• Rieke näht auf die Maschine,
    Nischke ist beis Militär,
    Dennoch aber ließ sie ihne
    Niemals nahe bei sich her.

    Wozu, fragte sie verächtlich,
    Wozu hilft mich der Soldat,
    Wenn man bloß durch ihn hauptsächlich
    So viel hohe Steuern hat.

    Einstmals ging sie in das Holze,
    Nischke wollte gerne mit;
    Aber nein, partu nicht wollt se,
    Daß er ihr dahin beglitt.

    Plötzlich springt aus dem Gebüsche
    Auf ihr zu ein alter Strolch;
    Stiere Augen, wie die Fische,
    Kalte Hände, wie der Molch.

    Runter, schreit er, mit die Kleider,
    Denn sie lebt im Überfluß,
    Da ich ein Fabrikarbeiter,
    Der sich was verdienen muß.

    Weinend fällt das Kleid und Röckchen,
    Zitternd löst sich der Turnür,
    Nur ein kurzes Unterglöckchen
    Schützt vor Scham und Kälte ihr.

    Bauz! da fällt ein Schuß mit Schroten.
    Fluchend lauft der Vagabund
    Mit verletztem Hosenboden
    In des Waldes Hintergrund.

    Das tat Nischke, der trotz allen
    Rieken heimlich nachgeschleicht,
    Die sich unter Dankeslallen
    Jetzt um seinen Hals verzweigt.

    Oh, ihr Mädchens, laßt euch raten,
    Ehrt und liebet den Soldat;
    Weil er sonst vor seine Taten
    Nicht viel zu verzehren hat.

    (Wilhelm Busch; 1880)

    [font='Comic Sans MS, sans-serif'][size=14]Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.[/size][/font]
    [font='Comic Sans MS, sans-serif'][size=10]Albert Schweitzer[/size][/font]

  • Wenn ich selber Gedichte hier einstellen wollte, muss ich sie auswendig können oder im Internet nach ihnen suchen...

    bbbuhhhh ....

    wie ich das "auswendiglernen" gehasst habe. trotz anstrengungen war es niemals leicht für mich etwas auswendiggelerntes vorzutragen. leichter für mich dagegen sind weisheiten, sprüche und zitate, die besser hängen bleiben; betreffen sie meist die dinge wie sie sind oder sein sollten ....

    das kommt den erfahrungen gleich, das lässt sich zu jeder zeit vortragen und interpretieren ....
    ... oder auch mit einer portion "ironie" garnieren :D


    der busch von damals - viel besser als der bush von heute .....
    [Blockierte Grafik: http://www.gutenberg.org/files/17161/17161-h/images/4-03.jpg]

    "In der Natur sind Schwarze Löcher kaum zu finden. Nur in unseren Köpfen wimmelt es davon"
    Zitat: George Greenstein

    Einmal editiert, zuletzt von Ich bin´s (12. August 2011 um 17:56)

  • Also ich kenne wirklich seh viele Gedichte und auch Balladen, aber auch nicht mehr alle komplett auswendig, aber eben Strophen daraus und dann suche ich es mir auch raus.
    Nicht dass Ihr denkt ich haette da so eine Gedichteschublade im Kopf,

    Gruss Jo

    [color=#0000ff][size=10]"Nehmt Eure Sprache ernst! Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt, in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden."
    "Es wurde bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit verboten."[/size]

    Friedrich Nietzsche[/color]

  • hmmm ..

    du musst nicht alles wissen
    du musst nur wissen, wo es "steht",
    oder jemanden kennen, der es weiss.

    aber du musst dich auch daran erinnern, dass da mal was war - so´n paar stichpunkte halt eben ... damit du genau "DAS" findest
    google sei dank - lässt sich im internet "fast" alles ausfindig machen; manipulationen und illusionen nicht ausgeschlossen ... :thumbdown:

    lg
    hydeparkcorner :) -
    mein drittes "ich", hydeparkcorner der "polemiker"
    das kennt nanzabosho noch nicht :whistling:

    [Blockierte Grafik: http://www.verrueckteryogiverlag.de/shopix/glaubenmag.jpg]

