Beiträge von waterbrunn

    Moin Arne,

    willkommen im Forum.
    Zu deiner Frage fällt mir als erstes die LEgende der Hunderste Affe ein:

    Der hundertste Affe
    Alter Link http://selber-denken.com/forum/index.ph…D=6073#post6073

    Bei deinem Beispiel mit dem Auto muß man etwas differenzieren. Geht es um das Prinzip ein Selbstbewegendes Gefährt zum Transport von Menschen und Gütern zu erfinden, oder geht es explizit um diese Blechdosen mit Verbrennungsmotoren?

    Wo kommen deine guten EInfälle her? Woher stammt eine Lösung eines Problems, die dir plötzlich durch den Kopf schießt? Ist sie von dir selbst ergrübelt? Oder wurde sie dir vom Unterberwußtsein "hochgereicht"? Oder kommt sie von ganz wo anders her?
    Vielleicht doch aus diesem Feld, dieser Ebene auf der wir alle durch Zeit und Raum miteinander verknüpft sind?

    Dann ist die Lösung, die dir durch den Kopf schießt, von dir nicht ergrübelt worden, sondern sie stammt von einem anderen, der die Lösung schon hatte. So wurde wohl auch der letzte Kniff gefunden, der den ersten Verbrennungsmotor zum Laufen brachte. So wurde auch all die kleinen Probleme gelöst, ob nun materialkundlich oder schmiertechnisch. Und hat ein Praktiker erst Mal ein gewisses Verständnis für sein Fachgebiet, dann fliegen ihm die Lösungen und Verbesserungen nur so zu.

    Und so geht auch das Wissen um die Erfindung des Automobils nicht verloren. Wohl aber der Name Henry Ford, denn diesen Namen benötigt man nicht um ein Auto aufs neue auf einem anderen Planeten, zu einer andern Zeit, von einer anderen Zivilisation, erfinden zu lassen.

    Sag ich Mal so, EO

    Hallo Morrissey,

    das mit der "Begrenztheit" war nur so eine Wortspielerei. -

    Wie baust du denn diese beiden Berichte in dein wissaenschaftlich-physikalisches Weltbild ein?

    Nachricht von einem Toten
    Nachricht von einem Toten

    Ich meine, der aktuellen Schulweisheit fehlen bei der Defnition unseres Universums schlicht ein paar Gesichtspunkte, die einfach nicht "angedacht" werden dürfen.
    Du betrachtest doch auch die esoterische Sichtweise "kritisch". - Weil unwissenschaftlich? Trotzdem gibt es so viele Schilderungen, dass es einfach unwissenschaftlich ist, sie alle zu ignorieren oder als Selbsttäuschung und Hysterie wegzudefinieren. Zumindest habe ich mit dieser Überlegung die rein "wissenschaftliche" Sichtweise der Welt verlassen.

    Zitat

    Ich glaub die Menschheit muss noch ein paar Jahrhunderte warten, bevor sie in der Richtung neue Erkenntnisse erhält.

    Wo hast du nur diesen Pessimismus her? Es ist alles schon da. Sogar in dir. Du mußt nur Mal darauf hören. Das "Wissen", welches du in der Zukunft ansiedelst, ist schon Teil des menschlichen WIssens. Es ist unterdrückt, weil "unwissenschaftlich". Aber jeder, der sich rein denkt und rein fühlt, kann es für sich erschliessen. Du mußt dir nur selbst zugestehen, dass du es kannst!

    Hallo Maky,

    das ist natürlich sarkastisch gemeint, so unfehlbar wie hier einige Vertreter des "linken" Spektrums auftreten.

    Es gibt kein Links oder Rechts, es gibt nur dich und die anderen und die seltsamen Argumente, mit denen manche ihr Handeln begründen.

    Hallo komodovaran,

    du hattest recht, ohne Umlaute ist der Text echt eine Zumutung. Ich habe ihn wieder hergestellt.

    Dialektik oder wie man die Massen lenkt

    Gruß, EO

    Entwicklung durch Widerspruch oder Negation der Negation. Das dritte Gesetz hängt eng mit dem nötigen Feindbild zusammen. Da das Ganze insgesamt eigentlich ohne jede positive innere Substanz ist, wird die positive Identifikation weitgehend durch eine Antiidentifikation ersetzt. Das geschieht einmal innerhalb der Gegenwart, durch einen inneren und/oder äußeren Feindpol (wobei der innere Feindpol jederzeit für Säuberungen gebraucht werden kann), und es geschieht nochmals durch Antiidentifikation zur Vergangenheit. So wird die letzte historische Phase heftig negiert, und diese Negation wird zum wesentlichen Sinn der Gegenwartsphase erhoben, während die vorletzte Phase einen dünnen Hauch von Tradition und Verwurzelung liefert. Zu viele Wurzeln, positive Anlehnung, soll es jedoch nicht geben, denn eigentlich sollen alle stets wurzellos mit dem Wind fliegen, den die Massenmedien blasen und deren auch nicht unabhängige Besitzer das bestimmen, was in jeglichem System, ob Demokratie oder nicht, gedacht wird. Daher das deutliche Übergewicht des Negationsprinzips.

    Im Idealfall wird das "Akzeptierte", der Identifikationsfaktor, so geschwächt, daß er eigentlich nur noch dadurch zum Bezugspunkt wird, daß er zwar auch, aber halt am wenigsten negiert wird. Die totale Entwurzelung ist wichtig um das totale Antibewußtsein zu schaffen, Sinnlosigkeit und Leere. Das Antidenken ist der Kern des sozialistischen Mehrpolprogramms.

    Die drei Gesetze greifen perfekt ineinander, ihre gesamte Ausdruckskraft in so wenigen Worten wäre bewundernswert, wenn ihr Sinn nicht so bösartig wäre. Ich will es nicht zu kompliziert machen, aber zum Beispiel kann der totale Negationszustand von eben, die Entwurzelung, bei Bedarf im Sinne von Gesetz 2 zum Umschlagen führen, zur Sucht nach Wurzeln und Festigkeit. Dies kann Derjenige durchaus böswillig nutzen, der die Wurzeln kennt und sie im richtigen Moment mit nur geringer Tiefe anbieten kann, es aber nicht zum Guten tut, sondern nur damit ködert. Im Ganzen ist das aber ein uraltes Prinzip, das eben auch mit etlichen Polaritäten als "multiples Polspiel" gespielt werden kann.

    Teile und herrsche! Teile nicht nur Gebiete und Königreiche, sondern teile auch das Bewußtsein selbst. Die Meisterdisziplin.

    So ganz ohne ein paar Brocken haltbarer Wahrheit lassen sich die Pole "Links" und "Rechts" aber nicht halten. So bekommen also beide Pole eine begrenzte Portion Wahrheit, an die man sich klammern soll. Das meiste davon ist freilich "böse" Wahrheit über den anderen Pol, das dient der Abstoßung, denn sollten sich beide Pole berühren und austauschen, dann gibt es tatsächlich einen geistigen Kurzschluß und das ganze Links-Mitte-Rechts-System wird im Bestand gefährdet.

