Beiträge von M.C.

    Ja, damit haben Sie Recht. Zwischen Licht und Materie besteht eine Wechselwirkung, daher sind Messungen im Vakuum auch zu unterscheiden von Messungen in der Atmosphäre. Das hat aber gar nichts mit dem Thema zu tun.

    Ich würde übrigens Phasenverschobeners Vorschlag begrüßen, die Diskussion über Maxwell (darum ging es hier doch, oder) in einen anderen Thread auszulagern.

    Unfassbar, wie man sich hier um die Zusicherung der Ehrlichkeit drückt.

    GOM misstraut der etablierten Physik und bezichtigt sie der böswilligen Täuschung der Öffentlichkeit. Dazu drei Fakten :


    - GOM wurde mehrfach auf Fehler aufmerksam gemacht, ein Beispiel dafür ist die Diskussion über die Gruppeneigenschaften der Lorentztransformation im Forum von Herrn Friebe. Bis heute ist keiner der Fehler aus der Dokumentation entfernt worden.

    - Auch Herr Friebe wurde mehrfach auf Fehler in seinen Abhandlungen aufmerksam gemacht, bis heute hat er dies weder kommentiert noch die entsprechenden Aussagen zurückgenommen.

    - Frau Lopez wurde mehrfach von mir darauf angesprochen, dass ihre Behauptung, es befänden sich Physiker in der GOM-Gruppe, eine Lüge ist. Sie hat dies weder kommentiert noch den Fehler berichtigt.


    Diese Punkte geben mir oder der etablierten Physik das volle Recht, GOM gegenüber misstrauisch zu sein. Offensichtlich hat man eine sehr laxe Auffassung der wissenschaftlichen Redlichkeit gegenüber. Dies überrascht umso mehr, da GOM genau dieses Verhalten anprangert.

    Folgendes Szenario wäre denkbar : Die Experten prüfen den Fehlerkatalog und finden Mängel, GOM belässt die strittigen Punkte jedoch in der Dokumentation ohne Hinweis darauf, dass diesbezüglich noch Klärungsbedarf besteht. Gleichzeitig behauptet man, es hätte eine Prüfung durch Experten stattgefunden, welche aber nicht in der Lage waren, die Kritik zu entkräften.
    Genau dieses Verhalten würde ich von GOM erwarten, ich habe mein Misstrauen begründet. Um alle Unklarheiten zu beseitigen, genügt doch ein einziger Beitrag im Hausforum. Was ist daran so schwer ? Verzeihung, aber die ausweichenden Reaktionen der Interessenvertreterin verstärken das Misstrauen GOM gegenüber nur noch.

    Freundliche Grüsse,
    M.C.

    Welchen Sinn macht es, Expertenmeinungen einzuholen und die Punkte zu prüfen, wenn dies anschließend nicht auch in die Dokumentation übernommen wird ? Wozu dann die ganze Arbeit ?

    Ich darf auch anmerken, dass dieses "Drücken" um eine klare Aussage à la "Ja, wir werden gefundene Fehler korrigieren" einen ganz schlechten Eindruck macht. Man könnte nämlich annehmen, dass GOM gar nicht an der Klärung der Punkte interessiert ist, auch wenn sie dies behaupten.
    Und ich sage ebenfalls noch einmal, dass sich einem Wissenschaftler bei diesem Verhalten die Zehennägel umkrempeln. Es ist eigentlich ein Unding, dass man diesen Punkt überhaupt vorher abklären muss. Was für die etablierte Wissenschaft selbstverständlich ist, nämlich der realistische Umgang mit den eigenen Fähigkeiten (jeder kann sich irren, also auch ich) und die Integrität sowie das moralische Empfinden, die einem Wissenschaftler verbieten, falsche Aussagen weiter zu vertreten, sollte für GOM ebenfalls selbstverständlich sein. Alles andere wäre doch eine sehr verwerfliche Täuschung der Öffentlichkeit, nicht wahr ?

    Freundliche Grüsse,
    M.C.

    Okay, dann Sie sind also der Meinung, wenn ich das richtig verstehe, dass man die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Radiosignalen zwar nicht mit direkten Messungen ihrer eigenen Geschwindigkeit ermittelt hat, sondern lediglich durch Vergleiche bei der Messung derselben Strecke jeweils mit Radaren und Lasermessgeräten und dabei festgestellt hat, dass sie die gleiche Länge der Strecke anzeigen, ergo, dass sie dieselbe Ausbreitungsgeschwindigkeit haben.

