Auf diese Weise versucht er halt, in der Bevölkerung Unterstützung für den Einsatz zu gewinnen. Und anscheinend wirkt es auch, es wurde irgendwo vor ein paar Tagen eine Studie genannt, die belegt, dass das Verhältnis der Bürger zur Bundeswehr immer "entspannter" würde. Kann aber auch Meinungsmache sein.
Gewissermaßen hat er auch Recht. Dadurch, dass die Bundeswehr dort mitmischt, steigt natürlich auch die Aversion der Einwohner gegen die Deutschen im Allgemeinen. Wodurch ein Angriff auf die Bundeswehr auch zum Angriff auf "die Deutschen" wird. Man unterscheidet da nicht mehr so genau, wenn man direkt involviert ist.
Beiträge von Illuminatus
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Zitat von EquinoX
Denn wenn, alle/viele Rothschilds und Rockefeller etc. dafür verantwortlich wären, müssten doch alle genetisch bedingt, schon geisteskrank sein.Ob es eine genetische Veranlagung für Kriminalität gibt, ist anscheinend noch nicht so ganz klar. Aber die muss es auch nicht geben, wenn der Familienclan autoritär seine kriminellen Absichten durchsetzen würde. Es könnte eine Art Regel-Codex geben, der traditionell befolgt wird. Dass da einzelne nicht mitspielen wollen, wäre natürlich auch möglich. Aber wer weiß, was die Konsequenzen sind. Das nur so als theoretisches Gedankenspiel.
Ja, da muss man scharf differenzieren.
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Ja, die römische Besatzung hat ihre Spuren hinterlassen, auch durch die Kirche, ebenso wie die französische durch Napoleon und die amerikanische nach dem zweiten Weltkrieg. Immer wurde daraus eine art "Modesprache". Die Griechen allerdings haben's auch ohne Krieg geschafft, ihre Sprache hier zu etablieren. Sicher gibts viele Fremdwörter im Deutschen, auch aus Sprachen, von denen man es sich gar nicht vorstellen könnte, wie sie hier her gefunden haben. Da gibt es ganze Bücher und Lexika (erwischt) darüber. Worte können sich aber im Volk auch ganz ohne fremde Hilfe entwickeln. Nämlich über knappe Umschreibungen, die sich im Laufe der Zeit eben zu eigenständigen Wörtern entwickelt haben. Heute ist das kaum noch vorstellbar, da die Sprachentwicklung dadurch, dass alle die Sprache aus Büchern lernen, sozusagen versteinert ist. Neue Worte kommen nun häufiger von außen. Obwohl, es gibt ja Neologismen.
Diß kraut würt auch sonst gebraucht, wider die schäden die die hexen den leuten zufügen, und das uff mancherley weiße, noch gelegenheit des widerfarenden schadens, nicht on sonderliche supersticion und magia. Würt deßhalb in sonderheyt Nachtschatt genannt.
(Otto Brunfels, 1532) -
Hier ein paar interessante Links zur deutschen Sprache.
Zwiebelfisch - Der Autor von "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" schreibt hier immer wieder sehr unterhaltsame und informative Kolumnen zur deutschen Sprache.
Der Link von Hannibal war sehr gut.
Wortwarte - Eine ständig aktualisierte Sammlung von Neologismen
Gesellschaft zur Stärkung der Verben - "Herzlich willkommen bei der Gesellschaft zur Stärkung der Verben, einer Anlaufstelle für schwache Verben und hässliche Substantive aller Sprachen, denen der Weg aus dem Regelmaß erlirchten werden soll."
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Zitat von Cherub
Generell ist jede Verschlüsselung knackbar, wenn die verschlüsselten Dateien nur lange genug mit Supercomputern bearbeitet werden.Du kannst ja mal ein bisschen recherchieren, bzw. die Links lesen. Es ist aus logischen Gründen nicht möglich, diesen Code zu knacken, da es keine sich wiederholenden Sequenzen gibt. Jeder neue Buchstabe hat einen eigenen, neuen, zufallsgenerierten Schlüssel. Der gleiche Buchstabe hat beim nächsten Auftauchen wiederum einen anderen Schlüssel.
"Das OTP ist informationstheoretisch sicher und kann nachweislich nicht gebrochen werden"
"Das Einmalschlüssel-Verfahren hingegen basiert auf der Verwendung eines Schlüssels, dessen Länge so groß ist, dass zum Zwecke der Verschlüsselung jedes Zeichen des Klartextes mit einem anderen Zeichen des Schlüssels kombiniert werden kann.
Daraus folgt, dass es informationstheoretisch sicher ist und nicht entziffert werden kann, wenn bestimmungsgemäß der Schlüssel nur einmal zur Verschlüsselung verwendet wird. Allein mit Kenntnis des Schlüssels kann der Geheimtext entschlüsselt werden."
Kryptoanalytisch lässt sich da einfach nichts machen.
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Bereits seit den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts (bis zum heutigen Tage) wird ein Verschlüsselungsverfahren verwendet, welches bewiesenermaßen nicht zu knacken ist. Es nennt sich One-Time-Pad (Einmal-Block oder auch Vernam-Algorithmus) und wurde auch von der Weimarer Republik unter dem Namen I-Wurm benutzt.
Diese Methode gewährt eine unübertroffene Sicherheit und selbst modernstes AES kann da nicht mithalten.
Der Haken: Der Schlüssel ist mindestens genau so lang, wie der zu übermittelnde Text, respektive der Quellcode der Datei. Das ist für mancherlei Anwendung etwas unpraktikabel, weil man den Schlüssel ja dem Empfänger der Daten irgendwie zukommen lassen muss. Und zwar nicht über den gleichen Kanal, wie die verschlüsselten Daten, weil sonst jeder, der die Leitung abhört, gleich dem rechtmäßigen Empfänger auch den Schlüssel erhalten würde. Für jeden neuen Satz, den man versendet, müsste gleich ein neuer Zufallsschlüssel mitgeliefert werden.
Das ganze erinnert vielleicht so ein bisschen an den fiktiven Diabolus-Algorithmus (Dan Brown), der allerdings nur scheinbar unknackbar war (In Wahrheit war es ein Wurm, anstatt einer verschlüsselten Datei, der den Entschlüsselungscomputer der NSA lahm gelegt hatte).
Mein Fazit: One-Time-Pad wäre ein schönes Feature für die neue TrueCrypt-Version.Links:
http://kuno-kohn.de/crypto/crypto/otp.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Truecrypt und Download
http://de.wikipedia.org/wiki/One-Time-Pad
http://www.aspheute.com/artikel/20010924.htm (Vernam-Algorithmus) -
Zitat von Pustekuchen
Kanten mag ich haben , denke aber das(s) ich die Nettiquette nicht allzu unverzeihlich ramponiert habe.Ich kenne niemanden der perfekt ist, inklusive mich selbst. Und für Verzeihung ist heute ein guter Tag.
Zitat von Pustekuchen
Politische Korrektheit ist nicht von meinem InterresseKann man auch den Diplomaten überlassen. Anderswo ist sie selten angebracht.
Zitat von Pustekuchen
lediglich eine Parodie zielgerichteter investigativer Berichterstattung, da es einfach eine obskure Erfahrung für mich war hier als Zitat aufzutauchen. *schmunzel*Kann ich verstehen. Ich wäre mit Sicherheit auch überrascht, wenn man mich irgendwo zitieren würde, ohne dass ich davon weiß. Aber als Person, die oft im öffentlichen Rampenlicht steht, gewöhnt man sich auch daran. Und im Internet ist fast alles irgendwie öffentlich, wenn man nicht gut aufpasst.
Zitat von Pustekuchen
" War "zur wahrheit" nicht eine Freimaurerlodge ?
Gut möglich, wäre doch auch passend, im Geiste der Aufklärung."Haha, wahre Worte aus ihren Tasten. Für mich allerdings ein wenig unverständlich wieso man das auf Freimaurer reflektiert und woanders eine Mitgliedszeitung als Indiez für Ausbeutung deutet, aber ja, das waren nicht Sie, sondern ein anderes Mitglied des Forums. Representativ oder nicht , das ist immer so eine Sache, nicht wahr ?