    Zur Verhinderung dieser Gefahr müssen daher "links" wie "rechts" einige Polhetzer aktiv sein, auf die die dortigen Massen hören. Diese Spezialisten werden entweder selbst wissen, daß alles ein Spiel ist (dann sind sie sogar austauschbar), oder sie sind "überzeugt". Sie müssen das Wissen der anderen Seite verteufeln (Propaganda) damit kein Kurzschluß eintritt, und den Dialog müssen sie durch den Kampf ersetze0n. Das ist das Grundmuster.

    Wenn mir nun ein "Mitte-Leser" selbstgefällig zustimmt, dann muß ich ihm sagen, da? die "Mitte" nicht viel besser ist, als die Pole selbst, denn auch die Mitte hält die Pole ja auseinander und hat damit eine wesentliche Funktion. Und: Die Menschen an den Polen haben der Mitte voraus, daß sie überhaupt noch Interesse und Idealismus besitzen, sie verfügen immerhin über etwas Halbwissen, während die Mitte gar nichts weiß, was man für unter Umständen besser halten mag. Mit den Eigenschaften Idealismus und Wissensdurst wird aber jeder von einem der Pole wie magnetisch angezogen. So sieht es das Programm vor, und so geschieht es auch. Aber die "Mitte", was kennzeichnet denn diese? Eigentlich nur, daß sie gleich zwei Feindbilder hat und ganz ohne jedes Wissen dasteht. Sie ist "gemäßigt", was in der Regel nur soviel wie völlig verdummt und gleichgültig, betäubt bedeutet. In der "Mitte" finden sich Stammtischweisheit und Schlaumeierei. Die "Mitte" ist die im Grunde völlig unpolitische Brot-und-Spiele-Masse, meist hochgradig massenmediengläubig. Sie weiß nichts, hat aber trotzdem eine Meinung (Input-Direktwiedergabe) und ist, weil sie eine große Masse ist, in der Demokratie extrem gefährlich und die Massebasis der Gesamtkonstruktion, da sie in ihrer Gleichgültigkeit noch weit eher alles mitmacht, als "links" und "rechts".

    Doch ganz außerhalb der Bewußtseinsfalle stehen sehr, sehr wenige. Und diese sind eine Programmstörung, sie verkörpern quasi den Kurzschluß, daher sind sie die Meistgejagten, die ewigen "Ketzer", die von den Feldbesitzern für die größte Gefahr gehalten werden, was, aus Sicht der Feldeigner, berechtigt ist. Zwecks Verfolgung wird ihnen gern der eine oder der andere Pol übergestülpt, was man schnell merkt, wenn man dann beide auf dem Hals hat, denn ein Außerhalb darf es ja nicht geben.

    Wir kommen also insgesamt auf 5 Kräfte, nämlich 3 im L-M-R-Feld und zwei außerhalb von diesem, wobei sich die außerhalb Stehenden in die dialektischen Feldbesitzer mit Felderhaltungsinteresse und die Feldgegner mit Aufklärungsinteresse teilen.

    . . . .. Scheinbare Gegensätze aber nützen dem, der beide Scheingegensätze kontrolliert.

    So also wurden die Pole, aus denen im Grunde "links" und "rechts" im Glauben wurden, aus einer Hand geschaffen. Es gibt zwar auch andere, intelligentere Definitionen, doch geht es mir um den Massenglauben, und in diesem gilt heute weitgehend, daß national gleich "rechts" sei (obwohl es eindeutig auch sich für "links" haltende Nationale gibt).

    Aber nun zum Wichtigsten, zur Klammer und zum sozialistischen Grundprinzip, mit dessen eingebautem Widerspruch und Gesetzen das ganze zur Massenbewußtseinszange wird. Es sind dies die bereits erwähnten Gesetze der "Objektiven Dialektik" von Friedrich Engels, die in kürzester Form alles leicht verständlich machen. Eigentlich regieren diese drei Gesetze die Welt, und Sie sollten sie auswendig lernen - um ihnen zu entkommen. Sie lauten:

    1. Umschlagen von Quantität in Qualität und umgekehrt.
    2. Gegenseitiges Durchdringen der polaren Gegensätze und
    Ineinander-Umschlagen, wenn auf die Spitze getrieben.
    3. Entwicklung durch Widerspruch oder Negation der Negation.

    Dieses Wenige ist ungeheuer viel. Man darf nicht vergessen, daß es sich hier nicht um Naturwissenschaft handelt, sondern um "Geisteswissenschaft", denn Engels war ja "Philosoph", doch war er eigentlich ein Massenvergewaltiger. Dies ist eine Mathematik des Denkens, genauer gesagt eine Steuerung des Denkens.

    Die Gesetze dienen ausschließlich der Massenbewußtseinsmanipulation und der Massenbeherrschung nicht nur im Falle von "links" und "rechts". Umschlagen von Quantität in Qualität und umgekehrt: Mit dem ersten Gesetz wird Wahrheit (im Glauben) gemacht. In der Computersprache ist das der "Input", das Denkmaterial. Die gemachte Wahrheit muß nicht wirklich wahr sein, denn Quantität schafft diese Qualität. Wenn etwas, egal was, nur oft genug verbreitet wird, dann schafft diese Quantität letztlich tatsächlich die Qualität der geglaubten Wahrheit im Massenbewußtsein. Ist diese Qualität erst mal erreicht, dann schlägt diese in weitere Quanti-tät um. Das funktioniert!

    Für Gesetz 1 benötigt man wirkungsvolle Massenmedien, ganz früher die Sänger, später Bücher und Zeitungen, dann Radio und Kino und schließlich, als Krönung, das Fernsehen. Ein ausreichender Massenmedieneinfluß ermöglicht eine Massenwirklichkeitserzeugung, und die Wirklichkeit der Massen muß mit der tatsächlichen Wirklichkeit nicht viel zu tun haben. Es dürfte klar sein, daß genau hier ein ganz gewaltiger Haken der Demokratie liegt, denn eine Entscheidung (Wahl) auf Basis einer verzerrten oder kopfstehenden Massenwirklichkeit kann nicht demokratisch genannt werden.

