Beiträge von waterbrunn

    Hallo Laila,

    da habe ich erst Mal schauen müssen, bevor sich mir der Inhalt erschloß. Sehe ich das richtig, rechts oben und am rechten Rand geht es ins gelb/grüne? Und ich gehe Mal davon aus, das die linke Bildhälfte von Blau dominiert wird. Im Zentrum eine liegende Figur mit einem Kopf als leuchtende Aureole. Aus dem Nabel steigt eine weitere Figur aus und windet sich nach oben. Beide Figuren haben engen Kontakt zu diesem roten (?) Energie Wirbel der das Gegenstück zu dieser Seelensonne am Kopf der liegenden Figur darstellt. Der blaue Schatten unter der liegenden Figur erinnert mich an den Schwanz eines Delfins, wie er da unter den Knien ausläuft. Diese auslaufenden Energien, die ich in diese Farbverläufe hinein interpretiere erinnern mich sehr an die Zeichnungen von Alex Grey, der allerdings einen fast Fotorealistischen Malstil hat, der all diese Unsichtbaren beziehungen und Energiegeflechte fast mit der Präsision von CAD-Programmen darstellt.

    Nach der Größe der Signatur würde ich sagen, es ist ein kleines Bild, etwa DIN A4 quer.

    PS: Hallo Panzerschreck, da sind keine Nockenwellen, Kurbelwellen oder Pleuelstangen drauf zu sehen.

    In Wievielen Foren schreibe ich denn?
    Ich schreibe nur im Politikforum, im AlphaCentauri Forum und hier.

    Hier lese ich meistens nur, bin aber fast jeden Tag hier unterwegs.

    Aha, und ich schreibe und lese hier und bei den Freigeistern und Güllepumpen. Ab und zu lese ich auch bei Politblog, PI, Spiegelfechter, Rainer sacht und "Unglaublichkeiten" schaue ich mir auch manchmal an. Von Joselynes neuem Blog habe ich aber nur einmal gehört und zwar hier!

    Und wen meinst du mit alle? Alle, die nichts anderes zu tun haben, als hinter ihr her zusteigen, sie anzufeinden oder sie lächerlich zu machen?

    Hallo Baloo,

    der Witz lebt vom Bruch des Erzähl-Kontextes:

    Die mögen Katzen, die anderen lieber Hunde.
    Ich finde, es kommt dabei nur auf die richtige Zubereitung an!

    Witze sollten immer mit einem Augenzwinkern erzählt werden und die Schwächen unserer ach so selbstbestimmten Mitmenschen aufs Korn nehmen. Daher dann eben die Witze, die über die verschiedenen Landsmannschaften gemacht werden. Wir kennen ja alle diese öden Witze, die mit "Ein Deutscher, ein Ami und ein Engländer sitzen in eienm Flugzeug..." beginnen. Um zu unterhalten und nachhaltig zu wirken muß ein guter Witz vielschichtige Interpretationen zulassen:

    Ein Düsseldorfer, ein Kölner und ein Münchner sitzen zusammen in einer Kneipe. Der Düsseldorfer bestellt ein Alt, der Kölner ein Kölsch und der Münchner ein Cola. Als die die Getränke serviert werden, fragen die beiden Norddeutschen den Bayern: "Was ist denn mit dir los?"
    Sagt der Bayer: "Na, wenn ihr kein Bier trinkt, dann trink ich auch keines!"

    Der geradezu identitätsstiftende Konflikt zwischen Kölnern und Düsseldorfern um das "richtige" Getränk wird hier also dadurch gelöst, dass der Bierexperte per Geburt, der Bayer, entscheidet: "Weder noch!"

    Wie gesagt, immer mit einem Augenzwinkern! Und so sind auch die Mantawitze zu verstehen. Da hat Panzerschreck schon recht, die sind "Kult". Denn wenn Mani tatsächlich mit seinem Manta vorfährt, dann scharen wir uns doch um das Auto, kucken in den Motorraum und lassen uns erklären, was er alles gemacht hat, damit die Karre nicht vom Rost zerbröselt ist wie all die anderen Kisten!
    Eine meiner Freundinnen fasste die Blondinenwitze in folgendem Satz zusammen: "Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage? Ich bin schließlich blond" - Und das ist sie immer noch!

