danke jocelyne!
ja- geteiltes leid ist halbes leid.
und geteilte freude ist doppelte freude.
deshalb...
![]()
majun
danke jocelyne!
ja- geteiltes leid ist halbes leid.
und geteilte freude ist doppelte freude.
deshalb...
![]()
majun
[size=12]
Ebbe und Flut
ausgehaucht
und ebbe
enthielt sich
dem seidenmond
und schwärze
empfing die angst
doch sie ließ raum
für hoffnung
am lungenflügel
spielte die musik
- ein schwaches ständchen
für`s leben
während die
vergangenheitskönigin
zynisch fragte
hast du vergessen
was war?
da hing das leben
an einem tropf
und vertrauen wurde
eingeflößt
und hektisch
wurden arme
zerstochen
und langsam
verwandelten sich
gedankenmuster
in watteweiße
tagträumereien
es wackelte der thron
während tränen
in das bewusst- sein
strömten
die angst kroch
durch venen
und worte blieben
an ausgetrockneten
lippen kleben
kräftig eingeatmet
und flut
umspülte den seidenmond
und licht
vertrieb die angst
und schaffte platz
für neuen lebensmut[/size]
der tag als philomena ging...
philomena, schildpatt-weise
ging des öft`ren still und leise
auf samtespfoten in den wald
und kam gewöhnlich wieder bald.
manchmal war die beute reichlich,
philomena, nicht verweichlicht,
schlich sich auch an rehe an,
die sie niemals fressen kann.
manchmal war`s nur eine maus,
die sie dann ganz stolz vor`s haus,
oder in die wohnung brachte,
worüber ich auch manchmal lachte.
doch meistens bekam sie dafür tadel,
sie strich dann ganz verwirrt um`s wad`l
und fragte sich:wofür die hetz,
wenn`s dann eh nur etwas setzt!
doch eines tages war`s ganz still,
im haus, und wenn man will,
dann könnte man von ahnung sprechen,
als sie nicht heimkam dieser nächten.
die futterschüssel stand verlassen,
als wir beim abendessen saßen,
und irgendwie kam der verdacht,
ein jäger hätt sie umgebracht.
wochen später, auf dem weg nach hause,
von einem umtrunk in saus und brause,
als ich über äcker schwankte,
den göttern für die gaudi dankte,
da hörte ich plötzlich diese klänge...
wie tierisch traurige gesänge.
tausende zikaden zirpten
traurige zikaden-lieder,
und mit monotonem summen,
sangen sie sie immer wieder.
zikaden zirpen teufels hohn,
toter katzen zirper-lohn,
und plötzlich war es da, das wissen:
unser katz`hat ausgeschissen.
mein herz spricht eine eig`ne sprache
es pocht manchmal ganz laut,
dann wart`ich einfach mal und lache,
bis mein kopf vertraut.
ich hoff`es weiß dann, was es tut
nicht immer bin ich bei der sache
und wenn es plötzlich stille ruht,
unsicher, was ich mache.
ich wart`dann einfach was passiert
und meistens kommt was gutes.
und wenn ich auch den kopf verlier,
ich bleib doch frohen mutes.
mein herz tut manchmal was es will
und fragt nicht, was ich denke.
mein kopf ist wirklich niemals still
auch wenn ich ihn schon lenke.
das herz aber, es klopft und springt
und achtet nicht auf mich,
fröhlich melodien es singt,
und macht sich lächerlich.
mein herz ist was besonderes,
es klopft manchmal ganz leise
und schickt oft die verbitterung
ganz sanft auf eine reise.
so zeigt es mir in größter wut
daß es noch wege gibt
mein herz ist groß und es ist gut
und macht mich schwer verliebt.
die rosa brille, die entsteht,
die ist gewiss nichts schlechtes
sie zeigt im schlimmsten menschen mir
da steckt doch noch was echtes.
es schlägt mein ganzes leben lang
am tag und in der nacht,
und wenn es einmal nicht mehr pocht
entschlafe ich ganz sacht...
