Beiträge von Taklaman der Wüste

    Du hast dein Gedankenexperiment erstmals am 17.6.2008, 8:00 in Beitrag 339 auf Seite 7 dieses Threads vorgestellt. Rheinland und andere haben sich viel Mühe gemacht, dir deine Fragen zu beantworten. Kaum nähert sich die Diskussion einer Klärung der Fragen, kommt das:


    Entschuldigen Sie bitte, dass ich nicht auf Ihren ausführlichen Beitrag eingehe, aber ich habe schon in diesem Thread selbst auch sehr ausführlich und wiederholt Stellung zu allen angesprochenen Punkten genommen, es gibt also nichts Neues von meiner Seite zu beantworten, das wären nur Wiederholungen meiner Argumente, und das muß nach 10 Seiten nicht sein. :( Ich bitte um Verständnis.

    Aber trotzdem vielen Dank für Ihr Interesse an dieser Problematik. :)

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

    Wenn du schon alles beantwortet hast, wozu stellst du dann Fragen zur Diskussion und beschäftigst andere Forenteilnehmer wenn du sowieso nicht an deren Antworten interessiert bist? Dafür kann man kein Verständnis haben.

    Die Krönung ist dann, dass du behauptest, dass die Fragen deines Gedankenexperiments nicht beantwortet wurden und du deshalb Herrn Prof. Dr. Richter anschreiben musstest. Du hast es eben nicht verstanden, daran ändert auch eine mögliche Antwort von Dr. Richter nichts.

    Bleib in deiner zauberhaften Alltagswelt, wenn du die Welten der Physik nicht verstehst und verstehen willst - du brauchst sie ja eh nicht um am Strand Sonne, Sand und Meer zu genießen.

    Hallo Gerhard Kemme,

    Jocelyne Lopez schreibt:

    [size=10][font='Arial']Man müsste hier vielleicht auch bedenken, dass Einstein auch die Reziprozität der physikalischen Effekte in seiner SRT als Prinzip festgesetzt hat, d.h. dass es bei der Relativbewegung zwischen zwei Objekten völlig egal ist, ob man das eine oder das andere Objekt als ruhend oder als bewegt betrachtet: 1. Die Gesetze, nach denen sich die Zustände der physikalischen Systeme ändern, sind unabhängig davon, auf welches von zwei relativ zueinander in gleichförmiger Translationsbewegung befindlichen Koordinatensystemen diese Zustandsänderungen bezogen werden., siehe z.B. hier .[/font][/size]

    [size=10][font='Arial']Das hat also als Konsequenz, dass wenn tagtäglich irgendwo auf der Welt in Schulen, Laboren, Flugzeugen oder Satelliten bewegte Uhren aufgrund von äußerlichen Umwelteinflüssen gerade nachgehen, dass dann bei uns allen überall auf der Welt unsere biologischen Zellen langsamer absterben, auch wenn wir die vielen bewegten Uhren selber nicht ablesen können und uns nicht selber mitbewegen. Toll. Wie kommt Einstein bloß auf so eine abstruse Erfahrung??? ?(
    [/font][/size]

    [size=10][font='Arial']Viele Grüße
    Jocelyne Lopez
    [/font][/size]

    ich halte dich für kompetenter als ich es bin. Kannst du etwas zur Aussage von Jocelyne Lopez sagen? Stimmst du mit ihr da überein?

    [font=Arial]Hier zeigt sich wieder den grundsätzlichen Missverständnis mit Deinem Beispiel schnelle Autos langsame Autos:

    [/font][font=Arial][size=10][color=black]Dieses Gedankenexperiment ist zwar anschaulich jedoch hier nicht geeignet, um die Frage zu untersuchen, ob die Geschwindigkeit der Radiosignale abhängig oder unabhängig von der Geschwindigkeit der Quelle (Pulsare) zum Zeitpunkt der Emission ist oder nicht, d.h. ob die klassische Geschwindigkeitsaddition für die Geschwindigkeit der Radiosignale hier Anwendung findet oder auch nicht (v + c). Und darum geht es hier.[/color][/size][/font]