    Der politische Witz entlarvt meist den "Gegner".

    Der Ortsgruppenleiter ist mit Auto und Fahrer Überland unterwegs um die neuesten Durchhalteparolen auf den Dörfern zu verbreiten. Da sausen sie also die Landstrasse runter, als aus der Einfahrt eines einzeln stehenden Gehöftes ein Schwein auf die Straße rennt. Genau vor den Benz des Ortsgruppenleiters. Der Fahrer hat keine Chance zu reagieren und fährt das Schwein tot. Der Ortsgruppenleiter ist natürlich schwer genervt, und befiehlt seinem Fahrer, die Sache alleine mit dem Bauern zu regeln. Der Fahrer geht also auf den Hof und kehr nach 10 Minuten schwer beladen zurück. In der einen Hand ein Korb mit 50 Eiern, unter dem anderen Arm einen Schinken, eine Wurstkette um den Hals und an jedem Unterarm zwei Mettwurstringe. Der Ortsgruppenleiter ist verblüfft. "Was ist denn nu los?" fragt er. Da sagt der Fahrer: "Tja, ich weiß auch nicht. Ich bin zu den Bauersleut hin und habe nur gesagt >Heil - Hitler das Schwein - ist tot!<"

    Auch der Spruch von Walter Moers ist witzig:

    Hitler war ein armes Schwein, er hatte keinen Führerschein!

    In jedem politischen Regime gibt es Witze über die Regierung. Meist haben diese eine Ventilfunktion. Im Gegensatz zu anderen Witzen riskiert der Erzählenden aber Knast bzw Arbeitslager. Das war nicht nur im 3. Reich so, sondern auch in der Zone.

    Als letztes gibt es auch Witze, die andere Menschen schlicht und einfach diffamieren sollen. Da erhöht man sich selbst, indem man den anderen klein macht. Und da ist keine Augenzwinkern zu sehen. Und wie willst du mit einem Nazi ins Gespräch kommen, nachdem du ihm den Witz: "Was sind 1000 Nazis am Grund der Ostsee? Ein guter Anfang!" - erzählt hast?

    Auch deine Beispiele:

    Es geht alles. Wie ist denn das Wetter heute in Bagdad? Bombig!
    Was ist die härteste Ralley der Welt ? Mit dem Brotwagen durch Äthiopien.
    Was ist ein Türke auf einer Mülltonne ? Hausbesetzer. Und ein Türke auf 2 Mülltonnen? Hausbesitzer.

    Eine Besonders gelungene Kombination aus 2 Randgruppenwitzen:
    Ein Nazi und ein Jude stehen auf einem Hochhaus, beide Springen zur gleichenzeit ab, wer kommt als erste unten an ? Na der Nazi, Scheisse fällt nun mal schneller als Asche.......

    sind nicht witzig. Da ist kein Augenzwinkern!

    Und es ist immer ein Unterschied, ob man im Freundeskreis in bierlaune Witze über Randgruppen reißt, und Türkenwitze in Anwesenheit eines Türken erzählt, weil der eben sehen kann, dass es mit Augenzwinkern passiert. Der dafür dann ein paar Dhimmie-Witze erzählen, ohne, dass wir dann böse sind. Andererseits eine Rubrik mit "Witze GEGEN rechts" zu eröffnen zeigt auch kein Augenzwinkern.

    Auch der "Witz": Wann bringt ein Türke den Müll raus? Nach 9 Monaten ist nicht nur nicht witzig, sondern menschenverachtend. Läßt dies doch nur einen Schluß zu: Die Babys türkischer Mütter sind Müll!

    Ich möchte einen Spruch von Kurt Goetz dagegen halten:

    Und wenn es gelingt, ein Serum gegen die Dummheit zu finden,
    diese entsetzlichste aller ansteckenden Krankheiten, dann wird es im
    Nu keine Kriege mehr geben, und an die Stelle der internationalen
    Diplomatie wird der gesunde Menschenverstand treten."