    "In der Natur sind Schwarze Löcher kaum zu finden. Nur in unseren Köpfen wimmelt es davon"
    Zitat: George Greenstein

    5 Mal editiert, zuletzt von Ich bin´s (12. August 2011 um 17:55)


  • hydeparkcorner :) -
    mein drittes "ich", hydeparkcorner der "polemiker"
    das kennt nanzabosho noch nicht

    Na, jetzt bin ich auf alles gefasst, der du's bist,
    im Hydepark und bei Speaker's Corner war ich ja schon mal, aber vor vielen Jahren, als London noch eine vorzeigefähige Stadt war und alle Gebäude noch standen...

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    [font='Comic Sans MS, sans-serif'][size=14]Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.[/size][/font]
    [font='Comic Sans MS, sans-serif'][size=10]Albert Schweitzer[/size][/font]

  • Ja ich auch :) in den 70-gern und da hatte London noch eine angenehme Atmosphaere, nicht so heiss :D

    Leb wohl! leb wohl! im blauen Meer
    Verbleicht die Heimat dort.
    Der Nachtwind seufzt, wir rudern schwer,
    Scheu fliegt die Möwe fort.

    Wir segeln jener Sonne zu,
    Die untertaucht mit Pracht.
    Leb wohl, du schöne Sonn, und du,
    Mein Vaterland - gut Nacht!

    Mit dir, mein Schiff, durchsegl ich frei
    Das wilde Meergebraus.
    Frag nicht, nach welchem Land es sei,
    Nur trag mich nicht nach Haus!

    Seid mir willkommen, Meer und Luft!
    Und ist die Fahrt vollbracht,
    Seid mir willkommen, Wald und Kluft!
    Mein Vaterland - gut Nacht!

    George Gordon Lord Byron (1788-1824)
    (aus dem Englischen von Heinrich Heine)

    [color=#0000ff][size=10]"Nehmt Eure Sprache ernst! Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt, in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden."
    "Es wurde bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit verboten."[/size]

    Friedrich Nietzsche[/color]

  • [color=#000000][size=12][font='Times']Lapidarstil[/font][font='Times']
    Ist das Deutsch schon so verdorben,
    Daß man's kaum noch schreiben kann?
    Oder ist es ausgestorben,
    Daß man's spricht nur dann und wann?
    Oder habet ihr vernommen,
    Daß es bald zu Ende geht?
    Daß die Zeiten nächstens kommen,
    wo kein Mensch mehr deutsch versteht?
    Jedes Denkmal wird frisieret
    von der Philologen Hand,
    Und so haben sie beschmieret
    Erz und Stein und Tisch und Wand.
    Wo man hinschaut, strotzt und glotzet
    Eine Inschrift in Latein,
    Die sich trotzig hat schmarotzet
    In das Denkmal mit hinein.
    Deutsches Volk, Du musst studieren
    Und vor allem das Latein,
    Niemals kannst Du sonst capieren
    Was dein eigner Ruhm soll sein![/font]
    [/size][/color][color=#000000][size=10][font='Times New'][font='Times']

    Hoffman von Fallersleben
    (1798 - 1874)
    [/font][/font][/size][/color]

    [size=10]Deutscher mit fehlendem Migrationshintergrund .
    [/size]

  • [color=#808080]da spielte ich die letzten melodien[/color]
    [color=#808080]auf meinem lungenflügel[/color]
    [color=#808080]und tausend spiegelscherben[/color]
    [color=#808080]zeigten mir, was einmal war.[/color]

    [color=#808080]da schwebte ich durch weissen weiten raum[/color]
    [color=#808080]und spürte deine tränen kaum,[/color]
    [color=#808080]da wurde alles eng und schwarz und fratzen lachten[/color]
    [color=#808080]und die weltenfrau war mir ganz nah.[/color]

    [color=#808080]"willst du schon gehn"?[/color]
    [color=#808080]das kinderlachen hat mich umkehrn lassen[/color]
    [color=#808080]zurück, zurück! wir brauchen dich doch noch![/color]
    [color=#808080]und als ich dich an meiner liegstatt weinen sah,[/color]
    [color=#808080]da war ich blaugstochen und ich verschwand[/color]
    [color=#808080]in einem schwarzen loch.[/color]

    [color=#808080]auf meinem lungenflügel spielte ich[/color]
    [color=#808080]die letzte melodie[/color]
    [color=#808080]und deine tränen tropften in mein haar.[/color]
    [color=#808080]ich wachte auf, ich weinte mit dir[/color]
    [color=#808080]und fand mein leben plötzlich wunderbar.[/color]

    s[color=#808080]onja raab
    [/color]

  • Weltenweiten...

