Beiträge von Sandhippie

    Hallo Nahash,

    der verlinkten Seite entnehme ich, da? das nie im Spiegel stand. Die Spiegelquellenangabe bezieht sich dort auf den Text unter der Quelle. Ist ziemlich wirr gemacht die Seite, finde ich, man mu? schon aufpassen, was zurQuelle geh?rt, und was eigene Aussage von dort ist.
    Der gelbe Text ?ber der Quelle die Welt geh?rt ebenfalls nicht zu dieser Zeitung w?rde ich sagen, sondern nur der hellblau hinterlegte. Auch der gelb hinterlegte Untertext unter dem Bild d?rfte eigene Aussage der site sein, und nicht vom Spiegel.

    Das ist nat?rlich Absicht auf der Site, da? man das kaum unterscheiden kann. Meinungsmache der billigeren Art, finde ich. Du kannst ja offensichtlich nichts daf?r, es ist tats?chlich nicht auf den ersten Blick zu erkennen! Aber trotzdem gut andererseits, da? ich drauf hingewiesen habe, denn nun ist die eigentliche Quelle genannt.

    Zitat von Nahash

    "Beispielsweise koennte in der BRD kein Wissenschaftler ein Forschungsergebnis zum Holocaust veroeffentlichen, das von der vorgeschriebenen Strafgesetz-Version abweichen wuerde, ohne im Gefaengnis zu landen."
    DER SPIEGEL


    kennt jemand noch mehr solcher zitate?

    Gib Deine erst mal im Sinnzusammenhang wieder! Das vom Spiegel spiegelt sicher nicht die Meinung des Spiegel wieder, sondern ist ein Zitat, das im Spiegel geschrieben wurde. Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate mit den Sinn entstellenden Quellenangaben zu benutzen, ist in meinen Augen Gossenjournalismus. Es kommt ja schon drauf an, wer da zitiert wurde! Indem Du das wegl??t, benutzt Du den "guten Namen des Spiegel" um den Sinn zu verf?lschen. Wenn man den Spiegel als denjenigen angibt, so klingt es sch?n objektiv, wohingegen, wenn man wei?, wer es gesagt hat...

    Hallo strahli,

    ich denke mal, die Gefahr einer echten Psychose besteht vor allem bei sehr schwerwiegenden Traumen, deren Betrachtung nun ver?ndert werden soll.

    Hier ist ein aufstellender Therapeut, der damit immerhin sehr verantwortungsvoll umgeht:

    Wenn man ? wie ich ? dem Familienstellen eine wichtige komplement?re Rolle im Therapiespektrum gerade auch der Psychosen einr?umen m?chte, ist es fatal, dass ausgerechnet durch das Familienstellen Psychosen ausgel?st werden k?nnen. Wie l?sst sich das verstehen? ...

    Immer wieder h?re ich, dass Klienten nach einer Familienaufstellung psychotisch dekompensieren. Leider kenne ich keinen Bericht eines beteiligten Aufstellers. Sosehr ich das Schweigen nachvollziehen kann, so wichtig w?ren Berichte, um die Zusammenh?nge besser zu verstehen...

    Bei meinen Bem?hungen, das Familienstellern unter Psychiatern bekannt zu machen, h?re ich von einer jungen Klinik-Kollegin : ?ich kenne die Aufstellungsarbeit nur ?ber die Patienten, die nach einer Aufstellung psychotisch wurden?.

    Eine Kollegin, die selber Aufstellungen leitet, sp?rt, dass ihr der Kontakt mit ihrer Mutter nicht gut tut und h?lt Distanz. Die Mutter hat eine Psychose. Von mehreren erfahrenen Aufstellern wird ihr vorgeworfen, dadurch ihre Mutter nicht zu achten, das macht ihr Schuldgef?hle.http://www.e-r-langlotz.de/public_psychnaaufstellung.php

    Insbesondere bei schweren Traumen mu? man schon sehr sorgsam mit dem Menschen umgehen, und kann ihn nicht mit einem Standardprogramm in eine Standardl?sung pressen wollen. Ein Mensch, der die Selbstverantwortung bei sich beh?lt, ist da weniger in Gefahr. Aber, wie auch dieser Therapeut schreibt, sind es ja gerade oft Menschen, die Abgrenzungsschwierigkeiten haben, die eine Aufstellung machen lassen, und die sind dann eben schon gef?hrdet. Ein offenerer Umgang damit, zum Wohle der Patienten, st?nde den Aufstellern auch ganz gut zu Gesicht, w?rde ich meinen.