    Bei allem was ihr tut seid freundlich, und wenn es not tut, seid bestimmt und zeigt Grenzen auf. Aber macht euch nicht zu Wasserträgern des Systems indem ihr auf Methoden zurückgreift die Menschen aller Art und aller Orten wieder und wieder ins Verderben treiben!


    Ein Nachtrag:


    Zitat Panzerschreck
    man kann aber auch in das "nazi sein" hineingeboren werden....
    so erzogen werden.....

    Antwort Baloo

    Trotzdem liegt es immer noch an einem selbst ob man diesen weg weitergehen will. Jeder hat die freie entscheidung den weg weiterzugehen oder ebend nicht. Ein Türke kann das nun mal nicht.

    Ein Türke kann das nicht? Du meinst, ein Mensch der sich auf die Nationalität des Landes beruft, in dem er lebt und aufgewachsen ist, kann das nicht? Oder meinst du auch die jungen Männer, die in Deutschland geboren sind und aufwachsen und deren "Türke sein" sich nur aus den aus der Türkei eingewanderten Eltern versteht?

    Ja, es gibt Menschen, die in das Nazi sein reingeboren werden. Ich hatte in meinem Jahrgang einen. Der "unterhielt" uns auch immer mit Judenwitzen, übelster Agitation und sein Hang nach handfesten Händeln hatte irgend wie etwas von der Oi-Bewegung. Er war der erste aus meinem Jahrgang der zu Grabe getragen wurde. Er hatte eine Streifenwagenbesatzung mit einem Kantholz angegriffen und war in Notwehr erschossen worden.
    Er hatte seine Gesinnung in seinem Elternhaus gelernt.

    Äääh - sind die Kipphebel lilla lackiert? Da kommt doch noch der Ventildeckel drüber!

    Hast du schon Mal daran gedacht die Pleuelstangen zu verchromen? Ich meine so rein aus optischen Gründen und natürlich, damit die nicht rosten! :D

    Du bist wirklich krass drauf! *anerkennend rumwunder*
    :P

    Ich male und mische ganz viel mit Farben, meine Bilder sind
    sehr bunt... ;)
    Mich würde interessieren WIE Du sie wohl siehst... :rolleyes:

    Bunt! Aber deutlich weniger bunt als du sie gemalt hast. Dafür sehe ich möglicherweise die Struktur deiner Pinselstriche und erkenne, wie du sie gemalt hast.

    Pastellfarben irritieren mein Farbsehen auch. Da wird aus pastell-pink hellgrau, aus pastell-hellblau zartrosa und ich erlebe es immer wieder, das ich in Schwarz/weiß Filmen "Farben" wahrnehme. Ich muß dann immer zweimal hinkucken, weil der Farbeindruck dann meist "pastellartig" ist. Erst wenn die meisten Flächen schwarz/grau sind, erkenne ich den Schwarz/weiß Film. Ich bin aber sehr gut darin mir vorzustellen, welche Farben die Kulissen und Kostüme wohl hatten, bevor sie in schwarz/weiß abgebildet wurden.

    Gruß, EO

    Ein Pilot muß nicht nur fliegen lernen, jeder Pilot, der zivile Passagiermaschinen fliegt muß eine extra Flugprüfung auf jedem Model machen, dass er fliegen soll. Wohnen wir also der Flugprüfung von Kevin Schaller auf einer Boing 747 bei. Jeder der Beteilgten ist sich der Kosten der Flugausbildung und der Verantwortung, die alle tragen, bewußt. Die Ausbilder genauso wie der geschulte Pilot und auch der Flugprüfer. Bedenkt man allein die Kosten die für einen 2 stündigen Prüfungsflug mit einer leeren (!) 747 anfallen, so ist jeder bestrebt die Prüfung zu einem Erfolg zu führen. Aber alle wissen auch, dies ist jetzt der echte Einsatz, und kein Simulatorflug. Und wie im echten Leben kann auch alles mögliche schiefgehen!

