[font=Arial][size=10]Anfang 20 vor rund 10 Jahren - war die dunkelste Zeit meines Lebens. Meine Gefühls- und Gedankenwelt waren stark geprägt von Angst, Verwirrung, Minderwertigkeit/Wertlosigkeit, Bewegungslosigkeit, Zurückgezogenheit und Selbstzweifeln. Dieser Zustand hatte sich über Jahre hinweg entwickelt, ohne klar definierbare Auslöser. Ich wurde täglich von einem Mindestpegel an Furcht begleitet - die Angst war immer da. Der Rest war dazu abonniert. Ein Gefühl der Wertlosigkeit war stark ausgeprägt. Als unterstützender Prozess kam die daraus resultierende soziale Inkompetenz, also eine deutliche Zurückgezogenheit. [/size][/font] [font=Arial][size=10]
Wer kennt das? So ein Leben ist übel. Ich kann es nicht als lebenswert bezeichnen. [/size][/font] [font=Arial][size=10]
Das war die Ausgangssituation und ich war ein Suchender. Bewusst suchend? Nicht wirklich, denn dazu fehlte mir der nötige Antrieb. Ich war unfreiwillig suchend, weil ich hilflos war. Dadurch war ich automatisch sehr empfänglich verschiedene Dinge auszuprobieren. Zum Beispiel: Reiki, Tarot, persönliche Horoskope, Familienaufstellung, Studienbücher der Psychologie und jede Menge Literatur - ich weiß beim besten Willen nicht mehr was DAS alles war. [/size][/font] [font=Arial][size=10]
Nichts davon sättigte meine innere Leere oder beseitigte auch nur eines der skizzierten Probleme. Aber ich hatte immer einen Restfunken Hoffnung. Irgendwann bin ich dann auch mal mit einem Freund in die Kirche gegangen. Mal kucken halt. Bis dahin hatte ich nichts mit der Kirche oder Gott zu tun im Gegenteil, ich gehörte (auch nur) zu den Spöttern. Den ersten Kontakt mit Kirche hatte ich mit der Neuapostolischen Kirche. Die NAK ist eine konservative Glaubensgemeinschaft. Neben der Bibel führt die NAK eine Nebenoffenbarung als Lehr- und Glaubensbuch, dass in einigen Punkten sehr deutlich von der Bibel abweicht. Wobei man hier schon sagen muss, dass das Menschen sind, die es wirklich gut meinen. Aber sie driften ins Humanistische und Religiöse ab. Und dort fließt geistlich so viel Leben wie Wasser in einem ausgetrockneten Flussbett. ABER dennoch sollte ich hier meine erste Begegnung mit Gott erfahren. Aber anders...[/size][/font]
[font=Arial][size=10]Ich war ein halbes Jahr regelmäßig in dieser Kirche. Immer noch mit Angst und ohne jedes Selbstvertrauen ein Schatten meiner selbst. Wie ein Schwamm versuchte ich alles aufzusaugen, was Leben hergab. Irgendwie schmeckte es schon etwas lebendig, hinterließ aber einen staubigen Nachgeschmack. Zu dieser Zeit begann ich bereits mein Bild von Gott zu entwerfen. Will man sich mit der christlichen Lehre auseinandersetzen und Gott kennen lernen, dann ist es auch notwendig zu erfassen WIE er denn ist dieser Gott. Fragen zu seinem Charakter sind lebenswichtig.