    Nicht ganz. Man könnte Abweichungen auf diese Art und Weise feststellen, aber in der Praxis verhält es sich anders, siehe unten :


    Aber ist es so, dass man solche Vergleiche experimentell mit der nötigen Hochpräzision durchgeführt hat? Wissen Sie das genau, oder vermuten Sie nur, dass man solche Messvergleiche durchgeführt hat?

    Mich würden nämlich Details über diese Experimente interessieren, zum Beispiel:

    Wann wurden solche Messreihen mit Hochpräzision durchgeführt? Von wem? Wie lang waren die Test-Messstrecken? Wie waren die Messergebnisse bzw. die Messfehlertoleranz?
    Wurden die Messreihen in der Atmosphäre oder im Vakuum vorgenommen? Hat man Abweichungen in der Geschwindigkeit festgestellt? Dieselbe Abweichungen bei Radiosignalen und bei Lichtsignalen?

    Diese Experimente muss man überhaupt nicht durchführen, und zwar aufgrund der Maxwell`schen Theorie. Diese besagt unmissverständlich : WENN es elektromagnetische Wellen gibt, DANN breiten sie sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit c aus. c ergibt sich aus der elektrischen und der magnetischen Feldkonstante. Die Maxwell-Gleichungen sprechen dort eine deutliche Sprache; es gibt im Vakuum keine Abhängigkeit der Ausbreitungsgeschwindigkeit von der Wellenlänge. Nur für die Ausbreitung von Licht in Medien existiert diese Abhängigkeit (daher sehen wir auch einen Regenbogen). Wenn es diese Abweichung im Vakuum gäbe, wären die Maxwell-Gleichungen falsch. Diese gehören aber zu den Fundamenten der Physik, elementarer geht es kaum noch. Sie erklären die Kraftwirkung von Magneten, sämtliche Vorgänge in elektrischen Bauteilen wie Kondensatoren und Spulen, sie beinhalten die gesamte geometrische Optik als Grenzfall, sprich Linsengleichungen etc., und sie erklären weiterhin das Zusammenspiel von Elektrizität und Magnetismus, also auch elektromagnetische Wellen. Diese Gleichungen können nicht falsch sein, wenn sie all diese Phänomene erklären.

    Da es nicht das erste Mal ist, dass wir diese Diskussion führen, sind mir Ihre Ansichten diesbezüglich bereits bekannt; ich erlaube mir also, ein wenig vorzugreifen : Sie meinen (korrigieren Sie mich, wenn ich mich irre), dass in der Physik jede Grundannahme einzeln experimentell überprüft werden muss; dem ist aber nicht so. Wenn ich mit Maxwell derartig viele Phänomene erklären kann, warum sollte ich dann an den Grundannahmen zweifeln, aus der die Theorie hergeleitet wurde ?
    Beispiel : Ich behaupte, dass sich im Kühlschrank drei Äpfel befinden. Der Kassenbon beweist, dass ich fünf Äpfel gekauft habe, und ich weiß ebenfalls, dass ich bereits zwei Äpfel gegessen habe. Damit müssen im Kühlschrank drei Äpfel sein; es ist nicht notwendig, den Kühlschrank zu öffnen und nachzusehen. Verstehen Sie prinzipiell, wie ich das meine ?

    Freundliche Grüsse,
    M.C.

    Gut, dann wäre die Lichtgeschwindigkeit c = 2,42 * 10^12 Cola/s. Wenn ich ein Lasermessgerät nehme und damit eine Strecke messe, dann ist diese meinetwegen 5 Cola lang. Wenn ich nun ein Radarmessgerät nehme, ist diese Strecke immer noch 5 Cola lang.

    Beide Geräte multiplizieren intern die Messzeit mit der Lichtgeschwindigkeit c = 2,42 * 10^12 Cola/s.
    Sie zeigen beide die gleiche Strecke an.
    Sie messen beide die gleiche Zeit, die das Laserlicht bzw. die Radarwellen für die Strecke braucht.

    Ergo ist auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit für beide Wellenarten gleich.