    Der Start und die verschiedenen Flugmanöver gingen glatt und Kevin Schöller befindet sich wieder im Landeanflug. In höchster Konzentration wickelt er den Funkverkehr mit dem Tower ab, läßt sich die Sinkrate und Höhe vorbeten, korrigiert den Schub und setzt den Jumbo trotz leichter Querwinde sauber auf. Während die Maschine mit Umkehrschub auf der Landebahn ausrollt meldet sich der Flugprüfer vom Sessel des Co-Piloten: "Ja, Herr Schöller, ich gratuliere zu dieser Bilderbuchlandung, sie haben alle Prüfungsaufgaben bisher gut gemeistert. Kommen wir nun zur letzten Aufgabe. Sie schwenken am Ende der Landebahn auf die Runway 5 nach Hangar 7 hinter dem sie die Maschine rückwärts einparken!"
    :cursing:

    Na Klasse, Randgruppenwitze!

    Was steckt in einem Haufen Scheiße?
    Ein brauner Mantafahrer!

    Ha! Hast du es gemerkt wie geschickt ich hier zwei Randgruppen in einem "Witz" diffamiert habe? Achte Mal auf die Kombination der Worte "Scheiße", "braun" und "Mantafahrer"!

    Du hältst das vielleicht für geistreich - aber wie wäre es mit Witzen über Juden, Türken oder Araber? Oder vielleicht Palastinenserwitze? Das geht natürlich gar nicht!

    Du denkst vielleicht, du würdest etwas positives bewirken mit dieser Agitation? Du irrst dich! Aber du hast sicher ein gutes Gefühl dabei!

    Autobahn! Flach kann ich auch!

    Ich bin farbenblind, das heißt ich habe die handelsübliche Rot/Grün-Farbschwäche. Meine Weltsicht ist trotzdem bunt. Allerdings etwas weniger für den normal Farbsichtigen. Das Ampelgrün zeigen mir meine Augen als leuchtendes grau. Als Fahranfänger hatte ich Schwierigkeiten nachts die Ampeln in der Ferne auszumachen. Wenn auch noch diese gelb/oragen Natrium-Quecksilberdampf Lampen über der Straße hingen, mit ein paar normalen Neon-Straßenlaternen dazwischen, konnte ich das genormte rot/gelb/grün einer fernen Ampel nicht ausmachen. Mittelerweile habe ich gelernt diese Farben zu erkennen, d. h. rein praktisch ignoriere ich Gelb-Licht weil es ja nur so kurz zu sehen ist und konzentriere mich auf grün oder rot. Leider kann ich diese Farben erst dann von all den anderen Lichtern unterscheiden, wenn der Lichtpunkt eine bestimmte Größe hat, das er mein verbliebenes Farbsehen anregt.

    Um Farben erkennen zu können brauche ich eine helle Umgebung und die Farbflächen müssen ziemlich groß sein. Die größten Probleme habe ich mit Mischtönen. Wenn z. B. ein farbiges Papier naß wird, dann wird es dunkler. In meinen Augen nimmt das Papier dann eine andere Farbe an. Farben werden ja aus den Grundfarben gemischt. Wo nomal Farbsichtige Grün sehen, erkenne ich nur grau mit einem verstärkten Kontrast. Da Farben ja gemischt werden und zusätzlich mit grau oder schwarz abgedunkelt werden, kann ich nicht unterscheiden, ob eben grün oder ein dunkles Rot beigemischt wurde, oder aber die Farbe mit schwarz abgedunkelt.

    Das schlimmste sind eben Grün-Mischtöne und Erdfarben. Die kann ich nicht zuordnen. Ich sehe zwar eine unterschiedliche "Farbigkeit", kann aber den Grundton bzw. die Beimischung nicht identifizieren. Das zeigt sich besonders bei Pflanzen. Wo ein normal Farbsichtiger beim Anblick einer Wiese die verschiedenen Pflanzenarten anhand ihrer Grüntöne unterscheidet sehe ich nur ein grünes Durcheinander und kann die verschiedenen Pflanzen nur anhand der Strukturen unterscheiden, die sich aus ihren Wuchsformen ergeben. Ich erkenne also verschiedene Pflanzen nur am Rhythmus der Strukturen die Stengel und Blätter in dem grünen Durcheinander der Wiese erzeugen.