    Natürlich hat Gesetz 1 auch mit dem massenüblichen Herdentrieb zu tun, weshalb Medienarbeit durch Vormacher ergänzt wird, die Nachmacher erzeugen. Rein theoretisch wollen zwar fast alle "einzigartig" und "individualistisch" sein, aber dennoch gilt unverändert, da? der Massenglaube eine Sogwirkung dadurch ausübt, daß er als Norm gilt, normal ist. Und jeder möchte gern normal sein, während ein eher krampfhaftes Andersseinwollen sich meist nur im Bereich der Äußerlichkeiten, in "ausgeflippter" Mode und 30 Ringen in etlichen Körperteilen austobt, bzw. dort kanalisiert wird. Wer so krampfhaft und billig "anders" sein will, ist es übrigens in der Regel im Geist am allerwenigsten. Gegenseitiges Durchdringen der polaren Gegensätze und Ineinander-Umschlagen, wenn auf die Spitze getrieben. Mit dem zweiten Gesetz wird ausgedrückt, daß es zwischen den beiden Polen (die man natürlich beide kontrollieren muß) einen Durchdringungsbereich gibt. Im Links-Mitte-Rechts-System eben die Mitte. Ferner wird gesagt, daß die Überspitzung eines Pols zum Umschlagen zum anderen Pol führt. Man muß einen Pol nur "auf die Spitze treiben". Ich nenne das mal Steuerung durch Provokation und das ist ganz wichtig. Es wäre, wie gesagt, ungeschickt, Sie zu B zu zwingen, denn Zwang lehnt der Mensch instinktiv ab, was die Bewußtseinsmathematiker genau wissen.

    Wenn Sie also nach B sollen, dann zwingt man Ihnen solange A auf, bis Sie dann von selbst nach B wollen. Anders gesagt: Man erschreckt die Herde ordentlich auf der einen Seite, damit sie zur anderen Seite hinüberläuft. Das wird später in diesem Buch noch sehr anschaulich und konkret. Es ist wirklich klüger, Ihren Willen zu manipulieren, als direkten Zwang auszuüben. Dazu benötigt man natürlich die Kontrolle über beide Gegensätze, . . .

    Zitat

    Wer würde einen wie auch immer gearteten Anschlag ausführen?

    Na, irgendein Depp, der "Befehle ausführt". Und wenn man in seinen eigenen Reihen (Geheimdiensten) keinen findet, dann findet man sicher auf dem "freien Markt" einen Deppen, der mit ein wenig Geld und technische Unterstützung in die Lage versetzt wird "seine Pläne" die die Realität umzusetzen.
    Wesentlich ist, dass die Akteure das gute Gefühl haben etwas Wichtiges zu tun und all die Toten "zu etwas gut sind - ein Opfer, das gebracht werden muß" -

    So läuft das doch in der Wirklichkeit, alles andere sind nur die Legenden, die die Medien schmieden.

    Für Kolibri:

    Aufwachen

    Wo sind sie? Die wahren Krieger! Die Konsequenten. Die Echten! Die Unmaskierten, die Ritter der Neuzeit? Gibt es sie noch?
    Wohin ich auch blicke, sehe ich nur noch Falschheit. Lügen. Masken. Versteckte. Traurige. Depressive.
    In der Werbung, auf Titelblättern, Plakaten und Zeitungen
    Endlich in einem Internetforum für Fotografie, ein Bild von einer wunderschönen Frau. Mit Muttermalen auf der Haut,
    unoperierten Brüsten Da kommt schon der erste Kommentar eines Mannes: Die Hautflecken sind GRAUSAM!
    Spinne ich? Grausam? Ich fass es nicht. Natürlichkeit als grausam zu bezeichnen. Alles wegretuschieren. Verschönern?
    Plastik! Zeitungscover-Models verändert bis zur Unkenntlichkeit. Im Sinne der Männer? Ausstrahlung weggeschminkt.
    Figur runtergehungert. Lächeln eingefroren. Haare gefärbt. Fingernägel dran geklebt. Natürlichkeit aufgemotzt. Lippen aufgespritzt. Bauch abgesaugt. Augenbrauen wegrasiert und aufgemalt. Hirn zugekokst. Körperhaare wegrasiert. Leere Blicke. Small Talk.
    Verlernen wir zu unterscheiden Zwischen Realität und Phantasie? Ich gehe durch die Strassen und sehe Uniformen.
    Jeans. T-Shirts. Uniformiert- alle gleich. Strähnchen gefärbt und Rosa Gürtel und Hüfthosen von H&M oder C&A Und Handtaschen Und Golf-Fahrer und Aufkleber Auf den Heckscheiben- vom letzten Almfest
    Ich schüttle meinen Kopf.
    Wo sind sie nur hin? Die Echten- die Wahren! Die Lebendigen! Die Individuellen! Wo sind sie???
    Eine alte Frau füttert Tauben. Stumpfer Blick. Eigentlich schon tot. Überall zubetoniert. Bäume klammern sich am letzten Rest Erde fest. Überall Brunnen in der Stadt. Mit Chlortabletten rein gehalten. Flussbettverbauung- das neue Modewort.
    Sogar bei uns im Dorf.
    Hochwasserkatastrophen. Das kommt davon. Die Flussgeister lassen sich eben nicht lenken.
    Was lernen sie in der Schule? Die wichtigen Dinge? Wie geht man mit Liebeskummer um? Was macht man wenn man vergewaltigt wurde? Was ist Missbrauch? Wie sagt man NEIN ohne weh zu tun, und wie geht man mit Behinderten um?
    Was ist Homosexualität und warum sind manche schwarz? Nein, wir lernen Einmaleins und Rechtschreibung, und in welchem Jahr irgendein Held einen Krieg gewonnen hat. An welchen Krankheiten man im Mittelalter starb und Welche Länder bei der EU sind. Das Schulfach Zwischenmenschlichkeit und Individualität und Toleranz- das fehlt
    Verzweifelt suche ich in den Gesichtern Nach Wahrheit. Nach Wirklichkeit.
    Ganz selten nur Kommt ein Lächeln zurück.
    Ganz selten nur findet man In den Pupillen noch Lebensfunken und Kraft.
    Die Männer haben Angst vor echten Frauen, sie verlernen damit umzugehen. Die echten sind ja auch rar geworden,
    man muss sie suchen.
    Die Kinder haben Angst, sie lesen BRAVO. Zugekokste Superstars, kriminelle Rapper und besoffene Vorbilder. Magersucht und Suizidversuche, Arme zerschnitten und Träume vom Tod.
    Aufwachen!

    AUFWACHEN!

    Das Leben wartet auf Euch! Kopf hoch und Schultern zurück! Und Brust raus! Traut euch doch! Wehrt euch! Lasst es nicht zu! Geht nicht den selben Trott! Schlaft nicht ein! Wo ist die Individualität hingekommen? Lasst Haare wachen und Dreadlocks spriessen, zieht bunte Ringelsocken an und strickt euch eure Jacken selber!
    Pflückt die Blumen der Stadtverwaltung und bringt sie der alten Oma ins Heim! Bringt die Kinder zum lachen und Die Hunde zum bellen!
    Lasst euch keinen Maulkorb umlegen! Das Leben wartet auf euch! Lasst euch nicht leben, sondern

    LEBT SELBST!

    Ich hoffe, Majun verzeiht die kompakte Darstellung. Ein guter Text!

