige Monate König von England und nach seine rAbdankung Herzog von Windsor.
Auf der amerikanischen Seite sah die Unterstützung nicht anders aus. Noch vor dem fehlgeschlagenen
Putsch im Bürgerbräukeller unddem anschließenden "Marsch auf die Feldherrnhalle" von 1923 ließ sich Robert Murphy, der ständige Vertreter der US -Regierung in München, durch General Ludendorff persönlich mit Hitler bekannt machen. Zuvor diente Murphy während des Ersten Weltkriegs unter Allen Dulle in Bern mit dem Auftrag,
Nachrichten dem Deutschen Reich zu beschaffen. Danach stellte ihn die US - Armee zusammen mit Truman Smith, einen anderen hohen Regierungsbeamten, als Nachrichtendienstler nach München ab.
In seinen Memoiren beschreibt Smith seine Ankunft in München Ende 1922 und sagt unter anderem: "Zusammen mit dem Münchener Konsul Robert Murphy (später ein verdienter amerikanischer Botschafter), General Erich Ludendorff, Kronprinz Rupurt von Bayern und Alfred Rosenberg sprach ich lang und breit über den Nationalsozialismus. Rosenberg wurde später der politische Philosoph der Nazipartei. Bei solchen Besuchen traf ich auch oft Ernst F.S. ('Putzi') Hanfstängel aus der bekannten Münchener Künstlerfamilie. Putzi studierte in Harvard und wurde später Hitlers Sprecher für die ausländische Presse... Ich führte mehrstündige Interviews mit Hitler. Ich hab damals in München Tagebuch geführt, woraus hervorgeht, dass ich damals sehr von Hitlers Persönlichkeit beeindruckt war und damit rechnete, dass er eine bedeutende Rolle in der deutschen Politik übernehmen würde."
Im November 1922 erstattete Smith an seine Vorgesetzten in Washington Bericht über seine Einschätzungen der damals noch unbedeutenden Hitler - Bewegung. Über Hitler führt Smith folgendes aus: "Sein Hauptziel ist es. den Marxismus zu überwinden... und die Arbeiterbewegung für die nationalsozialistischen Staats - und Eigentumsideale zu gewinnen... Der harte Zusammenstoß der Parteiinteressen zeigt, wie unmöglich Deutschland sich mit demokratischen Mitteln von seinen gegenwärtigen Schwierigkeiten wird erholen können. Hitlers Bewegung zielt daruf ab, eine nationalsozialistische Diktatur auf nichtparlamentarischen Weg einzuführen. Hat er dieses Ziel erreicht, wird er verlangen, dass die Reparationen auf ein vernünftiges Maß herabgesetzt werden. Die Summe auf die man sich einigen wird, will er dann bis auf den letzten Pfennig bezahlen und diese Bezahlung zu einer Sache nationaler Ehre machen. Zu diesem Zweck muss er als Diktator einen umfassenden Reparationsdienst einführen und diesen mit seiner gesamten Staatsmacht durchdrücken. Während der Erfüllung der Reparationen darf seine Macht nicht durh
Gesetze oder Parlamente behindert werden..." Um sicherzustellen, dass seine Vorgesetzten in Washington ihn richtig verstanden, fügte Smith noch eine persönliche Einschätzung Hitlers an: " In privater Unterhaltung entpuppte er sich als ein machtvoller und logischer Redner, der mit seinem fanatischen Ernst bei seinem neutralen Zuhörer einen sehr tiefen Eindruck hinterlässt".
(Quelle: Truman Smith: Berlin Alert: The Memoirs and Reports of Truman Smith)
Bereits im Späherbst 1931 traf sich Alfred Rosenberg mit dem Herausgeber der einflußreichen Londoner Times, Geoffrey Dawson. Die Folge war, das die Times Hitler und seiner Bewegung in den folgenden Monaten eine unschätzbare internationale Publizität verschaffte. Aber wichtiger noch als diese Treffen war Rosenbergs Zusammenkunft mit Montagu Norman. Norman hasste nach Dartsellung seines Privatsekretärs drei Personen ganz besonders, die Franzosen, die Katholiken und die Juden. Norman und Rosenberg stießen auf ihren Gesprächen auf keinerlei Probleme. Hjalmar Schacht hatte Rosenberg bei Norman eingeführt. Zwischen Norman und Schacht war eine tiefe Freundschaft enstanden die bis zu Normans Tod im Jahre 1945 anhielt.
Rosenberg beendete seine Londonreise mit einem Besuch bei einem Vorstandsmitglied der Londoner Schroeder Bank. Die Bank stand in enger Bezeihung zum New Yorker Bankhaus J. H. Schroeder und mit der Kölner Privatbank J.H. Stein des Barons Kurt von Schröder. Der Mann, den Rosenberg in der Schroeder Bannk traf, war F.C. Tiarks,
der auch dem Direktorium der Bank von England angehörte und mit Montagu Norman eng befreundet war.
Tatsache ist, dass damals, als Hitlers NSDAP die entscheidene Unterstützung von Montagu Norman, Tiarks und deren Freunden in London herührte.
Im Mai 1933 besuchte Rosenberg ein letzes Mal London und traf sich mit Sir Henri Deterdings, Vorstandvorsitzender der Royal Dutch Shell. Royal Dutch Shell unterhielt enge Beziehungen zur NSDAP und unterstütze die Partei reichlich.
Nach der Machtergreifung Hitlers beeilte sich Montagu Norman, ihn mit Krediten der Bank von England einzudecken. Im Mai 1934 fuhr er sogar persönlich nach Berlin um im einem Geheimabkommen das Reich finanziell zu stabilisieren. Somit wurde Hjalmar Schacht Wirtschaftsminister und Reichsbankspräsident in einer Person.
(Quellen:
J & S Pool: Hitlers Wegbereiter zur Macht: Die geheimen deutschen und internationalen Geldquellen, die Hitlers Macht ermöglichten
Heinz Pentzlin: Hjalmar Schacht
Anton Chaitkin: Treason in America
E.R. Carmin: Das schwarze Reich) -
Auf das Deutschland der zwanziger Jahre konzentrierten sich die finanzpolitischen Anstrengungen der Finanzelite besonders. Zunächst setzten sie 1923 die Ernennung Hjalmar Schachts zum Präsidenten der Reichsbank erfolgreich durch. Schacht nutze seine neue Position, um die deutsche Zustimmung zum drakonischen Schuldenprogramm des Dawes - Plan durchzudrücken. Der Dawes - Plan war der Einfachheit halber gleich im Bankhaus Morgan ausgearbeitet worden. Aufgrund der Bestimmungen dieses Planes war die deutsche Wirtschaft völlig auf kurzfristige Überbrückungskredite angewiesen, die nur von Londoner oder New Yorker Banken und ihren Verbündeten in Paris aufgebracht werden konnten. Diese kurzfristigen Darlehen erwiesen sich für die Banken als höchst lukrativ, sie waren gewinnbringender als alles, was es sonst auf den Finanzmärkten gab.
Besonders die viertgrößte Bank in Deutschland, die Darmstädter und Nationalbank Kommanditgesellschaft, sie sogenannte Danat - Bank, war immer stärker auf solche kurzfristigen Kredite angewiesen, die sie nur zu exorbitanten Zinsen bekam. Die Inflation des Jahres 1923 hatte nicht nur die Ersparnisse der deutschen Bürger entwertet, sondern auch die Sparanlagen und damit die Kapitalreserven der Banken. Alle Binnenkredite stammten also von Banken, die nur über eine extrem dünne Kapitaldecke verfügten. Deutschland stand also zur Zeit des New Yorker Börsencrahs wackliger da als irgendein anderes Land unter den größeren Industrienationen. Das Land schuldete den internationalen Banken kurzfristige Kredite in Höhe von rund 16 Milliarden Reichsmark.
Bei einer derart ungesunden Finanzsituation bedarf es nur ein geringer Anstoß und das System der Wertpapiere bricht zusammen. Dieser Stoß kam von New Yorker Federal Reserve und der Bank von England. Beide hoben innerhalb kürzester Zeit die Zinsen drastisch an, nachdem sie zuvor über zwei Jahre die Aktienspekualtion, die damals in einer noch nicht dagewesenen Form ausuferte, mit billigen Geld angeheizt hatten. Die Folge war berechenbar. Die Aktienmärkte brachen zusammen, und die Banken sahen sich genötigt, ihr Geld so rasch wie möglich aus Deutschland und Österreich abzuziehen.