    Es wäre sehr schön, wenn wir uns wenigstens in diesem Punkt einig werden könnten. Oder zweifeln Sie Maxwell auch an ?

    Diese alberne Rechthaberei zwischen MC und JL ist auch nur bedingt amüsant.

    Es zieht nur die ganze Sache ins Lächerliche. Was aber womöglich sogar beabsichtigt wird.

    Beiden ist wohl jedes Mittel recht, um fachliche Defizite zu vertuschen ...

    Das hat überhaupt nichts mit Rechthaberei zu tun. Frau Lopez zweifelt die Doppelpulsar-Experimente an, welche mit Radar und nicht mit sichtbarem Licht durchgeführt wurden. Daher ist die Frage, ob elektromagnetische Wellen im Vakuum eine von der Wellenlänge unabhängige Ausbreitungsgeschwindigkeit besitzen, zuerst zu klären.

    Dabei geht es, ich möchte es noch einmal hervorheben, momentan noch gar nicht um die Relativitätstheorie, sondern um die Maxwell`sche Elektrodynamik.

    [color=#660000]Zitat M.C.:

    Zur Diskussion über Radar und Urmeter :

    Ich lese aus dem letzten Beitrag nicht heraus, ob wir uns nun auf einen Punkt einigen konnten. Daher nochmal meine Aussage : Würde sich Radar mit einer anderen Geschwindigkeit als der Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, würden wir dies durch Vergleich mit dem alten oder dem neuen Urmeter merken. Haben wir da einen Konsens ?[/color]


    [font=Verdana]Radare bewegen sich für gewöhnlich nicht fort, geschweige denn mit Lichtgeschwindigkeit.[/font]

    Es ist doch wohl klar ersichtlich, dass ich nicht das Radargerät ansich, sondern die elektromagnetischen Wellen im Bereich des Radars meine.

    Zur Diskussion über Radar und Urmeter :

    Ich lese aus dem letzten Beitrag nicht heraus, ob wir uns nun auf einen Punkt einigen konnten. Daher nochmal meine Aussage : Würde sich Radar mit einer anderen Geschwindigkeit als der Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, würden wir dies durch Vergleich mit dem alten oder dem neuen Urmeter merken. Haben wir da einen Konsens ?

    Freundliche Grüsse,
    M.C.

    Wie stehts mit "Punkt 1 - GOM verpflichtet sich, nachgewiesene Fehler aus der Dokumentation zu entfernen" ? Ich halte diese Bedingungn für äußerst wichtig.
    Gleichzeitig darf ich an dieser Stelle kurz anmerken, dass dieser Punkt normalerweise in der Wissenschaft selbstverständlich ist. Es wirkt ein wenig befremdlich und sehr unseriös, dass man sich diesbezüglich erst absichern muss. Wissenschaft betreibt man anders, das nur am Rande.

    Du hast als Erster die Lopez des Lügens bezichtigt, also bitte nicht wieder das typische Unschuldslammspielen der Relativisten ...

    Mit vollem Recht. Siehst du das anders ?


    Muss ich deine Forderung der Namen von GOM jetzt auch wörtlich zitieren !?

    Übrigens, pv (an den meine Zusage ging) macht einen viel ehrlicheren und kompetenteren Eindruck als du ...

    Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass die Anonymität für mich mittlerweile abgehakt ist. Bestimmt habe ich früher mal nach den Namen gefragt, weil sie mich interessieren wie jeden anderen hier auch. Wenn du dir die Mühe machen und diese Stellen herauskopieren willst, dann tu dir keinen Zwang an.

    Übrigens, spongebob macht einen viel ehrlicheren und kompetenteren Eindruck als du .. :D

    Du musst jetzt nicht gleich ausflippen, das war nur ein Witz. Übrigens werde ich weitere Beiträge von dir höchstwahrscheinlich ignorieren, wenn es dir nichts ausmacht.

    Freundliche Grüsse,
    M.C.


    P.S. Baloo : Zu dem von dir verlinkten Dokument äußere ich mich später - es werden dort schwerwiegende Anschuldigungen getroffen, und ich würde gern die Quellen (sofern vorhanden) prüfen und mich selbst über diese Vorfälle anderweitig informieren. Ist also nicht vergessen, sondern wird aufgeschoben.