    Das alles hei?t ja nicht, da? es nicht gewinnbringend sein k?nnte, wie ja majun auch schildert. Dabei ist auch egal, ob es wirklich die Problematik aufl?ste oder nicht, es brachte in jedem Fall einen Gewinn, das ist ja unstrittig.

    Zitat von strahli

    warum und wie das funktionier iss mir eigentlich wurscht.

    Hallo strahli,

    ich denke, es sollte einem schon wichtig sein, was wie und warum auf einen einwirkt. Nur dann wird man nicht fremdbestimmt, ist meine Meinung.

    Zitat

    und man wird zu nichts gezwungen. wer das so hinstellt labert mist. dinge f?r die man nicht bereit ist muss man nicht annehmen.

    Das Problem ist nicht, da? man "tats?chlich gezwungen" wird, ansonsten den Raum nicht mehr verlassen darf oder so. Aber man wird eindeutig angehalten, das zu tun, worin nach Vorgabe die L?sung bestehen soll. Sperrt man sich dagegen, wird man weiter angehalten, auch evlt. richtiggehend "verleitet" dazu, gegen das eigene Empfinden in diesem Moment. So habe ich das auch in der Schilderung von majun empfunden. Nur da? sie es dennoch f?r sich in Gewinn enden lassen konnte. Aber darin liegt m.E. die Gefahr: Da? man die ?nderung der Wahrnehmung wegen der Anleitung zwar einerseits mitmacht, sie aber alles andere als nachempfinden kann, und daher ein Problem kriegt, m?glicherweise sogar bis zur wirklich belastenden Psychose.

    Es ist ein bi?chen so wie wenn Du einem Kind sagst: Da? Dein Vater Dich schl?gt zeigt seine Liebe. Wenn es das tats?chlich verinnerlichen kann, wird es wegen der Schl?ge nicht mehr an der Liebe zweifeln, aber wrklich heilen wird es die dadurch entstandenen inneren Verletzungen auch nicht. Kann es die Aussage aber nicht mit dem Erlebten in Einklang bringen (und diese Wahrscheinlichkeit besteht ja durchaus) so wird es sich von demjenigen noch zus?tzlich verraten f?hlen, der das von ihm verlangt, die Schl?ge so zu interpretieren.

    Den Vorschlag einer solchen Transformation der Empfindung in einer Familienaufstellung kann ich gerade noch akzeptieren. Aber eine Anleitung gegen noch so geringen Widerstand ehrlich gesagt nicht mehr. Weil das nach hinten losgehen kann. Kann, nicht mu?.

    Zitat von waterbrunn

    nicht nur amerikanische/englische Texte sind albern. Der deutsche Schlager steht da in nichts nach (Ich geh f?r dich durchs Feu-heu-heu-er... >Die Amigos<, so ne Art Roger Whitacker-Duo in Deutsch).

    Hallo waterbrunn,

    obwohl ich "Ich geh f?r Dich durchs Feuer" durchaus manchmal singen m?chte, aber eher seltener: "Wer hat meinen Kuchen in den Regen gestellt, an dem ich so lange hab backen m?ssen?" :D


    Zitat

    Die Aufgabe dieser "Musik" ist auch klar: Das Denken blockieren!
    Und nur Komponisten deren Musik diesen Zweck erf?llt, gehen ?ber den Sender.

