Tod - was ist das - oder was ist das nicht ?

  • Zitat von Florian Weidermann


    kann man denn überhaupt mit dem Leben zahlen??

    [color=#0000CD]Wohl nicht mit weltlichen Mitteln
    :D
    du "verkaufst" wohl eher Deine übrige Lebenszeit!(MOMO!)
    und die garantiert dir nichts !!!
    ...
    wohl eher wird dir dieses, Deine, Leben verliehen
    doch im Angesicht dessen
    das deine Zeit hier nur begrenzt ist
    gibst du das Leben
    im Tausche für das, was dich erwartet....

    du kommst nicht drumherum,
    doch kannst du nur aus deiner eigenen Gewissheit heraus
    dich als Geschenk geben....

    Deine Körperlichkeit ist Zeitlebens dein Tempel....

    ...ist dies nicht gleichsam größtes Geschenk sich dem Tode zu ergeben?[/color]

    Zitat von Florian Weidermann


    Wem gehört das Leben überhaupt? dem Einzelnen oder dem Gesamten?

    Gehört jede meiner Zellen ein-zeln sich selbst?
    Oder gehören die ein-zelnen Zellen allesamt mir?

    [color=#0000CD]
    Wenn begonnen wird, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen,
    die Bewußtheit beginnt sich zu leben
    seiner Seele Flügel zu verleihen, dann ja
    gehört dein Leben dir, solange du lebst
    um irgendwann im Sterben selbst
    auf leichten Schwingen deine weitere Reise anzutreten:)[/color]

    Zitat von Florian Weidermann


    Oder gehören alle Menschen der Menschheit(Gott)?

    [color=#0000CD]So wie du dich selbst Gott gegeben lebst....[/color]

    Zitat von Florian Weidermann


    Wie kann Ich denn überhaupt den Tod kaufen?

    [color=#0000CD]wäre dies so einfach zu beantworten....

    und selbst wenn du wüßtest wie...
    es gibt dir, Glücklicherweise , keine Gewissheit
    wohin die Reise geht[/color]

    Zitat von Florian Weidermann


    Und wie kann Ich mir Leben kaufen??

    [color=#0000CD]indem du Dein Bewußtsein
    als in Dir wohnendes Geschenk betrachtest....
    Selbstkauf ausgeschlossen:P
    [/color]

    Zitat von Florian Weidermann


    Wie kann die Bestimmung über Leben&Tod umgestimmt werden?


    [color=#0000CD]
    wenn du über Gut und Böse ein völlig neues Bewußtsein erreichst
    und nicht weniger den Tod
    denn das Leben erachtest[/color]

    Zitat von Florian Weidermann


    Welche Launen stecken dahinter?

    [color=#0000CD]Nur weltliche,menschliche....:angel:[/color]

    Zitat von Florian Weidermann


    Wie kann Ich sie befriedigen?
    Wie erzürne Ich sie?

    [color=#0000CD]Nur und ausschließlich durch
    Dich
    deine Bewußtheit
    deine Ganzheit
    deine Einmaligkeit
    deinen Körper
    ....

    Man mag meinen es gibt durch Krankheit, Zwangstod,
    Freitod (wobei ich hierbei noch eingehen werde!)
    kaum die selbstgewählte Erscheinungsform vom Leben
    zum Tod....

    ich meine
    es gibt eine nicht selbstgewählte Erscheinungsform vom Tod zum Leben !
    In Anbetracht dessen im Zeichen der Geburt
    der Tod schon besiegelt ist
    und Du, der Mensch,
    mit Bewußtsein
    sich seinen Tempel schafft.......

    Baut sich der von dir geschaffene Tempel über den Tod hinaus weiter
    und hinterläßt Spuren deiner Schöpfung...

    oder ist der Mensch erpicht darauf Zeichen seines Lebens zu hinterlassen???

    [/color]

    [color=#0000CD]Achte auf deine Gedanken, achte auf deine Worte, halte dich frei von jeder schlechten Handlung! Wenn du diese drei Wege wahrhaft beachtest, dann betrittst du den Weg der Wahrheit.[/color]

  • Es gibt ja viele Berichte,u.a. aus Indien, wo ja der Tod als etwas "Gutes" dargestellt wird und jede "Geburt" als etwas schlechtes.
    Ist doch leider in der angeblich so hochzivilisierten Welt anders.
    Wenn die ERziehung zu diesem Thema so läuft wie z.B. in Indien, geht man doch auch anders damit um.
    Es sollte als Art der Befreiung angesehen werden und nicht als der Verlust usw..Es wird doch zusehr auf die Angehörigen etc. fokusziert.
    Da werden doch Dramen hochstilisiert.

