Als die Mantelschicht ausgehärtet war, blieb die Oberfläche leicht klebrig. Im Eimer hatte die Aushärtung wohl durch die Wärmeisolierung des Plastiks statt gefunden. Nur oben, wo die Wärme einfach abstrahlt, eben nicht. Die Aushärtung kann in so einem Fall Tage dauern. Wieder Mist! Aber der Sockel lies sich nun, wie erwartet leicht aus dem Eimer lösen. An einigen Stelle mußte ich noch einmal mit meinem Federstahl nachhelfen und dann fiel der Sockel aus dem Eimer, nachdem ich ihn umstülpte. Die Mantelschicht war gut geworden - aber die klare Schicht unten war wiederum mehrfach gerissen. Es waren auch feine Risse im Material zu sehen, in die sich Wasser reinziehen konnte. So war die Bodenschicht nicht frostfest.
Ein weiterer Arbeitsgang war nötig!
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Glatte Pappe, Backpapier und Klebeband braucht man. Das Backpapier habe in zu 2 breiten Streifen geschnitten. Leider hatte ich nur vor geschnittene Blätter. Von der Rolle wäre es einfacher gewesen, denn Backpapier kann man naturgemäß nicht kleben! Aus der Pappe machte ich einen breiten Ring, indem ich die Stücke an der Eimerrand drückte und mit Panzerband verklebte. Den fertigen Ring habe ich dann abgenommen, die zwei Streifen Backpapier um den Eimer gelegt, mit 4 cm Überstand und dann den Pappring drübergestülpt. Der Pappring wird dann nach unten gedrückt und presst das Backpapier fest an die Sockelwand. Dann wird der Papprand mit dem Sockel mit Panzerband verklebt, damit kein Harz seitwärts raussickern kann.
Ich habe einen halben Liter Harz angerührt und in diese provisorische Form gegossen. In den gerissenen Schichten hatte sich eine Luftblase gebildet die ich rausdrückte. Das Harz war in alle Ritzen gesickert und bildete eine glatte Oberfläche. Die stabilisierende Stufe des Eimerbodens verschwand aber so! Außerdem braucht ich ja Wärme für die Aushärtung. Ich nahm eine runde Plastikdose, in der einst ein Kilo Haribo Colorado untergebracht war, füllte sie mit heißem Wasser und setzte sich mitten in das flüssige Harz. PE-Material verbindet sich nicht mit dem Harz!
Das Foto habe ich gemacht, nachdem das Harz ausgehärtet war. Man sieht den Abdruck des Dosenbodens. Die Dose verklebte nicht mit dem Harz, wohl aber das Etikett, das da drauf klebte. Natürlich hatte sich das Harz auch am Rand der Haribodose hochgezogen und ich mußte die neu gegossene Bodenschicht mit der Feile schlichten.
Ich hatte jetzt also einen sauber ausgeformten Boden und die Risse in dieser Füllschicht waren alle mit Harz verschlossen. Und trotzdem - außen, genau an der Trennlinie zwischen dem Sockel und der Füllschicht lief ein dünner Riss rundum. Diesen verpachtelte ich dann mit einem 2 Komponenten Reparaturharz. Außerdem hatte sich beim Gießen der Mantelschicht eine Luftblase gehalten. Diesen Bereich habe ich auch noch mit dem Reparaturharz gefüllt.
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Natürlich mußte auch nach dem Guß der Mantelschicht der oberer Rand gefeilt werden. Die Mantelschicht macht den Sockel wasserfest. Da ja auch Eisen und Stahlspäne verarbeitet werden, ist nicht auszuschließen, dass ein Span seitwärts aus dem Sockel schaut, ohne vom Harz ummantelt zu sein. Der würde dann zu rosten beginnen und langfristig könnte der ganze Sockel zerbröseln.
Die Kristalle für die Rohre
Ich hatte beim Steinhandel 6 große Spitzen erworben. Die sind so dick, dass sie gerade so in die Rohre passen. Deshalb konnte ich sie nicht wie üblich in einer Kupferspirale einfassen.
