Beiträge von relativist

    Da es verschiedene Schreibweisen für die Lt gibt, wähle ich die einfachste, d.h. die Darstellung als Gleichung, wobei entscheidend ist, dass einmal v=0,75*c ist und beim anderen Mal v=0,5*c. Kannst ja erstmal - wenn es beliebt - in 4x4-Matrix umsetzen und dann das Resultat notieren.
    x'=(x-0,75*c*t)/sqrt[1-(0,75*c)²/c²] und x'=(x-0,5*c*t)/sqrt[1-(0,5*c)²/c²]


    Ich schreibe das mal als:
    x''=(x-0,75*c*t)/sqrt[1-(0,75*c)²/c²] und x'=(x-0,5*c*t)/sqrt[1-(0,5*c)²/c²] sonst ist das mit den Koordinaten nicht eindeutig. Dann gilt
    x'=(x''-4/13*c*t'')/sqrt(1-(4/13)^2). Sprich man macht einen Boost mit der Geschwindigkeit v=-4/13*c um von den doppelt gestrichenen in die gestrichenen Koordinaten zu gelangen.

    (Um diese Uhrzeit gibt es keine Garantie mehr bei den Vorzeichen...)


    Die Spalten deiner 4x4-Matrix haben eine bestimmte Bedeutung, nämlich x, y, z, c*t, und es tritt dort der ß-Faktor konkret auf, der sich auch auf den Quotienten v/c bezieht. Die Matrix ist nur eine formale Zusammenfassung, wie eine Klammer etc. Insofern redest du ständig über physikalische Formelzeichen.


    Folgt man der Konvention, dass die Zeit die erste Koordinaten des Vierervektors ist, also (t,x,y,z)^T und gamma=1/Sqrt{1-v^2/c^2}, dann wird die LT, die einen Boost mit der Geschwindigkeit v entlang der x-Achse darstellt, beschrieben durch die Matrix:
    /gamma -gamma*v/c^2 0 0\
    |-gamma*v gamma 0 0|
    |0 0 1 0 |
    \0 0 0 1/
    Wie man sie treten dort die (RaumZeit-)Koordinaten nicht auf.


    Es hieß allerdings x'=0 und damit wäre dann x=v*t und gleichzeitig x=c*t und dies wäre Unsinn, was ja von GOM und anderen Kritikern auch behauptet wird. Nocheinmal zur Erläuterung es wird ein Ereignis beschrieben, bei dem sich ein Lichtstrahl in den Bezugssystemen bewegt und die Längenangaben x und x' bezeichnen dessen (vordere) Wellenfront, d.h. wenn x'=0 ausgesagt wird dann befindet sich dieser am Ursprung des BS I' und dieser Ursprung ist x=v*t vom Ursprung des BS I entfernt, hat sich aber gleichzeitig mit x=c*t bewegt, so dass das Bezugssystem I' sich mit Lichtgeschwindigkeit bezüglich des Ruhesystems I bewegt haben müsste und das funktioniert nicht - und das Nichtfunktionieren, d.h. [size=14]diese Fehlerhaftigkeit wird ja auch von GOM und anderen Kritikern behauptet.[/size]


    Sie werfen hier zwei Dinge durcheinander und zwar den Ursprung des ungestrichen Koordinatensystems in den gestrichenen Koordinaten und den Punkt x' in den gestrichenen Koordinaten. Sobald sie zwischen den beiden Koordinatensystemen wechseln müssen sie nach der SRT eine LT verwenden. Und genau dies tuen sie hier nicht, sondern verwenden implizit eine Galileitrafo. Diese sind aber nur in der Newtonschen Mechanik anwendbar.

    Guten Abend!
    Wenn x=c*t und x'=0 angenommen werden und sich I' mit der Geschwindigkeit v bewegt, dann kommt es zu dem Widerspruch, dass x=c*t und x=v*t, so dass v=c wäre, was nicht geht und somit bestätigt wird, dass - wie von GOM gesagt - ein Fehler von A. E. hier vorliegt.

    Also wir haben zwei Inertialsysteme I und I' die sich mit der Geschwindigkeit v gegeneinander bewegen. Hier bei ist die x-Achse parallel zur x'-Achse und die Bewegung findet entlang dieser gemeinsamen Achse statt, richtig?