Weltenfrau
an der eiche, an der eiche
hölzern tor zum totenreiche
möchte hin, möchte hin,
doch hält mich fest da wo ich bin,
der rote faden festgebunden,
um der tanne stamm gewunden.
drehe mich tief in die erde,
was ich bin und was ich werde,
was ich war und was geschah,
dunkle wesen mir ganz nah,
bin geschützt in einer blase,
auf gehts in die nächste phase.
sinke tiefer falle runter,
falle raus und werde munter,
weg die erde, weg das land,
fort alles, was mir je bekannt.
dunkelheit und nebelwelten,
flieg an allem ich vorbei,
lass alles was ich hatte los,
ich brauch es nicht, ist einerlei.
ein wesen steht da in der nacht,
durchscheinend, zart und doch zur wacht,
es zeigt den weg zu meinem ich,
ein schneckenhaus voll fackellicht,
ein runder raum, eine spirale,
ein gang, ein wesen, mir ganz nahe.
ein weiblein fädelt perlen auf
der faden ist mein lebenslauf.
führt mich durch einen hellen gang
die treppen weiss, in mir gesang,
die wände rein und alles licht,
so hell, ich seh die frau fast nicht,
die vor mir sitzt auf einem thron,
der langer reise prachtvoll lohn.
sind verbunden, sind verbunden,
und sie zeigt mir unumwunden,
meine welt durch ihre augen,
schaue mich und kann`s nicht glauben,
ich bin sie und sie ist ich,
so weit weg, so stark im licht.
seelenmutter, weltenfrau,
silberfaden, kräfteschau,
endlich, endlich seh ich dich,
fand dich doch so lange nicht,
wusste nicht woher ich nehme,
und wie weit ich mich denn dehne,
alles wird mir langsam klar,
wer ich bin und wo ich war,
aus wievielen teilen ich bestehe,
bist so fern in meiner nähe.
[Blockierte Grafik: http://forum.schamanenstube.com/files/weltraum_1_438.jpg]
ich sing ein lied für dich,
mein kleiner,
im mondschein
dein helles gesicht.
schaust mich gross an,
von langen wimpern
umrahmt deine augen.
ich sing ein lied für dich,
mein kleiner,
du liegst an meiner brust
ganz still,
hörst mir zu,
und wehrst dich nicht
gegen meine zärtlichkeiten.
ich sing ein lied für dich,
mein kleiner,
streiche dir eine strähne
deiner feinen haare
aus der stirn.
meine lippen
an deiner wange,
mein atem in deinem ohr.
mein sohn, mein sohn,
so nah bist du mir,
in diesem moment,
im mondlicht,
so still,
getragen nur
von meiner melodie für dich.
ich sing ein lied für dich,
mein grosser,
du bist weit weg
und manchmal
im mondlicht
bist du mir wieder nah.
[Blockierte Grafik: http://sonja.schuschu.org/blog/files/kopie-von-dscf4562.JPG]
kalter wind
da lag das herz
und konnte keinen reim
sich machen
und durch den kopf
jagten ganz plötzlich
tausend sachen.
zwei sprachen
und untereinander
konnten sie sich nicht
verstehen.
das herz konnte
nicht logisch denken und
der kopf keine gefühle sehen.
verwirrt war eine seele,
ein frösteln lief
über den rücken.
schon lange konnte diese welt
nicht mehr entzücken.
fort war alles,
liebe, kraft und segen.
ein kalter wind blies ins gesicht
und brachte regen.
am horizont das licht
entschwindet,
kein liebend band,
kein frohsinn bindet.
tränen sind schon lang versiegt,
die dinge nehmen ihren lauf.
ein grashalm der im sturm sich biegt,
und kleinste wunden reissen wieder auf.
wegschauen
schau`n wir weg
schau`n wir nicht hin
das hat doch eh
gar keinen sinn
wir können sowieso nix tun
lassen wir "die sache" ruh`n
das ist ja alles
so weit weg
und hilfe hätt
gar keinen zweck,
hauptsach`uns geht`s
halbwegs gut,
hauptsach`WIR
haben noch mut,
man muss halt auch
was TUN für`s glück!
von selber
läuft`s ja
nicht ein stück...
wir sind so gut,
wir sind so toll,
die teller sind hier
immer voll,
was?
beim nachbarn?
lebt ein kind?
davon hab ich keinen wind!
im keller?
seit jahren?
kann das sein?
ich schau doch nicht
zu deren fenster rein!
na sowas...
also, das sind sachen!
naja, da kann man
eh nix machen...
es drängt
es drängt
von innen
nach aussen
will raus
will durch
die tasten
die feder
die finger
auf papier
fliessen,
will nicht
nur geschrieben
sondern
auch gelesen
wahr genommen
werden
umgesetzt
und ausgelebt
vom denken
ins handeln
erlebt
gesehen
abgeschaut
und nachgemacht
vervielfältigt
hinterlässt es
eine spur
aus mut
und kraft
endlich,endlich
kraft
die aus dem kopf
ins herz
geflossen ist
und ins leben
gebracht
wurde,
be- geistert.
be-lebt.
spirit-uell.
von geist erfüllt.
geist-voll.