Am 13. Mai 1931 musste die große Wiener Creditanstalt ihre Schalter schließen. Die Franzosen hatten beschlossen. Österreich dafür zu bestrafen, dass es sich auf Zollvereinbarungen mit Deutschland einlassen wollte. Sie belgeten die Schilling mit Sanktionen. Als französiche Unternehmen auf Regierungsdruck ihre Gelder aus Österreich abzuziehen begannen, brach die größte Bank Österreichs, die Wiener Creditanstalt, als erste zusammen. Um den Ansturm auf die Bank abzuwehren, kündigten die Creditanstalt und andere östereichische Banken alle Gelder, die sie in Deutschland liegen hatten. Und alsbald fielen durch die wechselseitigen Kredite miteinander verbunden Banken alle nach und nach um.
Die folgende Bankenkrise und Wirtschaftsdepression sowie die damit verbundenen tragischen Ereignisse in Deutschland und Östereich waren buchstäblich von Montagu Norman und dem Gouverneur der Federal Reserve Bank George Harrison diktiert worden. Man hatte beschlossen, Deutschland von allen Krediten abzuschneiden. Damals hätte noch ein relativ kleiner Umschuldungskredit noch verhindern können, dass die Krise außer Kontrolle gerät.
Stattdessen setzte nun eine riesgige Kapitalflucht aus Deutschland ein. Unter dem Druck von Montagu Norman und George Harrison enthielt sich der neue Reichsbankpräsident Hans Luther pflichtbewusst aller finanzpolitischen Eingriffe. So konnte er auch nichts unternehmen, um den Zusammenbruch aufzuhalten. Nach der Creditanstalt Wien war nun die Danat - Bank in Deutschland an der Reihe. Im Mai verlor sie über 100 Millionen Reichsmark, im Juni waren es dann 848 Millionen. Das waren bereits 40 Prozent der gesamten Einlagen. Im gleichen Zeitraum verloren die Dresdner Bank 10 Prozent und die Deutsche Bank 8 Prozent ihrer Einlagen. Im Juni kündigte Bankers Trust, zu Morgan gehörig, die Kreditlinie der deutschen Bank.
George Harrison forderte, das Reichbankpräsident Hans Luther eine rigorose Kreditverknappung durchsetzen und den Kapitalmarkt in Deutschland trocken zu legen.. Er behauptete, dies sei der einzige Weg, um der Kapitalflucht Einhalt zu gebieten. Damit stellte er sicher, dass das deutsche Bankensystem und die deutsche Industrie in die schlimmste vortsellbare Depression gerät.
Montagu Norman stellte sich hinter Harrison. Schließlich konnten sie auch den französichen Zentralbankchef auf ihre Seite ziehen und machten Deutschland für die Wirtschaftskrise verantwortlich. Die Regierung Brüning unternahm verzweifelte letzte Versuche, um Hans Luther dazu zu bewegen, sich bei anderen Zentralbanken um kurzfristige Stabilisierungskredite zu bemühen und damit den Bankenkrach einzudämmen. Dich Luther weigerte sich und blieb seinen eigentlichen Auftaggebern treu. Als er sich schließlich doch breitschlagen ließ und bei Montagu Norman um einen Kredit nachsuchte, schlug ihm dieser buchstäblich die Tür vor der Nase zu, mit dem Ergebnis, dass Deutschland in kritischer Situation keinen Geldgeber mehr finden konnte.
Im Juli, zwei Monate nachdem der Zusammenbruch der Wiener Creditanstalt die Kapitalflucht aus Deutschalnd ausgelöst hatte, berichtete die Baseler Nationalzeitung über "Schwierigkeiten" der Danat - Bank. Das genügte in der aufgeheizten Situation, um eine Panik gegen die Bank auszulösen. Der Danat - Vorsitzende warf später der Reichsbank vor, sie habe den Krach seiner Bank durch einseitige Kreditverweigerungen vorbereitet. Mit dem Untergang dieser Bank setzte dann die allgemeine Bankenkrise und der Zusammenbruch der Industrieproduktion ein. Es folgte der Winter 1931 - 32, den manche als den "schlimmsten Winter des Jahrhunderts" bezeichneten, und es wurde hier der Grundstein zahlreihe radikale politische Bewegungen gelegt.
Im März 1930 überraschte der damalige Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht die Regierung mit seinem Rücktrittsgesuch. Grund dafür war das Angebot Ivar Kreugers an die Reichregierung, ihr mit einem Überbrückungskredit von 500 Millionen Reichsmark beizustehen. Der schwedische Industrielle Kreuger hatte zusammen mit seiner amerikanischen Bank Lee Higgins & Co. Deutschalnd und anderen Ländern, denen die Londoner und Wallstreet - Banken verweigert hatten, bereits öfters über kritische Situationen hinweggeholfen. In der damaligen Situation hatte das Kreditangebot Kreugers unannehmbare und exposive Folgen für die Strategie Montagu Normans und seiner Freunde. Der damalige Finanzminister Rudolf Hilferding von der SPD bat Hjalmar Schacht, der nach Bestimmungen des Dawes - Plans allen Krediten aus dem Ausland zustimmen musste, eindringlich, das Kreditangebot Kreugers anzunehmen. Doch Schacht lehnte ab und reichte stattdessen bei Hindenburg sein Rücktrittsgesuch ein.
Kreuger selbst fand man nur wenige Monate später, Anfang 1932, tot in einem Hotelbett in Paris. Die polizeiliche Feststellung erkannte auf Selbstmord. Jahrzehnte später ergaben detaillierte Untersuchungen schwedischer Dedektive abschließend, dass Kreuger ermordet worden war. Mit Kreugers Tod endete jede Hoffnung Deutschlands auf finazielle Entlastung, es war jetzt von jedem ausländischen Kredit ausgeschlossen.(Quellen: http://www.zuendholzetiketten.de/kreuger.html
Kopper, Christopher: Hjalmar Schacht. Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier. 2006
Hjamlar Schacht: Das Ende der Reparationen, 1931)So, nun hab ich ertsmal die Umstände gezeigt, die herrscheten, die Manipulation die vor Hitler schon herrschten und am Beispiel von Mussolini sehr gut sehen kann. Doch nun kommen wir zu Hitler. Ich hab das jetzt erzählt weil man meiner Meinung nach auch die Vorgänge betrachten muss die vor Hitler waren. Die Situationen, die vor ihm herrschten. Ich hab dies jetzt hauptsächlich auf die Finanzwelt bezogen. Es wär toll wen jemand noch andere Sichtweisen dazu hat.
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Zitat
Wenn du meinst das 3. Reich wurde von jüdischen Banken finanziert, dann will ich dafür Beweise. *Keine Textauszüge von JvH*Tempelritter: Wenn du sagst, Hitler wäre eine Marionette der jüdischen Banken gewesen,
willst du dann damit sagen, dass sich die Juden selber platt gemacht haben, oder wie? !
Sag mal, wo liest du das ich was von jüdischen Banken geschrieben habe? Oder setzt du etwa Banken mit Juden gleich? Ist für dich alles dasselbe?
Und ich weiß nicht wie du darauf kommst das dies alles JvH sein soll, aber ich kann gerne Beweise liefern.
Dazu fang ich mal ein bißchen vorher an.Montagu Norman hatte im Oktober 1929 den Krach an der Wallstreet selbst herbeigeführt ( Er war damals Gouverneur der Bank von England und somit der einflußreichste Bankier der Welt). Die Bank von England hatte nämlich den Gouverneur der amerikanischen Federal Reserve Bank, George Harrison, aufgefordert, die Zinsen in Amerika anzuheben, um das Spekulationsfieber in den USA zu bremsen. Harrison folgte dem Rat, und es kam größten Finanz - und Wirtschaftskollaps in der bisherigen Geschichte.
Anfang 1931 planten Montagu Norman und ein kleiner Kreis des britischen Establishments, die politische Dynamik in Europa tiefgreifend zu ändern.