    Gruß, EO

    Du besitzt eine Seele, die dir die Illussion verpasst, du wärest ein Individuum. Diese Trennung führt dazu, das du dich als Individuum von allem anderen in dieser Welt unterscheidest. Betrachtet man es aber im Detail, dann gibt es keine Trennnung und "alles, was du einem anderen Tust, fügst du dir selbst zu".

    Es geht nicht darum, dass ein Wassertropfen eine Seele hat, gleichartig der deinen. Es sind nur die gleichen Kräfte am Werke. Und das Ereignisse ihrer dauerhaften Spuren an Orten hinterlassen können, ist ja nun kein Geheimnis. Hier der Bericht einer Busting Tour in Polen, in Majdanek:
    http://www.cb-forum.com/Forum/index.php/topic,2928.0.html und folgende Beiträge

    Ich denke, du zäumst das Pferd falsch herum auf. Aber vielleicht hilft das weiter:

    Wir sind keine Menschen, die eine spirituelle Erfahrung suchen, sondern wir sind Seelen, die eine Erfahrung in der Materie machen.

    Gruß, EO

    Ich denke, es geht nicht nur um eine "gesellschaftlich geregelte Sexualität", die natürlich auch zu einem Mangelzustand führt, sondern insgesamt um die Gängelung des Individuums. Es werden Verhaltensmuster verlangt, die den individellen Bedürfnissen widersprechen und von den Ausführenden nur akzeptiert werden, weil sie sich ein ferner Zukunft bei ausreichdem "Wohlverhalten" eine Belohnung (Anerkennung) versprechen. Gleichzeitig werden reichlich Ventilhandlungen angeboten, mit denen die Menschen ausgebeutet werden können.

    Na, dann - *den Haarspalter rausklapp*

    Hallo blaues-stuhlbein,

    es ist gut, das du dem Kollegen noch einmal eine Ansprache hier im Forum ermöglichst. Die Beobachtung ist richtig, zur Zeit macht unser Forum für den flüchtigen Betrachter einen rechtslastigen Eindruck. Leider nehmen nur sehr wenige Menschen mit "linkem" Selbstverständnis die Last auf sich für und wider in sachlicher Diskussion auszutragen.

    Es reicht für sie die Feststellung: "Das sind Rechte, da gehn wir nicht hin!"

    Aber wieviele Beiträge aus unserem Forum hat sich denn der Beschwerdeführer angesehen? 12? 18? 35?

    Aktuelle Statistik: 940 Mitglieder - 3 804 Themen - 37 836 Beiträge - und alle Beiträge lassen nur einen Schluß zu: "Das Auf zur Wahrheit Forum ist ein rechtes Forum!" - ???

    Zur Sache:
    Die Ankündigung:
    <h3 id="postTopic43150">Aufruf zur Teilnahme am "Tag der Erinnerung und Mahnung" in Berlin</h3>Aufruf zur Teilnahme am "Tag der Erinnerung und Mahnung" in Berlin
    wurde von einem Gast als neuer Faden ins Forum gesetzt und ist drin geblieben.

    Zweifellos ein Testballon um die "Gesinnung" im Forum zu testen, die ja wohl nicht im Sinne des Schreibers ausfiel.
    Ich kann mich nur Abraxas Erwiederung anschließen:
    Aufruf zur Teilnahme am "Tag der Erinnerung und Mahnung" in Berlin

    Aber statt einer weitergehenden Diskussion warum die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland so viel schwerer wiegen als alle anderen Opfer des Krieges, kam vom selben Schreiber nur der Link auf diese "antinazi Karrikatur"

    Schauen wir sie uns noch einmal an und lassen das Bild, seine Symbolik und seine Aussage auf uns wirken:
    http://666kb.com/i/ar7jtfi7kjjmxwuub.jpg

    JA, diese Sujet kennt man - so etwas hat man auch schon auf Fotos in der Presse gesehen. Häßliche Glatzköpfe, dumm wie Stroh, saufend und grölend. Ihr elendes Leben ist ihnen nur deshalb erträglich, weil sie wissen, wie man anderen weh tut. Und sie wissen, obwohl sie ganz unten an der gesellschaftlichen Leiter stehen, helfen ihnen ihre Vorurteile, den Mut nicht zu verlieren. Sonst haben sie ja nichts, was sie besitzen.

    Tja, da kann sich der aufrechte Demokrat nur ein Urteil drüber bilden: "Alles Unter-Menschen!"

    - HUCH! Das habe ich jetzt aber nicht gesagt! - oder doch? Was soll dieses Bild denn nun aussagen, was soll es beim Betrachter bewirken? Doch wohl nur eine platte VER-Urteil-ung!

    Das Gegenstück zu dieser gesellschaftlich akzeptablen "Karikatur" wäre doch wohl ein Bild von krummnasigen Juden in Kaftan mit Schläfenlocken beim Schächten eines Schafs. Das geht natürlich überhaupt nicht und ist antisemitisch und menschenverachtend!

    Jedes Ding hat zwie Seiten und was soll so ein Bild bewirken? Ich meine, lösen sich diese Menschen denn in Luft auf, nachdem wir unser Urteil über sie gesprochen haben? Sicher nicht. Und warum sind die überhaupt noch da? Schließlich ist das Kriegsende und die Befreiung schon ein wenig her. Möglicherweise, weil diese Leute eben kein Auto haben zum tiefer legen. Weil sie andere Sorgen haben als "Wo fahre ich nächstes Jahr in den Urlaub hin"?

    Betrachten wir die Vorfälle, die uns von den Medien aktuell aus "Ostdeutschland" serviert werden, so muß man doch eins zugeben: Der Beitritt der DDR zur BRD wurde abgewickelt wie die Entwicklungshilfe in Dritte Welt Staaten. Die Infrastruktur wurde aufgebeaut, aber nur von Westfirmen, die den Solidaritätszuschlag in ihre Tasche umleiteten. Die VEBs wurde abgewickelt, lästige Konkurrenz vernichtet und ein leeres Land hinterlassen. Und dort, wo früher der Staat für ein Minimum an Volksbelustigung sorgte, fährt heute kein Bus mehr, gibt es kein Kino und keine FDJ mehr. Da zirpen nur noch die Grillen. Und in diesem von unseren Politikern willentlich im Stich gelassenen Landstrich gibt es nur noch eine Gruppierung die Jugendarbeit macht, und das sind die Rechten! Ja, es ist zum weinen. Ich weine gleich mit - Krokodilstränen!

    Und dieses komplexe Thema willst du mit so einem diffamierenden Bild abhandeln? Ja, die sind alle blöd, weil sie den rechten Rattenfängern auf den Leim gehen? Trifft das wirklich die Sachlage? Und du, blaues-Stuhlbein pflichtest dieser verkürzten Betrachtungweise noch bei?
    Da mußt du dich nicht wundern, wenn du hier keinen Applaus hörst, sondern nur murren.