    Hier zeigt sich wieder dein grunsätzliches Unverständnis für Physik und logisches Denken. Denn mein Beispiel beschreibt GENAU das was du wissen willst. Nämlich warum die Lichtgeschwindigkeit NICHT von der Geschwindigkeit der Quelle abhängen kann. Wäre das beim Doppel-Pulsar der Fall, dann würde der Beobachter den Pulsar1 ZWEIMAL oder ÖFTER GLEICHZEITIG "sehen". Dazu muss man die Geschwindigkeiten GAR NICHT kennen und auch die ENTFERNUNG nicht!!! In der Realität wird der Pulsar1 aber NUR und AUSCHLIEßLICH EINMAL "gesehen". Daraus lässt sich ableiten, in welchem Ausmaß die LG schwanken dürfte, damit man genau das beobachtet, was nun mal beobachtet wird. Genau das hat Becher in seinem Artikel getan.

    JEDE andere Behauptung oder Interpretation von dir ist schlicht FALSCH. Ich kann nur wiederholen, dass nur weil du etwas nicht verstanden hast, das nicht heißt, dass es falsch ist. Aus deinen Beiträgen spricht nichts anderes als dein Unverständnis und das in ewig gleicher unveränderlicher Art und Weise.

    Nochmal in ganz einfachen Worten:


    1. [/li]
    2. Wenn Lichtgeschwindigkeit von Geschwindigkeit der Quelle abhängt, dann Radioteleskop zeigen an 2 oder mehr Flecken am Bildschirm nebeneinander (Flecken sind Pulsar)
    3. Bildschirm aber immer nur zeigen einen Fleck, daher Lichtgeschwindigkeit unabhängig von Geschwindigkeit von Quelle.
    4. Jetzt kapiert? :rolleyes:

    Siehe meine Einwände im geeigneten Thread über die Untersuchung des Fehlers B4 und des Experiments von K. Brecher:

    G.O. Mueller - Fehlerkatalog: Fehler B4

    Danke für das Mitmachen zur übersichtlichen und disziplinierten Diskussionsführung bei der Untersuchung der Fehler aus dem Fehlerkatalog von G.O. Mueller, wozu wir uns alle hier im Forum "Auf zur Wahrheit" bemühen wollen. :)

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez


    1. [/li]
    2. B4 ist andere Baustelle
    3. B2 ist damit erledigt

    In einfachen Worten für simple Gemüter: :P


    1. [/li]
    2. Musst nix wissen Geschwindigkeit. Wissenschafter sind Vifzacks und haben was ausgedacht
    3. Doppel-Pulsare sind Doppel-Pulsare weil zwei Pulsare umeinander kreiseln
    4. Pulsar1 hat Umlaufgeschwindigkeit v, Umlaufzeit T
    5. Wenn Pulsar1 von Erde wegfliegt, t=0, 1. Radioimpuls mit Lichtgeschwindigkeit ist x-v
    6. Wenn Pulsar1 auf Erde zufliegt, t=T/2, 2. Radioimpuls mit Lichtgeschwindgkeit ist x+v
    7. 1 Impuls früher als 2. Impuls (Zeit T/2) dafür aber 1. Impuls langsamer als 2. Impuls
    8. Einschub für ganz besonders einfache Gemüter - Beispiel: Du haben zwei Autos stehen an Startlinie. Auto1 langsamer als Auto2. Auto1 fahren zuerst los. Etwas später Auto2. Da Auto2 schneller als Auto1 beide Autos gleichzeitig im Ziel obwohl Auto2 später losgefahren als Auto1. Einschub Ende.
    9. Daher beide Impulse gleichzeitig bei Erde, Beobachter sieht nix einen Pulsar, sieht 2 Pulsare!!
    10. Aber Realität Beobachter nix sehen 2 Pulsare, sieht immer nur 1 Pulsar, ergo, Lichtgeschwindigkeit nix variabel
    11. Jetzt kapiert? :rolleyes:

    Offenbar war meine Antwort zu kompliziert formuliert für einfache Gemüter, daher nochmals eine Erklärung in einfachen Worten:


    1. [/li]
    2. Wenn Licht braucht Äther für Ausbreitung, dann Äther ist (absolutes?) Bezugssystem.
    3. Dann muss Bewegung von Quelle realtiv zu Äther UND Bewegung von Beobachter relativ zu Äther einzeln untersucht werden.
    4. Michelson/Morley-Experiment und Ähnliche stellen fest, dass kein Äther gefunden werden kann. Daher kein absolutes Bezugssystem.
    5. Wenn kein Äther und daher kein (absolutes?) Bezugsystem, dann nur Bewegung von Quelle relativ zu Beobachter zu untersuchen. Bewegung von Quelle relativ zu Beobachter völlig gleichwertig zu Bewegung von Beobachter relativ zu Quelle.
    6. Doppel-Pulsar Experiment und Ähnliche stellen fest, dass Vakuumlichtgeschwindigkeit unabhängig von Bewegung von Quelle relativ zu Beobachter und, da völlig gleichwertig, unabhängig von Bewegung von Beobachter relativ zu Quelle.
    7. Jetzt kapiert? :P

    Jocelyne Lopez:


    Meine Antwort ist klar und deutlich. Leider hast du sie nicht verstanden. Aber Verstehen musst du schon selbst, nicht wahr? :P Nur weil du die Argumente nicht verstehst, heisst das noch lange nicht, dass sie falsch sind. Deine Beiträge hier sind völlig off-topic. Der Titel des Themas lautet "G.O. Mueller - Fehlerkatalog zur Relativitätstheorie: Fehler B2" und nicht "Was Jocelyne versteht und was sie nicht versteht". Also völlig off-topic deine dreiste Dummschwätzerei, hast du das endlich kapiert Jocelyne Lopez, oder wie du heisst? 8|


    Deine persönlichen Probleme mit der Relativitätstheorie und mit deinem Leben im allgemeinen interessieren niemanden, hier nicht und auch woanders nicht: http://www.unicum.de/community/unif…0&postcount=275

    Jocelyne Lopez:

    Bitte lies, was ich geschrieben habe:

    Das Michelson/Morley-Experiment und dessen astronomischen Wiederholungen (z.B. Tomaschek), haben gezeigt, dass kein absoluter Äther nachgewiesen werden kann bzw. kein wie immer geartetes absolutes Bezugssystem für die Ausbreitung von Licht bzw. elektromagnetischen Wellen. Daraus folgt, dass wie schon beim klassischen Galileischen Relativitätsprinzip, nur die Bewegung der Quelle relativ zum Beobachter relevant und zu untersuchen ist. Eine Bewegung der Quelle relativ zum Beobachter ist eben völlig gleichbedeutend mit einer Bewegung des Beobachters relativ zur Quelle.

    @Alle:

    Das MM-Experiment war nie dafür gedacht die Abhängigkeit der Vakuumlichtgeschwindigkeit von der Relativgeschwindigkeit zwischen Quelle und Beobachter zu messen. Die Aufgabe des MM-Experiments war immer, festzustellen, ob es für die Ausbreitung des Lichts ein ausgezeichnetes absolutes Bezugssystem gibt oder nicht. Nicht mehr und nicht weniger. Daher ruhen beim MM-Experiment Quelle und Beobachter zueinander. Da mittels MM-Experiment und Varianten davon kein ausgezeichnetes absolutes Bezugssystem nachgewiesen werden konnte, ist die Untersuchung der Abhängigkeit der Vakuumlichtgeschwindigkeit von der Relativbewegung der Quelle identisch mit der Untersuchung der Abhängigkeit der Vakuumlichtgeschwindigkeit von der Relativbewegung des Beobachters.