    Ich fragte mich immer, was hat es eigentlich für einen Sinn so einen Farbsichtigkeitsfehler weiterzuvererben, wenn der Träger des Gens das Karnikel vor sich im Gras nihct erkennt? Das ist doch ziemlich schlecht für einen Jäger und Sammler. Es gibt einen Ausgleich, nämlich ein Kontrastverstärktes Sehen. Ich habe quasi Katzenaugen. Ich kann im Dunklen sehen.

    Als Schüler begleitete ich einen Schulfreund und seine Familie zum Camping in den Harz. Wir Jungs waren in einer Jugendherberge untergebracht, während seine Eltern und die kleine Schwester im Wohnwagen auf dem Campingplatz übernachteten. Wir mußten dann abends durch den unbeleuchteten Wald über die Bergkuppe in die Jugendherberge laufen. Eines Abends waren wir länger geblieben und das Wetter hatte gewechselt. Mit Einbruch der Dunkelheit zogen auch noch schwere Regenwolken auf. Wir ließen den Lichtkegel der letzten Straßenlampe hinter uns und gingen in den Wald. Plötzlich blieb mein Freund stehen und sagte: "Ich seh nichts mehr!". Ich war sehr verwundert. Es war doch alles da: Vor uns das dunkle Band des Weges, links und rechts davon als schwarzer Schatten die Gräben, neben uns in Dunkelgrau die dicht stehenden Bäum,e, vor uns noch dunkler der Verlauf des Weges und gegen den Himmel konnte man den Verlauf des Weges sehen, weil dort statt des Waldgraus doch das Himmelsgrau zu sehen war. Ich führte ihn wie einen Blinden durch diesen Wald und hatte diesen Vorfall dann für lange Zeit vergessen.

    Wir haben ein Quizspiel bei dem die richtigen Antworten auf die Fragen in einem rot/orangen Farbmuster versteckt sind. Man muß die Karte hinter einen roten Farbfilter halten um die Antwort zu lesen - wenn man normal Farbsichtig ist. Ich konnte die Antworten so lesen. Das verbesserte Kontrastsehen ist mir auch beim Auto fahren von Vorteil. Die A 45 ist eine meiner "Heimstrecken". Gerade im Spätherbst und Winter gerät man immer wieder in folgende Situation. Hinter mir scheint die niedrig stehende Sonne, vor mir schüttet sich eine Regenwolke aus. Die Autos und LKWs erzeugen eine Gischt, das man förmlich in einen weißen Nebel hineinfährt und der Glanz der weißen Tröpfchen blendet einen zusätzlich. Ich setzte dann eine Sonnenbrille auf. Die Lichtbrechungen der Tropfen auf der Windschutzscheibe verschwinden völlig. Das blendende Leuchten ist weg und ich kann in die Gischt hineinschauen und sehe die Fahrzeuge als dunkelgraue Schatten. Die Fähigkeit bei Sternenlicht sehen zu können war vielleicht für die Jagdgruppe ein Vorteil, wenn es einen gab, der die anderen durch die "Finsternis" sicher nach hause führte. In unserer elektrifizierten Welt ist das aber eine ziemlich brotlose Kunst.