    Um noch einmal etwas deutlicher zu machen, was mich treibt, "Dialektik, oder wie man die Massen lenkt":
    Dialektik oder wie man die Massen lenkt

    Ob Links oder Rechts, ihr kämpft mit eurem eigenen Spiegelbild und könnt den, der den Spiegel hält und euch lenkt, nicht erkennen.

    EO

    Hallo Morrissey,

    große Gruppen von Menschen agieren nach dem Gesetz des 100sten Affen im Gleichklag:

    Der hundertste Affe


    Die selbst bestätigende Prophezeihung ist ein Effekt, den du selbst schaffst, da du der Mittelpunkt deines eigenen Universums bist und dieses durch dein Denken bestimmt wird. Allerdings kennt dieses Universum keine Verneinung. Wenn du dir Sorgen machst und ständig daran denkst keinen Unfall zu haben, was passiert dann? Du hast einen Unfall.

    Positiv Denken will gelernt sein. Hören nicht schon Kinder täglich: "Lauf nicht durch die Pfütze! -Kletter da nicht rum!"

    "Statt bleib auf dem Trockenen" und "Lauf im weiten Bogen um diesen wackeligen Holzstapel herum!"
    Das frisst sich so im eigenen Denken fest, dass kaum noch einer Denken kann indem er nur positve Sprachbilder benutzt.

    @ Morrissey #7

    Versuch es Mal mit Fen Shui. Jeder Gegenstand ist beseelt und alle Materie ist durch Schwingung miteinander verbunden. Dies auch dann, wenn kein Mensch da ist um die Welt wahr zu nehmen.

    So wechselwirkt auch ein Stein mit dir, weil er deine Umwelt beeinflußt. Du kennst es selbst. Es gibt Orte, an denen man sich gerne auf hält, und andere Orte, die haben so eine schlechte Aura, dass man sie gleich wieder verläßt.

    Nun könnte man sage, das sind doch bloß Steine - aber warum empfindet man dann eine schlechte Aura?

    Dazu kommt dann noch die Form der Materie. Stell dir vor, du würdest alle verschiedenen Materialien, aus denen eine Geige gebaut ist, in kleine Würfel formen und aufeinander stellen. Betrachtet man nun einmal die Menge der verschiedenen Stoffe, so ist der Stapel Würfel das Äquivalent zur Geige. Nur er klingt nicht, weil er nicht die richtige Form hat. Ihm fehlt der Geist des Geigenbauers.

    Welche Entwicklungsmöglichkeiten hat denn nun ein "toter" Gegenstand? Nun, wenn es ein großer Stein ist, so hat er sich irgenwo im Erdinnern als Magma oder sonst eine Schicht gebildet und war Teil einer Tektonischen Platte. Dann wurde dieses Gesteinsschicht durch tektonische Einflüsse gehoben und der Verwitterung ausgesetzt. Aus der unterirdischen Schicht wird ein Gebirge und dieses wiederum wird von Wind und Wetter zerlegt. Irgendwann platzt ein großes Stück ab und rollt zu Tal. fällt es auch noch in einen Gebirgsbach wird es zu Tal gerollt und rund geschliffen. Ein Teil seiner Substanz wird zu Sand und feinsten mineralischen Stäubchen, die von Wasser fortgetragen werden.

    Liegt er nun auf einer Sandbank und ein Mensch findet ihn, wird er vielleicht Teil einer Mauer in einem Haus. Irgendwann wird das Haus zur Ruine und wenn der Stein Glück hat, fällt er aus der Mauer und wird vom Erdreich bedeckt.

    So ein toter Gegenstand macht also auch eine ziemliche Entwicklung durch und das einzig Beständige ist der Wandel.

    So gesehen, kann man zwar theoretisch meinen, irgendwelche Gegenstände seien tot und leblos, betrachtet man aber seine echte Umwelt, sind da echte Gegenstände und die wechselwirken durch den Geist der ihnen innewohnt. Und es braucht nicht nur einen menschlichen Geist um diesen zu erkennen. Auch Tiere haben dafür gute Sinne und bemerken die Aura eines Ortes.

    Das sehe ich zumindest so.
    EO

    Nun, du hast ja selbst gesagt, "Das ganze ist mehr als die Summe seiner Teile".

    Zu meinem Beispiel mit den eigensinnigen Maschinen: DIese Dinger tun Dinge so, wie sie nicht vorgesehen waren. Das heißt sie können mehr, als sich der Konstrukteur gedacht hat. Und wer sagt, dass man zum Denken, bzw. beseelt sein ein "Klassisches" Gehirn braucht, wie wir es von Wirbeltieren kennen?

    ICh nutzte dieses Beispiel, um zu zeigen, dass wir nicht auf "KI" warten brauchen. Es gibt schon Maschinen die eigensinnig sind. Außerdem halte ich alles für beseelt. Ein jedes im Rahmen seiner möglichkeiten. Eine eigensinnige Maschine kann man also mit einer Schnecke vergleichen, die absolut nicht tut, was amn von ihr erwartet, obwohl man ihr Schlüsselreize gibt, die ein bestimmtes Verahlten auslösen sollen. So eine Schnecke hat auch nicht viel Gehirn zum Denken.

    Denk ich mal so, EO

    Hallo Morrissey,

    willkommen im Forum.

    Als erstes kommt immer der beseelende Gedanke und dann die Realisation in der Materie. Das gilt für Menschliche Seelen genauso, wie für technische Produkte, wie z.B. Computerschaltungen, die in völliger Selbstüberschätzung "künstliche Intelligenz" genannt werden.

    Wir kennen ja die Geschichten von eigensinnigen Maschinen. Die immer eine bestimmte Form der Zuwendung brauchten um zu funktionieren. Autos die bei einem bestimmten Fahrer nicht anspringen, aber bei jedem anderen, oder eben Maschinen, die sich nur von einem bedienen lassen, allen anderen verweigern sie aber ihren Dienst.

    Hier haben wir schon den Splitter einer eigenen Identität.

    Andererseits zäumst du die Überlegung wieder von der mechanistischen Seite auf. Warum ist es erstrebenswert eine "Künstliche Intelligenz" zu bauen um vielleicht ein künstliches Seelengefäß zu erhalten? Schau dich um, Intelligenz und Seelen gibt es schon im natürlichen Umfeld zu genüge.

    Es ist bringt dich vielleicht schneller auf den Pfad der Erkenntnis, wenn du im Wald über die Natur und die Bäume meditierst, als dieser Überlegungsstrang.