    An einer Wand aus milchig weißem Licht
    schaukeln tausend dunkle Blätterschatten
    still im Wind.

    In deiner Hand die Lilienblüte bricht
    in glitzernd spitze Spiegelscherben,
    in der Ecke weint ein Kind.

    Umgeben nur von dunklem Land,
    du siehst den Himmelsbogen nicht,
    ein Irrlicht leuchtet dir den Weg.
    Du stehst am Rand,
    der schwarze See bricht schwach das Licht,
    ein moosbewachs`ner morscher Steg.

    Deine Schritte, tiefer, tiefer,
    in das dunkle Wasser gleiten,
    in deinen Augen:
    - raumlos
    - traumlos

    Weltenweiten...

    sonja raab

  • @ Sonja,
    Deine Gedichte haben so eine Tiefe sie beruehren mich immer wieder, vielen Dank,


    Wie sich die Bilder gleichen, wenn man bedenkt, dass das vor 150 Jahren geschrieben wurde.
    Es ist schon seltsam, dass mann von Hoffmann von Fallersleben, dem Dichter und Urheber unserer Nationalhymne kein Buch in unseren Buchlaeden kaufen kann, kein Reclam eben gar nichts. Er wird nicht aufgelegt. Man findet ihn mit viel Glueck noch im Antiquariat.

    Jo

    Was keiner wagt, das sollt ihr wagen,
    was keiner sagt, das sagt heraus,
    was keiner denkt, sollt ihr befragen,
    was keiner anfängt, das führt aus.

    Wenn keiner ja sagt, sollt ihr's sagen,
    wenn keiner nein sagt, sagt doch nein,
    wenn alle zweifeln, wagt zu glauben,
    wenn alle mittun, fleht allein.

    Wo alle loben, habt Bedenken,
    wo alle spotten, spottet nicht,
    wo alle geizen, wagt zu schenken,
    wo alles dunkel ist, macht Licht.

    Wo alle lügen, dient der Wahrheit,
    wo alle heucheln, macht nicht mit,
    verscheucht den Nebel, strebt zur Klarheit,
    wo alle weichen, keinen Schritt

    Wo alle beten, laßt Sie flehen,
    wo alle klatschen, kein Applaus,
    wo alle knien, bleibet stehen,
    wo alle jammern, lacht sie aus!
    Lothar Zenetti

    [color=#0000ff][size=10]"Nehmt Eure Sprache ernst! Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt, in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden."
    "Es wurde bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit verboten."[/size]

    Friedrich Nietzsche[/color]

    Einmal editiert, zuletzt von Jo (26. September 2011 um 09:30)

  • Herbst

    Die Blätter fallen, fallen wie von weit
    als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
    sie fallen mit verneinender Gebärde.

    Und in den Nächten fällt die schwere Erde
    aus allen Sternen in die Einsamkeit.
    Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.

    Und sieh dir andre an: es ist in allen.
    Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
    unendlich sanft in seinen Händen hält.

    Rainer Maria Rilke (1875-1926)

     [Blockierte Grafik: http://farm3.static.flickr.com/2154/1531979022_e704bded72.jpg]

    [font='Impact'][color=#C3280D]
    Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran][/color][/font]

  • Markt und Straßen stehn verlassen,
    still erleuchtet jedes Haus,
    Sinnend' geh ich durch die Gassen,
    alles sieht so festlich aus.

    An den Fenstern haben Frauen
    buntes Spielzeug fromm geschmückt,
    Tausend Kindlein stehn und schauen,
    sind so wunderstill beglückt.