Zu dieser Zeit war die Wiener Creditanstalt Österreichs größtes Bankhaus. Mit engen Beziehungen zum österreichischen Zweigs des Hauses Rothschild hatte die Creditanstalt in den zwanziger Jahren massiv expandiert, indem sie angeschlagene kleinere Banken übernahm. Die größte Fusion wurde der Creditanstalt im Oktober 1929, der Monat des Börsencrashs, angeboten. Die Behörden forderten sie auf, die Wiener Bodenkreditanstalt zu übernehmen, die ihrerseits in den Jahren zuvor mehrere marode Banken übernommen hat, aber mit Nebenwirkungen wie es schien.
Anfang 1931 stellte sich die Creditanstalt als eine der mächtigsten Banken der Welt dar. Tatsächlich war sie eine der kränksten. Das von Großbritannien, Frankreich und den USA verhängte Versailler Diktat hatten Österreich - Ungarn gesprengt und die österreichische Wirtschaft von den erträglichen Handelsbeziehungen und Bodenschätzen in Ungarn und Südosteuropa abgeschnitten. Von diesen Folgen des ersten Weltkriegs hatte sich die österreichische Industrie nicht erholt. Die Betriebe waren heruntergekommen, die Anlagen veraltet und die riesigen Kriegsanleihen untilgbar. Die Folge war. dass in den zwanziger Jahren große Teile der insolventen österreichischen Unternehmen in die Hände der immer weiter expandieren Creditanstalt übergegangen waren. Österreich und dort besonders die Wiener Creditanstalt waren Anfang 1931 das schwache Glied in der internationalen Finanzkette. Der Creditanstalt gelang es nicht, aus der schwachen österreichischen Wirtschaft genügend Kapital zu ziehen, und so blieb sie größtenteils von kurzfristigen Kreditaufnahmen in London und New York abhängig, um ihre Geschäfte zu betreiben. Die Bank von England war ihr wichtigster Geldgeber.
Im März 1931 kündigte der französiche Außenminister Briand seinen entschlossenen Widerstand gegen die geplanten Verhandlungen zwischen Berlin und Wien an, die auf eine österreichisch - deutsche Handels - und Zollunion abzielten. Es war ein später Versuch, der Weltwirtschaftskrise entgegenzutreten. Die französische Regierung soll den französischen Banken angewiesen haben, die Kreditgrenzen gegenüber der Creditanstalt enger zu ziehen, um so verstärkt Druck auf die östereichische Regierung auszuüben. Im Mai tauchten dann in der Wiener Presse die ersten Grüchte auf einen Run der Sparer auf die Creditanstalt auf. Daraus entwickelte sich eine Kreditkrise, die ganz Europa erfasste. Die österreichische Zentalbank und damit der österreichische Staat sahen sich gezwungen, der Creditanstalt in dieser größten Bankenpleite der Geschichte beizuhelfen.
Spätere Untersuchungen ergaben, dass die Krise nie solche Ausmaße hätten annehmen müssen.
(Quelle: Dieter Stifel: Finanzdiplomatie und Weltwirtschaftskrise: Die Krise der Creditanstalt für Handel und Gewerbe, 1931)J.P. Morgan hatte sich davon überzeugt, das radikale politische Lösungen nützlich sind, um das Zahlen staatlicher Schulden und Zinsen sicherzustellen. Sie hatten ihre Forderungen Benito Mussolini anvertraut und waren nicht enttäuscht worden. Im November 1925 erklärte der italienische Finanzminister Volpi di Misurata, das Mussolini Regime habe mit Großbritanien und den Vereinigten Staaten ein Abkommen über die Zahlungen der Schulden aus dem Versailler Vertrag erzielt. Eine Woche später erklärte sich das Bankhaus J.P. Morgan & Co. bereit, Italien mit einem Kredit über 100 Millionen Dollar "zur Stabilisierung der Lira" unter die Arme zu greifen. Das Bankhaus vertrat seitdem die Regierung Mussolinis in Finanzsachen innerhalb der USA.
Morgan wollte das faschistische Regime in Italien satbilisieren. Auf Anraten und Druck von J.P. Morgan und Montagu Norman gründete Volpi di Misurata 1926 die italienische Zentralbank, die Banka d'Italia. Ihre Aufgabe war es, der Regierung die nationale Finanz - und Wirtschaftspolitik abzunehmen. Sie sollte sich ganz auf ihre Hauptaufgabe konzentrieren können, nämlich Zinsen und Schulden pünktlich zu bezahlen. Mussolini war dafür der geeignete Mann gewesen. Er hatte die Gewerkschaften zerbrochen, Lebensstandard und Löhne drastisch gesenkt und die nötigen Sparmaßnahmen der Regierung durchgedrückt. Damit wollte er die Zahlungsfähigkeit Italiens an die New Yorker Banken garantieren.
In den USA kontrollierte zu dieser Zeit Benjamin Strong die Finanzpolitik. Er hatte sich in der Morgan Bank hochgedient und war mit Montagu Norman eng befreundet. Strong traf sich mit Volpi di Misurata und dem Gouverneur der neugegründeten Banca d'Italia, Stringher, um die Details des Stabilisierungsplans für Italien zu verabreden. Das Dreigestirn J.P. Morgan, Montagu Norman und die New Yorker Federal Reserve organisierten damals eine strenge und wirksame Kontrolle über Wirtschaft und Finanzen aller osteuropäischen Länder von Polen bis Rumänien. Der Vorwand war immer, die Volkswirtschaften bedürfen einer "Stabilisierung", um kreditwürdig zu sein. Sie bildeten damit eine Art vorläufer zum heutigen Internationalen Währungsfonds. Die New Yorker Banken pumpten die vorwiegend sehr kurzfristigen Gelder nach Europa, die Bank von England stellte die Experten, die die Volkswirtschaften berieten und auf Linie brachten, während das Außenministerium in London für den nötigen politischen Druck sorgte, das diese Politik auch wirklich durchgesetzt wurde.
(Quelle: Richard H. Meyer: Bankers' Diplomacy: Monetary Stabilisation in the 1920's, 1970 - Übrigens kann man die Bücher alle in einer Bibliothek ausleihen.) -
Also bevor jetzt hier was eskaliert, betrachten wir das mal ganz in Ruhe.
ZitatEs ist leider so, dass KEINER von uns oder auch sonst keiner darüber
urteilen kann, wie das Leben im 3. Reich ausgesehen hat. Die Zeitzeugen
waren damals Kinder und ältere Zeitzeugen sind leider dabei
auszusterben......Sie sind die einzigen, die plausibel über das Thema
diskutieren können....Ja klar sicherlich sind diese Zeitzeugen jetzt alt, doch ob sie plausibel darüber diskutieren können ist meiner Meinung nach fraglich. Wenn ich eine KZ - Wärterin und einen KZ - Häftling befrage werde ich sicherlich zwei verschiedene Ansichten zu hören bekommen. Jeder Zeitzeuge hat seine Erfahrungen, und jeder auch seine Ansichten.
Und jetzt mal ehrlich... wie würdest du dich fühlen, wenn du auf einmal zum "Volkssturm" verpflichtet wirst, inhaftiert werden würdest aufgrund deiner Ansichten oder in Kriegsgefangenschaft geräts?
Was willst du eigentlich damit sagen? Wie soll es denn ausgesehen haben?
Willst du damit sagen das ein "Altnazi", wie man so schön sagt, der die NPD finanziert plausibel darüber diskutieren kann und somit die Wahrheit sagt, weil er alt ist?
Und nebenbei bemerkt, es gibt nicht nur Zeitzeugen, wir haben Literatur, Filme und Dokumente aus der Zeit und wir sollten auch wenn möglich alle Seiten betrachten.Zitat[size=8][color=black][font=Trebuchet MS][size=8pt][color=black][font=Trebuchet MS]Jedoch
sollte man sich fragen, ob all das wahr ist, was wir heute lernen.
Hitler wollte die Zinsknechtschaft brechen und hätte es mit seinem Weg
auch geschafft. Alle Zeichen standen auf Frieden, aber es durfte nicht
sein. [/font][/color][/size][/font][/color][/size]Wie überprüfen wir denn was wahr ist? Woher ziehen wir die Gewißheit die Wahrheit gefunden zu haben?