    Musik soll ja zun?chst einfach Gef?hle und Stimmungen wiedergeben, sie beim H?rer dann auch wieder hervorrufen. Es ist Kommunikation ?ber T?ne und Rhythmus, manchmal auch mit Sprache, aber die ist nicht notwendig im Grunde, im Vordergrund steht sie jedenfalls nicht.
    Stimmungen sind unterschiedlich, Freude, Gl?ck, Sorge, Angst, Wut, Trauer usw. Wenn die Musik die intenierte Stimmung beim H?rer wieder hervorrufen kann, so ist sie gut gelungen.

    Es gibt auch die etwas kompliziertere Musik, sag ichmal, die nicht nur die ganz einfachen Grundstimmungen anspricht, da mu? man wohl auch den Kopf miteinschalten, um sie wirklich zu genie?en. Dazu geh?ren im Extrem vermutlich Bach, oder Jazz, Stockhausen, die neuen Metalrichtungen oder so. (Alles Musikrichtungen, die ich nicht so gerne h?re ?brigens, eben weil sie anstrengend sind. Ich bin Country-Fan :D )

    Wenn man Musik gezielt selbst ausw?hlt, so sucht man ja meist danach, sich seine Grundstimmung in eine gew?nschte Richtung zu lenken, mir geht das jedenfalls so ( bei mir z.B. die mich in Richtung freiheitliche Weite oder so stimmende Country Musik). Manche wieder haben wirklich geistigen Genu? beim Bachh?ren. Die Dauerberieselung im Radio mit lala-Musik, die lediglich einfachste Bed?rfnisse anspricht (wie Liebe, geliebt werden wollen usw, ist ja ein Grundbed?rfnis) f?hrt nat?rlich nicht gerade dazu, da? der Geist irgendwie kritischer wird, das sehe ich auch so. Es ist eine Stimmungsmanipulation, kann man auch in jedem Kaufhaus beobachten, wovon man da berieselt wird. Musik, die auch den Kopf anspricht, w?rde nat?rlich f?r deren Zweck kontraproduktiv sein. (Country h?rt man im Kaufhaus aber auch nie, m?chte ich zu deren Verteidigung sagen. :lol: ) In einer Buchhandlung w?rde man ganz andere Musik h?ren, im literarischen Cafe spielt wenn ?berhaupt dann Bach oder sowas.

    Je bewu?ter einem das ist, desto eher ist man aber gefeit, da? man einer solchen Manipulation erliegt. Aber so ganz ohne ist es wirklich nicht, wenn man mal das Radio eine Weile unkontrolliert laufen hatte, hat man echt einen sich wie leer anf?hlenden Kopf.

    Hallo majun,

    das finde ich sch?n, wenn Du einen Gewinn daraus gezogen hast! Ich denke ?brigens, da? Deine ver?nderte Wahrnehmung, die ja vermutlich auch mit abgelegtem Groll oder Schmerz zu tun hat, tats?chlich auch eine Ver?nderung bei Deiner Mutter bewirkt. Denn das Verhalten von Menschen kann sich schon ver?ndern, wenn man auf einmal anders auf sie zugeht. Und das wird ja bei Dir der Fall sein jetzt, k?nnte ich mir vorstellen, eben nun ohne innere Vorw?rfe, Groll usw. Vermutlich wirkt das schon entlastend f?r Deine Mutter, und damit entspannend auf den Umgang zwischen Euch.

    Ich bin ?brigens froh, da? Du meine ja durchaus kritische Betrachtung der Familienaufstellung sachlich nehmen konntest, und nicht als Angriff verstanden hast! Es war auch nicht als Angriff gedacht, im Nachhinein hatte ich ein wenig die Bef?rchtung, Du k?nntest es auch falsch verstehen. Ich bin grds. der Meinung, wie es hier auch schon so ?hnlich geschrieben wurde, da? es nat?rlich viele Wege f?r einen selbst gibt, und wenn man sie selbstverantwortlich geht, man aus allen einen Nutzen ziehen kann! Ich wollte lediglich die m?glichen Gefahren aufzeigen, die ich meine, darin zu sehen.