    [font='Times New Roman'][font=Verdana]Um eventuell folgenden Fehlinterpretationen vorzubeugen : Ja, alles Licht, welches wir auf der Erde messen, befindet sich in einem Gravitationsfeld, die SRT ist daher auf dieses Licht streng genommen nicht anwendbar. Die Abweichungen sind aber aufgrund der Kleinheit der Effekte derart minimal, dass die vernachlässigbar sind. Beispiel : Sie messen die Breite Ihres Bildschirms. Dieser hat streng genommen aber überhaupt keine glatte Kante. Trotzdem messen Sie mit jedem Lineal, einem Zollstock oder auch einem Laser die gleiche Breite, weil die Abweichungen zu gering sind, als dass Sie sie messen könnten. Daher lassen sich Experimente bezüglich der SRT auch auf der Erde durchführen, so etwas nennt sich dann "zulässige Näherung".
    [/font][/font]


    :whistling:

    Es ist das Jahr 1982. Die Maßeinheit für die Länge, der Meter, ist über das Urmeter definiert. Ich nehme diesen Urmeter und vermesse und markiere damit eine Strecke von 1m.
    Wir befinden uns nun im Jahr 1983, und man ersetzt die Definition des Meters durch die Festlegung der Lichtgeschwindigkeit auf 600 000km/s. Ich stelle mich neben meine bereits markierte Strecke und messe sie mittels Laser. Dieses Gerät zeigt mir nun an, dass die Strecke 2m lang sein soll ! Ich habe ja die doppelte Lichtgeschwindigkeit eingesetzt; das Gerät misst eine bestimmte Zeit, die das Licht für die Strecke gebraucht hat, multipliziert dies intern mit der programmierten Lichtgeschwindigkeit und gibt mir dann einen Wert für die Strecke aus, der jetzt natürlich ebenfalls doppelt so groß ist. Würde ich jetzt meinen neuen "1983er-Urmeter" bestimmen, so müsste ich meine Strecke in zwei Teile spalten; sie ist angeblich 2m lang, dann würde mein neuer Urmeter der Hälfte dieser Strecke entsprechen und wäre (im 1982er-System) 50cm lang.

    Damit ist mir klar, dass ich eine falsche Geschwindigkeit angesetzt habe. Setze ich dagegen 299.792.458 m/s ein, zeigt das Messgerät genau 1m an.

    Jetzt mache ich noch anderes Experiment und ersetze das Lasermessgerät durch ein Radarmessgerät. Und (wie die Maxwellsche Theorie vorhersagt - das hat erstmal gar nichts mit Relativitätstheorie zu tun !), zeigt das Gerät ebenfalls 1m an.


    Nochmal anders :

    Ich nehme einen Laser und einen Detektor; die beiden stelle ich in gewisser (unbekannter) Entfernung voneinander auf. Dann verschiebe ich den Detektor so lange, bis ein Laserpuls genau 10 Nanosekunden für die Strecke zwischen Laser und Detektor braucht. Ich habe weder einen Urmeter, noch kenne ich die Lichtgeschwindigkeit; ich habe nur eine Uhr.
    Nun setze ich (willkürlich) die Lichtgeschwindigkeit auf 600000 km/s fest. Die Strecke berechne ich damit zu s = 6m. Diese teile ich nun in 6 Teile und bestimme damit meinen persönlichen Urmeter.
    Nun fahren wir nach Paris und holen den echten Urmeter. Natürlich zeigt mir dieser, dass die Strecke in Wirklichkeit nur 3m lang ist. Ich hätte die Strecke nur in 3, nicht in 6 Abschnitte einteilen müssen, um den korrekten Urmeter zu erhalten. Die postulierte Geschwindigkeit hat also nicht gestimmt, sondern war zweimal so groß wie die wahre Geschwindigkeit des Lichts.
    Hier gilt natürlich ebenfalls, dass es für die Messung keinen Unterschied macht, ob Radar oder Laser verwendet wird.

    Freundliche Grüsse,
    M.C.

    [font='Times New Roman'][size=12]

    Zitat

    - Bedeutet das, dass für einen Ball im Vakuum immer die gleiche Geschwindigkeit gemessen wird, egal welche Kraft ursprünglich auf ihn gewirkt hat und übertragen wurde???