Die Zinsknechtschaft ging nach Hitlers Meinung von den Juden aus... und ja... er hätte es auch mit seinem Weg fast geschafft, stimmt. Ich denke da nur an seine Rede am 30. Januar 1939:Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg
zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde
und somit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der
jüdischen Rasse in Europa!"Alle Zeichen standen auf Frieden? Ist dir klar das Hitler eine Marionette der Banken und Großkonzerne gewesen ist? Eine Marionette die nicht wusste, dass sie eine Marionette war?
Coca - Cola produzierte im Krieg Fanta - was in Deutschland als deutsche Erfindung vermarktet wurde. General Motors ließ Opel weiterlaufen. Ford finanzierte ebenfalls fleißig mit. Und IBM sorgte dafür das die Registrierungsmaschinen für die KZs vorhanden waren. Und Hitler hatte sicherlich auch eigene Vorstellungen von "Frieden".
Krieg bringt immer Geld für Konzerne, besonders für diejenigen die alle Seiten im Krieg finanzieren. Es ist das alte Machiavelli - Prinzip.Zitat[size=8][color=black][font=Trebuchet MS][size=8pt][color=black][font=Trebuchet MS]Ich
verlange von jedem Wahrheitssuchenden, dass er sich mit dem Thema
auseinandersetzt frei von Propagande, egal wessen Seite. Warum wurde
das 3. Reich verteufelt von den Siegern? Wer hatte den Nutzen daran? [/font][/color][/size][/font][/color][/size]Warum verlangst du das? Jeder sollte selber darüber entscheiden, ob er sich damit beschäftigen will oder nicht.
Warum es von den Siegern verteufelt wurde? Wenn ich mir ansehe das die Regierungen Großbrittaniens und der USA Hitler unterstützt haben, würdest du dann nicht alles daran setzen um das zu vertuschen?
Aber ändert das jetzt was an den Geschenissen? Ist Hitler dadurch jetzt unschuldig?
Außerdem, welches Land wird nicht von den Siegern verteufelt?Also bevor wir hier jetzt anderen unsere Meinung auftrichtern, sollten wir alle mal das in Ruhe betrachten und sachlich diskutieren.
Und ich bitte darum nicht zu pauschalisieren, das bringt gar nichts. Danke -
Zitat
[size=8]Wenn ich vor die Wahl gestellt werden w?rde, w?rde ich definitiv meinen
Grundwehrdienst ableisten. Die Begr?ndung ist ganz einfach...als Zivi
biste nur eine Aushilfe und was lernt man dort? N?schts....Beim Bund
hingegen lernt man einiges...vom sozialen Aspekt her aber auch
elementare Dinge, wie Feuer ohne Feuerzeug oder ?hnliche Utensilien zu
machen [/size][size=8]Ich mache momentan meinen Zivildienst und ich muss sagen ich lerne sehr wohl was. Zu sagen man lernt bei der Bundeswehr oder beim Zivildienst nichts ist genauso als würd ich sagen alle Blondinen sind blöd. Vielleicht lernst du da nichts, aber andere hingegen schon. Außerdem hast du ja weder das Eine noch das Andere gemacht, woher nimmst du dann dein Wissen das man beim Zivildienst nichts lernt?
Ich arbeite in einem Altenheim, und habe so mal einen Einblick in die Arbeit eines Altenpflegers. Ich muss sagen es ist ein harter Job und ich ziehe den Hut vor denjenigen die diesen ausüben bzw. ausüben wollen. Ich habe gelernt wie man mit den verschiedensten Menschen umgehen kann, die Grenzen der Toleranz sowie die Problematik der Sterbehilfe. Auch die Probleme der Gesundheitsreform und überhaupt das Gesundheitssystem mal aus einer anderen Sicht zu betrachten ist etwas was mir nicht zweimal geboten wird.
Es ist durchaus was anderes, sowas selbst zu erleben als nur davon zu lesen oder zu hören. [/size][size=8][/size]
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[size=8]Harte Kritik aber durchaus berechtigt. Und aktuell wie eh und je. Und ich glaub das ist auch das Problem.
Wie kann man Geschichte darstellen die Objektiv ist? Geht so etwas? Ich glaube nicht, man kann sie nur von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachten.
Ich selber halte es mit kritischen Material nach dem Hegelschen Prinzip These Antithese Synthese. Jeder hat eine andere Wahrnehmung und jeder andere Vorstellungen und Erfahrungen. Und man kann leicht sehen was passiert, wenn Weltbilder, die wir lieb gewonnen haben, schwanken. Streits zwischen Historikern, Schubladendenken und Fachidioten wie man so schön sagt, bringen nichts. Und dann ist klar das der Normalbürger nicht mehr durchsieht und desinteressiert wird. Was ist denn nun wahr?
Mit Geschichte und Archäologie wird auch viel Schund betrieben, nur damit man angesehen wird. Sind das die Ideale der Geisteswissenschaft?
Doch nicht nur um Ruhm geht es - nein auch um Manipulation.
Nehmen wir nur mal Hubertus Knabe der "erforscht" hat, die Chancen in einem nationalsozialistischen KZ zu überleben sei größer gewesen als in einem sowjetischen Speziallager der SBZ. Aja? Anscheinend ist bei ihm Papier so geduldig das es sich automatisch zur Wissenschaft erklärt. Mehrere Gerichte stuften seine Methoden als dubios ein aber das stört ihn nicht und er publiziert weiter. Oder Walentin Falin, der meinte, dass die deutsche Teilung hätte verhindert werden können, wenn die Deutschen die Einheit ihres Landes verteidigt hätten. Gute Idee besonders für
alle die sich damals persönlich beim KGB über die Teilung beschwert haben. So lässt sich Geschichte natürlich auch aufarbeiten selber Schuld fertig.
Als Abschluss ließe sich noch Alexandra Hildebrandt schildern, die offen zugegeben hat bis 1989 noch nie von der Mauer gehört zu haben, aber sich dadurch berühmt machte das sie Kreuze für Maueropfer aufstellen ließ wo nie eine Mauer stand, Opfer rehabilitierte, die nie Opfer waren und somit eigentlich gar nicht weiß was sie für ihr Geld eigentlich tut.
Diese Beispiel für die jüngste Geschichte, also DDR Vergangenheit, zeigt doch schon die Problematik, die selbst Huysmans im 19. Jahrhundert schilderte.
Es kann ja sogar schlimmer kommen so wie damals 1999 die NATO alles als Massengrab definierte wo mehr als zwei Tote beerdigt waren. Oder sogar ohne Tote, wie Rudolf Scharping bei der Erfindung eines serbischen KZs in Pristina.
So wird Geschichte benutzt um Kriege zu legitimieren achja ich meinte natürlich Befriedungsmissionen.
Die Liste ließe sich noch beliebig ausweiten, und sei es DDR, 3. Reich, Mittelalter oder was weiß ich wer macht Geschichte?
Sieht so Geschichte aus? Was ist eigentlich Geschichte?
Dokumentierte Tatsachen gelten als Geschichte - Daten die wissenschaftlich geprüft werden können, verschiedenen Tests standhalten und dadurch beweisen, das etwas wirklich geschah. In diesem Sinne besteht Geschichte aus Namen, Daten, Schlachten, Verträgen, politischen Bewegungen, Konferenzen, Revolutionen, sozialen Umwälzungen und anderen objektiv unterscheidbaren Phänomenen. Neben der Geschichte gibt es noch den Mythos, wo wir jetzt langsam zur Mythologie kommen. Allerdings wird der Mythos als irrelevant oder nebensächlich für die Geschichte verworfen. Man verbannt ihn ins Reich der Phantasie, der Dichtung und Literatur. Er gilt als unechte Ausschmückung oder Verfälschung von Tatsachen, als Verzerrung der Geschichte; deshalbmüsse er rücksichtslos ausgemerzt werden. Geschichte und Mythos seien voneinander zu trennen, bevor die Wahrheit des Vergangenen enthüllt werden könne.
Doch die ursprünglichen Schöpfer dessen, was spätere Epochen Mythos nannten, kannten eine solche Unterscheidung nicht. Homers Odyssee z.B. die den wahrscheinlich fiktiven Abenteuern eines einzelnen Mannes gewidmet war, wurde zu ihrer Zeit und Jahrhunderte danach für nicht weniger historisch zutreffend gehalten als die Ilias, die sich mit einem wirklichen Ereignis, der Belagerung Trojas, beschäftigte.