    Hallo infinity,

    es gibt immer verschiedene Wege, um zum Ziel zu kommen. Aufstellung nach Hellinger w?re m?glicherweise einer davon f?r Dich. Eine weitere, die mir einf?llt, w?re das Loslassen. Dazu f?llt mir ein Buchtipp ein: Das LoLA Prinzip. Autor wei? ich jetzt leider nicht, und gelesen habe ich es selbst auch noch nicht, aber darin geht es eben um das Loslassen als Weg zur Heilung.

    Zitat von Dionysos

    Wie oben schon gesagt: an den Taten sollt ihr sie erkennen und nicht an ihren Spr?chen.

    Nun, man kann aber schon mal denken, bevor man handelt, oder, Dionysos? Wer sich einer Dikussion nicht offen stellen mag, hat entweder nichts zu sagen, oder etwas zu verbergen. Und auch Schweigen ist ja sehr beredt.

    Ich finde es jedenfalls auff?llig, und auch durchaus schade, da? virgo sich bisher jeder inhaltlichen Dikussion entzogen hat.

    Na ja, die Amis, die singen doch auch: Wer hat denn blo? den Kuchen im Regen stehen lassen, es brauchte doch so lange, ihn zu backen! :D
    (Das ist Donna Summer, Mc Arthur Park, hat bestimmt auch schon jeder geh?rt und mitgesummt).

    Auf englisch kann man scheint's alles dahersingen, es klingt irgendwie trotzdem gut genug. Den M?delstext finde ich befremdlich, egal ob mit deutschen oder amerikanischen M?dchen.

    Er ist nicht mehr so befremdlich, und bekommt einen ganz anderen Sinn, w?rde ich sagen, wenn man wei?, wer dieses Lied singt. Die Sister Sledge sind Farbige, sie singen dieses Lied f?r die Gleichberechtigung in der amerikanischen Gesellschaft, da? sie auch rechtm??ige Amerikanerinnen sind, wenn sie auch von der Gesellschaft benachteiligt sind. Hat ja auch waterbrunn schon geschrieben, aber ich meine eben, da? es dann nicht mehr befremdlich ist.

    Zitat von Pentamendios

    Ich habe mehrere Erlebnisse an denen ICH das Nichtkoerperliche von IHR meinem Koerper getrennt war.

    Ich erinnere mich tatsaechlich wie ich auf diese Welt gekommen bin (zumindest glaube ich das so erlebt zu haben). Ich habe zuerst von oben ein kleines Kind auf einem Dreirad gesehen, bin hinabgeschwebt und aufeinmal war ich auf dem Fahrrad und ganz erstaunt: Ich bin jetzt eine Person! Zuvor war ich nicht das was ich war und ich erinnere mich auch heute an die Szene aus Sicht des Einschwebenden und nicht aus der Sicht des Kindes. Das Erstaunen und die Faszination eine "Person" zu sein kann ich nicht beschreiben.

    Ich bin der festen Ansicht zumindest UNSERE Seelen sind unsterblich.

    Ist zwar schon l?nger her, das Thema, aber vielleicht ist meine Meinung trotzdem interessant f?r irgendjemanden.

    Ich w?rde dieses Erlebnis entwicklungspsychologisch angehen. Das Alter von etwa drei Jahren ist das Alter der Ich-Werdung eines Menschen, die v?llige Symbiose mit der Mutter ist schon etwas fr?her aufgehoben, aber die eingehende Erkenntnis, da? man tats?chlich eine eigenst?ndige Person ist, geschieht um das Alter von drei Jahren herum, und geht einher mit der zunehmenden Sprachentwicklung (bedingt sich vielleicht auch wechselweise). Pentamendios hat diese Erkenntnis vielleicht ziemlich pl?tzlich ?berw?ltigt, und daher hat er sich wie ?berrascht selbst betrachtet. Dadurch entstand ihm der Eindruck, als h?tte er sich von oben gesehen.

    W?re eine M?glichkeit der Erkl?rung. Wir glauben, was wir sehen, wir halten f?r Realit?t, wie wir sie als solche erleben und interpretieren.

    Zitat von virgo2012

    So weit das WORT ZUM DONNERSTAG.