Stimmt, da haben Sie vollkommen Recht. Man muss das differenzierter betrachten. Nur weil zwei Leute in der gleichen Gemeinschaft oder im gleichen Forum sind, teilen sie nicht automatisch die selben Überzeugungen.
Zitat von Pustekuchen
Was für einen Nutzen hat es das zu erfahren und geht es dabei um die IP Liste oder die Band ?
Die IPs der Mitglieder wird man so nicht herausfinden können, dafür müsste man sich in den Server selbst einhacken und die Zugriffe auswerten. Oder beim Provider sitzen. Einen Nutzen sehe ich darin allerdings auch nicht. Außer dass man andere, auf dem selben Server gehostete, Seiten identifizieren kann.
Zitat von Pustekuchen
Ohne representativ sprechen zu wollen, es steht doch viel auf der Heimseite, was ist an zb Seth dann noch spektakuläres ? Es ist doch eher zu erwarten solche Gottheiten im Kontext mit den allgemeinen Interressefeldern von diversen LHPlern und ähnlichen Konsorten in Gesprächen untereinander aufzuschnappen ?Stimmt. Ich sehe den LHP nicht als zielführenden Weg. Bestenfalls kommt man am Ende auch "nur" nach Roma (Mille viae ducunt hominem per saecula Romam). Aber andere können anderer Ansicht sein. Muss jeder für sich selbst entscheiden, man kann darüber nur schwer diskutieren. Ich habe es schon versucht.
Zitat von Pustekuchen
Wobei ich nachwievor ein bischen Probleme habe Illuminaten und Freimaurer gleichzusetzen, immerhin ist der Illuminatenbund eher aus Abneigung gegenüber Freimaurern entstanden, wenn ich mich nicht falsch entsinne.Ja, das muss man schon unterscheiden. Ob die Illuminaten mittlerweile tatsächlich auf dem 33. Grad des AASR sitzen, ich weiß es nicht.
Zitat von Pustekuchen
Ich finde Schürzen lediglich amüsant und manch andere Lebensstile etwas sehr invasiv und daher journalistisch vorerst prägnanter.Von Freimaurern liest man im Internet an jeder Ecke etwas. Meist in Verbindung mit Weltverschwörung. Das Thema ist ausgelutscht, könnte man sagen. Es kommen keine neuen Informationen mehr. Und wahrscheinlich waren die alten auch erfunden.
Zitat von Pustekuchen
Eine Toleranzschwelle hat jeder , daher kann man jedem Menschen leicht entweder Intolleranz oder Passivität vorwerfen.Ohne allgemeingültige moralische Werte anzuerkennen, trifft das zu.
Zitat von Pustekuchen
Es verhält sich anders wenn man über Gruppen urteilt mit denen man nichts zu tun hatte, wenn ich beispielsweise über Muslime urteilen würde aber noch nie mit verschiedenen unterschiedlichen Muslimen zu tun hatte, sie nicht ausgiebig befrage, Diskussionen halte etc.Sehr richtig, Vorurteile verschleiern den Blick auf die Realität. Man muss nicht noch künstlich weitere Splitter zum Balken in den eigenen Augen hinzufügen.
Zitat von Pustekuchen
Meinetwegen beobachtet man den Zusammenhang der Schlümpfe mit der Nachkriegsgeschichte, es mag sicher immer wieder neue überraschende Resultate geben.Carl Barks war zum Beispiel auch sehr Zeitkritisch, auch wenn er es abstritt. Mit offenem Ajna erschließen sich einem Zusammenhänge, über die die übrige Welt närrisch lacht.
Zitat von Pustekuchen
Unwissend ihrer persönlichen Hobbies, Persönlichkeit und Neigungen , ich nehme an sie würden vermutlich auch verdutzt und etwas irritiert sein, wenn sie in einem botanischen Garten Kuttengewandeten begegnen die plötzlich ihren Namen erwähen und meinen, man müsse am Ball bleiben ?Doch, die Vorstellung gefällt mir, wäre bestimmt amüsant.

Natürlich wäre ich auch irritiert.Zitat von Pustekuchen
So eine Situation ist lediglich neu für mich. Vielleicht ein kleiner Einblick für mich in die Welt des Journalismus und der Zielpersonen ?Können Sie so auffassen, das ist eine konstruktive Art mit der Situation umzugehen.
Zitat von Pustekuchen
Ich habe nur manchmal den Eindruck Menschen mit etwas ungewöhnlichen Interressen(-ausprägungen) werden sehr schnell als etwas störendes wahrgenommen ohne das ein rationaler Grund vorliegt, aber vielleicht ist dies nur meine lebhafte Fantasie oder Überinterpretation von Angstmechanismen innerhalb menschlicher Verhaltensmuster.Das stimmt, das war wohl schon immer so. Die "anderen" könnten ja eine Veränderung verursachen. Und davor hat man Angst, man weiß ja nie was am Ende dabei herauskommt. Die Trägheit der Masse.
Im Übrigen entschuldige ich mich bei Ihnen für die Verursachten Unannehmlichkeiten und möchte mich auch vom Startbeitrag distanzieren. Ich sehe die Situation nach diesen (fast) drei Jahren etwas anders.
Frohes Ostern :idea:
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Hallo Pustekuchen und Glückwunsch zum ersten Beitrag in diesem Forum. Schön dass auch jahrealte Artikel noch ausgegraben werden können.
Zitat von Pustekuchen
Also bisher hat mich vorallem Schäublis Sammelwut angewiedert, aber ist das normal das man Leuten hinterherschnüffelt ? o_OEine etwas wertneutralere Bezeichnung wäre "investigativer Journalismus", hier vielleicht auf unterster Laienebene.
[Es heißt "angewidert", ohne E, weil es nichts mit einer WiEderholung zu tun hat. Das Wort kommt von "widerlich". Verwandt wären folgende Beispiele: "Die Gothen kämpften wider die Römer." oder: "Die Wellen brandeten wider die Kaimauer." "Wider" also im Sinne von "gegen". *]Zitat von Pustekuchen
"Übrigens hat der FOX Besitzer myspace vor kurzem aufgekauft, nur so am Rande"Was das soll ? Hast du dir schonmal die Userbedingungen bei myspace angeschaut ? Du kannst dort nach amerikanischem Gericht verurteilt werden, und wie der Informierte wissen sollte werden dort die seltsamsten Gesetze durchgedrückt.
Das diese Community nun in die gierigen Hände von Fox gefallen ist , find ich einfach zum erbrechen und Besorgniss erregend , das soll das bedeuten - _ -Deshalb war der Kommentar ja auch so interessant.
Zitat von Pustekuchen
Das ich also in ner Community wusel , in der Fam. Bush die Finger drin hat, da wird mir halt mulmig. Is das so abnormal und krank ???Nein, nachvollziehbar.
Zitat von Pustekuchen
Wenn du was von mir wissen willst hättest auch einfach ne PM schicken könnenHätte ich machen können, bin da aber nicht angemeldet und verspürte auch keine besondere Lust dazu, gerade nach der FOX-Geschichte. Aber du hast mich ja auch so gefunden. Was sind schon ein paar Sonnenumrundungen für die Äonen auf der Weltenbühne, auf welcher wir unsere Rolle bis zum Ende der Zeiten Spielen!
Zitat von Pustekuchenim Gegensatz zu anderen Menschen brauchst du auch keine Sorgen haben das ich IPs rausfische
Das bedeutet ja, dass ich mir zwar keine Sorgen machen muss, dass du meine IP ausliest, aber andere sollten diesbezüglich schon vorsichtig sein.
[Wo man "welches" und "jenes" nicht als Ersatz für "das" verwenden kann, schreibt man es mit Doppel-S.]
Ja, du kannst bei Myspace auch nur sehr schwer die IP des Absenders einer Nachricht lesen, da zumindest ein Myspace-Server dazwischen liegt (wenn nicht sogar ein Proxy-Netzwerk in Mixkaskaden-Form zur Kommunikation verwendet wird). Auf den "eMail-Header" hast du da ja keinen Zugriff.Zitat von Pustekuchen
Gut das ich nich erst vorhin beim Colaweizen über die NWO abgingGute Übung in Selbstbeherrschung.