    Denk ich Mal so.
    Gruß, EO

    Die
    Neigung zur emotionellen Pest ist allgemein. Es gibt nicht Pestfreie
    hier und Pestkranke dort. So wie jeder Mensch ir­gendwo in der Tiefe
    seine Neigung zu Krebs, Schizophrenie und Alkoholismus hat, so hat
    jeder, auch der Gesündeste und Lebensfreudigste, die Neigung zu
    irrationalen Pestreaktionen in sich.
    Die Abgrenzung der emotionellen
    Pest von der genitalen Charakterstruktur ist leichter als ihre
    Abgrenzung von den einfachen Charakterneurosen. Die emotionelle Pest
    ist zwar eine Charakterneurose oder -biopathie im strengen Sinne des
    Wortes, aber sie ist auch mehr als das; und dieses Mehr unterscheidet
    sie von der Biopathie und Charakterneurose: Wir dürfen als emotionelle
    Pest dasjenige menschliche Ver­halten bezeichnen, das aufgrund einer
    biopathischen Charak­terstruktur sich in zwischenmenschlichen, also
    sozialen Bezie­hungen und in entsprechenden Institutionen organisiert
    oder typisch auswirkt. Der Wirkungsbereich der emotionellen Pest ist
    ebenso groß wie der Bereich der Charakterbio-pathie. Das heißt, überall
    dort, wo es Charakterbiopathien gibt, besteht auch zumindest die
    Möglichkeit einer chroni­schen Wirkung oder eines akut epidemischen
    Ausbruchs von emotioneller Pest. Umschreiben wir rasch einige typi­sche
    Gebiete, auf denen die Pest entweder chronisch wütet oder sich in
    akuten Schüben zu äußern vermag. Wir wer­den sofort sehen, daß es
    gerade die wichtigsten Lebensge­biete sind, auf denen sich die Pest
    betätigt: Mystizismus in seiner destruktiven Form; passive und aktive
    Autoritäts­sucht; Moralismus; Biopathien des Lebensnervensystems;
    parteiliches Politikantentum; familiäre Pest, die ich als »Familitis«
    bezeichnet habe; sadistische Erziehungsmetho­den, masochistische
    Duldung solcher Erziehungsmethoden oder kriminelle Rebellion dagegen;
    Tratsch und Diffamie­rung; autoritärer Bürokratismus; imperialistische
    Kriegs­ideologie; alles, was unter den amerikanischen Begriff »Racket«
    fällt; kriminelle Antisozialität; Pornographie; Geldwucher, Rassenhaß.
    Wir
    sehen, das Gebiet der emotionellen Pest deckt sich unge­fähr mit dem
    weiten Gebiet der sozialen Übel, die noch von jeder sozialen
    Freiheitsbewegung bekämpft wurden. Mit eini­ger Ungenauigkeit könnte
    man das Gebiet der emotionellen Pest mit dem der »politischen Reaktion«
    und vielleicht sogar mit dem Prinzip der Politik überhaupt
    gleichsetzen. Um dies in korrekter Weise tun zu können, muß man das
    Grundprinzip aller Politik, nämlich Sucht nach Macht und
    Übervorteilung, auf die verschiedenen Lebensgebiete übertragen, wo im
    ge­wöhnlichen Sinne des Wortes nicht von Politik gesprochen wird. Eine
    Mutter etwa, die sich der Methoden der Politik bediente, um ihr Kind
    dem Gatten zu entfremden, fiele unter diesen erweiterten Begriff der
    politischen emotionellen Pest; ebenso ein streberischer
    Wissenschaftler, der sich nicht durch sachliche Leistungen, sondern
    mittels der Methoden der In­trige zu einer hohen sozialen Stellung
    emporarbeitet, die in keiner Weise seinen Leistungen entspricht. Wir
    hatten früher bereits als gemeinsamen biophysiologischen Kern aller
    Formen der emotionellen Pest die biologische Se­xualstauung erkannt.
    Soweit unsere Erfahrung reicht, ist ein genitaler Charakter unfähig,
    sich der Methoden der emotio­nellen Pest zu bedienen. Das bildet einen
    großen Nachteil in einem sozialen Leben, das in so hohem Maße von
    Institutio­nen der emotionellen Pest beherrscht wird. Es gibt nun einen
    zweiten gemeinsamen Nenner aller Formen der emotionellen Pest: Die
    Einbuße an Fähigkeit zu natürlicher Sexualbefriedi­gung führt
    regelmäßig zur Entwicklung sekundärer, im beson­deren sadistischer
    Impulse. Dies ist eine klinisch wohlfundierte und gesicherte Tatsache.
    Wir sind daher nicht überrascht zu finden, daß die biopsychische
    Energie, die die emotionellen Pestreaktionen speist, regelmäßig von der
    Art der Energie der sekundären Triebe ist. In ausgesprochenen Fällen
    fehlt nie­mals der spezifisch menschliche Sadismus. Es ist nun
    begreiflich, daß Wahrhaftigkeit und Geradheit so seltene menschliche
    Charaktereigenschaften sind; mehr, daß man regelmäßig Staunen und
    Bewunderung begegnet, wenn diese vielgepriesenen Verhaltungsweisen sich
    hier oder dort durchsetzen. Vom Standpunkt der »kulturellen« Ideale
    müßte man erwarten, daß Wahrhaftigkeit und Geradheit alltägliche und
    selbstverständliche Haltungen wären. Daß sie das nicht nur nicht sind;
    daß sie bestaunt werden; daß man wahrhafte und gerade Menschen als
    Sonderlinge betrachtet, als irgend­wie mit einem Spleen behaftet; mehr,
    daß wahrhaftig und auf­richtig sein so oft mit sozialer Lebensgefahr
    verbunden ist, läßt sich in keiner Weise aufgrund der herrschenden
    kulturel­len Ideologie, sondern nur mittels der Kenntnis der
    organi­sierten emotionellen Pest begreifen. Nur so läßt es sich auch
    begreifen, daß die Triebfedern aller Freiheitsbestrebungen:
    Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit, in Jahrhunderten schwerster
    Anstrengungen immer wieder unterlagen. Demzufolge ist es nicht
    anzunehmen, daß irgendeine Freiheitsbewegung Aus­sicht hat, ihre Ziele
    zu erreichen, wenn sie der organisierten emotionellen Pest nicht scharf
    und klar Wahrhaftigkeit gegen­überstellt.
    Die Unerkanntheit der
    emotionellen Pest war bisher ihr si­cherster Schutz. Demzufolge ist
    anzunehmen, daß die genaue Erforschung ihres Wesens und ihrer Dynamik
    diesen Schutz einreißen wird; dies wird von den Trägern der
    emotionellen Pest folgerichtig als tödliche Bedrohung ihrer Existenz
    aufgefaßt werden. Das wird sich an den Reaktionen der Pestträger und
    Pestverbreiter auf die folgenden sachlichen Darlegungen unweigerlich
    herausstellen. Wir werden an den zu erwarten­den Reaktionen genau
    diejenigen, von den anderen, die ihre Institutionen aufrechterhalten
    wollen, unterscheiden müssen und auch können. Es hat sich nämlich immer
    wieder gezeigt, daß sich das irrationale Wesen der emotionellen Pest
    regelmä­ßig gegen ihre Absicht enthüllt, sobald man ihm auf den Grund
    geht. Dies ist begreiflich, da doch die emotionelle Pest nicht anders
    als irrational zu reagieren vermag. Sie ist zum Unterliegen verurteilt,
    wenn sie schroff und klar dem rationa­len Denken und dem natürlichen
    Lebensgefühl gegenüber­steht. Sie gerät automatisch und mit Sicherheit
    in Raserei, wenn man die naturgegebenen Funktionen des Lebendigen
    sachlich und wahr beschreibt. Es gibt nichts, was sie mehr haßt als
    gerade dies.
    Wilhelm Reich, Charakteranalyse, 1933
    http://www.buecher.de/shop/Start/Reich-Wilhelm/Charakteranalyse