    Aber es gibt noch Lichtblicke in diesem schwarzen Jammertal:

    http://www.geistig-frei.com/forum/index.ph….html#msg300842

    Virgo


    Du gehst die Sache sehr verbissen an, scheint mir. Wenn man eine Sache derart verbissen verfolgt, hat man sie aber bereits zu seiner eigenen gemacht. Damit ist doch das zun?chst genannte Ziel (f?r die Welt) ohnehin schon aus den Augen verloren, meine ich, und lediglich das pers?nliche Ziel des damit erhofften Wachstums bleibt. Das eigene Wachstum aber, wie ich schon schrieb, bin ich der ?berzeugung, kann ohnehin nur aus einem selbst heraus stattfinden, da brauchst Du diese und ?hnliche Aktionen ohnehin nicht, auch keine sonstigen Kraftfelder u.?. Vielleicht solltest Du es mal lockerer betrachten, und die Abwehr von anderen einfach als eine weitere M?glichkeit der Wahrheit akzeptieren, denn jeder kann nur meinen oder der festen ?berzeugung sein, da? er im Recht ist, das gilt doch auch f?r Dich.
    Bzw. eine Wahrheit ergibt sich ja auch aus dem Betrachtungswinkel, so da? sogar zwei Wahrheiten nebeneinander bestehen k?nnen.

    Zitat von virgo2012

    so ein Spiel mit der menschlichen Psyche - und es kann ein sehr gef?hrliches Spiel sein

    Ich sehe das Familienaufstellen auch sehr kritisch, hier meine Sicht:

    Durch die Verk?rperlichung der Familienkonstellation, der Zusammenh?nge, Abh?ngigkeiten etc. innerhalb der Familie, wird einem dies sehr plastisch vorgef?hrt. Ist diese Konstellation f?r den Teilnehmer konfliktiv (und in der Regel ist sie das, sonst w?rde er gar nicht zum Familienstellen gehen), so wird ihm dies erstmal knallhart vor Augen gef?hrt, egal, ob er psychisch inzwischen dazu in der Lage ist, die Erkenntnisse zu verkraften oder nicht, er wird jedenfalls nicht st?tzend herangef?hrt, und schon gar nicht nach seinem eigenen Verarbeitungstempo, sondern er wird in diese Erkenntnis sehr p?tzlich hineingeworfen.
    Daran anschlie?end wird ihm nahegelegt, wie er die Situation nun f?r sich retten k?nne, wie er dennoch einen Gewinn daraus ziehen k?nnte. Es wird vorgegeben, wie bei majun z.B., dass sie ihre Mutter annehmen m?sse, auch sogar wenn sie dazu nicht einmal bereit ist. Wenn es dem Patienten (so nenne ich denjenigen mal) gelingt, wie hier, die Kraft der Mutter doch noch anzunehmen, die in Wahrheit niemals so empfangen wurde (in der eigenen Vorstellung, und es ist nun mal das eigene Erleben, was f?r einen z?hlt), so hat derjenige tats?chlich einen gewissen Gewinn daraus, es ist aber nur ein scheinbarer Gewinn, m?chte ich behaupten. Ich finde ihn sehr fragw?rdig, weil er nicht in eigenem Wachstum besteht, man steht nun nicht ?ber den Dingen (und hat somit das Problem f?r einen als solches gel?st), sondern der Gewinn entsteht ja nur, wenn man sich selbst vormachen kann, dass es anders w?re, als man es immer gesehen und erlebt hat. Und nur wenn man dieses Vertrauen in diesen Stellvertreter aufbringt, gelingt es, z.B. eine gar nicht vorhandene Mutterliebe in eine doch geschehene Kraftspende von ihr quasi zu transformieren.
    Es ist somit ein Verleugnen der Tatsachen, kein sehr erwachsener Umgang mit der Welt. Hier geschieht nicht Wachstum und Reifung der Person, sondern eine Transformation der Wahrnehmung.