Doch es wird auch durch Mythen neue Geschichte erschaffen. Je nachdem, wie sehr sie die Phantasie entzünden und in der Vorstellungskraft der Menschen lebendig bleiben, werden historische Ereignisse und Personen unmerklich zu Mythen. In Fällen wie denen von König Arthus oder Robin Hood hat der Mythos jede einst existierende historische Wirklichkeit überlagert. Im Falle der Johanna von Orleans ist die historische Wirklichkeit, wenn auch nicht völlig überdeckt, so doch in den Hintergrund gedrängt worden, während der Vordergrund von Übertreibungen, Ausschmückungen und reiner Erfindung beherrscht wird. In der jüngeren Vergangenheit denken wir nur an Che Guevara, John F. Kennedy, Elvis Presley usw. ist die historische Wirklichkeit hinter den mythischen Elementen noch auszumachen, doch letztendlich nicht von ihr zu trennen. Und gerade die die mythischen Elemente sind es, die unser Interesse an der historischen Wirklichkeit" wecken.
Man kann argumentieren, dass jede Geschichtsschreibung im wesentlichen eine Form des Mythos ist, so wie es Huysmans tat. Jede historische Darstellung orientiert sich an Bedürfnissen, Einstellungen und Werten der Zeit, in der sie verfasst wird, nicht an denen jener Zeit, auf welche sie sich bezieht. Jede historische Darstellung ist notwendigerweise selektiv, d.h. sie betont bestimmte Faktoren und vernachlässigt andere. Sie ist also voreingenommen und verfälscht unvermeidlich das, was wirklich geschah.
Wenn moderne Medien sich schon nicht über die Interpretation von Geschehnissen einigen können, die erst gestern stattfanden, muss die
Vergangenheit einer noch viel größeren Spannweite von Interpretationen unterworfen sein.Deswegen sollte meiner Meinung nach Geschichte nicht nur aus äußeren, beweisbaren Daten bestehen, sondern auch aus dem geistigen Zusammenhang, in dem die Daten eingebettet sind. Die Geschichte eines Volkes, einer Kultur, einer Zivilisation bezieht sich nicht nur auf äußere Daten, sondern auch auf die erfinderischen Übertreibungen, Ausschmückungen und Interpretationen des Mythos.
Sie zeugen von tieferliegenden Bedürfnissen, Wünschen, Mängeln, Träumen und Überkompensierungen, und daher sind sie trotz ihrer vermeintlichen Falschheit nicht nur wahr, sondern auch aufschlussreiche und informative Aussagen, die wichtige Anhaltspunkte zum Verständnis der betreffenden Menschen liefern. Geschichte besteht nicht nur aus Fakten und Ereignissen, sondern auch aus der Beziehung zwischen Fakten und Ereignissen sowie der oft erfinderischen Interpretation dieser Beziehungen. In jedem derartigen Interpretationsakt wird zwangsläufig ein mythisches Element wirksam.
Mythos und Geschichte sind nicht voneinander zu trennen!Ich will Geschichte nicht als sinnlos betrachten man kann aus ihr lernen, man kann aus ihr Dinge erkennen man kann so vieles Philosophie,
Religion, Politik ja auch Naturwissenschaften spielen in der Geschichte genauso eine Rolle.
Und ich möchte dies als Moderator so handhaben. Ich will nicht einfach nur Fakten nennen, nein, ich will in die Tiefe gehen und alle Aspekte wie möglich betrachten. Zumal ist hier in diesem Forum noch wenig über bestimmte Themen geschrieben worden 3.Reich ja aber das ist ja nicht alles. Es ist wie ein schwarzes Loch es dreht sich nur noch darum und als gäbe es nichts anderes mehr. Was ist mit der Geschichte Europas, Roms oder allgemein der Renaissance? Jede politische Kultur braucht eine Vorgeschichte, die sie stützt und legitimiert, sonst würden die Menschen ihre eigene Gesellschaft nicht verstehen.So ich denke mal das reicht an einleitenden Worten und hoffe, dass ich meinen Job hier zufriedenstellend machen kann. Ich freue mich auf Reaktionen und Antworten von euch und verbleibe erstmal mit folgenden Worten:
Was ist Vergangenheit? Du selbstDa ich momentan meinen 4 - wöchigen Urlaub einläute werde ich also erst später so richtig loslegen können. Bis dahin könnt ihr schon mal was Interessantes schreiben^^.
Auf frohes Schaffen
Euer neuer Geschichtsmoderator
Tempelritter_23[/size] -
[size=8]Der Anfang ist es, der dem Menschen fehlt. Nicht das es so schwer wäre, ihn zu finden - nur die Einbildung, ihn suchen zu müssen, ist das Hemmnis. - Gustav Meyrink
Tja, da ich nun offizieller Moderator des Unterforums für Geschichte bin, wollte ich die Gelegenheit nutzen und mich vorstellen und euch auch zeigen wieso ich das gerade machen will und was so meine Vorstellungen sind. Einige werden mich sicherlich schon kennen, andere vielleicht nicht. Ich will jetzt auch keine großen Reden über mich schwingen, dafür gibt es schließlich eigene Threads.
Jedenfalls, als (hoffentlich) baldiger Geschichts und Philosophiestudent, sehe ich es als gute Gelegenheit hier mal aktiv zu werden, da hier bisher noch kein Moderator gewesen ist.
Warum Geschichte? Warum sich überhaupt die Mühe machen und Moderator für so was werden? Ich höre öfters das Geschichte, oder speziell Geisteswissenschaften nicht mehr benötigt werden. Die Debatte ist ja grad aktuell, und da wir ja im Jahr der Geisteswissenschaften sind, wird dies mal wieder hervorgekramt.
Die Debatte ist nicht neu, nein sie ist sogar recht alt. Man gibt ihr heute nur ein aktuelles Aussehen und man sei der Meinung man hätte vorher nie darüber diskutiert. Sind Geisteswissenschaften wirklich so sinnlos? Manche Journalisten und Wissenschaftler sagen, dass Geisteswissenschaften nur noch dazu dienen, die Moral in der Wissenschaft zu erhalten. Hinzu kommen noch die altbewährten Argumente, das Geisteswissenschaften keinen Bezug zur Praxis haben, unverständlich für den Normalbürger sind und verstaubtes Wissen darbieten.Ja es ist einfach Geisteswissenschaften als sinnlos für die heutige Gesellschaft darzustellen. Dies ist nichts Neues und wurde schon öfters probiert.
Sicherlich gibt es Schwächen und berechtigte Kritik, aber wieso wird nie oder kaum danach gefragt, wieso das so ist oder was man dagegen tun kann?
Eine, meiner Meinung nach, sehr gelungene Betrachtung und Kritik der Geschichtsforschung ist Joris Karl Huysmans gelungen. Sie ist in dem Roman Tief unten enthalten und ich möchte sie euch nicht vorenthalten:Die Geschichtsforschung verdrängte in Durtals Gunst den Roman, dessen erfabelte Handlungsführung zu Kapiteln geschnürt, en gros verpackt, zwangsläufig platt und gängigen Mustern verhaftet ihn unangenehm berührte.
Und trotzdem schien ihm die Geschichtsforschung nur ein Notbehelf, denn er glaubte nicht an die Wirklichkeitstreue dieser Wissenschaft;historische Ereignisse, sagte er sich, sind einem Manne von Talent doch nur ein Sprungbrett für Einfälle und persönlichen Stil; schließlich verändern sie sich ja, werden glimpflicher oder bedrohlicher, wie es die vertretende Sache jeweils erfordert oder dem Temperament des Schreibers gemäß ist, der sie zurechtrückt.
Was die Dokumente betrifft, die sie belegen sollen mit denen ist es noch schlimmer! Es ist nämlich keines unter ihnen, das sich nicht auf andere Quellen zurückführen ließe, und alle sind sie in sich anfechtbar. Ist ein Dokument einmal nicht apokryph, kommen irgendwann später neue, ebenso gesicherte Materialien zutage, die es als Fälschung entlarven, bis die nach Aushebung weiterer, ebenso zuverlässiger Archive ihrerseits in Misskredit geraten.