    http://www.google.de/search?hl=de&q…tnG=Suche&meta=

    "Bis
    heute ist dieses Rätsel nicht gelöst. Irgendetwas in der menschlichen
    Gesellschaft muß verhindern, daß wir die richtige Frage stellen, um die
    richtige Antwort zu bekommen. Der Alptraum der vergeblichen Suche zieht
    sich durch die gesamte Philosophie.
    Etwas, das ganz im Verborgenen
    wirkt, verhindert, dass die richtige Frage gestellt wird. Und
    irgendetwas ist gleichzeitig am Werk und lenkt erfolgreich unsere
    Aufmerksamkeit ab von dem sorgsam getarnten Zugang, auf den sich unser
    Augenmerk eigentlich richten müßte. Das Werkzeug, dessen sich dieses
    gut getarnte Etwas bedient, um die Aufmerksamkeit vom entscheidenden
    Rätsel abzulenken, ist die ausweichende Haltung der Menschen, wenn es
    darum geht, ihr Leben zu leben. Das verborgene Etwas ist die emotionale
    Pest des Menschen."
    Wilhelm Reich 1953
    http://www.projektpan.de/WR1.html

    Ich fand gerade diesen Text im Cloudbuster-Forum. Das Mitglied Bert hat ihn eingestellt.

    Reich zeigt hier sehr gut die tatsächliche Ursache vieler gesellschaftlicher Mißstände. Dieser Text stammt von 1933!

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    Die emotionelle Pest

    Der Ausdruck »emotionelle Pest« ist keine
    diffamierende Bezeichnung. Er betrifft nicht bewußte Bösartigkeit,
    moralische oder biologische Degeneration, Unmoralität oder ähnliches.
    Ein Organismus, dem die Fähigkeit, sich natürlich fortzubewegen, von
    der Geburt an dauernd unmöglich gemacht wurde, entwickelt künstliche
    Formen der Fortbewegung. Er hinkt oder geht auf Krücken. Ebenso bewegt
    sich ein Mensch mit den Mitteln der emotionellen Pest im Leben fort,
    wenn ihm von Geburt an die natürlichen Lebensäußerungen der
    Selbstregelung unterbunden wurden. Der emotionell Pest­kranke hinkt
    charakterlich. Die emotionelle Pest ist eine chro­nische Biopathie des
    Organismus. Sie brach mit der ersten massenmäßigen Unterdrückung des
    genitalen Liebeslebens in die menschliche Gesellschaft ein; sie wurde
    zu einer Endemie, die die Erdbevölkerung seit Jahrtausenden peinigt. Es
    ist nicht anzunehmen, daß die emotionelle Pest hereditär von Mutter auf
    Kind übergreift. Sie wird, nach allem was wir wis­sen, im Kinde von den
    ersten Lebenstagen an eingepflanzt. Sie ist eine endemische Krankheit,
    wie die Schizophrenie oder der Krebs, mit dem Unterschiede, daß sie
    sich wesentlich im sozialen Zusammenleben äußert. Schizophrenie und
    Krebs sind Biopathien, die wir als Resultat des Wütens der
    emotio­nellen Pest im sozialen Leben betrachten dürfen. Die Wirkun­gen
    der emotionellen Pest sind im Organismus ebenso wie im sozialen Leben
    aufzusuchen. Die Pest pflegt periodisch aus dem endemischen in den
    epidemischen Zustand überzugehen, genauso wie irgendeine andere Seuche,
    die Bubonenpest oder die Cholera. Die epidemischen Ausbrüche der
    emotionellen Seuche äußern sich in umfassenden Riesendurchbrüchen von
    Sadismus und Kriminalität kleinen und großen Stils. Die ka­tholische
    Inquisition des Mittelalters stellte einen derartigen epidemischen
    Ausbruch dar, der internationale Faschismus des XX. Jahrhunderts einen
    anderen.

    Würden wir die emotionelle Pest nicht als eine
    Krankheit im strengen Sinne des Wortes betrachten, dann gerieten wir in
    Gefahr, den Polizeiknüppel statt Medizin und Erziehung ge­gen sie zu
    mobilisieren. Es ist ein Wesenszug der Pest, daß sie den Polizeiknüppel
    notwendig macht und derart sich selbst re­produziert. Trotz der
    Bedrohung des Lebens, die sie darstellt, wird sie niemals mit dem
    Polizeiknüppel bewältigt werden. Niemand wird sich beleidigt fühlen,
    wenn man ihn als herz­krank oder als nervös bezeichnet. Niemand kann
    sich belei­digt fühlen, wenn man von ihm sagt, daß er an einem »akuten
    Pestanfall« leidet. Es ist in den Kreisen der Sexualökonomen üblich
    geworden, von sich selbst zu sagen: »Heute ist mit mir nichts
    anzufangen, denn ich bin pestig.« Anfälle der emotio­nellen Pest werden
    in unseren Kreisen, wenn sie leichter Natur sind, dadurch bewältigt,
    daß man sich isoliert und ab­wartet, bis der Anfall von Irrationalismus
    vorübergeht. In schweren Fällen, wo rationales Denken und
    freundschaftli­cher Rat nicht helfen, räumt man vegetotherapeutisch
    auf. Man überzeugt sich, daß solche akuten Pestanfälle regelmäßig durch
    eine Störung des Liebeslebens hervorgerufen werden und verschwinden,
    wenn die Störung beseitigt wird. Der akute Pestanfall ist mir selbst
    und den Mitarbeitern des engeren Kreises ein so wohlvertrautes
    Phänomen, daß wir ihn in Ruhe hinnehmen und sachlich bewältigen. Es ist
    eine der wichtig­sten Forderungen der Ausbildung der Vegetotherapeuten,
    daß sie es lernen, akute Pestanfälle an sich selbst rechtzeitig
    wahrzunehmen, sich in ihnen nicht zu verlieren, sie nicht in der
    sozialen Umgebung Schaden anrichten zu lassen und mit­tels
    intellektueller Distanzierung das Abklingen abzuwarten. In dieser Weise
    gelingt es, schädliche Wirkungen in der Zu­sammenarbeit auf ein Minimum
    zu beschränken. Es kommt natürlich gelegentlich vor, daß ein solcher
    Pestanfall nicht be­wältigt wird und der Betreffende größeren oder
    geringeren Schaden anrichtet oder gar ausscheidet. Wir nehmen solche
    Unfälle in ähnlicher Weise hin, wie man eine schwere körper­liche
    Erkrankung oder das Hinscheiden eines lieben Arbeits­gefährten
    hinzunehmen pflegt.