    Daran liegt es auch, dass eine Familienaufstellung, sofern das Vertrauen in den Therapeuten oder die Stellvertreter nicht derart gegeben ist, dass man seine Handlungs- und Empfindungsvorgaben ?bernehmen kann, sogar in Zusammenbr?chen oder sogar Psychosen enden kann. Dann ist die Transformation der eigentlichen (und damit individuell wahren) Wahrnehmung nicht gelungen, und gerade dieser Anspruch der Wahrnehmung des gar nicht vorhandenen f?hrte dann zum psychischen Zusammenbruch. Die L?sung in einer Familienaufstellung ist nicht selbstbestimmt, sondern fremdbestimmt. Kann man dieser fremdbestimmten L?sungsstrategie aber nicht folgen, so kann es desolate Folgen f?r einen haben. Da? es manchmal eine Nachsorge gibt, die solche Zusammenbr?che versucht, aufzufangen, macht diese selbst aber nicht ungeschehen. Ohne Nachsorge finde ich es von einem Therapeuten ziemlich verantwortungslos. Nicht vom Patienten, denn der gibt seine Verantwortung ja ohnehin ab, so funktioniert aber eine Verarbeitung und ein Wachsen und Reifen dabei nicht.

    Mit Zusammenbruch meine ich ?brigens nicht z.B. ein Ausbrechen in Weinen angesichts der Erinnerung, angesichts der vergangenen tats?chlichen gewesenen Umst?nde, die nun betrachtet werden und schmerzhaft sind. Sondern einen echten psychischen Zusammenbruch, weil man der aufgegebenen L?sungsstrategie nicht folgen konnte, die vorgeschlagene Wirklichkeitsverfremdung nicht nachf?hlen konnte, sich vielleicht sogar dagegen wehrte. Das ist es, was sogar zur Psychose f?hren kann.

    Majun wurde dazu verleitet, von ihrer Mutter etwas anzunehmen, was sie in Wahrheit niemals von ihr bekommen hat (nach ihrer eigenen inneren Wirklichkeit und Wahrnehmung). Es kann trotzdem eine Erleichterung darstellen, das jetzt mal anders empfunden zu haben, dass es doch so sei, aber ein Verarbeiten der tats?chlichen Geschehnisse ist es nicht.

    Nat?rlich kommt es auch darauf an, was dann jeder selbst aus einer solchen Erfahrung macht, das ist klar.

    Danke majun f?r Deine Schilderung, und ich w?nsche Dir in jedem Fall, dass diese Aufstellung Dein Leben auch wirklich wenigstens erleichtert hat!

    Altbundeskanzler Schmidt sagte gestern in einem Interview, ?man kann die Angst nicht verleugnen, man mu? sie verarbeiten?. Ebenso ist es mit Schmerz und allen sonstigen problematischen und konfliktiven Geschehnissen im Leben.


    Zitat von virgo2012

    Hellinger ist ein ausgewiesener Hitler-Fan. Die Geschwister Scholl bezeichnet er herabw?rdigend als Terroristen.

    Das ist zwar schon wirklich erschreckend. :shock: Seine fachliche Arbeit mu? ja aber nicht notgedrungen damit zu tun haben. Ich denke, man kann und sollte sie daher trotzdem unabh?ngig von seiner politischen Ausrichtung betrachten.

    Zitat von waterbrunn

    Gott braucht uns, um t?tig zu werden. Und zur Zeit, auf diesem Planeten sind wir Menschen das Werkzeug.

    Hallo waterbrunn,

    nun habe ich mich doch tats?chlich angemeldet, um hierauf zu antworten. :oops:

    Also meine Meinung dazu ist: Wenn man aus der Annahme der Existenz Gottes heraus argumentiert, so ist die Aussage oben falsch. Gott braucht uns nicht, er hat uns das Leben ja geschenkt, uneigenn?tzig sozusagen. Werkzeug f?r was sind wir denn, Deiner Meinung nach? Die Erde zu erhalten? Oder genau andersrum, die Erde zu vernichten? Die Erde war einfach das Geschenk Gottes obendrauf, wenn man so will. Es hie?: Macht Euch die Erde untertan. Und zwar mit dem Wissen um Gut und B?se, was jeweils Vor- und Nachteile bringt, sowohl f?r den Einzelnen, als auch f?r das Ganze m?glicherweise.