Gegenwärtig, wo verbissen jeder alte Aktenkarton restlos ausgekratzt wird, dient die Geschichtsforschung bloß noch zur Befriedigung literarischer Geltungssucht von Provinzadeligen, die jene Schubladen Pastetchen backen, denen sabbernd vor Appetit das Institut de France seine Ehrenmedaille und Großen Preise zuerkennt.
So betrachtete Durtal die Geschichtsforschung denn als die würdevollste der Lügen, die kindlichste der Selbsttäuschungen. (...) Die Wahrheit ist, dass es zuverlässige Exaktheit nicht geben kann, sagte er sich. Wie sollte es auch gelingen, in Geschehnissen des Mittelalters einzudringen, wo doch nicht einmal Episoden der allerjüngsten Vergangenheit Erklärer finden etwa die Hintergründe der Revolution, das unterirdische Pfahlwerk der Pariser Kommune? Da bleibt einem nur ein Weg: man muss sich seine eigene Vorstellung fabrizieren, sich Geschöpfe früherer Zeiten herbeiphantasieren, in ihre Haut schlüpfen, sich, wenn möglich, in das äußere Erscheinungsbild ihrer hinterlassenen Gewänder kleiden kurz, aus geschickt ausgewählten Einzelheiten immer wieder ein täuschend wirklichkeitsähnliches Ganzes zusammenschmieden. Genauso ist im Grunde Michelet verfahren; nun war dieses Waschweib, diese nervenschwache Alte zwar viel durch Nebensächliches geschweift, hatte bei Nichtigkeiten verweilt, sich leicht irre redend in Anekdoten ergangen, die er aufblies und zu Unermesslichkeiten stilisierte, sobald Gefühlsausbrüche und chauvinistische Anfälle ihm heimsuchten, die die Treffsicherheit seiner Mutmaßungen beeinträchtigten, seine sonst kerngesunde Befähigung zu Hypothesen kränkeln ließen und doch war er der einzige in Frankreich, der über den Jahrhunderten geschwebt hatte und von hoch oben herabgestoßen war auf die lange, düstere Reihe alter Berichte.
Ja, sie war hysterisch und geschwätzig, seine 'Geschichte Frankreichs', schamlos und voller Intimitäten und dennoch wurde sie stellenweise vom frischen Windhauch der Weite durchweht und solchen Niederungen enthoben; seine historischen Gestalten waren lebendig, verließen jene Zwischenreiche, in welche seine Kollegen sie mit Zitat Urnen eingruften; von daher betrachtet spielte es kaum noch eine Rolle, dass Michelet unter den Historikern vielleicht der am wenigsten wahrheitsgetreue gewesen war schließlich war er der originellste und der am stärksten künstlerisch veranlagte unter ihnen. Was die anderen betraf, so schnüffelten sie jetzt in alten Papieren herum, begnügten sich damit, Vemischte Nachrichten an ihre Korkwand zu spießen. Im Gefolge von Taine beleimten sie ihre Notizen, klebten sie der Reihe nach hintereinander, bewahrten freilich nur diejenigen auf, die die einfallsreichen Konstruktionen ihrer Erzählungen stützen konnten. Diese Leute versagten sich jegliche Phantasie, jeglichen Enthusiasmus, behaupteten, nichts zu erfinden was sie ja auch wirklich nicht taten, doch frisierten sie sich die Geschichte nicht minder zurecht, nämlich durch die Auswahl der Dokumente. Und wie einfach war ihr System! Man entdeckte, das sich in mehreren Gegenden Frankreichs ein bestimmtes Ereignis zugetragen hatte und schloß daraus gleich, dass an dem und dem Tag in dem und dem Jahr zu der und der Stunde das ganze Land so und so lebte, so und so dachte.
Sie waren wackere Fälscher, darin standen sie Michelet nicht nach, aber sie hatten weder seine geistige Spannweite noch seine Schaukraft; sie waren die Kleinkrämer der Geschichtsforschung, Lumpensammler, Fußnotenhäufer, die viel herumpünkteln, ohne als Ergebnis ein Ganzes zu bieten, genau wie die heutigen Maler, die wahllos Farbtöne nebeneinanderzwecken, genau wie die Dekadenten, die Wortfrikadellen braten!
Wiederum anders verhält es sich mit den Biographen, sagte Durtal zu sich. Die bilden die Fraktion der Haarauszupferinnen. Da haben Leute Bücher geschrieben, um darzutun, das Theodora keusch war und Jan Stehen keineswegs trank. Ein anderer hat den François Villon entflöht, hat sich bemüht darzutun, dass die Dicke Margot aus der Ballade wohl keine Frau, sondern ein Schenkenschild war, den Dichter stellte er fast schon als einen prüden und enthaltsamen, vernünftigen und redlichen Menschen hin.
Diese Historiker schienen beim Verfassen ihrer Monographien zu befürchten, sie brächten Schande über sich, wenn sie Autoren oder Maler anrührten, deren leben von heftigen Windstößen durchrüttelt worden war. Ohne Zweifel hätten sie in diesen Künstlern gern solche Spießbürger gefunden, wie sie selber waren; herausgeputzt wurde das Ganze übrigens immer mit Hilfe jener berüchtigten Art von Belegstücken, die man so schön zerklauben, verdrehen, zurechtsortieren kann.[/size]
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"Handle stets nach bester Überzeugung von deiner Pflicht!"
Wohlan, meine Recken, selbst auf meiner Reise hört man immer wieder von diesem Tempel des Wissens. Welch Kunde doch die Barden verbreiten. Nur, ist es eine Tragödie oder eine Komödie? Vom bürgerlichen Trauerspiel kann man ja nicht mehr reden.
Allen Anscheins haben die Schauspieler in diesem Stück wohl vergessen, dass sie Schauspieler sind und meinen auf einmal Regisseur zu sein.
Doch wo soll ich anfangen? Beim Ursprung? Von der guten alten Zeit? Vielleicht ganz einfach irgendwo. Der Kreis ist rund und es ist egal wo man anfängt.Fangen wir doch einfach mit einer Frage an die Pontius Pilatus gestellt hat: Was ist Wahrheit?
Ja was ist sie? Was macht sie aus? Ist es überhaupt erlaubt darüber zu sprechen?
Ja selbst die Frage "Was ist Realität?" bewirkt das sich Menschen auf einmal einen neuen Wissenschaftszweig in der Philosophie ausdenken: Radikaler Konstruktivismus.
In der Tat kann erfundene Realität viel mehr bewirken als die tatsächliche.
Man denke nur an die Widersprüche wie "ewiges Wirtschaftswachstum muss sein", Bombardements auf "Terroristen" sei eine "humanitäre Pflicht" und noch so andere Dinge von denen es genug gibt.
Es ist einfach die Wahrheit oder besser gesagt die Absicht zu verschleiern indem man einfach polarisiert. Wie ein Computer in 0 und 1. Ja/Nein, wahr/falsch, gut/böse, sie/wir usw.
Am besten noch wie das aristotelische Entweder/ Oder? Spiel. Es gibt kein vielleicht, nur wahr oder falsch.
Machen wir das gleich doch mal mit ein paar Aussagen.1. Wasser kocht bei 100° C
2. Marilyn Monroe war die schönste Frau ihrer Zeit.
3. Mein Partner war mir immer treu.So die drei Aussagen beantworten wir mal nur mit wahr oder falsch. Ist uns was aufgefallen? Fangen wir mit der letzten beiden Aussagen an. Jeder wird sie unterschiedlich beantworten doch ist es die Wahrheit? Und was ist mit der ersten Aussage?
Im aristotelischen Spiel, das nur zwei Möglichkeiten zulässt, werden die meisten von uns diese Aussage wahrscheinlich als "wahr" bezeichnen.
Seit der Erfindung des Thermometers haben die meisten Menschen gedacht, diese Aussage sei wahr.
Das liegt daran, dass die meisten Menschen - historisch gesehen - etwa auf der Höhe des Meeresspiegels leben. Die Übrigen aber, die in den Alpen, in den Rocky Mountains oder im
Himalaja zuhause sind, aber auch Wissenschaftler, die in solchen Höhen Forschungen durchgeführt haben, wissen, dass die Aussage modifiziert werden muss, ehe sie als "wahr" gelten kann. Ich sollte daher sagen: "Wasser kocht auf diesem Planeten und auf der Höhe des Meeresspiegels bei 100°C."