    In der klassischen Mechanik gibt es ausschließlich Relativbewegungen (Galileisches Relativitätsprinzip). D.h. z.B. Bewegung zweier Körper relativ zueinander. Nach dieser Auffassung ist es irrelevant, ob sich die Quelle relativ zum Beobachter oder der Beobachter relativ zur Quelle bewegt, da es nur die Relativbewegung gibt.

    Nimmt man jedoch einen Äther als Medium für die Lichtausbreitung an, dann ist zu unterscheiden, ob sich die Quelle relativ zum Äther bewegt oder der Beobachter relativ zum Äther bewegt oder beide sich relativ zum Äther bewegen. Im Rahmen der Ätherhypothese wären die Fälle Quelle bewegt zum Äther und Beobachter bewegt zum Äther separat per Experiment zu prüfen.

    Das Michelson/Morley-Experiment und dessen astronomischen Wiederholungen (z.B. Tomaschek), haben gezeigt, dass kein absoluter Äther nachgewiesen werden kann bzw. kein wie immer geartetes absolutes Bezugssystem für die Ausbreitung von Licht bzw. elektromagnetischen Wellen. Daraus folgt, dass wie schon beim klassischen Galileischen Relativitätsprinzip, nur die Bewegung der Quelle relativ zum Beobachter relevant und zu untersuchen ist. Eine Bewegung der Quelle relativ zum Beobachter ist eben völlig gleichbedeutend mit einer Bewegung des Beobachters relativ zur Quelle.

    Die Experimente, die nachweisen, dass die Vakuumlichtgeschwindigkeit unabhängig von der Relativbewegung der Quelle zum Beobachter ist (z.B. Doppel-Pulsar-Experiment) beweisen in Zusammenhang mit dem Michelson/Morley-Experiment, dass die Vakkumlichtgeschwindigkeit unabhängig von der Bewegung der Quelle und der Bewegung des Beobachters ist.

    Genau das war die Antwort von Prof. Schutz.

    [color=#000000][size=12][font='Times New Roman'][color=#000000][font=Verdana][size=10pt]Wie es unschwer zu ersehen ist nennt Professor Schutz nicht das Doppelpulsar-Experiment zur Nachprüfung der Geschwindigkeit des Beobachters, sondern er nennt dieses Experiment zur Nachprüfung der Geschwindigkeit der Quelle.

    Zur Nachprüfung der Unabhängigkeit der Geschwindigkeit eines Lichtstrahles zum Beobachter nennt er das Michelson-Experiment, und nicht das Doppelpulsar-Experiment. [/size][/font][/color][/font][/size][/color]

    Na bitte, damit beantwortet Prof. Schutz deine Frage. Diese beiden Experimente (die unzählige Male wiederholt wurden und werden) bestätigen die Unabhängigkeit der Vakkumlichtgeschwindigkeit von der Quelle und vom Beobachter. Deine Behauptung, dass dem nicht so ist, ist also widerlegt. Und das schon lange.

    Dann frag ich jetzt mal ganz doof.... ist es dann nicht einfach schwachsinnig, nur die SRT zu kritisieren aber die ART unangetastet zu lassen ?

    Lasst mich einen Verdacht äußern - ART ist zu kompliziert, für SRT braucht man aber nur Mathematik der Mittelstufe.

    Die Kritiker behaupten u.A., dass die ART die SRT widerlegt, da die Vakuumlichtgeschwindigkeit im Rahmen der ART nicht invariant sei. Dass das nicht der Wahrheit entspricht, habe ich oben bereits geschrieben.

    Das Konzept der ART basiert auf Riemannschen Mannigfaltigkeiten, genauer: auf Lorentz-Mannigfaltigkeiten. Diese Spezialisierung des allgemeineren Konzepts von Mannigfaltigkeiten ist durch die spezielle Struktur der Tangentialbündel der Lorentz-Mannigfaltigkeit bedingt, die eine pseudo-euklidische Metrik mit der Signatur (1,-3) besitzt und von der SRT vorgegeben wird.