Zitat von Pustekuchen
Und nebenbei, ich bin nicht sehr tief in DR unterwegs und hab bisher eher nette Menschen getroffen. Jedenfalls netter und toleranter als die Piusbrüder.OK, du warst nicht im inneren Zirkel. Dann wäre es auch nicht klug, wenn man dir mit unfreundlichen Umgangsformen und Intoleranz begegnet wäre, würde man doch einen potentiellen Aspiranten (oder Kunden) verschrecken.
Da du die Freundlichkeit und Toleranz der Mitglieder des Ordens "Dragon Rouge" so gut mit jener der Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X. (welche du wohl mit "Piusbrüder" meintest) vergleichen kannst, gehe ich einmal davon aus, dass du auch Mitglied der FSSPX warst.Zitat von Pustekuchen
Vielleicht liest du mal deren paranoiden Mitgliedsblätter durch oder denkst über den Vatikan nach als auf meinem Profil rumzuwurschteln.Würde mich wirklich interessieren. Hast du dazu mal einen Link?
Der Vatikan hat aber doch nicht so viel mit deinem Profil zu tun.
[Es muss heißen: "ihre paranoiden Mitgliedsblätter", denn da gehört - nach dem Kontext zu urteilen - kein Relativpronomen hin, also brauchst du ein Possessivpronomen. Dass ein Blatt Papier nicht paranoid sein kann, ist klar. Ich identifiziere es also als Personifikation. *]Zitat von Pustekuchen
Sag mir bescheid wenn du was ganz spannendes gefunden hast, ich ess jetzt nen Apfel und geh später aufs Klo. Noch Informationsbedarf ?Verzeih mir bitte, dass ich dich nicht persönlich informieren werde, aber du kannst ja immer wieder mal im Forum vorbeischauen.
Was du isst und wann du exkrementierst, musst du hier nicht sagen. Dafür ist Twitter wohl die geeignetere Plattform.Zitat von Pustekuchen
genug der Aufklärungsarbeit.
warte.
War "zur wahrheit" nicht eine Freimaurerlodge ?Gut möglich, wäre doch auch passend, im Geiste der Aufklärung.
Zitat von Pustekuchen
:cool: muss ich hier jetzt ne ulkige Schürze tragen ?Das wird dir meiner Einschätzung nach niemand hier vorschreiben, aber, wenn du das gerne möchtest, auch keiner verbieten.
Zitat von Pustekuchen
btw ich bin ein Mensch. Denn der Määäähnsch ist Määäähnsch
Ich mag dieses Lied auch nicht. Denn der Wolkenkratzer heißt Wolkenkratzer, weil er herumsteht und an den Wolken kratzt.
[size=xx-small]* Verbesserungen dienen nicht dem persönlichen Angriff, sondern sind als konstruktive Kritik zu bewerten. Auf einzelne Vertipper und falsche oder fehlende Satzzeichen habe ich bewusst nicht geachtet.[/size]
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Die Aktivität ist wirklich relativ niedrig im Vergleich dazu, wie es mal war. Aber von Sperrungen weiß ich nichts, wenn das mit Säuberungsaktion gemeint war (kann den Thread nicht aufrufen, ist für Nichtregistrierte gesperrt). Einige haben - aus mir nicht ganz einleuchtenden Gründen - freiwillig aufgehört, zu schreiben und haben das auch angekündigt. Sperrungen sind auch vorgekommen, aber die paar, welche ich mitbekommen habe, waren wohl verdient.
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Zitat von PaleRo
Sicherlich geht es überhaupt nicht um Kirchen-Bashing.Mir ist aufgefallen, dass die Medien fast durchweg Kirchenkritisch um nicht zu sagen -feindlich berichten. Und die tumbe Meute schnappt das gierig auf und papageit es nach. Eine Reportage über kirchliche Hilfsprojekte, oder wirkliche Auseinandersetzung mit den Glaubensinhalten, ist die Ausnahme. Letzteres geschieht häufig genug bei anderen Religionen. Zum Beispiel sieht man immer wieder Reportagen über's Judentum (auch nicht uninteressant), dabei gibt es weltweit gerade mal ca. 14 Mio. Juden bei 2,1 Milliarden Christen (etwa 1/3 der Menschheit). Liegt es daran, dass wir ja schon als Christen aufgewachsen sind und deshalb unsere Religion in- und auswendig kennten? Schön wär's, die Unwissenheit diesbezüglich ist erschreckend. Ich will sicher nicht, dass man Tag und Nacht Kirchenpropaganda ausstrahlt. Aber immer nur Skandalmeldungen (möglichst aufgebauscht) verfälschen auch den Blick auf die Tatsachen. Etwas Ausgewogenheit und beidseitige Beleuchtung würde ich mir wünschen.
Zitat von PaleRo
Durch das Zölibat wird die Kirche automatisch zum Magneten für allerlei Arten von Menschen denen das Zölibat "Vorteile" bringt.Nebst den Pfarrern gibt es noch viele "Berufsgruppen" unter die sich Pädophile mit Wonne mischen. Es gibt viele Lehrer oder Trainer von Jugendmanschaften die sich wohl mehr aus Interesse an den Kindern und Jugendlichen als aus Freude am Beruf oder Hobby diesen Arbeiten widmen.
Das wäre schon möglich, aber ich persönlich denke, es ist eher unwahrscheinlich, dass jemand mit dem Vorsatz zum Kindesmissbrauch den ganzen langen Weg zum geweihten Priester beschreitet. Da gibt es wesentlich naheliegendere Möglichkeiten. Wie du sagtest, zum Beispiel Trainer oder Kindergärtner, Clubleiter usw.. Pfarrer wird man nicht mal eben so nebenbei, aus Jux und Tollerei. U.a. gehört dazu ein mindestens fünfjähriges, abgeschlossenes, philosophisch-theologisches Studium. Psychische Erkrankungen sind z.B. auch ein Hindernis, aber manches lässt sich nun einmal schwer vorher feststellen. Also es gibt einfachere Wege um an Kinder zu kommen.
Was möglicherweise eine Rolle gespielt haben könnte, ist tatsächlich die Keuschheit. Frauen sind tabu und man kommt nicht ohne weiteres unauffällig an sie ran. Wenn man es nicht schafft, den Trieb zu sublimieren, will sich dieser irgendwie anders manifestieren. Unterdrückung ist schon aus psychologischer Sicht absolut nicht ratsam. Da kann es schon zu krankhaften Geisteshaltungen kommen.
Zitat von PaleRo
Tatsache ist es jedoch dass es die katholische Kirche durch jahrhundertelange
Erfahrung gelehrt hat, Ihre Skandale (uneheliche Kinder von Pfarrern und kinderschändende Pfarrer...) so gut wie möglich unter den Teppich zu kehren.Sowas ist wohl schon immer wieder mal vorgekommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, bemüht sich der Vatikan im Moment auch gerade darum, diesen Missstand möglichst zu beheben. Ob das nur geschieht, damit die Leute auch brav weiter Kirchensteuer zahlen, oder ob es von Herzen kommt, können wir kaum beurteilen. Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Eine Mischung aus beidem.
Edit: Gebt doch mal "Kirche" bei "Bild de" ein. Gut festhalten

[Blockierte Grafik: http://i1.fastup.de/view.asp?file=logo__site-01.bmp]
Spiegel dagegen, diesmal nicht ganz so einseitig (Die Kultur-Abteilung ist eigentlich ganz nett. Ab und zu.).
http://www.spiegel.de/kultur/gesells…,686008,00.html"Natürlich bin ich empört über die Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche. Genauso empören mich die Missbrauchsfälle in Rudervereinen und Gesangsgruppen und Reformschulen. Werde ich meinem Sohn daher verbieten, zu rudern oder zu singen und an liberalem Unterricht teilzunehmen? Wohl kaum. Werde ich nun den Wetterbericht ignorieren, weil Kachelmann in U-Haft sitzt? Sicher nicht."