    Farbfehlsichtigkeit wird über die weibliche Linie vererbt. Ich habe sie von meinem Großvater der völlig schwarz/weiß-sichtig war. Im dritten Reich, unter den Gesetzen der Rassenreinhaltung trickste die Familie, weil sie behauptete er hätte seine schwarz/weiss-Sichtigkeit aus dem 1. Weltkrieg mitgebracht, wo er nach einem Gasangriff verschüttet war. So einen "Kriegshelden" examiniert man natürlich nicht auf "Erbkrankheiten". Meine Mutter hatte sich diese Forderung nach "erbgesundem" Nachwuchs sehr zu Herzen genommen und sie hatte meinen Vater genauest befragt auf Erbkrankheiten in seiner Familie. Er war ja nun der einzige Überlebende, es gab also keine Tante Martha die man danach hätte fragen können. Um so peinlicher war es für meine Mutter, als ich mit 4 beim ersten Ostereier anmalen meine Eier in Schwarz-Grau anmalte. Das war für mich der stärkste "Farbkontrast" im Tuschkasten. Auch meine braunen Bäume mit den grünen Stämmen wurden ignoriert. So wurde mir meine Farbenblindheit erst wieder bewußt, als ich zum Führerschein antrat und mir der Augenarzt beim Sehtest diese Farbtafeln vorlegte. Von 12 Tafeln konnte ich nur die zwei erkennen, die zur Diagnose von gelb/blau-Fehlsichtigkeit verwendet wurden. Und mir wurde klar, warum ich in Chemie beim Lackmus-Test gescheitert war. Ich konnte den Farbumschlag des Testpapiers nicht sehen. Auch die anderen Farbwechselreaktionen waren von mir nicht eindeutig zu bestimmen und so habe ich immer geraten. Das Ergebnis war eine 4 und keine Karriere in der Chemie. Ich hatte auch einen Elektronikbaukasten geschenkt bekommen. Die Widerstände sind mit dünnen Farbringen kodiert. Die Widerstände dimensionieren den Strom, damit die Transistoren nicht durchbrennen. Ich konnte dunkelgrün nicht von weinrot und braun unterscheiden. Als ich den 2. Satz Transistoren für 20 Mark durchgebrannt hatte, war auch dieses Thema für mich erledigt.

    ALs ich die Schule abgeschlossen hatte stand ich natürlich vor der Frage was ich werden wollte. Erst wollte ich eigentlich Offizier werden. Der Bund nimmt aber keine Farbenblinden. Ich wäre auch gern, wie mein Vater und meine Schwester zur Polizei gegangen. Aber auch hier brauchte ich gar nicht erst anzufragen. Elektrotechnik schied aus, ich konnte nicht Mal Elektriker werden. Schließlich sind die Kabel farbkodiert und bei Starkstrom hört der Spasss auf. Ich kann gut zeichnen, aber ohne Farbsehen wird das nichts als Zeichner oder Designer oder Innenarchitekt. Büchsenmacher durfte ich nicht werden und so bin ich letzendlich bei der Programmierung gelandet. Denn Bits haben nur zwei Seiten, eine schwarze, eine weiße und von der Seite sind sie nicht zu sehen! Das braucht ihr jetzt nicht zu verstehen, das war ein Programmiererwitz, ich finde auch den Versuch eine Division durch Null zu programmieren witzig.

    Aber in der Programmierung zeigte sich eine weitere meiner Fähigkeiten. Ich kann Muster, Strukturen und Rhythmen erkennen, wo Normalsichtige von der Farbenpracht abgelenkt sind. Andererseits habe ich gerade in der Farbenpracht mein Defizit. Ich bin nicht in der Lage zur Farbe des Anzugs die richtige Krawatte, die richtigen Strümpfe und die passenden Schuhe zu wählen. Daher beschränke ich mich auf die Farben rot, weiß, schwarz, und blau. Die Socken sind Schwarz oder weiß >Punkt<. Dabei ist mir auch egal, dass eigentlich nur Michael Jackson weiße Strümpfe trägt. :D
    Und weil die Farbige Welt so kompliziert ist, habe ich mich gerächt, indem ich meiner Tochter in den Kindergarten eine Kombination aus orange, pink und lindgrün angezogen habe. Meinen Augen tut das NICHT weh! Es war aber keine Absicht, die Sachen waren gerade griffbereit und sauber und wie gesagt, mir tut das nicht weh!