    Warum sollte das denn so sein ? Es hängt natürlich von der ursprünglich wirkenden Kraft (Dauer und Betrag) sowie der Masse des Balls ab, wie schnell er wird.

    [/size]

    Zitat


    [size=12]- Bedeutet das, dass bewegte Beobachter immer die gleiche Geschwindigkeit für den Ball messen, egal wie schnell sie sich selber bewegen???

    Natürlich nicht, siehe oben.

    [/size]

    Zitat

    [size=12]- Bedeutet das, dass auf einen Lichtstrahl ursprünglich keine Kraft gewirkt hat, die ihn in Bewegung gesetzt hat? Wie ist dann die Bewegung des Lichtstrahls entstanden???

    Jetzt steigen wir aber tief in die Quantenphysik ein. Ich kann Ihnen die Prozesse bei Emission von Licht nicht detailliert darlegen, aber stellen Sie es sich mittels des Energieerhaltungssatzes vor : Ein Atom, welches Licht aussendet, hatte vor der Emission mehr Energie als hinterher (ein Elektron hatte eine "höhere Bahn"); beim zurückfallen auf eine tiefere Bahn steht eine gewissen Menge an Energie zur Verfügung. Ist dies ein hoher Energiebetrag, wird blaues Licht (oder sogar noch kurzwelligeres Licht, sprich UV oder Röntgenlicht beispielsweise) emittiert. Ein niedrigerer Energiebetrag reicht nur für die Emission von rotem Licht.
    WICHTIG : Dieser Energiebetrag hat keinen Einfluss auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts, sondern auf die Frequenz, also (bei sichtbarem Licht) die Farbe. Das mag seltsam erscheinen, jedoch darf man nicht den Fehler machen und Licht"teilchen", also Photonen, mit materiellen "Kügelchen" vergleichen, wie es Laien sich gerne vorstellen. Dieses Bild für zwangsläufig zu Fehlinterpretationen und scheinbaren Widersprüchen. Ein Photon ist Energie, sonst nichts, und zwar die kleinstmögliche Portion an Energie, die durch eine elektromagnetische Welle übertragen werden kann.

    [/size][size=12]

    Zitat


    - Wirken andere Kräfte als die Gravitation auf einen Lichtstrahl und machen seine Bewegung dadurch zu beschleunigter Bewegung? Oder macht ihn nur die Gravitationskraft zu beschleunigter Bewegung?

    Nur die Gravitation kann als eine der Fundamentalkräfte auf Licht wirken. Dabei wird Licht jedoch nicht geradlinig beschleunigt, sondern abgelenkt. Hier muss man auf die Exaktheit der Begriffe achten : Auch, wenn sich etwas mit konstanter Umlaufgeschwindigkeit im Kreis bewegt, handelt es sich um eine beschleunigte Bewegung, wobei sich zwar nicht der Betrag, sondern die Richtung der Geschwindigkeit ändert. Ein Photon, welches der Gravitation unterliegt, wird nicht schneller, sondern ändert entweder die Frequenz oder wird abgelenkt.

    [/size][font='Times New Roman']

    Zitat

    [size=12]- Bedeutet es, dass die relativistische Effekte um die Bewegung eines Lichtstrahles oder sonstigen Objekten (z.B. Längenkontraktion) keine realen, physikalischen Effekte sind, sondern nur Erscheinungen für den Beobachter? Dass sie sich also nur im Gehirn des Beobachters abspielen (optische Effekte) und nicht real in der Natur, wo alles unverändert bleibt? Gehören denn die relativistischen Effekte in der Biologie und nicht in derPhysik?[/size]

    Nein, diese Effekte spielen sich nicht nur im Gehirn des Beobachters ab. Hier begebe ich mich allerdings auf ein Gebiet, in welchem ich nicht 100%ig verlässliche Aussagen machen kann, das sage ich vorher der Fairness halber.
    Wenn ich meinen Schreibtisch betrachte, erreicht das Licht meine Augen von jedem Punkt des Schreibtischs aus fast "gleichzeitig". Wenn ich mich aber mit fast Lichtgeschwindigkeit daran vorbeibewege, erreicht mich nicht mehr jeder Lichtstrahl von jedem Punkt aus gleichzeitig. Dadurch verzerrt sich mein wahrgenommenes Bild. Natürlich verzerrt sich dabei mein Schreibtisch nicht "materiell"; die Atome haben immer noch den gleichen Abstand zueinander.


