Lord of War
Dieser Film spricht viele Wahrheiten klar aus. SO läuft es auf dieser Welt, und wer darauf setzt, dass sich die UNO für die Wohlfahrt der Völker einsetzt, ist ein ahnungsloser Trottel!
Einleitungskommentar:
Es befinden sich Weltweit über 550 Millionen Schußwaffen im Umlauf. Das heißt, auf diesem Planeten hat jeder 12. Mensch eine Schußwaffe. Das führt zu der einen Frage: - Wie bewaffnet man die anderen 11?
Juris Familie ist aus der Ukraine nach Amerika emigriert. Der Vater gab sich als Jude aus, um das zu ermöglichen und betreibt in Amerika ein Restaurant. Die Familie lebt in "Little Odessa", einem Ghetto, in dem es keine Zukunft gibt.
Juri, der ältere hat das Glück in dieser Gangsterhochburg der russischen Mafia immer knapp zu spät oder zu früh zu sein, wenn etwas passiert, weshalb er nie in gewalttätige Ereignisse verwickelt wird.
Nur einmal nicht. Er soll wie immer ausspähen, was das Restaurant auf der anderen Straßenseite für ein Tagesmenü hat, als er mit ansehen muß, wie zwei Killer versuchen einen Gangsterboss zu erschießen. Sie ballern beide die Magazine ihrer Maschinengewehre leer, aber der Gangster ist hinter dem Tisch in Deckung gegangen. Als die Waffen leer sind, stehtr er auf und erledigt beide mit seinem Trommelrevolver. Da hat Juri eine Eingebung, sein vater sagt zwar, die Leute müssen immer essen, ist aber nicht erfolgreich mit seinem Restaurant, aber Waffen und Munition brauchen die Leute sehr viel nötiger! Juri will Waffenhändler werden und nutzt die Beziehungen seines Vater in der Synagoge, um sich israelische Uzis zu besorgen.
Juri versucht seinen jüngeren Bruder Vitali für das Geschäft zu gewinnen
Juri: Ließ du eigentlich die Zeitung, Vit(ali)? Jeden Tag erschießen sich Menschen.Und weiß du was ich dann mache,wenn ich das sehe? Ich sehe nach was für Waffen die benutzen und dann denke ich, warum sind das nicht meine Waffen, die die da benutzen?
Vitali: Wieso, machst du ´nen Waffenladen auf?
Juri: Davon gibt es in Amerika mehr als McDonalds. Selbst mit all den Gangstern hier in der Gegend ist die Gewinnspanne zu niedrig.
Vitali: Sag bloß, die hast du schon ausgerechnet?
Juri: Na klar, die richtige Kohle macht man mit echten Kriegen zwischen Ländern.
Juri versucht auf einer Militärmesse Kontakte zu knüpfen:
Juris Kommentar: Es waren die 80er und der Kalte Krieg war noch längst nicht im Begriff abzutauen. Die meisten Geschäfte liefen von Regierung zu Regierung und es war fast immer ein Privatclub mit einem Clubpräsidenten auf Lebenszeit.
Juri will mit Shimeon Weis, einem erfahrenen internationalen Waffenhändler Geschäfte machen, aber der bügelt ihn ab: "Ich glaube nicht, dass wir im selben Geschäft sind"
Mr. Weis: Sie denken, ich verkaufe nur Waffen, aber ich ergreife Partei.
Juri: Aber im Krieg zwischen Iran und Irak haben sie Waffen an beide Seiten verkauft.
Mr. Weis: Haben sie in Erwägung gezogen, dass ich wollte, dass beide Seiten verlieren? Kugeln verändern Regierung viel sicherer als Wählerstimmen. - Sie sind am falschen Ort , mein junger Freund. Das hier ist kein Platz für Amateure.
Juri kauft mit Vitali in Beirut überzählige Waffen der US Army
Juris Kommentar: Wenn die Vereinigten Staaten einen Kriegsschauplatz verlassen, dann nehmen sie normalerweise ihre Rüstungsgüter nicht mit. Der Transport würde mehr kosten, als neue Ware zu ordern.
Juri: Also wir verkaufen gebrauchte Waffen pro Kilo.
Vitali: Aber die funktionieren immer noch ganz gut (Ballert rum)
Juri: Wieviel hätten sie denn gern?
Kunde: 5000 Kilo!