[/size][/font][font=Arial][size=10]In diesem Punkt lag meine Stärke: ich konnte Gott stets die vollkommensten Charaktereigenschaften zuordnen. Ich habe einfach alles-was-gut-ist in sein Bild hineingepackt. Ich habe nie an seiner Vollkommenheit gezweifelt. Es gab für mich nie blöde Fragen wie: *jammer* so viel Leid in der Welt, wie kann Gott das nur zulassen? bla bla... [/size][/font] [font=Arial][size=10]
Es war meine letzte Hoffnung wenn es einen Gott gibt, dann MUSS er einfach GUT sein! Auch wenn ich weiß, dass Gott mir diese Stärke geschenkt hat, so glaube ich dennoch, dass dieser Glaube sein Herz bewegt hat.[/size][/font] [font=Arial][size=10]
So lag ich da in meinem Bett. Lebte allein, total kaputt, bemitleidenswert, emotional am Ende, arbeitslos, ohne echte Perspektive, in der Kirche - aber trotzdem nicht glücklich. Und dann trat Gott in mein Leben...[/size][/font] [font=Arial][size=10]
Ich wachte eines Morgens auf. Tatsächlich wachte ich nicht auf ich wurde geweckt! Ich werde das niemals vergessen ich habe so etwas nie zuvor und auch seitdem nie wieder in dieser Art und Intensität erlebt. Alles um mich herum war wie in Gold getaucht. Es war irgendwie strahlend hell, warm. Und diese Situation war von etwas gekennzeichnet, dass ich schon so lange nicht mehr verspürt hatte mein Herz war durchtränkt von Liebe. Tief und satt mit Liebe. Der Dauerpegel von Angst war wie weggeblasen. Ich wurde geweckt mit einem Gedanken. Wie eine laute Stimme, ein Ruf drängte sich ein Satz in mein Bewusstsein. Das war etwas für mich persönlich. Der Wortlaut: Leben bedeutet Bewegung! Das waren ein Wegweiser und eine Gottesbegegnung zugleich. Das war für mich speziell für meine Lebenssituation. Und wie sollte es auch anders sein? Gott hat nix für den Mainstream. Gott ist immer persönlich. Mann, da konnte ich nicht von alleine drauf kommen. Aber vor allem diese Liebe! Mann, die LIEBE! Ich war voller Hoffnung, ich dachte jetzt habe ichs! Das wars! Ich dachte das wäre jetzt das Ende aller Sorgen. Wie sich das so ein kleiner Esoteriker halt vorstellt. Liegt da im Bett, umgeben von Licht, alles toll...[/size][/font] [font=Arial][size=10]
Es war früh morgens. Nach dieser Begegnung bin ich wieder selig eingeschlummert. Als ich dann später wieder aufgewacht bin, war alles weg. Kein Licht, keine Liebe, kein nix. Nur der Satz war noch da: Leben bedeutet Bewegung. Aber ohne Inhalt. Der war nicht mehr lebendig. Es war nur noch was für den Kopf wie tot. Zwei Tage lang trauerte ich dieser Begegnung nach. Ich war zutiefst enttäuscht, dass ich das verloren hatte. Dann kamen die Zweifel. Aaaach, du hast nur geträumt. Und dann dieses blöde Leben-bedeutet-Bewegung. Ich erinnerte mich an den Biounterricht in der Schule. Bewegung war doch ein Kriterium für Leben. Bakterien leben auch weil sie sich bewegen. Ja und? Hilft mir das nun? Ich war total enttäuscht. Habe ich mir das nur eingebildet? Die Psychologie des Menschen... bla bla... alles wissenschaftlich erklärbar... bla bla...[/size][/font] [font=Arial][size=10]
Dann am dritten Tag war wieder Gottesdienst in der Kirche, in die ich ging. Alle stehen auf, singen ein Lied, alle setzen sich hin. Der Chor steht auf, singt ein Lied, der Chor setzt sich (oh Himmel wie furchtbar eigentlich). Dann geht der Priester da nach vorne, fängt an zu predigen. Laber Laber Rababer... Ich noch immer mit meinen Gedanken an dem besagten Morgen. Im Übrigen hatte ich niemandem von meinem Erlebnis erzählt! Und dann erzählt der Priester da plötzlich was von einem Eindruck den er da hätte und sagte: Leben bedeutet Bewegung...[/size][/font] [font=Arial][size=10]In diesem Augenblick schossen mir die Tränen in die Augen und ich hatte Mühe mich an dieser viel zu harten Kirchenbank festzuhalten. Ich habe versucht nicht aufzufallen. Das hat auch ganz gut geklappt. Gott hatte sich entschlossen in mein Leben zu treten und das für mich mit einem Paukenschlag. Dass es in der Kirche geschah, war eine doppelte Bestätigung. Komisch seitdem hatte ich gar keine Zweifel mehr. Ok, alles klar, Gott du existierst, du willst was von mir, keine Ahnung was, hier bin ich...[/size][/font] [font=Arial][size=10]
Vielleicht hätte es auch etwas mit Rauch und Funken sein können war es jetzt aber nicht. Naja, wollen wir mal nicht kleinlich sein...[/size][/font] [font=Arial][size=10]