Möglicherweise existiert Wahrheit nur dann, wenn man den Kontext oder den Bereich, über den man sprechen will, bereits spezifiziert hat.
Aber wir sollten nicht vergessen, was Sir Karl Popper gesagt hat, nämlich, dass die absolute Wahrheit sich nicht definieren lasse, da sie eine unendliche Menge an Versuchen erfordere; die absolute Falschheit jedoch lasse sich durchaus definieren, da ein Zustand in absoluter Form
widerlegt sei, sobald eine einzige Ausnahme gefunden werde.
Wie dem auch sei, bei der zweiten Aussage ist auch interessantes festzustellen. Sie müsste eher eine Ich - bezogene Aussage sein, oder kennt jemand eine wissenschaftliche Methode um Schönheit festzustellen? (Mit Einheiten bitte). Solche ich-bezogenen Aussagen gelten ausschließlich für eine Person oder eine Gruppe von Personen und beziehen sich ausschließlich auf das Nervensystem jener, die sie aufstellen. Das heißt nicht, dass sie "falsch" sind, sondern höchstens relativer (und subjektiver) als etwa ein Gerichtsurteil, und dass sie sich stark von wissenschaftlichen oder mathematischen
"Wahrheiten" unterscheiden. Genauso ist mit der dritten Aussage (und wer möchte sie nicht mit wahr beantworten?).
Wo wir eigentlich wieder bei den Fragen sind: "Was ist Realität? Was ist Wahrheit?"
Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken aber anscheinend wird es ja im Tempel des Wissens nicht verlangt. Es gibt ja nur eine Wahrheit. Erstaunlich, dass die Priester mehrere wissen und sie sich auch widersprechen können. Ja inzwischen verrennen sie sich ja in die Worte und beschuldigen sich gegenseitig des Verrats. Wieso erkennen sie nicht, dass die Sprache zur Zwangsjacke der Menschen werden kann. Aber das soll man ja nicht herausfinden.
Die Masse soll gefälligst nicht denken, sondern sich an einfachen Formeln, Symbolen und Schlagworten orientieren.
Am Besten noch mit Neusprech. Gefühlsbetonte Wörter werden abgelöst durch logische Zusammensetzungen wie gut, plusgut, doppelplusgut, schlecht wird ersetzt durch ungut. Die Wörter verlieren außerdem Teile ihrer ursprünglichen Bedeutung. Es gibt in Neusprech zwar noch das Wort "frei", jedoch nicht mehr im Sinne von "politisch frei", sondern nur noch im Sinn von "ohne" z. B. "Der Hund ist frei von Flöhen".
Oder sogar besser "Krieg ist Frieden" , dass ist genauso gut wie "Sicherheit durch Einschränkung der Menschenrechte". Vielleicht sollte ich es aber noch mehr auf den Punkt bringen: "Lüge ist Wahrheit!". Ja, der neue Slogan der Wahrheitskirche! Welch Macht, welch Manipulationskunst!
Die Obrigkeit schläft wohl und schaut nur zu wie die Priester ihre "dummen" Schafe sammeln. Naja, was soll?s, so was nennt man ja "Glauben, Gewissens - und Bekenntnisfreiheit". Wohl aber in dem Sinne von Neusprech.
Man liest ab und zu mal ?das hat er nicht so gemeint? und denkt sich irgendwie "Bekommt der da grad Streicheleinheiten?" Hat man das auch zu Hitler gesagt? "Ach das mit Juden? Ach das hat er nicht so gemeint. Der arme Mann, was hat der Mensch denn uns getan?"
Oder zu Bush? Der Regierung? Ja das haben die alle nicht so gemeint.
Aber was erzähl ich hier eigentlich, die meisten können ja anscheinend nicht mal lesen oder sie wollen nicht. Möchte ja niemanden was unterstellen, aber anscheinend ist es so. Nur wenige versuchen mal was Konstruktives ins Konzil zu bringen, aber nein - es wird nicht mal beachtet und wenn doch dann wird es für andere Zwecke umfunktioniert.
Brauch der Tempel eine Spaltung? Einen Luther, Zwingli, Calvin (nagut den nicht der ist ja schon da)?
Wohl nicht, da sie verzweifelt ist und eine Inquisition ins Leben ruft. Wie die Eingeweihten im 16. Jahrhundert werden die Ketzer auf goldene Pfähle geknüpft und mit einem Metallrock versehen um ja erkenntlich zu machen das es ein Ketzer ist.
Ja Geschichte wiederholt sich, erstaunlich, dass es hier im Tempel in paar Monaten gelang von der Antike mit ihren Philosophen ins Zeitalter der Inquisition vorzurücken (oder zurückzufallen?).
Ja jetzt wird der Judas gesucht. Wer hat den Tempel verraten? Wer hat den Priestern die Silberlinge gegeben?
Waren es Lupo, Laberbacke und Rei Dei Dii zusammen. Waren sie wie Brutus, Cassius und Servilius als sie sich gegen Cäsar verschworen? Wollen sie den Tempel stürzen? Oder wollen sie einfach nur Anerkennung weil sie sich für auserwählte Gottheiten halten?
Hat sich der Tempel nicht schon längst gespalten? Die Admins, die verzweifelt agieren wie ein Diktator vor einem Putsch und alle standmäßig erschießen wollen. Die sogenannte "Friede, Freude - Eierkuchenfraktion" für die das Böse nicht existiert und mit Licht und Liebe predigt. Die "Nazi - Eso -Ufo Spinner" mit ihrem haarsträubenden Geschichten von der hohlen Erde und Neuschwabenland. Die "Auserwählten" die sich für zu gut halten um anderen etwas zu erklären. Die "Holocaustleugner" die gerne mit Zahlen jonglieren wie Börsenmakler. Der Kurs kann steigen und fallen. Vielleicht sollte ich mir eine Aktie von EON besorgen "für das Gas von morgen". Die "Neuen" die einfach niedergemacht werden weil sie "neu" sind. Die "Missionare" die unbedingt alle von ihrer Meinung überzeugen wollen und nicht weiter tun als "missionieren".
Ach was tummelt sich nicht alles in diesem Tempel. Es könnte ein so schöner Ort sein, wenn man sich wenigstens an seine Ziele erinnern würde. Seine Ideale die man hatte, seine Träume - oh ich werde wohl zu theatralisch. Es interessiert ja wohl keinen mehr. Man freut sich ja lieber, dass man streitet.
Machiavelli und Sun Tzu haben darüber berichtet aber ihre Worte werden nicht gehört oder verstanden. Im Tempel gibt es Aufzeichnungen über die Manipulation der Massen, aber die Priester merken nicht, dass diese gegen sie benutzt werden, dass sie Opfer sind. Opfer ihres Egos.
Oh was maße ich mir an? Ich ein Expriester, ein Außenstehender wage es über religiöse und philosophische Dinge zu reden? Ja den Geisteszustand der Priester anzuzweifeln?
Bin Ich denn besser? Ich weiß es nicht.
Ich kann nur sagen, dass jeder seine eigene Wahrheit hat und jeder das Recht auf eigene Dummheit hat. Man sollte dies respektieren und gerade die Leute, die sich "Wahrheit" auf die Stirn tätowiert haben, sollten mal darüber nachdenken was es heißt gemeinsam für ein Ziel zu sein. Nicht nur gegenseitig ständig seine Meinung wiederholen wie eine Schallplatte mit Riss, sondern erkennen was beide gemeinsam haben und was man tun kann.
Der Tempel wurde doch errichtet um anderen halt zu geben und ihnen einen Weg zu weisen, aber wie es so immer in der Geschichte ist, wandeln sich Dinge und man muss mit ihnen mithalten.
Wenn es euch aber lieber ist, zu zerfallen als hätte man Streukrebs oder Lepra, dann macht so weiter, aber wundert euch nicht wenn euch die Zukunft einholt.
Vielleicht erreichen meine Worte Gehör und es finden sich noch welche unter den Priestern die ihre Ideale noch nicht aufgegeben haben. Vielleicht werden meine Worte zensiert und vielleicht werde ich sogar exkommuniziert. Wer weiß? Aber wenn das geschieht, weiß ich, dass alles verloren ist und der Tempel fallen wird.