    Jocelyne Lopez:

    Das Doppel-Pulasr Experiment beweist die Unabhängigkeit der Vakuumlichtgeschwindigkeit sowohl von der Relativgeschwindigkeit der Quelle als auch vom Beobachter, denn beide sind in diesem Experiment bewegt. Die beiden Pulsare kreisen umeinander und die Erde kreist um die Sonne. Das Thema wurde schon in deinem Forum ausführlich behandelt (http://18040.rapidforum.com/topic=100471511726).
    In deiner bekannten Resistenz gegen jegliche Erklärungsversuche, fängst du hier wieder von vorne an, nicht wahr? 8|


    Taklaman, genannt der Wüste

    Was hier als Kritik der RT dargestellt wird, ist sofern überhaupt von Relevanz, seit bald 80 Jahren abgefrühstückt. Wenn solche ollen Kamellen aufgewärmt werden, darf es nicht verwundern, wenn das soviel Aufmerksamkeit erregt, wie ein Sack Reis, der in China umfällt. Noch dazu, wenn das jemand aufwärmt, der eine Kurbelwelle nicht von einer Zündkerze unterscheiden kann und dem KFZ-Mechaniker anschaffen will, wie er seine Arbeit zu tun hat.

    Taklaman, genannt der Wüste

    Sauber, dann hab ich damit endlich eine anschauliche Erklärung für die Längenkontraktion. Sicher kann man den Raum nicht sehen, aber wenn ich im Raum ein Objekt befindet, und der Raum krümmt sich mit diesem Objekt darin, dann muss es ja kürzer aussehen.
    Wär toll wenn das nochmal einer bestätigen könnte, weil ich darüber schon lange nachgedacht habe.

    Die Längenkontraktion ist ein Effekt, der durch den Wechsel des Bezugssystems beobachtet wird. In der SRT durch die Relativierung der Gleichzeitigkeit. Die Länge wird gemessen, indem "gleichzeitig" der Abstand zwischen Anfangspunkt und Endpunkt bestimmt wird. Da "gleichzeitig" in unterschiedlichen Bezugsystemen eine unterschiedliche Bedeutung hat, ist auch die gemessene Länge unterschiedlich (siehe z.B. Garagenparadoxon). In der ART sind die Bezugssysteme per se unterschiedlich, da die Struktur des Raumes an unterschiedlichen (Raumzeit)Punkten unterschiedlich ist.

    Zitat

    Ach ja, vermutlich ein Schreibfehler, aber Magnetismus und Elektrizät sind doch ein und dieselbeGrundkraft. Also es gibt nur 4, nicht 5, wie du schreibst. Nur damit hier im Thread nichts falsches steht.


    1. [/li]
    2. Gravitation
    3. Elektromagnetismus
    4. Schwache Kernkraft
    5. Starke Kernkraft


    Taklaman, genannt der Wüste

    Zitat

    Yeah, endlich mal einer der nen Plan hat. Bist du Relativist oder Absolutist ?


    Ich bin beides. Die Raumzeit der SRT, auch Minkowski-Raum genannt, ist genauso absolut wie der Newtonsche Raum. Beides sind affine Räume. Der Newtonsche Raum besitzt jedoch eine spezielle Struktur, die dazu führt, dass die Zeit einen absoluten Charakter erhält. Die Newtonsche Raumstruktur bedingt, dass die Zeit in allen Bezugssystemen die selbe ist. Man kann sich eine in den Tiefen des Raumes installlierte Uhr vorstellen, die für den ganzen Raum die Zeit vorgibt. Dieser absolute Charakter der Zeit wird in der SRT relativiert. Damit verliert in der SRT der Begriff der Gleichzeitigkeit seine universielle Gültigkeit. Gleichzeitigkeit im klassischen Sinne ist nur mehr innerhalb eines Bezugssystems wohldefiniert. Im Sinne der SRT sind alle Ereignisse gleichzeitig, die einander kausal nicht beeinflussen können.

    Zitat

    Ok das hab ich verstanden, und ich hab auch gleich die nächste Frage...

