Asiatische Marienkäfer

  • Sie sind zurück. Der Todfeind aus Asien ist wieder im Anmarsch. Widerstand ist zwecklos. Sie überwinden Mauern und Gräben gleichermaßen. Niemand kann sie aufhalten, denn ihre Zahl ist Legion. Wenn Sie einen sehen, sind 100 andere nicht weit und machen Ihnen sehr bald das Leben zur Hölle. Sie kriechen durch scheinbar vollkommen dichte Fenster und Türen und reproduzieren sich. Ohne natürliche Feinde und ausgestattet mit einer Immunität gegen alle möglichen Gifte überfluten sie seit wenigen Jahren regelmäßig die deutschen Lande und bringen dabei ihre harmlosen heimischen Artgenossen an den Rand des Aussterbens. Vorbei sind Siesta und Mittagspause, ein Ende hat die Konzentration bei der Arbeit, denn es gibt nur noch ihr allgegenwärtiges Brummen. Ihre erschreckende Boshaftigkeit gipfelt darin, dass sie die Qualität verschiedener traditioneller Weinsorten massiv bedrohen.

    Warum tut denn niemand etwas?!

    [color=#0000cd][font='Times New Roman']Wo wir sind, da ist immer auch Ägypten.
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    ~☤~

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    Einmal editiert, zuletzt von Illuminatus (26. Juni 2013 um 14:25)

  • Worum geht`s denn in deinem Beitrag? Versteh grad nur Bahnhof.... Weinsorten? Brummen? BIENEN?
    Nach den ersten paar Sätzen dachte ich spontan an JAPANER! *griiins* Aber die brummen nicht. *kicher*

    Alles Liebe, Sonja

  • *grins* Dachte ich mir... :whistling: ...hübsche Analogie.

    Tatsache aber ist, dass die Plage hausgemacht ist und die Marienkäfer
    zur Blattlausbekämpfung fern ihrer Heimat ausgesetzt wurden/werden.

    [font='Impact'][color=#C3280D]
    Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran][/color][/font]

    Einmal editiert, zuletzt von sooma (12. Februar 2011 um 18:51) aus folgendem Grund: Rechtschreipunk ^^

  • vor ein paar wochen - in südamerika .... (Paraguay)
    ein dicker strang wanderameisen
    wer´s nicht gesehen hat, kann´s kaum glauben
    ;) ;) ;) ;) ;)
    (leider kein bild)

    "In der Natur sind Schwarze Löcher kaum zu finden. Nur in unseren Köpfen wimmelt es davon"
    Zitat: George Greenstein

  • Asiatische Marienkäfer wurden in den 80ern und 90ern zur Bekämpfung von Blattläusen importiert. Leider überwiegen die unerwünschten Nebeneffekte:

    • einheimische Marienkäfer werden bedroht, aufgefressen und mit mitgebrachten Parasiten (Mikrosporiden) verseucht
    • sie vermehren sich rasant (besonders nach milden Wintern) und tauchen in riesigen Schwärmen auf, dringen in Häuser ein und besiedeln sie, was für die Bewohner unheimlich enervierend sein kann (ständiges Brummen in der Luft, unangenehmer Geruch, Käfer in Essen und Getränken)
    • sie essen (im Gegensatz zum einheimischen Marienkäfer) den Winzern die Trauben weg
    • sie verpesten Weinernten durch ihre körpereigenen Verteidigungssubstanzen (Pyrazine), dadurch bekommt der Wein ein bitteres ranziges Aroma
    • 4 Käfer in der Weinernte reichen aus, um 100 kg Trauben zu verseuchen und unbrauchbar zu machen
    • bisher gibt es keine effiziente Methode, ihre Zahl zu dezimieren und sie loszuwerden, da die Käfer hierzulande kaum natürliche Feinde haben

    Asiatischer Marienkäfer - Mit Biowaffen gegen heimischen Glücksbringer

    Ein gutes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn man bedenkenlos Lebewesen aus ihrer natürlichen Umgebung nimmt und umsiedelt. Wenn man in die Natur eingreift, hat das oft unvorhersehbare Konsequenzen, die weitere Eingriffe notwendig machen, um Folgeschäden auszugleichen.

    [color=#0000cd][font='Times New Roman']Wo wir sind, da ist immer auch Ägypten.
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