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Am aktuellen Beispiel bezüglich der Missbrauchsfälle: Jetzt hat der Vatikan den Hirtenbrief an die irischen Katholiken publiziert, in welchem u.a. Mitgefühl für die Opfer bekundigt wird. Diese Veröffentlichung war schon länger geplant. Die deutschen Medienanstalten drehen mal wieder durch und posaunen herum, dass darin keine Rede von den deutschen Opfern wäre. Ja wie denn auch, der Brief war gar nicht an die Deutschen gerichtet! Auch kann man doch wohl davon ausgehen, dass der Vatikan die deutschen Opfer nicht in böser Absicht ausgespart hat. Warum sollte er? Eine Veröffentlichung diesbezüglich soll übrigens schon in Arbeit sein. Warum so spät erst? Weil die Entwicklungen in Irland weitgehend abgeschlossen sind, während in Deutschland noch ermittelt wird.
Spiegel schreibt:
Wider Erwarten aber findet sich in dem Hirtenbrief keine explizite Aussage zu den Missbrauchsfällen in Deutschland.
Das ist falsch. Vielleicht haben die Spiegel Online Journaillen das erwartet, aber wie die drauf kommen, bleibt ein Rätsel.
Der Vatikan fällt selten durch überhastete Aktionen auf und wird sich auch nicht durch den Aufschrei sämtlicher Medien dazu verleiten lassen.Wieso dauernd solche scheinbaren Skandalmeldungen über die Kirche? Diese Verbrechen gibt es überall und wenn da ein paar von 1,147 Milliarden Katholiken daran beteiligt sind, ist das nicht verwunderlich, aber - angesichts des eigentlichen Sinnes der Kirche - natürlich besonders schlimm für die Kirche. Für die Opfer sowieso.
Jürgen Liminski gestern im TV: Hier wird ein systematisches Kirchen-Bashing betrieben.
Offenbar soll der Eindruck vermittelt werden, dass die Kirche als ganzes verwerflich sei, was bei ein bisschen objektiverer Betrachtung das Gegenteil der faktischen Gegebenheiten darstellt. Dass die Täter im Sinne der Kirche gehandelt haben, wird doch wohl kaum jemand unterstellen.
Hier der Hirtenbrief in deutscher Übersetzung:
<Zitat>
Hirtenbrief
Des Heiligen Vaters
Papst Benedikt XVI.
An die Katholiken in IrlandDies ist eine nicht-offizielle Übersetzung
1. Liebe Schwestern und Brüder, mit großer Sorge schreibe ich euch als Hirt der weltweiten Kirche. Wie Euch haben auch mich die Informationen über den Missbrauch an Kindern und Schutzbefohlenen durch Mitglieder der Kirche Irlands, besonders durch Priester und Ordensleute, sehr beunruhigt. Ich kann die Bestürzung und das Gefühl des Vertrauensbruchs nur teilen, das so viele von euch beim Erfahren dieser sündhaften und kriminellen Taten und der Art der Autoritäten der Kirche, damit umzugehen, erfahren haben.
Wie ihr wisst habe ich erst kürzlich die irischen Bischöfe zu einem Treffen hier in Rom eingeladen, dass sie über ihren Umgang mit diesen Angelegenheiten in der Vergangenheit berichten und um die Schritte aufzuzeigen, die sie unternommen haben, um auf diese schwerwiegende Situation zu reagieren. Gemeinsam mit höheren Verantwortlichen der römischen Kurie habe ich gehört, was sie, sowohl einzeln als auch als Gruppe, zu der Analyse der begangenen Fehler und der gelernten Lektionen, als auch in der Darstellung der Programme und jetzt geltenden Richtlinien zu sagen hatten. Unsere Diskussionen waren offen und konstruktiv. Ich bin zuversichtlich, dass resultierend aus diesen Gesprächen die Bischöfe nun besser in der Lage sind, die Aufgabe zu übernehmen, die vergangenen Ungerechtigkeiten wieder gut zu machen und das weitergehende Thema des Missbrauchs an Minderjährigen in einer Weise anzugehen, die den Anforderungen der Justiz und der Lehre des Evangeliums entspricht.
2. Die Schwere der Vergehen und die oftmals unangemessenen Reaktion der kirchlichen Autoritäten in eurem Land erwägend habe ich entschieden, diesen Hirtenbrief zu schreiben, um meine Nähe zu euch auszudrücken und einen Weg der Heilung, der Erneuerung und der Wiedergutmachung vorzuschlagen.
Wie viele in Eurem Land betont haben: es ist wahr, dass das Problem des Missbrauchs von Kindern weder ein rein irisches noch ein rein kirchliches ist. Trotzdem ist Eure Aufgabe nun, das Problem des Missbrauchs aufzuarbeiten, das in der irischen katholischen Gemeinschaft entstanden ist, und dies mit Mut und Bestimmtheit zu tun. Niemand erwartet, dass diese schmerzhafte Situation sich schnell lösen lässt. Wirklicher Fortschritt ist gemacht worden, aber es bleibt noch viel zu tun. Durchhaltevermögen und Gebet sind nötig, mit großem Vertrauen in die heilende Kraft der Gnade Gottes.
Gleichzeitig muss ich aber auch meine Überzeugung mitteilen, dass die Kirche in Irland, um von dieser tiefen Wunde zu genesen, die schwere Sünde gegen schutzlose Kinder vor Gott und vor anderen offen zugeben muss. Solch eine Anerkennung, begleitet durch ernste Reue für die Verletzung dieser Opfer und ihrer Familien, muss zu einer gemeinsamen Anstrengung führen, um den Schutz von Kindern vor ähnlichen Verbrechen in der Zukunft sicher zu stellen.
Da Ihr nun die Herausforderungen des Augenblicks auf euch nehmt bitte ich euch, „blickt auf den Felsen, aus dem ihr herausgehauen seid“ (Jesaja 51:1). Bedenkt den großherzigen und oft heroischen Beitrag, den vergangene Generationen irischer Männer und Frauen für die Kirche und die ganze Menschheit geleistet haben. Lasst Euch das Ansporn sein für eine ehrliche Selbstbetrachtung und ein engagiertes Programm kirchlicher und persönlicher Erneuerung. Ich bete dafür, dass die Kirche in Irland, durch den Beistand der vielen Heiligen und gereinigt durch Reue, die augenblickliche Krise überwindet und erneut ein Zeuge für die Wahrheit und die Güte des allmächtigen Gottes wird, die sich zeigt in seinem Sohn Jesus Christus.
3. In der Geschichte waren die Katholiken Irlands immer eine starke Kraft für das Gute, in der Heimat und außerhalb. Keltische Mönche wie der heilige Kolumban haben das Evangelium in Westeuropa verbreitet und das Fundament für die mittelalterliche Klosterkultur gelegt. Die Ideale von Heiligkeit, Nächstenliebe und transzendenter Weisheit, geboren aus dem christlichen Glauben, fanden ihren Ausdruck in den Kirchen und Klöstern, in den Schulen, Bibliotheken und Hospitälern, die alle daran mitwirkten, die geistige Identität Europas zu festigen. Diese irischen Missionare haben ihre Stärke aus dem festen Glauben, der starken Leitung und der aufrechtem Verhalten der Kirche in ihrem Mutterland gewonnen.
Beginnend mit dem 16. Jahrhundert haben die Katholiken in Irland eine lange Zeit der Verfolgung erdulden müssen, während derer sie sich mühten, die Flamme des Glaubens unter gefährlichen und schwierigen Umständen lebendig zu halten. Der Heilige Oliver Plunkett, der Märtyrerbischof von Armagh, ist das berühmteste Beispiel einer ganzen Schar von mutigen Söhnen und Töchtern Irlands, die bereit waren, ihr Leben aus Treue zum Evangelium hinzugeben. Nach der katholischen Emanzipation war die Kirche frei, neu zu wachsen. Familien und zahllose Einzelne, die den Glauben in Zeiten der Prüfung erhalten haben, wurden zum Auslöser für das große Wiederaufleben des irischen Katholizismus im 19. Jahrhundert. Die Kirche bot Bildung, besonders für die Armen, und leistete dadurch ihren Beitrag zur Gesellschaft Irlands. Zu den Früchten des Wachsens der neuen katholischen Schulen gehörte eine Zunahme in Berufungen: Generationen von Missionaren, Schwestern und Brüdern, haben ihr Heimatland verlassen um auf allen Kontinenten zu dienen, besonders in der englischsprachigen Welt. Bemerkenswert waren nicht nur ihre große Zahl, sondern auch die Stärke ihres Glaubens und die Standhaftigkeit ihres pastoralen Engagements. Viele Bistümer, besonders in Afrika, Amerika und Australien, haben von der Präsenz irischer Geistlicher und Ordensleute profitiert, die das Evangelium verkündeten und Pfarreien, Schulen, Universitäten und Krankenhäuser gründeten, die sowohl den Katholiken als auch der gesamten Gesellschaft dienten, mit besonderem Augenmerk auf die Bedürfnisse der Armen.