    Die emotionelle Pest steht der
    Charakterneurose näher als etwa der organischen Herzkrankheit, aber sie
    kann auf die Dauer zu Krebs oder Herzkrankheiten führen. Sie ist, wie
    die Charakterneurose, von sekundären Trieben gespeist. Sie
    un­terscheidet sich von körperlichen Defekten dadurch, daß sie eine
    Funktion des Charakters ist und als solche scharf vertei­digt wird. Der
    Pestanfall wird nicht wie ein hysterischer Anfall als ich-fremd und
    krank empfunden. Ist schon das charakter­neurotische Verhalten
    gewöhnlich glänzend rationalisiert, so gilt das in noch weit höherem
    Grade für die emotionelle Pest­reaktion: Die Uneinsichtigkeit ist weit
    größer. Man wird fra­gen, woran wir denn eine Pestreaktion erkennen und
    und von einer rationalen Reaktion unterscheiden. Die Antwort ist
    die­selbe, die für die Unterscheidung einer neurotischen
    Charak­terreaktion von einer rationalen Reaktion gilt: Sobald an die
    Wurzeln oder Motive der pestkranken Reaktion gerührt wird, tritt
    unweigerlich Angst oder Wut auf. Das wollen wir nun ge­nauer ausführen:
    Ein
    im wesentlichen pestfreier, orgastisch potenter Mensch entwickelt nicht
    Angst, sondern im Gegenteil lebhaftes Inter­esse, wenn etwa ein Arzt
    die Dynamik natürlicher Lebensvor­gänge bespricht. Der emotionell
    Pestkranke dagegen wird in Unruhe oder in Wut geraten, wenn von den
    Mechanismen der emotionellen Pest die Rede ist. Nicht jede orgastische
    Impo­tenz führt zu emotioneller Pest, aber jeder emotionelle
    Pest­kranke ist entweder dauernd orgastisch impotent oder er wird es
    kurz vor dem Anfall. Daran läßt sich die Pestreaktion von rationalen
    Reaktionen leicht unterscheiden. Weiter: Ein natürlich gesundes
    Verhalten kann durch keiner­lei Eingriffe echter Heilkunst gestört oder
    beseitigt werden. Es gibt zum Beispiel kein Mittel rationaler Art, ein
    glückliches Liebesverhältnis zu »heilen«, also zu stören. Aber man kann
    ein neurotisches Symptom beseitigen; ebenso erkennt man eine
    Pestreaktion daran, daß sie echter charakteranalytischer Heilkunst
    zugänglich ist und behoben werden kann. Man kann also etwa Geldgier,
    einen typischen Charakterzug der emotionellen Pest, aber man kann nicht
    geldliche Freigebigkeit heilen. Man kann hinterhältige Schlauheit, man
    kann nicht charakterliche Offenheit heilen. Die emotionelle
    Pest­reaktion ist klinisch der Impotenz vergleichbar, die man
    besei­tigen, also heilen kann. Dagegen ist genitale Potenz »unheil­bar«.
    Ein
    wesentlicher Grundzug der emotionellen Pestreaktion ist, daß Handlung
    und Begründung der Handlung einander nie­mals decken. Das wirkliche
    Motiv ist verdeckt, und ein schein­bares Motiv ist der Handlung
    vorgeschoben. In der natürlich gesunden Charakterreaktion fallen Motiv,
    Handlung und Ziel in eine organische Einheit zusammen; nichts daran ist
    verhüllt. Sie ist unmittelbar verständlich. Zum Beispiel: Der Gesunde
    hat für seine Sexualhandlungen keine andere Begründung als sein
    natürliches Liebesbedürfnis und als Ziel dessen Befriedi­gung. Der
    asketische Pestkranke dagegen begründet seine se­xuelle Schwäche
    sekundär mit ethischen Forderungen. Diese Begründung hat nichts mit der
    Lebenshaltung zu tun. Die Le­benshaltung der lebensverneinenden Askese
    ist vor der Begrün­dung da. Der Gesunde wird seine Lebensart niemandem
    auf­zwingen wollen; aber er wird heilen und helfen, wenn er um Hilfe
    ersucht wird und wenn er es leisten kann. Auf keinen Fall wird ein
    Gesunder dekretieren, daß alle Menschen »ge­sund zu sein haben«.
    Erstens wäre ein solches Diktat nicht rational, denn Gesundheit kann
    nicht anbefohlen werden; zweitens hat der Gesunde gar keinen Drang,
    seine Lebenshal­tung anderen aufzudrängen, da seine Motive der
    Lebensfüh­rung mit seinen eigenen und nicht mit fremden
    Lebensführun­gen verknüpft sind. Der emotionell Pestkranke
    unterscheidet sich nun vom Gesunden dadurch, daß er seine
    Lebensforderung nicht nur an sich, sondern vor allem an seine Umwelt
    rich­tet. Wo der Gesunde rät und hilft, wo er mit seinen Erfahrungen
    einfach anderen voranlebt und es ihnen überläßt, ob sie ihn zum
    Beispiel nehmen wollen oder nicht, dort zwingt der Pestkranke seine
    Lebensart anderen mit Gewalt auf. Pest­kranke dulden Anschauungen
    nicht. Der Gesunde empfindet nur Freude, wenn er von den Motiven seiner
    Handlungen hört. Der Pestkranke gerät dabei in Raserei. Der Gesunde
    kämpft dort, wo andersartige Lebensanschauungen Leben und Arbeit
    stören, in rationaler Weise scharf für die Erhal­tung seiner
    Lebensweise. Der Pestkranke kämpft gegen andere Lebensarten auch dort
    an, wo sie ihn gar nicht berühren. Das Motiv seines Kampfes ist die
    Provokation, die andere Lebens­weisen durch ihre bloße Existenz
    darstellen. Die Energie, die die emotionellen Pestreaktionen speist,
    ent­stammt regelmäßig unbefriedigbarem Lusthunger, gleichgültig, ob es
    sich nun um sadistische Kriegstaten oder um Diffamie­rung von Freunden
    handelt. Die gestaute Sexualenergie hat der Pestkranke mit allen
    anderen Biopathien gemeinsam. Auf die Unterschiede werde ich sofort zu
    sprechen kommen. Der biopathische Grundcharakter der emotionellen Pest
    kommt darin zum Ausdruck, daß sie wie jede andere Biopathie durch
    Herstellung der natürlichen Liebesfähigkeit geheilt werden kann.