    Nun gilt weiterhin x=c*t und x'=c*t'. Und wieso sollte nun x=v*t gelten?

    Wenn physikalisch gemeinte Formelzeichen c, v, t, x, y, z vorkommen, dann handelt es sich nicht mehr allgemein um (theoretische) Mathematik, sondern um angewandte Mathematik, bzw. theoretische Physik. Daraus ergibt sich allgemein die Notwendigkeit, die physikalische Substanz zu berücksichtigen, da beide Wissenschaftsdisziplinen nicht dazu geeignet sind, Fehler zu machen, um diese danach machtvoll in den menschlichen Alltag zu transportieren.
    Bei Anwendung der mathematischen Struktur Gruppe auf ein physikalisches Gedankenexperiment muß zusätzlich die physikalische Richtigkeit bedacht werden.

    Und diese Formelzeichen kommen in meine Definition wo vor? Selbstverständlich muss man die physikalische Substanz berücksichtigen, aber die beeinträchtigt die mathematischen Eigenschaften nicht. Ist gibt Unmengen von Gruppen, die keine Verwendung in der Physik finden, aber trotzdem Gruppen sind.

    Es wird klar ein Widerspruch geführt gegen die Behauptung von A. E., dass die LT - mathematisch - eine Gruppe bilden. Da in dem Text auf hintereinander ausgeführte Transformationen mit kollinearen Geschwindigkeiten verwiesen wird, die dann wiederum nicht durch eine einzige Transformation ersetzt werden können, handelt es sich durchaus um eine physikalische Argumentation, die sich auf die Verknüpfung von zwei Gruppenelementen bezieht und besagt, dass eine für die Zubilligung einer Gruppeneigenschaft notwendige Verknüpfung nicht vorgenommen werden kann.

    Schreiben sie zwei LT hin und ich rechne aus, durch welche einzelne LT sich diese ersetzen lassen.

    Wie gesagt, die LT kann in unterschiedlichen Darstellungsweisen geschrieben werden. Soll eine Überprüfung auf Gruppeneigenschaften stattfinden, dann muß auch jeweils die physikalische Richtigkeit beurteilt werden können und man muß die anschauliche Form wählen. Ansonsten könnte man auch die Matrix ohne physikalische Formelzeichen schreiben, was dann auch wiederum ziemlich sinnlos wäre.

    Es gibt verschiedene Darstellung der Lorentzgruppe, wie von allen anderen Gruppen auch, aber die beeinträchtigen die Gruppeneigenschaften in keiner Weise. Nocheinmal: Ein Gruppe ist eine mathematische Struktur, die in der Physik Verwendung finden kann, aber nicht muss. Aber die mathematischen Eigenschaften sind unabhängig von der Physik. Die allermeisten Mathematiker wären ziemlich beleidigt, wenn man die Mathematik auf die physikalische Verwendung reduziert! (Und die es nicht sind, haben nicht zugehört...)


    Willst du bei der 4x4-Matriz-Darstellung bleiben, kommst du trotzdem nicht drum herum zu zeigen, was mit den physikalischen Formelzeichen gemeint ist, d.h. du benötigst irgendein Gedankenexperiment, das anschaulich die physikalischen Verhältnisse bei einem Gruppenelement und seiner Verknüpfung darstellt.

    Ich habe nirgendwo Formelzeichen hingeschrieben. Die Verknüpfung ist selbstverständlich die Matrixmultiplikation...


    Allgemein: Diese Debatten hatten wir alle schon x-Mal und sollten einfach feststellen, dass hier völlig unterschiedliche physikalische Grundsätze bei Befürwortern und Kritikern der RT zur Anwendung kommen. Dabei verweise ich darauf, dass unter Verwendung des nachfolgend skizzierten (üblichen) Gedankenexperimentes eine Herleitung der LT möglich ist, d.h. dass diese Darstellung korrekt ist und somit ein (behauptetes) Gruppenelement die Form x'=(x-v*t)/sqrt(1-v²/c²) usw. hätte. Wenn du diese Meinung nicht teilst, dann solltest du einmal nachvollziehbar physikalisch darstellen, wie sich deine 4x4-Matrix veranschaulichen lässt. Ansonsten läuft es eben so, dass sich unterschiedliche physikalische Sichtweisen gegenüberstehen und jeder macht sein Ding.