    Zitat


    [size=12]- Wenn diese Effekte nur Erscheinung für die Beobachter sind, dann sind sie sowieso vernachlässigbar und haben keinerlei physikalische Relevanz. Erscheinungen der Beobachter können keine Wirkungen auf die physikalische Objekte haben und sind sowieso auch nicht messbar. Sie schreiben auch weiter oben Es erscheint dem Beobachter nur anders. In der Natur ändert sich also nichts. Wie erklären Sie sich, dass die Relativitätstheorie als physikalische Theorie sich mit der Messung von Erscheinungen befasst? Kann man überhaupt Erscheinungen messen???

    Wie schon gesagt, es handelt sich dabei nicht um einen "optischen Effekt", ist also nicht vergleichbar mit der Veränderung eines Objekts, wenn ich es aus einer anderen Perspektive betrachte. Der Rest erübrigt sich also.


    Ich würde gern den Vorschlag machen, diese Diskussion (und alle weiteren Fragen, die sich nicht auf GOM/die Kritik an der Relativitätstheorie beziehen) im Bereich "Naturwissenschaften" zu führen. Es wird hier sonst ein wenig unübersichtlich, wenn mehrere Diskussionen parallel laufen.

    Freundliche Grüsse,
    M.C.
    [/size][/font][/font]

    Zur Antwort von GOM :

    Zitat

    Wir glauben allerdings, daß unsere Thesen und Forderungen keineswegs provokant oder radikal sind. Provokant und radikal sind vielmehr die Maßnahmen derjenigen Physik-Machthaber, die seit 1922 jegliche Kritik unterdrücken, die Freiheit abschaffen und damit das Verfassungsrecht und ihre Amtseide auf das Grundgesetz brechen - aber doch nicht diejenigen, die als gesetzestreue Bürger die zumindest seit 1949 in der Bundesrepublik grundgesetzlich garantierte Wissenschaftsfreiheit und die Aufklärung der Öffentlichkeit über den Betrug seit 85 Jahren einfordern.

    Sie behaupten, Kritik würde unterdrückt werden. Warum existieren dann tausende von kritischen Arbeiten, die während der letzten Jahrzehnte veröffentlich wurden ? Wie erklären Sie sich die Tatsache, dass die GOM-Dokumentation mittlerweile sogar in einige Universitätsbibliotheken aufgenommen wurde ?
    Die bloße Behauptung, Kritiker würden von einer "Wissenschaftsmafia" unterdrückt, verleumdet oder gar mundtot gemacht werden, hat keinen Wert, wenn sich nicht in der Realität Beweise dafür finden können. Gleichsam reagiert man als Physiker natürlich mit Befremden, wenn jemand der eigenen Zunft, in der man sich naturgemäß besser auskennt als jeder Außenstehende, derartige Strukturen unterstellt. Sie verstehen sicherlich, dass ich diesen Punkt nicht als Tatsache anerkennen kann, höchstens als These, welche zu überprüfen ist.
    Woher nimmt GOM dieses Wissen ? Die Mitglieder der Gruppe sind keine Physiker. Kennt GOM Berichte von Physikern, deren kritische Publikationen "von oben" verboten wurden ? Gibt es Berichte über Bedrohungen ? Ich spreche hier selbstverständlich nicht über Anfeindungen im Internet, die an dieser Stelle gern zur Untermauerung der These zitiert werden.
    Ich persönlich halte die Idee einer global operienden Wissenschaftsmafia für hochspekulativ; ohne konkrete Nennung eines Falls, in dem die Veröffentlichung eines kritischen Artikels nicht aufgrund inhaltlicher Schwächen, sondern aus ideologischen Gründen verhindert wurde, bleibt dies eine reine Glaubensfrage.