    Das andere ist die Frage nach dem freien Willen.Darf "ICH" in diesen Plan eingreifen und sagen.Jetzt ist Schluß??!!!
    Das mit der Sterbehilfe wird demnächst geändert werden.Die ganzen Lebensverlängernden Maßnahmen, meistens auch gegen den Willen der Betroffenen gehen ja finanziell in die Höhe.Irgendwann knicken die Kassen ein.
    Bei manchen ist vielleicht ein gewisser "Schuldkomplex" vorhanden,der einem davon abhält.Wenn der Punkt kommt, die Kinder dürfen doch nicht vor den Alten gehen.
    Jedenfalls bleibt man auf einer Stufe stehen,denke die Weiterentwicklung wird hier gebremst.Wenn der Lernprozeß in diesem Abschnitt beendet ist und das ist er für mich in dem Moment, wo ich das ganze durchschaut habe müßte man sich aber entscheiden können.Aber da sind halt Kinder, Partner etc. die eine Entscheidung behindern.
    Auf alle Fälle kommt die Frage für was bleibt man???!!!

  • Nun - der Tod ist etwas Gutes, besonders heutzutage. Es ist nur eine Marotte der westlichen, puritanisch verbrämten Gesellschaft, dass das geschundendste und entwürdigendste Leben dem Tode vorzuziehen sei, und wer das nicht tue, dem werde Strafe zuteil. Die Maya hingegen sahen im Suizid einen heiligen Akt, einen Opferdienst, der mit dem 13 Himmel belohnt wurde, unter dem Patronat von Ixtab, einer eigenen Göttin. (http://www.ixtab.org.uk/images/ixtab-pik.jpg)

    Die esoterisch verbrämten Karma-Lehren verteufeln den Suizid ebenso wie die Fundamentalchristen, Juden und Moslems. Doch im Hinduismus selbst kann der Suizid durchaus gerechtfertigt sein, wenn durch ihn ein Raub der Würde verhindert wird, und ist auch nicht mit karmischen Beeinträchtigungen verbunden. So verehren die Balinesen einen König und sein Gefolge als Heroen, die sich lieber in einer rituellen Selbstvernichtungsschlacht selbst umbrachten, als vor den anrückenden Holländern zu kapitulieren, in Denpasar wird ihrer sogar mit einem Denkmal gedacht.

    Es ist nun mal leider so, dass die esoterische Wertehaltung durch übelriechenden, verlogenen Kalvinistenschmutz versaut und pervertiert ist. Vieles wird dem Hinduismus zwar entlehnt, doch gibt es deutlich kalvinistische Grundsätze wie die Diabolisierung des Suizids und die Ablehnung der Evolutionstheorie. (ja - jetzt habe ich mir gerade eine Menge Minuspunkte eingehandelt)

    Solche doofen, hirnverbrannten Lehren dienen nur einer Obrigkeit, die ihre fürchtigen Schafe so bis aufs Blut ausbeuten können. Man stelle sich vor, um wie vieles netter die Obrigkeit sein müsste, wenn die Menschen sich bei Unbehagen ohne Furcht vor moralinsauren Predigten und Vorwürfen umbringen würden. So absurd es klingt, aber die Akzeptanz des Suizides würde zu einem respektvolleren Umgang der Menschen untereinander führen.

    Es wird immer der Vorwurf laut, Suizid sei ein Zeugnis von Egoismus - doch ist es nicht umso egoistischer, einem Menschen gegen seinen Willen zu einem Leben zu zwingen, dass dieser nicht führen will. Ist das Leben immer die Antwort? Jene, die das predigen, müssen ja nicht mit seiner geistigen Konstellation in seinem Körper auskommen. Aber eben, wir leben in einer Kultur, die dem Tod eine abgrundtiefe Negation entgegen bringt. Was Tod und krank ist, muss aus dem Blickfeld entfernt werden, ansonsten könnten die Lemminge ja beginnen zu denken...