In fast jeder Familie in Irland gibt es jemanden – einen Sohn oder eine Tochter, einen Onkel oder eine Tante – der sein Leben der Kirche gegeben hat. Irische Familien würdigen und schätzen zu Recht die Ihren, die ihr Leben Christus geweiht haben, die das Geschenk des Glaubens mit anderen Teilen und aus diesem Glauben Taten folgen lassen, in liebendem Dienst an Gott und dem Nächsten.
4. In den vergangenen Dekaden hatte die Kirche in Eurem Land jedoch neue und schwere Herausforderungen für den Glauben durch die rasche Transformation und Säkularisierung der irischen Gesellschaft zu bestehen. Der schnelllebige soziale Wandel hat oft genug das traditionelle Festhalten der Menschen an den katholischen Lehren und Werten beeinträchtigt. Viel zu oft wurden die sakramentalen und andächtigen Gebräuche vernachlässigt, die den Glauben erhalten und ihm erlauben, zu wachsen, wie etwa die regelmäßige Beichte, das tägliche Gebet und jährliche Einkehrtage. Bedeutsam war während dieser Zeit ebenfalls die Tendenz vieler Priester und Ordensleute, Weisen des Denkens und der Einschätzung säkularer Realitäten ohne ausreichenden Bezug zum Evangelium zu übernehmen. Das Programm der Erneuerung, dass das Zweite Vatikanische Konzil vorgelegt hat, wurde häufig falsch gelesen; im Licht des tiefen sozialen Wandels war es schwer, die richtigen Weisen der Umsetzung zu finden. Es gab im Besonderen die wohlmeinende aber fehlgeleitete Tendenz, Strafen für kanonisch irreguläre Umstände zu vermeiden. In diesem Gesamtkontext müssen wir das verstörende Problem des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu verstehen versuchen, das nicht wenig zur Schwächung des Glaubens und dem Verlust des Respekts vor der Kirche und ihre Lehren beigetragen hat.
Nur durch sorgfältige Prüfung der vielen Faktoren die zum Entstehen der augenblicklichen Krise geführt haben kann eine klare Diagnose ihrer Gründe unternommen und können wirkungsvolle Abhilfemaßnahmen gefunden werden. Sicherlich können wir zu den entscheidenden Faktoren hinzuzählen: unangemessene Verfahren zur Feststellung der Eignung von Kandidaten für das Priesteramt und das Ordensleben; nicht ausreichende menschliche, moralische, intellektuelle und geistliche Ausbildung in Seminarien und Noviziaten; eine Tendenz in der Gesellschaft, den Klerus und andere Autoritäten zu favorisieren; und eine fehlgeleitete Sorge für den Ruf der Kirche und die Vermeidung von Skandalen, die zum Versagen in der Anwendung bestehender kanonischer Strafen und im Schutz der Würde jeder Person geführt hat. Es muss dringend gehandelt werden um diese Faktoren anzugehen, die so tragische Konsequenzen in den Leben von Opfern und ihrer Familien hatten und die das Licht des Evangeliums in einer solchen Weise verdunkelt haben, wie es noch nicht einmal Jahrhunderten der Verfolgung gelungen ist.
5. Bereits mehrfach seit meiner Wahl auf den Stuhl Petri habe ich Opfer sexuellen Missbrauchs getroffen und ich bin bereit, das auch in Zukunft zu tun. Ich habe mit ihnen zusammen gesessen, habe ihre Geschichten gehört, ihr Leiden wahrgenommen und ich habe mit ihnen und für sie gebetet. Schon früher in meinem Pontifikat habe ich in meiner Sorge diese Frage anzusprechen, die Bischöfe Irlands aufgefordert, „die Wahrheit dessen, was in der Vergangenheit geschehen ist, festzustellen, jede notwendige Maßnahme zu ergreifen, damit das nie wieder geschehen kann, sicherzustellen, dass die Vorgaben der Justiz voll eingehalten werden und, am wichtigsten, den Opfern und allen von diesen ungeheuerlichen Verbrechen Betroffenen Heilung zu bringen“ (Ansprache an die Bischöfe von Irland während des Ad Limina Besuchs, 28. Oktober 2006).
Mit diesem Brief möchte ich euch alle, das Volk Gottes in Irland, ermahnen, die Wunden am Körper Christi zu betrachten. Betrachtet aber auch die manchmal schmerzhaften Heilmittel, die wir brauchen, um diese Wunden zu binden und zu heilen, und ebenfalls die Notwendigkeit der Einheit, der Nächstenliebe und der gegenseitigen Unterstützung in einem langwierigen Prozess der Wiederherstellung und kirchlicher Erneuerung. Ich wende mich nun an euch mit Worten, die von Herzen kommen und ich möchte zu euch einzeln und zu euch allen gemeinsam als Brüder und Schwestern im Herrn sprechen.
6. An die Opfer des Missbrauchs und ihre Familien
Ihr habt viel gelitten und ich bedaure das aufrecht. Ich weiß, dass nichts das Erlittene ungeschehen machen kann. Euer Vertrauen wurde verraten und eure Würde wurde verletzt. Viele von Euch mussten erfahren, dass, als Ihr den Mut gefunden habt, über das zu spreche, was euch zugestoßen ist, Euch niemand zugehört hat. Diejenigen von euch, denen das in Wohnheimen und Internaten geschehen ist, müssen gefühlt haben, dass es kein Entkommen gibt aus Eurem Leid. Es ist verständlich, dass es schwer für Euch ist, der Kirche zu vergeben oder sich mit ihr zu versöhnen. Im Namen der Kirche drücke ich offen die Schande und die Reue aus, die wir alle fühlen. Gleichzeitig bitte ich Euch, die Hoffnung nicht aufzugeben. In der Gemeinschaft der Kirche begegnen wir Christus, der selbst ein Opfer von Ungerechtigkeit und Sünde war. Wie ihr trägt er immer noch die Wunden seines eigenen ungerechten Leidens. Er versteht die Tiefe eures Leides und die fortdauernden Auswirkungen auf Euer Leben und Eure eigenen Beziehungen, eingeschlossen Eure Beziehung zur Kirche. Ich weiß, dass es einigen von euch schwer fällt durch die Türen der Kirche zu gehen nach allem, was passiert ist. Aber Christi eigene Wunden, verwandelt durch sein erlösendes Leiden, sind der Weg, durch den die Macht des Bösen gebrochen wird und wir zu Leben und Hoffnung wiedergeboren sind. Ich glaube zutiefst, dass diese heilende Kraft der aufopfernden Liebe Befreiung und die Verheißung eines Neuanfangs bringt – sogar in den dunkelsten und hoffnungslosesten Situationen.
Ich spreche zu Euch als Hirte, der sich um das Wohl aller Kinder Gottes sorgt und bitte Euch, zu bedenken, was ich gesagt habe. Ich bete, dass durch die Annäherung an Christus und durch die Teilnahme am Leben seiner Kirche – einer Kirche gereinigt durch Buße und erneuert in Nächstenliebe – Ihr die unermessliche Liebe Christi für jeden von Euch wiederentdecken könnt. Ich bin zuversichtlich, dass Ihr auf diese Weise Versöhnung, tiefe innere Heilung und Frieden finden könnt.
7. An die Priester und Ordensleute, die Kinder missbraucht haben
Ihr habt das Vertrauen, das von unschuldigen jungen Menschen und ihren Familien in Euch gesetzt wurde, verraten und Ihr müsst Euch vor dem allmächtigen Gott und vor den zuständigen Gerichten dafür verantworten. Ihr habt die Achtung der Menschen Irlands verspielt und Schande und Unehre auf Eure Mitbrüder gebracht. Die Priester unter Euch haben die Heiligkeit des Weihesakraments verletzt, in dem Christus sich selbst in uns und unseren Handlungen gegenwärtig macht. Gemeinsam mit dem immensen Leid, das Ihr den Opfern angetan habt, wurde die Kirche und die öffentlichen Wahrnehmung des Priestertums und des Ordensleben beschädigt.
