Temperaturfrage

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  • Temperaturfrage

    Wenns heute 5 Grad warm ist und morgen doppelt so warm wird, dann hat´s morgen 10 Grad. Richtig ?

    Wenns heut allerdings 0 Grad hat und morgen doppelt so warm wird - wieviel Grad hat´s dann morgen :huh:
    "Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn." Ludwig Marcuse
  • RE: Temperaturfrage

    Kein Spiel, war heute Frage in einer Runde.
    Man hat herzhaft diskutiert und ist auf keine Lösung gekommen.
    Jetzt eben die Frage an meine belesenen Freunde.
    Ich wusste nur nicht in welches Themengebiet es am besten passt.
    "Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn." Ludwig Marcuse
  • RE: Temperaturfrage

    Na, da wird es ja wieder füsikalisch/filosoFisch! :D

    Ich kann mich nur meinem Vorredner anschließen, 0° Celsius entsprechen 32° Kelvin. Verdoppelt man jetzt den Kelvinwert, so landet man bei 17,78 ° Celsius.

    OK, das war die Antwort für die Mathematiker. Jetzt also die Antwort für die Praktiker:

    Als erstes wäre zu klären ob die angegebene Temperatur -0° Celsius beträgt, oder +0° Celsius. Hier zeigt sich die Tendenz. Eine Verdoppelung der Temperatur bei - 0 ° führt natürlich zu noch mehr Frost, also dickeren Schichten Eis auf dem See und rutschigem Rauhreif auf dem Asphalt, während eine Verdoppelung der der Temperatur bei +0° dazu führt, dass man nur noch in schattigen Kurven mit Rauhreif und Rutschgefahr rechnen muß. Das ist zwar unfüsikalisch, aber irgendwie "logisch", oder?

    Tja, jetzt muß man nur noch klären, wie groß die Einheit der "gefühlten Temperatur" ist.

    Fühlt man genau, dann ist die gefühlte Einheit 1°. Hat es draußen +0°C, dann bedeutet eine Verdoppelung der Temperatur natürlich +1° C, ist doch logisch!
    Für die Pedanten mit den Digitaltermometern ist die gefühlte Einheit 0,5 ° C, wobei natürlich das Thermometer die Temperatur in 0,1° - Schritten angibt, der Sensor aber zu dicht an der Hauswand steht um tatsächlich die echte Außentemperatur zu messen, vor allem, weil der Sensor auch noch windgeschützt montiert ist. Ergo bedeutet für den Pedanten die Verdoppelung der Temperatur von +0° natürlich das messbare Intervall von 0,5° und er bekommt natürlich ebenfalls +1° heraus, logischer Weise!

    Juut! Es ist also nicht nur die Frage wie hoch ist die Ausgangstemperatur, sondern auch wie genau man den Temperaturunterschied wahr nehmen kann.

    Ich schätze, das ist jetzt mit meinen ausführlichen Ausführungen ausreichend geklärt. Menschliche Sprache ist unscharf, also das Gegenteil von logisch. Trotzdem erkennt der Angesprochenen den Kontext und weiß was der Sprecher meint!

    Hoffe ich doch!
    EO
    nenn mich EO
    zu Ende denken
  • RE: Temperaturfrage

    ok wenn man 0°C in fahrenheit umrechnet, das verdoppelt und wieder in °C umrechnet kommt man auf +17.78 °C...
    und mit kelvin kommt man auf sagenhafte +273.15 °C

    is wahrscheinlich ne milchmädchenrechnung :angel:

    aber da °C eine PHYSIKALISCHE :rolleyes: einheit ist, kann man mit der doch nur rumrechnen. und da bleibt 0°C mal 2 gleich 0°C, sagt ich mal einfach mit meinen grundwissen über die schul-physik...
  • RE: Temperaturfrage

    ='herrmann'

    Sei doch kein Spielverderber, es enthält doch die Lösung.:blush:

    herrmann schrieb:


    Wenns heute 5 Grad warm ist und morgen doppelt so warm wird, dann hat´s morgen 10 Grad. Richtig ?

    Nö. Ich habe: 284,15°C

    herrmann schrieb:


    Wenns heut allerdings 0 Grad hat und morgen doppelt so warm wird - wieviel Grad hat´s dann morgen :huh:

    273,15°C

    Alles zu verraten wäre langweilig, ergo mach ich ein analoges Spiel.