Juris Kommentar: Ich hatte eine Schwäche für Sprachen - aber bald merkte ich, dass man am besten in Dollar, Dinar, Drachmen, Rubel, Rupien und verdammten Pfund Sterling redet. Natürlich hat das US-Militär einen Teil des Kuchens abbekommen. Armeegehälter waren in den 80ern auch nicht besser als heute. Und manche von den hohen Tieren, wie Lieutenant Colonel Southern mußten Geld für ihre eigenen Privatkriege sammeln.
Juris Kommentar: Mitte der 80er Jahre waren meine Waffen in 10 der wichtigsten Kriegsgebiete vertreten.
Sehr schöne Einstellung: Eine feuernde Kalaschnikow in Zeitlupe und bei jedem Ausstoß einer leeren Hülse erklingt das "Kling" einer mechanischen Kasse. Juri macht nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Geschäfte in der Ukraine. Sein Onkel ist General, dem er Teile seiner Waffenbestände abkauft. Juris Kommentar: Diese 45 Jahre des Hasses zwischen Ost und West hatten die größte Waffensammlung der Geschichte hervorgebracht. Die Sowjets hatten riesige Arsenale, ganze Berge davon, und keinen einzigen Feind mehr.
Juri trifft sich mit Mr. Weis, nachdem er ihm beim Waffenkauf zuvorgekommen war.
Juri: Sie sehen etwas verloren aus, Shimeon, hat sich die Welt so schnell verändert?
Shimeon Weis: Ich bin hier wie sie sehen.
Juri: Nicht ganz, glaube ich. Sie sind damit reich geworden, für die CIA zu verkaufen und jetzt kriegen sie die Ideoligie nicht mehr aus dem Schädel.
Weis: Oh, der kalte Krieg hatte auch etwas gutes, die Spannungen blieben eingefroren. Jetzt ist es schwieriger zu entscheiden, wer auf welcher Seite steht. Die DInge sind komplizierter geworden.
Juri: Nein, im Gegenteil, viel einfacher, denn jetzt ist im Waffengeschäft kein Platz mehr für Politik, Shimeon. Ich verkaufe an die Linken und die Rechten, ich verkaufe an die Pazifisten, aber die sind nicht die treuesten Kunden. Man ist erst dann ein Global Player, wenn man Waffen liefert, die die eigenen Landsleute umbringen.
Weis: Dieses momentane Chaos wird nicht für immer anhalten. Es wird wieder Ordnung einkehren. Anstatt uns gegenseitig die Kehle durchzuschneiden, sollten wir besser zusammenarbeiten, was halten sie davon?
Juri: Was ich davon halte? Das sie in diesem Fall der Amateur sind. Ich denke, sie sollten ihren Instinkten vertrauen, ihrem ersten Instinkt. Ich bin der selbe Mann, der nicht gut genug für sie war, und jetzt bin ich immer noch nicht gut genug für sie.
Weis (steht auf und wendet sich zum Gehen): Das Problem mit Waffenhändlern, die sich bekriegen ist, dass es keine Munitionsknappheit gibt.
Juris Kommentar: Das war das Chaos, vor dem sich die alte Garde immer gefürchtet hat. Ihrer Meinung nach, zog ich die Waffenhändler in den Schmutz, doch für sie gab esleider keine Beschwerdestelle.
Juri Kommentar: Nach dem Mauerfall wurden allein aus der Ukraine Waffen im Wert von 32 Mrd Dollar gestohlen und weiterverkauft. Das war der größte Raubzug des 20. Jahrhunderts.
Hier folgt noch ein breiter Erzählfaden über seine Geschäfte in Afrika und die unappetitlichen Ereignisse in diesem Gefolge. Aber Interpol, in Person des Agenten Jack Valentine, ist Juri ständig auf den Fersen, kommt aber immer zu spät, hat keine Beweise, oder kann wegen juristischen Schlupflöchern nichts machen. Aber letztendlich zieht sich die Schlinge immer enger.
Juri Kommentar: Es heißt nicht umsonst, "Waffen verticken" - die Zeit tickt und manche Revolutionen lösen sich in Luft auf, bevor die Waffen eintreffen. Für einen Waffendealer gibt es nichts teuereres als den Frieden!
Juri, am Telefon: Waffenstillstand? Was heißt hier Waffenstillstand. Die Gewehre sind unterwegs! Friedensverhandlungen? Vergiß es. Ich leite die Waffen auf den Balkan um. Wenn die sagen, sie wollen Krieg führen, dann halten die sich auch daran!
Letztendlich gelingt es Jack Valentine Juris Frau davon zu überzeugen, dass ihr Mann Waffenhändler ist. Sie verrät ihn und Juri wird verhaftet. Hier der Showdown im Verhörzimmer:
Juri: Genießen Sie es.