    Mittlerweile habe ich aber gelernt Farben zu identifizieren. Ich weiß was mint ist, was petrol und aubergine. Das liegt an den genormten Farben, die die Industrie verwendet. Weil ja immer alles gleich sein soll, verlassen sich die Farbengestalter auf die Farbtafeln der Farbhersteller. Somit ist das rot auf der Tomatenmarktube das selbe wie auf dem Zierstreifen der Vollkorntoastpackung. Und wenn ich bei einem Arzt ins Wartezimmer gehe, und den Eindruck habe, der Raum sei grau gestrichen, dann weiß ich, es muß grün sein, denn diese Farbe soll ja beruhigend wirken.

    Unten seht ihr zwei Farbtafeln, einmal zum Test der rot/grün-Schwäche. Ich sehe da eine 19. Als Auflösung das ganze in gelb/blau. Wenn du die aber nicht erkennen kannst, dann siehst du schlechter als ich!

    Gruß, EO

    Waffenbesitz:

    Schauen wir uns Mal die Regeln für Sportschützen an:

    http://www.pro-waffen.de/waffen/wbk.html
    Zitat:
    Aufbewahrung von Waffen

    * bis zu 10 Langwaffen im sogenannten A-Schrank
    * Kurzwaffen im sogenannten B- oder 0-Schrank
    * Munition getrennt von der Waffe, ausgenommen die Aufbewahrung im B- oder 0-Schrank.

    Näheres soll eine noch zu erstellende Rechtsverordnung regeln.
    Zitat Ende
    So, und ihr glaubt, man kann eine Knarre zu Hause rumliegen lassen? :thumbdown:

    Für geerbte Waffen gibt es die Regelung, dass sie innerhalb von 4 Wochen bei Polizei oder Ordnungsamt angezeigt werden müssen und der Erbe bekommt die Möglichkeit die Waffen kurzfristig an Berechtigte zu verkaufen. Der Besitz als Erbe ist ohne die notwendigen Genehmigungen und den Bedarfsnachweis (Jagdausübung oder Sportschütze oder Waffenscheininhaber) nicht gestattet.

    Als Besitz darf man die geerbten Waffen nur halten, wenn sie Unbrauchbar gemacht werden durch eine anerkannte Stelle.

    Eine scharfe Waffe zu besitzen ist ein Straftatbestand. Natürlich gilt hier die Regel, wo keine Richter, da kein Henker. Aber man sollte tunlichst alles unterlassen, was die Behörde zu einer Haussuchung veranlassen könnte.

    Gruß, EO

    Moin, Pofet

    du machst es dir mit deiner Beurteilung etwas zu einfach. Stimmt, auf den ersten Blick scheint dieser Gesinnungswandel absurd. Und es ist auch richtig, dass Menschen, die im Polittheater außerhalb der "etablierten" Parteien mitmischen wollen irgend wie eine seltsame Persönlichkeit aufweisen. Das gilt allerdings auch für Michel Friedmann.

    Mir kommt diese Aktion, also das Gespräch zwischen Friedmann und Mahler wie Marionettentheater für Extremisten (Bernie und Ert) vor. Jeder versucht für seine Leute und die Masse der Wahlbürger den anderen "vorzuführen". Und jede Seite rupft natürlich Versatzstücke aus diesem "Gespräch" und zimmert daraus "Argumente" für die eigne Propaganda.

    Michel Friedmann ist mit seiner Art Gespräche zu führen keine Hilfe für die Sache der Juden und Mahler mit seiner agressiven Art die Gegenseite zu provozieren keine Hilfe für die Revisionisten. Ich denke, wir haben hier wieder einmal die Dialektik bei der Arbeit gesehen. Es wäre doch leicht Mahler im Knast verschwinden zu lassen und Friedmann in einem Kurhotel in Sankt Moritz, aber nein, beide werden in aller Öffentlichkeit aufeinander los gelasssen und das nennt sich dann politische Aufklärung!

    Ich habe mir das "Gespräch" nicht zu Ende durchgelesen, denn beide sind finstere Energievampire, mit denen ich nicht meine Zeit vergeuden möchte, zumindest nicht, indem ich so ein "Ereignis" nachvollziehe.