Ich mahne Euch, Euer Gewissen zu erforschen, Verantwortung für die begangenen Sünden zu übernehmen und demütig Euer Bedauern auszudrücken. Ehrliche Reue öffnet die Tür zu Gottes Vergebung und die Gnade ehrlicher Besserung. Durch Gebet und Buße für die, denen Ihr Unrecht getan habt, sollt ihr persönlich für Euer Handeln Sühne leisten. Christi erlösendes Opfer hat die Kraft, sogar die größte Sünde zu vergeben und Gutes sogar aus dem schlimmsten Übel wachsen zu lassen. Gleichzeitig ruft uns Gottes Gerechtigkeit dazu auf, Rechenschaft über unsere Taten abzulegen und nichts zu verheimlichen. Erkennt Eure Schuld öffentlich an, unterwerft Euch der Rechtsprechung, aber verzweifelt nicht an der Gnade Gottes.
8. An die Eltern
Ihr seid zutiefst entsetzt über die furchtbaren Dinge, die an den Orten stattgefunden haben, die eigentlich die sichersten und sorgenfreiesten Orte hätte sein sollen. Es ist heute nicht einfach, ein Zuhause zu bilden und Kinder zu erziehen. Sie verdienen es, sicher aufzuwachsen, geliebt und geschätzt mit einem starken Gefühl ihrer Identität und ihres Wertes. Sie haben das Recht, mit authentischen moralischen Werten erzogen zu werden, zutiefst in der Menschenwürde verankert. Sie haben das Recht, inspiriert zu werden durch die Wahrheit unseres katholischen Glaubens und Weisen des Verhaltens und Handelns zu erlernen, die zu einem gesunden Selbstwert und zu dauerhaftem Glück führen. Diese noble aber auch anspruchsvolle Aufgabe ist zuallererst Euch anvertraut, den Eltern. Ich bitte Euch dringend, Eure Rolle bei der Gewährleistung der besten möglichen Fürsorge für die Kinder sowohl zu Hause als auch in der Gesellschaft zu spielen, während die Kirche ihre Rolle wahrnimmt und weiter die Maßnahmen der letzten Jahre umsetzt um junge Menschen in Pfarreien und Schulen zu schützen. Während Ihr Eure lebenswichtige Verantwortung wahrnehmt möchte ich Euch versichern, dass ich Euch nahe bin und die Unterstützung meiner Gebete anbiete.
9. An die Kinder und die Jugend Irlands
Euch möchte ich ganz besonders ermutigen. Eure Erfahrung der Kirche ist sehr unterschiedlich von der Eurer Eltern und Großeltern. Die Welt hat sich sehr geändert seit sie in Eurem Alter waren. Trotzdem sind alle Menschen aller Generationen dazu berufen, denselben Weg durchs Leben zu gehen, gleich unter welchen Umständen. Wir sind alle skandalisiert von den Sünden und dem Versagen von einigen Mitgliedern der Kirche, besonders durch die derer, die eigens dazu ausgesucht waren, jungen Menschen zu dienen und sie anzuleiten. Aber es ist die Kirche, in der Ihr Christus findet, der derselbe ist, gestern, heute und morgen (Hebräerbrief 13:8). Er liebt Euch und er hat sich am Kreuz für Euch hingegeben. Sucht eine persönliche Beziehung zu ihm in der Gemeinschaft der Kirche, denn er wird nie Euer Vertrauen missbrauchen! Er allein kann Eure tiefsten Sehnsüchte erfüllen und Eurem Leben den vollen Sinn geben dadurch, dass er es zum Dienst am Nächsten lenkt. Haltet Eure Augen auf Jesus und seine Güte gerichtet und schützt die Flamme des Glaubens in Eurem Herzen. Gemeinsam mit den übrigen Gläubigen in Irland sehe ich in Euch treue Jünger unseres Herrn; bringt den nötigen Enthusiasmus und Idealismus zum Neuaufbau und der Erneuerung Eurer geliebten Kirche.
10. An die Priester und Ordensleute in Irland
Wir alle leiden als Folge der Sünden unserer Mitbrüder, die das heilige Vertrauen missbraucht haben oder versagt haben, gerecht und verantwortungsvoll mit den Missbrauchsvorwürfen umzugehen. In der Wut und der Empörung die das alles nicht nur unter den Gläubigen sondern auch unter Euch und in den Ordensgemeinschaften hervorgerufen hat, fühlen sich viele von Euch mutlos oder sogar verlassen. Mir ist ebenfalls bewusst, dass in den Augen vieler Ihr durch die Nähe zu den Tätern einen Makel tragt und als irgendwie verantwortlich für die Verbrechen anderer gesehen werdet. In dieser schmerzlichen Zeit möchte ich Eure Hingabe an das Priestertum und das Apostolat würdigen und Euch einladen, Euren Glauben in Christus zu festigen, Eure Liebe zu seiner Kirche und Euer Vertrauen in die Verheißung des Evangeliums auf Erlösung, Vergebung und innere Erneuerung. Auf diese Weise werdet ihr aufzeigen, dass da, wo die Sünde mächtig wurde, die Gnade übergroß wurde (Römerbrief 5:20).
Ich weiß, dass viele von Euch von der Art und Weise, wie diese Dinge von Euren Oberen behandelt wurden, enttäuscht, verwirrt und verärgert sind. Trotzdem ist es wesentlich, dass Ihr eng mit den Autoritäten kooperiert und helft, dass die Maßnahmen zur Bewältigung der Krise wirklich dem Evangelium gemäß, gerecht und effektiv sind. Vor allem aber bitte ich Euch, immer mehr Männer und Frauen des Gebets zu werden, die mutig dem Weg der Bekehrung, Reinigung und Versöhnung gehen. Auf diese Weise wird die Kirche in Irland neues Leben und neue Dynamik aus Eurem Zeugnis für Gottes erlösende Kraft, die in Eurem Leben sichtbar wird, schöpfen.
11. An meine Mitbrüder im Bischofsamt
Es kann nicht geleugnet werden, dass einige von Euch und von Euren Vorgängern bei der Anwendung der seit langem bestehenden Vorschriften des Kirchenrechts zu sexuellem Missbrauch von Kindern versagt haben. Schwere Fehler sind bei der Behandlung von Vorwürfen gemacht worden. Ich erkenne an, dass es schwer war, die Komplexität und das Ausmaß des Problems zu erkennen, gesicherte Informationen zu erlangen und die richtigen Entscheidungen bei widersprüchlichen Expertenmeinungen zu treffen. Trotzdem muss zugegeben werden, dass schwerwiegende Fehlurteile getroffen wurden und Fehler in der Leitung vorkamen. Dies alles hat Eure Glaubwürdigkeit und Effektivität untergraben. Ich erkenne Eure Bemühungen an, vergangene Fehler wieder gut zu machen und zu garantieren, dass sie nicht wieder passieren. Abgesehen von der vollständigen Umsetzung der Normen des Kirchenrechts im Umgang mit Fällen von Kindesmissbrauch: kooperiert weiter mit den staatlichen Behörden in ihrem Bereich. Für die Ordensoberen gilt dasselbe. Sie haben ebenfalls an Diskussionen hier in Rom teilgenommen, um einen eindeutigen und klaren Weg zum Umgang in dieser Angelegenheit zu entwickeln. Es ist zwingend erforderlich, dass die Normen der Kirche in Irland zum Schutz von Kindern kontinuierlich überprüft und aktualisiert werden und dass sie vollständig und unabhängig in Übereinstimmung mit dem Kirchenrecht angewandt werden.
