Hallo nanabosho
Zitat von nanabosho
(Auflösung v. Familie, Nationalstaat usw.): löst nicht gleichzeitig Individualität auf, sondern fördert sie. Darin besteht ein erheblicher Widerspruch. In der herkömmlichen Familie wie auch dem traditionell organisierten Nationalstaat ist es sehr schwer, individuell zu sein und zu leben. Aber nur Individualität befördert zivilen Ungehorsam und die Möglichkeit des Widerspruch bei versuchter Instrumentalisierung. Daher wäre bereits der Plan Unfug.
Das ist meiner Meinung nach zu kurz gegriffen: Das entwurzelte und von der Familie losgelöste Individuum ist im emotionalen Vakuum fehlender familiärer Bindungskräfte stärker den äusseren Einflüssen ausgesetzt. Ungeachtet der möglichen Interpretation einer als ideal oder nicht ideal gearteten Individualität ist es auf sich selber zurückgestellt.
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2. (Vermischung usw.): Wenn ein Bruder eine Schwester zur Frau oder Geliebten wählt, nennt man das Inzucht. Auch sonst das "Schmoren im eigenen Saft". Eine gesunde Entwicklung kann nur durch Einflüsse von außen und deren Integration entstehen, niemals durch Inzucht. (Denn das Kleine ist wie das Große.) Würde bedeuten, dass der Plan eine g e s u n d e Entwicklung fördert.
Von Inzucht war nicht die Rede. Das ist eine übersteigerte Inversion meines erwähnten Punktes zur Konflikte provozierenden Vermischung von Volksgruppen.
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3. (Ausspielung sozialer u. a. Schichten gegeneinander): Die Auseinandersetzungen hat es seit Bestehen der Welt gegeben und sind entwicklungsbedingt. Nur bestimmte Verstärkungen werden als "Teile und herrsche"-Prinzip wirksam. Wenn das aber der Plan ist, widerspricht er dem Punkt 2.
Ja, das ist der Plan und er widerspricht nicht dem vorangegangenen Punkt. Im Gegenteil bestärkt er ihn wegen des drohenden Konfliktpotentials.
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4. Wird durch die starke Naturheilkunde-Bewegung heutzutage unmöglich gemacht. Sie wächst, soweit ich beobachten kann, rasant. Die Kräuter, die im Wald wachsen, können nicht von Staatsdienern o. ä. Leuten überwacht werden. Und sind gesünder als Tabletten, jede Wette!
An sich richtig. Ich teile die Auffassung einer möglichst naturnahen Medizin. Allerdings sind diese Präparate und Behandlungen nicht gerade billig, sodass sie nicht allen Bevölkerungsgruppen zugänglich sind. Zudem sind sie in der Grundversicherung nicht durch die Kassen abgedeckt, resp. erfordern Zusatzversicherungen. Im Hintergrund lauert allerdings immer noch der Codex Alimentarius, wonach es verboten sein wird, solche Kräuter und Nahrungsmittel selber aufzuziehen. Dies wäre ein entscheidender Rückschritt einer autarken Lebensweise.
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5. Ich halte es nicht für gut, wenn Menschen mit Apparaten jahrelang künstlich am Vegetieren gehalten werden.
Ich auch nicht, insbesondere wenn ihr Sterbewille ignoriert wird, wobei eine entsprechende ausschliesslich mit chemischer Pharmazeutika behandelte Krankheit sich ausufern kann (Nebenwirkungen) und nur noch „diese Alternative“ zulässt. Die dahingehende Entwicklung ist noch längst nicht abgeschlossen.
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6. Abtreibung wird deshalb gefördert, weil Arzt und Krankenhaus daran verdient, das hat nichts mit moralischen Komponenten zu tun. - Und: Was ist besser - moralisch -: einen Embryo abzutreiben oder ein Kind zu gebären, um es dann tot quälen zu lassen oder jahrelangem Hunger auszusetzen o.ä.?
Dieses Extrembeispiel – das es in der Praxis durchaus gibt – stellt zum Glück nicht der Normalfall dar. Mit entsprechend staatlicher und familiärer Unterstützung liesse sich das nicht geplante Kind durchaus unter würdigen Verhältnissen schaukeln.