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Bevor die Kristalle aber eingesetzt wurden, hatte ich sie unter fließendem Wasser gewaschen und so entladen. Dann wurden sie auf meinem Cloudbuster geladen.
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Dann habe ich die Kristalle in Kupferdraht gefasst.
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Die Fassung besteht aus zwei Teilen. Einmal den Spiralen, die ich über einen Besenstiel gewickelt habe. Dann aus drei Drähten, die ich unten miteinander verdrillt habe. Dann rechtwinkelig auseinander gebogen und den Kristall ausgesetzt. Dann die Drähte an drei Seiten des Kristalls hoch gebogen, oben über die Spitze zusammengeführt und wieder verdrillt. Dann habe ich zwei Drähte abgeschnitten und den dritten zu einer Öse geformt und in das entsprechende Gegenstück der Spirale eingehängt.
Dann kann man die Kristalle in die Rohre rein schieben. Die Kristalle sollten schön tief im Sockel positioniert werden.
Die Schablonen
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Die Holzschablonen für das Rohrbündel und zum Fassen der Rohre des Cloudbusters basieren auf eine "Lebensblume". Auf dem Foto, die Pappschablone oben links. Die Pappe hat eine Kantenlänge von 20 x 20 cm und ist senkrecht und waagerecht mit Geraden geteilt. Die Grundlage ist ein Kreis mit einem Radius von 63 mm. Dies entspricht genau den Vorgaben des Bauplans von Don Croft. Die Schnittpunkte der Blütenblätter der Lebensblume geben die Mittelpunkte der Bohrlöcher für die Rohre vor. Sie werden mit dem Zirkel konstruiert und erfordern präzises Zeichnen. Das erste Blatt muß genau auf der Senkrechten Teilungslinie liegen.
Mit der Pappschablone und einem Dorn werden die Bohrpunkte auf die Sperrholzbretter übertragen aus denen später die Rohrhalterung und die Schablonen für das Rohrbündel werden sollen.
Für die 28mm-Löcher benötigt man einen in der Breite verstellbaren Holzbohrer aus dem Fachhandel. Die Löcher müssen etwas größer werden als 28 mm. Zum einen gelingt es meist nicht die Löcher absolut senkrecht durch die Bretter zu bohren, dann stellen sich innen noch die Holzfasern auf und verengen die Bohrung wieder. Außerdem braucht es auch noch etwas "Luft", damit sich die Rohre überhaupt rein schieben lassen. Ich habe so lange lange Probebohrungen mit immer größer werdendem Durchmesser gebohrt, bis das Rohr gut durchging.
Auf dem Sperrholzbrett, aus dem die Rohrhalterung werden soll, muß man auch den Mittelpunkt der Pappschablone übertragen. Hier schlägt man dann einen Kreis mit ca 94 mm auf das Brett. Dies ist der Außenrand. Dann einen Kreis mit 35 mm. Dies ist das Innenloch. Praktischerweise sollte man das mit eine 7cm-Lochsäge aussägen. So bleiben etwas 15 mm Holz an der schmalsten Stellen, wo die Rohre durch den Ring stoßen.
Auf einer Tischkreissäge habe ich mit tangentialen Schnitten die äußere Kreisform frei gelegt und dann auf einer Schleifscheibe sauber geschliffen. Die Ränder der Bohrlöcher werden auch mit Schleifpapier gesäubert.
Die Rohrhalterung wird dann in mahagonie gebeizt und 4 Mal klar lackiert. Nach dem 1. Anstrich müssen die Bohrlöcher innen noch Mal geschliffen werden, da die Holzfasern sich aufstellen und durch die weiteren Anstriche verhärtet werden. Am Ende gehen dann die Rohre nicht durch!
So, nun noch 6 28mm Lötfittings als Steckverbinder aus dem Installateursbedarf, 6 Rohre zu je 1,5 m und der Cloudbuster kann in Betrieb gehen. Worauf wartet ihr noch?