    Das Leben auf der Erde ist ein Geschenk, in der Hoffnung, da? wir Menschen, jeder Einzelne, was draus machen. Aber f?r uns, nicht f?r Gott. Versuche Dir mal die Frage zu beantworten, Werkzeug f?r welches Ziel wir denn f?r Gott sein sollten, wenn es so w?re? Ich bin tats?chlich gespannt, was Dir da einf?llt. Mir f?llt tats?chlich nichts ein.

    Wir sind auf der Erde einfach nur um zu leben, und zwar mit der gottgegebenen Erkenntnis um Gut und B?se, und das allein schon macht uns "gott?hnlich". Denken kann ein Tier auch, aber es kennt keine moralischen Z?gel (und die machen ja die Unterscheidungsm?glichkeit aus).

    Dieser Thread ist insofern ?berhaupt interessant finde ich, weil es letztlich bei dieser Aktion ja darum geht, "aufzusteigen", sich also in irgendeiner Form weiterzuentwickeln, weil man davon ausgeht, da? man noch nicht "fertig" sei. In Wahrheit ist der Mensch aber schon "fertig", er ist bereits gott?hnlich, denn er wurde "nach Seinem Ebenbild" geschaffen. Das hei?t nichts anderes, als da? er die Wahl hat zw. Gut und B?se, d.h., er kann die Moral ?ber seine biologischen Triebe stellen, damit ist aber nicht allein der Sexualtrieb gemeint, nicht da? ich falsch verstanden werde, der geh?rt aber ebenfalls dazu, und in der ?bertreibung sozusagen entwickelte sich bei der kath. Kirche ja auch das Z?libat daraus als letzte Hingabe an Gott, was ja nichts anderes hei?t, als da? man noch den letzten Trieb steuert. Es geht vorwiegend aber um andere biologisch gesteuerte Triebe. Egoismus z.B., Wut, ?rger, Machtgel?ste usw. Ein Tier unterdr?ckt niemals Wut oder Machtgel?ste aus R?cksicht auf ein anderes Wesen, sondern jeweils nur, wenn es unterlegen ist, und gezwungen wird, diesen Trieb zu unterdr?cken, niemals aus Erkenntnis, da? ein anderes Ziel besser w?re f?r alle, eben niemals aus ?berlegender R?cksicht. Der Mensch ist aber f?hig, aus besserem Wissen heraus moralisch zu handeln, z.b. f?r sich selbst zur?ckzustecken, um anderer oder auch der gesamten Welt Willen u.?. Das ist das "Gott?hnliche" am Menschen.

    Mittels irgendwelcher anderer "Kr?fte" au?er den eigenen bei sich selbst schon innewohnenden sich erh?hen wollen, ist daher meiner Meinung nach schon mal gar nicht notwendig, und f?hrt aber auch nicht zum richtigen Ergebnis. Man kann auf dieser Erde lediglich in seiner eigenen Moral wachsen, und damit die "Gott?hnlichkeit" auch herbeif?hren, zu der wir alle die F?higkeit besitzen. Wer sonstige Kr?fte benutzt, wird evtl. zwar im Ergebnis auch irgendwie wachsen, aber nicht n?her an die Gott?hnlichkeit heran, die eine selbstst?ndige freie Entscheidung ist n?mlich, sondern dieses Wachstum wird gerade zulasten einer Abh?ngigkeit erfolgen. Damit ist eigentlich das Ziel wieder umgekehrt worden.
    Aber auch in Abh?ngigkeit zu geraten ist ja eine M?glichkeit der freien Entscheidung des Menschen. Es ist quasi ?hnlich, wie wenn jemand mit Wirtschaftsmacht zuungunsten anderer umgeht, lediglich zu seinen eigenen Gunsten. Dann hat man jedenfalls keine besondere Reife erlangt, hat die F?higkeit zur Gott?hnlichkeit nicht angewendet, sondern sich (aus biologischen Trieben heraus) der Macht unterworfen.

    Ups, soviel wollte ich jetzt gar nicht schreiben.