Wie wäre es zunächst mal damit zu beginnen, nachzu lesen, was für Bedingungen, an das Fleisch und Schlachtung gestellt werden muss, damit es sich in der jüdischen Religion, als koscher bezeichnen darf. Das wäre der günstigste Startpunkt, bevor man anfängt irgendwas zu beurteilen oder sonstige Berichte hinzu zieht.
Da ich ja nicht so helle bin gehe ich lieber zu einem noch einfacheren Startpunkt: muss überhaupt ein Tier gewaltsam sein Leben lassen? Brauche ich das um mich gesund zu ernähren? Die klare Antwort die von jedem Vegetarier, Veganer, Rohköstler bewiesen wird lautet: nein. Wir können wunderbar(!) leben ohne einem Tier ein Haar zu krümmen.
Das töten, schlachte, schächten eines Tieres ist so oder so ein abscheulicher, perverser und gewalttätiger Akt! Selbst wenn jemand das Tier 'ganz sanft' tötet bleibt es ein Akt der Tötung der nur verharmlost werden soll. Man lullt sich selbst damit ein das das Tier ja kaum was spüren würde etc. Nur: wer Tiere als seine Freunde ansieht wird wohl kaum so denken, oder? Wer Tiere als seine Freunde bezeichnet, wie kann so jemand es dann überhaupt fertig bringen ein Stück Fleisch zu kauen? Wer Tiere als Freunde bezeichnet - seit wann tötet man Freunde? Wie würdet ihr reagieren wenn es um Menschen & Menschenfleisch ginge? Mit Abscheu, oder? Warum greift euer Abscheu nicht bei Tieren? (Diese eine Antwort möchte ich selbst gleich mitlieferen: weil euch dieser Abscheu von Eltern, Umfeld und Gesellschaft aberzogen wurde.)
Bezieht ihr diese Positionen und Fragen mal in euere Überlegungen mit ein würdet ihr merken das es ziemlich schnuppe ist ob und ggf. wie geschächtet wird. Schächten mag durchaus deutlich abartiger sein als irgendeine moderne, sanfte Methode, aber den Kern des Problems (Tier wird getötet) berührt ihr hier so gut wie gar nicht!!!
"Ein sauberer Schnitt" ist nicht weniger tötlich und nicht wesentlich weniger pervers als 20+ Stiche. Bei letzterem merkt ihr immerhin selber das das irgendwie eklig, abartig ist, nur bei ersterem halt nicht mehr 'weil man das heute eben so macht'.
Zu der unerfreulichen Nebendebatte (wer hat das größere Ego usw.): ob wir göttliche Wesen oder ein göttlicher Witz sind? Eine durchaus interessante Frage!
Nun, wie ja doch erfreulicherweise einigen hier klar ist, werden wir durch das System eher klein, dumm und unwissend gehalten. Ich erspare uns die Details, viele wissen ja zumindest in etwa was gemeint ist, kennen ein paar der Relevanten Aspekte etc.
Das wird doch wohl schon seinen Grund haben warum da solch immenser Aufwand betrieben wird, oder? Kosmische Witzbolde bräuchte man schliesslich nicht unterdrücken! Das sich mancher freiwillig und sogar gerne kleinreden lässt ist enorm schade. Erkennt erst mal euere eigene Größe, macht euch bewusst das ihr frei sein könntet, fühlt euere eigene Macht (die Macht über euch selbst; wer Macht über andere haben will ist krank)!
Auf der anderen Seite wiederum haben die Befürworter des kosmischen Witzes recht: trotz unserer Macht und Größe (die wir haben könnten) sollten wir uns nicht zu wichtig nehmen und nicht über andere Stellen. Auch mal über uns selbst lachen können usw.
Wie immer ist es der goldene Mittelweg zwischen diesen beiden Extremen der in die richtige Richtung weist.
Schöne Grüße
Glückskind