Also Ich bin's, ich habe schon 20 Jahre lang, die Zeit in der ich
denkerisch und schriftstellerisch tätig bin, mit keiner
Geschlechtsbeziehung mehr etwas zu tun, wäre dies nicht der Fall so
würde ich meine Gedanken darüber nie so frei äußern können.
Also sooma, ich meine mit Ma, Mutter und Materie.
Liebe ist heutzutage nur ein Wort, welches nach innerer Klärung
sucht, wer dieses Wort in geistig fassbarer und verständlicher Weise
klärt, der hat den Knoten gelöst, den Knoten, den man nicht einfach
draußen lassen kann, aber auch nicht, wie Alexander der Große,
zertrennen kann.
Dein Seelenheil findest du, wenn du durchs
Tal der Tränen gehst, das Erkennen, was in einem ist, ist nämlich
nicht immer nur ein Zuckerlecken, ja da kommt dann hoch, was wir
selbst schon ewig vor uns verstecken.
Geh zu einem hin, dem du
noch nicht bekannt bist, und sag zu ihm: „In Gott sind wir eins,
wollen wir das denn nicht einmal in einzigartiger Weise sein?“ So
wird er dann sagen: „Was für Blödsinn fällt dir denn da ein, zu
solch einer Lächerlichkeit sage ich doch sofort, in
affektgeladenster Weise und sehr trotzig, NEIN!“ Für solch einen
aufbrausenden Menschen (mangels geistiger Überlegung) kann doch das
nur wieder ein Nummer 1 Thema sein, womöglich geschmückt mit einem
Heiligenschein, da fällt ihm dann nur noch das äußerlich nette
Abwimmeln oder die Ignoration und innerlich die Empörung (nicht
Erhörung) ein. Es sei denn, er ist aus massiven Gold, dieser
Heiligenschein, seine Kosten-Nutzenrechnung ist nämlich nicht klein,
und er bildet sich diesbezüglich plötzlich einen großen Vorteil
ein, unter dem Motto: „Vielleicht zahlt es sich ja für mich aus,
das Einssein, wenn nicht, so hält, die heutige Möglichkeit, sich
schnell wieder abscheidend distanzieren zu können, das Risiko für
mich ziemlich klein.“
Der gängige Sex ist eine
Abschaltsucht um das Leben rundum zu vergessen. Deswegen wird er nun
aber von vielen Menschen als pervers empfunden, vor allem deswegen,
weil dadurch zumeist jemand geboren wird, der einem immer dann, wenn
man mal wieder Lust zum Abschalten hat, sofort einen Spiegel vorhält,
unter dem Motto: „Was willst du, sieh dich in mir an, dann weißt
du, dass du jemand bist, der will und nicht kann.“ Keine
Möglichkeit mehr ungestört abzuschalten, ein Leben, welches da kaum
noch ist auszuhalten.
Bezüglich der Sexualität kennt der
Mann nur eine komplexbehaftete Überwindungsfrage, und die lautet:
„Wie denkt sie von mir, was denkt sie von meiner Gier?“
„Scheiß
egal!“, lautet dann oftmals seine verdrängende Überwindungswahl.
Und was tut die Frau an seiner Seite, sie entwickelt immer mehr
Moral. Und somit fühlt er sich überflüssig und säuft eben, er
spült es runter, kann er ihr doch nichts Anständiges geben. Ja er
nimmt sich sodann, voller Übermut, sein überflüssiges Leben, denn
er kommt absolut nicht mehr klar mit der Frauen Trotzdemstreben, die
da ihre moderne Überwältigungstaktik leben.
Ja sie kann Kind
und Kegel gegenüber total, in Selbstaufgabe verhaftet, freigibig
sein als Frau. Doch da er ihr ständig etwas Überflüssiges geben
will als Mann, deswegen ist es so, dass sie das, aus ihrer polaren
Trotzhaltung heraus, bei ihm nicht kann, sie möchte nämlich nicht
genau so überflüssig sein, wie ein ihr gegenüber unter Druck
stehender Mann, der sich doch bitteschön mal, anstandshalber, etwas
verziehen kann. Ja er ist ein Mann, bei dem sie, da er ständig
darauf Lust hat ihr etwas zu geben, (durch seinen Mängel an
Zurückhaltung und Entzug) keine eigenen Annäherungs- und
Gebensfantasien, voller Leidenschaft, entwickeln kann.
Weil nun
aber nichts mehr geht, aus der gegenseitigen Trotzhaltung heraus,
deswegen verbringen nun immer mehr Männer und Frauen, über lange
Strecken getrennt ihre Lebenszeit, der sich dabei entwickelnde und
verinnerlichte Fantasiedruck, der sich auf vorgestellte Annäherung
und Vereinigung bezieht, macht nun auch die Frauen, zum Geben
gegenüber den Männern immer mehr bereit. Das Alleinleben hat ihnen
nämlich gelehrt, ohne einen Mann, der etwas von ihnen möchte, und
dem sie etwas geben wollen, leiden sie so sehr, sehnsuchtsgeschwellt,
an Überflüssigkeit. Und was machen die isolierten Männer in dieser
modernen Zeit? Einige von ihnen saufen sich überflüssig, den im
Zuge ihrer Abgeschiedenheit, da halten sie nur das noch für
gescheit. Gescheitert, und weit ab von dem, was da eventuell einmal
ihr Bewusstsein erweitert. Frauen haben dagegen wenigstens noch, in
ihrer Abgeschiedenheit, ihre gute Küche und diverse Leckereien,
wobei sie sich dann in der Kaffekränzchenrunde unter lieben
Freundinnen einreihen, und so zur Unabhängigkeit hin schneller
gedeien.
beziehungsWEISE (Sekamur)