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7. Sexuelle Promiskuität wurde versucht zu verhindern (AIDS-Kampagne). Als das nichts fruchtete, ergreift man natürlich wieder die Flucht nach vorn. Aber es besagt nichts. Sex macht locker und selbstbewusst, Nicht-Sex führt bei Männern zumindest zu verstärkter Aggressivität oder Depressionen. Ohne ein normalerweise naturgegebenen Triebreflex zu leben, erfordert eine beträchtliche Reife, die man nicht durch Vermeidung erreichen kann. Wenn wir uns gegenseitig liebevoll und bereitwillig geben würden, was wir voneinander erträumen, gäbe es kein Geschäft mehr mit Sex. Die geförderte Promiskuität beschwört die Gefahr herauf, dass solche Zustände entstehen; es wäre also ebenfalls ein Fortschritt.
Da hast du zwar recht, jedoch bringt die gewollt zunehmende Vereinzelung der Individuen ein sexuelles und emotionales Vakuum mit sich, das durch eine gierige Sex-Industrie kommerziell verwertet wird.
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8. Die Sache mit dem Paradigmenwechsel ist keine neuzeitliche Erfindung, wird allerspätestens beispielsweise in der Bibel postuliert ("Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn...." usw.). Da das Leben ein Geheimnis ist, lässt es sich sowieso nicht planen oder kontrollieren. Auch für Herrscher oder Verschwörer nicht. Ist also Nonsens.
Gerade für sie (die Herrscher) lassen sich abwechselnde Paradigmen durch ihre Medien bestens verbreiten. Es gibt genügend In-/Outlisten, anhand derer sich gewisse Kreise orientieren. Der Herdentrieb wird optimal ausgenützt.
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9. Die Tendenz der Neuzeit geht zu autarken Lebensweisen, weg von staatlicher und wirtschaftlicher Kontrolle. Wo wollen die Verschwörer da ansetzen? Oder haben sie bereits den Zug verpasst? Denn es scheint mir bereits zu spät, diese Entwicklung verhindern zu wollen.
Das Ideal der autarken Lebensweise lässt sich nur für sehr wenige realisieren. Insbesondere können Gesetze sehr schnell an die Bedürfnisse der Herrschenden angepasst werden. Der Staat kann jederzeit seinen Finger draufhalten. Wie gesagt ist die Entwicklung in Richtung einer Feudalherrschaft bereits jetzt absehbar und noch längst nicht abgeschlossen. Je früher dies erkannt wird, auch im Hinblick seiner eigenen Absicherung, umso besser.
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11. (Schulden usw.) Lasse ich auch gelten, aber es wird früher oder später zu einer Neustrukturierung des Wirtschaftssystems führen. Die von den jetzt an den Machthebeln Sitzenden noch nicht erahnt werden kann...
Es wird nach ihren Plänen in der Tat ein neues Wirtschaftssystem eingeführt werden, sogar mit einem wertgedeckten Geldsystem. Aber erst dann wenn sie ihre Ziele erreicht haben und das Volk durch das bisherige Schuldzinssystem hoffnungslos überschuldet (um nicht zu sagen versklavt) worden ist.
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12. Auch das wird zur Hinwendung zur Autarkie führen.
Nur wenn die Pläne der wirklich Mächtigen noch rechtzeitig durchkreuzt werden können. Vermutlich braucht es noch einige Zeit, die Evidenz ihres Handelns und die Logik ihres (bewusst zwiespältigen) Verhaltens aufzuzeigen. Ich wünsche mir nicht in einer wie auch immer gearteten Diktatur zu stranden.
Es ist schon so, dass ein Einzelner durchaus mehr Einfluss auf sein Umfeld hat als gemeinhin angenommen wird. Die Welt verbessern, oder Schlimmes zu vermeiden, beginnt immer bei sich selber und endet konsequenterweise immer bei sich selber.
Ich denke schon dass wir uns irgendwie verstehen, wenn auch unsere Interpretationen divergieren. Auf diese Bestrebungen hinzuweisen und sich möglicherweise rechtzeitig dagegen abzusichern ist mein einziger Ratschlag, da jeder für sein eigenes Leben entscheiden und handeln muss.
Gruss