Könnt ihr euch in den Spiegel schauen? Kennt ihr euch? Wisst ihr wer ihr hinter einer Maske seid? Oder habt ihr sie schon zu lange getragen und habt vergessen wer ihr seid?
Tja, die Wahrheit kann ein Blick in einen finsteren Spiegel sein. Wem gebt ihr den Vorzug? Der Wahrheit eures Herzens oder folgt ihr weiter blindlings den vermeintlichen Wahrheiten? Woran könnt ihr die Wahrheit ermessen? Nungut, hiermit verabschiede ich mich und verlasse die Runde und danke meinen Zuhörern.
Ich werde noch einige Tage beim Konzil beiwohnen und zuschauen wie die Priester, Bischöfe und die Obrigkeit reagiert.
Ich hab vielleicht keine 99 Thesen an die Tür geschlagen, noch rühme ich mich damit mich damit zu vergleichen, aber ich persönlich bin der Meinung etwas getan zu haben was einige aufwecken könnte. Vielleicht sieht es der eine oder andere auch so.Deus vult
Tja was ist nun meine Geschichte? Tragödie oder Komödie? Entscheidet selbst, ihr habt es in der Hand.
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So meine Damen und Herren,
wie ich in den letzten Tagen und Wochen festgestellt habe, ist dieses Forum in einen Tempel der Selbstdarstellung avanciert.
"Sein oder nicht sein?" ist der ber?hmte Ausspruch Hamlets, was hier eher hei?en sollte "L?gner oder nicht L?gner? Das ist hier die Frage."
Aber anscheinend ist auch der Calvinismus wieder aus der Grube der Religionen zur?ckgekehrt und feiert hier seine Wiederkehr. Hier wimmelt es ja geradezu von Auserw?hlten. Ich sehe sie richtig vor mir... wie sie sich f?r vollkommende G?tter halten, wie der Blutegel ?ber zwei Zungen verf?gen, und es f?r Bewunderungsw?rdig erachten, wenn ein paar Brocken "Wissen" (nat?rlich am unrechten Platz) als Verzierung f?r ihre Gnade, das wir sie ?berhaupt bemerken d?rfen. Wenn uns nat?rlich die Kenntnisse fehlen, dann nehmen sie aus einem verschimmelten Buch vier oder f?nf alte Worte um das Publikum zu blenden. Wer diese Worte kennt freut sich ?ber sein eigenes Wissen, und wer nicht, staunt ?ber seine eigene Unwissenheit.
Es ist geradezu erstaunlich wie einige reagieren wenn die Auserw?hlten tagen. Wenn Wissen hier nur so in die Gegend verspr?ht wird. Als w?ren sie die Verk?rperung Kalliopes, der Muse der ach so sch?nen Dichtkunst. Ja, ist es nicht toll, das Gef?hl des Rechts habens? Welch markersch?tterndes Beben ereilt ihnen als h?tten sie Europa unterworfen.
Aber wehe jemand behauptet etwas wo es keinen Beweis gibt, selbst wenn derjenige sagt das es seine Vorstellung ist... dann Gnade ihm Gott. Sofort ert?nt der L?rm der Schimpfreden und Verleumdungen. Die Inquisition des Wissens, ummantelt mit dem Segen des Sch?pfers und marschierend mit dem Banner der Wahrheit. Welch glorreiche Organisation, welch Triumphzug...
Was das f?r eine Arbeit sein musste. Ihr Geist muss ja ewig gefoltert sein: Sie f?gen hinzu, ver?ndern, streichen aus, setzen wieder ein - ja sie schmieden und h?mmern ihre Gedanken. F?r was? Einen fl?chtigen Ruhm, einen Beifall einer kleinen Leserschar, die wahrscheinlich selbst nicht verstanden haben, was der Auserw?hlte eigentlich meinte. Und daf?r hat er soviel geopfert um ein Unsterblichkeitskandidat zu sein?
Anderseits, wenn mal keine Ketzerverbrennungen stattfinden, sind die Lobreden ja auch mehr als berauschend.
"Erleuchte mich, oh Messias - gib mir die Gnade deinen Arsch k?ssen zu d?rfen. Dein Wissen verdunkelt den Sch?pfer und l?sst Luzifer wie einen Holzmichl dastehen.
Aber betrachten wir doch mal die Auserw?hlten genauer. Sie r?hmen sich damit der Inbegriff aller Weisheit zu sein und die restlichen Sterblichen als herumtollende Irre zu betrachten, die es nat?rlich zu retten gilt.
Welch niedlichen Unsinn sie aber fabrizieren wenn sie uns von der Geheimnissen des Universums Auskunft geben. Sie bleiben auf nichts eine Antwort schuldig; man sollte meinen sie waren bei der Sch?pfung live dabei und sind nur f?r uns aus Reihen der g?ttlichen Pantheons hinuntergestiegen. Sie wissen in der Tat, gar nichts, r?hmen sich aber alles zu wissen.
Die Natur spottet jedoch ?ber alle ihre Reden. Denn das sie nicht die geringste Kenntnis besitzen wird ja schon dadurch deutlich das bei einen geringen Punkt, und sei er noch so lapidar, ein unentwirrbarer Streit unter ihnen entsteht. Sie kennen sich nicht einmal selber und fallen in unmittelbar in die Grube die vor ihnen liegt.
Aber es ist interessant wie sie Buchstaben wie eine Batallion Soldaten rangieren und bald in dieser, bald in jener Formation aufstellen lassen.
Es kommt aber noch schlimmer. Ich kann schon sehen, wie diese Auserw?hlten mich mit ihren tausend Schlu?folgerungen angreifen werden und mich zum Widerruf zwingen wollen. Sie werden mich sofort der Ketzerei beschuldigen wenn ich mich weigere. Dieses Wort wird jedem unmittelbar wie ein Blitz entgegengeworfen der es mit ihnen verscherzt hat. Sie thronen im dritten Himmel und schauen auf ihre Sch?fchen herab, ja bemitleiden sie schon fast. Umgeben von m?chtigen Definitionen, Schl?ssen und Folgerungen, finden sie so viele Ausfl?chte, das selbst ein Pandemonium in einem winzigen Dimensionriss sie nicht halten kann.
Dies kann man deutlich erkennen wenn es so um wichtige fragen geht wie: Ist Jesus eine Erdbeere? Wie w?rde eine solche Erdbeere das Evangelium verk?nden? Wie ans Kreuz geschlagen werden? Ja kann es sein das die Erde selbst eine Erdbeere ist? Innen hohl mit reptiloiden Erdbeeren als Bewohnern? War im zweiten Weltkrieg fliegende Erdbeeren im Einsatz? Und wenn ja, waren es dann Reichserdbeeren? War der K?ppl der Antichrist? Und war der vermeintliche Joint der Ausl?ser f?r seine Metamorphose? War 334 Promille nun eine Ausgeburt eines perversen Irren der nichts besseres zu tun hatte als seine Leser zum Kotzen zu bringen? Erstaunlich das Horrorfilme noch so brutal sein k?nnen, aber liest man in einem Buch irgendwas mit Blut - und sei es Nasenbluten - Brutal! Pervers! Die satanische Bibel ist das ja - eine Ausgeburt der H?lle. T?tet den Autor!
Aber es gibt ja noch mehr sone Wortklauberein - reine Fantasiegeburten die niemand erkennen geschweige denn sehen kann. Er m?sste dann sone Augen haben das sie hinter der schw?rzesten Finsternis hindurch Dinge unterscheiden k?nnen, die nirgends existieren.
Aber es spielt ja auch keine Rolle. Hauptsache wir beten die Auserw?hlten an - selbst wenn ihr Bildnis nur minimal ist - Ikone.Nungut, ich f?r meinen Teil verlasse diese Gemeinschaft, die ich einst angeh?rte. Ich genie?e meine sch?ne Torheit, lass mich von halbnackten Musen verw?hnen und gehe meinen eigenen Weg. Wer es mag noch mit mir zu reden, kann es gern noch tun.
Jedenfalls werdet ihr hier mich nicht mehr wiedersehen.
Also lebt wohl Priester des Wissens. Klascht in die H?nde, trinkt und lebt.