    Das (markierte) ist keine LT sondern eine Gleichung. Und dies ist eine 4x4-Matrix:
    /1 0 0 0\
    |0 1 0 0|
    |0 0 1 0|
    \0 0 0 1/
    Dies ist die 4x4-Einheitsmatrix. Dies ist ausserdem die Darstellung des neutralen Elementes in den LT.


    Das wird allerdings jetzt ziemlich chaotisch, wenn du die von mir verwendete Argumentation nicht beachtest und von einer Fragestellung im Rahmen der Herleitung der LT plötzlich auf eine allgemeine Ebene der Widerlegung der SRT kommst. Es geht um einen konkreten physikalischen Sachverhalt, der sogar per Skizze etwas verdeutlicht worden ist. Wenn über etwas Strittiges (in Kurzform) konferiert wird, sollte eine gewisse Einfachheit - so weit möglich - gewahrt werden. Ich bewege mich in einem Rahmen, in welchem die Herleitung der LT gelingt, d.h. diese Darstellungen können so falsch nicht sein und geben mithin diesen Teil (LT) der SRT treffend wieder. Sollte es dir möglich sein, dann würde ich darum bitten sich im Einzelnen auf meine Entgegnung zu beziehen.

    Es ging ja gerade darum, dass ein Fehler in der Darstellung von A. E. war, so dass dann plötzlich Widersprüche auftreten, wenn man dessen Darstellung - die du beim Start dieses Threads gepostet hast - ausbuchstabiert, d.h. entweder I' hat plötzlich das Tempo c (nicht möglich) oder c=0, weil kein Lichtstrahl vorhanden ist, somit wird der Fehler H1 aus dem GOM-Buch hier bestätigt.

    Ich kann in dem Text bei GOM nicht erkennen, dass Einstein sagt, dass sich I und I' mit Lichtgeschwindigkeit gegeneinander bewegen. Diese Idee stammt von ihnen. Den Rest hat Phasenverschobener ja schon gesagt.

    OK, ich habe mich ein bißchen missverständlich ausgedrückt. Mea culpa :) (das mit Gruppen, Darstellungen, Charakteren etc. ist mir durchaus bekannt, was du natürlich nicht wissen kannst). Da allerdings GOM auch nicht immer mathematisch präzise ist, wie du sicher einsiehst, war mein einziges Ziel ein wenig auseinanderzudröseln, was GOM vielleicht mit Transitivität gemeint haben könnte - mehr nicht (wer Grundlagenvorlesung Algebra gehört hat, kann das, was ich schlampig hingeschludert habe in mathematisch präzise Form fassen und die anderen interessiert es sowieso nicht).

    Ok. ;)

    P. S.: Klugscheißer-Spruch zur Darstellungen von Gruppen: Die meisten Lehrbücher verstehen unter einer Darstellung einer Gruppe ein einen Gruppen-Homomorphismus \rho: G-> GL(V) und bezeichnen das, was du aufgeschrieben hast als "Permutationsdarstellung von G". ;)

    Kann gut sein, dass unser Prof das anders gemacht hat als der Rest der Welt. So aus Prinzip. (Man muss ihm aber zu Gute halten, dass er Physiker ist ;) )

    Man kann nicht bezuglos irgendwelche mathematischen Vokabeln einfach notieren und dann plötzlich behaupten, dass die mathematische Struktur für einen absolut undefinierten physikalischen Sachverhalt gelten würde - dies wäre zumindest meine Meinung.


    Die Tatsache, dass eine mathematische Struktur nicht/oder doch für einen physikalischen Sachverhalt gilt, beeinträchtigt die mathematische Struktur in keiner Weise. Ausserdem schreibt GOM ja explizit, dass die LT keine Gruppe bilden, weil *mathematische Begründung*. Und ich habe nun eingworfen, dass diese von GOM gegebene mathematische Begründung falsch ist.

    Die mathematische Struktur der Gruppe wird in diesem Fall völlig überdehnt - sie beschreibt eigentlich einfache Objekte, d.h. Elemente der Gruppenmenge, die dann über eine Verknüpfung mit bestimmten Eigenschaften in Beziehung gebracht werden.