    Und ich wandre aus den Mauern
    Bis hinaus ins freie Feld,
    Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
    Wie so weit und still die Welt!

    Sterne hoch die Kreise schlingen,
    Aus des Schnees Einsamkeit
    Steigt's wie wunderbares Singen-
    O du gnadenreiche Zeit!
    Joseph von Eichendorff

    [Blockierte Grafik: http://www.deanita.de/images/kerz.gif]

    [color=#0000ff][size=10]"Nehmt Eure Sprache ernst! Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt, in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden."
    "Es wurde bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit verboten."[/size]

    Friedrich Nietzsche[/color]

  • Ein Wort gibt das andere – und die Heimat (schlesisch)

    Reist man in deutschen Landen,
    wird man überall verstanden,
    wenn man schlichtweg hochdeutsch spricht;
    manch Wort jedoch versteht man nicht
    in Gegenden, wer will`s bestreiten,
    mit sprachlichen Besonderheiten.
    So gab`s in unserem Heimatland
    auch Worte die nur uns bekannt.
    Kohlrabi ist`ne Oberrübe,
    wer Dresche kriegt, der bekommt Hiebe,
    Welschkraut ist Wirsing, wie man weiß,
    wer kaschelt, der rutscht übers Eis,
    Haderlok ist ein Lumpensammler,
    ein Hacher ist ein halber Gammler.
    Mit Gutalin putzt man die Schuhe,
    die Potschen bring`n den Füßen Ruhe.
    Babe ist Kuchen, Brinkel sind Krümmel,
    ein Pampoin ist ein richt`ger Lümmel.
    Wer schlafen will braucht `ne Zudecke,
    ein Reißbrettstift heißt bei uns Zwecke,
    ein Behm ist ein 10-Pfennig-Stück,
    auf Buxliks hat der Lehrer Spick,
    Gallert, das ist schöne Sülze,
    kriegt sie Haue, ja dann brüllt sie.
    Lusche ist`ne Wasserpfütze,
    wer sportlich ist, trägt Schiebermütze.
    Mit Stürzen deckt man Töpfe ab,
    den Motscher bringt gar nichts auf Trab,
    spiekige Bojkes sind etwas zum Lachen,
    der Schmodder trägt dreckige Sachen,
    Laberaffen labern was einmal da mehr.
    Dem Tetka geht wirklich alles verquer.
    Jesder Kuschik – du meine Güte,
    ein Demlak ist `ne doofe Tüte,
    pschinzo – das haste dir wohl gedacht,
    wer tschiupt, hat ein Tauschgeschäft gemacht.
    Klacken sind Wasserrüben,
    Säuglinge sehr den Nuppel lieben.
    Mit tschiepperle, tschip, tschip lockt man die Hühner,
    Pamufl machen keine Diener
    Pichl er so viel Sobtziks aus der Pulle,
    kommt sie gleich mit der Nudelkulle,
    `ne Krause ist ein Einmachglas,
    Wichse auf den Toches ist kein Spaß.
    Pullen geht man stets allein,
    Krupniok, das ist die Wurst vom Schwein.
    Der Dupa ist zu gar nichts nutz.
    Wer pumpst, kennt nichts vom Umweltschutz.
    Fuschikokel besagt alles
    außer Denver oder Dallas.

    Noch manches Wort` könnt ich zitieren,
    doch würde viel zu weit es führen.
    Ein Wort nenn`ich jetzt noch zum Schluß,
    weil ich es einfach nennen muß.
    Es drückt, ob hitzig, ob mit Kühle,
    aus der Palette der Gefühle:
    Anerkennung, Tadel, Lob,
    sanft und freundlich, wütend, grob.
    Dieses Wort vergeß ich nimmer:
    Pjeron, pjerunje – es paßt immer. :D
    Heinz Olesch

    [color=#0000ff][size=10]"Nehmt Eure Sprache ernst! Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt, in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden."
    "Es wurde bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit verboten."[/size]

    Friedrich Nietzsche[/color]

  • Gebt Raum, ihr Völker, unsrem Schritt,
    Wir sind die letzten Goten.
    Wir tragen keine Schätze mit,
    Wir tragen einen Toten.

