Ich habe mich gestern Abend mal angeschickt über dieses Thema etwas tiefgründiger nachzudenken. Ich denke der aufgeworfene Gedanke, nichts, d.h. keine Perlen, vor die Säue zu werfen ist ein, zur Zeit wohl der beste, Weg die Erkenntnis weiterzugeben.
Unser sein definiert die Summe aller Erfahrungen, nur ist das daraus Entstandene Ego nicht gewillt sich selbst aufzugeben. Dieses Wissen, wovon wir reden, ist doch so in der Art wie es Mate ausdrückt, "Weisheit ist Erkenntnis auf dem Weg zur Mitte". *1 Aber diese Aufopferung, diese Selbstaufgabe und die damit verbundene Angst, sich selbst in einem großen ganzen aufzulösen ist eher erschreckend. Wie macht man jemanden am besten begreiflich das die "Erleuchtung" eben nicht vom Geld abhängt, nicht von Hautfarbe, Geschlecht oder Stand, sondern einfach vom Willen sein Ego aufzulösen, die Araber nennen das "an-nafs as-safiya" - der Mensch gottgleich. Dieses Dogma ist in der heutigen materiellen Welt, die wie Illuminantus hoft, ein baldiges Ende findet, nur schwer vermittelbar. Niemand teilt gern, ohne einen Vorteil zu haben.
Den Logen bleibt nichts anderes übrig als die Stufen zur "Kristallisation" zu untergliedern, an diesem Punkt bleibe ich bei meiner These. Das Groß der Lehre und wie man es aufnimmt hängt vom Lehrenden, weniger vom Lernenden ab - aber darüber lässt sich auch streiten (was jetzt fehl am Platz wäre). Begibt man sich auf den Weg, ohne Wissen um das Ziel, bleibt jegliches Ritual nur ein Placebo, eben nur ein Schatten um sich und sein Ego zu befriedigen - Wolllust, eben nur triviale, triebhafte Freude.
Nun hat Shiva recht, das Wissen liegt in uns, die Lehre, egal welche, zeigt den Weg dahin und ist oftmals mit dem was wir unter Anstrengungen und Mühen verstehen verbunden. Allein diese Diskussion hat wahrscheinlich den ein oder anderem mehr Wissen vermittelt als das Lesen irgendwelcher Zauber- oder Esotherikbücher.
*1 - Zitat Mate