    Ich kann da keine Überdehnung erkennen. Denn es wird genau

    Zitat

    sie beschreibt eigentlich einfache Objekte, d.h. Elemente der Gruppenmenge, die dann über eine Verknüpfung mit bestimmten Eigenschaften in Beziehung gebracht werden.

    gemacht.


    Bevor über Transitivität und Kommutativität gesprochen werden kann, käme es darauf an zu zeigen, was jetzt ein Element der Gruppe wirklich ist. Mir schon klar, dass dies eine einzelne LT sein soll, also eine Matrix, die dann allerdings nur als Abstraktform der LT in Gleichungsform:

    x'=(x-v*t)/sqrt(1-v²/c²) usw.

    Nein.Die Gleichung, die sie da hingeschrieben haben, ist eine Koordinatentransformationsgleichung, die sich aus einer LT ableiten lässt. Die Lorentzgruppe ist definiert als die Invarianzgruppe des Minkowskiraumes, also als alle 4x4-Matrizen, die das Minkowski-Pseudoskalarprodukt erhalten.

    gemeint ist, d.h. jetzt ginge es los wirklich zu definieren, was da ein Element sein soll. Dies insbesondere auf den Hintergrund einer handelsüblichen Mengendefinition. An dieser Stelle war bisher keine Bereitschaft der Relativisten zu erkennen eine Diskussion zu führen - aber wir werden sehen.

    Habe ich oben getan.

    Also bevor wir nicht mit dem Element und dann mit der Verknüpfung durch sind, kann es auch keine Überprüfung auf Abgeschlossenheit, Assoziativgesetz, Neutralem/Inversen Element geben.

    Elemente siehe oben, die Verknüpfung ist triviale Weise das Matritzenprodukt. Zum Thema "Beweis" förder Google folgenden Link zu Tage:
    http://18040.rapidforum.com/topic=100270675209

    Dann haben Pagels und GOM tatsächlich Recht, weil sich bei einer anderen Sichtweise der Dinge Widersprüche häufen:

    Wird die Fortbewegung der Wellenfront des Lichtstrahls beschrieben und befindet sich dieser momentan in I' bei x'=0, dann würde er sich in I bei x=v*t befinden, da wir aber die Fortbewegung eines Lichtstrahls beschreiben, wäre dann x=v*t=c*t ==> v=c, die Fortbewegung des I' mit LG wird allerdings ausgeschlossen, da man dann Terme mit 1/(1-c/c)=1/0 bzw. 1/sqrt(1-c²/c²)=1/0 bekäme, was auf einen Irrtum hinaus liefe.


    Wenn man zeigen will, dass die SRT Fehler enthält, dann sollte man auch innerhalb der SRT bleiben. Sie können also nicht in ein BS transformieren, dass sich mit LG bewegt und schon garnicht können sie dabei die Galileitrafos verwenden.


    Direkt bezüglich deiner Frage, warum es kein t'=0 in dem beschriebenen Fall geben sollte: Wenn es um die Beschreibung der Fortbewegung eines Lichtstrahls geht, dann wäre der Fall t>0 und t'=0 nicht vorstellbar, da mit Emitierung des Lichtes auch die Zeitnahme liefe.

    Von t>0 ist auch in dem Text nicht die Rede...

    Sei G eine Gruppe und M eine Menge, sowie t: G x M -> M definiert mit folgenden Eigenschaften:
    (i) g*t(h, m)=t(g*h, m) für alle g, h aus G und m aus M
    (ii) t(1_G, m)=m für alle m aus M
    Dann sagen wir: "G operiert durch t auf M von links" (analog kann man auch eine Operation von rechts definieren). M kann hier durchaus auch die Gruppe G sein (dann sagen wir: "G operiert durch t auf sich selbst").

    Wenn für alle m, n aus M gilt, dass es ein Gruppenelement g gibt, so dass t(g, m)=n ist, so sagen wir: "G operiert auf M transitiv" (wenn ich den Begriff der G-Bahn einführen würde, könnte man dies auch kürzer formulieren, aber das führt weit vom Thema weg).