    Mit Schild an Schild und Speer an Speer,
    Ziehn wir nach Nordlands Gründen,
    Bis wir im fernen grauen Meer,
    Die Insel Thule finden.

    Das soll der Treue Insel sein,
    Dort gilt noch Eid und Ehre,
    Dort senken wir den König ein,
    Im Sarg der Eichenspeere.

    Wir kommen her, gebt Raum dem Schritt
    Aus Romas falschen Toren.
    Wir tragen nur den König mit,
    Die Krone ging verloren.
    Felix Dahn
    aus demnRoman "Ein Kampf um Rom"

    [color=#0000ff][size=10]"Nehmt Eure Sprache ernst! Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt, in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden."
    "Es wurde bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit verboten."[/size]

    Friedrich Nietzsche[/color]

  • Danke Jo - das hat mich schon als Kind bewegt.

    Die Menschen werden durch den Mythos, nicht durch Befehle, von Fabeln, nicht durch die Logik bewegt. Irwin Edelman

  • mich auch :)


    Die Deutschen im Auslande

    Ihr Deutschen unter fremden Sternen,
    In meergeschiedenen weiten Fernen,
    Ihr sollt die Sprache nie verlernen.
    Die wohllautreiche, starke, milde,
    Die schönheitvollen Klanggebilde,
    Die in des alten Lands Gefilde
    Dereinst zu euch die Mutter sprach;
    In euren Herzen tönt sie nach:
    Wer sie vergißt – dem Weh und Schmach!
    Die Sprache Shakespeares trägt der Britte
    Ich lob' ihn drum! – wie seine Sitte
    Getreu in fremder Lande Mitte:
    Und Schiller soll vergessen sein?
    Ihr deutschen Männer rufet: »Nein!«
    Ihr deutschen Frauen, stimmet ein,
    Und eure Mädchen soll'n und Knaben
    Als köstlichste von allen Gaben
    Das Kleinod deutscher Sprache haben!

    Felix Dahn

    [color=#0000ff][size=10]"Nehmt Eure Sprache ernst! Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt, in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden."
    "Es wurde bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit verboten."[/size]

    Friedrich Nietzsche[/color]

    • Offizieller Beitrag

    Worte die ich mir auch für das Inland wünschen würde...

    Die Vollkommenheit ist unerreichbar. Gewiß ist die Vollkommenheit unerreichbar. Sie hat nur den Sinn, deinen Weg wie ein Stern zu leiten. Sie ist Richtung und Streben auf etwas hin.
    - Antoine de Saint-Exupéry, Die Stadt in der Wüste

  • [font='Times New Roman, Times, Georgia, serif'][size=14]Es weht der Wind geschwind
    mein liebes Kind,
    die Liebe und den Frieden in dein Herz.
    Vertreibt jeden Schmerz.
    Die Wolken lassen sich vertreiben,
    der Himmel hört auf zu weinen.
    Die Sonne fängt an zu strahlen
    und es wird hell in dir ,
    so wie auch in mir.
    Wärme erfüllt dein Sein,
    lässt dich im Glück erfreuen.[/size][/font]

    [font='Times New Roman, Times, Georgia, serif'][size=14]Du fühlst den inneren Schein,
    du bist nicht mehr allein
    mit der Liebe hellen Schein. :love:[/size][/font]

    [color=#800080][size=14]Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben. Nur wer mir nachfolgt wird ewig Leben. ♥[/size][/color]
    [color=#800080][size=14][/size][/color]
    [color=#800080][size=14][/size][/color][font='Times New Roman,Times,serif'][size=18]

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    [/size][/font]