    oxlajun pi chan ajaw ox unijiw

  • Da kann ich nur sagen,es ist mir fast aus der Seele geschrieben.
    Deshalb wird ja NOCH die Sterbehilfe so energisch bekämpft.Obwohl hier auch schon andere Stimmen laut werden, sicher aber aus einem anderen Grund.
    Im Jahre 3oo nochwas, ist ja im Konzil zu Nicea durch die Kirche das Dogma der Verteufelung von Widergeburt etc. beschlossen worden.
    Sicher nicht ohne Grund.Nur so kann man sich der Schafherde sicher sein.
    Ja die Massenmedien haben seit Jahren auch hier ganze Arbeit geleistet.
    Da fragt man sich schon, wo ist diese angeblich so zivilisierte und gebildete Gesellschaft.Die Masse ist degeneriert worden zu Marionetten.

  • Die Sterbehilfe ist so ein Thema. In der Schweiz wird sie derzeit recht liberal gehandhabt, was zumindest die Praxis betrifft. Allerdings mit Ausnahme dessen, was die vierte Gewalt daraus macht. Medienberichte sind tendenziös und stellen grundsätzlich in Frage, ob der Sterbewillige das überhaupt wollen darf. Besonders negativ wird dabei Dignitas gewertet, und die letzten Monate waren ein Spiessrutenlauf, überall wurde ihnen die Wohnungen und Räumlichkeiten gekündigt und die Sterbebegleitung durch Erlasse unterbunden, schliesslich wurden Sterbegebleitungen sogar in Autos durchgeführt. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass die moralinsaure Presse auch dieses von ihr mitverschuldete Problem als menschenverachtend geisselte.

    Menschenverachtung - für mich beinhaltet dieser Begriff auch die Forderung, dass ein Mensch gegen seinen expliziten Willen zu leben habe. Von der Psychologie her grossmäulige Versprechungen, dass Depressionen heilbar seien und ein Selbstmord vermieden werden müsse, sind nicht haltbar. Solange der Brandherd bleibt, bricht wieder Feuer aus. Zudem sind viele Psychologen und Psychiater selbst ebenfalls psychisch angeschlagen - wie sollen sie andere heilen, wenn sie es nicht mal bei sich selbst schaffen? Leere Durchhalteparolen, das angebliche Türchen, der verheissungsvolle Silberstreif am Horizont, alles bescheuerte Fata Morganas. Es gibt keine Hoffnung, insbesondere nicht in unserer Zeit, die sich nun mal fundamental von anderen Zeiten unterscheidet.

    Von daher ist es auch anmassend, wenn vom Glück verwöhnte Zeitgenossen ihre moralinsauren Kritiken abgeben und zu wissen glauben, was für die anderen das Beste sei. Vor diesen Leuten sollte man sich am Meisten hüten, denn es geht ihnen nur um ihr eigenes Wohlbefinden und ihr befriedetes rudimentäres Fragment von Etwas, dass eigentlich ein Gewissen sein sollte. Weil es ihnen so gut geht, ist die Welt gut, ist Gott gerecht - welcher Gott eigentlich? Also haben Leidende ihr Leiden zu ertragen, weil es "Lernstoff" sei! Wird dann mit Karma begründet, wie praktisch, weil nicht falsifizierbar. Wie herrlich selbstgerecht... Wenn ein "Gott" auf solche Methoden angewiesen ist, dann kann er so erhaben und allmächtig nicht sein, und zu verehren braucht man so einen Pseudogott erst recht nicht.

    Also wurde ich Atheist, weil sich die "Gläubigen" fleissig in Blasphemie üben...

    oxlajun pi chan ajaw ox unijiw

  • Ja ich wurde auch als Atheist geboren und mußte erfahren, das es Jawohl so etwas wie "Gott" geben muß.
    Leider wird ja der Gott den uns die Kirche aufs Auge drücken will nicht dem gerecht.
    Im Buch " Auf ein Wort" geht Rudi ja auch darauf ein.Leider ist uns ja auch vieles abhanden gekommen,wie die kosmische Verbundenheit, soweit durchführbar,um gewisse Dinge zu vollziehen.
    hatte jetzt mal ein Orakel befragt.Zwecks jemand anderes sein zu wollen.
    Meine Talente würden noch in dieser Welt gebraucht,so das ein Wechsel noch nicht angezeigt ist.
    http://www.engel-orakel.de
    Die Presse ist so ein leidiges Thema für sich.Aber wenn man weis wer dahinter steckt, dann weis man darüber und deren Absichten bescheid.