Ausschließlich entschiedene Handlungsweisen, umgesetzt in voller Aufrichtigkeit und Transparenz, wird den Respekt und den guten Willen des irischen Volks der Kirche gegenüber, der wir unser Leben geweiht habt, wiedergewinnen. Das muss zuallererst aus Eurer Selbsterforschung, aus innerer Reinigung und geistlicher Erneuerung kommen. Die Menschen Irlands erwarten zu Recht, dass Ihr Menschen Gottes seid, dass Ihr gottgefällig und einfach lebt und täglich die persönliche Bekehrung erstrebt. Für sie – in den Worten des heiligen Augustinus – seid Ihr Bischof; aber gemeinsam mit ihnen seid Ihr berufen, Christus nachzufolgen (Sermon 340, 1). Ich ermahne Euch deswegen, Euren Sinn für die Rechenschaftspflicht vor Gott zu erneuern, in der Solidarität mit Eurem Volk zu wachsen und die pastorale Sorge für alle Mitglieder Eurer Herde zu vertiefen. Besonders fordere ich Euch auf, achtsam zu sein für die geistlichen und moralischen Bedürfnisse jedes einzelnen Eurer Priester. Gebt ihnen durch Euer eigenes Leben ein Beispiel, seit ihnen nahe, hört auf ihre Anliegen, bietet Ermutigung in dieser schwierigen Zeit und nährt die Flamme ihrer Liebe zu Christus und ihr Engagement für den Dienst an ihren Brüdern und Schwestern.
Die Gläubigen sollen ebenfalls ermutigt werden, ihre eigene Rolle im Leben der Kirche zu spielen. Sorgt dafür, dass sie so ausgebildet sind, dass sie eine verständliche und überzeugende Darstellung des Evangeliums in mitten der modernen Gesellschaft geben können (1. Petrusbrief 3:15) und vollständiger mit dem Leben und dem Auftrag der Kirche kooperieren. Dies wird umgekehrt Euch helfen, wieder glaubwürdige Obere und Zeugen der erlösenden Wahrheit Christi zu werden.
12. An alle Gläubigen Irlands
Die Erfahrung der Kirche eines jungen Menschen sollte immer aus einer persönlichen und Leben spendenden Begegnung mit Jesus Christus in einer liebenden, nährenden Gemeinschaft Frucht bringen. In dieser Umgebung sollten junge Menschen ermutigt werden, ihre menschliche und geistliche Gestalt voll zu entwickeln, das hohe Ideal der Heiligkeit, der Nächstenliebe und der Wahrheit anzustreben, und von den Reichtümern der kulturellen und religiösen Tradition inspiriert zu sein. In unserer zunehmend säkularisierten Gesellschaft, in der selbst wir Christen es oft schwer finden, über die transzendente Dimension unserer Existenz zu sprechen, müssen wir neue Wege finden, jungen Menschen die Schönheit und den Reichtum der Freundschaft mit Christus in der Gemeinschaft der Kirche nahe zu bringen. Für die Bewältigung der gegenwärtigen Krise sind Maßnahmen, die gerecht mit individuellem Unrecht umgehen, unerlässlich, aber allein für sich sind sie nicht ausreichend: wir brauchen eine neue Vision, um zukünftige Generationen zu inspirieren, das Geschenk unseres gemeinsamen Glaubens zu schätzen. Indem Ihr den Weg des Evangeliums geht, durch das Halten der Gebote und dadurch, dass Ihr Euer Leben immer mehr in Übereinstimmung mit dem Leben Jesu Christi bringen, werdet Ihr sicher die tiefe Erneuerung erfahren, die wir in dieser Zeit so dringend brauchen. Ich lade Euch ein, auf diesem Weg beständig zu sein.
13. Liebe Brüder und Schwestern in Christus, ich wollte Euch diese Worte der Ermutigung und Unterstützung aus meiner Fürsorge für Euch alle in dieser schmerzvollen Zeit, in der die Zerbrechlichkeit des menschlichen Wesens so deutlich offenbar geworden ist, schreiben. Ich hoffe, dass Ihr sie als Zeichen meiner geistlichen Nähe und meiner Zuversicht in Eure Fähigkeit empfangt, den Herausforderungen der Stunde dadurch zu begegnen, dass Ihr erneuerte Inspiration und Stärke aus Irlands nobler Tradition der Treue zum Evangelium empfangt, Ausdauer im Glauben und Beharrlichkeit im Erstreben von Heiligkeit. In Solidarität mit Euch allen bete ich, dass mit Gottes Gnade die Wunden, die so viele Einzelne und Familien verletzt haben, heilen und dass die Kirche in Irland eine Zeit der Wiedergeburt und der geistlichen Erneuerung erfahre.
14. Ich möchte Euch nun auch einige konkrete Initiativen zum Umgang mit der Situation vorschlagen.
Am Ende meines Treffens mit den irischen Bischöfen habe ich darum gebeten, dass diese Fastenzeit reserviert wird für das Gebet um das Ausgießen der Barmherzigkeit Gottes und der Geistesgaben der Heiligkeit und Stärke über der Kirche in Eurem Land. Ich lade Euch alle ein, die Freitagsbuße für die Dauer eines Jahres bis Ostern 2011 dieser Intention zu widmen. Ich bitte Euch, Euer Fasten, Euer Gebet, Eure Schriftlesung und Eure Werke der Nächstenliebe dem zu widmen, damit Ihr so die Gnade der Heilung und der Erneuerung für die Kirche in Irland erlangt. Ich ermutige Euch, aufs Neue das Sakrament der Versöhnung für Euch zu entdecken und häufiger die verwandelnde Kraft seiner Gnade zu nutzen.
Besondere Aufmerksamkeit sollte ebenfalls der eucharistischen Anbetung zuteil werden; in jedem Bistum soll es Kirchen oder Kapellen geben, die speziell diesem Zweck gewidmet sind. Ich fordere Pfarreien, Seminarien, Ordenshäuser und Klöster dazu auf, Zeiten eucharistischer Anbetung zu organisieren, so dass sich alle beteiligen können. Durch intensives Gebet vor dem anwesenden Herrn könnt Ihr Wiedergutmachung leisten für die Sünde des Missbrauchs, die so viel Schaden angerichtet hat. Gleichzeitig könnt Ihr so die Gnade neuer Stärke erflehen und einen tieferen Sinn des Auftrags aller Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubigen.
Ich bin zuversichtlich, dass dieses Unterfangen zu einer Neugeburt der Kirche in Irland führen in der Fülle von Gottes Wahrheit führen wird, denn es ist die Wahrheit, die uns frei macht (Johannesevangelium 8:32).
Darüber hinaus, nachdem ich darüber beraten und gebetet habe, habe ich vor, eine Apostolische Visitation einiger Bistümer Irlands abzuhalten, ebenso von Seminarien und Ordensgemeinschaften. Absprachen für diese Visitation, die der Ortskirche auf ihrem Weg der Erneuerung helfen soll, werden in Absprache mit den zuständigen Büros der römischen Kurie und der irischen Bischofskonferenz getroffen. Die Einzelheiten werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben.
Ich schlage ebenfalls eine gemeinsame Mission in ganz Irland für alle Bischöfe, Priester und Ordensleute vor. Es ist meine Hoffnung, dass durch das Nutzen der Expertise erfahrener Prediger und Exerzitienbegleiter von Irland und andernorts und durch das erneute Studium der Dokumente des Konzils, der liturgischen Riten von Weihe und Profess und der neueren päpstlichen Lehren, Ihr zu einem tieferen Verständnis für Eure jeweilige Berufung kommt, um so die Wurzeln Eures Glaubens in Jesus Christus wieder zu entdecken und aus dem Quell des lebendigen Wassers zu trinken, den er Euch durch seine Kirche bietet.
In diesem Jahr des Priesters empfehle ich Euch ganz besonders den heiligen Jean-Marie Vianney, der ein reiches Verständnis des Mysteriums des Priestertums hatte. Er schrieb: „der Priester hält den Schlüssel zu den Schätzen des Himmels: er ist es, der die Tür öffnet: er ist der Statthalter des guten Herrn; der Verwalter seiner Güter.“ Der Pfarrer von Ars verstand sehr gut, wie gesegnet eine Gemeinschaft ist, wenn ihr von einem guten und heiligen Priester gedient wird: „ein guter Hirte, ein Hüter nach Gottes Herzen, ist der größte Schatz, den Gott einer Gemeinde schenken kann und eines der wertvollsten Geschenke göttlicher Gnade.“ Durch die Fürsprache des heiligen Jean-Marie Vianney möge das Priestertum in Irland neu belebt werden und möge die ganze Kirche in Irland wachsen in Wertschätzung für das große Geschenk des priesterlichen Dienstes.