Valentine: Was?
Juri: Sagen sie mir, wofür sie mich verachten. Das ich die Personifikation des Bösen bin? Das ich - was? Verantwortlich für den Zusammenbruch des Gefüges von Gesellschaft und Weltordnung bin? Völkermord steht auch meiner Stirn - ach. Sagen sie mir jetzt alles, was sie mir sagen wollen. Sie haben nicht viel Zeit dafür.
Valentine: Haben sie nicht aufgepasst,oder haben sie Wahnvorstellungen? Sie haben jedes bestehende Waffenembargo gebrochen, jedes. Hier ist genug Beweismaterial um sie mehrfach lebenslänglich hinter Gitter zu bringen. Sie werden die nächsten 10 Jahre damit verbringen von der Zelle in den Gerichtssaal zu wandern, bevor sie überhaupt anfangen ihre Zeit abzusitzen. - Ich glaube, ihnen ist der Ernst der Lage noch gar nicht bewußt, in der sie sich befinden.
Juri (zögert): Meine Familie hat mich enterbt, meine Frau und mein Sohn haben mich verlassen, mein Bruder ist tot, - glauben sie mir, ich bin mir des Ernstes der Lage, in der ich mich befinde, durchaus bewußt. Aber eins verspreche ich ihnen, ich werde nicht eine Sekunde in einem Gerichtssaal verbringen.
Valentine: Ha, sie haben Wahnvorstellungen.
Juri: Jack, ich mag sie, - vielleicht auch nicht, aber - ich kann sie verstehen. Ich werde ihnen sagen, was passieren wird, damit sie sich darauf vorbereiten können.
Valentine (ungläubig): OK?
Juri: In Kürze klopft jemand an die Tür und sie werden nach draußen gerufen. Dort wird ein Mann stehen, der einen höheren Rang hat als sie. Zuerst gratuliert er ihnen zu der großartigen Arbeit, die sie geleistet haben, dass sie die Welt sicherer gemacht haben und dass sie eine Belobigung und Beförderung erhalten werden, und dann sagt er ihnen, dass sie mich frei lassen müssen. Sie werden protestieren, vielleicht sogar mit ihrer Kündigung drohen, doch am Ende werde ich frei gelassen. Der Grund warum ich frei gelassen werde, ist der selbe für den ich ihrer Meinung nach festgehalten werden müßte. Ich bin per du mit einigen der sadistischsten, widerwärtigsten Männer, die sich heute Anführer nennen. Aber einige dieser Männer sind die Feinde Ihrer Feinde. Und weil der größte Waffenhändler dieser Welt ihr Boss ist, der Präsident der Vereinigten Staaten, der mehr Material an einem Tag verschifft, als ich in einem Jahr, ist es manchmal peinlich, das seine Fingerabdrücke auf den Waffen sind. Manchmal ist er auf freie Mitarbeiter wie mich angewiesen um die Mächte zu beliefern, die er offiziell nicht beliefern kann. Daher können sie mich - das Übel - nennen, aber unglücklicherweise bin ich - ein notwendiges Übel.
Valentine läßt zischend Luft ab und in dem Moment klopft es an der Tür.
Valentine: Ich würde sagen, fahren sie zur Hölle, aber ich glaube da sind sie schon!
Juri wird von einem hochrangigen Militär zu seinem Auto geleitet.
Offizier: Nett mit ihnen Geschäfte zu machen.
Juris Kommentar: Die meisten Menschen sind froh aus dem Gefängnis zu kommen, ich erwarte dafür bezahlt zu werden, zu gehen. Ich bin kein Idiot, heute brauchen sie mich, aber schon morgen kann ich der Sündenbock sein, aber ich war wieder zurück und tue das, was ich am besten kann.
Juri bringt, unter zu Hilfenahme von reichlich Bakschisch 5 LKW mit "Sonnenschirmen" über irgend eine Nordafrikanische Grenze.
Juris Schlußkommentar:
Wissen sie, wer die Erde übernehmen wird? Waffenhändler, denn alle anderen sind viel zu sehr damit beschäftigt, sich zu erschießen. Das ist das Geheimnis des Überlebens: Ziehe niemals in den Krieg! - Besonders nicht mit dir selbst.
Einblendung am Ende des Films:
Dieser Film basiert auf wirklichen Ereignissen.
Während private Waffenschieberei floriert
sind die USA, GB, Russland, Frankreich und China
die größten Waffenlieferanten der Welt.
Sie sind gleichzeitig die 5 ständigen Mitglieder
des U.N.-Sicherheitsrates.