    Du unterscheidest hier meiner Meinung nach nicht klar genug zwischen einer Gruppe und einer Darstellung dieser Gruppe. Sobald du von der Wirkung einer Gruppe G auf eine Menge M sprichst, wählst du implizit eine Darstellung der Gruppe. Die (Links-)Wirkung L ist ein Homomorphismus: G -> Perm(M) : G ni g -> L_g. Das bedeutet (wie du auch selber völlig richtig schreibst):
    Für alle g,h in G gilt, dass L_g(x)*L_h(x) = L_(gh)(x) für alle x in M. Betrachtet man nun L: G -> Perm(M) : G ni g -> L_g = id_M, so stellt man fest, dass dieses L die Bedingung erfüllt. Nun gilt allerdings L_g(x) = id_M(x) = x und damit O_x={x} für alle x in M (O_x ist der Orbit von x). Damit ist die Wirkung nicht transitiv. (Was nun allerdings nicht bedeutet, dass G keine Gruppe ist...)

    Ich könnte mir vorstellen, dass hier gemeint sein könnte (freie Interpretation meinerseits!!!), dass die Gruppe der Lorentztransformationen bezüglich der Hintereinanderausführung, wenn man sie auf sich selber von links mittels t(g, h)=g*h operieren lässt, diese Operationen laut GOM angeblich nicht transitiv ist, was in der Tat einen Widerspruch zu den Gruppeneigenschaften erzeugen würde.


    Wenn du die Wirkung von G auf sich selbst mit L_g(h) = g*h definiert, dann gilt O_g = G (der Orbit von jedem Element ist die gesamte Gruppe), da für alle g, h in G h=h*g^-1*g und h*g^-1 in G ist. Ergo ist diese Wirkung transitiv.


    Tu das, bitte, es steht Dir völlig frei, wenn Du der Meinung bist, dass ich irgendjemanden "belästigt", den "Wissenschaftsbetrieb gestört" und "Stalking" betrieben habe. Ich bin selbst sehr dafür, dass die Gesetzgebung geachtet wird. Tu das also, es steht Dir völlig frei. Belegen mußt Du aber diese drei Anschuldigungen vor dem Richter ganz genau, und zwar nicht unter einem Nick "Lillebror, Stockholm, Schweden", ist es Dir klar, oder? Der Neueinsteiger "relativist" macht auch kein Geheimnis im Internet und in seinem Stamm-Forum "Alpha Centauri" um seine Identität als Joachim Schulz und um seine Adresse in Schweden. Sei also konsequent mit Dir selbst.

    Ich weiss nicht, wie sie darauf kommen, aber ich bin nicht Joachim Schulz und ich wohne auch nicht in Schweden.

    Kann ich verstehen. Mit Leuten diskutieren, die mehr Ahnung vom Thema haben als man selbst, das ist immer so frustrierend.

    Zur Information der Leser und Teilnehmer von ihrem Thread hier mal eine Kostprobe ihres mathematisch, logischen Verständnisse:
    http://www.ekkehard-friebe.de/Jocelyne-und-die-Ziegen.pdf Hier leitet Frau Lopez eine soziodynamische Lösung des Ziegenproblems her. Beeindruckender Weise kommt sie dabei ohne jegliche Begriffe der Stochastik, insbesondere ohne den Satz von Bayes, aus. Die Fachwelt wird noch Jahrzehnte von diesem Geniestreich zehren können!

    In diesem Fall geht es darum, dass sich ein Lichtstrahl in den Bezugssystemen I und I' bewegt und in I durch die Bewegungsgleichung x=c*t beschrieben wird. Wenn x'=0 ist, dann läge die Ansicht nahe, dass sich Bezugssystem I' (noch) nicht mit der Geschwindigkeit v bewegt hätte und somit die Ursprünge beider Bezugssystem deckungsgleich sind. Wenn dann c*t'=0 gelten soll, dann hätte es( noch) keinen Lichtstrahl gegeben, d.h. es wäre dann auch noch keine Lichtgeschwindigkeit in diesem Zusammenhang
    vorhanden:
    Somit folgt, wie es von GOM gesagt wurde, dass c=0 ist.

