Es geht das Gerücht, dass Fluorid ungesund oder giftig sei. Fluorid besteht aus Natrium oder Kalzium und Fluor. Fluor in Reinform ist hochgiftig. Fluoride sind mit Kochsalz verwandt, das aus den giftigen Elementen Chlor und Natrium besteht. Die Verbindung von giftigen Substanzen kann also im Ergebnis der Gesundheit zuträglich sein. Fluorid ist zehnmal weniger "giftig" als Kochsalz und wirkt nicht nur gegen Karies, sondern ist auch ein wichtiges Spurenelement für den Menschen.
"Fluorid ist weltweit eines der am besten untersuchten Medikamente" (Bundeszahnärztekammer)
In über 300.000 wissenschaftlichen Untersuchungen bei korrekter Anwendung wurde kein Hinweis auf eine Gefährdung der Gesundheit gefunden. Fluoride schützen, indem sie sich in die Zahnstruktur einlagern und den Zahn widerstandsfähig gegen Säuren machen. Die Verwendung von Fluoriden ist eine der wirksamsten kariespräventiven Maßnahmen, deren Effekt mit zunehmender Fluoridkonzentration in der Zahnpasta steigt.
Bei Kindern, die ständig zu viel Fluorid verwenden, können auf den Zähnen Verfärbungen (Schmelzflecken) auftreten (Fluorose). Eine Knochenfluorose hingegen kann nur bei dauerhafter massiver Überdosierung stattfinden (10-25 mg Fluoride pro Tag über mindestens zehn Jahre), was jedoch praktisch kaum vorkommen könnte.
Quelle: Zahnärzteblatt, zb-news 01/2014