    Gruß, EO

    Ich weiß ja nicht wie euchs vorkommt aber ich finde es hier geradezu verhöhnend wenn hier über Brillen diskutiert wird anstatt mal andere Fakten zu berücksichtigen.

    Hallo Tempelritter,
    danke für deine Schilderung über die Umstände unter denen heute "Zuschauer", also Wahlbürger, sich über die Arbeit des Parlamentes Informieren dürfen. Letztendlich zeigt deine Schilderung, aber auch die Diskussion um die "Freimauerer-"Signale in der Presse, dass es sehr wohl eine rote Linie gibt, die die Zuchtelite von den Bürgern trennt. Es ist eben diese Linie, an der die Politiker beweisen müssen, dass sie zum Wohle der Lobbys agieren und nihct zum Wohle des Volkes. Umgekehrt sieht man auch an der Behandlung der Bürger im Bundestag, dass die Abgeordneten diese nicht als Ihresgleichen ansehen. Und sie haben Angst vor der Meinung des eigentlichen Souveräns, nämlich dem Wahlbürger. WIllkommen in der BRD 2.1 mit dem Upgrade Stasis 2.0!

    Hallo Eisbär,

    Zitat


    Mit Druck ausüben habe ich mich ein wenig unglücklich ausgedrückt. Mir ging es eher darum dass es den Schuldirektoren und den übergeordneten Verwaltungs- und Regierungsbehörden endlich gelingen muss, diese Misstände zu beheben. Die von mir geschilderten Folgen werden schliesslich grösstenteils durch diese Misstände verursacht.

    dein Lösungsvorschlag ist immer noch nicht differenziert genug. Die Schulrektoren sind die obersten Mangelverwalter. Die Kultusministerkonferenz bringt es seit Jahrezehnten nicht fertig einen einheitlichen Ausbildungskanon für alle Schulen Bundesweit zu beschließen. Warum nicht? Ganz einfach: Wenn sie das tun, werden sie selbst überflüssig. Dann bräuchte man nicht mehr für jedes Bundesland so einen Wasserkopf sondern nur noch eine Behörde, die die Ergebnisse für die ganze Bundesrepublik weiter führt und an die jeweiligen Veränderung in Wirtschaft und Wissenschaft anpasst.

    Schau dir nur die Auswirkung der Rechtschreibreform an. Das waren alles Studierte, die dieses Chaos angerichtet haben. Und da erwartest du, dass aus diesem System tatsächlich pragmatische Lösungen beschlossen werden, ja, dass diese Leute tatsächlich Mal eine objektive Ist-Aufnahme machen um dann die notwendigen Schritte einzuleiten?

    Natürlich ist es billiger die Schulen besser auszustatten, als den Schulverweigerern später Sozialhilfe zu zahlen, aber wir brauchen das Geld JETZT um die Bundeswehr in Afghanistan einzusetzen.Hier man man die Prioritäten der Politik sehen - ach ja und die Klimakatastrofe muß ja auch finanziert werden.

    Und die "notwendigen Schritte" ist eben die Eltern in die Verantwortung zu nehmen und Menschen, die das Grundgesetzt ablehnen als solche zur Kenntnis zu nehmen und ihnen die Rückkehr in ihre Heimat nahe zu legen - und überhaupt, was soll eine Lösung bringen, wenn der Zuzug von Leuten, die mit ihrem gesellschaftlichen Selbstverständnis 2 bis 3 Generationen hinterherhinken, nicht beendet wird? Ja, das ist unpopulär, d. h. nicht in der Bevölkerung, wohl aber beim Presserat, so was darf "man" ja nicht fordern.

    Die Wege des Herrn sind unergründlich.

    Hast du eigentlich eine Lizenz für Sophistereien?

    "Die Wege des Herrn sind unergründlich" bedeutet so viel wie "Ich habe keine Ahnung!"

    Wie sagte mein verstorbener Nachbar immer: "Wer weiß, wofür das wieder gut war!?" Das ist auch so eine Floskel, die die Hoffnung ausdrückt in all dem Durcheinander doch noch Struktur und Sinn zu finden.