    Ein Brett(chen) sei 50 cm lang, nachdem ich es mit einem normalen Zollstock vermessen habe. Wie lang wäre ein doppelt so langes Brett? Richtig, 1 Meter. Aber nun nehmen wir mal an, es habe sich eine völlig obskure Zollstockskala eingebürgert. Sie beginnt nicht bei Null, sondern bei -50. Man legt an und ließt den Zahlenwert ganz normal ab. Was würde man bei unseren Brett(chen) ablesen? Richtig, genau 0 cm. Wie lang ist nun ein doppelt so langes Brett?:angel:

    Gruß
  • RE: Temperaturfrage

    Phasenverschobener schrieb:



    273,15°C




    Minus oder plus.

    Minus 273,15°C in Kelvin umrechnest dann bist du bei 0K, also am absoluten Nullpunkt, oder? 0°C sind 273,15K![hr]

    Phasenverschobener schrieb:



    Ein Brett(chen) sei 50 cm lang, nachdem ich es mit einem normalen Zollstock vermessen habe. Wie lang wäre ein doppelt so langes Brett? Richtig, 1 Meter. Aber nun nehmen wir mal an, es habe sich eine völlig obskure Zollstockskala eingebürgert. Sie beginnt nicht bei Null, sondern bei -50. Man legt an und ließt den Zahlenwert ganz normal ab. Was würde man bei unseren Brett(chen) ablesen? Richtig, genau 0 cm. Wie lang ist nun ein doppelt so langes Brett?:angel:

    Gruß


    hey mein tread:dodgy:

    Aber es sei dir gegönnt. 1 Meter

    -50cm x 2 = -x
    x = 2x50cm
    x = 100cm
    "Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn." Ludwig Marcuse
  • RE: Temperaturfrage

    herrmann schrieb:


    Minus oder plus.

    Plus


    Minus 273,15°C in Kelvin umrechnest dann bist du bei 0K, also am absoluten Nullpunkt, oder? 0°C sind 273,15K![hr]

    Phasenverschobener schrieb:


    Aber es sei dir gegönnt. 1 Meter

    -50cm x 2 = -x
    x = 2x50cm
    x = 100cm

    Wie kommst du auf -50? Die Länge des Brettes ist in meiner obskuren Skala 0 cm. Mach mal einige Umrechenbeispiele:

    Normaler Zollstock - Obskurer Zollstock
    0 cm --- -50 cm
    50 cm --- 0 cm
    1 m ---- 50 cm

    Wenn du nun einfach die gemessenen 0 nimmst und verdoppelst bekommst du wieder 0. Der Knackpunkt ist, das die Skala willkürlich vom wirklichen Nullpunkt verschoben wurde, du musst immer diesen wirklichen Nullpunkt berücksichtigen. Bei der Länge leuchtet das eigentlich sofort ein, aber bei der Temperatur hat sich das so fest eingebürgert, das an die rein willkürlichen Verschiebung vom wirklichen Nullpunkt gar nicht mehr berücksichtigt wird oder irgendwie nicht dran gedacht wird. In der Thermodynamik rechnet man daher einfach fast immer in Kelvin, denn die Skala fängt ganz normal beim wirklichen Nullpunkt an, wie auch der Zollstock.

    Gruß
  • RE: Temperaturfrage

    Phasenverschobener schrieb:



    [...]

    Alles zu verraten wäre langweilig, ergo mach ich ein analoges Spiel.

    Ein Brett(chen) sei 50 cm lang, nachdem ich es mit einem normalen Zollstock vermessen habe. Wie lang wäre ein doppelt so langes Brett? Richtig, 1 Meter. Aber nun nehmen wir mal an, es habe sich eine völlig obskure Zollstockskala eingebürgert. Sie beginnt nicht bei Null, sondern bei -50. Man legt an und ließt den Zahlenwert ganz normal ab. Was würde man bei unseren Brett(chen) ablesen? Richtig, genau 0 cm. Wie lang ist nun ein doppelt so langes Brett?:angel:

    Gruß

    Mich würde viel mehr interessieren, wie jetzt aus einem Brett plötzlich mehrere geworden sind...
    Wenn man das bspw. auf 'nen Sack Reis übertragen könnte, wäre das Welthungerproblem gelöst. ^^
    Die Menschen werden durch den Mythos, nicht durch Befehle, von Fabeln, nicht durch die Logik bewegt. Irwin Edelman
  • RE: Temperaturfrage

    Temperatur ist nichts anderes als die mittlere Bewegungsenergie der Teilchen einer Masse.
    Zur Lösung bedenke man folgendes: Die Fragestellung schreibt keine Einheit für die Größe Temperatur vor. Lediglich ist von Grad die Rede. Welches Grad man nimmt, ist also wurscht, Celsius sind genauso Grad wie Fahrenheit. Lediglich Kelvin dürfte man nicht verwenden, da dies nicht in Grad angegeben wird.
    Man könnte also die Null Grad als in Fahrenheit gegeben annehmen, in Celsius umrechnen, verdoppeln und wieder zurückrechnen in Fahrenheit. Wobei man nichtmal mehr zurückrechnen müsste, Celsius ist schließlich (siehe oben) auch eine Einheit, die in Grad angegeben wird.

    Zudem bedenke man, dass bei 0 Grad Celsius die Temperatur nicht null ist. Diese Skala beginnt bei Null, da sie die praktische Eigenschaft hat, gefrorenes Wasser am unteren Ende (Nullpunkt) und siedenes Wasser am oberen Ende (100 Grad) zu haben.
    Gut, oberes und unterese Ende sind schwachsinn, da eine Skala wie diese unendlich forgeführt werden könnte. Aber diese beiden markanten Marken lassen sich wesentlich besser im Altagsgebrauch verwenden als bei Kelvin oder Fahrenheit.

    Wie man Temperatur verdoppelt? Die gemittelte Bewebungsenergie der Moleküle der zu messenden Masse verdoppeln, ergo Energie hinzufügen. Geht ganz gut durch Erhitzen :D
    Der Energie ist es schließlich egal, in welchen Einheiten wir schließlich ihre Auswirkungen, sprich also die Bewegung der Molleküle, messen...
  • RE: Temperaturfrage

    Naja, nach kurzem Nachdenken würde ich sagen: Unsere Verdoppelung von 5 Grad auf 10 Grad ist keine.

    Am Besten so vorstellen: Ein laaaanges Lineal. Ganz links ist die Null. Wie nehmen einen Punkt bei ungefähr 273 cm als unseren Ausgangspunkt. 5 Grad sind jetzt in Wirklichkeit unser Ausgangspunkt +5.

    1) So sieht es eigentlich physikalisch gesehen aus:
    [IMG:http://img3.imagebanana.com/img/szfo62a/thumb/temperatur2.png]
    Verdoppeln wir unsere 5°, die in Wirklichkeit 273+5 Kelvin sind, kommen wir irgendwo bei 556 Kelvin raus, was 283 Grad Celsius wären.

    2) So sagen wir es alltagstechnisch:
    [IMG:http://img3.imagebanana.com/img/o11cckto/thumb/temperatur1.png]
    Unsere 5° Celsius sind nur der Abstand von 273. Und wenn man den verdoppelt, kommt man eben bei 273+10 raus.

    Nach unserem Sprachgebrauch wäre doppelt so warm wie 0° also auch 0°.
  • RE: Temperaturfrage

    Japs, denn außer Kelvin sind alle anderen Skalen relativ. Kelvin ist absolut.
    Wobei auch das nicht ganz stimmt. Die Skala hat nämlich keinen deffinierten Anfangspunkt.
    0 Kelvin sind theoretisch der absolute Anfang, negative Werte kann es nicht geben, da 0 K keinerlei Bewegung der Molleküle mehr vorraussetzt und weniger als keine Bewegung oder gar eine negative Bewegung gibt es nicht!

    Nun ist es aber naturgegeben so, dass 0 Kelvin gleichbedeutend ist mit gar keiner Temperatur. Wo keine Bewegung, da keine mittlere Bewegungsenergie, da keine Temperatur.
    Wo keine Temperatur, da 0 Kelvin.
    Dementsprechend kann man sich dem absoluten Nullpunkt lediglich annähern, erreichen oder gar messen kann man ihn nie (siehe auch 0. Hauptsatz der Thermodynamik).