    Womit schließen sie bitte den Fall t'=0 aus? Ich kann weder an ihrer noch an der Argumentation von GOM erkennen, dass dieser Fall anhand der physikalischen Situation ausgeschlossen ist. Also muss man auch den Fall t'=0 betrachten. Vielmehr widerspricht der Fall c=0 der Physik, da ohne Geschwindigkeit auch garkein Lichtstrahl existiert, was allerdings den Vorrausetzungen widerspricht.

    Dieses Thema ist bereits ziemlich umfassend debattiert worden, siehe:
    http://18040.rapidforum.de/topic=100270675209&startid=1
    Die Definition einer Gruppe gründet sich immer auf eine Menge G, welche Elemente enthält, auf welche sich dann die Verknüpfungen beziehen. Da es sich bei der "Lorentztransformation" nicht um reine, sondern um angewandte Mathematik handelt, kommt man um ein Verständnis, was denn nun ein einzelnes Gruppenelement der LT physikalisch darstellen soll, nicht drum herum.

    Sie vermischen hier zwei Ebenen. Die mathematische Ebene ist die Frage, ob die Menge der LT eine Gruppe bilden und die physikalische Ebene ist die Frage, ob die LT die geeigneten Transformationen sind, um in der Physik einen Bezugssystemwechsel zu beschreiben. GOM zielt in seinem Beitrag aber eindeutig auf die Mathematik und eine mathematische Eigenschaft. Und dies lässt sich mit rein mathematischen Methoden untersuchen, was in dem, von ihnen verlinkten, Thread Eingangs auch ausführlich geschehen ist.

    Ich werde hier einige Fehler im GOM-"Buch" darlegen und lade jeden dazu ein, sich daran zu beteiligen:

    H1: "Albert Einsteins mathematische Ableitungen der Lorentz-Transformationen
    enthalten grundsätzliche Fehler"

    Dies ist falsch, da aus a*b=0 für a,b Elemente eines Zahlkörpers immer a=0 oder b=0 folgt.

    H2: "Den Lorentztransformationen fehlen die Gruppeneigenschaften"

    Zitat

    Diese Behauptung ist jedoch eindeutig falsch, vgl. Galeczki / Marquardt 1997, S. 92-96.
    Zwei derartige Transformationen können nicht durch eine ersetzt werden, weil sie nicht
    transitiv und nicht kommutativ sind; die Problematik verschärft sich bei nicht-parallelen
    Geschwindigkeiten.

    Eine Gruppe ist wie folgt definiert:
    Ein Paar (G,\circ) mit einer Menge G und einer inneren zweistelligen Verknüpfung \circ\,\colon\, G\times G\rightarrow G heißt Gruppe, wenn folgende Axiome erfüllt sind:
    * Assoziativität: Für alle Gruppenelemente a, b und c gilt: (a\circ b)\circ c = a\circ (b\circ c).
    * Neutrales Element: Es gibt ein neutrales Element e\in G, mit dem für alle Gruppenelemente a gilt: a\circ e = e\circ a = a.
    * Inverses Element: Zu jedem Gruppenelement a existiert ein Element a ? 1 mit a\circ a^{-1} = a^{-1}\circ a = e.
    Wikipedia

    Es gibt auch Gruppen, deren Verknüpfung kommutativ ist (abelsche Gruppen), aber dies ist keine allgemeine Eigenschaft. Transitivität hat darüberhinaus nichts mit den Gruppenaxiomen zu tun. Also ist die Behauptung von Galeczki / Marquardt falsch.

    H5: "Die Behauptung der Geltung einer nicht-euklidischen Geometrie im Raum
    verschweigt den Umstand, daß eine nicht-euklidische Geometrie zur Realisie-
    rung ein Kru?mmungsmaß beno?tigt, das nur in euklidischer Geometrie gegeben
    werden kann"
    Nicht-euklidische Geometrien lassen sich genauso axiomatisch aufbauen, wie die euklidische Geometrie. Dazu muss nur das Parallelenaxoim aus der euklidischen Geometrie entfernt werden.

    H6: "Im vierdimensionalen Raum sollen die Orthogonalitätsbedingungen gelten"

    Zitat

    Es ist prinzipiell immer
    mo?glich, mit einer 3+n-dimensionalen Geometrie zu argumentieren - aber es ko?nnen fu?r
    eine 3+n-dimensionale Geometrie niemals, absolut niemals, Orthogonalitätsbedingungen
    gelten!