    SRT beruht ja nur auf den bekannten zwei Postulaten. Wie ist das jetzt mit ART ? Welche Postulate gibts da ?Und kannst du vielleicht (nur so im Ansatz) skizzieren, wie man von Betrachtungen über die Lichtgeschwindigkeit zu einem schlüssigen Konzept bezüglich Gravitation kommen kann ? Ich find das ist das faszinierendste an der Relativitätstheorie, man überlegt sich Sachen die erstmal nix mit Massenanziehung zu tun haben und schwupps erhält man eine Theorie die die Gravitation erklärt. Echt faszinierend.


    Die ART entstand aus den Überlegungen Einsteins, die SRT, bzw. deren Grundannahmen, für beschleunigte Bezugssysteme zu erweitern. Auslösend dafür waren folgende Aspekte der Newtonschen Gravitationstheorie, die im Gefüge des physikalischen Gesamtbildes keine befriedigende Erklärungen zu liefern vermochten:


    1. [/li]
    2. Die Erkenntnisse zur Elektrodynamik, mit ihren Feldwirkungsgesetzen und mit der Lichtgeschwindigkeit als endliche Ausbreitungsgeschwindigkeit für elektromagnetische Phänomene, führten Einstein zur SRT, welche die Vakkumlichtgeschwinigkeit als oberste Grenzgeschwindigkeit für die Ausbreitung von kausal wirksamen physikalischen Phänomenen zum Postulat erhob. Dazu im Widerspruch stand die Newtonsche Theorie der Gravitation, die ein Fernwirkungsgesetz darstellt, was nichts anderes bedeutet, als dass die Wirkung der Gravitation instantan über beliebige Distanzen im Raum erfolgt. Das wurde nicht nur von Einstein als unbefriedigend angesehen.
    3. Die Gleichheit von träger und schwerer Masse (alle Körper fallen gleich schnell), für die die Newtonsche Gravitationstheorie keine Erklärung lieferte, an deren Zufälligkeit aber niemand glauben wollte. (Anmerkung: Die Gleichheit von träger und schwerer Masse ist derzeit mit einer Genauigkeit von 10^-9 experimentell überprüft.)
    4. Die Verschiebung des Merkur-Perihels von zusätzlich 43 Bogensekunden in 100 Erdenjahren relativ zur Vorhersage durch die Newtonsche Gravitationstheorie.


    Der ART liegt nun die Idee zugrunde, dass die Gravitation eines Massekörpers keine äussere Kraft auf einen zweiten Massekörper ausübt, welche ihn auf die Bahn eines Kegelschnittes zwingt, sondern dass die Gravitation den Raum krümmt, sodass sich der zweite Massekörper im freien Fall entlang einer Bahn bewegt, welche die Geodätische genannt wird und aufgrund der Krümmung keine Gerade im euklidischen Sinne mehr ist. Die Raumzeit im Sinne der ART ist weder lokal noch global ein affiner Raum, wie er der SRT zugrunde liegt. Sie kann aber lokal in jedem beliebigen Punkt durch einen affinen Raum approximiert werden. Das hat einige bedeutsame Konsequenzen:


    1. [/li]
    2. Die Gleichheit von träger und schwerer Masse wird auf natürliche Weise erklärt.
    3. Die Fernwirkungstheorie Newtons wird zur Feldwirkungstheorie der ART, da die Gleichungen zur Beschreibung des Raumes die Struktur von nichtlinearen partiellen Differentialgleichungen haben, die die für Feldgleichungen typische Form haben.
    4. Die Periheldrehung des Merkurs von 43'' wird erklärt
    5. Die Gültigkeit der SRT ist durch die ART keineswegs aufgehoben. Im Gegenteil, verleiht die SRT dem Tangentialraum eine affine Struktur und bestimmt damit wesentlich die Struktur des Riemanschen Raumes der ART. Man denke hier z.B. an eine im freien Fall um die Erde befindliche Raumstation, die lokal als Inertialsystem im Sinne der SRT aufgefasst werden kann. In voller Strenge aber nur im Schwerpunkt der Raumstation. Ein Körper, der sich frei schwebend an einer anderen Stelle in der Raumstation befindet, wird sich nach einiger Zeit entweder zur Decke (der der Erde abgewandten Wand) oder zum Boden (der der Erde zugewandten Wand) bewegen.
    6. Die Vakuumlichtgeschwindigkeit ist auch in der ART immer identisch, jedoch immer nur in einem Punkt in dem sich der Beobachter aufhält. Vorstellen kann man sich das wie eine Kugel (z.B. die Erde). An einem bestimmten Punkt befindet sich ein Beobachter. In seiner lokalen Umgebung nimmt er die Oberfläche als Ebene wahr (lokale Approximation durch eine euklidische Tangentialebene). Durch diesen Punkt führt z.B. ein Großkreis. Entlang dieses Großkreises bewegt sich ein Auto mit konstanter Geschwindigkeit. Projiziert man diesen Großkreis samt Auto in die Tangentialebene und beobachtet dort die Geschwindigkeit des Autos, so ist diese keineswegs mehr konstant. Der Fahrer des Autos wird jedoch bestätigen, dass er immer mit gleicher Geschwindigkeit gefahren ist.


    Taklaman, genannt der Wüste

    [font=Verdana]Für das folgende gilt, dass ein Bezugssystem unbeschleunigt ist.[/font]

    [font=Verdana]Ein Ereignis wird durch den Zeitpunkt und den Ort definiert.[/font] [font=Verdana]Die von dir hier dargestellten Ereignisse (Einschalten von Glühlampen auf einer langen Latte) sind selbst mit identischen Kabellängen nicht identisch, da sich die Glühlampen an unterschiedlichen Orten befinden! Sie sind allerdings im ruhenden Bezugssystem gleichzeitig. Dass du diese Ereignisse nicht als gleichzeitig misst, ist ein Problem der Messtechnik und kann durch Berücksichtigung der endlichen Lichtgeschwindigkeit als Korrektur in die Messung einfliessen. Wenn du bei jeder Glühlampe eine Uhr montierst, alle diese Uhren synchronisiert sind (das ist für Uhren im selben Bezugssystem möglich, siehe unten) und alle Uhren angehalten werden, wenn die Glühlampen eingeschaltet werden, dann zeigen alle Uhren die seleb Zeit an - die Ereignisse sind in diesem Bezugssystem gleichzeitig.[/font]

    [font=Verdana]Durch Berücksichtigung der Lichtlaufzeit lassen sich auch zwei Uhren an unterschiedlichen Orten aber im selben Bezugssystem synchronisieren. Und zwar so synchronisieren, dass diese beiden Uhren nicht nur die selbe Periodendauer (Frequenz) einhalten sondern gleichzeitig die selbe Uhrzeit anzeigen. Dass sie gleichzeitig die selbe Uhrzeit anzeigen gilt jedoch nur für das Bezugssystem in dem diese beiden Uhren in Ruhe sind.[/font]

    [font=Verdana]Wichtig zu verstehen ist auch, dass die SRT nicht darauf beruht, dass für die Synchronisierung zweier Uhren an unterschiedlichen Orten im selben Bezugssystem bestenfalls das Licht mit seiner endlichen Geschwindigkeit zur Verfügung steht. Die SRT bleibt auch gültig, wenn zwei solche Uhren z.B. mittels Quantenverschränkung, die instantan erfolgt, synchronisiert werden.[/font]

    [font=Verdana]Die SRT beruht darauf, dass[/font]


    1. [/li]
    2. [font=Verdana]die physikalischen Gesetze in allen unbeschleunigten Bezugssystemen gleich sind, und[/font]
    3. [font='Verdana'][size=10]die Vakuumlichtgeschwindigkeit in allen ruhenden und gleichförmig bewegten Bezugssystemen gleich ist.[/size][/font]


    [font='Verdana'][size=10][size=10pt]Taklaman, genannt der Wüste[/size][/size][/font]