    Zitat


    Das Projekt dokumentiert und vermittelt die Kritik, hat aber nicht die Absicht, die Kritik und die Kritiker zu ersetzen. Das Projekt tritt nicht zwischen die Kritiker und die Physik-Machthaber. Die Kritiker können ihre Positionen in der wissenschaftlichen Diskussion und in der Öffentlichkeit am besten selbst vertreten, sobald der Verfassungsbruch beendet wird: Artikel 5 GG ist nämlich unmittelbar geltendes Recht, braucht keinen Minister-Erlaß und kein Gericht zu seiner Gültigkeit. Daher ist jeder Rechtsbruch des Artikels 5 ein Verfassungsbruch.

    Dies klärt einige Dinge. GOM will also nur die Kritik dokumentieren, aber die Diskussion darüber anderen überlassen. Nun wäre es sinnvoll, diejenigen zu benennen, die die Kritik in der Öffentlichkeit vertreten und für die sachliche Diskussion "auf dem Boden der Physik" zuständig sind, damit man sich bei eventuellen Fragen (beispielsweise zum Fehlerkatalog) an diese wenden kann.
    Weiterhin zitieren Sie Artikel 5 - die Freiheit der Presse und der Wissenschaft. Ich persönlich sehe diese nicht verletzt, nur weil sich die Medien weigern, über GOM zu berichten, oder weil sich Professoren weigern, die Relativitätstheorie aus ihrem Lehrplan zu entfernen. Dies führt uns wieder zur These einer Wissenschaftsmafia, welche (wie gesagt) bisher nicht belegt wurde.

    Zitat


    Unsere Beschlußlage zur Anonymität sieht übrigens eine Aufgabe der Anonymität nicht vor. Die Physik-Machthaber behandeln die Kritiker wie Aussätzige und Kretins und sperren sie aus der Wissenschaftsgemeinschaft rigoros weg. Eine derartige physikalische Wissenschaft, die ihre kritische Minderheit ausschließt, ist für uns keine Attraktion.

    Ich akzeptiere den Wunsch nach Anonymität. Die Behauptung, die "Physik-Machthaber" (wer immer auch damit gemeint ist - ich wüsste nicht, wen ich mir darunter vorstellen soll) würden Kritiker aus der Wissenschaftsgemeinde wegsperren, ist jedoch wiederum ein Bezug auf die von Ihnen vertretene Verschwörungstheorie, welche die meisten Menschen nunmal aufgrund ihrer Irrationalität (das haben Verschwörungstheorien generell an sich) nicht zu glauben bereit sind.


    Zusammenfassend möchte ich anmerken, dass GOM`s Äußerungen den Schluss nahelegen, dass man vom realen Wissenschaftsbetrieb nur eine sehr diffuse Vorstellung hat. Dies belegen Ausdrücke wie "Machthaber der Physik" oder "Fachphysiker". Es gibt in der Physik keine Machthaber, sondern nur den Konsens. Wenn sich 99% der Physiker einig sind, dass die Relativitätsheorie richtig und nötig ist, dann wird sie auch nicht abgesetzt.

    Dazu vielleicht ein kleines Beispiel :
    Die Wissenschaft funktioniert im Prinzip exakt genauso wie die wikipedia. Jeder trägt einen kleinen Teil dazu bei, unser Wissen zu erweitern. Es gibt dabei aber niemanden, der über die herrschenden Theorien wacht und entscheidet, welche Theorie die Wirklichkeit am besten beschreibt. Die Idee eines "Machthabers der Physik" ist vollkommen realitätsfern. Wie bei wikipedia setzt sich am Ende der Artikel durch, welcher von der überwiegenden Mehrheit befürwortet wird. Dabei verbietet niemand die Anwendung einer anderen Theorie. Wer einen Teilchenbeschleuniger ohne die Gleichungen der Relativitätstheorie bauen möchte, der darf dies doch tun. Er sollte sich nur hinterher nicht wundern, wenn ihm die Teilchen gegen die Wand donnern.

    Ich halte das für einen sehr vernünftigen und sinnvollen Plan. Leider wird GOM nicht darauf einsteigen, es scheitert schon an Punkt 1 : GOM wird niemals nachgewiesene Fehler in der Dokumentation berichtigen, da GOM über jeden Irrtum erhaben scheint. Schade. So ist Erkenntnisgewinn natürlich nicht möglich.

    Sollte ich damit vorschnell geurteilt haben, entschuldige ich mich für die getätigte Spekulation. Meine Erfahrungswerte mit GOM lassen allerdings eigentlich keine andere Schlussfolgerung zu.