    In jedem Vektorraum auf dem ein Skalarprodukt definiert werden kann, lässt sich Orthogonalität definieren. Zwei Vektoren sind dann orthogonal, wenn ihr Skalarprodukt null ist. Dies ist offensichtlich im R^4 mithilfe des Standardskalarproduktes möglich.

    H7: "Im Raum der SRT und im Raum der ART sollen verschiedene Geometrien
    gelten (SRT: ebene Geometrie; ART: Krümmunsgeometrie)"

    Die ART stellt eine Erweiterung der SRT dar. Für verschwindende Krümmung geht die ART in die SRT über. Unser Universum wird von ART besser beschrieben, als von der SRT. Allerdings sind die Effekte der ART auf der Erdoberfläche so klein, dass man mit der SRT rechnen kann. Die durch diese Vereinfachung entstehenden Fehler sind häufig um Größenordnungen kleiner, als die Messfehler in typischen Experimenten. "Der Physiker" muss sich also nicht auf eine Geometrie festlegen, sondern er kann unter bestimmten Umständen Vereinfachungen vornehmen, die Rechnungen wesentlich beschleunigen.

    Das war es fürs Erste von mir.

    Gruß


    Die Begriffe "Bezugssystem", "Beobachter" und "Meßinstrument" sind bei einem Meßakt Synonymen.

    Sie überhöhen sie Rolle des Menschen. Die Physik findet auch statt, ohne das Beobachter anwesend sind, die "Meßakte" (das Wort heißt Messung) vornehmen.

    Woher nehmen sie eigentlich diesen "Wissen" über Messungen. Wieviele naturwissenschaftliche haben sie in ihrem Leben eigentlich schon durchgeführt?


    [font=Arial][size=10]Man könnte wohl auch vielleicht davon ausgehen, dass die Uhren von Hafele und Keating 1972 nicht optimal von aüßerlichen physikalischen Einflüßen abgeschirmt waren, oder nicht?
    [/size][/font]

    [font=Arial][/font]

    Man könnte wohl auch vielleicht mal die Orginalveröffentlichung lesen, um festzustellen wie das Experiment abgelaufen ist, anstatt darüber zu philosophieren, was alles gewesen sein könnte...

    [font=Arial][size=10]
    Es könnte aber auch durchaus sein, dass Du Dich nach allen Regeln der Kunst als Informatiker überschätzt. ;)
    Die Menschheit hat nämlich nicht auf Informatiker gewartet, um logisch zu denken, die Natur logisch zu deuten und dadurch zu überleben. Sonst wärest Du auch nicht da um naiv zu glauben, dass die Informatiker das logische Denken erfunden haben, logisch, oder? :P[/size][/font]

    [font=Arial][size=10]

    Man sollte das intrinsische logische Denkvermögen von Menschen nicht überschätzen. Ein gutes Beispiel ist hier das Ziegenproblem. Sehr viele Menschen, insbesondere solche ohne mathematische Vorbildung, schätzen die Gewinnstrategie beim Wechseln der Tür verkehrt ein. Das liegt daran, dass sie sich auf ihr "Bauchgefühl" verlassen, anstatt systematisch über das Problem nach zu denken. Tut man dies nämlich, so kommt man normalerweise auf die richtige Antwort.

    Ein anderes Beispiel findet sich zum Beispiel im "G.O.M. Buch" selber. So wird im Abschnitt "Fehler H1" behauptet, dass

    [/size][/font]

    Zitat

    [font=Arial][size=10][...]und schreibt sie fu?r beide Systeme in der Form:
    x - ct = 0 und x' - ct' = 0
    Fu?r seine weiteren Berechnungen fu?hrt er die Bedingung x' = 0 ein. Hierzu bemerkt Pagels
    (S. 15): "Setzt man nun aber in (2) x' = 0 , dann ist auch zwangsla?ufig ct' = 0 und somit auch
    c=0!"[...][/size][/font]

    [font=Arial][size=10]

    Das ist offensichtlich falsch. So folgt aus ct'=0, dass c=0 oder t'=0. Der zweite Fall, nämlich t'=0, wird irgendwie ignoriert, vermutlich, weil sich dann kein "Widerspruch" in der SRT mehr ergibt.


