In Samaria hatte Simon viele Anh?nger, die in ihm die Kraft Gottes wirken sahen (Apg. 8,10). Wie viele andere Einwohner Samarias lie? sich auch Simon Magus von Philippus taufen und war sehr angetan von den Wundern, welche die christlichen Apostel durch Handauflegen taten.
Simonie
Auf das Angebot des Simon, Heilsgabe durch Geld zu erkaufen geht der Begriff Simonie zur?ck.
In sp?terer Zeit hatte die Kirche dabei weniger Skrupel, Papst und Kirche lie?en sich Kardinalsh?te und Bischofs-m?tzen f?rstlich bezahlen. Auch im Reliquienwesen und beim Abla? spielte Geld eine gewichtige Rolle. Heil und Vergebung war derart mit Geldzahlungen verbunden, da? sich den Reformatoren hier ein Angriffspunkt gegen Rom bot.
Das weckte in ihm die Begehrlichkeit nach derartigen F?higkeiten und er bot den Aposteln ein S?mmchen Geldes, wenn sie ihn ihr Geheimnis mitteilten. Die Christen lehnten dies entr?stet ab und verdammten ihn und sein Geld mit dem Hinweis, Gottes Gabe k?nne nicht durch Geld erworben werden. Simon reute sein Angebot und er bat um Bu?e (Apg. 8,18-24).
Die Petrus-Legende berichtet von einem Zusammentreffen des Petrus mit einem Zauberer Simon in Jerusalem. Dieser, wohl identisch mit dem Simon der Apostelgeschichte (vielleicht ist Simon auch ein Titel?), nannte sich die erste Wahrheit und behauptete, nichts sei ihm unm?glich. Einmal soll ihn seine Mutter Rachel (hebr. ?Lamm?, ?Schaf?) angewiesen haben, ein Feld zu m?hen. Simon befahl diese Arbeit einer Sichel, die die Arbeit nicht nur selbst?ndig, sondern sogar zehnfach besser als gew?hnlich ausf?hrte.
Weiter beherrschte Simon die Kunst, eherne Schlangen beweglich zu machen, Statuen zum Lachen zu bringen und Hunde singen zu lassen. Als er Petrus begnete, soll Simon im Streitgespr?ch obsiegt haben und Simon geschlagen seine Zauberb?cher ins Meer geworfen haben (Jacobus de Voragine, Legenda Aurea (1994), S. 195ff; die von ihm zitierten sind Klemens und Linus).
Simon begab sich nach Rom und wurde dort gesch?tzter Ratgeber von Kaiser Nero. Den ?berzeugte er, indem er sich bei einem Treffen bald eine jugendliche, bald eine alte Erscheinung gab. Durch eine List (er lie? sich enthaupten und erschien drei Tage sp?ter lebendig wieder, angeblich hatte er statt seiner einen Widder enthaupten lassen) soll er Nero von sich ?berzeugt haben. Bei einem weiteren Treffen mit dem Kaiser sprach er gleichzeitig drau?en zum Volk. Nero soll ihm schlie?lich eine Statue aufstellen lassen haben mit der Aufschrift ?Simon, dem heiligen Gott? (Legenda Aurea (1994), S. 198). Das beruht wohl auf einem Mi?verst?ndnis, denn mit Semones bezeichnete die R?mer eine Reihe von Halbg?ttern, die sie zwar nicht als himmlische G?tter verehrten, ihnen dennoch den n?tigen Respekt nicht versagten. Zu ihnen geh?rten z.B. Hippona, Priapus, Vertumnus, auch Sancus, Sangus (Hederich (1996), Sp. 2187).
Petrus war Simon nach Rom nachgereist und forderte, mit Paulus, den Zauberer zu einer Kraftprobe vor Kaiser Nero, bei der sie die Oberhand behalten, als ein von Simon herbeigezauberter riesiger Hund von Petrus mit Brot bes?nftigt - ganz wie einst Mose und Aaron vor Pharao dessen Priester besiegten (2. Mose 6,8-13).
Es kam noch zu weiteren Machtproben, bei denen Simon stets unterlag, aber auch sein Leben von Petrus erhalten wurde. Schlie?lich bestieg Simon das Kapitol und begann von dort aus zu fliegen. Als Petrus und Paulus das sahen, lie? Petrus den Simon abst?rzen und er brach sich das Genick. Wegen dieser Tat wurden sie beide von Nero, der den Verlust Simons bedauerte, eingekerkert (Legenda Aurea (1994)).
Es ist bemerkenswert, da? Petrus ausgerechnet mit dem seinen Strau? ausfocht, der gleichen Namens war wie er selbst - der sp?tere Apostel hatte den Namen Petrus (Fels, griech. Kephas) von Jesus erhalten, als der ihn zu seinem J?nger berief, sein eigentlicher Name war Simon (Matth?us 10,2, Markus 3,16, Lukas 6,14, Johannes 1,42, bes. Matth?us 16,18).
Es gibt Hinweise, da? Simon Magus ein Anh?nger Johannes des T?ufers gewesen war. Er soll die christliche Gnosis begr?ndet haben. In seiner Gemeinde - 62 soll er sogar Vorsteher der Gemeinde von Jerusalem gewesen sein - waren Frauen dem M?nnern gleichgestellt, anders als bei Petrus und Paulus. So standen beide christlichen Gemeinden von Anfang an in Konkurrenz.
Alles stamme von einer doppelgeschlechtlichen Urkraft, die drei Paare von Kr?ften gebar, die Aeonen, welche zusammen den siebenfachen Himmel regierten. Simon selbst wurde von einer Tempelhure namens Helena begleitet, die ?Erster Gedanke? (Ennoia) oder Sophia (Weisheit) genannt wurde und eine Inkarnation der Gro?en G?ttin w?re und f?r Simon die Bedeutung gehabt h?tte wie Maria Magdalena f?r Jesus (Walker (1993), S. 1018).
Simon soll auch den Beinamen Faustus getragen haben und ein Vorl?ufer des Doktor Faust gewesen sein. Daf?r soll unter anderem der Umstand sprechen, da? Faust die sch?ne Helena des griechischen Epos heraufbeschworen hatte (ebd, S. 1019).
Quelle: sungaya.de
Habt ihr vielleicht noch mehr Informationen ?ber Simon Magus?
Die Vollkommenheit ist unerreichbar. Gewiß ist die Vollkommenheit unerreichbar. Sie hat nur den Sinn, deinen Weg wie ein Stern zu leiten. Sie ist Richtung und Streben auf etwas hin.
- Antoine de Saint-Exupéry, Die Stadt in der Wüste
- Antoine de Saint-Exupéry, Die Stadt in der Wüste