Da der erste Teil des Erlebnisses nicht in der Kirche stattgefunden hat, habe ich Gott auch nie auf das Kirchengebäude oder die Kirche selbst beschränkt. Das war irgendwie mit abgespeichert. Dieses Erlebnis hielt mich immerhin noch 2 Jahre in der NAK. Aber es war so, wie mit dem Hund von meinen Schwiegereltern. Wenn da mal eine Scheibe Wurst auf den Teppich fällt, dann schlabbert der noch 2 Minuten den Teppich ab obwohl da echt nix mehr ist! *schlabb-schlabb* [/size][/font] [font=Arial][size=10]
Und so habe ich mich da in der NAK gefühlt. Ich habe geistlich gehungert. Das was da kam, das hat einfach nicht gereicht. Aber wenn Gott schon so in mein Leben tritt und diesen Hunger sieht, dann wird er doch auch für Nahrung sorgen oder? Zu der Zeit habe ich eine hübsche junge Frau kennen gelernt mit einem knackigen Hintern (nur mal so als Zusatzinfo). Wir haben uns verliebt. Und die wusste erschreckend viel über die Bibel. Ihr Vater war Pastor in einer Freikirche (freikirchlich evangelisch). Und weil sie mich ja liebte, kam sie mit in die NAK. Und dann musste ich mir immer anhören, was da alles total falsch war. Tja, das war eine... äh herausfordernde Situation. Unter anderem sagte sie mir, ich sei gar nicht wiedergeboren und auch nicht geisterfüllt...[/size][/font] [font=Arial][size=10]
Häh? Wie jetzt? Reinkarnation??? Geisterfüllt? Häh?[/size][/font] [font=Arial][size=10]
Es stellte sich dann heraus, dass Wiedergeburt nix mit Reinkarnation zu tun hat und erfüllt sein mit dem Heiligen Geist das ist, was zu Pfingsten geschah (die erste Gemeinde). Jetzt mal Hände hoch! Wer weiß, dass wir Pfingsten feiern, weil da der Heilige Geist auf die Erde kam? Na? Und Ostern war doch... Ostereier? Aber gut, das führt jetzt zu weit.[/size][/font] [font=Arial][size=10]Es nahte der Tag, wo ich ihre Eltern kennen lernen sollte. Die Mutter und DEN PASTOR. Huuuh. Flau war mir schon. Und als wir da so Pizza gegessen haben, da habe ich ihn direkt konfrontiert: So, du meinst also, ich bin nicht geisterfüllt?? Und er sagte: Ich habe mich mit der NAK auseinandergesetzt ich befürchte NEIN.[/size][/font] [font=Arial][size=10]
So saßen wir da. Und etwas in mir loderte, fing an aufzusteigen. Nein, keine Aggression - im Gegenteil. Ich brauchte noch so 10 Minuten, dann sagte ich: Ok, dann will ich das jetzt! Ich dachte, Gott ist gut, was soll schief gehen? Wenns nicht von Gott ist, dann passiert auch nix. Im Grunde spürte ich aber schon, dass da was passiert. Die Eltern waren recht verblüfft. Lernen den Freund der Tochter kennen und der will sich gleich bekehren. So habe ich mein Leben ganz bewusst (und im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte) Jesus übergeben. Also mein Leben Jesus unterstellt, ihn anerkannt als den lebendigen Sohn Gottes, der starb zur Vergebung meiner Sünden. Und BANG! Da kamen die Liebe und das Licht in mein Wohnzimmer geknallt, so wie an dem besagten Morgen. Das war also der Heilige Geist! Ich hätte nie gedacht, dass von außen etwas so deutlich und liebevoll auf mich einwirken könnte. Da gab es nichts dran zu drehen das war real! Auch meine Freundin und ihre Eltern haben Gottes Gegenwart deutlich gespürt (für sie normal).
[/size][/font][font=Arial][size=10]2 Wochen später habe ich die Gemeinde gewechselt. Plötzlich gab es Nahrung im Überfluss. Keine Tröpfchen mehr volle Gläser! Die hübsche junge Frau mit dem knackigen Hintern habe ich dann 2 Jahre später geheiratet. Die 7 Jahre nach dem Gemeindewechsel waren Jahre der massiven Veränderung. Ich habe seit dem sehr gute Lehre erfahren, hatte intensivste Gegenwart mit Gott, war auf Seminaren usw. [/size][/font] [font=Arial][size=10]Mein Inneres wurde annähernd wiederhergestellt. Ich lebe inzwischen vollständig angstfrei, ich weiß wer ich bin und denke klare Gedanken (für den Leser vermutlich Interpretationssache... lol). Ich weiß dass Gott existiert und Gott Liebe ist. Ich weiß dass Gott nur durch und durch gut ist. Wo soll ich anfangen um zusammenzufassen, was ich erlebt habe? Mein Glaubensleben ist mein Leben.[/size][/font] [font=Arial][size=10]
Dies war mein Zeugnis. Warum ich glaube, dass Jesus Christus nicht nur EINE sondern DIE Wahrheit ist, werde ich zu einer anderen Zeit weiter ausführen. [/size][/font] [font=Arial][size=10]
Bis dahin nehmt das:[/size][/font] [font=Arial][size=10]
Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. [/size][/font] [font=Arial][size=10]RÖMER 8,11[/size][/font]