    [/size][/font]

    [font=Arial][size=10]
    [font=Arial][size=10pt]Mal abwarten, was die von Prof. Dr. Gerd Litfin zugesagte Prüfung ergeben wird, vorerst macht es keinen Sinn, darüber zu spekulieren.
    [/size][/font][font=Arial][size=10]Du musst bedenken, dass die Situation für die Deutsche Physikalische Gesellschaft neu ist, wenn sie von den Amerikanern die Bestätigung erhalten sollte, dass die von A.G. Kelly inoffiziell veröffentlichen Daten authentisch sind. Immerhin wurde nach diesen Informationen mit verheimlichen manuellen Korrekturen der Uhren gearbeitet, und sogar teilweise mit Faktor 10 Wie gesagt, das ist kein Papenstiel. Davon wusste bis jetzt die Deutsche Physikalische Gesellschaft nichts: Zwar berichtete schon 1985 Dr. Walter Theimer über unzulässige manuelle Korrekturen der Uhren in einem Vortrag bei der DPG, jedoch ohne quantitative und auswertbare Angaben:[/size][/font][/size] [/font]
    [font=Arial][size=10]Jocelyne Lopez[/size][/font]

    Sie nehmen sich ein bisschen zu wichtig. Falls es ihnen nicht aufgefallen sein sollte, die Antwort auf ihr Schreiben ist nicht vom Chef persönlich, sondern von einem Referenten. Und ich gehe jede Wette ein, dass der ihr Schreiben seinem Chef nicht vorgelegt hat. Und das "zuständige Gremium" ist eine freundliche Umschreibung von /dev/null...

    [font=Arial][size=10]Der Text von A.C. Kelly ist kein hochgradiger Unsinn, sondern der Text von A.C. Kelly wiedergibt die tatsächlichen Messdaten bzw. die Größenordnung den manuellen Eingriffe, die in der offiziellen Veröffentlichung verheimlicht wurden, so daß für Außenstehenden die Bildung von Mittelwerten, die schon in dieser Experiment von der Methodik her fragwürdig ist - da sind wir uns schon einig -, noch weniger übersichtlich und aussagekräftig ist.
    [/size][/font]

    Woher wissen sie das denn? Sie haben doch weder die Veröffentlichungen von Hafele und Keating noch die von Kelly gelesen. Woher wollen sie denn überhaupt wissen wer recht hat?

    Im übrigen stellt sich die Frage, wie sie überhaupt beurteilen können wollten, wer recht hat, wenn sie die Veröffentlichungen lesen würden. Immerhin erklären sie ja immer wieder gerne, dass sie in Mathematik und Physik Laiin sind. Woher nehmen sie also das Wissen die Richtigkeit von physikalischen Experimenten zu beurteilen?

    [font=Arial][font=Arial][size=10][font=Arial][size=10pt]Sorry, aber wie es unschwer festzustellen ist, geht es hier nicht um Konventionen von Einheiten (?????) und auch nicht um Umrechnungsfaktoren (?????), sondern es geht um Zeitmessung von Ereignissen mit verschiedentlich laufenden Uhren. Und die Unterschiede in der Ganggeschwindigkeit der Uhren haben Null Wirkung auf die Geschwindigkeit der Ereignisse. Die Ereignisse passen sich nicht der Geschwindigkeit der Uhren an. Genauso wenig wie der schnelle oder langsame Gang der mitgeführten Uhr eines Reisenden eine Wirkung auf seine biologischen Prozesse hat. So schwierig ist es doch nicht zu verstehen, oder? [/size][/font][/size][/font][/font]

    Atomuhren messen die Zeit anhand eines bestimmten physikalischen Prozesses, nämlich der Periodendauer von Strahlung, die bei einem Übergang zwischen zwei Niveaus in Cäsiumatomen entsteht. Dieser Prozess ist überall der Gleiche. Insofern geht hier Eieruhrbeispiel am Kern der Sache vorbei, weil man diesen Prozess eben nicht beschleunigen oder verlangsamen kann. Wenn allerdings doch eine Beschleunigung/Verlangsamung in Bezug auf eine Referenzzeit auftritt, dann bedeutet dies nicht als dass die Zeit schneller/langsamer vergeht.