An dieser Stelle möchte ich denen im voraus danken, die an der Aufgabe der Organisation der Apostolischen Visitation und der Mission beteiligt sind, und genauso den vielen Männern und Frauen in ganz Irland, die schon heute für den Schutz von Kindern im kirchlichen Umfeld arbeiten. Seit der Zeit, als wir begonnen haben, die Schwere und das Ausmaß des Problems zu verstehen, hat die Kirche eine ungemein große Anstrengung in vielen Teilen der Welt geleistet, um sich dem zu stellen und um Abhilfe zu schaffen. Auch wenn keine Anstrengung aufgespart werden sollte, die Verfahren zu verbessern und zu aktualisieren, bin ich doch ermutigt durch die Tatsache, dass die augenblicklichen Verfahren zur Absicherung, die die Kirche eingeführt hat, in einigen Teilen der Welt als vorbildlich für andere Institutionen angesehen werden.
Ich möchte diesen Brief mit einem besonderen Gebet für die Kirche in Irland beenden, das ich Euch mit der besonderen Sorge des Vaters für seine Kinder und der Zuneigung eines Mitchristen sende, der skandalisiert und verletzt ist durch das, was in unserer geliebten Kirche geschehen ist. Wenn Ihr es in Euren Familien, Pfarreien und Gemeinschaften betet, möge die selige Jungfrau Maria jeden von Euch schützen und leiten zu einer engeren Verbindung mit ihrem Sohn, dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Mit großer Zuneigung und unentwegter Zuversicht in Gottes Zusage sende ich Euch herzlich meinen apostolischen Segen als eine Zusage von Stärke und Frieden im Herrn.
Aus dem Vatikan, 19. März 2010, am Hochfest des heiligen Josef
BENEDICTUS PP. XVI
Gebet für die Kirche in Irland
Gott unserer Väter,
erneuere uns im Glauben, der unser Leben und unsere Rettung ist,
in der Hoffnung, die uns Vergebung und innere Erneuerung verheißt,
in der Nächstenliebe, die uns reinigt und unsere Herzen öffnet,
dass wir dich lieben und in dir jeden unserer Brüder und Schwestern.Herr Jesus Christus,
möge die Kirche in Irland ihre uralte Hingabe
an die Bildung für junge Menschen zu Wahrheit und Güte,
Heiligkeit und freizügigem Dienst an der Gesellschaft erneuern.Heiliger Geist, Tröster, Anwalt und Lenker,
erwecke einen neuen Frühling der Heiligkeit und apostolischen Eifers
für die Kirche in IrlandMögen unser Leid und unsere Tränen,
unsere ernsten Anstrengungen, vergangene Untaten wieder gut zu machen,
und unsere feste Absicht der Besserung
eine reiche Ernte der Gnade tragen
für die Vertiefung des Glaubens
in unseren Familien, Pfarreien, Schulen und Gemeinschaften,
für den geistlichen Fortschritt der irischen Gesellschaft,
und das Wachsen in Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Freude und Frieden,
in der gesamten Menschheitsfamilie.Dir, dreieiniger Gott,
vertrauend auf den liebenden Schutz Mariens,
Königin Irlands, unserer Mutter,
und des heiligen Patrick, der heiligen Brigid und aller Heiligen,
vertrauen wir dir uns, unsere Kinder,
und die Nöte der Kirche in Irland an.Amen
</zitat> -
Zitat
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
Hab schon gelesen, das sei "frei nach Sokrates" zitiert. Die Alliterationen lassen aber mit großer Gewissheit auf einen deutschen Verfasser schließen.
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Tja, es ist wohl vorerst geschafft, Voratsdatenspeicherung adieu.
Allerdings: CDU/CSU und Polizei wollen rasch neue VorratsdatenspeicherungUnd:
"Die deutsche Polizei sieht ein wichtiges Instrument zur Verbrechensbekämpfung aus ihren Händen schwinden. Nach dem Karlsruher Urteil zur Vorratsdatenspeicherung fürchten die Ermittler um den Erfolg. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, fordert deshalb den Einsatz von zusätzlichen Polizisten für das Netz. Er hält den Einsatz von 3000 Cyber-Cops für notwendig, um rechtsfreie Räume im Internet zu verhindern."
[url=http://www.spiegel.de/politik/deutsc…,681394,00.html]Quelle[/url] -
Ich konnte die Aktion aufgrund von sturmbedingten (Xynthia) Verbindungsproblemen und Stromausfällen nicht richtig verfolgen und habe die Kommentare auch auf Anhieb nicht finden können. Danke für die Zusammenfassung, maky.
Ich kann mir vorstellen, dass der Server von Lotus-Online überlastet ist und - um Hardware-Schäden zu vermeiden - die vorrübergehende Sperre gegriffen hat. Dieser Schutz ist wohl eigentlich gegen DDoS-Attacken gedacht. -
Ist wieder online. http://lotus-online.de
So sah es gestern aus:
[Blockierte Grafik: http://img32.imageshack.us/img32/4347/lotusgesperrt.png]
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Merkwürdige Sache. Was war daran jetzt illegal?
-
Man kann sich zwei aneinandergebundene spitz zulaufende Hölzer um den Hals hängen (ähnlich einem Nunchaku), mit denen man sich im Notfall rausziehen kann. Auf dem Eis hat man mit bloßen Händen kaum genug Halt. Also am Besten nicht unvorbereitet auf zugefrorenen Gewässern spazieren.
Skizze

[Blockierte Grafik: http://img685.imageshack.us/img685/1327/eispflcke.png] -
Zitat von PaleRo
Was Du mit dem Paragraphen zur Selbstverteidigung meinst ist mir nicht ganz klar.§ 32 StGB Notwehr
(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
http://dejure.org/gesetze/StGB/32.html
Zitat von PaleRo
gegen die Gesetze verstösst, gibt es doch wohl genug rechtsstaatliche Mittel und dazu braucht kein Schwanz eine Waffe.Meistens gibt es diese Mittel (zumindest in "zivilisierten" Ländern wie dem unseren), im Ausnahmefall jedoch nicht.
Zitat von PaleRo
Ebenso ist Deine Definition der Angemessenheit der Mittel ziemlich difus formuliert.Ich hab da noch gar nichts definiert, da ich davon ausging, dass man sich im Allgemeinen vorstellen kann, was damit gemeint ist. Angemessenheit der Mittel zur Selbstverteidigung bedeutet, dass du jemanden nicht mit einer Kanone erschießen darfst, wenn er dich zur Seite schubst.
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Das .net am Ende klingt für mich immer wie eine Negation. Ist halt so, wenn man Dialekt zu hören gewohnt ist, oder net?
Genau wie die Seite von Öff Öff, die-schenker.net. Eigentlich die Beschenkten. -
Wenn du aufhören würdest, absichtliches Unverständnis zu unterstellen und stattdessen genauer auf die Fragen eingingest, wäre das ganze konstruktiver. Du redest von Spielregeln des Staates, die nicht im StGB festgelegt sind. Dass es diese gibt, will ich gar nicht bezweifeln.
Zitat von Phasenverschobener
Ja, aber nur nach geltenden Recht und der Staat obliegt anderen Spielregeln.Da würde mich einfach interessieren, wo das eigentlich steht. Das ist gar nicht böse gemeint, reines Interesse.
Es mag ja Sonderfälle geben und festgelegte Ausnahmen, aber dass die Staatsregierung einfach so gegen ihre eigenen Regeln verstoßen darf, glaube ich noch nicht. Dafür müsste erst eine Gesetzesänderung beschlossen werden (so weit die rechtliche Grundlage wirklich fehlt).Zitat von Phasenverschobener
Nein, da steht.:§ 242 StGB
Diebstahl(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar
Da steht nicht, das es legal ist.
Eben, "rechtswidrig" ist es mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss nicht. Also kein Diebstahl, sondern Sicherstellung.
Zitat von Phasenverschobener
Die letzte Frage: Warum ist es nur bei Geldsäcken 'Hehlerei' und sonst das normalste der Welt? Prämien, V-Männer etc.pp.Weil die einflussreicher sind.