  • 's war doch wie ein leises Singen
    In dem Garten heute Nacht,
    Wie wenn laue Lüfte gingen:
    »Süße Glöcklein, nun erwacht,
    Denn die warme Zeit wir bringen,
    Eh's noch jemand hat gedacht.« -
    's war kein Singen, 's war ein Küssen,
    Rührt' die stillen Glöcklein sacht,
    Dass sie alle tönen müssen
    Von der künft'gen bunten Pracht.
    Ach, sie konnten's nicht erwarten,
    Aber weiß vom letzten Schnee
    War noch immer Feld und Garten,
    Und sie sanken um vor Weh.
    So schon manche Dichter streckten
    Sangesmüde sich hinab,
    Und der Frühling, den sie weckten,
    Rauschet über ihrem Grab.
    Joseph von Eichendorff
    [Blockierte Grafik: http://www.kidsnet.at/Gifs/schnee1.gif]

    [color=#0000ff][size=10]"Nehmt Eure Sprache ernst! Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt, in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden."
    "Es wurde bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit verboten."[/size]

    Friedrich Nietzsche[/color]

  • Die Bild-Zeitung

    Willst Du das Zeitgeschehen erfassen,
    Dich bestens unterrichten lassen?
    Dann kauf Dir statt ´ner Chesterfield
    Lieber die 10-Pfennings Bild.

    Meuchelmord im Schneegestöber,
    Rattengift in Gänseleber,
    Flugzeugabsturz 1000 Tote,
    Rabe war der Unglücksbote.
    13 Tote, Zug entgleist,
    Bundeskanzler abgereist,
    Gattenmord im Ehebett,
    Verbrennungstod im Nierenfett,
    Einbruchsdiebstahl im WC,
    Schwein ertrank im Bodensee,
    Bäcker fiel in Jauchegrube,
    Schlägerei in Bauernstube,
    Untermieter totgeschlagen,
    Täter floh im Kinderwagen.

    2 ½ Millionen Leser
    von der Donau bis zur Weser,
    Vater, Mutter, Greis und Knabe
    Warten auf die Bild-Ausgabe.

    Hund biss Kind aus Eifersucht,
    Raubmörder ergriff die Flucht,
    Keilerei in Werkskantine,
    Greis ein Auge ausgeschlagen,
    Eisenhower Last mit Magen.
    Polizist verfolgt Sadist,
    Bauernbursche warf mit Mist,
    Mäusegift im Kuchenteig,
    Angeklagter wurde weich,
    Riesensummen unterschlagen,
    Kronjuwel im Mantelkragen.

    Wenn er denkt, er wär´ gescheiter,
    geht es gleich schon wieder weiter:

    Kind im Walde ausgesetzt
    Amokläufer wird gehetzt,
    Liebespärchen nicht mehr sicher,
    Explosion im großen Werk,
    Frau geklaut und nicht gemerkt,
    Überfall auf alte Frau,
    Im Bundestag ist groß Radau,
    Grace und Rainer die sich zanken,
    Monacos Thron sieht man jetzt wanken.

    Große Konferenz bei Nasser,
    In die Milch muss noch mehr Wasser.
    Großalarm bei Polizei,
    Huhn legt 2 Pfund schweres Ei.

    Drohbrief an die Tür geklebt,
    Nach dem Tod noch mal gelebt,
    England´s Frauen jetzt gut dran,
    kriegen Kinder ohne Mann!

    Faruk nicht mehr aktuell,
    Ehedrama im Tunnel!

    Hat der Leser dies erfahren,
    schlägt es ihm gliech auf den Magen,
    hinter Hecken, Häusern, Mauern
    sieht er Mörder, die da lauern,
    und mit Messern, Dolch, Pistolen
    langsam ihn ins Jenseits holen.

    Trotzdem schafft er morgen dann,
    sich die Bild gleich wieder an.
    Denn er will nicht geistig ruh´n,
    und was für die „Bild“-ung tun!

    Von der Zeitung tropft das Blut,
    aber dennoch „Bild“ ist gut!

    (dieses Gedicht enstand in den Anfängen der Bild, 50er/60ger Jahre. Von wem? Kein Ahnung, es war auf einmal da :whistling: )


    [Blockierte Grafik: http://www.social-inside.de/si/wp-content/gallery/wulff/bildzeitung.jpg]

    [color=#0000ff][size=10]"Nehmt Eure Sprache ernst! Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt, in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden."
    "Es wurde bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit verboten."[/size]

    Friedrich Nietzsche[/color]